Beiträge von Ludger Merkens

    Das bezweifle ich! Meine eventuellen Kinder bekommen meine erimpften Fähigkeiten auch nicht mit.

    Aber das ist genau der Mechanismus, der in der Eingangs verlinkten Veröffentlichung beschrieben wird. Die Königin wird mit dem Impffutter (15g) gefüttert. Der Impfstoff prägt sich an Vitellogenin an und wird mit diesem über das Ei an die Nachkommen weitergegeben. Daraufhin prägt sich der Impfschutz bei den Nachkommen aus.

    Ob das funktioniert, darfst du bezweifeln, aber genau diese Weitergabe an die nächste Generation wird als Durchbruch des Verfahrens beschrieben.


    Gruß

    Ludger

    Sorry Ralf, das ist Quatsch. Du darfst damit dann auch nicht mehr "reinigen". Auch Rähmchenreinigen (mit NaOH) in umgebauten Spülmaschinen, ist eigentlich nicht mehr zulässig. Das aber die Ersatzpräparate wohl ebenfalls auf Natronlauge basieren... da zeigt sich dann richtig der Quatsch.


    Gruß
    Ludger

    Bitte berücksichtigt, dass nach EU Biozid-Verordnung, Natronlauge neuerdings nicht mehr für Desinfektionszwecke zugelassen ist. Euer Veterinäramt müsste im Zweifelsfall eine Sondergenehmigung einholen.


    Abflammen ist in diesem Fall sicherlich vollkommen ausreichend.

    Gruß

    Ludger

    Zeitaufwändige Eigenbrödelei wird nicht viel bewirken, im Gegenteil, da entstehen eher noch die Varoa-Schleudern!

    Für den einen ist es zeitaufwändige Eigenbrödelei, für den anderen, ist es eine genetisch unabhängige Varroa resistente Biene. Letzteres ist ein Schatz, der unsere Bienen auf Dauer vor genetischer Verarmung schützen kann.

    Zeitaufwändig ist das sicherlich, sicherlich ist es auch ein Weg, den nur sehr wenige, sehr ausdauernde Naturen gehen können. Es sollte also gut überlegt sein, wenn man sich auf diesen Weg macht.


    Aber Varroa-Schleudern als Argument gegen eine solche Initiative mag ich einfach nicht gelten lassen.

    Luffis Mantra 'Zählen - Zählen - Zählen' erlaubt nicht nur, nach Schadschwellen und mit minimalen Medikamenteneinsatz die Varroa zu 'managen'. Es erlaubt auch, auf einen Eintrag von Außen zu reagieren.


    Das ist etwas, worauf sich jeder Imker einstellen muss, denn es gibt 1000 Gründe, warum bei einem Kollegen in der Nachbarschaft einmal Völker wegen Varroa zusammenbrechen. (Und in den meisten Fällen, steht das Problem am eigenen Stand)


    Gruß

    Ludger

    1-2 Wochen sind kein Problem.

    Aber wenn du tatsächlich keine Wintertraube hast, ist es vermutlich besser zu sprühen, weil du dann die Oxalsäure besser auf den Bienen verteilen kannst. (Sprühen aber ohne Zucker)


    Gruß
    Ludger

    Hallo Martin,

    ist schon richtig - die Liebigbeute ist letztlich zu breit. Sorge für einen einfachen Bee-Space seitlich, aber richte die Waben an einer Seite aus. (Den Block nicht vermitteln, dann bauen die Bienen schnell an der Beutenwand an.)

    Häng einfach ein Schied daneben, dann ist der Raum ausgefüllt.


    Gruß

    Ludger

    Zum zeitlichen Rahmen,

    schaut mal auf der Nachrichtenseite von Arista (bis zum Abschnitt Barbados Projekt scrollen). Dort (auf Barbados) ist letztlich genau das passiert, worüber ihr Vermutungen anstellt. Die Milbe ist "angekommen". Die Imker wussten nichts davon, also wurde auch nicht behandelt. In den ersten Jahren ist die Bienenpopulation massiv zusammengebrochen. Auch gefangene Schwärme sind praktisch alle eingegangen. Aber nach und nach, hat sich die Population erholt und jetzt, nach ca. 15 Jahren ist sie wieder auf dem Niveau von vor "Varroa".


    Gruß
    Ludger

    Hallo Wolfgang,


    Für einen Züchter besteht der Sinn des Weglassens der Winterbehandlung darin, dass er im nächsten Jahr mit einer höheren Varroalast in das Jahr startet. Damit sieht er früher im Jahr (und deutlicher), welche seiner Völker am ehesten in der Lage sind, den Milbenbefall niedrig zu halten (und daher für die nächste Generation in Frage kommen)


    Gruß

    Ludger

    Sind mit diesem Sprühen *aller* Bees nicht 90% der Varroen raus? Und vermehren sich die Varroen denn jetzt noch?

    Hallo Juli,

    bei einer einmaligen Sprühbehandlung (bei absoluter Brutfreiheit) geht man von 80% Wirksamkeit aus. Erst bei 2 maliger Sprühbehandlung werden 90% erreicht.


    So lange die Bienen brüten, vermehrt sich auch die Varroa.


    Wenn du jetzt mit Milchsäure weiterbehandelst (Erfolgskontrolle mit CO2, Puderzucker) würde ich überlegen, auf die Winterbehandlung zu verzichten. Du machst im Prinzip eine vorgezogene Notfall - Winterbehandlung.


    Gruß
    Ludger

    Warum gehört Hefe in die althergebrachten Futterteigrezepturen?

    Hab gerade auf Wikipedia gelesen "Invertase findet sich in Hefen". Das würde es erklären, da man es braucht den Kristallzucker zu zerlegen. Invertase ist einzeln gar nicht so leicht zu bekommen.

    Außerdem ist Hefe eine Eiweißquelle, weswegen auch in vielen Pollenersatzrezepturen Hefe enthalten ist.

    Gruß
    Ludger

    Auch in einer amerikanischen Studie (Bee Culture), (Sublimation - the best Way to Kill varroa with Oxalic Acid) in der verschiedene Oxalsäurebehandlungen unter realen Bedingungen nebeneinandergestellt wurden, wurde für Oxalsäure Träufelbehandlung und Oxalsäure Sprühbehandlung eine schlechtere Auswinterung, als selbst für die unbehandelte Kontrollgruppe ermittelt. (Was z.B. durch eine verkürzung der Lebenserwartung erklärt werden könnte.)


    (Die Oxalsäuresublimation (Verdampfung) schnitt hingegen deutlich besser ab. - Deswegen der Titel)


    Aus der minimal schlechteren Auswinterung gegenüber der unbehandelten Kontrollgruppe aber zu schlussfolgern, dass man lieber auf die Oxalsäureträufelung verzichtet, halte ich aber - zumindest ohne dichte Kontrolle des Varroabefalls - für falsch, denn die weitere Entwicklung der Völker, bis nach der Sommerernte wird hier nicht berücksichtigt.


    Wenn man die Bedampfung außen vor lässt, ist nach dieser Studie, die Träufelbehandlung besser verträglich, als die Sprühbehandlung.


    Gruß
    Ludger