Beiträge von granit500

    Hi,


    ich hab mit dem Anbieter mal ein bißchen kommuniziert. Es ist kein Rapido, sondern "sein" Rührer, also anscheinend eine Eigenkonstruktion. Er sagt weiter, er würde mit einer 1000W-Bohrmaschine bei Zimmertemperatur einen 30 kg Eimer auskristallisierten Honig mit bis zu 600 U/min rühren und direkt abfüllen. Ohne vorher aufzuwärmen.


    Gruß
    Dirk

    Hi,


    der Draht aus dem Link ist auch 1mm im Durchmesser. Auf den Bildern löten sie jeden Draht einzeln ein. Das mach ich mit dem dünnen Draht auch, weil mir bei dem Batterieladegerät, das ich mir immer vom Nachbarn leihe, sonst die ersten Drähte durchschmoren während die anderen noch kalt sind. Bei einer anderen Einstellung des Gerätes dauert das Einlöten zu lange.


    Vielleicht sollte ich doch noch intensiver über Naturbau nachdenken.


    Dirk


    Gruß
    Dirk

    Moin,


    ihr unterstellt in euren Beiträgen allen Öko-Bauern und -Imkern vorsätzlichen Betrug. Find ich völlig daneben. Anscheinend könnt oder wollt ihr nicht verstehen, worum es beim Öko-Landbau geht. Und damit meine ich nicht nur die Imkerei.
    Auf der einen Seite wird immer gejammert über die bösen konventionellen Bauern, die ihre PSM versprühen und die Bienen um die Ecke bringen. Die sind das Böse in Person für den gemeinen Forumsimker. Aber diejenigen, die sich damit beschäftigen, wie man es besser für Umwelt und Natur und damit auch für die Qualität von Lebensmitteln machen kann, sind auch alle Verbrecher. Da wüßte ich doch gerne, wie man es euch recht machen kann.


    Ich find die EU-Ökoverordnung auch nicht gerade toll (und ich beschäftige mich beruflich gezwungenermaßen seit ein paar Jahren damit), weil sie an vielen Stellen so wischiwaschi ist. Die Richtlinien der Verbände sind mir da lieber.
    Sicherlich unterscheidet sich konventioneller Honig, der weitgehend so erzeugt wurde, wie die Öko-Verordnung es vorsieht chemisch nicht sonderlich von anderem. Der Unterschied ist eben, das sich der Erzeuger freiwillig dem Verfahren unterstellt, sämtliche Regeln beachtet, für die Kontrollen bezahlt (und sich dafür notfalls auch unters Bett gucken ließe) und seine Ware als BIO bezeichnen darf. Es kommt auf die Art und Weise an, wie der Honig erzeugt wurde. Und die ökologische Art und Weise definiert das Produkt Bio-Honig noch enger als die Honigverordnung (die müssen die Bios ja genauso einhalten wie alle anderen).


    Gruß
    Dirk

    Hi Uwe,


    schau mal nach, von wann die Auflage des Buches ist. Seit 2009 gibt es eine neue EG-Öko-Verordnung und die Verbände ändern auch hin und wieder mal ihre Richtlinien. Um einen grundsätzlichen Überblick zu bekommen, sollte es aber reichen. Aktuelle Versionen der Richtlinien und der Öko-Verordnung gibts im Netz.


    Noch zu deinem Beitrag 21: Mal davon abgesehen, ob Bio-Obst und Gemüse besser schmeckt (das tut es, kann man sehr deutlich bei Blumenkohl merken) oder bessere Inhaltsstoffe hat, kann ich bei Bio sicher sein, daß der Anbauer nichts von dem konventionellen Spritzmittel- und Düngerkram ausgebracht hat. Das Zeug will ich nämlich nicht auf meinem Essen haben. Pflanzenschutz und Düngung müssen sein, auch bei den Bios, aber die denken in der Regel etwas nachhaltiger und wirtschaften eben nach den Richtlinien. Es geht mir darum, den (meiner Meinung nach) richtigen Weg zu unterstützen und das ist der Ökolandbau. Nichts desto trotz muß man natürlich gucken, ob sich eine Zertifizierung rechnet. Bei meinen 5 Völkern tut es das nicht.
    Es gab in letzter Zeit einige Fernsehberichte, sowohl über konventionelle als auch über ökologische Landwirtschaft. Da wird bei beiden Richtungen immer nur reißerisch berichtet und die Tatsachen gerne mal verdreht oder so verkürzt dargestellt, daß der Laie gleich den nächsten Skandal wittert oder falsche Schlüsse zieht. Da würd ich nicht soviel drauf geben, sondern mir lieber mein eigenes Bild machen. Aber ich komme vom Thema ab, also Schluß damit. ;-)


    Gruß
    Dirk

    Hi Uwe,


    du darfst auf deinen Etiketten nicht "Bio", "Öko" oder sonst irgendetwas schreiben, was dem Käufer den Eindruck vermitteln könnte, der Honig sei nach den Regeln der EG-Öko-Verordnung erzeugt worden (nachzulesen in Artikel 23 der VO (EG 834/2007). Das würde implizieren, daß du bzw. deine Imkerei auch zertifiziert ist, was ja nicht der Fall ist. Um mit Bioland-Warenzeichen verkaufen zu dürfen mußt du auch erstmal nach EG-VO zertifiziert sein und kannst das Biolandzeichen dann quasi "obendrauf" setzen, wenn du Mitglied bei Bioland bist.


