Beiträge von Atouba

    Wenn es sich beim Varroabefall um eine Krankheit handeln würde, würde ich Dir zustimmen. Es ist aber keine Krankheit, sondern ein Parasit und das macht einen riesigen Unterschied aus.



    ein Tier das ohne Behandlung stirbt ist also nicht krank wenn die Ursache ein Para:psit ist ? Definiere bitte Krankheit allgemein, die Parasitosen ausschließt, ein Unding.

    Es gibt im Kopf immer zwei, Denker und Beweisführer, letzterer wird alles beweisen was erster so denkt.

    Ich diskutiere darüber nicht, Bienen die nur medikamentös am Leben zu halten sind, sind todkrank. Das ist ungefähr genau das Gegenteil von gesund.

    Zunächst mal ist festzuhalten dass wir ein zu Tode erkranktes Tier behandeln. Bienen die Jahr für Jahr mit Medikamenten vor dem Exitus bewahrt werden müssen sind nicht gesund, überhaupt nicht, sondern todkrank. Ich bin auch nicht der Meinung, dass es da noch näherer Definitionen bedarf. Aber ich bin auch sehr simpel gestrickt.

    Also wenn sich ein Volk um diese Jahreszeit fast kahl geflogen hat und die Königin noch da ist, würde ich nie im Leben drauf kommen, dass ein Schwarm abgegangen ist.

    Mein Kollege hat schon im Februar einen Schwarm gefangen, es stellte sich heraus dass ein anderer Kollege die Bienen los werden wollte, sie einfach abgekehrt hat, die haben sich dann verzweifelt zu einem Schwarm zusammen gezogen. Die Geschichte kenne ich nur vom Hören sagen, aber der Kollege ist glaubwürdig und den Täter sollte ich besser nie persönlich kennen lernen :evil:

    Danke für die Info!
    Die 0.05 g Wasser/Biene/Flug ist doch um einiges mehr als in meiner Abschätzung. Hast du da zufällig eine Referenz oder ist das eine grobe Abschätzung deinerseits?
    LG, Daniela



    Bienen wiegen 0,1 g, mir ist bekannt, dass Bienen beim Trachtflug etwa die Hälfte ihres Körpergewichtes tragen. Ich vermute dass, es beim Wassertragen nicht anders ist. Es dauert auch eine Weile bis so eine Biene vollgetankt hat, natürlich kenn ich die Durchflussmengen beim Tanken nicht.

    Bienen können mit einer anderen Biene im Schlepptau noch fliegen, warum sollten sie beim Wassertragen nur ein zehntel ihrer Lastkapazität nutzen ? Begrenzender Faktor dürfte das Volumen des Honigmagens sein. Mit Quellenangaben kann ich nicht dienen.

    lg

    Bei mir fliegen auch noch einige Drohnen, nicht nur bei einem Volk. Beunruhigt mich aber nicht, an warmen Nachmittagen fliegen sie. Keine Ahnung warum aber ich halte das für normal. M.E. ist es nicht so, dass nach dem Drohnenabtrieb 100 % der Drohnen verschwunden sind. Solange es das Klima zulässt ist es doch auch sinnvoll ein paar Spermien vorzuhalten, bekanntlich sind Frauen unberechenbar auch wenns mit dem Fortschritt der Jahreszeit immer unwahrscheinlicher wird will Mann doch im Bedarfsfall da sein.

    ..oder das Land bienenleer..... die Chance steht 50:50.



    Ich kenne genügend Imker, die es - aus den verschiedensten Gründen - gemacht hatten..... und alle sind gescheitert...... (d.h. die, die ich kenne)



    Hallo Waldwiese,

    Zur 50:50 Chance, m.E. funktioniert Parasitismus nicht wie ein Fußballländerspiel. Im Falle der Varroa gibt es genug Belege, dass eine Koexistenz mit Apis Mellifera bereits existiert, ich hab es in Brasilien selbst gesehen.

    Vielleicht ist die konventionelle Art zu Imkern gescheitert. Ich zitiere gern den Liebig, aber ich will den Mann nicht weiter schlecht machen, ich hab das Buch beim Wiedereinstieg vor drei Jahren als erstes gelesen, Einfach Imkern, Ein Leitfaden zum Bienenhalten. Wer kennt es nicht ? Gefühlte Hälfte des Buches sind Anleitungen zur Varroa-Behandlung. Das ist ein Standardwerk für Einsteiger, ich finde das ist einfach bedenklich.

