Beiträge von KonstantinKirsch

    Konstantin, mach nich so'n Wind mit deinem kurzen Hemd!:roll:
    Esoterik ist die "do it yourself" Religion für abgenzungsgeile Spinner.


    Hallo beetle,


    da ich keine Ahnung habe was Du unter "kurzem Hemd" verstehst bitte ich Dich den Standpunkt des Disskussionsgegenübers anzunehmen und für diesen zu argumentieren. Vielleicht verstehe ich dann was Du meinst.
    siehe:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=25808&p=281371#post281371


    Dabei kannst Du gerne auch erklären wie Du zu dem Begriff "abgrenz... Spi..." gekommen bist.


    Du kannst auch gerne bei Wikipedia die Erklärung zu Esoterik ergänzen mit Deiner Erklärung "...Spinner". es wäre interessant zu sehen ob dies als Kurzfassung des recht langen Textes die Zustimmung der Wiki Gemeinde findet.


    Ansonsten rege ich an, dass Du in Zukunft Deine Wortwahl ergänzt mit den Worten "für mich":
    Esoterik ist für mich die ...


    Gruß
    Konstantin

    Meiner Einschätzung nach ist der Titel des Themas (Ohne Bienen kein Humus!) etwas unglücklich gewählt. Dieser Satz fordert regelrecht zu Widerspruch auf. Besser wäre gewesen: Bienen und Humus; Bienen fördern Humus; Zusammenhang Bienen und Humus etc.
    Für die Autodenker wäre vielleicht passend: Bienen sind wie Zündkerzen bei der Entstehung von Humus.
    Man schreibt auch nicht: Ohne Zündfunke kein Auto.
    Das Auto wäre nämlich ohne Zündfunke schon da, nur kommt man damit nicht recht vorwärts. Über diesen Vergleich kann der Unterschied zwischen Bio-Abfall und dem vermuteten Beitrag der Bienen für den Humus besser erklärt werden. Biomasse (Hundesch... etc) würde sich ohne jegliche Mikroben im Boden nicht zu Humus verwandeln. Doch ob die Bienen eine zentrale Rolle spielen die Mikroorganismen durch den Winter zu bringen kann ich nicht einschätzen.


    Viele Grüße
    Konstantin

    Für Esotherik hab ich nunmal nix übrig. Nur wer die Ursachen nicht kennt wird, hinter allem und jedem irgendwelche Geheimnnisse vermuten. Ist ja auch bequemer, als der Sache auf den Grund zu gehen. Zur Zeit ist Mystik wieder im Kommen - aber auch das vergeht wieder.


    Hallo ralf_2,


    solange Du noch nicht mal das Wort "Esoterik" richtig schreibst gehe ich nicht davon aus, dass Du irgendeine Ahnung hast von dem für das Du nix übrig hast.
    Lies doch zumindest mal diesen gesamten Text durch:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Esoterik


    Esoterik umfasst weit mehr als das von dem Du Dich abgrenzen willst. Durch Deine Art zu schreiben zeigst Du offen, dass Du Dich mit diesem Thema noch nicht wirklich beschäftigt hast. Du kommst mir vor wie ein 5-jähriger der sich abfällig darüber äußert was Erwachsene in ihrem Schlafzimmer anstellen. Man kann manche Sachen weder verstehen noch fühlen solange man nicht reif genug dafür ist und "eingeweiht" wurde.


    In anderen Worten: Versuch mal einem Menschen zu erklären wie eine Banane schmeckt sofern dieser noch nie eine Banane gekostet hat. Für diesen Banane-Nicht-Kenner ist der Geschmack einer Banane etwas esoterisches. Er kennt es nicht - bis er zum ersten Mal reingebissen hat.


    Viele Grüße
    Konstantin

    Vor wenigen Tagen war ich auf einem 15 km entfernten Aussiedlerhof. Dort leben mindestens drei wilde Bienenvölker in jeweils ca. 40 Meter Abstand. Zwei davon in Steinwänden, eins in einer hohlen Kirsche. In der Kirsche ist dazu noch ein Hornissennest in einer weiteren Baumhöhle...
    Die dortigen Bewohner meinten, dass die Bienen immer durch den Winter kommen. Normale Bienenstände sind in der Nähe nicht bekannt.


