Beiträge von Jule

    Um auf die Anfangsfrage zurückzukommen:


    "Ist der Verkauf im DIB-Glas verkaufsfördernd?"


    Von mir ein eindeutiges Jein!


    Wie so oft kommt es m.E. darauf an.


    Als mehrjähriger Imker mit treuem Kundenstamm kann man, glaube ich, erschütterungsfrei auf Neutralglas umsteigen.


    Für Anfänger kann das DIB-Glas hilfreich sein.

    Zumindest mir ging das so:


    Ich hatte schneller Honig als ich mich mit der Glasfrage beschäftigt hatte, so war das eine schnelle unkomplizierte Lösung. Mein Imkerpate hatte das DIBglas, da lag das erstmal nahe.


    Dann die Reaktion der neu zu gewinnenden Kundschaft. Zunächst überwiegend Freunde und Bekannte, die ja wussten, dass ich neu bei den Bienen bin. Denen hat das DIBglas Vertrauen gegeben, da man das ja nicht einfach so benutzen darf (wissen die ja nicht, dass der Honigkurs teilweise ein Witz ist und nichts damit zu tun hat, wie sauber und gewissenhaft man arbeitet.)


    Inzwischen laufe ich zweigleisig, ich muss dazu sagen, dass ich eine wirklich kleine Hobbyimkerei habe. Für die "Masse" (Raps und Sommerhonig) habe ich nach wie vor das DIBglas und im Neutralglas drucke ich mir selbst Etiketten für die "Special Edition". Die sind dann auch teurer, und sehen besser aus, obwohl ich eine Null im Gestalten und PC bin.


    Was mich davon abhält ganz umzustellen?

    Wenn ich umstelle, dann muss das das perfekte Etikett sein. Noch scheue ich die Kosten für einen Profi, der das so macht, dass mein Ego damit glücklich ist und natürlich habe ich nicht so die Mengen, dass sich das lohnte.


    Inzwischen freuen sich meine treuen Kunden, wenn ich was anderes als das Dibglas anzubieten habe. Da bin ich dann auch frei in der Sortenbezeichnung. So schleuderte ich letztes Jahr zur Sonnwende eine geringe Menge feinsten facettenreichen Honig.

    Anstatt Spätfrühlings-, oder Frühsommerhonig hieß das Kind dann "Sonnwendfeuer" und im offiziellen Teil "Blütenhonig". Und kam sehr gut an, dank der Bezeichnung kam ich dann auch dazu zu erklären, welche Blüten mutmaßlich darin sind und für das bunte Aroma sorgen.


    Wie hier bereits bemerkt wurde, achten viele Leute nicht auf den Namenszusatz im DIBetikett, da mache ich aber darauf aufmerksam.


    Letzlich haben beide Abfüllformen ihre Berechtigung und Platz, es kommt halt drauf an...:)


    Gruß Jule










    Leute, wer lesen kann ist klar im Vorteil... (sorry an die die es gemerkt haben)

    Patrick hat aufgrund der Erfahrungen von letzten Jahr dieses Jahr mal Milchsäure getestet. Ich kenne ihn als sehr sorgfältig imkernd und unterstelle keine groben imkerliche Fehler oder Fehleinschätzungen.


    Tut mir echt leid für Dich Patrick! Mir ging es letztes Jahr auch so, dass ich dachte, je länger man imkert, umso schlechter / unerklärlicher sind die Resultate. Es ist frustrierend!


    Ich habe dieses Jahr so früh wie noch nie -nämlich schon im November- Oxalsäure geträufelt. Da sind echte Massen gefallen! Und das obwohl ich "laut Lehrbuch" im Oktober mit der einen Milbe Totenfall pro Tag voll im Soll war! Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Noch leben alle eingewinterten.


    Ich drücke allen die Daumen!


    Beste Grüße

    Jule

    Hallo Zusammen,

    Wir hatten seit Anfang Januar (als Datum: 1.1.2017) 70 (in Worten: siebzig) mm Niederschlag. Davon 7 mm im gesamten April.

    Wir hatten 76!!! davon 6 im April. Dazu der kalte Wind... draußen sind nur Wasserholerinnen....Gestern habe ich geschaut, die Honigräume sind staubtrocken...

    Die nächsten 10 Tage sind hier keine nennenswerten Niederschläge zu erwarten...


    :cry:

    Gruß Jule

    Erst Hoffmann, klebte mir zu sehr.

    Dann Polsternägel...klebt nicht, aber mich nervt, dass die nach Säureeinsatz rosten... und dass man sie alle einzeln reinhämmern muss.


    Benutzt jemand bei Zander diese bunten Plastikabstandshalter, die man über die Ohren stülpt?

    Die soll es auch in Edelstahl geben. Ist halt nur oben...was macht man dann unten, damit die nicht zusammenklappern beim Bewegen? Wieder Nägel???


