Beiträge von Ludger Merkens

    Hallo JaKi,


    naja, wie wird man das schon machen? Bei nicht zu niedrigen Temperaturen bei 1-2 Völkern am Stand die Beute öffnen, Wabenblock in der Mitte öffnen (bei 12er Dadant ist dafür immer Platz) und nachschauen. Manchmal reicht auch schon "Hand auflegen", weil du ein (zu) großes Brutnest an der aufsteigenden Wärme spüren kannst.

    Nicht jede Woche dieselbe Beute öffnen... und nicht jede Wabe durchblättern. Meist siehst du schon am Bienensitz, wo du fündig wirst.


    Und ja - Mitte November (14 Tage nach dem ersten Frost) ist mir lieber, als mitte Dezember.


    Gruß

    Ludger

    Varroakontrolle,

    Gewichtskontrolle,

    Fluglochbeobachtung

    ab Ende Oktober stichprobenartige Kontrolle auf Brutfreiheit -

    bei Brutfreiheit - Varroa Winterbehandlung


    Letztlich beobachten, ob etwas aus dem Plan läuft und ansonsten auf die Finger setzen. Je nach Brutumfang, kannst du durchaus später im Jahr nochmal den Wunsch zum nachfüttern haben.


    Gruß
    Ludger

    Was das Ausbauen der Mittelwände angeht, glaube ich, dass das etwas mit dem Zeitpunkt der TBE zu tun hat. Ralf tendiert dazu, die TBE nach der Ernte zu machen um sofort mit Oxalsäure die Behandlung absichern zu können. Da kommt der Futterstrom bereits aus der Sirupkanne und wir sind bereits 3-4 Wochen später in der Saison. Vor Trachtende, bei natürlicher Volltracht, ist der Bautrieb normalerweise besser. Ich habe jedenfalls dieses Jahr keine Probleme beim Ausbauen beobachtet. Die ausgebauten Waben hängen bei mir allerdings am äußersten Rand und nicht in der Mitte.


    gruß
    Ludger

    Hallo Stylex ,


    sorry für die Eigenwerbung. Schau dir mal mein Video zum Thema TBE an. Da habe ich mehrere Varianten vorgestellt, wo ich insbesondere auch den Aspekt - wie verändert sich die Vorgehensweise bei der TBE je nach Zeitpunkt in der Saison angeschnitten habe.

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    14 Tage vor Trachtende ist eigentlich der klassische, von Dr. Radtke empfohlene Termin. Er geht davon aus, dass der Energieverbrauch für das Ausbauen der neuen Mittelwände tatsächlich sogar etwas geringer ist, als der Pflegeaufwand für die entnommene Brut. Seine Untersuchungen scheinen deshalb sogar einen kleinen Honigüberschuss gegenüber dem Termin nach der Honigernte zu zeigen.

    Im Prinzip hast du Recht mit deiner skizzierten Vorgehensweise. Brut geht raus und wird durch Mittelwände ersetzt. Vorräte (Honig und Pollen) bleiben in der Beute. Eine Wabe mit offener Brut bleibt als Fangwabe im Volk und gibt Orientierung für die Position des Brutnestes. Wobei ich immer eine Speckwabe dem Brutsammer spendiere, damit die schlüpfenden Bienen weiter gut versorgt sind. Da mangelt es ja oft erstmal an Flugbienen und ich will die zu diesem frühen Termin ja noch mehrheitlich gesunden Bienen ja nicht verhungern lassen.


    Gruß
    Ludger

    Hallo Matthias,


    10-15 min pro Volk ist glaube ich ziemlich realistisch die Untergrenze für den Zeitaufwand. Viel schneller wird man (werde ich) glaube ich nicht. 30 Völker am Tag, vor allem wenn man das mehrere Tage hintereinander macht, fällt definitiv unter "richtig durchziehen". Eine Hilfskraft die Material ranholt und Kisten mit Brut wegbringt ist sicherlich ratsam. Gezeichnete Königinnen sind vermutlich Pflicht.

