Beiträge von Günther B.

    Wenn sie den Winter überstehen hast du ein schnell aufstrebendes Volk, das jeden Ableger stehen lässt.


    Ich bezweifle das.
    Meiner Erfahrung nach ist ein Volk das im Herbst schwächelt, auch eines das im nächsten Frühjar hinter den anderen weit nach hinkt. Wenn es denn das Frühjahr überhaupt überlebt. Solche Völker haben, wenn sie nicht erfrohren oder verhungert sind, im Frühjahr gern unterkühlte Brut, sitzen auf winzigen Brutnestern. Solche Völkler sch...en dir auch gern im Frühjahr die Kiste von innen voll.


    Ich hab mir, genau wie Marion auch schreibt abgewöhnt, das ich Schwächlinge einwintere. Das Ergebnis ist, das ich (fast) keine Ausfälle habe und so richtige Schwächlinge bei der Auswinterung sind auch die Ausnahme. Hätten wir heuer ein Wespenjahr, würde sich dieses Frage nicht stellen, dann hätten wir hier einen "Räubereifred".


    Ich kann aber gut verstehen das man als Anfänger jedes Volk durch bringen möchte, hat man doch zu jedem einzelnen eine besondere Bindung und auch nur begrenzt Völker zur Verfügung. Von daher kann man das schon einwintern, man darf sich halt nicht zu viel erhoffen.


    Aber noch mal: Ich persönlich kann nicht ganz nachvollziehen, warum hier geschrieben wird, das gerade ein solches Volk den anderen im Frühjahr davon ziehen sollte. Das deckt sich absolut nicht mit meinen Erfahrungen. Ich glaube da wird einges schön geredet, um Anfängern Mut zu machen.

    Du hast 300 Völker, 400 Zuchteinheiten und gehst nebenbei Arbeiten?


    So, für mich wars das. Nicht weil ich sauer bin oder sonst irgend was. Aber diese Diskussion wird niemals ein Ende finden. Dazu sind die Fronten zu verhärtet.


    Das ist ähnlich wie in der Parteienlandschaft. Da stehen Überzeugungen und Grundsätze im Weg, die schon vor Jahrzehnten festgemauert wurden.

    Noch kurz was zu meiner Aussage das mit C eine größere Anzahl an Völkern nur schwer zu bwältigen ist:


    Jovita Lange bringt es auf den Punkt:


    Zitat

    Erst als ich eine Saison in Luxemburg absolviert hatte, änderte sich meine Einstellung zur Imkerei vollständig. Obwohl mein Arbeitgeber damals berufstätig gewesen ist, gelang es ihm, neben der Arbeit 300 Wirtschaftsvölker und rund 400 Begattungseinheiten (Zuchtrichtung Buckfast) erfolgreich zu bewirtschaften. Dass bei dieser Konstellation typische Arbeiten wie Schwarmkontrolle allein schon zeitmäßig nicht möglich gewesen sind, muss an dieser Stelle nicht erst ausdrücklich erwähnt werden.


    Das mach mal einer mit Carnica nach.


    http://www.apisjovita.de/index.php/de/ueber-uns.html

    Verlinke die mal mit Roß und Reiter! Wäre doch sehr komisch, wenn sich jemand dafür interessieren würde, welches Ausgangsmaterial aufgelößt wird, um die Begattungseinheiten zu befüllen. Ich bitte bloß immer darum, nicht grad die Stecher zu verschwarmen. Warum sollte ich jemanden daran hindern seine Biene mit
    meinen umzudingsen oder verzukuppeln?


    Belegstellenordnung
    Punkt 2 Begattungskästchen:


    Auszug:
    Der Züchter garantiert, dass keine Bienen mit gelb-orangen Ringen zum Füllen der Kästchen verwendet werden.
    . Findet der Belegstellenwart bei der Kontrolle Kästchen mit Drohnen oder Füllbienen mit gelb-orangen Ringen, so ist dieser vom OÖ. Landesverband für Bienenzucht angewiesen, die Aufstellung sämtlicher Kästchen der gesamten Partie des betroffenen Züchters zu untersagen und die Kästchen von der
    Belegstelle zu entfernen (bzw. auf Kosten des Züchters zurückzuschicken).
    . Es wurde festgelegt, dass nur EWK und Apidea-Begattungskästchen zugelassen sind. Es gibt keine Ausnahmen.



    Da geht es nicht darum das durch die gelben irgend ein Schaden entsteht, da geht es ums Prinzip. Fertig. Alles was nicht grau ist ist schlecht. Da ist eine offene Diskussion von Anfang an unmöglich.


    Sogar gegen Mini Plus haben die was, obwol doch bekannt sein sollte, das die Kö im Paradies zur Welt kommen soll. Vorurteile über Vorurteile. :wink:



    Hier der Link:
    http://www.zac.at/zac-belegstellen/index.html

    @ Hesse:


    Solche Wutausbrüche und plumpe Behauptungen sind typisch, wenn man einem Carnicaüberzeugten mit einer Buckfast kommt. Keiner hat behauptet das jemand der Carnica hat, keine Ahnung hat.


