Beiträge von Horstus

    Hallo,
    im "Deutschen Imkerführer" von 1941 findet man eine Liste der Belegstellen (~250) in Deutschland. Insgesamt versuchte man die "nigra" einzuführen, daneben carnica Bienen insbesondere von Züchter Sklenar. In Pommern z.B. gab es 20 nigra und 1 Sklenar Belegstellen, in Sachsen 2 nigra und 11 Sklenar, Sachsen Anhalt 15 Sklenar, 1 nigra und wen wunderts 3 Mittelland -eine deutsche Biene.
    Nach den Krieg wird sich da, wie im Westen, sicherlich alles zugunsten der carnica verschoben haben denn die Werbetrommel der carnica Züchter Sklenar, Troiseck und Peschetz wurde weiter gerührt und die Kunstform "nigra" stellte sich nicht als geeignet heraus.
    Grüße

    HAllo,
    Von daher glaube ich nicht, dass sich in nur wenigen hundert bis ein paar Tausenden Jahren die Mellifera "regionale Ökotypen" herausgebildet haben soll, wie uns der "Zuchtverband Dunkle Biene Deutschland" suggerieren will, zumal es in dem Mellifera-Verbreitungsgebiet kaum eine Isolierung von Populationen gibt (gab). Von daher ist es meiner Ansicht nach egal, woher die Mellifera für unsere Ziele stammt. Verwandt sind sie ohnehin alle miteinander.


    Einteilungen wie "Lehzenii", "Nigra", "Braune", ... , etc. sind alle Menschen gemacht und ohne Bedeutung.


    Gruß
    KME


    Hi, hatten wir das nicht schon mal irgendwo mit der Anpassung (Ökotypen)? Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Anpassung gibt, denn Vergleiche mit anderen Lebewesen zeigen eine relativ schnelle Anpassung an veränderten Lebensbedingungen (Schulbeispiel Birkenspanner) und das ist für ein Lebewesen über-lebenswichtig. Ich gehe da allerdings bei Honigbienen von einer natürlichen Selektion aus und nicht von einer künstlichen.
    Grüße

    Hat sich jemand den Text mal durchgelesen? Die Dunkle wurde durch die Tracheenmilbe ausgelöscht, oder zumindest fast ausgelöscht. Importiert wurde die Milbe durch die Ligustica. Heute will man auf abgelegenen Teilen Englands die Biene wieder ansiedeln und falls möglich, auch wilde Kolonien entstehen lassen, wie auf Tasmanien. Dazu sollen imker angelernt, genetische Untersuchungen durchgeführt und natürlich Material beschafft werden. Importe schottischer Restbestände werden angestrebt. 25.000 Pfund und es kann losgehen.


    Ob das Bruder Adam wusste, was er da angestellt hat :cool:


    Hi,
    vor dem ersten Weltkrieg gab es in England wie auch in Deutschland noch mehr oder weniger reine dunkle Bienenbestände, Bruder Adam nannte sie die "Altenglische Biene". Die Problem der Tracheenmilbe traten zu der Zeit auch häufig bei uns auf und es war nicht die ligustica daran schuld, denn jeder Buckfastimker der die Geschichte kennt, weiss, dass erst diese ligustica und daraus die entstandene "Buckfast" und andere Verkreuzungen mit der heimischen Biene in England wieder zu stabilen Beständen führte, zumindest bei Bruder Adam.
    In Großbritannien gibt es mittlerweile große Bestände der Apis mellifera mellifera rein und es ist ein leichtes diese von C oder B- Biene zu unterscheiden.


    In Deutschland ist der schlechte Ruf der dunklen Biene einst durch die massive und weite Verbreitung durch die schwarze Zuchtform "nigra" der braunen Biene entstanden; Belegstellen entstanden bis nach Ostpreußen, ein gewisser Herr Zander hatte daran großen Anteil.


    Grüße

    http://www.bushfarms.com/bees.htm
    Wer sich für eine TBM interessiert sollte diese Seite aufrufen, da gibt’s es reichlich Informationen.


    Nach reiflicher Überlegung kam ich zu dem Schluss keine TBH Lagerbeute zu bauen, sondern eine Brutkiste die kompatibel mit meinen vorrätigen 12er Dadant mod. Betriebsteilen ist. Also 2 quadratische Platten für vorne und hinten und 2 Platten für die schrägen Seitenwände.
    Bodenbrett, obere Innenabdeckung und Außendeckel, Fütterer; Absperrgitter und Honigraum alles aus meinem vorrätigem Bestand. Neue Brutraumrähmchen-Oberträger wurde mit einer etwa 2 cm Hartfaserleiste versehen, Abstände mit 2 Polsternägel reguliert und eine dreieckige Platte als Trennschied.
    Einen HR aufzusetzen hielt ich für den aus der Frühtracht am Heimstand anfallenden Rapshonig für wichtig um diesen, aber auch Sommerhonigs, abzuernten, außerdem wurde der BR durch die Schräge um 1/3 reduziert was mir für meine Biene zu klein erschien und was sich bestätigte; habe in diesem Herbst einen HR mit 12 Waben ohne Absperrgitter aufgesetzt.
    Ein Schwarm im Mai in einer derartigen Beute gesetzt entwickelt sich sehr gut und baut bis Herbst fast alle Waben natürlich aus. Selbstverständlich kann man mit den Waben nicht so umgehen wie mit den gedrahteten Rahmen, ein abreißen hatte ich aber bisher noch nicht auch bei sommerlichen Temperaturen nicht –Gefühl und ein wenig Übung ist gefragt!
    Grüße Horst