    Aber dein Behandlungsfenster ist größer als nur 1 Woche. Du kannst (mit Fangwabe) problemlos schon 2 Wochen vor der Ernte, ohne Ernteverlust anfangen und wenn du bei der Honigernte z.B. mit Futterteig nur eine Zwischenfütterung vornimmst, auch nach der Ernte noch 1-2 Wochen weitermachen. Nach der Ernte kannst du bei der TBE ja auch gleich mit Sirup füttern und damit den Ausbau der Waben sichern. (Ja geht auch mit Sirup, braucht kein Zuckerwasser zu sein) Trotzdem - >200 Völker , im Alleingang per TBE zu sanieren ist definitiv sportlich und sollte vom Material her gut vorbereitet sein, dass nicht erst noch Rähmchen genagelt und Mittelwände eingelötet werden müssen. Bei 400 Völkern ist vermutlich auch mit 1 Helfer Schluss. Das sind 20 Tage, wo man jeden Tag 20 Völker bearbeitet. Da wäre es besser, wenn jemand anders den Honig schleudert.

    Die Wertschöpfung ist allerdings auch höher, als bei einer klassischen Varroabehandlung. Es entstehen viele gesunde Ableger, auf die man sonst verzichten müsste. Die allerdings in den Wochen danach auch versorgt werden wollen.

    Evtl. ist deshalb zu überlegen, zweigleisig zu fahren. Eine Alkoholauswaschung zur Selektion der schweren Fälle kostet laut Randy Oliver nur 1-2min pro Volk. Danach weist du wo direkter Handlungsbedarf besteht. Die schweren Fälle unterziehst du einer TBE, die leichten Fälle schiebst du nach hinten oder behandelst klassisch. (hier kommt dann sogar Thymol in Frage)

    (Stände sortieren und gleich Zuchtselektion einbinden ;) )

    Für die Bauerneuerung reicht auch ein zweijähriger Zyklus für die TBE.


    Gruß
    Ludger


    TBE bei 20 Völkern ist bei mir ein gut ausgefülltes Wochenende... (Allerdings mit Richtarbeiten)

    Kostet aber dann nicht das Geld eines DWS.


    Grüße

    Peter

    Sorry wenn ich mich an der Abkürzung aufhänge. Aber die Abkürzung DWS halte ich für ausgesprochen unglücklich. Die bietet sich nämlich genausogut für Deckel- wie auch für Dampfwachsschmelzer an. Und das sind zwei Geräte, die vollkommen unterschiedliche Aufgaben haben, aber von Anfängern sowieso schonmal schnell verwechselt werden. Da sollten wir mit der Abkürzung dem nicht noch Vorschub leisten.


    Gruß
    Ludger

    Der Befall blieb wohl auch nach der Behandlung mit Formicpro unverändert.

    Grüße Thomas

    So seltsam das klingt. In meinen Augen ist dies ein Argument für den Einsatz von Formicpro als Varroamedikament. Der vermutete Wirkmechanismus, über den Ralf und ich in unserer CBPV Sendung orakelt haben, lief ja darauf hinaus - alte, infizierte und dadurch geschwächte Bienen loszuwerden, um dadurch die Viruslast zu senken. Wir sind nicht davon ausgegangen, dass Ameisensäure direkt gegen den Virus hilft, sondern haben letztlich die Schadwirkung auf die alten Bienen in Kauf genommen.

    Wenn Formicpro, aufgrund einer langsamen, kontrollierten Abgabe von Ameisensäure unter der Schadschwelle für die Bienen bliebe, wäre demnach auch keine Wirkung auf CBPV zu erwarten.

    Wenn also kein Einfluss auf CBPV zu beobachten ist, kann man im Umkehrschluss auf eine geringe Schädigung der Bienen hoffen.

    Aber bitte richtig lesen - das sind alles noch Vermutungen/Hoffnungen, die vernünftig abgeklärt werden müssen, bevor man daraus eine Behandlungsstrategie ableitet. Ich bin gespannt auf die offiziellen Ergebnisse zu Formicpro. Wenn sich dort eine gute Wirksamkeit, bei geringer Bienenschädigung belegt werden könnte, wäre das doch eine gute Sache.


