Beiträge von Holbee

    Für mich sind die Bausperren immer ein Ärgernis gewesen. Ich nehme sie zur Milbenkontrolle (und zum Winter sowieso) heraus, und das ist bei den Segeberger Beuten mit Honigraum immer ziemlich umständlich. Mit Kippen schaffe ich das nicht, also müssen alle Zargen erstmal runter ....


    Andererseits habe ich reichlich Wildbau erlebt, als ich einmal die Bausperren vergessen hatte. Sie machen also Sinn und sind notwendig. Toyotafans Idee mit diesem Halbröhrenböden finde ich sehr hilfreich.


    Bevor ich mir solche Böden aber besorge, wollte ich es anders probieren: Genügen nicht dünne Stangen als Bausperren? könnte man nicht einfach ein Absperrgitter einlegen und für die Königinn einen Durchgang schaffen (z.B. eine Stange heraus nehmen? Was spricht dagegen?



    Holbee

    Bei uns hat die Heide in diesem Jahr besonders gut geblüht und gehonigt. Auch meine Bienen haben sich da was geholt, zum erstenmal so viel, dass wirklich fast reiner Heidehonig entstand. Allerdings trugen sie ihn nur in die Bruträume. Die Honigräume blieben völlig leer - auch in den vergangenen Sommermonaten war in diesem Jahr nur sehr sehr wenig Honig in den Honigräumen.


    Ich nahm die Waben mit Heidehonig aus den Bruträumen, weil ich las, dass die Bienen diesen Honig im Winter nicht gut vertragen.


    Trotz Stippens hing nach dem Schleudern noch ca. 20 % des Honigs in den Zellen. Ist das immer so mit dem zähen Heidehonig? Den geschleuderten Honig filterte ich nur durch das grobe Sieb, durch das feine wäre er gar nicht oder nur sehr langsam gesickert. Dennoch habe ich ihn jetzt (2 Tage später) durch das feine Sieb gegossen, und er ging durch.


    Jetzt frage ich, ob Heidehonig eigentlich gerührt werden sollte. Ich nehme an, dass er seine zähflüssige, geleeartige Konsistenz behalten wird, auch ohne Rühren. Was meinen die erfahrenen Heidjer dazu?



    Holbee

    Das ist ja richtig spannend. Wie geht der Film zuende? Wird sie (Königin oder was) schließlich ermordet? Fliegt oder krabbelt sie weg? Oder hat er ein ganz anderes Ende?


    Jedenfalls Glückwunsch zu dieser Beobachtung und zu den tollen Bildern. Da interessiert mich sehr, wie Du (ebenso wie viele andere) Deine Bilder so gut in einen Forumsbeitrag bekommst. Ich versuchte es zuletzt über ImageShack, aber die Bilder wurden nur klein und mickrig wiedergegeben. Köntest Du vielleicht mal genau beschreiben, auf welche Art Du die Bilder einfügst? Ich wäre Dir dankbar.


    Holbee

    Eigentlich ist schon alles gesagt, was man gegen Giersch machen kann. Mein Tipp: Essen!


    Ich habe die ganz jungen Blätter geerntet und zu verschiedenen schmackhaften Salaten und anderen Gerichten verarbeitet. Im übrigen konsequent jedes aufkeimende Blatt abgepflückt. Damit hatte ich den Giersch schließlich auf einem begrenzten Bereich weg oder besser in Schach gehalten. - Aussammeln der Wurzeln aus dem Boden ist eine echte Sysiphos-Arbeit, weil man garantiert nicht jedes Wurzelstück findet. Und man müsste wirklich jedes kleinste Stückchen heraussammeln.


    Eine Kollegin hat in ihrer Verzweiflung den Bereich, den sie endlich gierschfrei haben wollte, mit schwarzer Folie abgedeckt. Darüber pflanzte sie in eine dünne Mutterbodenschicht Blumen. - Geht auch.


    Holbee

    Hallo Loriculus,
    Geh mal zur Seite www.schacht.de und gib dort im Suchprogramm "Raupenleim grün" ein.


