Beiträge von Ludger Merkens

    Hallo JaKi

    Die Konzentration ist angegeben mit 3,5% m/V (also 35 g/L) aber bezogen auf die fertige Träufellösung. (17,5g Oxalsäure auf 500ml Träufellösung sind genau diese 3,5% m/V)

    Stellt sich die Frage, welche Konzentration (ebenfalls in m/V hat die gelieferte Stammlösung (Volumen etwas mehr als 300ml) der Träufellösung?)


    17,5g/300ml = 5,8% m/V kommt einem bekannt vor? Wegen des Zusatzes von Oxalsäure in der Lösung wird das gelieferte Volumen vermutlich 307ml sein. Dann sind es nämlich genau 5,7%.


    Gruß
    Ludger

    Hallo Pinky69

    Ludger, das stimmt und ich habe ja auch nicht die Lösung zum Sprühen angefragt sondern die Mischung zum Träufeln. Da steht das wenn man den Zucker zu der 5,7% Oxuvar gibt eine Träufellösung von 3,5% erhält. Daher meine Frage ob das dann bei der 3,5% Oxuvar nach zugabe von Zucker auch geringer wird, etwa 2,5% oder so.

    Bitte meine Beiträge genauer Lesen. Danke.

    Tu dir einfach mal selbst den Gefallen und Rechne die Konzentration des 3,5% Oxuvar Präparats bei gegebenen 17,5g Oxalsäure auf 300,15ml Wasser einfach mal aus ...


    Was kommt da wohl als Ergebnis 'raus? Tip das Gesamtvolumen von Oxalsäure + Wasser ist hinterher etwas größer als 300ml, aber nicht viel.


    Gruß
    Ludger

    Wenn du die Zusammensetzung von Oxuvar 3,5% genau liest, dann steht dort 17,5g Oxalsäuredihydrat auf 500ml Lösung. Die angegebene Menge Wasser beträgt aber nur 300,15g (also ml). Die Konzentration dieser Lösung beträgt also? Rate mal ;)


    Gruß
    Ludger

    Ob eine Oxalsäurebehandlung bis in den Winter ausreicht, kann dir niemand sagen. Da wirst du zwischenzeitlich einfach mal den Befall kontrollieren müssen.

    Wie lange hast du die Schwärme/Kunstschwärme schon? Wenn die eine begattete Königin hatten, dann haben die sehr schnell auch schon Brut. Sobald verdeckelte Brut im Volk ist, ist die Wirksamkeit einer Sprühbehandlung mit Oxalsäure sehr gering und reicht auf keinen Fall in den Winter. Wenn du hingegen jetzt einen Kunstschwarm frisch startest und die Behandlung optimal funktioniert, kann es bis zum Winter reichen. (Muss aber nicht)


    Gruß
    Ludger

    Oxuvar 5,7% ist das Kombipräparat, welches zum Träufeln und zum Sprühen ein- bzw. angesetzt werden kann. Oxuvar 3,5% ist die reine Träufellösung.

    Ist ein Bienenvolk verloren, wenn man es mit 3,5 % Oxalsäure bei der TBE besprüht hat? :/

    Nein, insbesondere wenn der Zucker nicht zugemischt wurde, sollte da nicht viel passieren. Dafür sind international viel zu unterschiedliche Konzentrationen im Einsatz, als dass ich hier ein Problem erwartete.


    Selbst wenn der Zucker zugemischt wurde, sollte bei einer 1maligen Sprühbehandlung mit der Träufellösung noch kein Unglück passieren. Aber weil die Bienen sich dann stärker putzen und die Oxalsäure oral aufnehmen, sollte man dann auf keinen Fall die Anwendung wiederholen.


    Gruß
    Ludger

    Hallo zusammen!

    Ich habe auch eine TBE-Frage. Für Samstag ist das Oxalsäuresprühen vorgesehen. Nun prognostiziert die Wetterapp neuerdings eine leichte Regenwahrscheinlichkeit für Samstag abend.

    Regenpause abwarten - das sind doch nur ein paar Minuten pro Volk. Du kannst auch 1 oder 2 Tage früher mit der Oxalsäure sprühen. Die Wirkung der Fangwabe ist besser, wenn sie ein paar Tage mehr Zeit hat, aber wenn du sowieso sprühst, kommt es mehr darauf an, dass die Bienen gebaut haben und locker sitzen. (Wenn sie so schnell gebaut haben, ist das gleichzeitig auch ein Zeichen, dass alles ok ist und die Königin im Volk ist)

    Viel länger als 1 Woche solltest du hingegen mit der Fangwabeentnahme und Oxalsäurebehandlung nicht warten, da je nach Eingangsverdeckelungsgrad dieser Wabe dann dort schon wieder Bienen (und Milben) schlüpfen und du auf den neu ausgebauten Waben auch schon verdeckelte Zellen (mit versteckten Milben) findest.


    Gruß
    Ludger

    Wenn ich mich richtig erinnere wird bei TuB von Liebig doch auch das Muttervolk mit neuem Boden auf den Flugling gestellt. Da müsste dann doch auch Räuberei einsetzen, wenn der das an selben Stand macht, oder?

    Ja - das habe ich mehrfach berichtet bekommen, dass genau dieses Problem besteht. Trotz drastisch verkleinertem Flugloch. Natürliche Tracht hilft sicherlich. Evtl. hilft Futterteig in ALLEN Einheiten.

    Neueimme

    das ist kein Quarantänestand, das ist St. Florianspolitik. Aber ich denke, deswegen fragst du.


