Beiträge von Ludger Merkens

    An alle: Ich lese hier öfter Behandlung am Tag der Freilassung. Das ist unnötig langes käfigen und dadurch unnötiger Brutverlust. Es reichen doch 16 Tage käfigen locker aus!

    Denke daran, dass ca. 60% der Milben Jungmilben sind und dass die ca. 10 Tage Reifefraß brauchen. Wenn man nur die Arbeiterbrut beachtet, dann ergibt sich folgende Rechnung:

    • Letzte Brut geschlüpft nach 21 Tagen
    • Letzte Jungmilben reif nach 31 Tagen
    • Erste Brut reif zur Besiedlung nach 8 Tagen

    Daraus ergibt sich korrekterweise, dass die Königin nach 31-8 = 23 Tagen freigelassen werden kann. 16 Tage ist zu kurz!

    Gruß Ralph

    Hallo Ralph,

    wenn du eine Fangwabe einsetzen willst, dann verstehe ich die Berücksichtigung der Reifezeit der Jungmilben - weil wir sie vorher nicht zum Absteigen bekommen. Wenn aber medikamentös (mit Oxalsäure) behandelt wird, sollte es keine Rolle spielen, wie alt (jung) die "behandelte" Milbe ist. (Solange sie sich nicht in Brut verstecken kann.)

    Oder was habe ich übersehen?


    Gruß

    Ludger

    Na, dann passt doch alles.
    Hans


    von wegen:

    weder ist klar, was in diesem Zusammenhang "gewerbsmäßig" heisst. (Gewerblich und Gewerbsmäßig ist nämlich nicht dasselbe)

    Noch was es heisst, dass "das DIB Glas als Mehrwegglas" eingesetzt wird.

    (Reicht der Aufdruck "Mehrweg- bzw. Pflandglas" sowie die gute Flächendurchdringung des Glases? Oder müssen Rücknahmelogistik, Reinigungsmöglichkeit und Anreizsystem für die Rückgabe für die Nutzung als Mehrwegglas einzeln nachgewiesen werden?)


    Gruß

    Ludger

    ... und was, wenn es tatsächlich einen Zusammenhang gibt?

    a) wenn es tatsächlich einen Zusammenhang zu solchen geologischen Einflüssen gäbe, würde ich erwarten, dass alle, oder zumindest auffällig viele Imker in den betroffenen Regionen von Verlusten durch Varroa verschont bleiben.

    Das dürfte auf Dauer auffallen.

    b) Umgekehrt, würde ein Standortwechsel durch Umzug, ja bereits umfangreichere Wanderungen mit den Bienen den Effekt aufheben.

    c) Zuletzt ist insbesondere bei Lithium, wegen der hohen toxischen Wirkung auf die Brut der Bienen, eher mit einer schleichenden Vergiftung und Schädigung der Bienen zu rechnen, als mit einer Entlastung in Hinsicht auf die Milbenbelastung.


    a) finde ich vom Gedanken her noch am spannendsten. Vielleicht finden wir ja wirklich Gegenden, in denen flächendeckend überdurchschnittliche Auswinterungsraten zu beobachten sind. (Welche nicht durch z.B. Ausbildungsqualität zu erklären sind) Wenn es solche Regionen gibt, würde sich hier eine Ursachenforschung schon lohnen. Insbesondere wegen c) halte ich aber für unwahrscheinlich, dass der Effekt dann auf natürlich vorkommendes Lithium zurückzuführen wäre.



    Gruß
    Ludger

    Hallo Soapp,


    dreh das Problem doch einfach um. Du brauchst eine 3% (m/V) (Masse pro Volumen) Oxalsäuredihydratlösung für die Sprühbehandlung. In deiner Oxuvarflasche sind laut Hersteller 17,5g (Masse) Oxalsäuredihydrat enthalten. Auf wieviele ml = (Volumen) musst du auffüllen, damit du 3% erreichst?


    (nebenbei - Die Packung des klassischen Oxuvar ist gerade so ausgelegt, dass wenn du Oxalsäurelösung und Zucker zusammengibst, sich ein Gesamtvolumen von 500ml ergibt, womit deine 3,5% Lösung (mit Zucker) für die Träufelbehandlung hergestellt ist. (17,5 g/ 500 ml = 0,035 g/ml ~ 3,5% m/V))


    Der Rest ist Dreisatz...