    Eine kleine Dose mit 250 g ist zwar ziemlich teuer (ca. € 11), hält aber auch sehr lange vor.
    Einmal rundum eingestrichen kommt kein Krabbler mehr an dem Pfahl oder Baumstamm hoch, das hält ein Jahr lang.


    Gruß, Holbee

    Bei mir sind die kleinen Ameisen, die bei uns im Garten und im Wald leben, in die Beuten geraten, weil ich die Honigräume vor dem Aufsetzen einige Tage am Boden stehen ließ. Ich glaube zwar nicht, dass sie eine Gefahr für die Bienen darstellen (oder doch?), aber ich hatte sie schon einmal im Honig. Und das ist sehr lästig!.


    Die Ameisen können nicht in meine Beuten gelangen, weil ich die Füße der Beuten-Plattformen mit Raupenleim umstrichen habe. Aber sie sind durch meine Unaufmerksamkeit nun doch drin, und sie brauchen offenbar keinen Kontakt zum Boden und der Umgebung. Man sieht in meinen angefügten Bildern, dass sie ihre Brut unter den Deckeln der Beuten haben. Sie sind also durch den Honig der Bienen gut versorgt!


    Auf dem Bild mit dem Deckel sieht man, dass in einer Ecke des Deckels ein Loch ist, durch das Ameisen ein- und ausgehen. Vielleicht haben sie sich ganze Höhlen in das Styropur genagt.



    Ameisen unter dem Deckel:


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    Ameisen im Deckel, in der Ecke ein Loch, aus dem sie heraus kommen:


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    Die Füße sind mit Raupenleim gegen Ameisen eingestrichen:


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    Holbee

    Dieser Ratschlag stand im März-Infobrief des Celler Bieneninstituts:
    Ein schwaches Volk sollte man über ein Absperrgitter direkt auf ein starkes aufsetzen. "Dann helfen die starken Völker den schwächeren in der schwierigen Zeit auch schnell stark zu werden." Nach etwa vier Wochen müssen beide Völker wieder getrennt und sofort erweitert werden.


    Ich habe ein auffallend schwaches Volk und wollte es mit dieser Methode stärken. Aber vorher interessiert mich, was hier im IF dazu gesagt wird. Könnte es zum Beispiel sein, dass die Flugbienen des so umgesetzten Volkes ihr Flugloch vermissen werden und so ihr zu Hause nicht wieder finden?


    Holbee


    Meine Bienen stehen im Garten -eingezäunt. Die Reichweite beträgt bei freier Sicht ca. 40 m.
    Wolfgang


    Wie bei mir. Reichweite sogar nur ca. 20 m. Wenn's nicht zu teuer ist, leiste ich mir vielleicht so ein Spielzeug.


    Irgendwie ist mir aber ein Klappstuhl am Flugloch (Reichweite ca. 3 m) sympathischer. Dann ist man mit allen Sinnen dabei. Nicht nur virtuell.


    Holbee

    Auf der Seite des "bienen-journals" sah ich mir gerade die "Verlagsbienen" an. Per Webcam kann man dort den Betrieb am Flugloch ansehen.


    Mal abgesehen davon, dass ich mich über den regen Flugbetrieb dort in Berlin heute gegen 11:00 Uhr wunderte, gefiel mir die Idee, jederzeit am Bildschirm geschützt vor Wind, Regen, Zecken und Schneefall das Treiben der Lieben im Blick zu haben. Kommt dem Hang nach Bequemlichkeit doch sehr entgegen :cool:.


    Spricht sonst noch was dagegen? Macht das jemand von euch? Was für eine Webcam müsste man haben?



    Holbee

    Die Durchwachsene Silphie war es, für die auf einer Veranstaltung eines Nachbar-Imkervereins bei uns geworben wurde. Da ich selten bis gar nicht auf Imkervereins-Sitzungen solche Initiativen erlebe oder so aktuelle Informationen finde, war ich überrascht. Ich bin kein Bauer, aber das hört sich doch wirklich gut an und scheint mit etwas Aufwand (die Mehrkosten bzw. Mehrarbeit und der fehlende Ertrag im ersten Jahr) doch auch machbar zu sein.


