Beiträge von HRuebbelke


    ... trotzdem sollte man sich von Seiten der TSK mal Gedanken machen, wie man das in Zukunft vernünftig regelt. Immer auf kostenlose und helfende Hände zu setzen, dürfte schwierig werden, wenn sich die AFB weiter ausbreitet. Motivationen etwas für die Allgemeinheit zu tun, sind in der Regel nicht überstrapazierfähig. Und wenn man keine Lust hat, passieren Fehler.


    Gruß Sven

    Tja, die Imkerei wird eben von Amtes wegen wohl mehr so als Liebhaberei betrachtet. Würde bei uns in einer der industrieellen Schweinefabriken die S.pest ausbrechen, so sähe das anders aus. Vor ein paar Jahren wurde hier just deswegen gekeult. THW, Feuerwehr, Kreis - alle sind sie gesprungen und haben die "armen" Bauern unterstützt.
    Der, bei dem ich's mal nachgeschaut habe, bekommt übrigens von der EU jährlich zwei meiner (Ingenieurs-)Jahresgehälter hinterhergeworfen. Zum Dank wird unser Dorf von Maisflächen umzingelt. Im Sommer 2015 stelle ich meine Mädels wieder in die Stadt...


    MfG
    Hermann

    Du behauptest, den BSV entlohnte die Tierseuchenkasse für die Überwachung der Sanierung von 12 Bienenvölkern gar nicht so schlecht. Pro Volk erstattet die sächsische Tierseuchenkasse genau 1,64€ zzgl. der Kilometer.
    ...
    Die Entschädigung der Leistung der BSV ist seit Jahren weit unter der Gürtellinie und unter dem Mindestlohn sowieso. Es ist nicht hilfreich das Gegenteil zu behaupten. Insbesondere nicht, wenn diese Behauptung völlig Haltlos ist.


    n'Abend Henry!


    Nochmal: hier (westliches OWL, d.h. östliches Westfalen) erhält der BSV (nach eigenen Angaben) für die Aufsicht der Sanierung einen Stundensatz von ca. 37,-€ plus km-Geld (war das mit dem Monatslohn zu schwierig? ;-))) ).


    Sa. & So. haben wir brutto ca. 17h lang die 12 Völker saniert. Das ergibt (rechnerisch) mit gut 50,-/Volk deutlich mehr als die 1,64€ bei Euch.
    Die (bis zu 11 Helfer) bekommen "natürlich" nix.
    Bzgl. der Entschädigung der Imker durch die Tierseuchenkasse habe ich noch keine verbindliche Aussage der Kreis-Vet.-Amtes. Bei Abtötung sind's etwa 75,- bis 90,-/Wirtschaftsvolk, bei Sanierungen etwa die Hälfte. Ohne Gewähr. Die Zahlung sei keine Wiedergutmachung für den realen Schaden (wäre ja auch viel zu wenig), sondern vielmehr eine Art Starthilfe für den Wiederaufbau des Bestandes.
    Dass die BSV in Westfalen bzw. in Sachsen hinsichtlich der Entschädigung um etwa Faktor 30 (auf's Volk gerechnet) auseinander liegen ist allerdings ein starkes Stück. Mein Mitgefühl.


    Z. Info:
    Inzwischen sind die Bienen in sauberen Beuten auf MW gesetzt und werden gefüttert. Kommende Woche werden auch die Komponenten der Kunstschwarmbehausung gereinigt, Milchsäure gesprüht und dann wird's für uns wieder etwas ruhiger.


    MfG
    Hermann

    Aha. 3963 Völker sanierst Du pro Monat. Fast 1000 pro Woche. 180 am Tag. Also 22 pro Stunde ... alles klar. Mach mal Urlaub! Schlaf Dich mal aus!

    Ich mache in meiner Beispielrechnung gar keine Angaben zur Anzahl der sanierten Völkern, sondern etwas verklausuliert (Dreisatz hilft hier weiter) zum Stundensatz des BSVs, der die Aufsicht über die Sanierung hat.
    Wer ist hier also urlaubsreif? ;-)

    Henry
    Sagen wir mal so: bei einer 40h-Woche läge die BSV-Aufw.-Entschäd. bei > 6.500,-€/Monat (beim Dauereinsatz). Ich würde bei höherem BSV-Bedarf sofort umsatteln - vll.bekäme ich ja noch 'nen Euro Diplom-Zulage. ;-)
    Unsere bisherigen Aufwände habe ich bereits unter "ad 4:" gelistet.
    Wir müssen aktuell noch MWs einlöten u. aufsetzen, füttern, MS sprühen, die frei gewordenen Zargen, Böden & Decken reinigen und mal bei Gelegenheit die von NaOH farblich lädierten Segeberger streichen. Ich werde berichten.


