Beiträge von Erzgebirgler

    Kellerhaft ...


    Wurde früher allgemein empfohlen besonders wegen Faulbrutvorsorge. Die Bienen sollen die evtl. in der Honigblase vorhandenen Faulbrutsporen verdauen. Insofern bei fremden Schwärmen durchaus angesagt. Drei Tage Kellerhaft und die Honigblase ist nahezu leer.


    Ordentliche Belüftung der Schwarmfangkiste aber auch der Beute, in die der Schwarm eingeschlagen wird, ist unbedingt nötig. Mir sind schon bei einem starken Schwarm ein paar Mittelwände (DNM 1,5) zusammengesackt, obwohl flugloch 15*200mm war. Dto Anfangsstreifen runtergerutscht. Die Schwärme entwickeln beim Einschlagen durch ihre (ja auch sicht- und hörbare) starke Aktivität doch eine beträchtliche Wärme. Wenn dann noch die Aussentemp. ordentlich ist kann das passieren.
    Seither kommt die Deckelfolie erst einen Tag später drauf und der Deckel bekommt paar Streichhölzer als Abstandshalter. (habe geschlossene Böden und keine Falze).
    nur mal so.


    Hmmm, ... Es würde mich folgendes interessieren: Gilt diese Anweisung für *sofort nach einem Stich* oder nur im Falle verstärkter Kreislaufreaktionen?

    Raps in Standnähe hier z. Z. in Vollblüte. Keine Spritzung gegen Rapsglanzkäfer. Waren auch heuer keine Käfer da. Vorige Woche Fungizid gegen Weisstänglichkeit. Beobachtete danach eine leichte Gereiztheit der Damen.


    Die DNM 1,5 Zargen haben seit gestern tws. vier 0,5 HR und die DNM 1,0 Magazine sind teils vierstöckig.

    Bauen lassen und nach ner reichlichen Woche mal nachschauen, ob Stifte in den angefangenen Waben da sind. Wenns ein Vorschwarm war, sollte es so sein. Bei einem Nachschwarm kanns auch ca. 3 Wochend dauern.


    Keine Ahnung, warum die Bienen in der Traube hängen sollten, wenns nen Haufen zu tun gibt.... ;)


    Ansonsten: Weiselprobe mit einem Stück jüngster Brut bei unklarem Weiselstatus, musste halt irgendwie an deine Oberträger basteln. Du setzt sonst das Leben der Königin(nen) aufs Spiel.

    Körperliche Reaktionen abseits der Stichstelle sind immer ein Zeichen einer Überreaktion des Immunsystems. Dein Schwitzen noch dazu legt es nahe, dass Du einen Blutdruckabfall hattest.


    Insofern ist es nicht verkehrt, sich testen zu lassen. Aber erwarte nicht zuviel. Es kann durchaus sein, dass weder Pricktest noch Bluttest (mind. 6 wochen warten, besser 8) eine Allergie bestätigen. Dann bleibt Ungewissheit. Und wenn die Tests es bestätigen, dann bleibt nur die Hypo bei der es verschiedene Vorgehensweisen gibt. Allerdings sind all diese -zumindest wurde es mir so vorgetragen- mit zumindest anfänglicher stationärer Aufnahme verbunden. Weitergehende behandlung beim Hausarzt etc. ist wohl möglich, wenn die Praxis über bestimmtes notfallmedizinisches Eqipment verfügt.


    Tja. Es sollen ja ca. 200 Stiche jährlich am besten vor einer Allergie schützen. Sozusagen die Hyposensibilisierung auf die harte Tour.


    Trost zum Schluß: Es kann sein -muss nicht- dass bei den nächsten Stichen kaum Reaktionen auftreten, oder die zumindest *beherrschbar* bleiben. Kommt anscheinend auch auf die *Tagesform* mit an. Bis dahin ist Stichschutz und Notfallset angesagt.

    .........
    Habe auch gehört, dass Bienen Wasser mit Torfanteil mögen. Habt ihr da Erfahrungen gemacht?
    ...
    Sonnenblume


    Stimmt, sie mögen es. Die Huminsäuren im Torf sollen der Grund dafür sein -lt. einem Altimker-, Mineralien könnten es meiner meinung aber auch sein, denn die meisten Torfbasierten Blumenerden sind ja vorgedüngt und mit solchem habe ich es probiert.