    Der durchschnittliche Verbraucher wird vielleicht nicht unbedingt irgendwelche Gesetze und Verordnungen wälzen, aber wer bewußt Bio-Honig kauft, fragt vielleicht mal öfter nach oder guckt genau aufs Etikett, ob die obligatorischen Bio-Kennzeichnungen da sind (Kontrollstellencode, Bio-Logo etc.). Spätestens wenn mal jemand Amtliches eine ebensolche Probe von deinem Honig nehmen sollte, kommen eventuell unangenehme Fragen auf.


    Es gibt auch so Zeitgenossen, die z.B. Kartoffelsäcke nachwiegen, um zu prüfen ob auch wirklich 5 kg drin sind. Nicht daß sie bei den Spottpreisen für Kartoffeln noch um 50 g betrogen worden sind. Solchen Leute ist auch zuzutrauen, ein Honigetikett auseinanderzunehmen.




    Gruß
    Dirk

    Hallo,


    ja, guten Morgen granit, auf Pollen hättest du ja wohl auch mal selber kommen können. Zumal Phacelia auch in meiner eigenen Gründüngung, die ca. 50 m vom Stand gewachsen ist, dabei war. Allerdings ist unser Garten nur ca 50 qm groß, ich schätze, da wird noch woanders was gewesen sein. Die Blühstreifen meines Ex-Chefs hatten auch welche drin, die sind aber schon ein paar Wochen weg (gemulcht, um ernten zu können. Wie ich ihn kenne wieder zur besten Flugzeit, sowas hat er vorher auch schon mal gemacht. Ungefähr 3,5 ha mit Roggen und Winterwicken in Vollblüte, mitten am Tag abgeschlegelt, grrrr).
    Aber zurück zum Thema. Danke für Eure Hilfe, nun weiß ich Bescheid. :-) Und werde in Zukunft erstmal nach bunten Pollen gucken, bevor ich hier die Pferde scheu mache.


    LG
    Dirk

    *klugscheißermodusan*
    Senf, Ölrettich und Phacelia sind zwar prima Zwischenfrüchte, aber keine Leguminosen.


    *klugscheißermodusaus*


    Ich geh nachher auch nochmal wiegen. Hab auch noch nachgefüttert, weil die Bienen offensichtlich zwischen ungefähr Mitte August und Mitte September einiges an Futter verbraucht hatten. Mal sehen, wie das jetzt aussieht.


    Gruß und nichts für ungut
    Dirk

    Hi Axel,


    Ich habe abends kontrolliert. Klar, es könnte sein, daß die Bienen über Tag wieder frischen Nektar/Honigtau eingetragen haben, aber eigentlich blüht da nix mehr. Und an meinem anderen Standort, etwa 5 km entfernt, war es dasselbe.


    Gruß
    Dirk

    Hallo,


    hat jemand anderes auch das Problem, das der Sommerhonig nicht trocken werden will?
    Die Situation: 5 Völker an 3 Standorten, erste Probeschleuderung vor 2 Wochen - 21,5% Wasser. Alle Honigräume blieben auf den Völkern. Eben Spritzprobe bei zwei Völkern im Wald - der Honig spritzt wie Wasser (mittig gezogene Waben), obwohl draußen quasi nichts mehr zu holen ist. Die Waben sind auch nicht besonders voll. Bei einem der Völker mit 2 Honigräumne, ist der untere Raum schon leergefressen.
    Was tun? Weiter warten obwohl die Bienen seit 2 Wochen kein Wasser mehr rausfächeln? Oder schleudern und hoffen, daß doch ein paar Waben mit trockenem Honig dabei sind zum Mischen? Bin da grad relativ ratlos.


    Gruß
    Dirk

    Moin,


    Die (laschen) Grundsätze für Bio-Imkere in der EU stehen in der EU-Öko-Verordnung
    In" Ökologisch Imkern" wird Bezug auf die alte EU-Bioverordnung 2092/91 genommen (zumindest in meiner Ausgabe), mittlerweile gibt es bekanntlich eine unübersichtliche Neuauflage der Verordnung, die 834/2007 heißt. Dazu kommt noch eine Durchführungsverordnung mit der Nummer 889/2008.
    In dieser Broschüre gibts den kompletten Verordnungstext:
    http://www.umwelt.nrw.de/landw…ng/EG_Oeko_Vo_09_2009.pdf


    Imkereispezifisch sind die Artikel 14 b ix der VO 834/2007 sowie Nr. 13, 18 (3), 19 (2), 25, 38 (3), 41, 44, 47 b und d und 78 der VO 889/2008. Die restlichen Artikel gelten natürlich auch, soweit sie auf die Bienenhaltung anwendbar sind. Nicht hauen, falls ich einen Artikel vergessen haben sollte!!!


    Bis auf Bioland, Naturland und Demeter hat kein Anbauverband seine Richtlinien online. Ich persönlich würd mich an Bioland oder Naturland orientieren, zu Demeter hab ich bisher noch keinen richtigen Draht gefunden.


    Gruß
    Dirk