    MfG
    Hermann

    ich frag mich schon die ganze Zeit, warum man solche Faulbrutvölker überhaupt saniert?(1) Wer bezahlt denn eigentlich den Amtsveterinär?(2) Und die anderen beteiligten Personen?(3) Wieviel Stunden Arbeit gehen denn dabei drauf, ein einziges Volk auf diese Art und Weise zu retten(4), wohlwissend dass es keine Garantie gibt, dass die Faulbrutsporen nicht doch verschleppt werden. Der ganze Aufwand dürfte den Wert eines Bienenvolkes (100 Euro) deutlich übersteigen.(5)


    Warum schwefelt man betroffene Völker nicht einfach ab und verbrennt/desinfiziert das gesamte Material?(6) Und hätte damit einen AFB-freien Stand (und Umgebung)?


    Gruß Sven


    ad 1: vll. aus Respekt vor der Kreatur? Vll. weil die Aussichten auf Erfolg lt. BSV gar nicht so schlecht sind?
    Tiere sind kein Funktelefon, dass zu jedem Modellwechsel auf die Halde geworfen wird. (Meines habe ich übrigens noch mit DM bezahlt, den neuen Akku allerdings mit Euros...). Ihre Kinder schicken Sie ja auch nicht zum Abspritzen in die Schweiz, wenn sie mal ein schlechtes Zeugnis haben oder Masern. Oder kommen die "Looser" beim Reitturnier auch gleich in die Lasagne?


    ad 2: der Steuerzahler kommt i.A. für "Amtspersonen" auf


    ad 3: den BSV entlohnt für die Sanierungs-Aufsicht die Tierseuchenkasse (und zwar gar nicht so schlecht...)


    ad 4: kann ich ganz genau sagen, denn ich war am vergangenen Wochenende Mit-Arbeiter bei einer AFS-Sanierung (offenes Kunstschwarmverfahren) von 12 Völkern:
    Sa.: 9:00 bis 20:30 Uhr elf Helfer, im Mittel acht Helfer
    So.: 7:00 bis 13:45 Uhr: vier bis fünf Helfer
    Fällige Restarbeiten: MW einlöten, Zargen aufsetzen, Füttern, restl. belastetes Material reinigen (??,? h)
    Unser BSV hat schon Stände mit 30 o. 40 Völkern saniert - das zieht sich dann allerdings über Wochen.
    Die Gerätschaften im BiG-Mobil sind nach meinem Eindruck eher für die zügige Sanierung von max. sechs Völkern ausgelegt. Ohne die Organisation weiterer Kochgelegenheiten würden wir auch heute noch nicht fertig werden.


    ad 5: ohne Worte


    ad 6: sh. "ad 1". Weil zum Glück der Tierchen auch Amts-Veterinäre lernfähig sind und Umdenken können. Und die Umgebung wäre tatsächlich seuchenfrei? Das möchten Sie garantieren?


    Wer die Sanierung weiter verfolgen möchte, der schaue bitte ab und zu bei der HP des IV-Delbrück vorbei: http://imkerverein-delbrueck.de/home


    MfG
    Hermann

    Moin Imkers,


    ich kam gestern Mittag vom Umlarven und hatte den Zuchrrahmen gerade im Pflegevolk versenkt - da ging es los. Nach 20 Minuten Gesummse und Gewimmel hing eine mächtige Traube im Apfelbaum. Nett von den Damen, dass sie auf "Augenhöhe" blieben. Etwas gewartet, dann abgeschüttelt (etwa 1/2 25l Honigeimer) und vor eine Beute mit MW gekippt. Dann den Gartenstuhl geholt, und das Gewusel beobachtet. Wer zuschauen will - ich habe ein paar Bilder genacht:
    http://www.imkerverein-delbrue…alerien/ivd/2012/schwarm/


    Habe vor einer Stunde die Damen umgestellt - jetzt konnen sie loslegen, denn heute gibt's Flugwetter...


    MfG
    Hermann


    Danke für den "Blick-ins-Buch-Link" --- Amazon macht nicht nur die kleinen B.-Händler kaputt, es ist ja doch zu etwas nützlich.


    Just am "Kö.-Massker" und der vorangehenden dreiwöchigen Käfigung der Kö. hat sich auch die wilde, laute Streiterei greiser Imker nach Dennis' Vortrag bei unserer KIV-Versammlung entbrannt. Antwort: er opfert eine Biene um Zig-Tausenden durch Völkerverjüngung zu helfen. Da wurden sie ruhig. Mir geht's aber ähnlich - es muss nicht nur die "zum Wohle des Volkes" abgedrückte Kö. sein, versehentlich geplättete Bienen finde ich auch nicht so doll. Drohnenbrut-Schneiden ist Pränatalmord im vierstelligen Bereich. Pass mir auch nicht. AS ins Volk kippen - sicher nicht lustig für die Betroffenen - aber wo ist da die Grenze zwischen Ehrfurcht vor (je)der Kreatur und dem (vermeintlich?) imkerlich Notwendigen?


