Beiträge von Borschard

    Hallo zusammen


    Erstmal danke Bernhard für die Infos. Ich dachte als Verpackung statt Tüte eine alte Margarinedose, weil die stabiler ist. Da könnte ich dann ein paar Lüftungslöcher in den Deckel machen. Bin schon mal gespannt... v.a. auf die Annahme


    @ Jörg: man muß nehmen, was man bekommt. Wenn ich Weiselzellen oder Königinnen bekomme, sag ich nicht nein. Aber er hat da nichts versprochen...
    Und es ist kein Kampf... lediglich der Versuch, eine ungeliebte Eigenschaft runterzudimmen. Zumindest zeitweise. Ich glaub in Brasilien ist man nicht so perfektionistisch. Und wenn es zwei Jahre "angenehmer" imkern ist, dann ist ja gut. Und dann holt man halt wieder was. Und ja, die Afrikanisierten bringen Honig - mehr, wer weiß??? ich hatte letztes Jahr vom besten Volk 45 Liter Honig - und sie kommen mit der Varroa allein klar. Die Stichhaltigkeit ist halt etwas hoch, wenn man gut entwickelte Völker in 10er Dadant oder 12er Gerstung hält und die Honig haben. Und zwar so hoch, daß keine Zuchtbewertung aus D noch irgendeine Note dafür hat. Lediglich frisch "geerntete" Völker aus Häusern etc. die klein sind und kaum Futter haben, sind weniger wild. Sie schwirren, aber sie stechen kaum. Aber wenn ich an meinen Beuten in der Saison auch nur mal den Deckel anhebe, kommt ein sattes Brummen, daß mir die Knie weich werden und ich nicht weiß, ob ich weiter aufmachen will.


    @ Remstalimker: Ja, probieren ist immer interessant. Und Mondscheinbegattung ist meine einzige Hoffnung - oder Selbsttäuschung? - etwas an der Anpaarung beeinflussen zu können. Belegstelle wird bei uns schwierig und für künstliche Besamung fehlt mit die Geduld und ruhige Hand sowie die Knete. Wäre aber bei uns wohl der einzig "sichere" Weg...


    Ich werde mich dann melden, wie es geklappt hat.


    Viele Grüße und frohes Auswintern,
    Borschard

    Angestrebt sind mal 10 Drohnenvölker. Danach dann Phase 2 mit Königinnenzucht - geplant ist hier "Mondscheinbegattung", um die Chancen, daß die gewünschten Väter zum Zug kommen, etwas erhöht sind.
    Ob und wie das alles klappt, wird sich dann zeigen...

    Hallo Ludger


    Bienen im Bus ist mehr oder weniger unmöglich. Königin würde gehen, aber bei den afrikanisierten Bienen hier, werden die meisten menschen schon bei der Erwähnung hysterisch. Geschweige denn, daß man im gleichen Bus sitzen will... deshalb zuchtstoff.
    Und deine Einwände sind berechtigt... es ist mir klar, daß die Bienen der Umgebung viel Einfluß haben werden. Aber ich strebe keine Perfektion und Reinzucht an. Lediglich eine etwas zahmere Biene als jetzt.
    Aber da der Vatereinfluß bei Drohnen wegfällt, weil sie aus unbefruchteten Eiern entstehen, kann ich mit den hier standbegatteten Königinnen trotzdem Italienerdrohnen bekommen. Das ist dann Teil 1 des Projekts: Drohnenspender.


    Im zweiten Teil hoffe ich dann auf eine Königin, um weitere Weiseln zu ziehen, die auf Drohnen der jetzt geplanten Völker treffen. Wobei hier schwer zu kontrollieren ist, auf wen die da noch alles treffen...
    Es wird immer ein schwieriges Jonglieren sein, v.a. da afrikanisierte Minischwärme auch gern mal Völker "übernehmen". D.h. Ableger gehen wohl nur entsprechend stark gebildet usw... aber selbst eine kleine Besserung des Verhaltens gegenüber jetztigem wäre angenehm.


    Viele Grüße,
    borschard

    Hallo liebe Mitimker


    Ich lebe ja seit einigen Jahren in Brasilien und habe die dort üblichen afrikansierten Bienen. Nun hätte ich die Möglichkeit, Zuchtstoff einer Italienerin zu bekommen. In Deutschland war das alles kein Problem mit Umlarven und kurzer Fahrt, hier ist es etwas "speziell". Es sind ca. 2800km Busfahrt - wenn alles klappt, also ca 42h Fahrt. Mein Gedanke war nun, Eistreifen zu transportieren. Damit habe ich aber keine Erfahrung und weiß nicht, was ich beachten muß. Eine Suche im Netz nach detailierten Auskünften blieb erfolglos. Deshalb hier meine Fragen:


    Kann man über diese Dauer überhaupt Eistreifen unbeschadet transportieren?
    Wenn ja,...


