Beiträge von Ludger Merkens

    CE/GS Zeichen für das Gerät oder tatsächlich um die Ox Verdampfung?

    Ich habe von einem Mayener Vortrag im Ohr, dass in einem solchen Fall dann Ox Verdampfung mit genau diesem einen Gerät zugelassen würde. Da Aspekte wie Arbeitsschutz und Wirksamkeit mit abgedeckt werden müssen, lässt sich das Grundprinzip "Sublimation" wohl nicht zulassen. (Wäre vermutlich auch nicht im Sinne eines Geräteherstellers)

    Es müsse eine Kombination aus definierter Oxalsäureportion mit dem Verdampfer und den entsprechenden Arbeitshinweisen für die Zulassung zusammengefasst werden.


    mal schauen was passiert
    Ludger

    Ich kann mir das nur damit erklären, dass die Bienen zu dicht für die Sprühbehandlung gesessen/gelaufen sind. Andere Ideen?

    Sowohl für Milchsäure, als auch für Oxalsäure Sprühbehandlung wird davon ausgegangen, dass der Wirkstoff nicht oder nur minimal unter den Bienen weitergegeben wird. D.h. du musst selbst für eine gute Wirkstoffverteilung sorgen. Das funktioniert nur, wenn 1. möglichst viele Bienen im Stock sind. (Uhrzeit - früh Morgens, oder spät Abends) und wenn 2. die Bienen gut verteilt sitzen. Wenn die Bienen zu dicht sitzen schirmen sie sich gegenseitig ab. Passt also zu deiner Überlegung.


    Gruß
    Ludger


    p.s. obwohl die eigentlich „fertig“ waren - gibt es nicht.

    Grünspechte sind zwar schöne Vögel, die machen ...... aber nur im Winter

    Wechstellen is schon gut!

    Davon kann ich ein Lied singen. Hat mir dieses Frühjahr einige ungeplante Standbegattungen eingebracht. Da ist dann plötzlich ein Flugloch in der Zarge, was bei Bildung der Einheit noch nicht da war... und irgendwie hatte ich an der Stelle auch kein Königinnenabsperrgitter :(


    Gruß
    Ludger

    "versteckte Väterlinie" dürfte eine Übersetzung zu "cryptic (royal) subfamily" sein. Die Veröffentlichung dazu dürfte diese hier sein: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6040692/


    Durch genetische Analyse von Nachschaffungsköniginnen wurde dort beobachtet, dass bestimmte Vaterlinien (also Superschwestergruppen, die alle denselben Drohn als Vater haben), die normalerweise im Bienenvolk (unter Arbeiterinnen) nur mit niedriger Häufigkeit vorkommen, in der Nachschaffungssituation gehäuft als Königin gewählt werden. D.h. bleibt den Arbeiterinnen die Wahl, welche Larve als Königin gepflegt wird, haben Larven dieser 'königlichen' Vaterlinien eine bessere Chance ausgewählt zu werden, als andere Vaterlinien. In der Schwarmsituation hingegen, wo das Ei direkt in die vorbereitete Weiselzelle gelegt wird, findet diese Selektion durch die Pflegebienen nicht statt und der Effekt verschwindet. Über den evolutionären Sinn dieses Phänomens wird im Artikel nur gemutmaßt. Es wird aber gefolgert, dass die duchschnittliche Paarungshäufigkeit der Honigbienen nach oben korrigiert werden muss, da diese "versteckten Vaterlinien" unter den normalen Arbeiterinnen so selten sind, dass sie bei genetischen Untersuchungen der Arbeiterinnen, fast nicht auftreten und deshalb übersehen werden.


    Gruß
    Ludger

    Hallo Rolf,

    das ist ein Typ von Frage, den ich niemandem übelnehmen kann. Letztlich überlegst du ja, ob sich bestimmte Betriebsweisen auf unsere Testergebnisse auswirken und ob wir dies schon berücksichtigen. Wie so oft ist das ein laufender Optimierungs- und Erkenntnisprozess. Es gibt da mehrere Dinge zu berücksichtigen.


    a) Wegen der extremen Inzuchtsituation bei den Milben (Bruder-Schwester-Paarung als Normalfall) ist die genetische Bandbreite der Milben extrem niedrig. Die Chance über klassische Selektion hier viel an den Milben zu verändern, halte ich deshalb für gering. Wo es keine Unterschiede in der Population gibt, kann man auch keine Unterschiede herauszüchten (selektieren).