    Würde gerne ein paar Bilder anfügen, das mit der URL kenne ich nicht

    Hi Bernhard,
    eine sehr interessante Arbeit von Seeley & Morse. Mich würde interessieren wo diese Studie gemacht wurde und um welche Unterart es sich handelt, finde darüber nichts, kannst du dazu etwas sagen?
    Grüße, Horst

    Ich liebe Ligustica, habe von ca. 1984 bis ca. 2000 überwiegend mit dieser hellgelben Ligustica aus Dänemark gearbeitet. Eine wunderschöne, extrem sanfte und wabenstete, schwarmfreie Biene. Nur aufgrund meiner Liebe zum ursprünglichen habe ich die Ligustica aufgegeben, aber es kann gut sein, dass ich mir mal wieder ein oder zwei solcher Völker genehmige.
    Gruß
    KME. Foto: Ligustica aus Dänemark


    äh Sack und Asche, "ligustica" ist das nicht eine italienische Biene?

    Alles dass was wir Imker an unseren Bienen vermurksen, ordnet die Biene wieder so wie es für sie richtig ist, wenn man sie lässt!


    Ja, selbstverständlich kann man Dadant-HR ohne Rechen als Begattungseinheiten benutzen, aber dafür ein 4er Bodenbrett, Deckel und Trennschiede zu bauen wäre mir zuviel des guten; Ries benutzte Dadant mod. -HR schon deshalb nicht weil seine HR ein Rechen für 10 Rämchen hatten, hab ich auch so.


    Meine Jungfern entwickeln sich in der Regel in 6er-Dadant Bruträumen, die im Herbst zumeist eine Überwinterungsstärke erreicht haben und im Folgejahr zu Wirtschaftsvölker werden. Einige Reserve-Königinnen habe ich in Mini-Plus, zum verschenken oder umweiseln; wer Königinnen verkaufen möchte muss selbstverständlich anders planen und denken.


    Grüße

    Hallo, genau so ist es "der Krüppel Virus" hat zugeschlagen. Eine Feldwespe, wie auf dem Bild, hatte ich auch schon an meinem Haus gesehen. Die Verbreitung erfolgt über Blüten-Pollen und davon sind alle Hautflügler betroffen. Inwieweit unsere Honigbiene an der Verbreitung dieses Virus beteiligt ist nicht bekannt.
    Grüße,Horst

    Ob nun der Mond scheint oder nicht ist wurscht, es ist und bleibt eine „Begattungskontrolle bei eingeschränkter Flugzeit“ (T. Kober, 2007).
    In der Theorie schön und gut, aber wo sind die Ergebnisse bei uns? Ich kenne kein einziges und der Aufwand mit nur eine Handvoll Drohnen in labyrinthierten Begattungskästen halte ich für Spielerei; da muss Drohnenmasse her (siehe Joe Horner/ Australien) sonst wird das nichts. Auch sollten Dohnenmütter also Königinnen die Drohnen produzieren genetisch geprüft sein und dass ist wiederum ein Hindernis denn eine Prinzessin hat nun mal einen Vater.
    Inwieweit nun ein Driften bei spätem Ausflug der Drohnen stattfindet ist auch noch völlig im Dunkel, stellt man mehrere Kästen auf wird dieser Zuflug bzw. Abflug untereinander stattfinden und wie viele Drohnen (Vagabunden) nach 18 Uhr noch von ihren Langstreckenflügen einkehren (Soland, 2006) ist nicht genau bekannt; da ist eine Künstliche Besamung schon sicherer.
    Ist also alles nicht so einfach, sehe aber hier eine Möglichkeit für Imker, auf bestimmte positive Eigenschaften des Verhaltens unserer Honigbiene gegenüber der Varroa, Viren usw. zu züchten –eine lohnenswerte Aufgabe:
    http://aristabeeresearch.org/varroa-resistance/
    Grüße, die Sonne scheint heute jedenfalls :p_flower01::Biene::p_flower01:

    Hi, die Bezeichnung "Mondscheinbegattung" ist ein wenig irreführend denn wo scheint schon der Mond zwischen 18,00 und 21,00 Uhr?
    Da finde ich die Betitelung: "Paarungskontrolle durch eine eingeschränkte Flugzeit" treffender -und es funktioniert dort, ob bei uns?
    Für Freunde einer aussterbenden Bienenrasse sicher ein Thema!:Biene:
    :p_flower01:

    Hallo,
    ich kenne das Buch von Reiner Schwarz nicht, jedoch kann man der Aussage wenn auch nicht zu 100% zustimmen. Was aber als Beispiel die Abwehrbereitschaft angeht so verweise ich auf die Bergbiene monticola, es ist ein Wildtier und diese soll sehr friedlich sein im Gegensatz zur Schwesternart scutellata; also ist die Eigenschaft doch vorhanden?
    Auch die mitteleuropäische Honigbiene „A. m. germanica Pollmann, 1875“ soll einmal ziemlich friedlich gewesen sein denn auffallende Stecher entwickelten sich erst mit der massiven Einfuhr von „nigra-Stämme“ in ganz Deutschland und der fast gleichzeitigen carnica –Einfuhr aus Quelländern.