Beiträge von Ludger Merkens

    Hallo @R4lph


    sehe ich wie WFLP - Die Milben sind jetzt freigesetzt, die fängst du auch nicht mehr ein. Die Drohnen sind an sich kein Problem. Höchstens, wenn du das Volk nicht magst und gleichzeitig aber Standbegattung betreibst.

    Und ob die als erwachsene Drohnen mehr fressen, als wenn die Bienen den geschnittenen Drohnenrahmen sofort wieder ausbauen und gegen das Drohnenschneiden anbrüten?


    Nur die Milben solltest du im Auge behalten. Wenn du auf Drohnenschneiden zur Milbenreduktion setzt, so ist dieser Effekt jetzt hinfällig.


    Gruß

    Ludger

    Hallo Martin,


    die Züchtertagung Buckfast NRW war im März. Das wäre eine gute Gelegenheit gewesen, Kontakt aufzunehmen - plan das schonmal fürs nächste Jahr ein... Bis zur Jahreshauptversammlung im November ist noch etwas hin.


    Vorher bietet es sich an, dass du zur Gebrauchsbelegstelle Rommerskirchen (Köln) fährst. Dort werden Termine angeboten, wo von geeignetem Buckfast-Zuchtstoff umgelarvt wird. Evtl ergeben sich darüber auch schon Kontakte, dass du die Königinnen zur Belegstelle bringst/ bzw. du die Tour nicht alleine machen musst.


    Alles andere ergib sich dann nach und nach.


    viel Erfolg

    Ludger

    Oder 'ne 08/15 Kiste und ein funktionierendes Varroakonzept.

    sehe ich auch so. Schimmel ist meiner Meinung nach eher ein Indiz für zu schwach auswinternde Völker (z.B. wegen Varroa), als eine Ursache dafür. Allenfalls dass der Schimmel die Abwärtsspirale ein klein wenig fördert - aber ansonsten gesunde Völker haben mit Schimmel auch in 'ner 08/15 Kiste keine Probleme.


    Gruß

    Ludger

    Ich so herje wenn die jetzt auffliegt, die findet bestimmt nicht das richtige Loch

    Keine Bange, so relativ frisch geschlüpft fliegen die noch nicht.

    aber nicht zu lange warten ... in einer Woche fliegt die sehr wohl...

    Besonders wenn sie vorher noch nicht konnte, weil z.B. das Wetter schlecht war.

    Im Zweifelsfall einfach den Deckel auflassen, warten und beobachten - sie finden erstaunlich oft wieder von selbst zurück.


    Gruß

    Ludger

    Hallo Melanie,

    ein 3kg Schwarm - weisellos? Das wäre sehr ungewöhnlich, die ganze Flügelschneiderei basiert doch eben darauf, dass ein Vorschwarm ohne Königin nicht auszieht.

    Wenn das aber tatsächlich der Fall ist, es könnte ja ein Unfall passiert sein, sollte der Schwarm als Starter geeignet sein.

    Ein natürlicher Bienenschwarm hat eine gesunde Mischung Bienen aller Altersgruppen. Insbesondere werden auch junge Bienen mitgenommen. Immerhin muss ja nach Ankunft in der neuen Behausung sofort mit der Brutpflege begonnen werden können. Also sollte auch eine Königin gepflegt werden können.


    bin mal gespannt
    Ludger

    Es ist schade, dass für die bei den Medikamenten angegebenen Wartezeiten, keine Begründung mit angegeben wird. Die Diskrepanz zwischen den Wartezeiten für die älteren Standardzulassungen


    a) Milchsäure ad us. vet (Standardzulassung) (Sprühbehandlung):
    Wartezeit für Honig: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst

    die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.

    b) Oxalsäure ad us vet. 3,5% (Standardzulassung) (Träufelbehandlung):

    Nach der Behandlung der Bienen mit Oxalsäuredihydrat-Lösung im Spätherbst darf Honig

    erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.

    c) Ameisensäure 60% (Verdunstung):

    Wartezeit für Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.


