Beiträge von Sammler

    Hektischer Flugbetrieb ist nicht "stille" Räuberei. Lauter wird Räuberei nie.
    Meine Glaskugel-Ferndiagnose: zuerst wurden sie beraubt, dann ist der kümmerliche Rest verhungert.


    Gruß vom Sammler, dem am letzten Wochenende bei viel Regenwetter ein vor einer Woche eingeschlagener Schwarm auf MW beinahe verhungert wäre


    gibt es wirklich Bienenhalter die soetwas einsetzen ?


    So schlecht sind die gar nicht. Wenn deine Böden links und rechts eine kleine Nut haben, kannst du diese Gitter einfach vor das Flugloch einschieben. Deshalb musst du auch nach "Fluglochschieber" und nicht nach "Mäusegitter" googeln. Man spart sich dabei sogar den Reiszwecken für die Befestigung und man kann diese Schieber sowohl als Mäuseschutz im Winter, als auch als bienendichter Fluglochverschluss inkl. Lüftungslöcher zu Transportzwecken verwenden.


    Gruß vom Sammler :wink:

    Bei mir waren die farbigen Plastikgitter auch 2 - 3 cm zu lang. Ich habe sie auf der Kreissäge gekürzt. Plastik lässt sich sägen, wenn es noch einigermaßen neu ist und noch genug Weichmacher enthält. Nach ein paar Wintern im Einsatz zerspringt es beim Versuch, es dann noch sägen zu wollen.


    Gruss, Sammler

    Hallo Ludger!


    Im Vergleich "neuer" Nassenheider professional und "alter" Nassenheider horizontal hat sich nicht so viel geändert, wie du schreibst. Das Wirkprinzip des AS-Transports über den Kapillareffekt und die Verdunstung auf großer Oberfläche mittels Fließtuch sind gleich geblieben und damit auch die (geringe) Abhängigkeit des Verdunstungsergebnisses von den äußeren "Wetter-Parametern" Temperatur und Luftfeuchte. Verbessert hat sich hauptsächlich das Handling zur Befüllung des AS-Tanks mit dem größeren Schraubverschluß.


    Mehr Behandlungs-Spielraum und -Sicherheit bringt die neue Variante nicht. Beides war schon vorher sehr gut.

    Gruß vom Sammler

    Wer sparen will oder muss, sollte wenn schon, dann auf die Schwammtuchmethode ausweichen


    Der "herkömmliche" Nassenheider horizontal ist ein sehr guter Langzeitverdunster, der immer noch gut einsetzbar ist, auch wenn es jetzt die professional Variante mit neuem Design gibt. Wer sparen will oder muss, dem empfehle ich unbedingt den Einsatz eines preiswerten Langzeitverdunsters.


    Gruß vom Sammler


    Aus dem Bauch heraus würde ich den zum Einhängen (wie ein Rähmchen) anschaffen.


    In vielen Shops erfolgt wegen der Umstellung auf Nassenheider Professional zurzeit ein Abverkauf der herkömmlichen "alten" Nassenheider Verdunster, so dass man diese teils sehr preisgünstig kaufen kann. Dabei ist der Horizontal-Verdunster zu bevorzugen, weil dabei der Verdunstung nicht von einem kleinen Docht, sondern vom Fließtuch erfolgt. Wegen der großen Oberfläche des Fließtuchs klappt die Verdunstung damit einfach viel, viel besser.


    Man kann das Fließtuch auch vertikal in ein Rähmchen tackern und damit die deutlich bessere Verdunstungstechnik das "Nassenheider horizontal" in vertikalem Betrieb nutzen. Hier ein Video von "Imkerei Dirk Unger" dazu: https://www.youtube.com/watch?v=PmwfsVgdBn0. Im Video sieht man, wie das Fließtuch auf ein Leer-Rähmchen aufgetackert ist und Herr Unger erklärt Vor- und Nachteile verschiedener AS-Verdunster.


    Vorteil der vertikalen Anordnung des Nassenheider horizontal: keine Leerzarge erforderlich.


    Gruß, Sammler

    Hallo!


    Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Dampfwachsschmelzern und Wurstkesseln. In den ersten muss heißer Dampf (aus einem Dampferzeuger) eingeleitet werden, während man unter dem zweiten einfach ein Holzfeuer macht, mit dem man Wasser im Wurstkessel erhitzt. Beide Methoden sind rein technisch nicht beliebig austauschbar. So einen eckigen Edelstahl-DW-Schmelzer kann man nicht einfach mit einem Holzfeuer betreiben, weil er keinen Wasservorrat hat, den man erhitzen könnte. Und ohne Wasserdampf gelingt das Einschmelzen von Altwaben in so einem Gerät nicht.


    Gruß vom Sammler, der beides verwendet.

    Warum füllst du die Zarge nicht vorher mit den Rähmchen, stellst sie neben den Beutenboden und schlägst die Bienen in den Beutenboden. Dann Schnell die Zarge auf den Beutenboden setzen, fertig.


    Weil meine DN Beuten mit Falz sind und ich bei starken Schwärmen zu viele "Opfer" befürchte.


    Gruß, Sammler

    Hallo!


    Gestern hatte ich ein paar Probleme beim Einlogieren eines erfolgreich eingefangenen Schwarms in eine neue Beute. Der Schwarm saß in einer Schwarmfangkiste. Eigentlich ist es kein Problem, die Bienen in eine Beute zu kippen. Ich habe das in den vergangenen Jahren schon oft problemlos hinbekommen. Aber gestern hatte ich extrem ärgerliche Bienen, die mir beim Ausleeren der Schwarmfangkiste mehr als 30 Stiche verpasst haben. Das hat bei mir dann Kreislaufprobleme verursacht.


    Normalerweise stauche ich die Schwarmfangkiste 2 x fest auf dem Boden auf. Der am Deckel sitzende Schwarm fällt auf den Boden der Kiste. Dann öffne ich den Kistendeckel und kippe die Bienen in die neue Beute. Nun lasse ich 10 Rähmchen mit Mittelwände in die Beute "gleiten" und schließe zügig den Deckel. Gestern hat der Schwarm aber ungewöhnlich aggressiv auf das Aufstauchen reagiert. Als ich nach dem Aufstauchen den Deckel der Schwarmfangkiste geöffnet habe, stand ich direkt in einer schnell aufgebrausten Wolke von angreifenden Bienen und in der Luft lag der allseits bekannte Duft nach Banane. Dann hat es Stiche ohne Ende auf meine eher dürftige Schutzkleidung gehagelt.


    Ich frage mich nun, ob ich in Zukunft beim Umlogieren nicht besser auf das Aufstauchen der Schwarmfangkiste verzichten sollte? Kann man nicht einfach den Deckel mit samt dem anhängenden Schwarm über die neue Beute bringen und die Bienen dort abstoßen oder abstreifen? Wie sind eure Erfahrungen damit? Warum wird in der Literatur so häufig das Aufstauchen der Schwarmfangkiste empfohlen? Was spricht für und was gegen das Aufstauchen der Schwarmfangkiste?


    Liebe Grüße vom Sammler

    Knapp 21€ soll dieses Teil kosten?


    Es steht mit 20,50 EUR in der Bergwinkel-Preisliste. Einmal jährlich im Februar ist dort Imkertag. Da gibt es 10% Rabatt.


    Vergleichbares Futtergeschirr gibt es auch bei Holtermann zum gleichen Preis. Dort heißt es "Futtertrog" und ist sozusagen der Mercedes unter den Futtergeschirren.


    Ich finde schon, dass die Futter-Tröge bzw. -Wannen ihr Geld wert sind. Sie werden in eine HR-Zarge eingehängt, während alle anderen Geschirre auf die Waben der darunterliegenen Zarge gestellt werden. Du kannst sie quasi ewig verwenden und der Vorteil in Punkto Stapelbarkeit überwiegt für mich am meisten.


    Gruß vom Sammler

    Ich verwende Futterwannen aus Plastik, die ich in den Bergwinkel-Werkstätten kaufe. Hier im Produktkatalog auf S. 28 unten abgebildet.
    Die Dadant-US Beuten heißen dort Magazimimkerbeuten. Die Futterwannen passen in einen Dadant-HR.