    Diese Situation will ich die nächsten Monate und im Besonderen im kommenden Frühling genauer beobachten.
    Sollten beispielweise alle drei Völker durch den Winter kommen würde ich gerne daraus entstehende Schwärme fangen.


    Gruß
    Konstantin


    Das ist unwissenschaftlicher, esoterischer Unfug. Wo soll das denn bitteschön stehen?


    Diese Frage ist ein Widerspruch in sich. Sofern die von Dir kritisierte Aussage esoterisch wäre, also ein Wissen von Eingeweihten, welches Buch sollte Bernhard Dir nennen können? Es wäre für Dich nicht zugänglich weil es für Dich als vermutlich nicht Eingeweihten unzugänglich wäre.


    Lies doch bitte mal nach was das Wort "Esoterik" bedeutet und nutze es nicht wie ein Todschlagargument nur weil Du etwas nicht verstehst oder Dir nicht vorstellen kannst.


    Und was machen die Windbestäuber?


    Die freuen sich über fliegende Bienen, die über den Luftwirbel beim Pollenernten den nötigen Wind herstellen um die sogenannten "Windbestäuber" zu bestäuben. Achtung: dies ist kein esoterischer Quatsch sondern von mir höchst persönlich bei Haselbüschen beobachtetes Faktum.


    Glaubst Du nicht, dass unsere Pflanzen ihre eigenen Symbionten selber hegen können ? Es gibt sie schon deutlich länger als die Honigbiene, ich darf doch wohl bitten.


    Das ist jetzt wohl Unfug. Woher willst Du wissen, dass es Pflanzen länger als Bienen gibt??? Warst Du dabei?? Wohl kaum. Du hast vermutlich es so gelernt und stellst Deinen GLAUBEN als Faktum dar. Pfui. :evil:


    Gruß
    Konstantin

    Hallo honigbienchen,


    ich hatte die Bilder versehentlich von meinem Server gelöscht. Jetzt sind sie wieder online.
    Den kleinen Fütterer benutze ich im übrigen nicht mehr.


    Gruß
    Konstantin

    Seit Wochen ist ein Baum in meinem Garten ein summendes Musikwerk und das praktisch rund um die Uhr!. Neben den geliebten Honigbienen finden sich Wildbienen, Hummeln und Fliegen. :Biene: :Biene: :Biene:


    Es ist der "lederblättrige Weißdorn", Crataegus x lavallei 'Carrierei'
    siehe: http://www.baumkunde.de/Crataegus_x_lavallei_Carrierei


    Ich hatte mehrere Exemplare dieser Baumart gepflanzt. Einer kam durch und blüht jedes Jahr zuverlässig über viele Wochen.


    Grüße
    Konstantin

    Bei mir ist jetzt auch ein Schornstein-Schwarm aufgetaucht!
    Jedoch ist der Schwarm in eine voll eingerichtete "Wohnung" eingezogen. Will sagen, das Rohr ist voll mit Waben. Über einen Meter Länge alles zugebaut mit alten Waben. Da war das Saugen mit einem Ascheabscheider nur der Auftakt um zu erkennen was los ist. Da der Kamin ab Herbst wieder genutzt wird müssen die Bienen raus. In den nächsten Tagen wollen wird dies, gut gesichert mit Klettergurt und Seilen, angehen.


    Gestern kamen die Bienen raus. Das Wabenwerk war weit größer als vermutet: ca. 2 Meter Länge! bei ca. 20 cm Durchmesser. Geschätzte 2 kg Bienen konnten lebend geborgen werden, dazu ein paar kg Honig (nach meinem Geschmack mit leichter Rauchnote...)


    Die Waben waren definitiv nicht vom aktuell eingezogenen Schwarm gebaut.
    Wir haben gar keine neuen Waben gefunden. Warum sollten sie auch bauen, war genug Hohlraum vorhanden um Nektar / Honig einzulagern.


