Beiträge von Ludger Merkens

    "Doof, wenn ich jetzt hier eine 3 eintrage, dann will von der keiner F1 kaufen" oder "wenn ich das zu kritisch eintrage, werden alle den Kopf schütteln, warum die ich die nicht abdrücke" etc. pp.

    Nachvollziehbar, aber schon jetzt bemerke ich, dass ich in meinen Pedigrees selbst nochmal nachsehe, was hast du da eigentlich vor 3 Jahren mit der Königin gemacht? Wo kommt die her? Sind mir evtl. damals schon Dinge aufgefallen, die ich jetzt verstärkt von den Töchtern präsentiert bekomme?


    Die Aufzeichnungen sind auch, vielleicht sogar in erster Linie, für dich selbst wichtig. Es hilft nicht viel, sich selbst zu belügen. Und wenn wir uns gegenseitig belügen, werden wir das in einem langsameren Zuchtfortschritt auf Dauer auch teuer bezahlen. Zucht ist Mannschaftssport, also lass dich von solchen Sorgen nicht zu sehr bedrücken.


    Gruß

    Ludger

    Hallo sam.19600 ,

    ich kenne ein vergleichbares Rezept mit 500g Hefe (bei ansonsten gleichen Mengen - also 10kg Puderzucker und 450ml Wasser). Auch dieser Teig ist anfangs krümelig, lässt sich dann aber mit der Hand glattkneten.

    Evtl. hast du zu viel Hefe im Teig? Habe mit den Hefemengen noch nie experimentiert, zu viel Wasser sorgt allerdings dazu, dass der Teig bei Wärme schnell zu weich wird.


    Gruß
    Ludger

    Die Honigbiene ist kein Virus! (und auch keine Milbe) Bring da bitte nichts durcheinander...

    Aber die genetischen Grundbausteine sind bei allen Lebewesen die gleichen. Deswegen ist auch das Prinzip der Mutation das gleiche (Änderung der Reihenfolge von Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin).

    Wären Viren hier anders gebaut, könnten sie durch Zellen nicht vermehrt werden.

    Darum ist Dein Einwand neben dem Problem und erhellt auch nichts.

    Die meisten Bienenviren sind RNA Viren, damit fehlen ihnen einige Mechanismen, mit denen Kopierfehler (Mutationen) in höheren Lebewesen vermieden bzw. korrigiert werden. Hier ist die Mutationshäufigkeit also wesentlich höher als bei Bienen und Milben.

    Hinzu kommt, dass auch die Häufigkeit mit der Genabschnitte auf einem Chromosom im Crossing Over ausgetauscht werden je nach Tier unterschiedlich hoch ist. Hier hat die Honigbiene eine der höchsten bekannten Raten, wesentlich höher als die Milbe.

    Dieser Mechanismus führt zwar nicht zu Mutationen, aber doch zu einer höheren ich nenne es einmal genetischen Anpassungsgeschwindigkeit.

    Von daher halte ich den Einwand durchaus für gerechtfertigt. Denn die Stabilität des Genoms ist bei den 3 betrachteten "Lebewesen" durchaus sehr unterschiedlich.


    Gruß
    Ludger

    Hallo jakobleipzig ,


    das Umtragen von Wachs ist inzwischen sogar im Video belegt. Bei den Aufnahmen von Dr. Paul Siefert, die im Rahmen seiner Arbeit zum Einfluss von Nikotinoiden auf die Entwicklung der Bienen entstanden sind, ist auch Video entstanden, wo man sehen kann, wie eine Biene einen Wachstreifen von einer Wabe nagt und zum Aufbau einer anderen Zelle nutzt.


    Gruß
    Ludger

    Wenn das Bild schon auf dem PC ist, hilft riot

    Das hat den Vorteil, ihr könnt nicht nur die Größe (in Pixeln) einstellen, sondern auch noch an der Kompression schrauben, um das Bild auch in kb kleiner zu machen.


