Beiträge von Ludger Merkens

    1 Wabe mit verdeckelter Brut, eine mit offener Brut plus ausgebaute Wabe

    Wo kommen die her am Anfang der Saison? Da dürfte bei vielen nichts zur Verfügung stehen.

    Das Überwintern von Minis läuft nicht immer so schön, wie man sich das wünscht.
    Aber z.B. die Aufsatzzarge zum 12er Überwinterungskasten Mini+ passt auch auf einen 6er Dadant Ablegerkasten.

    Aufsatzzarge füllen, Königin hineinsperren, auf den Ableger wieder aufsetzen - bebrüten lassen. Bei mangelnder Tracht - flüssig füttern. Ähnliche Verfahren sollten auch funktionieren, wenn man sich steckbare Mini+ besorgt, mit denen man die Kö eines Wirtschaftsvolkes in der Dadant Honigraumzarge zum Einsatz bringt.


    Mit Kunstschwarm und schlupfreifen Weiselzellen zu starten, habe ich noch nicht versucht.


    Wenn ich mit Kunstscharm starten muss, lasse ich die jungen Königinnen lieber im Brutschrank schlüpfen und starte dann mit 4 Wäbchen (Leerwaben oder Mittelwände), einer Futtertasche mit Teig sowie der berühmten Einheitskelle Bienen und schmeiß' die Königin gleich dazu. 1 Tag Haft reicht dann meistens aus.


    Gruß

    Ludger

    Hallo ribes ,


    der Fluglochkeil des Mini+ Holzbodens hat von Hause aus kein "kleines" Flugloch. Er ist darauf ausgelegt, das Flugloch komplett verschließen zu können. Klar, ein solch kleines Flugloch ist schnell geschnitten - und Schaumstoff hilft das Loch zu schließen.


    Aber der Boden ist zu flach, als dass eine klassische Fluglochrosette unterhalb der Styroporzarge Platz hätte. (Die Styroporzarge kragt über) Man müsste in die Zarge von innen eine Kerbe einschneiden, in der sich die Rosette drehen kann, dann gäbe es aber Probleme, wenn man die Zarge einmal nicht direkt auf dem Boden einsetzen möchte.


    Ich nutze die Fluglochrosette hauptsächlich als Königinnenabsperrgitter (In den ersten Tagen nach dem Schlupf am Stand, oder wenn ich dort Königinnen auf die Instrumentale Besamung warten habe), oder auch einfach um das Flugloch zu schließen. Die Einstellung "Drohnenabsperrgitter" ist wegen des innenliegenden Gitters bei mir überflüssig. Aber klar, für den Fall, dass ein Belegstellenleiter die Konstruktion nicht kennt - erledigen sich viele Fragen.


    Gruß

    Ludger

    Hallo ribes . Du bekomst an die Holzböden keine Fluglochrosetten 'dran?


    Ansonsten haben sich innenliegende Drohnenabsperrgitter besser bewährt, vermutlich weil die Königin leichter ausweichen kann und im Flugloch nicht so leicht eingeknäult wird.

    Möglicherweise hat sie aber auch bei der Rückkehr ersteinmal einen Schutzraum, bevor sie sich durch das Drohnenabsperrgitter drückt.


    Meine Böden sind mit Fluglochrosetten ausgestattet - allerdings kommt das Drohnenabsperrgitter von innen zusätzlich hinein. Beugt nebenher auch noch Fehlbedienungen vor. Bzw. man kann das Flugloch auf diese Weise weiter öffnen.


    Gruß

    Ludger

    a) + b): Nach Angabe des Lieferanten paßt der Mini+Holzboden (Art. 1632) auch zu den Styro-Zargen. Der Holzboden scheint denen der Großbeuten nachempfunden - d.h. besser konstruiert zu sein.


    Der Holzboden ist für die Standbegattung ok. Wenn du aber mit Minis zu Belegstelle willst, brauchst du die Möglichkeit für ein Drohnenabsperrgitter. Das ist in den Holzböden (mit klassischem Fluglochkeil) schwierig.