    1. in welchem Alter sollten die Eier am besten sein?
    2. wie verpacke ich sie am besten?
    3. müssen die Eistreifen warm bleiben oder dürfen sie abkühlen (im Bus ist Klima auf 18°C) ?
    4. nach Ankunft die Eistreifen in ein Pflegevolk bis die Larven schlüpfen und dann umlarven oder den Eistreifen gleich gekippt zum Pflegen einhängen (sie räumen generell sehr gern aus, was man einhängt...)?
    5. hab ich sonst noch was vergessen und nicht bedacht?


    Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen...


    Borschard

    Ich verstehe, daß es dem Nicht-Eingeweihten Angst und Bange werden kann, wenn geflügelte Horden in die gepflegte Gartenidylee einfallen und sich dort noch niederlassen. Aber an für sich ist ein Schwarm kein Weltuntergang. Also wir genießen diese Trauben... ein echtes Schauspiel. Unser Nachbarn hier in Brasilien - ein Rentnerehepaar - war auch ganz begeistert, als letzte Woche ein Schwarm afrikanisierter Bienen sich hinter der Garage niedergelassen hat. Obwohl die sonst echt üble Stecher sein können, war es während des Schwarmgeschehens ruhig und man konnte 3-4m entfernt stehen ohne daß´man gestochen wurde. Den Schwarm konnte ich einlogieren. Und abends hab ich die Kiste abgeräumt und verstellt. Kein Problem. Eine Flasche Honig wechselt den Besitzer und alle sind glücklich. Ich kann die Angst-Mache vor dem Schwarm nicht ganz verstehen... denn der einzige, der seinen Kaffee und Kuchen nicht mehr genießt ist der Imker, weil er nach Schwarmfangkiste und Co rennt und die Sahnetorte darüber ganz vergißt.


    Mit einem Schmunzeln aus Brasilien,
    borschard

    Hallo Bert


    Herzlichen Glückwunsch zur Honigquelle in der Nachbarschaft! Wegen der Stiche fällt mir grad so ein:


    Zurzeit könnte es sein - Mitte Juli - daß die Völker noch sehr stark sind und es gerade keine Tracht gibt. Dann haben die älteren Damen (flugbienen) wenig zun tun und sind grießgrämig. Meine sind im Juli immer leichter reizbar als die Monate davor, vor allem bei schwül-heißem Wetter und nahendem Gewitter. D.h. für mich: Rasen mähen vermeiden, ebenso alles, was um die Kästen Vibrationen erzeugt oder die Einflugschneiße verstellt. Vor ihrer Nase umgraben war bei der Hitze zuviel. Durch den Schweißgeruch hatten sie dann noch einen weiteren Reiz. Und als die böse Laune erstmal erzeugt war, haben sie sich nicht so schnell beruhigt.
    Aber ich würde eher dazu neigen: unglückliche Kombination von Umständen (Hitze, Virbrationen durchs Umgraben, Schweißgeruch, fehlende Tracht). Ansonsten beim Gartenarbeiten in Bienenkastennähe beachten: Beim Mähen den Auswurf nicht in Richtung Bienenkästen drehen (sie hassen den Luftstrom, der womöglich noch nach Benzin stinkt), möglichst früh oder abends dort arbeiten (kühler). Umgraben etc. am Besten in den Herbst verschieben. Beim Schwitzen darauf achten, daß man aus Versehen keine Biene einklemmt, die gerade Mineralien tankt (Bienen fahren - wenn sonst keine gute Möglichkeit vorhanden ist- voll auf verschwitze Klamotten ab)


    Wegen künftiger Enkel und Bienen im Nachbargrundstück: Je nach Nachbar ist das kein Problem. Meine 4 sind bei Schwarmfang und Schleudern dabei, stecken die Nase in die Kästen, hatten ihr eigenes MiniPLus... vielleicht keiner dabei, den das Bienenvirus gepackt hat, aber es geht mit Kindern gut, wenn sie es gewohnt sind. In der Kleinkind / krabbelphase ist vielleicht noch drauf zu achten, daß der Rasen gemäht ist und keine für Bienen interessanten Blüten dort sind (man kann ja alternativ nen Blühstreifen machen) sowie bienendichte Trinkbecher.
    Wir haben bis zu 15 Völker im Garten stehen und können recht ungestört wenige Meter entfernt Kaffee trinken und Kuchen essen oder Grillen.