    Ich habe mir vorgenommen, diese Alternativen zum Mais immer wieder im Imkerverein und bei Freunden und Bekannten, die mit Landwirtschaft zu tun haben, anzusprechen.

    In unserer Gegend wird immer mehr Mais angebaut, eine der größten Biogasanlagen wurde hier in Buchholz in der Nordheide gebaut. Für die Bienen verschwinden dadurch immer mehr Trachtangebote, der Boder wird ausgelaugt.


    Ich hörte von einer Pflanze, die ebenso wie Mais zur Biogas-Herstellung geeignet ist und eine positive Alternative zum Mais sein soll. Der Vorteil bei dieser Pflanze: Keine Düngung, wächst mehrere Jahre. Und sie wird viel von Bienen angeflogen, weil sie guter Pollen- und Nektarspender im Gegensatz zum Mais ist. Aber sie ist aufwendiger zu pflanzen und deshalb im ersten Jahr des Anbaus teurer als Mais.


    Leider habe ich vergessen, wie diese Pflanze heißt. Weiß im Forum jemand, um welche Pflanze es sich handeln könnte? Blüht gelb und ist ca. 1,50 m hoch.


    Holbee

    Bernhard


    Vielen Dank für deinen langen Beitrag, Bernhard! So lang er auch ist so wenig redundant und dafür klar verständlich ist er. Ich finde mich da gut wieder.


    ... muss mir gleich mal einen Klappstuhl - wetterfest - besorgen. Und gute Brillen, kleines Fernglas, Thermoskanne.


    Holbee

    Hallo Udo,
    das Thema "varroa inhibitors" kommt nicht aus USA sondern aus Italien. Das ist doch deinem Wirkungsfeld, der Eifel, viel näher.


    Wieso die großen Drohnenzellen Varroa-Inhibitoren sein sollen, verstehe ich nicht. Ich weiß, dass die Drohnen zwei oder drei Tage länger in ihrer Entwicklung in der Zelle sind als Arbeiterinnen, und dass die Varroa deshalb die Drohnenbrut vorzieht, weil die Entwicklungszeit ihrer Larven eher der Entwicklungszeit der Drohnenbrut entspricht. Vielleicht meinst du das mit "längerer Anlaufzeit". Aber dass in den Drohnenzellen der "Kampf unter den Milben" stattfindet und dort die Milben ihre "Pheromone austauschen" - ich weiß nicht......


    Ich schnitt in diesem Jahr auch keine Drohnenbrut. Mich hatten Beiträge hier im Forum dazu gebracht, in denen es hieß, dass wir durch das Schneiden der Drohnenbrut eine Selektion unter den Milben hin zu solchen Milben, die Arbeiterinnenbrut bevorzugen, fördern. Das wurde sogar durch eigene Untersuchungen untermauert, in denen die Drohnenbrut nach Milben untersucht wurde und dort nicht mehr (oder soagar weniger) Milben gefunden wurden als in Arbeiterinnenbrut. Meine Erlebnisse in diesem Sommer mit einem sprunghaften großen Anstieg der Milben in einigen Völkern im August und dem Eingehen von zwei Völkern als Folge der Varroa (erst Schwächung der Völker, dann Ausräubern) ließ mich an der Richtigkeit der "Selektions-These durch Drohnenbrut Schneiden" zweifeln.


    Inzwischen habe ich aber wiederum andere, plausible Erklärungen für das plötzliche Auftauchen der Milben in sehr großer Zahl hier im Forum gelesen. Und ich will deshalb dabei bleiben, die Drohnenbrut nicht zu schneiden. Und Naturbau machen zu lassen. Das machst du ja auch so, und dass man damit Rückschläge erleidet bzw. eins auf die Schnauze kriegt habe ich nun auch erfahren.


    Gehen wir diesen Weg also gemeinsam.


    Aber das hat nicht so direkt etwas mit diesem Forschungsergebnis über Varroa-Inhibitoren zu tun. Das war für mich bis jetzt einfach interessant und eine mehr intellektuelle Beschäftigung. Die kann ja zu praktischem Handeln führen. Das wär mal was.


    Auch 'ne handbreit, (genug Wasser in der Eifel zum Segeln?)
    Holbee