Beiträge von luxnigra

    Was hast Du bewirkt? Konkret?


    Ich hab mit dem Landwirt gesprochen wo meine Bienen stehen. Letzten Sommer. Alles wunderbar. Im Herbst hat er Raps ins Feld ausgesät. Bleibt extra stehen um mir mitzuteilen, er wolle mit mir zusammen die Spritzmittel aussuchen, damit den Bienen ja nichts passiert.


    Tags drauf, ich sollte eigentlich auf Arbeit sein, also nicht sichtbar für ihn, ist er mit einem Vorauflaufmittel über den Raps, hat die Spritze nicht ausgeschaltet, sondern den Feldweg, mitsamt blühenden Kräutern gespritzt.
    Nach 4 Tagen fingen die Pflanzen an gelb zu werden. (Nebenbei, es ist verboten dort zu spritzen wo keine Kulturpflanzen stehen).
    Ich hab an dich gedacht, und deine Worte. (wirklich!) Du hast schon mal zum Miteinander mit den Landwirten aufgerufen. Und hab ihn nicht angeschwärzt bei den zuständigen Stellen.


    Letzte Woche nun hat er Freitags abends bei seinem Aussiedlerstall ein Feuerchen gemacht, Siloplastik verbrannt. (Obwohl der bei uns kostenlos abgeholt wird)


    Nun ist Schluss mit lustig, das kann ich dir sagen!


    So, nun verstehst vielleicht.

    Du wirst die Giftbauern doch nicht noch unterstützen indem du ihnen dei Bienen zur Bestäubung an den Raps setzt.


    Na die lachen sich ins Fäustchen

    In den Wein-und Obstbaugebieten, hauptsächlich Insektizide. E605 z.B.


    In den Getreideanbaugebieten die Gelbspritzmittel, Insektizide, und Wuchstoffherbizide.


    Was die Imker bemerkten, waren Flugbienenverluste. Damals waren Bienenhäuser Standart. Mit Betonplatte vor den Kästen. Da fielen tote Bienen sofort auf.


    Weitergehende Untersuchungen bei Brutverhalten machte man nicht. Nosema und Innenmilbenbefall waren aber ein Indiz dass auch mit der Brut was nicht stimmte. Mein Verdacht.

    Wie war sie denn, die Imkerei VOR Varroa und Neonic´s?
    Wir haben doch hier User, die diese Zeiten erlebt haben, könnt ihr mal berichten?
    Was war anders?


    Gruß, Heike


    Da gab es die Innenmilbe. Und wurde chemisch behandelt, wie heute. Leute wo sie ohne Chemie behandelten, wurden belächelt. In den harmlosen Fällen. Oder gedroht und unmöglich gemacht. Wie heute.
    Rassefragen waren der Renner. Da wurden sich die Köpfe eingeschlagen.
    Nosema und Ruhr war in den schwächlichen, weil unterfütterten und überschleuderten Völkern jedes Jahr ein Thema.
    Pestizidschäden gab es zuhauf, niemand traute sich dem etwas entgegenzusetzen. Die es doch taten, siehe oben.


    Komisch, seit es die Varroa gibt, sind die meisten Probleme jener Zeit keine mehr.


    Du lebst definitif in einer besseren Zeit!


    Ich habe alle inländischen Bienenzeitschriften gelesen, von 1945 an.


    Viele Schweizerische auch.


    Nicht, dass mir hier vorgeworfen werde, ich würde dummspacken.

    Hallo


    Du willst etwas unternehmen, und kennst die Ausgangslage nicht.
    So kann man alles falsch machen.


    Die Königin muss nicht alt sein. Es kann eine still Umgeweiselte sein; es kann eine Junge sein falls das Volk im Vorjahr geschwärmt hat (der Imker war nicht auf der Höhe, demnach kann er die Schwärmerei verpasst haben)


    Daher: Erst mal keinen Plan machen die Königin zu wechseln. Ein Problem weniger.


    Zur Varroa: Da der Imker, wie gesagt, die letzte Zeit nicht auf der Höhe war, fand auch keine ordentliche Behandlung statt. Trotzdem steht das Volk gut da.
    Somit hast du wahrscheinlich eines der wenigen noch verbleibenden varroatoleranten Völker (Das sind jene Völker von früher, welche noch bei 10.000 Milben überlebten)
    Es besteht also kein akuter Handlungsbedarf.


    Wenn du es trotz Wildbau schaffst das Volk abzukehren, mach es knapp vor der Rapsblüte.

    Du kannst deine Königinnen mit Apinaut-Plättchen zeichnen, einen starken Magneten vors Flugloch hängen, jeden Abend konrollieren gehen.


    Der Tag an dem der Schwarm ausging, hängt deine Königin abends ziemlich zerfleddert am Magneten. Der Schwarm ist wieder rein.
    Dann musst du handeln.
    Ist Geigelei und nicht wirklich ethisch.


    Sind aber andere Sachen auch nicht.

    Das hilft uns aber jetzt auch nix.


    Doch. Wir sollten folgende Lehre daraus ziehen:
    Nix genaues weiss man nicht (über die Biene). Und deshalb erst mal die Finger davon lassen.


    Genau das prangere ich und andere an: Der Teufel wird mit dem Belzebub ausgetrieben.


    Wäre die Begattung bei der Biene die Gleiche wie bei den Säugern, wäre es nur halb so schlimm.
    Aber Drohnen und Königin hat niemand unter Kontrolle. Vor allem die vielen Normalo-Imker nicht.
    Verstehst du jetzt die Bedenken?!




    Wenn ich das lese, ist für mich klar: pro Amitraz.