Beiträge von Brummerchen

    @ Beetle,
    Vergrößerung eines Mikroskops zur Pollenbetrachtung: für eine Übersicht ca 150fach; für Details am Pollenkorn etwa 450 fache Vergrößerung.


    @ Herbert: :-( war vielleicht einfach um diese Zeit modern - die Germanisierung. Zander ist 1873 geboren, sozusagen im Kaiserreich aufgewachsen. Mir tun solche Kleinigkeiten nicht weh und der Leistung des Hernn Zander keinen Abbruch.:cool:
    Zum Entfetten kann auch Äther benutzt werden; mit der entsprechenden Vorsicht natürlich.


    @ Wespenkönig: danke für den Link. Dahinter verbirgt sich eine schöne , vor allen Dingen kurze und brauchbare Arbeitsanleitung. Mein Englisch ist miserabel, aber da ich weiß worum es geht kann ich den Link gut verstehen. Der Tip (die Anweisung) statt zentrifugieren die Lösung 2 Tage stehen zu lassen ist aber etwas für SEHR Geduldige; aber so kann man es natürlich auch machen.


    Alois

    Hallo, danke für den Link. Leider zeigt dieser Link von Hartmut die Pollen im nicht-gequollenen Zustand. Durch das rumgammlen der Pollen im Honig --- und in der Glycerin-Gelatine --- verändern sie ihre Form zum Teil kräftig.


    Jetzt habe ich mir die PDF-Datei auf die Uli verwies angeguckt: in dem Inhaltsverzeichnis steht zwar "Honig" aber auf die speziellen Gegebenheiten der Pollen im Honig geht diese Datei nicht ein. Nichtsdestotrotz ist dort eine gute allgemeine Beschreibung für das Mikroskopieren von Pollen. Aber auch das Fosilieren der Pollen entspricht nicht dem Pollenzustand im Honig.


    Alois


    PS. Ich habe mich über 3 Jahre sehr mit Pollen (im Honig) beschäftigt bis ich dahinter kam, das dort, im Honig, so spezielle Zustände herrschen das es darüber nur sehr, sehr wenige Erfahrung und Literatur gibt. Viele Versuche haben enttäuscht bis ich den Zander fand. Dann habe ich mir eine Pollensammlung mit den über 100 üblichen Pollen bei uns in der Gegend angelegt und meine Honige untersucht.


    Es gibt ein (kleines) Büchlein von Ferdinand Ruzicka "Mikroskopie für den Imker", ISBN 3-9500249-0-5, in dem auch auf das Mikroskopieren von Pollen eingegangen wird. Vielleicht ist dieses Buch noch erhältlich

    Hallo madM,


    da hat sich unser Großmeister Zander richtig ausgetobt, meint Zander hat in den 20er-30er Jahren letztes Jahrhunderts sich ausführlich mit der Pollenanalyse beschäftigt. Ein Werk von ihm heißt "Pollengestaltung und Herkunftsbestimmung bei Blütenhonig" (von 1935)
    Kurz: du nimmst 5g Honig und löst sie (bis es klar ist) in 10ml Wasser dest. Diese Lösung zentrifugiert du in einen Zentrifugengläschen (mit spitzem Boden) eine Zeit lang, je nach Zentrifuge 5-15 Minuten. (Es gibt da einen Hinweis, weiß nicht mehr wo, dass du dir eine Aufnahme für die Honigschleuder bastelt.) Nach dem Zentrifugieren gießt du vorsichtig die überstehende Lösung ab ohne den Bodensatz aufzuwirbeln. Dann machst du das Zentrifugengläschen noch mal mit dest. Wasser voll, schüttelst es auf und zentrifugierst noch mal die gleiche Zeit. Wieder vom Bodensatz abgießen. Nun mit einen (Glas-)stab den Bodensatz aufnehmen und auf einen Objektträger übertragen. Das noch vorhandene Wasser auf einer Wärmebank (vorsichtig über einer Kerze) verdampfen lassen. Nun auf einem Deckgläschen eine Stecknadelkopfgroße Menge von Glycerin-Gelatine bringen, diese aufschmelzen und über den Rest des Bodensatzes legen so dass dieser damit abgedeckt ist.
    Fürs Mikroskopieren bist du jetzt fertig.
    Wenn du dieses Präparat aufheben willst musst du die Ränder des Deckgläschens noch verschließen (ich machs zur Zeit mit Nagellack).


