Beiträge von KonstantinKirsch

    So, und wenn du das jetzt noch ans DBJ faxt, hast du ne Chance, noch als Leserbrief in der nächsten Ausgabe abgedruckt zu werden - heute ist Annahmeschluß. Also, los!:wink:


    Hallo Sabine,


    danke für den Hinweis. Habe soeben den Text in leicht angepasster Form per email als Leserbrief abgesendet. Ob der Annahmeschluß nun ein paar Stunden überschritten ist oder nicht - wir werden sehen ob der Brief Einzug ins Magazin findet.


    Viele Grüße
    Konstantin

    Hallo Klaus,


    Deine Ausdrucksweise empfinde ich nicht als angemessen.
    Ich habe meine Beiträge noch einmal durchgelesen und finde diese neutral.
    Zu Beginn des Themas habe ich geschrieben, daß ich an einen Text erinnert werde den ich dann zitiert habe. Ich finde es sehr wohl passend für dieses Imkerforum sich mit Ansichten zur Imkerei zu beschäftigen die in Büchern verfasst sind. Diese Anregungen können durchaus kontrovers betrachtet werden. Aber Worte, die als Beleidigung empfunden werden können, sollten doch besser ungetippt bleiben. :p_flower01:


    @all
    Die Anastasia Bücher habe ich gelesen bevor ich mit der Imkerei startete. Die darin geschriebenen Anregungen waren für mich zwar inspirierend, jedoch habe ich mich für Warré Beuten entschieden. Ich gehe davon aus, daß die Bücher auf wahren Begebenheiten beruhen. Daher vermute ich, daß Anastasia auch konkrete Anregungen zur Bienenhaltung mitgeteilt hat (diese stehen in Band 1). Jedoch habe ich erst in späteren Bänden gelesen, daß Herr Megre teilweise auch Tonbandmitschnitte als Grundlage für die Bücher hatte. Bei Band 1 war dies nicht der Fall. Da für Herr Megre sehr viele neue Informationen einströmten vermute ich, im Besonderen bei Band 1, daß er nicht alles zu 100% korrekt wiedergeben konnte. Wer alle Anregungen dieser Bücher zu 100% nachäfft hat den Inhalt überhaupt nicht begriffen. Es geht darum SELBER zu denken und eben NICHT nachzuäffen.


    Zum Artikel im Bienenjournal (den ich dankenswerterweise gerade lesen konnte!)
    Einerseits finde ich es schön, daß das Thema überhaupt den Weg in ein großes Magazin gefunden hat. Andererseits ist der Text gefüllt mit Falschdarstellungen falschen Vermischungen und Verleumdungen.


    Schon der Start ist falsch: "Anastasia-Bienenhalter lehnen die klassische Imkerei ab..."
    Dieser Satz tut so als ob es "Anastasia-Bienenhalter" als organisierte Gruppe gibt. Das ist falsch.
    Weiter lese ich, daß die "Anastasia-Bienenhalter" für sich bleiben wollen und sich nicht zur Imkergemeinde zählen. Zum einen erlebte ich einige Normal-Imker als ziemlich verschlossen. Zum anderen ist es eine Frechheit aus dem Erlebnis mit 2! Frauen gleich eine ganze "Bewegung" zu bewerten und verurteilen.
    Dann wird in dem Artikel geschrieben:
    "Das Feindbild ist die klassische Imkerei" Das ist schon krasser Tobak. Da hat sich wohl ein Imker schwer auf den Schlips getreten gefühlt als er las:
    "eure Imker verhalten sich nicht richtig... ständige Einmischung des Menschen stört die Bienen..."
    Diese Texte kann man auch als ANREGUNG verstehen um seine eigene Weltsicht gegebenfalls zu erweitern. Das hat nichts mit einem Feindbild zu tun.
    Die Bauanleitung ist ausführlich beschrieben und meiner Erinnerung entsprechend auch korrekt wieder gegeben.
    Jedoch geht der Text im Bienenjournal weiter mit:
    "An diese Bauanleitung halten sich die Anhänger akribisch."
    Will da jemand eine Sekte basteln indem er dauernd von Anhängern spricht? Und es ist eine Unterstellung von "akribisch" zu schreiben wenn er nur mit wenigen Menschen zu tun hatte. Es gibt innerhalb der Anastasia-Freunde viele Menschen die die Bienenanleitung kritisch hinterfragen und eigene Gedanken einfließen lassen.
    Der nun folgende Text über "Sonnentier" und "Venusholz" hat nichts aber auch rein gar nichts mit den Anastasia Büchern zu tun. Auch die später im Text angesprochene Siebenstern Imkerei hat mit den Originaltexten rein gar nicht zu tun. Es handelt sich um Kommentare aus dem Anastasia Forum in dem verschiedenste Ansichten ausgetauscht werden. Diese Verallgemeinerung wäre so als ob man alles was hier im Forum steht zusammenfassen würde als Meinung von Guido oder Hartmut...
    Gegen Ende folgt eine weitere unzulässige Verallgemeinerung:
    "Fakt ist, dass die Bienen der Anastasia-Freunde selten den ersten Winter überleben." Wieviele Fälle hat der Autor erlebt und untersucht? Hat er etwa alle 5 Millionen "Anhänger" in Russland besucht?


