Beiträge von Berggeist

    weil dieser Honig so "rar und damit so wertvoll" ist, dass er nicht und zu keinem Preis verkauft werden kann

    Er hat doch grad 3 Karton gekauft von dem ach so raren Honig. Das ist Basargefeilsche. Wenn man Rabatte gibt, muss man die vorher aufgeschlagen haben.

    Man macht sich oft zu viele Gedanken über Standorte und Ausrichtung .

    Man kann sich gar nicht genug Gedanken um den Standort machen. Glas und helle Wände sind für Bienen ein Problem. Sie lernen (oft) damit umzugehen, aber es ist ein schmerzhaftes Lernen und meist eine vollkommen unnötige Belastung. Viele Einzeltiere bleiben dabei auf der Strecke. Such dir einen passenderen Platz.

    Entschuldigung, es war das JKI und nicht das BfR. Das BfR hatte aber Studien des JKI für eine Bewertung genutzt. Darum die Verwechselung.

    Damals stand es deutlicher in einer Veröffentlichung. Heute habe ich, auf die Schnelle, das dazu gefunden:

    Zitat

    Die Dosierungen werden so gewählt, dass bei der niedrigsten möglichst keine und bei der höchsten alle Bienen einer Versuchsgruppe sterben. Die Dosis, bei der genau 50 von 100 Bienen sterben (= LD50), wird errechnet.


    Dann trotzdem noch zu deinen Fragen:

    Beim LD50 Wert handelt es sich nicht um den Wert, bei dem 50 Prozent der Versuchstiere sterben, sondern um den Durchschnittswert von dem, bei dem alle sterben und dem, bei dem keines stirbt. Das ist ein kleiner aber durchaus wesentlicher Unterschied.

    Ob bei anderen deiner Aussagen ähnliche kleine Unterschiede zu finden sind, kann ich nicht beurteilen. Dafür bin ich nicht informiert genug. Es sollte keine wissentliche Falschaussage unterstellen.

    Und was ich eigentlich schon sehr oft erwähnt habe:

    Dr. Gerhard Liebig wiederspricht mit seiner Aussage zur Vergiftung von Bienenvölkern mit Clothianidin im Jahr 2008 dem Abschlussbericht der Studie von Hohenheim, deren Leiter er war.

    Es sei denn, man geht davon aus, dass ein Bienenvolk zu mehr als 2/3 aus Flugbienen besteht.

    Die Aussage, dass kein Volk gestorben ist, ist nicht zu belegen. Trotzdem wiederholt er sie ständig, immer noch. Warum? Er legt überhaupt keinen Wert darauf zu erwähnen, dass eine große Anzahl Völker zu einem erheblichen Teil geschädigt wurden. Nachweislich geschädigt wurden. Die Entschädigung lief auf Kulanzbasis. Nichts verpflichtendes. Die Mais säenden Landwirte haben keine Regel gebrochen. Ist das gut so? Zu dem Zeitpunkt hatte das Mittel sogar noch eine Zulassung für Raps, wenn ich mich recht erinnere.

    Versuch mal eine Vergiftung beweissicher aufzunehmen. Fast unmöglich. Du bekommst die passenden Leute einfach nicht zeitnah herbei. "Wir haben grad die Klemptner im Haus, ich kann nicht" Die zu erreichenden Polizisten haben nicht das nötige Fachwissen. Das tue ich mir für 4 Völker nicht an, wenn ich es überhaupt bemerke. Dass ich ausgerechnet an diesem Tag zu den Völkern komme, ist doch schon ein ungeheurer Zufall. Ach, fast alle Völker tot. Oder "komisch, die wachsen ja gar nicht." Scheiß Varroa.

    Wenn ich die Überschrift noch mal zurück hole, hilft es sehr viel, Völker nicht dort aufzustellen, wo man eine PSM-Belastung vermutet. Leider bewahrheitet sich die Vermutung wesentlich häufiger, als in den nachgewiesenen 29 Fällen vorgegaukelt wird.

    Ich habe ein auffälliges Verhalten meiner Bienenvölker beobachtet und anschließend das Feld gefunden, wo zu diesem Zeitpunkt Weihnachtsbäume gegen Lausbefall behandelt wurden. Die Völker waren äußerst aggressiv und auf der freigeschnittenen Flugschneise befanden sich viele flugunfähige, orientierungslos erscheinende Bienen im kurzen Gras.

