Beiträge von Berggeist

    Beim Schieden an sich geht es nicht vorrangig um die Wärme.

    Das hört sich am Anfang des Fadens noch etwas anders an von Dir, aber geschenkt. Was ist für dich der vorrangige Grund für das Anpassen des Brutnestes? Und eventuell noch: Welchen Effekt, möchtest Du damit erzielen?

    Eine einheitliche Sichtweise scheint es ja nicht zu geben. Welches die richtige, welches die richtigen Beweggründe sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Darum ganz speziell die Frage an Dich: Warum und wofür die Brutnestanpassung? (Ich bemühe mich sehr, die von Dir bevorzugten Begriffe zu verwenden).

    Ich persönlich habe ein ernsthaftes Problem damit, die Legeleistung einer (jungen) Königin für die folgende Saison bereits im Februar vorherhellzusehen.


    Das Buch von Gerstung liegt mir noch nicht vor, aber mehrere alte Bücher von ebenso geschätzten Bienensachverständigen. Diese habe ich zugegebenermaßen noch nicht alle komplett verinnerlicht.

    gemeinsamer Ortstermin mit Polizei und IV-Vorsitzendem

    nur dass der der Vorsitzende gerade nicht kommen kann, weil er Handwerker zu Hause hat und der Stellvertreter unerreichbar auf der Spätschicht ist...


    Rechnet man den Vandalismus mit dazu, geht es auch in vielen Fällen "nur" um ein umgestoßenes Volk, dass man dann ja auch noch irgendwie retten kann. Schadensmeldung: "Kein bezifferbarer Schaden entstanden." Außer Spesen, nichts gewesen.

    Es gibt genügend Käufer, man muss sie nur finden.

    Da widerspreche ich Dir und wir werden dabei auch nicht auf einen Nenner kommen. Die Anzahl ist begrenzt und die bei Dir kaufen, kaufen nicht bei einem anderen.

    Du erhöhst nicht den Absatz, sondern nimmst ihn anderen Verkäufern weg.

    Die Anzahl an Hochpreiskäufern ist sicher noch ausbaufähig, aber nicht unbegrenzt.

    Mit dem Rat zum anderen Etikett, dem Nichteinheitsglas schielst Du ja genau auf die Kunden der Einheitsglaskunden (die sich ja als Verkäufer von echtem, deutschen Premiumhonig wähnen) . Nur möchte ich jetzt nicht in die pro/kontra Einheitsglasdebatte einsteigen; die wurde schon zu oft geführt.

    entweder ist es soo viel nicht oder niemand meldet es.

    Es ist auch nicht sooo leicht das "ordnungsgemäß" nach Wunsch der Versicherung hinzukriegen. Polizei muss kommen (ob sie viel Ermittlungsaufwand treibt, steht auf einem anderen Blatt). Beim Vereinsvorsitzenden als Zeugen, zur Begutachtung und Schadensschätzung, sieht das ganze dann schon wieder viel schwieriger aus. Das ganze Trallala um die relativ geringe Entschädigung zu bekommen rechnet sich oft nicht. Man muss sich schon aufraffen, um Schäden zu melden, damit genau dieser Eindruck nicht entsteht: "Es passiert ja gar nicht sooo viel."

    Es sollte auch nicht der Eindruck entstehen, man kommt mit Bienenklau immer straffrei durch.

    Also: Polizei sollte immer dazu kommen. Je nachdem, wie voll die Zeitung ist, kommt dann auch ein Bericht in die Zeitung.

    Und noch einmal: Es gibt nicht genug Käufer, die ohne zu murren 7 Euro für 500 Gramm zahlen für den produzierten deutschen Honig. Wer seinen gesammten Honig dafür los bekommt, Glückwunsch!:p_flower01:

    Es fallen aber Honigverkäufer dabei hinten runter. Die machen dann genau das, was hier unterschwellig vorgeworfen wird. Sie verkaufen den Honig billiger um nicht komplett darauf sitzen zu bleiben. Wenig verdienen ist immer noch besser als gar nichts verdienen.