    Wäre ich ein "Normal"-Imker würde ich durch diesen Artikel möglicherweise ähnlich empört reagieren wie Klaus. Ich kann daher die Reaktion und die Wortwahl "Anastasia-Spinner" durchaus verstehen.


    Als ehemaliger Administrator des Anastasia Forums habe ich einige Menschen aus dem Forum gesperrt weil ihr Verhalten ziemlich treffend mit dem Wort "Spinner" bezeichnet werden kann. Wegen solchen Einzelfällen gleich eine ganze Buchreihe in Verruf zu bringen ist jedoch unangemessen.


    Schön an dem Artikel finde ich, daß auch positive Worte Einklang gefunden haben: "Die Freunde Anastasias wollen unseren Planeten in einen blühenden Garten verwandeln wo sie im Raum der Liebe mit Ihren Kindern glücklich leben werden."
    Diese Formulierung trifft ziemlich genau meinen inneren Herzenswunsch.
    Ob jemandem dies kitschig vorkommt ist mir egal. Ich finde diese Vision lebensfreundlich und schön.


    Viele Grüße
    Konstantin

    nach Ansicht der Anastasia Jünger sieben Völker in einem Kreis mit einem Durchmesser von 13 Metern aufgestellt werden.
    Im Zentrum bildet sich dann eine "stehende Energiesäule".


    Kann es sich um eine Verwechslung handeln? Diese Geschichte hat rein gar nichts mit den Beschreibungen zur Imkerei in den Anastasia Büchern zu tun. Das handelt eher über die Siebenstern-Imkerei. Oder wird in dem Artikel im Bienenjournal alles "unübliche" in einen eso-Topf gefüllt und einmal umgerührt?


    Grüße
    Konstantin

    Klaus, willst du jetzt Klotzbeuten verbieten lassen?:lol:


    Vielleicht will er gleich alle hohlen Bäume verbieten oder absägen lassen, oder gleich alle Bäume absägen lassen mit einem Stammdurchmesser von mehr als 20 cm, denn es könnten ja Spechtlöcher entstehen, ... ach von wegen Spechte, soll man die gleich mit verbieten??? Und bitte gleich die Pflicht einführen, daß alle Scoutbienen verfolgt werden müssen so daß sie ja nicht irgendeinen leeren, nicht genehmigten Hohlraum finden... :confused:


    Gruß Konstantin

    Weil Seeley im Jahr 1978 Versuche angestellt hat, in denen er Schwarmfangkisten aufgestellt hat.


    Hallo Bernhard,


    bei der Studie steht jedoch:
    "Received: 22 November 1977 Accepted: 9 March 1978 "
    Die Versuche müssen als spätestens 1977 erfolgt sein.


