Beiträge von Ludger Merkens

    Hallo Ede,

    ich vermute, du kommst auch mit 1g Oxalsäure aus. Die Dosierungsversuche z.B. in den USA zeigen jedenfalls keine deutliche Steigerung der Wirksamkeit bei Erhöhung der Dosis über ca. 1g. Wichtig ist hingegen eine gute Verteilung in der Beute.


    Anstelle des Pfannenverdampfers würde ich zum Oxamaten (Alfranseder) greifen und mir einen geeigneten Aufsatz mitliefern lassen. Wenn sich das nicht realisieren lässt, (z.B. weil kein geeignetes Tiefziehteil angepasst werden kann), gibt es immer noch professionelle Lösungen wie den Sublimox. (z.B. Swienty) Da kommst du (wenn das Flugloch nicht erreichbar sein sollte) mit einem sehr kleinen Loch in der Beute aus, welches schnell gebohrt und genauso schnell mit einem Korken wieder verschlossen ist.


    Gruß
    Ludger

    (p.s. Maske nicht vergessen)

    Hallo Stefano,


    die Diagnose ist ziemlich eindeutig. Es ist die Plastikfolie vom Futterteig.

    Die Temperaturen sind eher sommerlich, als herbstlich. Es ist also momentan kein Problem, die Völker zu öffnen und den Müll zu entfernen.

    Stören würdest du die Bienen, wenn sie klamm in der Wintertraube sitzen,

    dann besteht nämlich die Gefahr, dass Bienen, die aus der Traube gerissen werden, auf den Boden fallen, dort unterkühlen und nicht wieder in die Traube zurückfinden.Aber selbst eine Wintertraube zu öffnen, ist kein Problem wenn du sehr vorsichtig hantierst.


    Jetzt, bei 20° Außentemperaturen, gibt es keine Ausrede, den Müll in den Kisten zu lassen.


    Gruß
    Ludger

    Hallo Monty,

    im Prinzip genauso, wie der Varroa Tester.

    Becher mit Bienen füllen, mit CO2 betäuben, durch das große Sieb (größer als beim Becher oben) des Bechers die Milben ausschütteln und zählen. Bienen ins Volk zurück und aufwachen lassen.

    Die Methode mit CO2 ist sicherlich nicht so genau, wie die Auswaschmethode, aber dafür mag ich das häufiger anwenden.


    (Becher reinigen, klopfen evtl. Pinsel) und nächstes Volk.


    Gruß

    Ludger

    Hallo Meapas,


    mein Easycheck ist gestern erst angekommen. Deshalb kann ich noch nicht von Erfahrungen sprechen. In den USA wird üblicherweise "rubbing alcohol" eingesetzt. Das ist Iso-Propanol. Der 10l Kanister kostet knapp 30,-€.

    Aber eigentlich wollte ich den EasyCheck im Deckel anbohren und mit CO2 einsetzen. Nur wenn es genau sein muss, wollte ich wirklich auswaschen.


    Gruß
    Ludger

    @Vivajohn


    nein mit der Raumhöhe hat das wenig zu tun. Es geht tatsächlich darum, dass durch Glasscheiben und Gewächshausfolien bestimmte Signale - Ralf hat sie "Feldlinien" genannt, ausgefiltert werden. Die Bienen benötigen diese Information für die Navigation. Das ist, wie wenn du einem Autofahrer von heute, das Navi klaust. (Oder dem Pfadfinder den Kompass)

    Mangels Orientierung fliegen fast alle einfach zur nächsten Lichtquelle - gegen die Scheibe.


    Gruß
    Ludger

    Hallo Vivajohn,


    Bienen sind für die Bestäubung unter Glas nicht geeignet, weil sie die Orientierung verlieren. Auch deshalb werden dort meist Hummeln eingesetzt, weil deren Orientierungsmechanismen offensichtlich anders funktionieren. Es gibt Versuche mit polarisiertem Licht den Bienen die Orientierung zu erleichtern, wie weit diese Entwicklungen zwischenzeitlich sind, weis ich nicht.

    Als ich schrieb "geeignete Lichtverhältnisse" war auch dieser Aspekt ein Hintergedanke, wo ich aber nicht gleich ins Detail gehen wollte.

    Normalerweise arbeiten sich Bienenvölker unter Glas durch den hohen Verflug schnell ab und müssen nach 1-2 Wochen wieder aus dem Bestäubungseinsatz genommen werden.

    Keine Option für eine "Winterzucht".