    17,5 /x = 0,03

    <=> 17,5 = 0,03 * x

    <=> 17,5 / 0,03 = x

    <=> x= 583,33


    also füllst du auf 583 ml auf.


    Gruß
    Ludger

    Weil Ralf nach -

    "darf ich damit Werben" fragt - folgender Punkt könnte zu Schwierigkeiten führen: Letzlich hat Ralf nichts anderes getan, als zu prüfen, ob die rechtlich vorgeschriebenen Grenzwerte auch eingehalten werden. Damit könnte die Werbung mit diesen Werten unter das Verbot der Werbung mit Selbstverständlichkeiten fallen:


    Von einer unzulässigen Werbung mit Selbstverständlichkeit spricht man, wenn trotz objektiver Richtigkeit der Angabe das angesprochene Publikum annimmt, dass mit der Werbung tatsächlich ein Vorzug gegenüber anderen Erzeugnissen der gleichen Gattung oder den Angeboten von Mitbewerbern hervorgehoben wird und dem Publikum nicht bekannt ist, dass es sich bei der betonten Eigenschaft um eine gesetzlich vorgeschriebene oder zum Wesen der Ware gehörenden Umstand handelt.


    Es ist offensichtlich nicht selbstverständlich, dass wir diese Grenzwerte per Analyse überprüfen, einhalten müssen wir sie aber dennoch. Insofern liegt der Fall ähnlich, wie mit der ehedem üblichen Formulierung "kalt geschleudert", welche auch als "Werbung mit Selbstverständlichkeiten" explizit verboten ist. Ralfs Frage - darf ich, wenn ich wollte - ist also gar nicht so einfach zu beantworten.


    Ist es selbstverständlich, dass Honig die gesetzlichen Schadstoffgrenzwerte einhält? Eine weitere offizielle Grenze für "Schadstoffarm" kenne ich zumindest nicht.


    Gruß
    Ludger

    Stimmt alles, aber man sollte mit einberechnen, dass die Winterbienen von irgendwem gepflegt werden müssen ...


    Gruß, Jörg

    Stimmt,

    nichts desto trotz, durfte ich die Erfahrung machen, dass eine TBE bis Anfang - Mitte September durchaus noch heilsam ist. Wenn eine Generation "gesunde Bienen" mehr für den Aufbau der Winterbienen zur Verfügung steht - also die Pflegebienen schon gesund sind, ist natürlich mehr Reserve für den Aufbau der Winterbienen vorhanden. Ein Grund, weshalb ich selbst ein Freund von frühen Brutentnahmen bin.

    Aber im Notfall - z.B. hoher Varroabefall, kann und sollte man lieber auch später im Jahr noch zur Brutentnahme greifen. Auch in dieser Situation hier, spricht vor dieser Erfahrung nichts dagegen, die Belastung der Völker zu entzerren.


    Gruß

    Ludger

    Ich meine Gesundheitszeugnis gilt nur bis Ende des Jahres?

    "Die Gültigkeitsdauer der amtstierärztlichen Bescheinigung ist auf höchstens 9 Monate ab dem Zeitpunkt der Probenahme zu beschränken und darf nicht vor dem ersten September des vorhergehenden Kalenderjahres ausgestellt werden."


    D.h. wenn die Bescheinigung z.B. im Oktober ausgestellt wird, gilt sie üblicherweise für 9 Monate, also bis Juni des folgenden Jahres. (Auch über den Jahreswechsel hinaus)


    Gruß
    Ludger

    Was spricht gegen das Einführen des Sublimox durch das Flugloch? Dann bräuchte man nichtmal das Loch im Boden.

    nichts - du musst das Ding lediglich festhalten und hast deshalb die Hände nicht frei, um die nächste Behandlung vorzubereiten.

    Aber funktionieren tut das bei den meisten Beuten. Bei einigen alten Wanderbeuten mit hohem Boden wird es schonmal schwieriger, weil das eigentliche Flugloch zu weit zurückliegt.


    Gruß
    Ludger

    Blütenbiene


    5 Minuten beim Oxamaten - geht - ich sag mal ab dem 2.ten Volk. Denn die Rüstzeiten, von denen du sprichst kann man problemlos beim jeweils nächsten Volk erledigen, so dass man - wenn der Wecker klingelt (externer Wecker, das Lämpchen ist zu schlecht zu erkennen)- nur noch den Oxamaten weitersetzt, die bereitliegende Tablette einwirft und neu startet.