    Gruß Jule

    ...ich tippe auch auf Räuberei.

    Hatte ich selbst erst diese Woche...und schäm:oops: habe es tatsächlich nicht sofort gemerkt.


    Ich erfreute mich nur am lebhaften Bienenflug, dabei ist mir gar nicht aufgefallen, dass ein Volk gar keine Pollen einträgt...


    Nunja, erst das klebrige Mäusegitter war der Wink mit dem Zaunpfahl. Schon bei der Winterbehandlung stufte ich das ausgeräuberte Volk als Wackelkandidat ein...beim Öffnen zeigte sich: alle Waben abgeschrotet, da hat sowieso inzwischen keiner mehr gewohnt. Keine Kö, keine verlassene Brut...

    Dafür in den vitalen Völkern gefüllte Futterzellen... nicht wirklich erstrebenswert, aber so kommt es wenigstens den Räubern zu Gute.


    Gruß Jule

    Ich bekenne: größter Verlust ever ;(

    9 eingewintert, 3 sind noch da.


    Gründe? Sicher Varroa! Aber das kanns nicht nur sein, da die Milbenlast sehr gering war. Jedenfalls bis Oktober.


    These: geringe Vitalität von Winterbienen aufgrund von Mangelernährung der Ammen (Schlechtes Wetter mangelnde Pollen im Juli)

    Abarbeitung der Winterbienen durch bestes Wetter mit Tracht bis Anfang November. ???


    Die Überlebenden stehen gut da, Kös sind alle von 2016.


    Auf ein Neues! :p_flower01:


    beste Grüße

    Jule

    Klar ist das ok, hatte ja gesagt, dass Du sie benutzen kannst!


    Das mit dem Schmelzpunkt passt genau, es waren ein paar heiße Tage, aber die Völker waren stark. (Was man auch daran sieht, dass sie sofort versucht haben aufzuräumen und die abgerutschten Waben zu reparieren) Kühlung hätte kein Problem sein müssen.

    Das ist ja spannend hier! Ruck zuck sind wir bei ner Rasse Diskussion:wink:


    Es scheint als ob die Buckfastimker leidenschaftlicher für "Ihre" Biene werben...obwohl Carnicas für kargere Gegenden durchaus auch nen Fuß in die Tür kriegen:-D


    Danke für die Links und Empfehlungen ob hier oder als PN!:daumen:


    arnd : *mal rüberwink*:cool:



    Es ist mir schon klar, dass letztlich nur ausprobieren hilft. mach ich ja auch. Doch darüber kann man auch alt werden und mich interessieren die Erfahrungen die Ihr mit ähnlichen Trachtverhältnisssen so macht. Danke dafür!


    Gruß Jule


    Und keine Sorge, ich schleudere mit Sicherheit nicht maximal ab.

    Moin!
    ich danke Euch.


    Richtig erfasst: bei mir kommt nach dem Raps erst mal lange nichts... Es gibt dann noch eine feine Sommerernte, aber mühsam gefundene Läppertracht. Wald ist zu weit weg. Hin und wieder wandere ich auch, aber das ist Spielerei.


    Ich möchte hier in meinem Garten aber Bienen halten, auch wenn es suboptimal ist.


    Die Hauptanforderungen sind: Zügige Frühjahrsentwicklung und Sanftmut /Wabenstetigkeit. Das ist ja nun nicht so speziell. Die Neigung zur sofortigen Bruteinschränkung bei wenig Tracht ist natürlich ein 2schneidiges Schwert, aber möglicherweise in meiner Agrarwüste net verkehrt.



    Ich kann mir vorstellen, es so zu machen wie Frank vorschlägt, und hole mir verschiedene Königinnen von verschiedenen Züchtern und guck dann mal bis ich meinen Lieblingszüchter gefunden habe.


    Das klingt jetzt bisschen unbeholfen, aber wie finde ich "renommierte" Züchter? Gibt's da Listen??? Meine kleine Internetsuche hat mich jedenfalls nicht weitergebracht.


    Zur Ergänzung, die Königinnen, die ich auf anraten von Vereinsmitgliedern gekauft hatte, waren zT. unterirdisch, unterschieden sich keinen Deut von meinen Wald und Wiesenstandbegatteten...(Eine hatte zB einen mim Plättchen angeklebten Flügel- Umtausch nicht möglich, weil Bienen ausverkauft...und so unerfreuliche Dinge)


    Und ja, ich empfinde es auch so wie Ralf sagt: am Anfang sind alle Bienen gleich...und dann kommen die Unterschiede...


    Schönen Gruß
    Jule

    gut gekontert!:wink:


    Aber ich bin kein Züchter und habe auch nicht vor einer zu werden.


    Wenn ich nun als Kleinimkerin mal "frisches Blut" in meine Bienenherde bringen will...?


    Mit irgendwas muss man ja anfangen...und vielleicht habe ich dann nach mehreren Jahren Standbegattung eine lokal angepasste Biene...aber sooo isoliert lebe ich hier auch nicht.