    Gruß
    Ludger

    Hallo wasgau immen ,


    Beim Schluss den du ziehst, bin ich bei dir. Auch ich sehe die züchterische Verbesserung der Biene in Hinsicht Varroaresistenz, als den vielversprechendsten Weg aus der "Behandlungsmisere".


    Aus Resistenzen gegen bestimmte Wirkstoffe (siehe Randy Oliver) hingegen darauf zu schließen, dass diese unbedingt über Selektion erfolgt, halte ich nicht für sicher. Es gibt durchaus Resistenzmechanismen, die insbesondere bei langandauernder, niedrigschwelliger Kontaminierung von Giftstoffen auftreten, die sogar ohne Generationswechsel zum Tragen kommen. Die meisten Imker beobachten solche Gewöhnungseffekte am eigenen Körper. Sie entwickeln eine "Resistenz" gegen Bienengift. Solch eine Resistenz durch kontinuierliche Aufnahme, nichtlethaler Dosen, über einen längeren Zeitraum nennt man ?Mithridatisation. Gerade bei systemischen Wirkstoffen, die im Wachs eingelagert werden, ist eine solche kontinuierliche Aufnahme, niederschwelliger Dosen durchaus auch bei der Milbe gegeben.


    Was die Mehrfachparasitierung angeht. Du hast natürlich Recht, dass es in diesem Falle zu einer klassischen Paarung kommt. Allerdings sind alle Milben untereinander genetisch extrem ähnlich. Die Anpaarung genetisch ähnlicher Individuen wird in der Zucht zur Stabilisierung eingesetzt...


    ich drücke dir die Daumen, für den diesjährigen VSB Durchgang!
    Ludger

    Hallo p.andi ,


    TAM ist die Forumsabkürzung für Tier-Arznei-Mittel.


    Und ein evtl. vorhandener Unterschied im Verhaltensmuster wirkt sich schon aus. Jede Milbe, die z.B. aufgrund eines kürzeren Reifungsfrasses sich länger/häufiger in der Brut befindet, um sich dort zu vermehren, stellt eine Milbe dar, die in Hinsicht auf maximale Vermehrung zu den Besten gehört.


    Je spezifischer jetzt unsere Behandlung/ unser Eingriff gegen Milben in der Brut wirkt, umso höher ist der Selektionsdruck - gegen solche Dauer-/Oftvermehrer. Jedes TAM wirkt schlechter (bis gar nicht) gegen Milben in der Brut - d.h. es wirkt bevorzugt gegen Milben, die nicht so oft in der Brut sind (schlechte Vermehrer sind benachteiligt).


    ein Brutentnahme wirkt nur gegen Milben in der Brut. Dauer-/Oftbrüter werden bevorzugt eliminiert. (gute Vermehrer sind benachteiligt.)


    Der Behandlungszeitpunkt ist zufällig, Milben mit relativ hoher Aufenthaltszeit in der Brut, werden sich statistisch gesehen, aber häufiger zu diesem Zeitpunkt in der Brut befinden, als solche mit langer phoretischer Phase.


    Es stellt sich allerdings die Frage, ob es diese Bandbreite an Verhaltensweisen, angesichts der extrem hohen genetischen Ähnlichkeit (nahezu wie Klone) unter den Varroen überhaupt gibt. Ich bezweifele, dass die Milben einer züchterischen Selektion, mangels Unterschieden zwischen den Milben, überhaupt zugänglich ist. Züchten kannst du nur, wenn es ausreichende genetische Unterschiede zwischen Individuen gibt. Die gibt es aber bei den Varroen praktisch nicht.


    Gruß
    Ludger

    Hallo @R4lph


    sehe ich wie WFLP - Die Milben sind jetzt freigesetzt, die fängst du auch nicht mehr ein. Die Drohnen sind an sich kein Problem. Höchstens, wenn du das Volk nicht magst und gleichzeitig aber Standbegattung betreibst.

    Und ob die als erwachsene Drohnen mehr fressen, als wenn die Bienen den geschnittenen Drohnenrahmen sofort wieder ausbauen und gegen das Drohnenschneiden anbrüten?


    Nur die Milben solltest du im Auge behalten. Wenn du auf Drohnenschneiden zur Milbenreduktion setzt, so ist dieser Effekt jetzt hinfällig.


    Gruß

    Ludger