    Was ich aber behaupte ist, das ein überwiegend großer Teil der Imker, welche die Buckfast verteufeln, nie mit einer Buckfast im Vergelich gearbeitet haben. Die meisten haben noch nicht mal eine in Natur gesehen. Zumindest ist das bei uns hier so.


    Trotzdem wird gewettert was das Zeug hält.


    @
    Biene Hans:


    Wenn Dich Aussagen, die meine persönliche Meinung wiedergeben (nicht mehr und nicht weniger) schon aufregen, dann sagt das wohl alles. Das hier ist ein Forum und da werden Meinungen ausgetauscht.


    Ich persönlich hatte 7 Jahre ausschließlich C aus allen Regionen in AT und D. Darunter jede Menge Belegstellenkö. Seit 2 Jahren habe ich zusätzlich Buckfast, auch verschiedene Herkünfte. Ich habe den direkten Vergleich.


    Und ich habe (für mich) entschieden.


    Und wenn es den Eindruck gemacht hat, ich wollte jemanden bekehren auch Buckfast zu halten, dann hat er das falsch verstanden. Ihr könnt halten was ihr wollt und wenn es Wespen sind. Meine Buckfast kommen auch gut mit denen klar.:wink:


    Ich hab kein Problem damit das mein Nachbar was anderes hat als ich , denn ich vermehre und züchte (wenn man das was ich mache so nennen will) auf einer Belegstelle. Damit hat sich jedes Problem erübrigt.


    DAs selbe sollten auch die C Imker machen, denn nur so hat Zucht Sinn. Aber es wird unermüdlich auf die Standbegattung gepocht, obwohl diese Nachweislich zwar gute ERtragsvölker bringt, aber zur Zucht nicht brauchbar ist.


    Und ob meine ERtragsvölker gelbe Ringe haben ist Sch... egal.



    Und bei uns hier in Österreich ist der einzige Grund warum die meisten Vollerwerbsimker mit C imkern der, das sie sich das Leben nicht unnötig schwer machen wollen, da sie von den C imkern mit Buckfast auf den Wanderständen kein leichtes Leben hätten.


    Ich hab einen guten Bekannten, der bei einem der größten Imker in Österreich gearbeitet hat. Bei denen war das genau so. Und überlegt mal, warum in England, Amerika und dem Rest der Welt die C so gut wie keien Rolle spielt? Das dürfte schon Gründe haben. Einer der wesentlichsten ist die viel einfacher Führung der B, weil der Schwarmtrieb sehr im Rahmen bleibt und die fruchtbarkeit viel besser ist.


    Und bitte nicht wieder gleich beleidigt sein wegen diesem Beitrag, das spiegelt wieder nur meine persöniche Meinung und meine Erfahrungen wieder. :cool:


    Und Henry:
    Bei uns in Ö wirst Du mit Sicherheit von der Belegstelle verwiesen wenn Du mit gelben kommst. Aber sowas von sicher. Da geht es nicht darum das die eine Gefahr für die Begattung darstellen. Es geht darum, das die Buckfast einfach unerwünscht ist und das wird klar gemacht. Halte graue, dann kannst Du kommen.

    Zitat

    Br. Adam hat versucht die CA in den Buckfaststamm reinzu züchten und hat es nach Jahren arbeit entnerft wieder aufgegeben.
    Er sagte die Ca. lasse sich nicht intigrieren, die Schwärmerei kann nicht weggezüchtet werden.
    Es ist eine Gebirgsbiene und bleibt Eine.


    Nur die Aussage mit der Gebirgsbiene verstehe ich nicht ganz. Ich imkere im Gebirge und auch da ist die Carnica kaum lenkbar was den Schwarmtrieb angeht.


    Ich würde die Carnica als eine Biene für den Hobby-Spaß-und Freizeitimker sehen, dem es Spaß macht Kunstgriffe an den Bienen zu machen. Jeder der die Imkerei etwas größer, nebenbei auch noch andere Sachen machen möchte, der wird mit ihr nicht glücklich.


    Wobei die Carnica jede Menge hervorragende Eigenschaften hat. Wäre der Schwarmtrieb so einfach in den Griff zu kriegen wie bei der Buckfast, dann hätte ich nicht gewechselt.


    Danke Heike.:p_flower01:

    Hallo Henry,


    ich spreche auch gar nicht von der Sanftmut, da gehört bei der Carnica nicht viel dazu da was brauchbares zu basteln. Ich spreche von Schwarmträgheit und von Honigertrag. Und das da Welten zwischen dem was auf dem Papier steht und dem was die Realität ist, sind, darüber braucht man nicht zu streiten. Das kann jeder mit ein paar Jahren Erfahrung bestätigen.


    Und Du wirst mir doch nicht einreden wollen, das irgend ein Züchter seine C nicht als top bewerten würde, wenn er schon die Möglichkeit dazu hat?


