Beiträge von Morpheus

    Ich weiß was passiert ist.....das Nest wurde durch eine kleine schwarze Solitärwespe parasitiert.

    Ihren Namen kenne ich leider nicht aber umso mehr ihre Lebensweise.

    Auf den zentralen Zellen sieht man die Kokons. Es sind immer 4 Stück pro Zelle. 3 in der oberen Hälfte der Zelle = Männchen, und eine größere = Weibchen darunter. Öffne sie mit einem Teppichmesser und du wirst Puppen darin finden. Aus diesen Zellen sind natürlich keine Hornissen geschlüpft und die Königin hat sich umsonst abgerackert und irgendwann eingesehen dass es sinnlos ist.

    Diesen Parasit kenn ich vor allem von der sächsischen Wespe. Die kleine schwarze Wespe versteckt sich zwischen den Papierringen und legt ihre Eier dann wenn die Königin das Nest verlässt.

    Die Wespe verströmt einen sehr intensiven Geruch.....so ähnlich wie Haarspray.

    Das Wespen wie auch Hornissenköniginnen fremde Nester übernehmen kommt sehr oft vor....es ist ihre letzte Chance wenn ihre eigene Nestgründung schief gegangen ist.

    Hallo,
    die gemeinsame Durchsicht des Volkes hat ergeben, dass das Volk schon sehr lange hoffnungslos weisellos und drohnenbrütig ist - es ist sogar schon so weit dass es nicht mehr in der Lage ist Brut zu pflegen.
    Das Verhältnis Drohnen zu Arbeiterbienen liegt bei fast 50:50 !
    Der Wabenbau verrät das die Königin - falls mal vorhanden - nie zum legen gekommen ist.
    Meine Vermutung ist die die scoutladen oben beschrieben hat - schwarmtriebige Bienen wurden für den KS verwendet.
    Eigentlich sind die Bienen zu alt für irgendwas ausser abzufegen.


    Genau das nämlich das Alter ist auch der Grund warum keine offene Drohenbrut mehr vorhanden ist - die Bienen sind schlicht zu alt um Futtesaft zu erzeugen.
    Die beschriebene verbliebene Brut ist alles verdeckelte Drohenbrut.
    Das Wabenwerk ist entsprechend fast vollständig "vermurkst"
    Unter normalen Umständen würde ich das Volk sofort auflösen...In diesem Fall werde ich aber mit einer ausreichend großen Bienenmenge aus einem meiner Völker und einer Apideabesatzung samt junger Königin quasi einen KS machen.
    Die Waben werden wir auf die brutfähigen reduzieren bzw. einkürzen.


    Zugegeben dies ist ein Experiment und ich würds normal auch nicht machen...aber die normalen Sachen sind ja auch langweilig...


    Gruß
    M.

    Persönlich würde ich ja "einseitig gebratene Lachsfilets auf Tomatensauce" bevorzugen. Aber das scheint wie mit den Beuten zu sein... Hauptsache Geschmacksache :-)



    Hallo scoutladen,
    ich wohne nur ein paar Km von dir entfernt.
    Wenn du willst würde ich mir dein Volk - um der Bienen willen - mal anschauen und alles Nötige tun.
    Bin 41 Jahre alt, Wochenendimker mit rd. 35 Völkern und hab 30 Jahre Erfahrung......eine Königin hätte ich auch noch über....


    Gruß
    M.

    Lasius niger....oder Schwarze Wegameise.....und die großen Kokons sind die der Jungkönginnen und die oben der Drohnen und Arbeiterinnen.
    Können den Bienenvölkern schon lästig werden weil sie gerne die Wärme der Bienen für ihre Brut besonders unterm Deckel nutzen wollen.....besonders wenn draussen kühl ist.