    Gegenüber den Wartezeiten jüngerer Zulassungen:

    für MAQS (Ameisensäure 98%) (Verdunstung aus Gel) -

    Honig: 0 Tage.Während des 7-tägigen Behandlungszeitraums darf kein Honig für den menschlichen Verzehr gewonnen werden

    für OXUVAR 5,7% (Sprühbehandlung)

    Für Honig keine Wartezeiten.


    ist ziemlich deutlich. Weder der Wirkstoff, noch die Applikationsform scheinen für die unterschiedlichen Einstufungen der Wartezeiten ausschlaggebend zu sein. Eher scheint eine grundsätzliche andere Risikoeinstufung erfolgt zu sein. Wenn dass der Fall ist, müsste man eigentlich erwarten, dass auch die Standardzulassungen dahingehend angepasst werden.


    Ich selbst bin eher vorsichtig mit solchen Mitteln und würde Oxalsäure Sprühbehandlung genauso einstufen, wie die Milchsäure Sprühbehandlung. Wegen einer evtl. bequemeren Sommerbehandlung würde ich hier jedenfalls kein Risiko eingehen. Allermindestens würde ich 3-4 Wochen warten, bis ich davon ausgehen kann, dass sich keine behandelten Bienen mehr im Volk befinden. (Auch wenn die Bienen durch ihr Putzverhalten vermutlich viel früher schon die Oxalsäure aus dem Pelz entfernt haben.)


    Um die Behandlungen zu minimieren, würde ich mir außerdem die Frage stellen. Ist eine Behandlung jetzt sinnvoll, oder nötig? Nötig hieße - der Varroabefall ist extrem hoch und das Volk droht zusammenzubrechen. Wenn du z.B. jetzt schon Bienen mit deformierten Flügeln findest, wäre solch ein Fall gegeben.

    Sinnvoll könnte eine Behandlung auch sein, wenn du tatsächlich davon ausgehst, dadurch auf die Sommerbehandlung z.B. mit Ameisensäure verzichten zu können.


    Wenn beides nicht der Fall ist - warum noch eine zusätzliche Behandlung?


    Gruß
    Ludger

    Hallo Chris,

    CBPV ist ein noch recht unbeschriebenes Blatt - guter Rat ist also schwierig.

    Die Krankheit gilt als Erkrankung der erwachsenen Biene. Wenn du einem solchen Volk, die noch gesunde Brut wegnimmst (TBE), hilft das nicht. Im Gegenteil, du müsstest versuchen die kranken Altbienen loszuwerden. (Anders als ABPV ist CBPV meines Wissens auch nicht mit Varroabefall in Verbindung zu bringen)

    Um die (kranken) Altbienen loszuwerden, könntest du versuchen, das Volk 20-30m vom jetzigen Standort abzufegen, so dass nur die gesunden Bienen zurückfliegen können. Leider verlierst du dabei auch Jungbienen.

    Da die Brut bei einem solchen Verfahren eine gewisse Zeit unbesetzt ist, würde ich das nur bei gutem Wetter machen. (Und sicherheitshalber das Volk ein paar Tage vorher auf einen separaten Stand bringen, um Ansteckung bei Nachbarvölkern zu vermeiden)

    Man geht von Krankheitsübertragung durch Körperkontakt aus, weshalb durchaus starke Völker von der Krankheit betroffen sind. Bei Durchfallerscheinungen ist auch der Kot ansteckend.

    In England wird deshalb empfohlen, solche Völker zu separieren, ihnen Raum (Erweitern) zu geben (um Körperkontakt zu reduzieren) und insbesondere bei schlechtem Wetter, flüssig zu füttern. (Um Hungerstress zu reduzieren (und das Brutgeschäft anzukurbeln) (letzteres ist bei dir schwierig)

    Evtl. Kotspuren reinigen, Stress vermeiden und Daumen drücken.