    Viel Erfolg beim Finden eines guten Zusammenlebens mit Nachbar und Bienen! Der Wille dazu scheint ja reichlich vorhanden - dann wird das schon!
    Ciao,
    borschard

    Hallo Boris


    Die Entscheidung hängt davon ab, in welcher imkerlichen Phase Du bist.


    Phase 1: Der grenzenlose Enthusiast - Zeit zum Basteln und auch Liebe dazu sind reichlich vorhanden. Ebenso genügend Lagerplatz für weitere Kisten, andere Rähmchen usw. Der Kreativität und dem handwerklichen Können sind keine Grenzen gesetzt, wenn man Adapter basteln muß, zu große Rähmchen in seine Schleuder bringen will oder auch ganz schnöde selbst Rähmchen in irgendwelchen nicht mehr gängigen Maßen bauen muß. Nach reichlich Lektüre im Winter hat man viele Ideen und will selber testen: Sind Hochwaben wirklich besser? Oder doch Stabilbau? usw.


    Dann: immer her mit den kostenlosen Kisten und probieren und rumstuttern, neues Entdecken...


    Phase 2: Der gegroundete Enthusiast: Neben Bienen gibt es noch ein Pensum an Arbeit, Familie, Haus und Hof usw zu erledigen. So gern man seine Bienen hat, muß es doch in einem zeitlichen Rahmen passen - d.h. keine Zeit Völker auf anderes Maß umzuwohnen, im Rähmchenstapel nach dem passenden Maß zu kramen nur um zu merken, daß die nicht gedrahtet sind... Fahrräder und diverse andere Familienbesitztümer beschränken die Lagermöglichkeiten. Die Hoffnung, DIE Lösung der imkerlichen Probleme (Varroa etc.) durch andere Beutensysteme zu finden, ist abgeebbt.


    Dann: lieber nicht noch was anderes.


    Da ich immer wieder einen Rückfall in Phase 1 hab, bastel ich gern in Zeiten, die Luft dafür geben, an Kästen. Zu den Standart-10er-Dadant gibt es mittlerweile 1 Warré und eine Langstroth-Flachzargen-Stabilbeute. Auf Befüllung wartet eine TBH und im Bau ist eine ERB. Die Dadant werfen den Honig ab, die Bastelimkerei befriedigt den Spieltrieb. Allerdings ohne daß ich mir hier Stress mach. Es ist nett, man lernt immer wieder was, denkt über seine Arbeit nach.


    Somit würde ich als weitere Kriterien für die Entscheidung noch anfügen: Beutenzustand (sauber, nicht groß reparaturbedürftig - sonst lieber was Neues), Seuchenfreiheit, Verschiedenheit zum vorhandenen Material (wenn es eh sehr ähnlich ist (z.B. Zander und Langstroth), lohnt der Aufwand nicht und man wird wohl wenig neues entdecken)
    Wenn das gegeben ist, würd ich sagen: Her mit den Kisten, 2 KS rein und loslegen. Wenn Du dann merkst, daß die Kisten nicht zu Dir passen, einfach wieder per KS auflösen und im Standmaß das Volk weiterlaufen lassen. Viel verlieren kann man ja nicht, wenn die Kisten umsonst sind und keine Nutzungsverpflichtung besteht...


    Viele Grüße und gut Honig,
    Borschard

    Okay, hier noch ein paar Zahlen...
    Vereinigte Ableger hatten im Durchschnitt doppelt soviele Milben wie ein einzelner - 1100 Milben. Also simple Mathematik. Die Ableger wurden Anfang September vereinigt, wo Königinnen Probleme machten (Drohnenbrütigkeit, Umweiselungszellen,...). NIcht vereinigte frühe Ableger (Anfang Mai) hatten ca 200 tote Milben mehr als spät gebildete (Anfang Juli).
    Gut dabei sind die im Juli gebildeten Fluglinge mit den Königinnen vom Vorjahr. Hier lagen 820 Varroen auf der Matte.
    Bei den 3 Schwärmen ist das Bild konfus - ein Nachschwarm vom Mai auf Naturbau hatte 1150 Varroen abgeworfen, sein Kollege (ging am gleichen Tag raus, gleicher Standort, wurde aber auf MW gesetzt) dagegen nur 620. Der Vorschwarm (auch auf Naturbau) dagegen ließ 530 Milben und die beiden abgeschwärmten Völker 630 im Schnitt (war auch gleichmäßig) fallen.