    Wer mal eine ähnliche Aktion vor hat meine Erfahrungen:
    Nützliches Werkzeug war zu Beginn Staubsauger mit Ascheabscheider, ein Tapetenmesser und eine Wurstzange um die gelockerten Waben zu ziehen.
    (von der Revisionsklappe aus möglich)
    Für den Einsatz von oben reichte dies nicht aus. Dazu wurde der Saugschlauch zwischen Abscheider und Langdüse um 3,5 Meter verlängert. Zum Abtrennen der Waben von den Wänden half ein Rindenschäler mit 2m Stiel. Zum Herausheben der Waben half ein Müllgreifer und ein schmaler Kinderrechen. Nach der Entfernung der Bienen und groben Wabenmenge half ein Erdlochausheber Typ "Ruhrdachs" um die runden Wände möglichst sauber zu kratzen. Gesichert war ich bei der Aktion mit PSA von SKT (Persönliche Schutzausrüstung der Seitklettertechnik). Die "geernteten" Waben wurden so gut es ging mit dem Sauger von Bienen befreit und in ein Entdeckelungsgeschirr gelegt. Dort wurden sie von Hand gequetscht und der Honig tropfte durch. ... viel Kleberei, doch für eine echte Pressung in einer Mostpresse war es mir zu viel leeres Wachs als uralt-Waben, zu wenig Honig und zu viele tote Bienen.


    Nun, leider geht so eine Aktion nie ohne tote Bienen. Wir haben so gut es geht gerettet was ging auch wenn sie schwer verklebt waren. Die im Ascheabscheider gesammelten Bienen haben wir umgehend mit Wasser gewaschen und dann in einer Multibox in die Sonne gestellt. So konnten sie sich schnell trocknen.


    Gesamtaufwand der Aktion ca. 9 Stunden mit Aufbau/ Abbau und Reinigung der Werkzeuge.


    Der Auftraggeber hat sich im übrigen sehr erkenntlich gezeigt in dem er mir die gesamte PSA finanziert hat.


    Viele Grüße
    Konstantin

    Bei mir ist jetzt auch ein Schornstein-Schwarm aufgetaucht!
    Jedoch ist der Schwarm in eine voll eingerichtete "Wohnung" eingezogen. Will sagen, das Rohr ist voll mit Waben. Über einen Meter Länge alles zugebaut mit alten Waben. Da war das Saugen mit einem Ascheabscheider nur der Auftakt um zu erkennen was los ist. Da der Kamin ab Herbst wieder genutzt wird müssen die Bienen raus. In den nächsten Tagen wollen wird dies, gut gesichert mit Klettergurt und Seilen, angehen.


    Viele Grüße
    Konstantin

    Die umstrittene Multibox hat mir schon gute Dienste als Transportbox für Kunstschwärme geleistet. Für das Einfangen von größeren Schwärmen ist sie jedoch ziemlich klein. In der Tageshitze und bei Aufregung der Bienen kann es ihnen darin leicht zu warm und eng werden. Die Kiste wird aus einzelnen Teilen zusammen gesteckt und an den Übergängen mit Drähten verbunden.


    Das habe ich mir eine Zeit lang angeschaut und dann aus den Teilen eine Multibox-XL gebaut:



    Ergänzt mit Einkehrtrichter, der mit Naturbau-Gummis befestigt ist, kann der Schwarmfang starten…



    Geöffnet wird die Kiste so:



    Jeder Schwarm ist anders in Höhe, Lage, Größe. Die Multibox XL ist für mich kein Allheilmittel, jedoch ein praktisches Werkzeug, dass ich mittlerweile bei ca. 50% der Schwärme nutze.