    Es ist wahrscheinlich so, dass der Profi auch ein wenig an sein Zeitbudget und den Gesamtzustand aller Völkerund letztlich seinen Profit im Blick haben muss. Ich habe letztes Jahr über 170, in diesem Jahr 130 Stunden an Völkern, Hoig und Rähmchen herumgeprokelt - bei diesem Aufwand/Volk würden Berufsimker verhungern.


    Klein- und Kleinstimker können aber bei dieser Methode davon profitieren, dass junge Ableger zum Start weniger Varroas am Hals haben, als mit BW. Das ist für mich der Kern.


    MfG
    Hermann

    Auch wenn man bis zu 400 Völker bewirtschaftet, Anfängerkurse und wöchentliche Imkersprechstunden abhält reicht die Zeit offensichtlich noch für Anderes. Die Erfahrungen aus Berufsimkerei und Einsteigerfragen hat Dennis Schüler aus Münster jetzt für uns in einem Buch zusammengefasst:
    http://www.honig-aus-muenster.de/?Aktuell
    Kein weiteres, buntes Imkerlehr(bilder)buch, wie es inzwischen viele auf dem Markt gibt - vielmehr eine sinnvolle Ergänzung, die Fragen beantwortet, die sich dem unerfahrenen Imker trotz Bilderbuch und VHS-Kurs noch stellen, wenn er vor seinem Bienenstock steht.
    Schüler erläutert u.a. ausführlich seine "Integrierte Völkerführung", die vielen von uns aus seinen Vorträgen bekannt ist. BW-Entnahme zur Ablegerbildung ist in Hisicht auf Varroaverschleppung (bzw. Vermeidung) "out". Kunstschwarm oder Treibling sind Methoden nach dem Vorbild der Natur.
    Bei Schüler werden weder Wabe noch Königin älter als eineinhalb Jahre, Wirtschaftsvölker werden nach der letzten Ernte behandelt und danach vor den Ablegern abgefegt. Groß war das Entsetzen der Alten beim Vortrag: Königin drei Wochen käfigen und dann abmurksen, keine unappetitlichen, schwarzen Schwarten im HR - da musste wohl im Kopf mit mach' liebgewonnener Weisheit, Gewohnheit, Bequemlichkeit abgeschlossen werden. (Ich kenne leider nur einen "Alten" der seit Jahrzehnten auf ähnliche Weise seine Völker erfolgreich führt).


    MfG
    Hermann


    http://www.imkerverein-delbrueck.de

    Bei der älteren, gelb lackierten Version des Rührmeisters soll sich lt. meiner Imkerpatentante der Lack ablösen - und in den Honigbehälter blättern. Sie nimmt nun einen Handmischer und hat den RM nach dem Umtausch beim Lieferanten (wieder gelb lackiert) nicht mehr im Einsatz.
    Habe mir heute den o.g. RM ausgeliehen. Er läuft (mangels Propellereinsatz) seit zwei Stunden ohne Last und wird dabei erstaunlich warm. Werde mir morgen einen Quirl besorgen, falls ich bis dahin keine herabgefallenen Farbreste finde. Für den ersten Test unter
    "Honig-Last" werde ich mir eine Auffangeinrichtung um die Quirlachse herum basteln.
    Haben Mitleser Ähnliches über abblätternde Farbe zu berichten? Die Produktbilder der neueren Versionen lassen nun ein galvanisiertes Motor- und Getriebegehäuse vermuten(?).


    MfG
    Hermann

    ... und es fiel reichlich Dreck: gelbe Lacksplitter und bei warmem Motor bröckelten kleine schwarze Krümel aus der Bohrfutter.
    Inzwischen hat meine I.-Patentante den Rührmeister II: Holtermann hat das gelbe Gerät (RM I) anstandslos zurück genommen. Das kann nicht hoch genug gelobt werden!!
    Gegen gerade mal 16,-€ Aufpreis wurde RM I zurückgenommen und ein funkelnagelneuer RM II geliefert. Dieser summt gerade bei mir im Keller - einwandfrei. Das Stativ ist viel stabiler, durch Vierkantprofile dreht sich nichts mehr los. Die drehbare Eimeraufnahme mit "Bremse" funktioniert prima.


    MfG
    Hermann