    Gruß
    Ludge

    Hallo Flip4711 ,


    Varroawetter: https://www.am.rlp.de/Internet…d98a010a6c1257bb8002e4122


    und dann "meine" beiden Videos zum Thema Varroa Sommerbehandlung:

    TBE:

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    Werkzeugkasten Varroa:

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    Nach Varroawetter sollte der Nassenheider Professional mit Ameisensäure bei dir geeignet sein. Oder du nimmst MAQS Streifen. Ich würde vermutlich zum Scalvini greifen und anschließend mit Oxalsäure sprühen.


    Gruß
    Ludger

    Ja, habe ich schon gemacht. Nein, würde ich nicht empfehlen. Machs besser Heute noch.

    Du bekommst erfahrungsgemäß bis 1. Septemberwoche den Flugling noch saniert und über den Winter. Die Verlustquote bei den Brutlingen steigt bereits. Je länger du wartest, umso langsamer ist auch bei den Fluglingen die Frühjahrsentwicklung im folgenden Jahr.

    Die agressiven Flugbienen hängen sich an die Rückkehrenden Drohnen. Diese schaffen es dank ihrer Körperkraft noch bis auf den Boden aber nicht mehr in die Wabengasse. Die werden auf dem Boden von einem Knäuel Flugbienen regelrecht zerstückelt. (und dann in Teilen rausgetragen)

    Ich hab das jetzt echt lange beobachtet. Das sind die eigenen Flugbienen und keine Räuber. In die Richtung brauchen wir nicht zu überlegen.

    Das nennt man "Drohnenschlacht" und ist ein Zeichen dafür, dass die Bienen das Gefühl haben, die (Drohnen) brauchen wir nicht mehr und wir können sie auch nicht mehr halten. D.h. sie sind mit ihrer Königin einigermaßen zufrieden und es kommt keine nennenswerte Tracht mehr herein.


    Das ist um diese Jahreszeit normal und wird früher oder später in allen Völkern passieren.


    Auch dass dein eines Volk plötzlich so agressiv geworden ist, deutet darauf hin, dass sie das Gefühl haben, ihre Vorräte verteidigen zu müssen, sie haben womöglich sogar Hunger. Es ist Zeit zu füttern.


    Gruß
    Ludger

    Hallo JaKi

    Die Konzentration ist angegeben mit 3,5% m/V (also 35 g/L) aber bezogen auf die fertige Träufellösung. (17,5g Oxalsäure auf 500ml Träufellösung sind genau diese 3,5% m/V)

    Stellt sich die Frage, welche Konzentration (ebenfalls in m/V hat die gelieferte Stammlösung (Volumen etwas mehr als 300ml) der Träufellösung?)


    17,5g/300ml = 5,8% m/V kommt einem bekannt vor? Wegen des Zusatzes von Oxalsäure in der Lösung wird das gelieferte Volumen vermutlich 307ml sein. Dann sind es nämlich genau 5,7%.


    Gruß
    Ludger

    Hallo Pinky69

    Ludger, das stimmt und ich habe ja auch nicht die Lösung zum Sprühen angefragt sondern die Mischung zum Träufeln. Da steht das wenn man den Zucker zu der 5,7% Oxuvar gibt eine Träufellösung von 3,5% erhält. Daher meine Frage ob das dann bei der 3,5% Oxuvar nach zugabe von Zucker auch geringer wird, etwa 2,5% oder so.

    Bitte meine Beiträge genauer Lesen. Danke.

    Tu dir einfach mal selbst den Gefallen und Rechne die Konzentration des 3,5% Oxuvar Präparats bei gegebenen 17,5g Oxalsäure auf 300,15ml Wasser einfach mal aus ...


    Was kommt da wohl als Ergebnis 'raus? Tip das Gesamtvolumen von Oxalsäure + Wasser ist hinterher etwas größer als 300ml, aber nicht viel.


    Gruß
    Ludger