    Gruß
    Ludger

    Hallo Ralf,


    ich habe den 'Ruby Giant' bei einigen Pflanzenversendern gefunden - mit folgender Textpassage:

    Zitat

    Sein Ausbreitungsdrang ist moderat - er vermehrt sich nur durch Brutknollen und ist daher ziemlich standorttreu. In Beeten zwischen Prachtstauden, als Farbtupfer unter Gehölzen und natürlich auch in Gefäßen verbreitet der robuste "Rubin-Riese" immer wieder Frühlingsfreude. Das feine, grasartige Laub zieht - wie bei fast allen Krokussen - im Frühsommer ein.

    demnach ist hier nicht mit reichlich Samen zu rechnen.

    Gruß
    Ludger

    Hallo Olikun,

    die kurze Antwort - theoretisch ja. Unsere europäischen Honigbienen sind in der Lage, in tropischen Verhältnissen das gesamte Jahr durchzubrüten und geben auch den bei uns üblichen Jahreszyklus auf. D.h. sie produzieren das gesamte Jahr Geschlechtstiere. (Königinnen und Drohnen)


    aber praktisch - nein. Bienen beziehen ihre Resourcen aus einer recht großen Umgebung und lassen sich nicht in eine Halle einsperren. Daran sind z.B. die frühen Versuche zur kontrollierten Begattung gescheitert, wo man versucht hat mit Flugzelten die Königinnen mit den passenden Drohnen zusammenzusperren. (Außer du schaffst es eine Zone mit einem Durchmesser mit mehreren 100m komplett zu klimatisieren und mit entsprechenden Lichtverhältnissen und Blütenangebot auszustatten.)


    Wenn du in den Wintermonaten mit dynamischen Bienenvölkern arbeiten möchtest, ist es sicherlich praktikabler, dass du für diese Zeit als Imker in Neuseeland oder Australien anheuerst. Das habe ich tatsächlich schon als Geschäftsmodell eines jungen Imkerpaars gehört, die auf diese Weise für ein paar Jahre Doppelschichte gefahren haben, um die benötigten finanziellen Rücklagen zu erarbeiten, um schnell den eigenen Betrieb hier in Deutschland aufbauen zu können.


    Überwinterung von Bienenvölkern in klimatisierten Hallen gibt es tatsächlich. Dies dient aber nicht dazu, um die Bienen vor der Zeit zum Brüten zu bringen. Statt dessen werden die Bienen knapp über dem Gefriertpunkt gehalten, um extreme Kältespitzen zu vermeiden und auch um vorzeitiges Brüten, induziert durch kurze warme Perioden zu vermeiden. Anschließende Kälteeinbrüche führen zum Ausräumen der Brut und kosten die Bienen insbesondere Proteinvörräte, die sie im Frühjahr ja aus den eigenen Körperreserven beziehen. Durch die Vermeidung beider Extreme, werden bei den Völkern die Winterverluste minimiert und sobald die Witterung stabil genug ist, dass nicht mehr mit Kälteeinbrüchen zu rechnen ist, können diese ungeschwächten Völker im Frühjahr gut durchstarten.


    Gruß
    Ludger

    Wo liegt nun der Zusammenhang zwischen Nahrungsvorliebe der Milbe und dem möglichen Versagen üblicher Behandlungsmittel?

    Seine These basiert auf der Annahme, dass

    a) die üblichen Behandlungsmittel systemisch wirkende Gifte sind. Also von der Biene aufgenommen werden und über die Körpersubstanz der Biene quasi als Fraßgift an die Milbe weitergereicht werden. Und

    b) diese systemischen Gifte zwar in der Hämolyphe der Biene, aber nicht im Fettkörper der Biene vorliegen.


    Dieser Weg wurde für Coumaphos (Perizin) angenommen und auch bei Oxalsäure (Träufelbehandlung) diskutiert. Um diese These zu untermauern, müsste aber zuerst untersucht werden, dass diese Gifte tatsächlich nicht im Fettkörper der Biene ankommen. Eine Annahme, der ich gerade bei Coumaphos nicht so recht folgen mag, insbesondere weil hier eine Anreicherung im Wachs beobachtet wird, eben weil Coumaphos fettlöslich ist.


    Mit dem international üblichen Amitraz kenne ich mich nicht genau genug aus, hier kann ähnliches gelten, wie bei Coumaphos.


    Insgesamt halte ich diese Schlussfolgerungen für wenig fundiert. Nichts desto trotz, ist diese Beobachtung, dass die Varroa Milbe selektiv frisst, als solche erstmal interessant.


    Gruß
    Ludger