    Hallo Jörg,


    hast recht, die neue aber gebrauchte Kiste am alten Platz scheint völlig uninteressant zu sein. Sie sind aber jetzt weitestgehend in eine kleine Box eingezogen, die ich direkt an die Thuja "rangebastelt" hatte.
    ..
    Grüße Sven


    Wenn schon basteln, dann hätt' ich gleich ne Zarge mit eingehängter Brutwabe (mit offener Brut) dorthingestellt, mtw. auf ein Tischchen oder auf nen Zargenturm, oder auf paar Rüstböcke oder eben an einem Siemens- Lufthaken gehängt. Stunde später sind die drin, ab auf den Standplatz und mit MW die Zarge auffüllen.


    Sischer ist sischer.


    Ich fürchte der früh eingetragene Raps beginnt bereits zu kristallisieren.


    Du befürchtest richtig. Das wird beim Schleudern zum Problem, die Siebe *versulzen* ruck zuck. Die Waben etwas *schonender* zu schleudern -damit die Kristalle möglichst in den Zellen bleiben- und zu hoffen, dass bei der Rückgabe der Honigwaben die Bienen diese *säubern*, bringt auch nicht so viel, denn dort, wo der kristallisierte Honig in den zellen verbleibt, machen die Bienen oft einfach wieder nen Deckel drauf, denn gefüllt mit feinsten Honig ist diese ja....


    Oft sind die Bereiche mit kristallisiertem Honig relativ klar abgegrenzt (wenn z. B. die Schlechtwetterperiode reichlich eine Woche dauert und in dieser Zeit gar nichts mehr eingetragen wird, hinterher es aber wieder honigt). Da habe ich tws. nur die *flüssigen* Teilbereiche entdeckelt und dann so geschleudert, das ergibt aber oft wabenbruch, geht mit Halbrähmchen noch am besten. So oder so ist es eine Strafarbeit, die wenig bringt.


    Am besten scheint fast aufheben zu sein und zum Trachtende umtragen lassen, mtw. auch als Winterfutter.

    Hallo Andreas,


    das ist das Interessante an Forenthreads: Da werden Baustellen aufgemacht, die gar nicht da sind. In Post #3 hat ein User von seinen 2- Waben- Ablegern berichtet, in Post #5 wurde Pia Aumeier zitiert, *Eine wabe ergibt ein Volk*.... und dann hat man sich festgebissen.


    Der Bruchi wollte aber aus seinem Volk drei machen -und keine zusätzlichen Ableger kaufen, wie ihm ebenfalls vehement geraten wurde.


    Es ist doch so, dass er an seinem Volk arbeiten MUSS, wenn er weiter imkern will. Also kann er dabei auch vermehren. Von Kleinablegern abzuraten, gerade einem Anfänger, ist schon richtig -aber das hatte er ja auch nicht vor.


    Aber ganz davon abzuraten, selbst Ableger zu erstellen ist Quark. Idealerweise natürlich diesen nicht nachschaffen lassen, sondern eine begattete Queen zusetzen, da hast Du recht, das wäre auch bei mir Konsens. Aber schon das Timing mit der Königinnen- Lieferung und der Erstellung der Ableger hinzubekommen ist manchmal nicht so ganz ohne.


    Passieren wird jetzt folgendes: der User wartet, denn er darf ja weder Flugbienen entnehmen noch sonst das Volk schwächen, kauft also zwei Ableger.


    in drei Wochen schwärmt sein Volk, da hat er schon vier Kisten am Stand. reichlich ne Woche später gibts nen Nachschwarm, da hat er fünf. Inzwischen sind die Ableger nicht genügend erweitert worden oder sonstwas, schwärmen dann Mitte Juni ebenfalls beide. Da hat er sieben.


    Und damit ist der Anfänger heillos überfordert - nicht mit einem Königinnenflugling oder normaler Ablegerbildung durch Schröpfen.


    *Anfängergeneigte Methoden* aufzuzeigen, wäre gefragt gewesen, stattdessen wurde eine der wirklich einfachsten Vermehrungsmethoden - die zudem noch als naturnah gilt, in Zweifel gezogen. An was bitteschön soll sich denn nun ein Anfänger orientieren? An rechnergestützen Populationsmodellen oder an bewährter imkerlicher Praxis?


    Grüße aus dem Erzgebirge

    so ... jetzt kann ich die ganze Nacht grübeln
    ......
    c) hat dD Bernhards Profil gekapert?
    d) ist intensive Imkerei mit Zen-Buddhismus verwandt oder gar gleichzusetzen?


    Man muss nun wirklich kein Zen- Priester sein, um zu erkennen an wen es ging und was er mit dem Zitat sagen wollte.