    Die schlechte Stimmung, die die abgewiesenen über den Hochpreisimker verbreiten ist auch nicht zu unterschätzen und sollte nicht einfach beiseite geschoben werden. Da ist es auch vollkommen egal, ob diese begründet ist oder nicht. Das hält nicht nur die Billigheimer fern.


    Von denen, die den höheren Preis bezahlen, sind auch einige sehr preisbewusste dabei. "Nee, den Honig tu ich doch nicht in den Tee! Dafür kaufe ich mir den günstigen von ..." Ein höherer Preis schränkt die Absatzmenge ein. Ein Glas verkauft für 7,- Euro oder drei für 6.- - eine nicht vollkommen unnütze Überlegung.


    Außerdem ist zwischen den Dreieurofuffzighanseln und den gewünschten Siebeneurowunschkäufern noch eine sehr große Spanne, die irgendwann die Nachdenkgrenze erreicht...

    Wenn wir weiter die Gründe rausschmeißen, wird das Schieden irgendwann unsinnig...:/Wärmehaushalt und geordnetere und bessere Honigablagerung habe ich beim Schieden durchaus schon öfter als wichtige Pro-Gründe gehört. Bin gespannt, was übrig bleibt.

    Robinie 7,50 €/kg, Raps 5,60 €/kg, Linde 6,40 €/kg, Wald 6,95 €/kg ..." usw.

    Hier sprechen wir sicher nicht von Margen von 30% da muss dann wirklich auch eine ordentliche Menge durchgehen. Da verlädt der Gabelstabler den Honig auf Paletten, zumindest den Großteil.


    Machen wir uns nichts vor. Es gibt einige Gegenden in denen 7 Euro Endverbraucherpreis pro Glas Honig vollkommen utopisch sind. Da ist 5 Euro schon schwer durchzusetzen. Dabei spielt die Qualität überhaupt keine Rolle, die kann ausgezeichnet sein. Wenn man dann 4 Euro für das Kilo im Eimer bekommt, ist das eine "gute" Möglichkeit seinen Honig zu vermarkten. Nicht wirklich wirtschaftlich, aber bevor er sauer wird... Nicht wenige Imker benötigen eine halbe Stunde Gesprächszeit für den Verkauf eines Glases Honig. "(Ja mit dem Bienensterben das ist so, das sehe ich so...)" Damit hat man beim Verkauf im Großgebinde nichts zu tun. Gut geerntet und abgegeben. Außerdem ist ja auch nicht jedes Jahr in jeder Region gleich. Hier gab es teilweise Rekordernten, während in anderen Regionen gefüttert wurde. Dieser Honig gelangt dann manchmal über zwei/drei Stationen in den Münchner Markt und wird dort für 8-9 Euro pro Glas verkauft. Ist doch in Ordnung.


    Vermarkten kostet auch Geld und Zeit und mann muss es auch können. Nicht jeder ist ein Topverkäufer; viele nichtgutVerkäufer sind aber excellente Imker. Jeder sollte sich darauf spezialisieren, was er am besten kann. Ungünstig finde ich, wenn der Endverbraucherpreis außergewöhnlich gering ist. Das sollte nach Möglichkeit nicht sein.


    Und es ist ja sooo einfach gute Preise zu erzielen. "Ich bin in den letzten zwanzig Jahren meinen Honig immer los geworden. Das ist doch ganz einfach" und dann versuchen anderen Imkern neu erschlossene Verkaufsstellen abspenstig zu machen. Da wird an vielen Ecken ordentlich geprahlt.


    Oder beim Imkermarkt: Mich würde mal interessieren, wie viel von dem dort angeboten Honig verkauft wird? Die Preise halte ich für angemessen, aber wie viele davon werden nur angeboten und es kommt zu keinem Geschäft?

    Wir müssen dann auch nicht davon leben.

    Ja, aber es gibt Menschen, die davon leben. Das ist schwer genug. Da muss denen nicht noch mit zu geringen Konkurenzpreisen dieses Leben noch schwerer gemacht werden. Ach wenn es nicht die Mehrzahl an Imkern ist, dürfte es doch die Mehrzahl an Völkern sein, die von den Berufsimkern betreut werden (zumindest ist es ein nicht unwesentlicher Teil). Diese Berufsimker können sich also die ganzen gemeinnützigen Argumente noch eher ans Revers heften, als die Vielzahl der Hobbyimker. Oder möchten die Hobbyhonigverkäufer mit geringen Preisen eine vergleichbar geringe Qualität belegen?