    Ich würde an deiner Stelle das Volk separieren, die Beute regelmäßig reinigen, für Futter sorgen, beobachten und auf das beste hoffen. Ich würde keine Ableger machen und hoffen, dass sie zumindest eine neue gesunde Königin bekommen. Bienen- und Brutkontakt (Wabenaustausch) zu anderen Völkern würde ich vermeiden. (Also auch keine Brut aus diesem kranken Volk in ein anderes schwaches, aber gesundes Volk stecken.) Wegen der Weisellosigkeit, würde ich auch auf das Abfegen verzichten. (Aber insbesondere letzteres ist reines Bauchgefühl - den Fall hatte ich zum Glück noch nicht.)

    Du kannst eine Matte vor das Flugloch legen, um die toten Bienen vor dem Flugloch leichter aufsammeln und entfernen zu können. (Infektionsmasse)


    Gruß

    Ludger

    Hallo joew ,


    vorsicht, bei der Beurteilung der Bilder. Die neben dem Streichholzkopf abgebildete Larve ist für den Größenvergleich bereits aus der Zelle herausgenommen und auf eine Unterlage gesetzt worden. Das ist nicht die natürliche Position in der Zelle! Allein deshalb ist trotz Größenvergleich mit dem Streichholzkopf, dieses Bild nur schlecht geeignet, um zu lernen, wie solche Larven aussehen.


    Gruß
    Ludger

    wirklich sinnvoll wäre dieses Feature nur, wenn auch die Aufhebung der Sperrbezirke regelmäßig veröffentlicht würde. Bekommt die dpa, diese Meldungen auch? Dann wäre eine aktuell gehaltene Liste wirklich ein TOP Feature!


    Gruß
    Ludger

    Es mag sein, dass in neuen Flow-Hive Waben der Raps noch nicht auskristallisiert, weil es einfach keine Kristallisationskeime gibt - und er deshalb durch auslaufen lassen, geerntet werden kann. Sobald aber auch nur kleinste Reste in den Zellen verbleiben, werden sich diese Kistallisationskeime bilden und gerade Rapshonig wird noch in den Zellen auskristallisieren - wie auf normalen Waben auch.

    Das mag ein wenig nach Geunke klingen, aber auch ich muss mich Ralf und Thomas anschließen - auf Dauer wirst du mit den Waben keinen Spaß haben.


    halt uns auf dem Laufenden - aber sei nicht zu enttäuscht, wenn wir Recht behalten sollten.


    Gruß

    Ludger

    Hallo Christian,


    nimm dir rase 's Hinweise zu Herzen.


    Kalkbrut ist eine Pilzinfektion (Ascosphaera , aus der Familie der Schimmelpilze). Damit ein Volk daran wirklich erkrankt, kommen meist mehrere Faktoren zusammen. Ungünstige Aufstellung des Volkes, mangelhaftes Putzverhalten, hoher Krankheitsdruck (infizierte Waben). Ist die Königin selbst infiziert, kann die Infektion schon mit der Eiablage an die nächste Generation weitergegeben werden.


    Mit mangelndem Putztrieb ist definitiv eine genetische Komponente im Spiel - schlechte Ausgangslage für eine Nachzucht. Stimmen aber sonst alle anderen Eigenschaften, kann man den Versuch machen. (Siehe Rase)

    Alle anderen Faktoren sollte man dann aber optimieren. D.h. du solltest dir den Aufstellort genau ansehen und du darfst kein infiziertes Material übernehmen. D.h. weder Bienen, noch insbesondere Brutwaben. Einen einfachen Ableger würde ich also von einem solchen Volk auf keinen Fall nehmen. (Ich hatte mal einen Imkernachbarn, der das versucht hat - er hat in 4 Jahren aus 3 Völkern insgesamt 3 Waben Honig geschleudert)


    Du kannst eine klassische Zuchtserie mit Bienen aus gesunden Völkern versuchen und von deinem Volk Zuchtstoff nehmen. (Ist aber Riskant, weil die Königin selbst infiziert sein könnte) Hier greift dann Ralfs anderer Hinweis. Du musst genug Königinnen ziehen, dass du beobachten und auswählen kannst. (Und du musst einen Notfallplan haben, falls alles nichts hilft)


    Kurz - lass die Finger davon. Außer du züchtest schon länger und hängst an der Linie, weil sie sonst wirklich interessante Eigenschaften hat.


    Gruß
    Ludger