Beiträge von Ludger Merkens

    Hallo Stylex ,


    zu 1) ja - ganz normaler Haushaltszucker.

    zu 2) ja - die unvermischte Oxalsäurelösung sollte bis zum Frühjahr haltbar sein. (sicherheitshalber nach Entnahme der Teilmenge sofort wieder gut verschließen)


    Aber mir fällt gerade auf, ich habe noch nie gemessen wieviel g Lösung in der Oxuvarflasche wirklich enthalten ist. Ob da also wirklich 1000g in der großen Oxuvarflasche sind, oder ob die Flaschen nach der Menge des zuzusetzenden Zuckers benannt sind. Das solltest du vor Entnahme einer Teilmenge überprüfen und im Zweifel berücksichtigen.


    Hat das schonmal jemand nachgemessen?


    Gruß
    Ludger

    Ja rase ,

    sehe ich ähnlich. Wenn wir erstmal rechnen würden, was das Glas kostet, wäre der Leidensdruck viel höher, sich um vernünftige Preise zu kümmern. Sich um Werkzeuge zu kümmern, dies auch zu erreichen, ist der nächste Schritt.

    Emotionen verkaufen, das ist kein Geheimnis. Aber unsere eigene Preisfindung sollte nicht emotionsgetrieben sein. Und wie weit man Emotionen als Werkzeug für die eigene Vermarktungsstrategie einsetzen möchte, sei noch dahingestellt.

    Der 1. Schritt zum Rechnen ist in meinen Augen das Aufschreiben. Erst wenn jeder von uns wirklich aufschreibt was für das "Hobby" wirklich ausgegeben wird, haben wir eine Chance dieses Fass mit offenem Boden wahrzunehmen. Es sind diese scheinbaren "ehda" Dinge, die dann doch noch eben für die Imkerei anfallen, die sich addieren und die kaum jemand wirklich auf dem Schirm hat.

    Auch bei 5 Völkern gehen einem die Augen über, wenn man das das 1. Jahr hinter sich hat.


    Gruß
    Ludger

    So als Überblick,

    es liegt in der Natur der Sache, dass das eine grobe Verkürzung ist:


    Deutsch Normal - normal in Norddeutschland (und normalerweise zweiräumige Betriebsweise)

    Zander - normal in Süddeutschland (und um Bochum herum) (zweiräumige Betriebsweise)

    Dadant 12er - normal für Buckfastimker (einräumige Betriebsweise)

    Dadant 10er - wie 12er (aber weniger Platz in der Beute (und auf dem Anhänger/LKW)

    Dadant Blatt - normal richtung französische Grenze


    wenn eine Beute in der Umgebung "normal" ist, hat das Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, man bekommt die Ableger leichter verkauft. Der Nachteil ist, es wird mehr geklaut.


    Vor- und Nachteile von Ein- bzw. Zweiräumiger Betriebsweise musst du dir separat ansehen. Mit 10er Zander kann man einräumig arbeiten, mit 12er DN sicherlich auch. Sowohl für Zander, als auch für DN gibt es 1,5er oder ähnlich benannte Großraumzargen, mit denen einen an Dadant angelehnte Betriebsweise möglich wird.


    Vorsicht - es gibt besonders im Zander und DN Bereich sehr viele untereinander nicht kompatible Beutensysteme, wo du - wenn du mit dem Gedanken spielst mit unterschiedlichen Betriebsweisen zu experimentieren dich vorher informieren solltest. Bei vielen dieser Systeme bist du anschließend auf einen Hersteller (nicht unbedingt einen Händler) festgelegt.

    Bei Dadant (und Dadant Blatt), oder den Beuten der Magazinimker ist die Standardisierung besser, aber auch hier muss man genau auf kompatibilität zu den eigenen Beuten achten.


    Und nur weil Dadant 12er normal für Buckfastimker ist, heisst das nicht, dass du eine Bucki nicht auch in Zander halten kannst, oder eine Carnica in Dadant.


    isses jetz' einfacher ? ;)

    Gruß
    Ludger

    Hallo Marcus,


    3 Wochen - für die Fensterbank? Das allermindeste wäre, dass die Bienen fliegen können. Geht das? Dann müsste sichergestellt sein, dass das Kästchen nicht bewegt wird, sonst ist das Einfliegen für die Bienen schwierig. Der direkte Kontakt, den Immenreiner beschrieben hat. Suchen, riechen, Wärme fühlen etc. wäre aber vermutlich für die Kinder dahin, denn bei 3 Wochen müsste das Kästchen zumindest in einem Schutzhäuschen untergebracht werden. Dann würde sich das wie ein EWK verhalten. Da sind 3 Wochen ok.

    Meinst du nicht, eine einzelne Stunde, wo die Kinder schauen dürfen und jemand dabei ist, der erzählt und Fragen beantworten kann, wären ausreichend (wenn nicht gar besser - auch für die Kinder?)


    Gruß
    Ludger

    Hallo Stylex ,


    Frage 1) du kannst das Zeitfenster "öffnen", in dem du die Brut für die Einwabenableger vorbereitest. Bei Zander oder DN hängst du die Brut einfach für eine gute Woche über das Absperrgitter. Die Königin kann nicht nachstiften und du bildest den Ableger nur mit verdeckelter Brut und die Bienen sind fast komplett geschlüpft, wenn die neue Brut da ist. Bei Dadant gibt es vertikale Absperrgitter, mit denen du einen ähnlichen Effekt erzielen kannst. (Oder du nimmst zwei Honigräume übereinander)


    Frage 2) Wenn du doch einmal erste Brut im Ableger hast, nimm dir die Regeln für Milchsäure zu Herzen. Das klappt dann schon, aber der Wirkungsgrad wird leicher schlechter.


    Gruß

    Ludger

    Ich möchte nächstes Jahr einen Kurs zur künstlichen Besamung machen. Wo ich noch nicht ganz durchblicke ist, wie finde ich die richtigen Drohnen, A wie garantiere ich, dass ich die Drohnen aus dem gewunschten Volk Habe und B dass diese drohnen das richtige alter Haben.

    Nur um die Grundidee zu skizzieren. Im Detail gibt es noch einiges zu beachten... aber letzlich startest die Besamungsaktion damit, dass du die Drohnenaufzucht einleitest. (Den Drohnenrahmen auf Termin gibst)


    Da weiselose Einheiten die Drohnen besser versorgen, als weiselrichtige - setzt du kurz vor Schlupf den Drohnenrahmen in einen weiselosen Brutableger um, den du möglichst drohnenfrei bildest und in dem du regelmäßig die Nachschaffungszellen brichst und (damit die Bienenmischung jung bleibt)frische schlüpfende Brut nachhängst. (Pollen und Zuckerversorgung sicherstellen)

    Ein Absperrgitter hindert die Drohnen am Zu- und Abflug. Eine Drohnenvoliere erlaubt den Drohnen zumindest außerhalb der Beute abzukoten.


    Alternativ zum Gitter, kannst du kurz nach Schlupf der Drohnen (Termin ist ja bekannt) die jungen Drohnen farblich markieren und den Ableger normal fliegen lassen. Bei letzterer Methode hast du irgendwann überall am Stand bunte Drohnen verteilt und nur noch vergleichsweise wenige Drohnen im Ableger, dafür ist die Quote der gut gepflegten Drohnen hoch und der Stress für die Drohnen niedrig.


    Also fängt eine instrumentelle Besamung mit der Aufzucht der Drohnen an. Umlarvtermin, verschulen der Königinnen etc. ergibt sich automatisch.


    Gruß

    Ludger