Beiträge von Holbee

    Das stimmt, Atouba, es sind sogar drei Völker, die von der Beute des einen fett geworden sein müssten. Die haben offenbar auch noch fleißig Nektar eingetragen, und der kann eigentlich nur von der Heide und vom Wald gekommen sein.


    Auf solchem Honig, so las ich nun schon oft, überwintern die Bienen schlecht. Ich werde also heute noch möglichst viele der mit Honig gefüllten Waben aus den Bruträumen heraus nehmen und gegen leere ausgeschleuderte und -geleckte Honigwaben austauschen, damit Platz für Ambrosia ist (vielleicht auch mehr Platz für Brut!).


    Und das Restvolk voller Drohnen, also drohnenbrütig oder ausgeräubert oder beides, abfegen.


    Mir ist nicht gut bei dieser Arbeit. Aber es sind wohl notwendige Schritte.


    Holbee

    Danke Melanie. Eure Antworten klingen so plausibel, so schlicht, man macht's einfach so. Da merke ich, ihr habt eben die Routine mit einer guten Portion Erfahrung drauf. Wieviele Jahre dauert es, bis alles so selbstverständlich von der Hand geht und man die wichtigen Dinge und Vorgänge bei den Bienen einfach wahrnimmt (womöglich durch die Beutenwand) und die weniger wichtigen sowieso.


    Nun ja, die alten Schwarten. Ich geriet richtig in Stress, weil ich einfach nicht wusste, mach ich was falsch oder wieso bleiben bei mir diese schwarzen Dinger immer wieder drin, von Anfang an hab ich sie schon, ich glaub von den ersten gekauften Ablegern. Da hat Daniels Beitrag entspannend gewirkt. - Man braucht manchmal einfach Gelassenheit. Dann kriegt man bestimmt auch die alten Schwarten raus.


    Holbee

    ...... dass mindestens ein Argument (Frau, Familie) die Planung für den Imker nicht immer einfach macht.


    Gruß
    Werner


    So ist es. Frau hat Beruf, Tochter hat zu hütende Kinder, andere Tochter will mit ihrer Crew auch einen Törn mit Segelboot machen, und dann komm ich als Pensionär daher mit soooooooooooooooooooo viel Zeit. Bienen? - "was die brauchen kann man doch irgendwann machen".


    Wann haben Imker am meisten Zeit für Reisen?


    Holbee

    Gute Tipps und Vermutungen, vielen Dank an alle Antworter! Ich befürchte, Wald und Wiese hat recht, die sind ausgeräubert worden. Davon hab ich nichts bemerkt, weil ich verreist war. Das Volk scheint mir jetzt zu schwach, um noch zu versuchen, durch Einhängen einer Brutwabe zu einer neuen Kö zu kommen. Ich werde die übrig gebliebenen schweren Herzens abkehren.


    Ich glaube nicht, dass die anderen Völker Heidehonig eingelagert haben. Die Heide blüht dafür erst seit zu kurzer Zeit. Des Rätsels Lösung wäre also: Die haben geraubtes Futter gebunkert!


    Was lernt mich das? Ich werde wohl in Zukunft schon vorbeugend, grundsätzlich, Räubereigitter vor die Fluglöcher hängen.


    Holbee

    Tatsächlich glaube ich, dass während meiner Abwesenheit im August ein Volk ausgeräubert wurde. Bei dem ist kein Futter und keine Brut vorhanden, und wenig Bienen, viele Drohnen (wieso eigentlich so viele Drohnen?).


    Wenn ich jetzt wirklich nicht Auffüttern muss, weil genug Futter in den Völkern vorhanden ist, kann ich das Ambrosia, das ich mir gerade geholt hatte, stehen lassen für nächstes Jahr. Hält sich Ambrosia so lange?


    Holbee

    Vor dem Auffüttern für den Winter wiege ich die Völker. In diesem Jahr wogen sie 38 bis 41 kg, so viel, wie sie für den Winter wiegen sollen. Und das bei zwei Zargen, wobei die untere höchstens halb voll Nektar oder auch verdeckeltem Futter ist.


    Wie kann das sein? Ist es möglich, dass die Bienen viel Heidehonig gefunden und eingelagert haben? Die Heide blüht erst seit ca. zwei Wochen, das müssten die Bienen sehr schnell geschafft haben.


    Ich frage mich, ob ich überhaupt noch für den Winter einfüttern muss bei dem Gewicht.


    Holbee

    Vor 5 Wochen fand ich nach einem 3-tägigen Test nur jeweils 2 bis 3 Milben auf den Windeln meiner Völker. Dies ließ mich beruhigt zurück lehnen, bis ich Ende August von Urlaubsreisen zurück kam. Ein Test Anfang September ergab nach einem Tag 30 bis 40 Milben pro Volk! Trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit behandelte ich sofort mit AS-Schwammtuch. Ergebnis nach der Behandlung: 350 und 400 Milben nach zweieinhalb Tagen je Volk! Ich muss noch einmal behandeln.