    Variante 2 würde ich ziemlich sicher ausschließen. Der Löwenanteil der Milben lag nach der IMP-Behandlung in sauberen REihen unter den Wabengassen, in denen die gerade schlüpfende Brut steckte (beim Vergleich mit Notizen von letzter Durchsicht). Die Nachbarimker arbeiten ziemlich gewissenhaft - also wenig Chance, ihnen den schwarzen Peter zuzuschieben.


    Wahrscheinlich ist eine Kombination von Variante 1 und 3. Vermutlich war meine Behandlung zu schwach, v.a. wenn man die Verdunstungsmengen anderer hier damit vergleicht. Andererseits bin ich mit der Illertisser und meinen relativ sanften AS-Mengen bisher immer gut gefahren. Vielleicht hätte ich eben im August nochmal eine Behandlung mehr machen müssen...? Aber da sah ja noch alles okay aus...
    Vermutlich waren aber doch noch zuviele Milben da, die den kalten und nassen September genutzt haben... Spitzenreiter war ein Volk aus zwei vereinigten Ablegern mit gut 1500 Milben, am anderen Ende der Skala ein früher Ableger mit knapp 200 Varroen.

    Hallo zusammen


    Nachdem im August die "Varrao unter Kontrolle" war, ist bei mir das Ganze im Laufe des Septembers entgleist. Anfang September war soweit alles okay. Ich hab dann die letzten Sonnentage am Septemberschluß genutzt, mit der Illertisser Milbenplatte und AS 60% einen TEst zu machen - und siehe da, es regnet Milben! Vor allem in den Wabengassen, in denen Brut geschlüpft ist, war massiver Varraofall.
    Variante 1 wäre, daß ich Juli / August schlampig behandelt hab. Variante 2 ist Reinvasion. Oder drittens - starke Milbenvermehrung in kühler Brut...

    Hallo Frank Fehrenbachs hängen Ableger in Ertragsvölker ein. Zitat (von www.mellifehra.de): "Umweiselung Routinemäßig werden alle Völker durch Zusetzen eines Ablegers mit junger Königin umgeweiselt. In Völker mit zwei Bruträumen wird der Ableger eingehängt, nachdem die alte Königin und die überzähligen Waben entfernt wurden. Der junge Wabenbau in den Ablegern unterstützt die Bauerneuerung in den Völkern." Ich meinerseits bin nach einem erneuten Versuch, dieses Jahr auch noch etwas später Ableger zu bilden, weils ein paar schöne WEiselzellen einer guten Königin gab, wieder bei der Überzeugung: Die frühen laufen viel problemloser, quellen im Juli bereits aus einer Zarge und sind nächstes Jahr auch da, wenn´s losgeht. Es gibt kein Königin-Käfigen, Volk-Entweiseln und Zellenbrechen, Hoffen und Bangen, ob sie angenommen wird usw. Die späten Ableger hab ich mitsamt Brutwaben zum Umweiseln von Wirtschaftsvölkern verwendet (wie auf Fehrenbachs Seite beschrieben). Beim Vereinigen zwei solcher Ableger auf je 5 Waben wäre mir das knapp vorgekommen... Viele Grüße,
    Borschard


    ... der jetzt endlich mal die Futtertröge runterziehen und putzen sollte.

    Hallo Steffen


    Ich denk nicht, daß das Plexiglas irritiert - ist ja eh dunkel in der Kiste und somit egal, ob das Schied durchsichtig ist oder nicht. Und wenn der Baurahmen neben dem Schied hängt, hat man einen kleinen Guckapparat - ganz nett sicher auch für Kinder und Besucher. Jedenfalls verzieht sich Plexiglas nicht so arg wie manches Sperrholzschied.


    Viele Grüße,
    Borschard

    Ne Remsi, die waren nicht in Brasilien, sondern einer der ersten Besuche kurz nach unserer Ankunft in Deutschland. Nur damit wir gleich wieder richtig auf deutsch "geeicht" sind und nicht denken, wir könnten hier wie in Brasilien unseren Honig Pi mal Auge in gebrauchte 2-Liter-PET-Flaschen füllen. So war von Honiglagerraum bis Schleuder-Besichtigung und das Abstauben von Gratishonig fürs Betriebsfrühstück (ein Scherz - keine Unterstellung, nur gleich als rechtliche Absicherung, bevor wir hier verklagt werden ;-) alles mal dran.


    Gut Honig noch,
    Borschard