    Der Pollen aus dem Honig den du jetzt betrachten kannst ist aufgequollen. Das ist in Honig so. Es bedeutet, das er eine andere Form hat wie er in der Natur vorkommt. Du kannst die Pollen jetzt mit Bildern vergleichen - Bilder die Leute wie Zander gemacht haben, aber da musst du erst mal so ein Werk in die Finger bekommen. Oder du machst dir eine eigene Pollensammlung. Pollen sammeln; entfetten damit dir in deiner Sammlung die Farbstoffe die Pollenpräparate nicht überdecken; und dann weiter wie oben mit dem zentrifugierten Bodensatz. Und wenn du dann noch mal an das hochwertige Mikroskop kommst kannst du dich freuen.


    Gruß
    Alois

    Hallo Hardy,
    eine schöne Materialzusammenstellung. Die Frage ist, wo habe ich den Kontakt (bin gerade am Zusammenbauen)? Und da ist ja eigentlich nur der Gitterboden. Im Bienenvolk weiter oben ist ja alles mit Wachs oder Propolis überzogen und somit vor den Säuren geschützt.
    Aus meinen Beobachtungen kann ich nur zu Alu und verzinkten Draht was dazu sagen:
    mit der Zeit wird Ameisensäure diese beiden Materialien durchbeißen. Die Alternativen sind Kunststoff(-überzogene) Gitter oder Edelstahlgitter oder Edelstahl-Lochbleche.
    Essigsäure ist (Chemielaborantenwissen) etwas weniger aggresiv wie Ameisensäure; ich kenne jetzt nur die Anwendung im Wabenschrank gegen Wachsmotten. Dort beißt sich die Säure auch in beschädigte (nicht von Propolis oder Wachs geschützte) Drähte oder Nägel, aber die Waben sind kurzlebiger wie der Schaden der durch die Säure hervorgerufen wird.
    Milchsäure (wird langsam mein Favorit) wird ja nur auf die Bienen (auf den Waben) gesprüht und kommt damit nicht mit Gitterböden in Berührung. In der 15%-Konzentration ist ein Schaden recht gering bis 0.
    Oxalsäure: in der Anwendung als 3,5%ige Lösung mit Zucker halte ich sie für zu dünn damit beim Durchtropfen auf den Gitterboden etwas passiert. Sprühen wird genau so unbedenklich sein (siehe Milchsäure). Verdampfen: keine Ahnung. Es wird sich sicher etwas am Gitter niederschlagen. Als Feststoff wird es nichts tun, was passiert wenn es Wasser zieht und langsam eine 90-70-50-30%ige Konzentration sich verdünnt kann ich nicht abschätzen. Auf jeden Fall ist es in diesem Fall eine gaaanz kleine Säuremenge der eine im Verhältnis riesige Metallmenge gegenüber steht. (Bei Ameisensäure ist die Menge ja das 100 bis 1000-fache der Oxalsäure).


    Ich hoffe das hilft und bin auch sehr gespannt auf andere Antworten.


    Alois

    Hallo,


    hat mir mein alter Lehrer beigebracht: während du Äpfel, Birnen, Pflaumen während dem Austrieb schneidest, sollen Pfirsische nur geschnitten werden wenn sie grün sind, gemeint ist, wenn sie Laub tragen. Damit bin ich immer gut gefahren. doc snyder hat das mit der Blüte gut ausgedrückt.


    Alois