    b) Selbst wenn Milben Resistenzen gegen z.B. systemische Varroazide ausprägen sollten, so muss sich das nicht unbedingt auf die allgemeine Vitalität der Milbe auswirken. Außer wenn der Resistenzmechanismus so aussieht, dass die Reproduktion der Milbe erhöht wird, dürften sich solche Resistenzen nicht auf unsere Untersuchung auswirken. Die Selektionsvölkchen sind definitiv unbehandelt.

    c) Ich selbst arbeite vornehmlich mit Brutentnahmen als Behandlung. Bei den meisten Völkern momentan noch kombiniert mit Oxalsäure (oder Milchsäure) im brutfreien Zustand. Im letzten Jahr haben die meisten Völker auch noch eine Winterbehandlung bekommen. Ich habe noch nie systemisch wirkende Varroazide und die letzten 3 Jahren auch keine Ameisensäure mehr eingesetzt. Nach deiner Frage, könnte man annehmen - ich hätte verweichlichte Milben am Stand.

    - Aber - die Milben die ich dieses Jahr zur Infizierung einsetze kommen von Kollegen, die mir hier aushelfen. Die setzen sicherlich noch Ameisensäure ein. Auf diese Weise habe ich dann doch wieder "normale" Milben in der Infizierung. Das ist aber mehr meiner Arbeitsbelastung, als allem Anderen geschuldet.


    Wegen der genetischen disposition der Milben lasse ich das Thema "Milbenzucht" ein wenig außen vor. Der Vitalität der für die Infizierung der Testvölkchen eingesetzten Milben schenke ich hingegen sehr wohl Beachtung. Damit die Brutuntersuchung einigermaßen Aussagekräftig ist, müssen die Milben auch in der Lage sein, sich zu vermehren. Die Milben dürfen also nicht durch z.B. Säurebehandlungen vorgeschädigt sein. Da lose Milben (ohne Begleitbienen) einen Transport nur schlecht vertragen, habe ich die Milbenspendervölker bereits Tage (teilweise Wochen) vorher an den Infektionsstand gebracht. Bienen wie Milben sollen vorher möglichst wenig Streß haben.


    Gruß
    Ludger

    Und wo sollen dann die Drohnen für die Begattung herkommen?

    Er schrieb, er hätte für diesen Fall die begattete Königin in Reserve. Es handelt sich also um ein Experiment mit Sicherungsnetz. Soweit alles ok.


    Problematisch wird die Geschichte erst, wenn es ausnahmsweise mal so richtig gut geht. Die Königin im nächsten Jahr normale oder sogar gute Erträge bringt und das Volk auch sonst brauchbar zu bearbeiten ist. Dann neigt man nämlich dazu aus dem Einzelfall Schlüsse ziehen zu wollen.


    Gruß

    Ludger

    C) hat ein Volk so lala Eigenschaften, dann klärt der Winter den Rest.


    Unerheblich ist eigentlich der genau ermittelte % Wert der Tests, denn wenn es ein Volk auf Grund geringer Brutvitalität nicht schafft sich zu entwickeln nutzen dir die % gar nicht. Zum weiteren ist der gezählte Wert immer nur eine Momentaufnahme und kann schwanken.


    Das einzig wahre Kriterium ist, unbehandelt überlebt und sich für eine imkerliche Bewirtschaftung als geeignet ausgezeichnet.

    ja - "der Winter ist dein Freund..." (Mike Palmer)


    Gruß
    Ludger

    irgendwie schön, wenn man selbst nicht mehr viel sagen muss.
    Insbesondere die Hinweise zur Vitalität der Milben von FranzXR sind schon sehr hilfreich.


    "ca." heisst in meinem Fall tatsächlich +/- 5%. So viel Fehler muss man sich und in diesem Jahr auch meinen beiden Helfern zugestehen. Das ist einfach der Tatsache geschuldet, dass man draussen auf der Wiese zwischen Puderzuckerbergen und Bienebeinen schonmal eine Milbenleiche als vollwertig mitnimmt oder zwei dicht beisammenliegende Milben als eine zählt.


