Beiträge von Erzgebirgler

    Da musste ich mich doch glatt noch mal anmelden:


    Der Punkt zwei kann so nämlich auch nicht stehen bleiben. Der Verbraucher ist der einzige, der etwas beeinflusst. Der ist nämlich auch Wähler und Entscheider. .....


    Naja, ich sags mal so: Der Entscheider wurde zum Wähler degradiert und der Wähler wiederum zum *Verbraucher*.


    Er soll verbrauchen, konsumieren, was man ihm vorsetzt -und ansonsten die Klappe halten. Das Wort der Kanzlerin von der *marktkonformen Demokratie* vergessen?


    Und auch Toyotafans Beispiel der BSE- Krise geht nach meiner meiner Meinung in diesere Hinsicht fehl... Ein medialer Hype, völlig unangemessen den tatsächlichen Risiken gegenüber. (Eher ein zeichen dafür, wie leicht *der Verbraucher* zu manipulieren ist.) Und die Reaktionen der Politik darauf, einfach nur zum ****en... Auf unserer Weide stand ein Highlandbulle, F1 Abstammung aus Kanada, über den sagte der Amtstierarzt: "Lebender Sondermüll". Muss man sich mal vorstellen, eine Extensivrasse, die niemals im Leben mit tierischen Eiweisen gefüttert wurde. ... mann o mann. Da wurde einfach eine Marktbereinigung durchgeführt.

    Bienenvölker sind gut darin, Verluste von Brut, Pflegebienen und auch Flugbienen auszugleichen (Königin ebenfalls). M. M. nach hat genau das die Imkerei erst möglich gemacht, viele imkerliche Verfahren beruhen darauf.


    Das es eine Belastung für das Volk darstellt, keine Frage.


    *Flugling mit Königin* ist allerdings eigentlich die Wegnahme von Brut und Pflegebienen -jedenfalls für diesen Volksteil. :p

    Ergänzung: Das Ganze soll nicht kryptisch bleiben. Wie wird olle Günter Friedmann wohl vorgegangen sein? Er hat von dem Nachzuchtwürdigen Volk, bzw. seiner Königin, Zuchtserien angelegt. 40, 80 oder mehr. Adam schrieb mal irgendwo von 200 Schwesterköniginnen, mit denen er Zuchtprüfungen machte. Man will die gute Genetik der Mutter erbfest machen.
    Was braucht man dazu? Man braucht Pflegevölker am Anfang, man braucht Völker, in die man die Königinnen einweiselt, um sie zu prüfen.


    Kleiner Stand? Ja, wie klein darfs denn sein? Es ist erstaunlich, dass man die Bemühungen der wirklichen Züchter wegwischt mit dem Hinweis, es ginge ja eigentlich viel einfacher -und dabei auf ausgewiesene Züchter verweist.
    (o.K., ich habe von Friedmann nichts gelesen, aber erzähle mir keiner, er hat mit diesem oben erwähnten, einem guten Volk, weiterselektiert, indem er von diesem Schwärme provozierte...)

    ....Nebenbei gesagt lassen sich aber mit Einzelbeispielen allgemeine Aussagen widerlegen oder zumindest relativieren.


    Tendenzen lassen sich mit Einzelbeispielen weder relativieren noch widerlegen.


    Danke, Ludger, für die sachlichen Erläuterungen....


    So ist es! danke auch von mir.


    ...er schreibt auch, dass sie bei einem Projekt in Ägypten von 100 Völkern nur ein wirklich für die Nachzucht geeignetes hatten und dann mit gutem Erfolg negativ ausgelesen haben. Das ist doch auch etwas für einen kleineren Bienenstand, oder? Da wäre wieder das Thema Basiszucht. ...


    o.k., o.k. ... Ich sehe, ich habe falsche Vorstellungen von einem kleinem Bienenstand. :p


    WENN jetzt darauf abgestellt wird, dass ja nicht die Ausgangsvölkerzahl von hundert gemeint ist, sondern DAS EINE, nachzuchtwürdige Volk, dann frage ich den User, wie er sich wohl die nachfolgende negative Auslese vorstellt? :p


    Das ist doch auch etwas für einen kleineren Bienenstand, oder?


    Da haste nämlich den Salat: Ist es eben nicht.


    Gruß aus dem Erzgebirge

    Der arme User Bruchi hat sich ob der Vielzahl der Möglichkeiten -und der Kritik an ihnen- gar nicht mehr gemeldet. ...


    Kein großes Wunder.


    Mein Rat für den Anfänger wäre genau wie der vom Kleingartendrohn :
    "Ein sehr einfacher Weg der Vermehrung ist der Königinnenflugling."


    Damit hat er zwei Fliegen mit einer Klappe: ein zusätzliches Volk und wenigstens fürs erste, Schwarmverhinderung.


    Und kann sich freuen wie Bolle über sein Werk, denn das klappt nahezu immer.

    Aber.... das ist doch alles nichts Neues.