    Grüße
    Konstantin

    Am Samstag 7. Mai konnte ich mich schon etwas an schwindelnde Höhen gewöhnen: Ein Bienenschwarm hing auf ca. 7 Meter Höhe an einem dicken, waagerechten Eichenast. Der Schwarm konnte mit langer Leiter und Rohr geholt werden und ist glücklich in seinem neuen Haus. Am Sonntag jedoch kam es richtig dicke: Ein kräftiger Schwarm in 10 -11 Meter Höhe! Sofort habe ich Lukas, meinen Freund und Imkerlehrer angerufen, der schon auf dem Weg zu mir war (er hat ein gutes Gefühl wann Schwärme fallen).
    Der Weg zu dem Baum ging durch ein Dickicht aus Rosen und Weißdorn…
    Als Basis diente eine 5 Meter Obstbaumleiter mit Stützen. Darauf haben wir eine 7 Meter Anlegeleiter gelehnt und beide mit Spanngurten fest verbunden. In ca. 6 Meter Höhe habe ich die längere Leiter an einen Eichenast gegurtet. Als Zubehör diente das Seifertsche Schwarmfangrohr (4m Länge). Also rein in den Schutzanzug, rauf auf die Leiter und oben im Rohrtrichter einen Pumpwassersprüher um den Schwarm zu befeuchten. Beim schwankenden Hantieren verklemmte sich der Rohrtrichter in einer Astgabel und beim Versuch ihn zu befreien hat sich der Trichter gelöst und ist mit dem Wassersprüher abgestürzt… und im Dornenbusch hängengeblieben…
    Nächster Schritt: Teleskop-Astschere (4m Länge) genommen und störende Äste entfernt. Wassersprüher wieder in den aufgesetzten Trichter, … und wieder ist er hängen geblieben und abgestürzt…
    Den Rohrtrichter habe ich nun mit mehreren Gummis am Rohr fixiert (das original Dichtungsgummi wäre ideal gewesen, aber lag nicht in der Nähe) und endlich konnte ich den Schwarm gut befeuchten.
    Als nächstes das Rohr ohne Sprühflasche und ab in dem Schwarm damit… Nur, das Problem war, dass die Bienen in einem dicht belaubten, eng verzweigten Ast hingen. Es lösten sich fast gar keine Bienen. Die wenigen im Rohr haben wir an der neuen Beute aufs Einlaufbrett gegeben und fanden darin leider keine Königin.
    Ein weiterer Anlauf schien unmöglich, denn aus diesem Ast kann ich mit dem Rohr keine Bienen “schütteln”. Also haben wir uns zu einem drastischen Schritt entschlossen: Mit der Teleskopschere den Ast mit dem Schwarm abschneiden! Dazu musste ich auf der Leiter noch höher klettern, richtig zielen und beidhändig die Schere bedienen, … sofort eine Hand von der Schere genommen und wieder an der Leister angefasst… und den ganzen Schwarm über uns abregnen lassen… Dann hieß es warten… im starken Brausen…
    Der neu entstehende Schwarm bildete etwas niedriger in “nur” ca. 9-10 Meter Höhe. Angenehmerweise nun jedoch an einem unbelaubten Ast. Also wieder rauf auf die Leiter, mit dem Rohr gezielt und ca. 1kg Bienen erwischt. Plötzlich durchfährt mich ein starker Schmerz… eine Bienen hat durch die Damenstrumpfhose und den dicken Lederhandschuh gestochen. Zügig zum neuen Standort gelaufen (ca. 100m) und ab aufs Einlaufbrett: keine Königin. Nun denn, zweiter Versuch.
    Dann endlich konnte ich eine große Menge Bienen erwischen und die Königin war dabei. Endlich ist der Schwarm in die neue Bienenwohnung eingezogen.


    Wer mein hiermit wäre die Geschichte zu Ende, der irrt.
    Ein paar Stunden nachdem (!) alle Bienen in der Beute waren ist der Schwarm wieder ausgezogen. Angenehmerweise hat er sich in nur 4 Meter Höhe in einer Felsenbirne gesammelt. Umgehend habe ich sie mit einem Schwarmfang-Siebkasten gefangen:



    Nun konnte damit die Königin finden und mit einem Clip fangen. So konnte ich die Bienen “lehrbuchmäßig” in die Beute einlaufen lassen: Am Flugloch die Königin im Käfig, ein paar Bienen dazu geben und dann die Königin freilassen, sie läuft in den Hohlraum, die Bienen hinterher, Stück für Stück, mit einer Suppenkelle weitere Bienen … langsam … dazu geben, ein Strom an einziehenden Bienen entsteht… Alles perfekt gelaufen. Bienen drin, die Nacht kann kommen.