    Mehr und Mehr beschleicht mich das Gefühl, dass ich als Imker in einer Rationalitätenfalle festhänge. Behandel ich nicht sterben meine geliebten Völker, behandel ich geht das Varroa Problem weiter, ich pesönlich finde es ist schlimmer geworden.

    Ich hab einen Miniteich, bevor die Bienen kamen hab ich einmal versucht die Algen mit so einem Mittel zu vertreiben, hat super geklappt, das Wasser sah wunderbar sauber aus. Leider ist die Teichrose mit eingegangen und alle submersen Pflanzen, im Herbst kam die Alge stärker denn je zurück. Seitdem mach ich das nicht mehr, seit Jahren nicht mehr. Das Ergebnis, der Teich hat sich gut entwickelt, insbesondere die Unterwasserpflanzen haben sich prächtig entwickelt, das Wasser ist ganz klar, die Alge ist immer noch da, sie bildet aber nur noch am Rand einen dicken Teppich, wenn man Bock hat, kann man ihn ab und zu abernten, wenn nicht dann haben Jungfische und allerlei andere Viecher dort ihr Refugium um sich vor den Fraßfeinden zu schützen. Außerdem nutzen die Bienen den Teppich als Landeplatz, dann kann man super beobachten wie sie den Rüssel in den Teppich stecken um mit pumpenden Bewegungen des Hinterleibes vollzutanken. Sieht super aus. Jetzt hab ich die Algen plötzlich lieb.

    Alles hängt mit allem zusammen auch in der Imkerei.

    Nun zu deinem letzten Satz: gescheitert ist man nur , wenn man aufgegeben hat. Das eine Bienenhaltung ohne Varroabehandlung mehr Können und Wissen verlangt als einen Teich ohne Algenvernichtungsmittel zu betreiben liegt auf der Hand. Tatsächlich glaube ich, dass sie unser Bestes abverlangt. Aber dieser Tage macht das Forum Mut, dass es zumindest möglich ist. Herzlichen Dank dafür :p_flower01:

    Erleuchteter Mibenmodus on

    Hallo Imkers :daumen:

    Die Diskussion scheint twisting energy zu haben einige melden sich extra an um an ihr teil zu haben, andere melden sich ab. :lol:

    Ihr seid ein lustiges Volk, die einzige Gefahr die im Augenblick für uns Milben von euch ausgeht ist, dass ihr uns zum Totlachen bringen könntet. Ambesten ist aber immer noch der Dr. Liebig ihr wisst schon: Milben zählen lohnt sich :evil:

    Einfach Imkern ist überhaupt mein Lieblingsbuch, ich liebe den Liebig, ich zitiere noch eine meiner Lieblingstellen: " Auch wenn die Aussichten auf Erfolg sehr gering sind, dürfen wir bei der Suche nach Varroa-Ressistenz nicht aufgeben. Diese Suche kann nicht allein den Instituten überlassen werden. Wieso soll gerade bei Völkern die unter wissentschaftlicher Beobachtung stehen zuerst Varroa-Resistenz auftreten ?"

    Der Mann kommt mir als wenn er im dunklen Wald sitzt und keine Bäume sieht, und weil er keine sieht, ist er fast geneigt zu behaupten es gäbe keine. Ich mußte mich vor Lachen so schütteln das ich glatt von meiner Biene gefallen bin, beinahe wäre ich durch das blöde Gitter gerutscht, hust.

    Schönen Tag :p_flower01:
    Milbenmodus off

    Wie soll ein Anpassung enstehen wenn mann flächendeckend Gift ausbringt ? bei dem Gedanken muß sich jeder biologisch denkende Mensch schütteln. Und genau das würde eine Verordnung bewirken. Mit welcher Wirkung auf die Varroa ?

    Meine Oma ist herzkrank. Sie wird erfolgreich behandelt und lebt deshalb noch. Mein Nachbar hat Zucker. Er behandelt sich selber und lebt deshalb noch. Ich habe ... äh ... auch was (:wink:) und werde bei Bedarf mit Medikamenten behandelt. Ich fühle mich lebendig.

    Ich glaube Du verwechselst Erfolgreiches Behandeln mit Heilen.



    Moin,

    schön lebendig zu sein, ja ich meinte heilen.