    Ausprobiert habe ich schon ein bissl was, aber letzlich bin ich nicht schlauer geworden:
    Hinterbehandlervölker mit Carnicahintergrund von einem 80-jährigen Imker hier in der Gegend: supersanft, aber die Völker blieben seltsam klein und leider hab ich sie an die Varroa verloren.
    Buckfast verhungern mir hier, jedenfalls fast.
    Carnica, gefühlte F35, na, da brauche ich nix mehr sagen, die waren zwar vital, aber sonst nicht Imker-und nachbarschaftsfreundlich...


    Versteht mich jemand?

    Hallo Imkers,


    ableitend aus dem Faden, wo es um die mögliche Auswahl über den Preis von Königinnen geht, möchte ich hier mal ein anderes Auswahlkriterium anstoßen.


    Wie finde ich eine lokal angepasste Biene?


    Mir leuchtet ein, dass Hochleistungshonigmacherinnen in einer intensiv landwirtschaftlich geprägten Region (Getreide, Mais, Rüben) nicht performen können.
    Gibt es Frühentwicklerinnen, die mit Trachtpausen klar kommen?
    Gibt es Linien die auf Brutpausen im Winter selektiert werden?



    Und wie in aller Welt finde ich einen Züchter, wenn mir die "Rasse" egal ist?


    Gibt es ein Verzeichnis, wo man Prioritäten eingibt und man kann dann den Züchter finden?


    Das alles fragt sich


    Jule

    Hallo zusammen,


    interessantes Thema!


    Ich denke, dass man unterscheiden muss:


    Da gibt es die Profis und Semiprofis, die wissen, was sie wollen und haben Wege, Beziehungen und Ahnung und sind bereit Geld für gute QualitätsKöniginnen auszugeben.


    Es gibt Züchter und es gibt Vermehrer.


    Und es gibt Hobbyimker (also der der nicht davon leben muss) mit sehr unterschiedlichem Kenntnisstand. Ich bin jetzt mal böse: der Geizimker wird immer nach dem billigsten ausschau halten...und andere wissen nicht wirklich was sie bekommen werden, wenn sie sich nicht eingehend mit der Materie beschäftigt haben.


    Mir geht es zum Beispiel so, dass ich zwar gerne mal neue Königinnen hätte, aber nicht weiß wonach ich sie aussuchen soll. Mir ist nicht so sehr der Preis entscheidend, sondern die Eigenschaften...puh...aber jeder Züchter oder Vermehrer wird sagen, dass seine Königinnen sanft und fleißig undbla...sind. Ok, das gehört vllt in einen neuen Thread.


    Zum "mini Honigkartell": das finde ich schon nicht schlecht. Ich lebe auch auf dem Land, und wir können von unseren Nachbarn nicht die Preise nehmen, die in wohlhabenden Gegenden, ggf sogar mit Touristen, erziehlt werden können, aber man kann sich durchaus auf einen Mindestpreis einigen.
    Preiserhöhungen haben wir zum Teil auch gemeinsam zum selben Zeitpunkt gemacht, z.B. kurz vorm Weihnachtsmarkt.


    Gruß Jule

    Hallo Eisenbiegen Heinrich,


    :daumen:super, dass Du noch da bist!
    Die erste Hürde hast Du gut gemeistert: Die Imker: Abweichende Meinungen und zT besserwisser Beiträge...aber Du liest es: wie überall im Leben gibts solche und solche Imker.


    Als ich noch in der Bienenorientierungsphase war, sagte ein überzeugter "bienengemäß-Imker" zu mir: "fang einfach an! Es ist wichtig, dass überhaupt Bienen gehalten werden."


    Wenn Du in Deiner Nähe keinen findest, der sich mit Einraumbetriebsweisen auskennt, ist es sicher "vernünftig" erst einmal mit anderen Beuten anzufangen, oder einfach mal ein oder zwei Jahre bei einem Imker mitzulaufen...aber es gibt immer wieder Autodidakten, die gut klar kommen.


    Aber eine klare Empfehlung: such Dir einen Paten, besuch Kurse, lies, frag.


    Mit komplexen Fragen anzufangen ist natürlich eine Herausforderung...für uns :lol:


    Zur Varroabehandlung halte ich es für geschickt, zunächst das "klassische" Programm zu verstehen. Siehe zB Broschüre "Varroa unter Kontrolle". Da ist auch nicht alles unumstritten, aber es gibt ein klares Programm vor. Anders machen geht immer, mit oder ohne Erfolg. (Auch das klassische Programm scheitert oft).Wie hier geschrieben stand...jeder entwickelt mit der Zeit sein eigenes Konzept, welches auf Erfahrung beruht. Die kannst du leider nicht kaufen.


    Aber beobachten hilft!


    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Findung!


    Gruß Jule