    Nicht nur, wird dein Sammler vermutlich ausgeräubert, die Milben landen auch in den Völkern deines Nachbarn - sowas macht man einfach nicht. Da wirst du dich weiter umschauen müssen (oder mit dem Kollegen kooperieren, dass er auch TBE macht und du seine Fluglinge auf deinem Heimatstand betreust)


    Gruß
    Ludger

    Hallo Wes,


    300 Milben/Tag unbehandelt ist ein schwieriger Fall. Landäufig wird ein Faktor 300 für die Gesamtmilbenbelastung angenommen. Da hättest du 90000 Milben im Volk. Pro Biene 3 Milben? Selbst wenn sich durch die Brutlücke das Verhältnis verschoben haben sollte, kannst du davon ausgehen, dass die jetzt angelegt Brut so hoch parasitiert ist, dass sie kaum zu retten ist. Deine Überlegung - es entsteht mehr Brut und die Brut ist niedriger parasitiert ist, spielt bei einem solch hohen Befall keine Rolle mehr. TBE ist dennoch das Mittel der Wahl.


    Brut raus, Fangwabe stehen lassen, nach 1 Woche, Fangwabe entnehmen und Volk mit Oxalsäure einsprühen. Wenn du irgendwo eine Pollenwabe findest, pack die mit in das Volk, dass die Versorgung des 1. Brutsatzes mit Eiweis sichergestellt ist. Flüssigfutter muss in großen Mengen vorhanden sein, dass sie bauen können und keinen Hunger leiden. Wenn du die Bienen nicht auf Mittelwände, sondern auf ausgebaute Waben setzt, musst du früher sprühen, weil die Bauverzögerung nicht da ist und die Königin sofort legen kann.Auf keinen Fall vor der TBE sprühen, die Bienen sollen nicht oxalsäurenass in der Beute liegen.


    Die hoch befallenen Brutwaben würde ich in diesem Fall einschmelzen, mindestens aber einer Ameisensäurebehandlgung unterziehen. Wenn der Befall so hoch ist, wie du ermittelt hast, wären fast alle Zellen mehrfach parasitiert, da ist das Einschmelzen als Gnadenschuss zu werten. Das Einschmelzen hätte außerdem den Vorteil, dass du die Pflegebienen, die du sonst für die Brut abzweigen müsstest, dem zu sanierenden Volk belassen kannst.


    Tip - mach eine Alkoholauswaschung um zu schauen, wie hoch der Befall wirklich ist. 300 Milben/Tag ist so unrealistisch hoch, dass ich das vorher absichern würde.


    Wenn deine andere Beobachtung stimmt und die Bienen noch vital sind, stecken sie diese scheinbare Tortut besser weg, als du dir vorstellen kannst.


    viel Glück - und nicht lange warten - du musst den Bienen sofort helfen.


    Gruß
    Ludger

    Von der Brut gehen sie nicht so ohne weiteres runter.

    Ich nehme die Brutwaben mit zwei Händen bei den Ohren, rucke zweimal kräftig nach unten und das war es. Wer runterfällt, sitzt mit bei den neuen Mittelwänden, wer sich gut festgehalten hat, kommt mit in die Brutscheune. Das ist für Bienen und Imkerin schonend und flott erledigt. Kein Besen, keine schmerzenden Handkanten.

    genau so... (außer wenn Volltracht ist, dann ist auch hier der Besen angesagt, weil sonst Honig spritzt und verklebte Bienen in der Beute liegen)


    Gruß
    Ludger

    Kann ich die Honigräume auf den Fluglingen, die dann in diesem Fall aber nur die Fangwabe bekommen hätten, bis zur Ernte parken?

    Ja - genau dort kannst du sie lassen. Im Sommer hast du normalerweise wenig Probleme damit, dass der Honig in der Wabe auskristallisiert, das bringt dir Zeit. Die Völker sind saniert, werden also nicht zusammenbrechen. Das beugt der Räuberei vor. Gleichzeitig stellt der Honig auf den Völkern sicher, dass sie dir in deiner Abwesenheit nicht verhungern. Du musst allerdings damit rechnen, dass sie sich an ihren Voräten bedienen und du weniger Honig erntest, als wenn du schnell aberntest und die Völker kontrolliert wieder auffütterst.


    Gruß
    Ludger

    Hallo Sandra,


    meine Priorität liegt normalerweise bei den Altvölkern. Die müssen gesund über den Winter kommen. Die Sanierung der Brutsammler ist zwar wichtig, hat aber zweite Priorität. Also sieh zu, dass du den "Scharm"Teil richtig hinbekommst, bevor du in den Urlaub verschwindest.


    Die Brutsammler kannst du z.B. auch vor deiner Abreise mit Oxalsäure behandeln und die verminderte Wirksamkeit in Kauf nehmen. Da wirst du dann vermutlich später im Sommer mit Ameisensäure nachbehandeln müssen.

    Alternativ kannst du zu diesem Zeitpunkt auch einfach die dann bereits ausgelaufenen (und mit Oxalsäure behandelten) Bienen ernten und zu Kunstschwärmen verarbeiten. (und die restlichen Brutwaben zu größeren Einheiten zusammenstellen oder notfalls auch einschmelzen).

    Wenn der Befall niedrig ist, kannst du die Ableger aber auch einfach unbehandelt weiterlaufen lassen, warten bis sie stabil in Eilage sind und dann mit Ameisensäure behandeln.

    Oder du steckst in die Brutlinge einen Bayvarolstreifen - manchmal zwingt einen der Terminkalender zu suboptimalen aber in anderer Hinsicht pragmatischen Abläufen.


    Die Trennung in Brut und Schwarm bringt dir die Freiheit dich um beide Volksteile separat zu kümmern. Sieh zu, dass die Brut dir die Schwärme nicht mit Milben rückinfiziert, danach ist die Brut Kür - der Schwarm aber Pflicht.


    Gruß
    Ludger