Beiträge von granit500

    Ein Artikel, in dem die Zulassungsmethodik für PSM dargestellt wird, war in der "Biene" vom April 2014 zu lesen. Hat ein Herr Pistorius vom JKI verfaßt. Die LD50 Versuche werden mit dem schieren PSM gemacht, das aber so nicht ausgebracht wird. Und es sind nicht die einzigen Versuche, die bis zur endgültigen Einstufung gemacht werden. Die 51% noch zappelnder Bienen als das einzige Kriterium für Bienegefährlichkeit sind demnach genauso unwahr wie der hohe Eisengehalt von Spinat. Aber wer weiß, vielleicht hat Bayer ja das JKI infiltriert. Vielleicht geht Klockgether immer mit den PSM-Prüfern Golf spielen oder sowas, wer weiß?


    Die Sachkunde muß leider im Fall des Baumarktes nur der Verkäufer besitzen, nicht der Anwender. Ich erinnere mich dabei immer an unseren Nachbarn, der von seinem Gärtnermeister (!) "Roundup light" (dat gibbet gar nicht) bekommen hat. Nur ne kleine Flasche, für lau. Und mir dann freudestrahlend erzählte, wie toll das Zeug gegen das fiese Unkraut in den Pflasterfugen gewirkt hat. Die Freude fiel schlagartig aus dem Gesicht, als ich ihm sagte, daß er damit ne Ordnungswidrigkeit begangen hätte. Und sein Gärtnemeister gleich mit. Und ob er mir die 50.000 € Höchststrafe lieber als Schweigegeld zahlen wollen würde oder doch lieber als Bußgeld ans Gericht.....

    Hi,


    der Vortrag heute war nicht ganz so drastisch wie Mchi ihn beschrieben hat. Ich hab das nicht so mitbekommen, aber der Herr Klockgether hat wohl in dem Moment, als der zuständige Bienenzuchtberater den Raum betrat, seinen Laptop gezückt und mehr oder weniger hektisch seinen Vortrag noch etwas umgestellt. Heraus kam trotzdem im Wesentlichen das, was Michi schon gesagt hat und was ich auch schon vermutet habe. Die anschließende Diskussion, bei der Klockgether auf Fragen des Beraters doch das ein oder andere Mal ins Stocken geriet, wurde plötzlich und abrupt von seinem Bayer-Kollegen abgebrochen, weil sonst angeblich das Essen kalt würde.... Der Titel des Vortrags lautet übrigens nicht mehr "Die Varroamilbe-eine Bedrohung für den Pflanzenschutz", sondern "Bienensterben-eine emotionale Diskussion" oder sowas. Und neben der Unterstützung für Amitraz hat Bayer natürlich noch die allseits beliebten und bewährten Baywarol-Streifen im Angebot. Die mit den Resistenzen....
    Insgesamt doch sehr erschreckend wie sich Menschen vor einen Karren spannen lassen.


    donaldo
    bei youtube gab es mal Videos von nem Kurs mit Liebig, in denen er sich über die Behandlung mit dem Schwammtuch tierisch aufregt. Ich glaube, dieser Mensch hat eine derart festgefahrene Meinung von sich und (seiner) Welt, daß ein wissenschaftlicher Diskurs mit ihm kaum möglich ist.


    Gruß
    Dirk

    Hallo zusammen,


    vorhin hatten wir JHV in Nienburg und es wurde auf einen Termin hingewiesen. Bayer veranstaltet am 16.2. um 9.30 Uhr in Bücken (bei Hoya, LK Nienburg) eine Pflanzenschutzwerbeveranstaltung mit anschließendem Mittagessen. Das ist zu Saisonbeginn nichts Besonderes. Nach den Werbeblöcken für PSM in sämtlichen relevanten Kulturen gibt es einen Vortrag des "Bienenfachmanns" Fred Klockgether (Bayer-Mitarbeiter) zum Thema "Die Varroamilbe - eine Bedrohung für den Pflanzenschutz?"


    Ich interpretiere den Vortragstitel folgendermaßen: Der Typ soll vermutlich den Landwirten klarmachen, daß die Imker zu blöd sind, ihre Bienen effektiv gegen die Varroa zu behandeln. Darum gibt es hohe Völkerverluste und damit die Imker sich nicht eingestehen müssen, unzureichend mit den (nicht von Bayer hergestellten und von daher bösen) organischen Säuren behandelt zu haben, schieben sie die Verluste auf die PSM und erreichen damit z.B. das Verbot der Neonicotinoide, ohne die quasi der Untergang des Abendlandes vorprogrammiert ist.


    Auf der Versammlung haben sich 15 Leute gemeldet, die jetzt dort als Teilnehmer angemeldet werden. Spontane Teilnehmer werden sicherlich nicht abgewiesen. Ich würde mich freuen, wenn sich vielleicht noch ein paar Imker aus der näheren oder ferneren Umgebung finden würden, um dort zur Diskussion beizutragen. Wir sollten es nicht zulassen, daß den Landwirten auf solchen Veranstaltungen wieder Quatsch mit Soße über Bienen erzählt wird.


    Näheres gerne über PM


    Gruß
    Dirk


    P.S. Sollte das Thema nicht in diese Rubrik passen, bitte gerne verschieben.