    Innerhalb von 4 bis fünf Wochen müssen sich die Milben sprunghaft, explosionsartig vermehrt haben. Damit hatte ich nicht gerechnet, weil es wie gesagt anfangs kaum Milben gab und die Völker im übrigen einen starken Eindruck machten.


    Holbee

    Schon im letzten Jahr nahm ich die dunklen Waben nicht raus, weil sie voll Futter oder sogar Brut waren. Das war das erstemal in meinem Imkerwerdegang, dass ich Waben auswechseln wollte (und musste).


    In diesem Jahr wechselte ich nicht gleich bei der letzten Honigernte alte Waben der untersten Zarge aus, weil es ja vielleicht noch eine weitere Honigernte geben könnte. Aber als ich sie kürzlich vor der AS-Behandlung raus nehmen wollte, fand ich wieder dasselbe Bild vor wie vor einem Jahr. Die Bienen saßen dicht auf den meisten Waben der untersten Zarge, eben jenen dunklen, die ich auswechseln wollte. Und diese waren auch noch mit Nektar und vielen Pollen gefüllt, zum Teil auch mit Brut. Ich brachte es nicht fertig, den Bienen Pollen und Brut weg zu nehmen und ließ die Waben (bis auf sehr wenige) wieder in den Zargen.


    Mir fiel auf, dass gerade die alten dunklen Waben immer gleich wieder belegt sind mit Brut, die Bienen scheinen die alten gebrauchten besonders gern zu mögen.


    Wann bietet sich die nächste Gelegenheit, die dunklen Waben heraus zu nehmen? Jetzt werden sie doch sicher beim Auffüttern mit Winterfutter gefüllt und müssen deshalb drin bleiben. - Irgend was mach ich da falsch, befürchte ich. Weil das nämlich bei anderen keine Frage zu sein scheint, bei allen funktioniert das problemlos .......:roll:


    Holbee

    Ich danke für die vielen Stellungnahmen und guten Ratschläge. Da ich erstaunlich wenig (z.T.gar keine) Milben auf den Windeln fand, werde ich erst einfüttern und dann mit dem Nassenheider die AS-Behandlung machen. Dass die Temperaturen es Mitte September gar nicht mehr zulassen, kann ich mir nicht denken. Es wird allerdings bei nur 14 bis 18 Grad tagsüber entsprechend länger dauern.


    Zu dumm, dass mich jetzt auch noch eine sehr starke Erkältung zusammen mit Pflichten bei der Enkel-Versorgung hindern, mit dem Einfüttern zu beginnen. Dadurch verzögert es sich noch einmal um ein bis zwei Tage.


    Holbee

    Gestern habe ich mir Ambrosia besorgt und will nun einfüttern. Durch Urlaubsreisen ist es etwas spät geworden, aber hoffentlich nicht zu spät.


    Die Varroa-Behandlung mit dem Nassenheider will ich nach dem Einfüttern machen. Da kommen mir plötzlich Bedenken, ob es nicht richtiger sei, erst die Varroa-Behandlung zu machen und dann das Einfüttern. So hatte ich es ursprünglich (im Lehrgang) kennen gelernt, nämlich gleich nach dem Abschleudern die Varroa-Behandlung durch zu führen.


    Was spricht gegen die Reihenfolge Einfüttern - Varroa-Behandlung und was dafür?


    Holbee

    Auch ich suchte nach Boxen, allerdings mehr zum Aufbewahren von Waben. Bei der Suche stieß ich bei Obi auf die Box "Quasar" für € 5,99 mit Deckel. In diese Boxen passen DNM-Rähmchen, ich lege sie einfach rein. 12 passen gestapelt rein, 3 weitere passen senkrecht an die Seiten.


    Für mich war entscheidend, dass die Boxen sich bienendicht verschließen lassen. Die Quasar-Boxen haben Deckel, die ich vorsichtshalber noch beschwere, weil die Längsseitenränder nicht 100 %ig abschließen. Ich hatte gerade ein böses Erlebnis mit im Schuppen gelagerten Waben. Nachdem ich schon im letzten Jahr dort Waben gelagert hatte, machte ich es in diesem Jahr wieder bzw. ließ die Waben liegen. Aber irgendwelche hungrigen Bienen fanden ein Loch in der Schuppenwand und schon war der ganze Schuppen voll Bienen, von außen meinte man, ein Schwarm zieht ein. Sie müssen irgendwo Honigspuren gefunden haben, obwohl ich sicher annahm, dass kein bisschen Honig an den Waben war. Ich beobachtete, durch was für enge Ritzen die Bienen sich noch zwängten oder es hartnäckig versuchten. Selbst unter leicht gelöstes Klebeband krochen welche, blieben dabei aber unter dem Band kleben und starben.


    Das war für mich Auslöser für den Kauf dichter Aufbewahrungsboxen für die Waben.