    Dasselbe passiert doch oft beim ersten Schnitt für Silage. Da hatts Anfang Mai paar schöne Tage, der Löwenzahn blüht wie verrückt.... Schnipp- schnapp, weg das zeugs. Wird dieses Jahr wieder so sein, Gras ist ja gewachsen und wenn die Kälte vorbei ist, kommt der Löwenzahn in drei Tagen.


    Dieselbe Choose beim Weissklee als Zwischenfrucht. Zwischendrin Mahd, im Herbst totspritzen, Vorbereiten der Felder für den Raps im Herbst.


    Ist schon mühseelig für die Bienen.... und eben auch für den Imker.

    Hallo,
    Danke für die Antworten.
    ....
    Ich kann das kaum glauben, sooooo brav waren meine Bienen noch nie, das ich mich das getraut hätte!


    Grüße, Epona



    .... Dann ist das jetzt sowieso kein Wunder. :p


    Ansonsten kannst Du lang hin warten und prüfen und tun. nach sechs Jahren Standbegattung usw. wirds Zeit für ne gute Neue, das ist einfach so.

    Nach fünf- sechs Jahren Standbegattung ist das eben so. Und selektieren kann man mit zwei Völkern nicht.
    Besser werden wird es aber nicht, auch wenns im aktuellen Fall Dein schwitzen war. Das nächste Mal ists dann das Deo und das übernächste mal das Ruckeln an der Beute.


    Und irgendwann kannste niemanden mehr in die Nähe der Kisten lassen. :p


    Dennoch: Auch äussere Faktoren zu prüfen. Siehe Beitrag von Hornet.


    PS: Es gibt welche, die meinen, Stichigkeit läge sowieso nur am Imker.

    Trachtmäßig noch nichts los hier.
    Saalweide ist fast durch, konnte kaum genutzt werden. Schlehe in den Startlöchern, Wildpflaumen ebenso (Blütenknospen noch geschlossen). Die ersten Spitzahorn in Standnähe blühen.
    Raps sowieso noch nicht. Ebenso kein Löwenzahn, der würde bei den temp. gestern und heute zwar in ner Woche blühen, aber es kommt ja wieder Kälteeinbruch. Dann, erst dann, gehts los.
    Habe ein paar Völkern Futterteig aufgelegt, wenn die Kältewelle zwei Wochen dauert, würde es zu eng.


    Tja, früher -vor dem Raps- sagten hier die Imker: "Am ersten Juni muss man den Honigraum geben, sonst kommt man für die Haupttracht zu spät!" (gemeint war bes. Himbeere) :p


    An den Spruch muss ich denken, denn er tröstet ungemein.

    "So ab und an kommen Bienen, dass könnte dann doch von einem Rapsfeld sein. Mir fehlt halt der optische Eindruck, wie dick der Pollen ausschaut, den sie mitbringen."


    nahezu untrüglich ist das *Rapszeichen*, welches Rapsbesucherinnen mitbringen -auch wenn sie keine Pollensammlerinnen sind. Direkt auf der Stirn, Abdruck vom Pollenstempel, oft wirklich wie ein kleines Kreuz.

    ........
    Allergien bilden sich bei langjährigen Imkern aus, wenn die zu selten und zu unregelmäßig gestochen werden. Ein Stich hier, ein Jahr Pause da, noch ein Stich - so züchtet man sich die Katastrophe heran. Wer das weiß, der wundert sich nicht, wenn ein "langjähriger Imker", der immer in Vollschutz imkerte, nach 20 Jahren Imkerei plötzlich einen anaphylaktischen Schock bekommt.


    Ist genauso plemm plemm, .......


    Es ist gut, wenn Du für Dich sprichst. Nur für Dich. Für andere kannst Du es -in dieser Hinsicht zumindest- nämlich nicht.
    Deine obige Allergie- Theorie hat so einige Haken.


    Übrigens, was Du dabei auch nicht bedacht hast, was dieser Argumentation "Ein Stich hier, ein Jahr Pause da, noch ein Stich - so züchtet man sich die Katastrophe heran." entgspringen könnte, wäre sie stimmig. Überleg mal.

    Schafe und Ziegen lieben Apfel, Kirsche und Co. :oops:


    Für Ziegen ist auch Schlehe lecker. :roll:



    Ansonsten: Für das Projekt viel Glück... und allerlei Kraft, 3,7ha wollen erst mal bepflanzt sein. Wenn Obstertrag nebensächlich, dann findet sich bei der Größe auch Platz für paar Edelebereschen. für die Ränder evtl. auch Hecken/ Apfelrosen. Ich würde versuchen, Gehölze mit verschiedensten Blühzeitpunkten zu wählen, damit nach der Obstblüte was nachkommt. Ad hoc fiele mir da z. B. die Linde und Robinie ein, mtw. auch als Randbepflanzung. Problem könnten die Ämter sein, die haben genaue Vorstellungen, was da gepflanzt werden darf, um wirklich als Streuobstwiese durchzugehen.


    Falls Du bei irgendeinem Amt Hilfe und Unterstützung suchst (Förderungen...) dann aber bei Haselnuss und Schlehe nicht von *Stauden* reden.:wink:


    Gruß aus dem Erzgebirge