    Die ein Jahr ältere Studie, deren Datei mir vorliegt, beschreibt die natürlichen Funde von Bienennestern. Mir erscheint dies wertvoller als künstlich aufgehängte Schwarmfangkisten.


    Auffällig finde ich auch die Angabe (in der älteren Studie) über die Wegstrecke vom Astlochs bis ins Innere der Baumhöhle.
    Im Durchschnitt seien es 15 cm, maximal wurden 74 cm gemessen!
    Bei allen Beutensystemen, die ich kenne, liegt die Strecke bei wenigen Zentimetern. Als einzige Ausnahme kenne ich Schaubeuten in Häusern bei denen die Bienen durch eine Röhre von der Außenwand des Hauses zur Beute gelangen. Kann es sein, daß eine längere Zugangsröhre ein Faktor sein kann bezüglich Gesundheit des Biens? Immerhing ist dieser Zugang die Verbindung zwischen Innen und Außen. Eine längere Wegstrecke kann möglicherweise besser zu verteidigen sein (Räuberei-Schutz), evtl. bleiben so auch manche Krankheiten leichter draußen, bessere Klimaregulierung... ?


    Man kann natürlich nicht alle Ergebnisse in die Beutengestaltung übertragen. So seien z.B. bevorzugt Eichen die Gastgeber der Bienen. Nur wird wohl keiner Beuten aus dem schweren Eichenholz bauen, womöglich noch aus 15 cm Dicke. :wink:


    Was mir in der Studie fehlt ist eine Angabe wie lange eine voll ausgebaute Baumhöhle von Bienen bewohnt wird. Irgendwann werden die Zellen im Brutnest doch immer kleiner. Wie erfolgt die Wabenerneuerung? Hat da jemand verlässliche Angaben und nicht nur wage Vermutungen?


    Viele Grüße
    Konstantin

    Mehrfach wird Seeley zitiert wenn es um natürliche Bienennester geht.
    Regelmäßig wird dabei auch angegeben, daß er herausgefunden haben will, daß das Flugloch der wilden Behausungen sehr gerne über 2m liegen würde.


    So finde ich zB auf dieser Seite ein Zitat:
    www.gartenrundbrief.de/gartenrundbrief_2009-05.php
    "Als die Untersuchungen 1982 veröffentlicht wurden, haben sie uns in der Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle veranlasst von 1986 bis 1994 Bienen auf Hochständen zu halten. [...] In der Nähe der Fischermühle wurden auf drei unserer Bienenstände abenteuerliche Konstruktionen errichtet, die jeweils acht Völkern und einem schwindelfreien Imker Platz boten."


    Jetzt habe ich den Text der Untersuchung von Seeley und Morse von 1976 durchgelesen und verstehe den Text gänzlich anders. Die überwiegende Anzahl der Baumhöhlen haben den Eingang von Erdnieveau bis maximal 1 Meter. Zitat:
    "Figure 6 shows that most entrances were at or near ground level." Er erklärt auch seine Vermutung, daß die Bienen hier bevorzugt größere Baumhöhlen finden können weil Baumstämme genau hier besonders dick sind.


    Es gibt eine weitere Untersuchung die zu ähnlichem Ergebnis kommt:
    http://www.apidologie.org/arti…435_1990_21_1_ART0005.pdf
    Dabei wird zwar von Fluglöchern in Höhe von 2,5 Metern geschrieben, jedoch auch von Nestern in Erdhöhlen.


    Woher kommt die Geschichte, daß Seeley angeblich behauptet, das Bienen gerne weit über Bodenhöhe leben wollen?


    Gefunden habe ich diesen Link:
    www.springerlink.com/content/yw83118362337h66/
    Der dortige Text sei von 1977, den Text den ich gelesen habe mit den Daten "groundlevel" ist von 1976. Kann jemand den Unterschied erklären?
    Hat jemand die Datei von 1977?


    Viele Grüße
    Konstantin

    Auf dem Weg


    Hallo Drohn,


    das ist möglicherweise die beste Antwort.
    Wir sind alle auf dem Weg.