    Wer erzählt denn so einen Stuß? Getreide 22x mal spritzen, völliger Mumpitz. Dann wärs besser, man pflügt es gleich unter. Mal ganz überschlägig gerechnet:
    Der Preis für Weizen liegt im Moment bei ca. 170 €/t. Bei einem (Spitzen)Ertrag von 10 t/ha macht das eine Auszahlung von 1700€/ha. Eine Spritzung im Getreide kostet im Schnitt so 30€/ha für das Spritzmittel, das mal 22 wären schon 660 € nur für Pflanzenschutz! Dazu kommen dann noch Bodenbearbeitung, Saatgut, Düngung, Ernte, Transport. Nach Richtwertdeckungsbeiträgen der LWK Niedersachsen sind das rund 800 €. Insgesamt also 1460 € Kosten, macht einen Gewinn von 260€ je Hektar und das bei intensiv geführtem Bestand, was auch ein hohes Ausfallrisiko birgt (Spitzen-Sorten bringen hohe Erträge, sind aber auch sehr empfindlich). Will heißen, wer keine 10t erntet, bei dem würde der Gewinn dann leicht gegen Null gehen.
    Bei ganz intensiv geführtem Weizen sind es 7 Spritzungen. Immer noch zuviel, ich weiß, aber da sieht man wieder, wie die Medien uns genauso Unwahrheiten weismachen wollen, wie die Industrie. Fragt mal die Erdbeerbauern, wie oft die über die Felder huschen, z.T auch während der Erntesaison. Davon spricht aber lieber keiner bei Deutschland beliebtestem Beerenobst.

    Wer Mais acht Mal spritzen muß, der hat wohl was verkehrt gemacht. Normal sind max. 2 Herbizidspritzungen. Eine kostet ca. 70 €/ha, da überlegt sich der schlaue Landwirt, ob er mehr tut als unbedingt nötig.


    simon  
    Ich kann dir nicht ganz zustimmen. Nicht der Mais ist der "Böse", sondern eher derjenige, der ihn zuviel düngt und behandelt.


    Gruß
    Dirk

    Hi,


    wir haben sowas mal auf Teneriffa gekauft (Ron miel), war sehr lecker. Meine eigenen Versuche mit Pott-Rum sind eher gescheitert. Da solltest du auf einen hochwertigeren Rum zurückgreifen. Mittlerweile setze ich meinen Honiglikör mit Whisky oder Wodka an. Auch da sind die teureren Alkoholika meist die bessere Wahl. Muß ja kein Single Malt für 50€ die Flasche sein.
    Der "richtige" Bärenfang ist auch mit Wodka, soweit ich weiß.


    Gruß
    Dirk

    Meine Bienen standen mal 2 Jahre lang an einem Hotel und da war man so nett, Korken für mich zu sammeln. Mit anderen Worten, ich hab davon reichlich. Die kommen als Schwimmer auf meine 3 l-Futterschüsseln. Nach dem Auffüttern kipp ich die benutzten Korken einfach so in die Waschmaschine. "Kleine Wäsche" heißt das Programm bei unserer Maschine, 30° und 30 min, ohne Waschmittel natürlich. Dann sind die Korken wieder blitzeblank.

    Hallo,


    vorhin hab ich Milbenkontrolle gemacht. Mittlerweile waren die Schubladen schon zum 3. Mal für jeweils 3 Tage in den Völkern (Abstand dazwischen jeweils mind. 5 Tage). Resultat jedesmal: 0,0 Milben. In keinem Volk auch nur eine Milbe. Nun liefen immer ein paar Ameisen auf den Schubladen rum, darum hab ich sie am Dienstag dick mit Vaseline eingeschmiert. Da liefen 1. die Ameisen locker drüber und 2. war wieder keine einzige Milbe zu sehen. Hab ich nun so tolle Völker oder stecken die Milben alle in der Brut? Oder haben die blöden Ameisen immer alles weggeschleppt? Eigentlich wäre das WE ein guter Zeitpunkt fürs Schwammtuch, aber so ganz ohne Milbenfall behandeln? Ich kann mir kaum vorstellen, daß die keine Milben haben sollen. Insofern habe ich die AS schonmal kalt gestellt.


    Gruß
    Dirk

    Nebendran stehen noch 5 andere Völker, da sollte sich eine Wabe zum Nachziehen finden..


    Weisellos sind sie ca. 3 Wochen. Seit vorletztem WE ist keine Brut mehr da.

    Hallo zusammen,


    eins meiner Völker ist mehr ein Völkchen. Es hatte schon die ganze Saison über nur 1-2 Brutwaben und ist über die erste ZArge nicht hinausgekommen. Irgendwann ist die Königin dann anscheinend abhanden gekommen und das Nachziehen ist ebenfalls gescheitert. Nun haben mir schon mehrere Imker aus der Gegend geraten, das Völkchen abzuschwefeln und die Waben zu verbrennen, weil sie schon das ganze Jahr nicht aus dem Quark kommen und man ja nicht wissen könne, ob sie nicht irgendwelche Krankheiten hätten. Darum auch nicht einfach abfegen. Schwefel hätt ich ja da, aber ich tu mich, ehrlich gesagt, ein bißchen schwer damit, die Bienchen einfach zu merzen. Im Moment besetzen die Bienen 3-4 Waben und haben alles mit Nektar und Pollen vollgetragen.


    Wie ist eure Meinung? Abschwefeln oder jetzt noch eine Königin nachziehen lassen mit einer Brutwabe aus dem Nachbarvolk? Königinnen kaufen kann man hier leider nirgends. Dazu kommt noch, daß die Waben, auf denen die Bienen sitzen, sehr dunkel sind. Normalerweise hätte ich die jetzt im Spätsommer aussortiert. Kann ich aber nun ja schlecht, wo die Bienen noch drauf sitzen.


    Habt ihr eine Lösung?


    Gruß
    Dirk