    Anschließend altes Volk schließen, und nächstes Volk vorbereiten. Aber der Akku muss frisch geladen - und die Glühlampe im Oxamaten sollte sauber sein. Ein 2ter Bodenschieber ist Pflicht und in dieser Jahreszeit sind Folien auf den Völkern vorteilhaft, leicht angekittet sind die Kisten nahezu bienendicht und Blech- und Innendeckel können schon während der Vorbereitung abgenommen werden.

    Sublimox ist viel entspannter.


    Gruß
    Ludger

    Hallo Melanie,

    1. Ich habe sie mit Flüssigfutter gefüttert, Flugloch eingeengt. Da ja gleich gefüttert wird, ist die Kopfstärke noch ausreichend so dass Räuberei kein Thema war. Aber ich würde es wohl nicht wagen, mit offenem Honig (also lose in Futterzarge) zu füttern - Honigraum drauf sollte kein Problem sein.

    Flüssigfutter - ist Zucker:Wasser (3:2, 1:1 oder gar 2:3) oder Sirup? Oder Sirup verdünnt? (letzteres halte ich wegen Gärungsgefahr für problematisch)


    Gruß
    Ludger

    Trotzdem gilt noch die Frage nach dem Unterschied der Schnelligkeit zwischen Oxamat-und Sublimox.

    Oxamat - 5-6 Minuten pro Volk.

    Sublimox ca. 30 Sekunden pro Volk


    Wenn passende Bohrungen für den Sublimox in den Böden sind, hat man sogar die Hände frei und kann die nächste Bedampfung vorbereiten, (Oxalsäuretablette in Teflonpfännchen, oder Oxalsäure abmessen) so dass man tatsächlich effektiv unter 1min pro Volk Gesamtzeit bleibt.


    Gruß
    Ludger

    Hallo Soapp,


    die Fragen, die du dir stellst, sind absolut sinnvoll. Nur beantworten kann sie dir guten Gewissens niemand. Warum hast du die Brut entnommen? Zur Ablegerbildung? Oder um das Volk gegen Varroa zu behandeln?


    Volk 1

    * Beim Flugling hast du eine Chance vertan - das hast du erkannt und da lässt sich nichts mehr dran ändern. Dafür kannst du, wenn du Glück hast und er noch Honig einträgt, den Honig sogar noch ernten. Wenn der Varroabefall zu hoch ist (Messen!), musst du immer noch behandeln.


    * Wenn du deine Brutableger am 7.5 gebildet hast, haben die sich inzwischen (28.5.) normalerweise bereits eine Königin nachgeschaffen, die kurz davor ist in Eilage zu gehen. Da kannst du nicht so ohne weiteres eine begattete Königinnen einweiseln - das geht schief. Wenn du nicht Weisezellen gebrochen hast, wirst du suchen müssen ... Die Brutpause dürfte außerdem ausreichen, dass du mit Milchsäure (oder Oxalsäure) eine Sprühbehandlung erfolgreich durchführen kannst. (21 Tage+ - da bleiben allenfalls ein paar Drohnenzellen stehen)


    Behandeln wirst du im Sommer müssen. Ob TBE in Frage kommt, wirst du von der Stärke der Völker abhängig machen wollen. Halte den Varroabefall genau im Auge und verlege die TBE etwas später ins Jahr. Im Zweifel kannst du nach der TBE rückvereinigen, dann sollte die Stärke ausreichen.


    Eine Alternative (außer der klassischen Ameisensäurebehandlung) könnte der Scalvinikäfig sein.

    Zumindest der Fegling ist ja bereits auf jungem Wabenbau, da kannst du auf die Bauerneuerung verzichten und stattdessen mit dem Scalvinikäfig für Brutfreiheit erzeugen um dann mit Milch-/Oxalsäure zu behandeln. Ähnliches gilt vermutlich auch für die Brutableger, auch die wirst du ja mit Mittelwänden erweitern, so dass auch hier keine alten Waben auszusortieren sind.


    Volk 2 - sollte passen, etwas stark geschröpft, aber wenn die Kö was taugt, ist das kein Problem.


    viel Erfolg
    Ludger