    Macht die Angabe einer Behandlungsmethode doch den Anschein als ob wir eine dauerhafte Lösung gefunden haben.


    Alle sogenannten "Nichtbehandler" sind meines Erachtens Forscher.
    Sie sind auf dem Weg eine Lösung zu suchen / finden.


    Auf die Frage wie man behandelt kann man auch sagen:


    Ich bin Mitwirkender im dezentralen Forschungsprojekt varroatolerante Bienenhaltung.


    Das klingt ganz anders als "Nichtbehandlung" und riecht nicht nach "Verwahrlosung". Gleichzeitig hat man weiterhin alle Freiheiten laufend das eigene Verhallten anzupassen anstatt eine Methode immer und immer wieder zu wiederholen.


    Viele Grüße
    Konstantin

    Was wäre mit
    "Naturbehandler"
    ??


    Das könnte heißen:
    Die Natur machen lassen. (gar nix machen)
    Mit natürlichen Mitteln behandeln. (zb Zucker / Oxalsäure??)
    Die harte Selektion der Natur unterstützen. (kleine Völker auflösen etc)


    Sagt zwar auch nicht im Detail was passiert, ist aber kein Nicht-Wort.


    Gruß
    Konstantin

    Liebe Sabine,


    bitte bleib achtsam bei der Wortwahl. Diese Formulierung ist eine Unterstellung:


    und die Völker gehen an immer weniger Milben über den Jordan.


    Und zwar unterstellt es, daß die Milbe die einzige Ursache ist.
    Mein Vorschlag ist das Wort "an" zu ersetzen mit "bei".


    Viele Grüße
    Konstantin

    Nachtrag:
    Gibt es eigentlich einen Beweis, daß es KEINE einzigen Völkerverluste gibt sofern alle Völker einer Region chemisch gegen Varroen behandelt werden?


    Ich bezweifel dies. Daher kann, zumindest nach meiner Logik, KEIN Rückschluß gezogen werden, daß wenn Völkerverluste bei chemisch behandelten Völkern entstehen, in der Nähe "unbehandelte Milbenschleudern" stehen und diese am Verlust schuld sind.


    Gruß Konstantin

    "Nichtbehandeln" ist auch völlig fehl am Platz denn das Wort beinhaltet:
    Hand


    Sobald wir mit der Hand an die Beute gehen, selbst wenn wir sie nur liebevoll streicheln, dann ist das Be-Hand-eln.


    Das Wort "Nichtbehandeln" sollten wir auf jeden Fall streichen.


    Mein Beispiel mit dem DDT hinkt gar nicht.
    Was bringt es uns ob ein Imker schreibt: Garantiert DDT frei!
    Aber wenn einer sagt: Garantiert Perizin frei!
    Dann sagt das zumindest den Kollegen etwas.
    Für den Kunden sieht beides gleich aus. Klingt gut, klingt nach giftfrei und wird beim Kauf bevorzugt. Der Kunde hat doch (meist) keine Ahnung von DDT oder Perizin.


    Das mit dem "Nicht" hat im übrigen auch der Altmeister der Permakultur, Masanobu Fukuoka zum Thema: Er nannte seine Landbaumethode die Nicht-Tun-Landwirtschaft. Wobei häufig darunter Nichts-Tun-Landwirtschaft verstanden wurde. Dieser kleine Buchstabe "s" ändert allerdings den Sinn komplett. Mit "s" bedeutete es, daß gar nichts getan wird, was nicht stimmt. Die erste Version ohne "s" bedeutet, daß er alle unnötigen Handlungen unterläßt.


    Daher gibt es einen weiteren Vorschlag:
    Nicht-Tun-Imkerei


    Aber läßt sich damit ein anständiger Honigpreis erzielen? Wenn man doch vermeintlich nichts zu tun hat? (Hups, da ist mir wieder ein "s" rein gerutscht... und hat das nicht in s nichts verwandelt...)


    Viele Grüße
    Konstantin