    Einigen wir uns darauf, dass die Bienen chronisch krank sind und binnen Jahresfrist versterben wenn man nicht behandelt. 30 Jahre Kampf gegen die Varroa haben keinen Jota bewegt. Wenn ich ein Jungvolk bilde und es binnen Jahrsfrist verstirbt, dann ist das was anderes als die erkrankte Oma, Menschen werden häufig chronisch krank im Laufe des Lebens, aber es gibt auch Menschen die lange Zeiten ihres Lebens gesund sind...unsere Bienen sind chronisch erkrankt, ihre Lebenserwartung ist von potenziell unendlich auf ein Jahr geschrumpft. Das ist ein Drama. Die Zivilisationserkrankungen des Menschen sind ein anderes Thema, nicht weniger dramatisch.

    So? Seriöse Quellen für das "im Gegenteil"?
    Und jetzt nicht kommen mit Resistenzen gegen "Medikamente", das ist klar, darüber brauchen wir nicht reden.
    Wo sind Resistenzen gegen AS oder OS? Hab ich zumindest keine.
    Auch Drohnenbrut zu schneiden lindert den Befall meiner Völker!

    Also ganz das Gegenteil von deinem Gegenteil...



    Hab schon in den achtzigern geimkert, damals war die Varroa nicht so virulent. Meine Erfahrungen von damals decken sich mit dem was ich in der Literatur gefunden habe. Also haben sämtliche Behandlungsverfahren nichts gebracht, im Gegenteil. Ich reden nicht von Resistenz, ich rede vom versterben des Bienenvolkes nach Erstbefall, damals (80er)sprach man von 2-3 Jahren.

    Wie lange dauert es heute wenn man ein Volk nach allen Regeln der Kriegskunst entmilbt hat bis es verstirbt ? wenn man danach keine Behandlung mehr durchführt ?

    Schlußendlich kein Behandlungsmittel hat die Varroatose gebessert, lassen wir das Gegenteil meinshalben weg. 30 Jahre erfolglose Varroabehandlung liegen hinter uns, vielleicht kannst du da mitgehen ? Erfolgreich behandeln wäre wenn der Patient nach der Behandlung gesund wäre und die Behandlung nicht fortgesetzt werden muß.

    Drohnenschneiden wäre sinnvoll wenn ich dadurch auch nur einen anderen Behandlungschritt weglassen könnte. Ist das bei dir der Fall ?


    Im übrigen hab ich bei den Eindruck, dass du die bloße Diskussion z.B. übers Drohnenschneiden als Angriff auf deine Betriebsweise wertest. Why like this ?

    Imkerliche Grüße

    Hallo Werner,

    dein erstes Zitat ist mehr als unpassend, da hier niemand einen anderen schlecht macht...




    Den Diskutierenden entgegenzuhalten, dass sie in einer Welt leben die mit der Realität absolut nicht zu tun hat, ist kein schlecht machen ? :lol: ich übersetz es mal für dich: Ihr die ihr von einer friedlichen Koexsistenz von Apis Mellifera Und Varroa jajobsoni sprecht seid spinnerte weltfremde Träumer.

    Es ändert nix die Milben sind da, und 30 Jahre behandeln mit allen möglichen Giften, Brut schneiden etc. haben die Siuation nicht verbessert im Gegenteil. Mitte der achtziger träumte man davon mit einer Behandlung in 2 Jahren auszukommen. Heute reichen 2 Maßnahmen im Jahr u.U. nicht aus. Die 30 Jahre können unter dem Kapitel 30 Jahre erfolgreiche Zucht virulenter Milben verbucht werden. Ich zitiere Dr. Liebig: "Milben zählen lohnt sich" mehr denn je kann ich nur anfügen.

    Wieso muß man sich dabei gleich streiten, es geht doch hier um freien Austausch. Wir behandeln eine zu Tode erkranktes Tier, da wird man doch darüber nachdenken dürfen ob es nicht Handlungsvarianten gibt, dabei möchte ich nicht als weltfremder Spinner abgetan werden. Wenn hier Leute am Brett sind die schon positive Praxiserfahrungen haben, umso besser und interessanter. Diesen Leuten hier Lügen und was weis ich zu unterstellen ist kein schlecht machen :confused:

    Mich regt die Diskussion zum denken an, ich begrüße sie. Es ist schade wenn Leute die was zu sagen haben sich entnervt abwenden.

    Tschuldigung ot aber das musste mal raus.