    Durchs Warre-Kontrollfenster habe ich eine wunderbare Bienentraube in der Kiste sehen können - alles super.
    Am nächsten Morgen flogen sich die ersten Bienen ein, der Standort schien ihnen zu gefallen. … Doch dann um 12 Uhr fliegt der Schwarm plötzlich wieder raus und hängt sich in äußerst angenehmer Arbeitshöhe von nur noch 1,5 Meter in eine Thuja.
    Also wieder ran an die flotten Bienen und ab in den Siebkasten. Kurze Zeit später bildet sich eine erneute, kleine Bienentraube am Thuja-Ast. Hatte ich die Königin nicht erwischt? Also zweite Ladung gefangen mit Metalltrichter und Multibox. Dann konnte ich beobachten welche der beiden Kisten mehr herumfliegende Bienen anlockt. Offensichtlich war die Königin im Siebkasten.
    Also Bienen gesiebt und nach der Königin gesucht: … na da ist sie ja … her mit dem Clip und klapp, gefangen, … denkste, kurz vor dem Schließen des Clip düst die Dame raus und fliegt davon. sie dreht noch ein paar Ehrenrunden und weg ist sie.
    Nun denn, die Bienen werden sie finden: Siebkasten ausgeschüttelt und Multibox geöffnet. Und warten …
    Und dann passiert was ich nicht ahnte: Die Bienen sammeln sich in (!) der geöffneten Multibox. Da war die Dame doch tatsächlich in die geöffnete Kiste hinein geflogen anstatt dass die Bienen rausgeflogen sind.
    Also ab mit dem Schwarm nochmals in den Siebkasten und Pause. Kiste in den Schatten und Durchschnaufen.
    Schnell zum Baumarkt und ein paar Bretter besorgt um das Einlaufbrett umzubauen. Der Übergang Brett zu Beute mit Bettlaken hat mir nicht gut gefallen.
    Während dem Sägen und Schrauben hebt sich der Schwarm plötzlich ab und fliegt hoch in der Luft! Doch er fliegt nicht weg, denn die Königin kann nicht aus der Kiste. Ich zügle meine Neugier und schaue nicht in den Siebkasten. Die Bienen fliegen wieder zurück. Puh, die Königin ist wirklich in der Kiste!
    Also schnell das Einlaufbrett fertig gebaut und einen ganz neuen Standort mitten im Wald gebaut. Das Einlaufbrett befestigt und es kann los gehen:



    Beim Öffnen des Siebkastens haben wir die Königin gefunden, beim zweiten Versuch auch mit dem Clip erwischt und in einen Ausfresskäfig mit Futterteig gesteckt. Ab in die Kiste und Schwarm hinterher … und alles gut.
    Morgens noch mal geschaut. Alles sieht gut aus. Ich dachte, die Bienen sind nun glücklich. Oberste Zarge war komplett voll mit geketteten Bienen, 2. Zarge zu einem Viertel!


    Doch am Mittag ist der Schwarm wieder ausgezogen und in schwindelerregender Höhe (ca. 30-40 Meter) über den hohen Eichen davon gezogen. Den Ausfresskäfig haben sie sehr schnell geleert und sind dann los. Immerhin wurden in den wenigen Stunden mehrere Waben gebaut. Kurze zeit später kam ich auf die Idee, dass der sehr große Schwarm vielleicht eine 3. Zarge vertragen hätte. Außerdem hätte ich zwischen unterster Zarge und den zwei oberen Zargen ein Absperrgitter legen können um den Schwarm zu zwingen in der Beute zu bleiben.


    Vorgestern hörte ich von einer Nachbarin (500 m Entfernung), dass in einem Gebäude in ihrer Nähe ein Bienenschwarm eingezogen ist. Die Beobachtung von ihr und einem weiteren Nachbarn legen nahe, dass es genau dieser Schwarm gewesen ist. Nur komme ich hier nicht dran. Ich müsste ein Eternitdach öffnen, dann Dachpappe entfernen, ein Holzdach wegsägen und irgendwo in der Unterkonstruktion könnte ich nach den Bienen suchen... Nee, da lass ich sie lieber wo sie sind und beobachte ihr Treiben ab und zu. Vielleicht überstehen sie den Winter und beschenken mich nächstes Jahr mit einem Schwarm.