    Allerdings hat der ganze Thread dem eingangs fragenden User Bruchi nichts oder höchstens wenig gebracht. Aber er hat ja auch nicht nachgehakt, evtl. ist es ihm gar nicht wichtig und die Nabelschau kann weitergehen.

    ......
    Ich mir ziemlich sicher, dass die Alte nicht mehr da ist. .......


    Kikibee


    Es gibt immer Unsicherheiten. Wenn die Alte zeitnah zu Deiner Umsetzung geschwärmt wäre, hättest Du am 20.04. Zellen kurz vor dem Verdeckeln oder bereits verdeckelt finden sollen. Haste aber nich und die Alte ooch nich.


    Da die Zeit der Kö im Honigraum >10 Tage war, könnte also etl. unten bereits eine? Jungfer geschlüpft gewesen sein. Da hättest Du aber auch Zellen, oben offen, finden müssen. Haste aber ooch nich, ebenso keine Jungfer.
    Wäre dennoch eine Neue im Kasten, müsste die Weiselzelle entweder ausgefressen werden (seitlich geöffnet) oder es steht evtl. ein Singerschwarm bevor. Da könnte man mit etwas Glück "Tüten und Quaken" hören... und eingreifen.


    nehmen wir an, Du hast nichts übersehen. Dann ist die Weiselzelle, die jetzt unten hängt, die letzte Ausfahrt für das Volk.


    ......
    Dass sich Bienenvölkerteile durch ein Absperrgitter schon weisellos fühlen können, wusste ich noch nicht.
    ...
    Kikibee


    Wie gesagt, das wird gezielt genutzt von Imkern, die sich mit wenig Aufwand kleine Königinnenserien ziehen wollen. Die Annahmequote ist allerdings in keiner Weise vergleichbar mit der Zucht im weisellosen Pflegevolk.


    ......
    Das Volk ist übrigens total ruhig und entspannt, aber das sind sie auch mit Weiselzelle, oder?
    Kikibee


    Eher nicht, so war mein Eindruck bisher. Zumindest nicht so entspannt wie mit einer legenden Kö.


    Alles in allem: Ich persönlich würde hier *das Volk machen lassen*. Auf keinen Fall würde ich jetzt Tauschversuche mit Weiselzelle und Ablegerkö. versuchen. Am Ende verlierst Du evtl. beide. Den Ableger hoffnungslos weisellos zu machen, dazu fehlt übrigens jetzt auch die Zeit... Unde ob die Bienen in deinem Problemvolk gerade jetzt in Stimmung für wiederum eine neue Variante sind, bezweifle ich fast.


    Was den Ertrag von diesem Volk anbetrifft, dürfte jetzt kaum ein Einbruch entstehen, sollte eine Tracht einsetzen. Fast das Gegenteil könnte der Fall sein, Bienen, die sonst für die Brutpflege gebraucht würden, werden frei. Der Knick kommt dann etwas später.


    Grüße aus dem Erzgebirge, wo es heute nacht am Bienenstand 5° Minus hatte.

    Höchstwahrscheinlich hatten sich die Bienen *Unten* bereits eine Neue gezogen. Oder waren dabei. Die Weiselzelle wurde übersehen, oder, wenns schon länger her war ("mindestens 10 Tage") gar wieder abgebaut (*Spielnäpfchen*?).


    Denn das sich durch Absperrgitter von der Kö getrennte Volksteile (mit Brut) weisellos fühlen und nachschaffen, ist ja bekannt und das nutzen manche Imker auch geziehlt, um im Honigraum Weiseln zu ziehen (dann ist dort der Zuchtstoff die "Brut").


    Nach dem Umsetzen wars dann der obere Volksteil, der *weisellos* wurde, drum auch dort die Zelle -ich nehme an, das Absperrgitter hast Du nicht entnommen. Das die Bienen die Alte entsorgt haben, kann schon sein nach dem Motto: *Ööööh, die stinkt nach Kleber und Eier gelegt hat die schon zwei Wochen nich--- wer issn das? Raus hier!*
    Schwarm wäre bei mir hier zu dieser Zeit unmöglich gewesen (Schlehen und Wildpflaumen Knospen jetzt noch geschlossen), kann bei Dir aber anders sein.


    *Sicherheit* würde eine ganz gründliche Durchsicht geben, bei der man eine Jungköninin findet (oder sogar die Alte?). Durchs Absperrgitter treiben ("sieben") wäre evtl. besser, kann aber sein eine Jungfer passt da durch.


    Je nachdem kann man dann entscheiden. Risiko des Übersehens bleibt und damit Risiko eines Schwarmes.