    Eine reglementierte Varroabehandlung kann nicht funktionieren, wenn sie die Biologie der Milbe nicht beachtet. Genauso wenig wird eine flächendeckende Nichtbehandlung sich umsetzen lassen. Also muß man sich wohl auf die eigenen Leisten machen wenn man nicht Zeit seines Imkerlebens ein totkrankes Tier pflegen (behandlen) möchte.

    Hello,

    hab grad ein riesiges Senffeld in max 1 km Entfernung entdeckt. Voll mit Bienen. Die Bienen tragen sehr viel Pollen. Es herrscht Trachtflug. Schade, dass ich keine Stockwaage habe. :roll:

    Moin, moin,

    NIcht das Überleben, sondern das Sterben.
    Was an der "normalen" Betriebsweise behindert die Bienen so sehr, daß sie nicht überleben, ist die Frage.



    Na die unangepassten Milben. Zu dir spricht eine Erleuchtete Milbe

    milbenmodus on

    zunächst mal guten abend zusammen, leider beherrsche ich als niedriges wesen nur kleinschreibung, seufz :cool:

    seit unserem auftreten in europa bekämpft ihr imker uns mit allem was ihr habt. was ist dabei rausgekommen ? milben die sich schnell in ihrer population erholen und immer und immer wieder das gesunde maß überschreiten.jo-jo-effekt, aber wie sollen wir uns anpassen wenn dauernd die drohnen weggeschnitten werden und wir mehrfach im jahr mit säuren und giften auf uns losgegangen wird?

    unser anpassungsmechanismus ist ganz einfach, was wäre wenn man uns in ruhe lässt ? es blieben nur völker übrig mit artigen milben bzw mit angepassten milben. ganz einfach weil andere milben keine überlebenschance hätten. ja schon recht es dauert ein paar jährchen. die zeit kommt aber so oder so. die lösung ist also ganz einfach, es überleben nur milben mit einem fertilitätsfaktor in arbeiterinnenbrut mit dem Faktor 1,0x. so dass die milbenpopulation aufrecht erhalten bleibt ohne schäden anzurichten. aus anpassungsgründen verzichten wir also nahezu auf die vermehrung in den weiblichen bienen. auf der drohnebrut vermehren wir uns weiterhin ganz normal, ein bisschen spaß muß sein. bienen brauchen heutzutage eben milben, warum das wird die zukunft zeigen. parasiten komensalen symbionten. das ist unsere entwicklung im zeitlichen ablauf, danke für euer milbenverständnis. da ihr imkers aber weiter krieg führen wollt gibts eben krieg, uns milben ficht das nicht an, im gegenteil es stärkt uns und schwächt die bienen, letzteres finden wir schade denn wir haben bienen zum fressen gern.

    milbenmodus off

    Tschuldigung Sabiene, dass du nun der Ansprechpartner für erleuchtete Milben bist, letztendlich selbst schuld. :p

    Hey Klaus,

    tut mir wirklich leid was dir da gerade widerfährt...kann den wunsch nach gleichzeitiger Behandlung nachvollziehen.

    Dennoch bleibt die Frage hilft eine Verordnung ? Wer soll die umsetzen ? damit sie hilft ? Das führt zu Verfolgungswahn, wiederum nur meine Meinung.

    Natürlich wäre es sinnvoll innerhalb eines Gebiets gleichzeitig die Milben unterhalb der Schadensschwelle zu halten. Ich glaub nicht das es sich mit einer Verordnung umsetzen lässt.

    Am sinnvollsten wäre es aber die Bienen das mal selber regeln zu lassen, alle gleichzeitig alle Behandlungsmittel weglassen, in ganz Europa, das wäre die Lösung. Ich bin für eine Verordnung auf europäischer Ebene die alles vergiften von Bienenvölkern mit Varoaziden jedweder Art verbietet. Ich glaub auch hier nicht das es sich umsetzen lässt. Es würde funktionieren. Die Bienen sind älter als wir, nur wir lassen sie nicht. Ich war neulich in Brasilien, hab Imker besucht, Varroen sind unbekannt. Apis Mellifera kann mit Milben unterhalb der Schadensschwelle leben, man müßte es ihnen nur zutrauen. bitte keine klimadebatte, wir in europa sollten zunächst eine Behandlungsdebatte führen.

    Abschließend: Eine Verordnung mit flächendeckender Behandlungsvorschrift würde die letzten Abwehrkräfte unserer Bienen weiter schwächen und sie noch anfälliger machen. Es bleiben genug unbehandelte Herde die den Rest= Reininvasion erledigen.