    Die einheimischen Honigproduzenten konkurieren auch mit dem Weltmarkt; in erster Linie aber mit dem Imker nebenan.

    Warum? Wartet doch ab, was da aus der Zelle rauskommt. Auf die 7-8 Tage kommt es doch nun wirklich nicht an. Zumal ja nebenan im Rähmchen die wohlgeformten ebenso lange brauchen, bis man die Königin zu Gesicht bekommt. Oder liegt es an den zusätzlichen Lockenwicklern oder Schutzkäfigen? Vielleicht sollte man nicht auf gute Ergebnisse setzen und sicherheitshalber parallel noch neue Zellen belarven; aber grundsätzlich würde ich eher nach Aussehen einer Königin selektieren, als nach Aussehen einer Weiselzelle. Wobei diese Beurteilung nach Aussehen auch fragwürdig ist.

    Bei der Auswahl aus einer Anzahl von Schwarmzellen achte ich sehr wohl auf die Größe der Schwarmzellen. Wichtiger als dies ist mir aber der Sitz der Zelle und die Pflegetätigkeit der Bienen um die Zelle.

    Da ich den Vernebelungsfaden nicht zerschießen will, eröffne ich mal einen neuen, um die dort aufgekommenen Fragen hier zu diskutieren.


    Mich interessiert, ob die Wirkweise bei der Sprühbehandlung von Milchsäure auf Bienen und Milben eine andere ist als bei der Sprühbehandlung von Oxalsäure? Es gibt wohl unterschiedlich starke Wirkung, aber gibt es auch Unterschiede in der Art der Wirkung? Wie wird die Säure jeweils aufgenommen? Was macht Sie dann bei Milben und Bienen?

    Die Erklärung von Brüning zur Wirkweise von verdampfter Oxalsäure kann man nachvollziehen, obwohl auch nicht alle Gelehrten das so sehen. Aber in flüssiger Form dürfte es wohl eine andere Wirkweise sein. Kann mich da mal jemand schlauer machen oder etwas zum schlauer machen verlinken.?

    die größte Position der Kalkulation sind in der Regel die Personalkosten

    Bei den meisten Imkern ist genau das nicht der Fall. Zumindest nicht bei den tatsächlichen Kosten.


    Der schwierigste Teil abzuschätzen und dennoch der wichtigste ist die Erntemenge. Damit steht und fällt der Preis pro Kilo Honig. Leider ist das auch noch der variabelste.

    Wenn man ganz theoretisch weiter vergleichen will,... 15-facher Menge bei 3 Schritten

    Diese theoretische Rechnerei funktioniert nicht. Dabei wird wieder mal der Apfel mit der Birne verglichen. Genau so wenig dürfte die Berechnung der Milbenreduzierung bei drei mal Milchsäure so funktionieren. Feste Prozentsätze bei allen Behandlungen halte ich sowieso für sehr fragwürdig. Allenfalls Durchschnittswerte dürften zu benennen sein.

    Wenn die Oxalsäurebehandlung mehr oder weniger als Wellnessbehandlung für die Bienen dargestellt wird, so unschädlich wie die ist, sträubt sich bei mir so einiges dagegen. Ich habe Oxalsäure als erstes mit der Bezeichnung "Erbschaftsbeschleuniger" kennen gelernt.

    Mit der Träufelbehandlung im Winter kann man einem geschwächten Volk ohne Probleme den Todesstoß versetzen, auch mit empfohlener Dosierung.

    Bei einer Säurebehandlung sind eben nicht nur Milben beteiligt...

    Wenn die Reduzierung der Milben mit Milchsäure ausreicht, kann dieses relativ milde Mittel durchaus das Mittel der Wahl sein. Die Milben auf null zu bekommen, dürfte sowieso äußerst schwer sein.

    Und nein, ich verteufele die Oxalsäure nicht, btw. auch nicht die Ameisensäure. Das hat alles seine Berechtigung. Aber eben auch die Milchsäure.