Beiträge von Berggeist

    Da sich die Frage nach dem Alter der Königin hier im Faden häuft, mal die Gegenfrage, woher kommt die Annahme, dass Königinnen nach max. 2 Jahren nicht mehr zu gebrauchen sind?

    Es ist schon mehrfach nachgemessen worden, dass die Leistung mit dem Alter abnimmt. Sowohl die Größe als auch die Menge der Eier nimmt wohl ab. Mit der Größe wahrscheinlich auch die Qualität.

    Eine Quelle dafür hab ich momentan nicht aber hab es schon öfter gelesen von glaubwürdigen Quellen.

    Es gibt einen guten Grund für die Verwendung von Zuchtstoff:

    Der Züchter könnte als Mutter eine Königin ausgesucht haben, die ihm noch besser gefällt als eine, die er verkauft hat.


    Alles andere spricht in meinen Augen gegen dieses Verfahren (bei diesen Voraussetzungen).

    Man bewertet zwar mehr Königinnen (mit recht großem Aufwand), aber eine Generation später. Bei gutem Erfolg ist es mindstens schwierig, wenn nicht gar unmöglich wieder auf die gleiche Zuchtmutter zurückzugreifen.

    Diese Bewertung einem erfahrenen Züchter zu überlassen, ist sicher keine schlechte Idee.

    Kein Züchter wird Königinnen oder Zuchtstoff abgeben, von dem er nicht selber überzeugt ist. Man kann also durchaus genau so gut auf die Meinung des Züchters bauen, wie auf seine eigene, durch geringe Erfahrung, wenig belastbare.


    Bei der Aufzucht und Begattung kann auch noch einiges schief gehen. Wenn ich dann meine Zuchtmutter am Stand habe, ist es oft problemlos möglich noch mal zu starten. Beim Zuchtstoff ist das weit schwieriger.

    Noch angenehmer ist es, wenn mir später auch die Töchter gefallen.


    Eine oder zwei begattete kaufen, im Kunstschwarm einweiseln, im zweiten Jahr als Wirtschaftsvolk führen. Parallel schon mal ein paar Testköniginnen davon nachziehen und wenn beides zusagt, kann man im dritten Jahr jede Menge davon machen. :)

    90% Begattung ist auch kein Problem da drin

    Sind deine Erfahrungen älter als von 2020?


    Der Begattungserfolg ist normalerweise um einiges niedriger in den Kombi-Kisten als bei einzeln stehenden Kästen.


    Das Flugloch auf verschiedenen Seiten ist nicht so unproblematisch beim Vereinigen, wie du es hier darstellst.


    Der Mehrfachboden sollte vielleicht passender mit einem Apidea verglichen werden, als mit einem Ablegerkasten. Wenn man dies macht, hat er durchaus seine Berechtigung.


    Ich arbeite allerding nur mit 3er Böden, da mir zwei Waben von Anfang an eine zu kurze Nutzungszeit bescherten.

    Das klingt, als hättest du weitaus bessere Bedingungen als BlackPeterle gehabt.

    Definitiv. Die Gegend war nicht so gebeutelt wie viele im Süden.

    Hier war es noch erträglich aber weit entfernt von gut oder Durchschnitt und im Norden hatte so mancher überhaupt keinen Grund zu klagen. Alles pauchaliert aber trotzdem wesentlich differenzierter als alle über einen Kamm zu scheren.

    Am Wetter liegt es meist nur, wenn man selber nix im Topf hat.

    Ob von Alaska bis Texas die Bedingungen gleicher sind, als von Flensburg bis Berchtesgaden kann ich mir nicht vorstellen...

    Ich weiß nicht, wie es in Alaska ist, aber der Großteil der Völker in den USA werden doch von nur sehr wenigen Bestäubungsimkern gehalten, deren Arbeitsweise und Geschäftsmodell zumindest ähnlich ist. Und die sind auch gerne mal im ganzen Land unterwegs mit den selben Bienen. Bei diesen Firmen sind die Bedingungen annähernd geich.

    Ich sehe das nicht als Problem, ganz im Gegenteil.

    Gäbe es nur eine allgemeingültige richtige Arbeitsweise, wäre das auch schon lange in Deutschland so.


    Und wenn man mal so in die Länder schaut, was es so alles gibt, findet man weltweit eine große Auswahl an unterschiedlichen Möglichkeiten.

    Wenn die Arbeitsweisen gleich sind, sind auch die Bedingugnen oft gleich. Hin und wieder dann auch großflächig, wie z.B. in den USA.

    Bei Alltlasten - VVV - sagte Bernhard Heuvel - verkaufen verschenken verbrennen

    Dafür muss man es aber erstmal als Altlast definieren.


    Wenn er einen großen Teil durch verschenken und verbrennen losgeworden ist, dürfte das bei beständigem Meinungswechsel aber sehr ruinös sein.


    Verkaufen hat wiederum einen faden Beigeschmack, da man ja "Altlasten", somit als ungeeignetes Material definierte Dinge verkauft. :/


    Ich glaube nicht, dass wir so viele Systeme hätten, wenn nicht alle irgendwelche Vorteile hätten.

    Einräumig Zander (oder Segeberger) funktioniert gut und hat für viele eine Daseinsberechtigung.