    Dies taucht nicht bei den 29 Fällen auf, da es außer einer eventuellen geringen finanziellen Entschädigung für mich nur Nachteile gebracht hätte, die in keinem Verhältnis zu der Entschädigung gestanden hätten. Hätte der Weihnachtsbaumerzeuger dann noch regelgerecht mit einem zugelassenen Mittel behandelt, wäre sogar diese Entschädigung noch weggefallen. Ebenso, wenn noch ein weiterer Bestand im Flugkreis gewesen wäre und ich das Fehlverhalten nicht einem Verursacher hätte nachweisen können. Das sollte man bei der Nennung von solchen nachgewiesenen Fällen stets im Hinterkopf behalten. Die Völker sind nach der Beobachtung abgewandert worden. Es handelte sich um 4 Völker, von denen eines schwach, die drei anderen gar nicht den Winter überlebten. Das muss nicht an einer Vergiftung gelegen haben. Bei der Betrachtung der anderen Völker erscheint es aber sehr wahrscheinlich, dass es einen Zusammenhang gab.

    Das Fazit daraus wird nicht nur bei mir sein, Völker in diesem Gebiet nicht mehr zu positionieren um die Völker zu unterstützen. Ich hielte es für sehr angenehm, wenn die Völker diese Unterstützung gar nicht brauchten.

    Und bei den hier dankenswerterweise etwas besser beleuchteten Studien, missfällt mir schon seit langem, dass es möglich ist, dass der Leiter einer Untersuchung jahrelang mit Aussagen durch die Gegend tingelt, die dem Abschlussbericht der Untersuchung wiedersprechen.

    Wie kann das sein? Kann sich dann jeder die gefälligere Aussage des Experten zunutze machen?

    Die hier gewählte Formulierung und Beschreibung zum LD50-Test ist auch nicht konform zur beschriebenen Vorgehensweise des BfR. Stimmen die anderen Angaben? Ich weiß es nicht.

    Solange es noch so viele Unwägbarkeiten und Rätsel zu Zulasungsbedingungen gibt, fördere ich meine Völker, indem ich Gegenden mit möglichem, offensichtlichem Pestizideintrag meide. Mehr kann ich nicht tun. Es erscheint mir aber hilfreich.

    Das ist keine Frage des Stundenlohns

    Doch. Es gibt diese Leute nicht, weil es unattraktiv ist, so als Springer zu arbeiten. Die müssten auch ein Auskommen haben, wenn mal weniger oder keine Imker verunglücken oder erkranken. Oder bei den Einsätzen so gut bezahlt werden, dass sie die Zeiten ohne Einsatz überbrücken könnten. Das will aber keiner bezahlen, selbst wenn es in Form einer Versicherung ist. Wenn die Notfallimker bei einem Auftrag nur so viel verdienen, wie überall, ist es uninteressant. Das Risiko müsste abgedeckt sein.


    Auf diese Weise ist schnell zu erkennen, wenn man ehrlich zu sich selbst ist, ob das Zweck oder nicht.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass es ca. 50 % der heute existierenden Betriebe nicht gäbe, wenn sich die Gründer anfangs nicht ein wenig selber belogen hätten.

    Dir Imkerei hat...

    Wäre es möglich, dass du dir deine Texte noch mal durchliest und korrigierst, bevor du sie abschickst? Wenn du Wert darauf legst, dass sie jemand liest und versteht, wäre das von Vorteil.

    Müsste dann aber wohl mal einen Energieverbrauchsvergleich machen.

    Bei solchen Überlegungen frage ich mich auch immer wo die "Ab"wärme hingeht. In der Küche tut sie im Winter oft noch gute Dienste. Bei einem so großen Wärmeschrank wird wahrscheinlich der Keller (unnötig) aufgeheizt.

    Schneidet ihr die Mittelwände nach um ausreichend Luft im Holzrahmen zu erreichen?

    Normal nicht. Man versucht passende zu kaufen oder zu machen/machen zu lassen.

    Jetzt wo deine zu kalt in die Rähmchen gekommen sind, kannst du, bei waagerechter Drahtung, noch unten ca. 1 cm Luft anschneiden. Auch bei warmen Temperaturen, sonst bröckelt es. Das sollte helfen.

    so dass hier ein Ausdehnen bereits durch das Holz verhindert wird

    genau das ist das Problem.