    Eine kleine Geschichte dazu:
    Ein Bekannter Imker mit eher wenigen Völkern überlegte ob er ZAC Züchter werden sollte. Leider sah er ein, das er ein Problem hatte, weil er nur sehr wenige Völker zum auslesen hat. Und zu allem Überfluss waren seine Standbegatteten noch besser als die paar gekauften ZAC Kö.
    Dieses Dilemma brachte er auf einer ZAC Sitzung, auf der er als zukünftiges Mitglied eigelanden war, auf den Tisch und das es eigentlich vernüftiger wäre, von seiner besten Standbegatteten nachzuziehen.


    Eigentlich hatte er recht. Leider wird man damit beim Kören nicht glücklich.


    Die Antwort war, er bräuchte auch gar nicht aus seinen eigenen Völkern auszulesen, er solle sich einfach eine Zuchtmutter kaufen und von der nachziehen.


    So einfach geht das. Es geht nur zweitrangig darum das beste zu liefern. Es geht in erster Linie darum das die Farbe stimmt und die Gute gekört ist. Fertig. Das da immer mal gute Kö dabei sind bezweifelt keiner, aber den Aufstand den die Leute machen, der steht in keine Verhältnis zum Ergebnis.


    Und wehe es kommt einer mit einer anderen Biene. Oder auch nur mit einer, die nicht die Eigenschaften hat, wie von Verband vorgeschrieben.

    Henry,


    wenn ich richtig verstanden hab spielst Du auf die, bei Carnicazüchtern üblichen Werte an. Irgend was wie Honigleistung, Schwarmträgheit, Sanftmut, usw. Da sind wir bei jedem Züchter über 100% und stetig steigend. Wie diese Werte zustande kommen ist ein Mix aus selbstbewertung und der Bewertung der Kolegen Carnicazüchter, welche diese auch mit Sicherheit nicht schlecht bewerten werden, man will ja die graue hoch halten.


    FÜr mich sind solche Bewertungen nicht das Papier wert, auf dem sie gedruck sind.


    Und ich weis nicht mehr, wie viele Belegstellenkarten ich die letzen Jahr für meine C bekommen habe. Der Wert dieser war der selbe wie oben beschrieben. Schwarmträgheit eine Katastroph (durch die Bank nicht besser als meine Standbegatteten) und Honigleistung bestenfalls Durchschnitt. Und ich lebe im Carnicaland. Zumindest bilden sich das meine Kollegen ein und bekänpfen alles was nicht grau ist, ohne je eine gelbe gehalten und verglichen zu haben.


    Wir haben in einem österreichischen Forum darüber bis zur vergasung diskutiert, mit dem Ergebnis das es niemals eine Einigung geben wird. Ich hatte versucht den C Verfechtern meinen Standpunkt verständlich zu machen. Unmöglich.


    Da kommen Vorurteile und Stammtischparolen, da schnallst Du ab.


    Und kaum einer hat je eine C in natura gesehen, geschweige denn gehalten.


    Wer sich die Mühe machen will, hier ist die Diskussion:
    http://www.bienenaktuell.com/f…diskussion-ohne-emotionen

    Hallo Hardy,


    vieles geht wie man weis in der Imkerei. Ist halt doppelte Arbeit, einmal hinten einhängen, dann erst wieder nach vorne oder raus und zum Ableger bringen. Und bei TBE müssen die schon in der Lage sein, die Kiste selbst auszubauen.


    Ich habe bei ALLEN Völkern die Fluglöcher an einer Seite, der Rest der Kiste ist zu. So hab ich an dierser Seite immer die Brut. Erweitert wird immer von dieser Seite. MW kommt immer an die erste Brutwabe ran. So können sie sie ausbauen, wann sie es für richtig halten und ich fasse die nur ein einziges mal an, mal von Kontrollen abgesehen. Bei größeren Völkerzahlen ginge es auch nicht anders.


    Es geht halt darum die richtige Wabenzahl zu geben und natürlich im selben Zug HR, dann gibt es auch keinen Wildbau hinter dem Schied. Wenn sie hinter dem Schied bauen haben sie zu wenig im HR und vor dem Schied zu tun.

    Ich persönlich würde NIEMALS solche Waben einwintern.


    Ich mach bei fast der Hälfte (je nachdem wie es sich ergibt) TBE im Sommer, das tut einmal weh, dann hab ich aber eine Sorge weniger. Das heißt ich hab kaum wo Waben drin, die älter als 2 Jahre sind. Kostet Futter, das hab ich heuer wieder gesehen, mir ist es das aber wert.


    Zusätzlich würde ich auf jeden Fall das gesamte Volk durchsehen. Er hat, nachdem er Eier gefunden hat, aufgehört. Ich will wissen, wie die vorderen Waben aussehen. Die erste ist gern verschimmelt, die kommt raus. Wenn noch andere Waben auf dieser Seite sind, die nicht bebrütet sind, dann kommen die auch hinter das Schied.


    Und vor allem wirklich der Volksstärke gemäß einengen.


    Überbau und auch zwischenbau hab ich auch immer mal. Mal mehr, mal weniger. Meist aber bei meinen selbst gezimmerten Rähmchen, bei denen ich mit den verschiedenen Abständen experimentiert habe.


    Zu den "gespreizten" Flügeln kann ich nichts sagen, das höre ich zum ersten Mal und hätte es auch nicht erkannt.