    Vorteile:

    • das Plastik ist sauber und gut zu reinigen
    • bienenfreies Befüllen/Nachfüllen/Kontrolle
    • die Domabdeckung ist ein Klarsicht-Plastikstreifen, der es erlaubt, die Futterabnahme durch die Bienen zu beobachten
    • die Wannen passen ineinander und können sehr platzsparend "gestapelt" werden. Man benötigt sie ja nur 1x im Jahr für kurze Zeit. Die meiste Zeit müssen sie irgenwo gelagert werden.


    Nachteile:

    • die Wannen benötigen eine HR-Leerzarge. Während der Fütterung müssen die HR-Waben ohne Zargen (und für Bienen unzugänglich!) irgendwo gelagert werden.
    • die Plastikwandung des Doms ist zu glatt. Bei neuen Futterwannen sind nach dem Füttern viele tote Bienen im Dom, die im Futter ertrunken sind.


    Man kann/sollte die Plastikwandung im Dom vor der ersten Benutzung mit Schleifpapier aufrauen, dann gibt es keine toten Bienen.


    Gruß vom Sammler

    Besser in Schlupfkäfigen schlüpfen lassen und die Völkchen mit geschlüpften Jungweiseln bilden inkl. Kellerhaft. Werden die Kästchen mit Bienen plus Weiselzelle bestückt, bildet sich kein Volkszusammenhalt. Ich habe das schon probiert und etwa die Hälfte der Kästchen wurde von den Bienen verlassen.


    Gruß vom Sammler

    Der Tip von Bernhard ist wirklich klasse und auch gut präsentiert. Im Ergebnis führt er dazu, dass eine neue (zusätzliche) Königin herangezogen wird. Wenn ich das nicht brauche oder einfach nicht will, verwende ich zur Schwarmverhinderung einen Zwischenboden. Der ist so beschaffen, dass er zwischen zwei Zargen gelegt werden kann und diese bienendicht trennt. Nach oben hat der Zwischenboden einen umlaufenden Kranz aus Leisten mit einem einseitigen Flugloch.


    Wenn ich nun bei der regelmäßigen Schwarmkontrolle feststelle, dass ein Volk schwarmtriebig ist und Weiselzellen vorhanden sind, dann räume ich alle Zargen dieses Volkes zur Seite bis auf das Bodenbrett. Darauf stelle ich eine Leerzarge, die ich mit Mittelwänden fülle. Nach oben schließe ich diese Leerzarge mit dem Zwischenboden ab. Auf den Zwischenboden stelle ich die das Volk in der alten Reihenfolge der Zargen zurück.


    Jetzt nutzt dieses Volk das Flugloch des Zwischenbodens. Die ausfliegenden Flugbienen kehren jedoch in ihr angestammtes Flugloch am Bodenbrett zurück und bevölkern dann die untere (neue) Zarge. Da dort keine Königin ist, bauen sie die Mittelwände dort aus und lagern den gesammelten Honig.


    Das Volk oberhalb des Zwischenbodens verliert dadurch seine Flugbienen und Sammlerinnen, was wie ein starkes Schröpfen wirkt. Es verliert damit meist schnell seinen Schwarmtrieb. Zur Sicherheit kontrolliere ich das engmaschig und breche einmalig alle vorhandenen Weiselzellen aus. Nach ca. 3 Wochen mache ich alle Änderungen wieder rückgängig und setze die nun zusätzlich besiedelte unterste Zarge als (weiteren) Honigraum oben auf.


    Im Ergebnis kann ich damit den Schwarmtrieb beseitigen und das Volk (samt Königin) erhalten, ohne meinen Bestand zu vermehren. Falls der beschriebene Zwischenboden für den verwendeten Beutentyp nicht verfügbar ist, kann man alternativ auch ein zweites Bodenbrett neben das vorhandene Volk stellen. Dann braucht man aber auch einen zusätzlichen Deckel.


    Gruß vom Sammler