Beiträge von Ludger Merkens

    Der Schlüssel in der Frage von WFLP ist das Wörtchen bevor!


    Wenn nicht, sind die Kristalle beim 1. Auskristallisieren bereits entstanden. Du wirst den Honig komplett aufschmelzen müssen und die Kristallisation neu starten müssen (unter Rühren in deinem Rührer), sonst bleiben dir die Körner erhalten. Kaputtrühren kannst du die Körner nicht.


    Gruß
    Ludger

    Der Faden ist Kindergeburtstag, ohne irgendwelchen Erkenntnisgewinn, aber mit viel Potential für Unglück. Ich finde sogar, man sollte den Löschen.

    Hallo Ralf,

    ganz so dramatisch sehe ich das nicht. Wenn man in den Vordergrund stellt, wie ähnlich die einzelnen Wirksamkeiten sind, kann man sich auf die Randbedingungen, sprich Einsatzbereiche und Nebenwirkungen konzentrieren.


    Wenn er mir die bereits erbrachte Recherche Arbeit zur Verfügung stellt, würde ich mir die verscheidenen Quellen anschauen und versuchen eine Liste (mit Kommentaren) aufzustellen. (Klar, kann ich mich auch nicht ganz von persönlichen Vorlieben frei machen.)


    Aber grundsätzlich taucht in der Liste, die eine oder andere Zahl auf, die ich spannend finde. Wenn z.B. die Unterschiede in der Wirksamkeit der Träufelung, sich bei Restbrut und komplett brutfrei, wirklich nur so marginal unterscheiden, dann kann man mit guten Gewissen einem Anfänger raten, die Winterbehandlung nach Termin zu machen. (Und den Brutstatus zu ignorieren)


    Auch wenn wir insgesamt weniger behandeln wollen, kann es nicht schaden, "den Werkzeugkasten" zu kennen. Und wenn sich die Wirksamkeiten tatsächlich nur so wenig voneinander unterscheiden, dann werden die Randbedingungen s.o. umso wichtiger.


    Und zuletzt - man kann mit solchen Simulatoren, wie dem von Randy Olliver, tatsächlich eine ganze Menge lernen. Ich finde es schon ok, wenn jemand "Was wäre Wenn Spiele" im Simulator macht und dafür keine Völker riskiert. (Auch hier sind konservativ gesetzte Zahlen hilfreich) Ich hoffe nur, dass bei uns niemand zum Schluss kommt: Amitraz im März ist aber eine tolle Sache!


    Gruß
    Ludger

    Hallo Soapp,


    schöne Sammlung. Aber die Kritikpunkte, die hier gebracht werden, sind durchaus relevant. Kannst du die Quellen angeben, aus denen du die Zahlen hast? In den meisten Fällen, wird sicherlich auch eine Streuung der Wirksamkeit angegeben sein. Je nach Umfang und Art der Erhebung, sind sicherlich auch nicht alle Zahlen, gleich sicher zu bewerten.


    Wenn du Randy Ollivers Simulator einsetzt, findest du übrigens irgendwo in den Untiefen der Tabelle, auch eine Übersicht mit einigen Behandlungsmethoden. Es gibt einen Grund, dass Randy Olliver diese Wirksamkeiten nur sehr grob klassifiziert.


    rall0r  Randy Ollivers Simulator braucht kein Training, das ist kein KI Netz.


    Gruß

    Ludger

    Hallo Soapp,


    zu 1.) TBE + Fangwabe, sauber durchgeführt, ersetzt in meinen Augen mindestens eine gut funktionierende Sommerbehandlung (z.B. Langzeit mit Ameisensäure) Ich habe auch Zwei Linien, bei denen ich damit (Dieses Jahr - bis auf 2 Ausnahmen) bis zur Winterbehandlung auskomme. (Eine aus dem VSH Projekt Buckfast NRW, eine "normale" Buckfastlinie) Bei meiner zweiten Buckfast Herkunft, komme ich damit definitiv nicht aus und ich muss zwischendurch Maßnahmen ergreifen. Und ja - insbesondere dieses Jahr, kann ich diese Unterschiede ziemlich deutlich den Herkünften zuordnen.


    zu 2.) Wirksamkeiten werden immer in % angegeben. D.h. im Umkehrschluss auch, dass die Restzahl der Milben nach Behandlung, von deiner Ausgangssituation vor der Behandlung abhängig ist. In der Schweiz werden 50 Milben als tolerabler Rest nach Winterbehandlung angegeben. Wenn wir - wegen der Sicherheit - eine 90% Wirkung für die Träufelung annehmen, sollten also bei der Winterbehandlung nicht deutlich mehr als 500 Milben fallen, um diesen Wert annehmen zu können.


    100 Milben als Startpopulation ist definitiv ein hoher Wert für deine Simulation. Ich rechne üblicherweise mit 30. Aber auch dann, sollten in den meisten Simulationen die Völker nicht mit einer Einzelbehandlung von 95% Wirksamkeit auskommen. Du kannst aber in den Simulator von Randy Oliver (scientificbeekeeping.com) auch noch Bienenspezifische Faktoren z.B. zur Unterdrückung des Milbennachwuchses einfließen lassen. Da kannst du mal "Was wäre wenn - Spiele" durchführen.


    TBE + Fangwaabe - wie alle Milbenbehandlungen - ist keine Garantie dafür, dass du auf jede weitere Behandlung bis zum Winter verzichten kannst. Aber bei guten Völkern funktioniert das. Wie bei jedem Verfahren muss man die Milben weiter im Blick behalten.



    Gruß
    Ludger

    Hallo Berggeist,


    wenn wir bei den Bienen bleiben, hat Luffi schon recht. Die Königin soll möglichst große (was tatsächlich auch bedeutet vitale) Eier legen. Das wird erreicht, indem man den Brutumfang insgesamt reduziert.


    Letztlich kompensiert man die mit dem Alter der Königin sinkende Vitalität ihrer Eier und eingelagerten Spermien damit, dass die Königin weniger Eier legen muss. Aber das Ziel ist die Qualität des Zuchtstoffs, nicht die mangelnde Quantität an Eiern.


    Gruß

    Ludger

    Saugen sich voll bis zum Anschlag, und können dann ggf. wochenlang nicht aufs Klo?

    Hmm, klingt erstmal logisch. Aber ist ein voller Honigmagen für die Bienen wirklich ein Problem? Bekommen die Bienen nicht erst Probleme, bzw. das Bedürfnis abzukoten, wenn nach der Verstoffwechselung noch zu viel übrig bleibt und der Verdauungstrakt hinter dem Ventiltrichter überfüllt wird?


    Dass es nicht viel bringt, sei dahingestellt. Weswegen ich den Raucheinsatz auch nicht empfehlen möchte. Was nichts bringt, soll man lassen. Aber ...


    Gruß
    Ludger