    Was 200 oder 150 angeht. Ich habe auch mit 200 angefangen, bin aber für mich zum Schluss gekommen, dass "viel hilft viel" nicht immer zutrifft. Bei 200 Milben treibt man schwächere Einheiten schonmal schnell in den Bereich "panic VSH". Mit "panic VSH" beschreibt man, dass fast alle Völker, kurz vor ihrem Zusammenbrechen, "panisch" anfangen Milben auszuräumen. Wenn ein Völkchen mit absolut schlechtem Ausräumverhalten (und dadurch hohem Startbefall) durch eine hohe Milbengabe plötzlich in diesen Bereich kommt, sieht das schonmal so aus, als ob es 50-60% VSH hätte. Trotzdem ist das kein Zuchtkandidat.


    Mich interessieren die Völker, die auch bei noch fast normalem Milbenbefall sich bereits um die Milben in der Brut kümmern. Der Nachteil ist, dass man bei den besten Völkern lange suchen muss, um noch Milben zu finden. Das ist leider ein bischen ein Tanz auf Messers Schneide.


    Gruß

    Ludger

    Bernd, glaub ich so nicht, da ist was mit deinem Puderzucker, mit der Menge des Zuckers, oder der Methode schief gelaufen.

    Ich hab auch erst lernen müßen wie man das richtig macht, schlimmster Fehler: zu wenig PZ:liebe002:

    das erinnert mich daran, dass ich für Freitag noch frischen Puderzucker kaufen muss. Zweitschlimmster Fehler - alter, klumpiger Puderzucker...


    Gruß
    Ludger

    Mit Milben infizieren =O

    Mit Absicht :/


    Ja, das macht man in der VSH Zucht. Wir nehmen ca. 150 Milben für eine Zarge Mini+. Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass man Brut gezielt darauf untersucht, ob sich die Milben dort normal vermehren konnten, oder ob die Bienen sie daran gehindert haben. Damit man einen ausreichenden Befallsgrad in der Brut hat, gibt man zeitlich so koordiniert vorher Milben in die Völker, dass diese Milben sich bei der Untersuchung grade in der auslaufenden Brut befinden.

    Die besten Völker schaffen es, trotz dieser Infizierung - ohne jede Behandlung gesund auszuwintern.


    Gruß
    Ludger

    Hallo @beenary

    das Flugloch bleibt beim Plan von Gerdes offen. Du kannst auch nicht einfach, draußen in der Sonne, ein Volk für einen ganzen Tag, geschweige denn mehrere Tage mit verschlossenem Flugloch halten. Das verbraust dir.


    Kunstschwarm im kühlen, dunklen Keller - ok.


    Gruß

    Ludger

    Hallo beenary


    Wenn du Honigraumbienen von Standort A zur Verstärkungen gibst, führt das leicht zu Räuberei. Die Bienen verlassen den Honigraum, fliegen zum Flugloch hinaus, zurück in ihre eigene Beute und teilen ihren Kolleginnen mit - da gibts was zu holen.


    Um das zu vermeiden, könntest du höchstens wie folgt vorgehen. Du wanderst mit den Völkern am Platz A, denen du die Honigräume mit Bienen abnimmst weg (auf einen komplett anderen Stellplatz) und stellst die neuen Völker genau dort auf, wo vorher die Honigraumbienen-Spendervölker standen.

    Dann bleiben die Honigraumbienen am selben Platz und müssen sich mit den neuen Bienen irgendwie vertragen.


    Der Plan von Gerdes hat schon seinen Sinn, das lässt sich nicht so ohne weiteres abwandeln.


    Gruß

    Ludger

    Queens have Handles (Mike Palmer)


    Ton leider nur in Englisch. Wobei Königinnen am Brustkorb (Thorax) ziemlich stabil sind, man muss also nicht unbedingt die Flügel greifen. Nur den Hinterleib (Abdomen) sollte man nicht quetschen, da sind sie sehr empfindlich.


    Gruß
    Ludger

    rase

    du sagst, beim weisellosen Brutsammler nach 10 Tagen die Bienen behandeln und KS draus machen oder anderen Völkern zugeben und restliche BW einschmelzen.

    Wie behandelt man die am besten? Noch auf den Waben im Volk oder als Bienenmasse, wenn ja womit?

    noch auf den Waben - mit Oxalsäure (Oxuvar zum Sprühen) einsprühen.


    Gruß
    Ludger