    Gruß
    Ludger

    Hallo wBienen ,


    um deine Frage direkt zu beantworten. Ich habe dazu gerade eine polnische Studie gelesen. Königinnenzellen sind nicht ganz so temperaturempfindlich, wie man oft sagt. Aber nur in eine Richtung nicht - nach unten.

    D.h. bis 33°C scheint ihnen nicht zu schaden, da schlüpfen - evtl. 1 Tag später - gesunde und leistungsfähige Königinnen, mit normalem Schlupfgewicht und voll ausbildeten Eierstöcken.

    Ab 37°C hingegen wird es kritisch, hier wird die Königin geschädigt.


    Ansonsten kannst du dir immer mit etwas Absperrgitter ein paar kleine Kästchen bauen, die du in einem Rähmchen direkt ans oder über das Brutnest hängst.


    Gruß
    Ludger

    Hallo FranzXR ,


    der Trog von Ralf Kolbe hat inzwischen vorne 3 Fluglöcher. Da brauchst du nach der Einflugphase nur die beiden äußeren Fluglöcher zu schließen und das anschließende zentrale Hauptflugloch zu öffnen um die beiden Völker auf das Hauptflugloch zu trimmen.


    Früher hat Ralf den Trog für die Einflugphase mit den beiden rückwärtigen Fluglöchern nach vorne gedreht und beim Umstellen auf ein zentrales Flugloch tatsächlich die gesamte Kiste um 180° gedreht, so dass das Hauptflugloch von der Hinterseite auf die Vorderseite gewechselt ist.


    Die neue Variante ist viel eleganter, weil es erstens wenige Arbeit ist und zweitens die Wabenanordnung wesentlich besser erhalten bleibt.


    Gruß
    Ludger


    Übrigens gebe ich die verdeckelten entnommenen Waben in einen Sammler, sofern die Milbenbelastung vorher akzeptabel ist, (was ich kontinuierlich vor der Bannwabentaschenmaßnahme prüfe)

    Der Sammler kann weiselrichtig sein, indem man die Kö auf 2 schon mal bebrüteten Waben in die Bannwabentasche sperrt. Dieses Verfahren gefällt mir besser als den Sammler über ASG einem weiselrichtigen Volk aufzusetzen, denn etliche Drohnen sind mir dabei damals elendig über dem ASG verreckt.

    :(


    Deckelflugloch, oder Loch in der aufgesetzten Zarge (mit Korken verschließbar) hilft...


    Gruß
    Ludger

    Ist doch paradox. Eine ausgeflammte Holzkiste ist genau so Seuechenarm wie eine neue Kiste oder ein "Paket". Es wird doch gerade propagiert, dass ausflammen und oder Natronbehandlung eine Seuchenfreiheit wieder herstellt.

    Der Unterschied zwischen einer (alten) "lecker" nach Bienen riecheden Lockbeute mit Wabenresten und Wachmotten, sowie einer sauber ausgeflammten Beute in einwandfreiem Zustand ist schon beträchtlich. Hier hätte ich persönlich auch keine Probleme (wenn ich als BSV an deinen Stand kommen sollte.)

    Aber man muss sich schon klarmachen, dass gerade beim Ausflämmen schonmal leicht Fehler passieren und das Ergebnis nicht so sporenfrei ist, wie gewünscht. Ausflämmen hat außerdem den Nachteil, dass die Beuten dunkel und unansehnlich werden. Ein im Bereich Bienen oftmals unerfahrener Veterinär, kann dies von einer alten Beute im Stil einer klassischen Lockbeute nicht sicher unterscheiden. Diese Überlegung könnte mit dazu geführt haben, dass im Gesetz - sanierte Beuten - nicht aufgeführt sind.


    Gruß
    Ludger

    du wirst um das Video nicht herumkommen, da es sich um einen Vorbericht zur Studie handelt. Die eigentliche Studie ist glaube ich noch nicht abschließend veröffentlicht.


    Gruß
    Ludger