    Gestern hat sich einer weiterer Schwarm in luftiger Höhe gesammelt. Jetzt waren es ca. 12 Meter... Ich konnte nur zusehen und warten. Heute vormittag ist er dann auf große Reise geflogen anstatt sich mir in erreichbarer Höhe zu zeigen.


    Es ist eine gewisse Herausforderung Warre-Schwarm-Imkerei zu betreiben bei 30-40 Meter hohen Eichen als Grundstücksumgebung...


    Neben all den Herausforderungen sind jedoch schon drei Schwärme erfolgreich in ihren neuen Behausungen untergebracht worden und bauen Waben, tragen Tracht usw.
    Diese drei Schwärme hatten keine Kellerhaft, keinen Ausfresskäfig etc. sie waren sofort zufrieden mit meinem Angebot. Mal sehen wie es weitergeht. Ich erahne für Morgen den nächsten Schwarm...


    Grüße
    Konstantin

    Nochmal: das "bescheiden" bezog sich auf die Anforderungen, die gewöhnlich an die Bienen und die Ernte gestellt werden - da sollte man mal hinterfragen, ob das alles so richtig und gut für die Bienen ist.
    Und genau DA kommt dann der BWL-Teil dazu: je weniger Arbeit ich habe, desto kostengünstiger kann ich ernten, und dann reicht mir auch deutlich weniger Honig für denselben Ertrag.


    Sabines Aussagen erinnern mich an die Landwirtschaft von Masanobu Fukuoka (http://de.wikipedia.org/wiki/Fukuoka_Masanobu)
    Sein Weg lautet: Zuerst überlegen welche Arbeit unterlassen wird anstatt sich sofort in Handlungen zu stürzen. Fukuokas Bücher sind philosophisch und praktisch zugleich. Nach 40 Jahren hatte er die gleichen Hektar Erträge an Reis wie die High-Tech-Agro-Landwirte seiner Region. Jedoch bei so gut wie KEINEN Kosten.
    Gut, 40 Jahre ist eine lange Zeit. Doch es geht auch schneller, denn betriebswirtschaftlich macht es sehr viel Sinn 50% weniger zu ernten wenn man 90% an Kosten spart.
    Laut den Texten von Fukuoka ist die Produktqualität durch den Nicht-Tun-Anbau deutlich gestiegen. Obwohl sein Konzept schlüssig ist und er mit herausragendem Beispiel seine Thesen bewiesen hat gehen immer noch viele Menschen den technischen Weg des sehr hohen Energieeinsatzes um Probleme zu lösen.


    Doch es scheint absehbar, daß die Zeit des billigen Öls (Stichwort Peak Oil) sich dem Ende neigt und dann vieles an bisher üblichem Handeln unterlassen wird, weil es einfach gar nicht mehr bezahlt werden kann. Beispielsweise möcht ich mal wissen wie die AS und OS Behandler diese Säuren selber gewinnen wollen sollte man diese Produkte nicht mehr kaufen können, oder sollte man nicht mehr tanken können um zum Geschäft zu fahren. usw.


    Ob und wann ein System Kollaps kommt will ich jetzt nicht debattieren. Die Möglichkeit besteht jedoch. Und dafür finde ich es sehr wertvoll wenn z.B. Sabine einen Weg sucht mit möglichst wenig Aufwand den Bienen ein gesundes Leben und Überleben zu ermöglichen.


    Viele Grüße von Konstantin, der aktuell überlegt ob er diesen Text lieber nicht geschrieben hätte, weil er sich immer wieder überlegt welche Handlung er weglassen kann...

    Wegwerfmentalität mag sich kurzfristig ökonomisch rechnen. Aber was ist, wenn der Lieferant nicht liefert, weil er zB kurzfristig insolvent wurde? Was ist wenn Benzinpreise explodieren oder LKW Fahrer streiken? Dann sind hoffentlich noch alte Rähmchen da.


    Also: wenn schon neue Rähmchen, dann zuerst die neuen bestellen und erst nach Erhalt die alten ins Feuer geben.


    Oder im blinden Vertrauen in den Turbokapitalismus immer alles just in time bestellen und dann eines Tages böse aufwachen...


    Mir ist Unabhängigkeit lieber. Aber jeder wie er mag.


    Viele Grüße
    Konstantin