    Am 9.4. hatte ich das schwache Volk mit aber vitaler und legetüchtiger Königin über Absperrgitter und Honigraum auf ein starkes Volk aufgesetzt.
    Melanie


    Hallo,
    wenn zwischen dem unteren Brutraum und dem aufgesetzten Volk noch eine Honigraumzarge war, dann war dies einfach zuviel Distanz !
    Die Bienen müssen die Chance haben ein sich angrenzender (aber durch ASG getrennten) Brutkörper zu bilden.
    Man denke auch an die problematische Pollenversorgung durch womöglich zwei ASG über eine solche Distanz.
    Gruß
    M.

    :lol: Zwei aus dem Schwarzwald und so verschieden...
    Danke für die guten Wünsche, aber nur kein Neid, ihr seid dafür mit Waldtracht gesegnet, hier ist ab Juli tote Hose, und auch auf 25m NN hat es nicht überall Heidetracht.:-(
    Aktuell hoffe ich nur, ich krieg die Damen noch in Schwarmstimmung VOR der Apfelblüte...:roll:


    Och das mit der Waldtracht ist so ne Sache - die Weißtanne honig leider meist zur Unzeit - gerne im September oder Oktober (wie letztes Jahr) also unmöglich zu nutzen. Meine
    Völker sind da schon aufgefüttert und interessieren sich garnicht dafür - gehen lieber auf Springkraut weil Doppelnutzen (Pollen und Nektar und das bei jedem Wetter). Die Fichte (was ich nicht als Tannenhonig sehe - andere dafür schon) bringt im Juni- Juli meist Melezitosehonig der nur sehr schwer zu händeln ist - man kann ihn auch als Plage sehen - nicht wenige Imker wandern dann ab.
    Ich bereite meine Völker jedes Jahr immer so vor, dass sie optimal fit sind wenn die Edelkastanie blüht - dann brauchts nur noch schönes Wetter und die Kisten sind voll mit einem schleuderbaren Honig.
    Frühtracht taugt bei mir nur zum Aufbau der Völker.
    Gruß
    M.

    Hallo,
    Ich habe mir im Herbst letzten Jahres sechs Bienenbäume beim Michael Thien gekauft.
    Die Bäume sind so 60 - 80 cm hoch und ich hab sie erstmal in 40kg-Hobbocks gepflanzt weil ich sie in der Garage überwintern wollte.
    Hatte Angst das sie mir übern Winter erfrieren ohne das ich auch nur ein grünes Blatt daran gesehen hätte.
    Glaub sie hätten diesen Winter nicht gepackt - mir ist so einiges anderes erfroren.
    Frost ist nicht gleich Frost - auf die absolute Gradzahl kommt es nicht so an - wichtig ist ob Schnee liegt und wie die Luftfeuchtigkeit ist - am schlimmsten ist schneeloser trockener Starkfrost.
    Den nächsten Winter müssen die Bienenbäume jedenfalls selbst meistern.
    Gruß
    M.

    :lol: Ist aber so - Erle ist noch nicht durch, und Löwenzahn fängt grad gewaltig an (vor einer Woche hab ich das auch noch nicht SO gesehen, aber der hat echt *booom* gemacht). Birke und Hasel stauben auch noch reichlich, aber ich kann sehen, wie sie in die Erlen düsen, und im Löwenzahn baden sie auch schon - und die allerallerersten Rapsblüten gehen auf.Dazu kann ich Mirabelle, Kirsche, Huflattich, und Traubenhyazinthen bieten.:wink:


    Deine Schilderungen klingen für mich phantastisch - bei mir (Nordschwarzwald 800mNN) blüht Hasel und Erle immer gleichzeitig und sind seit Wochen durch und die Blüten liegen am Boden - die Weide ist grad mittendrin - das Buschwindröschen blüht (weisser Pollen sehr attraktiv) - Löwenzahn sind noch keine Blütenknöpfe zu erkennen - der kleine Huflattich blüht - Mirabelle und Süßkirsche schwellen gerade die Knospen also noch gut 2 Wochen von der Blüte weg - letztes Wochenende Schneestürme.
    So siehts bei mir aus :-)
    Gruß
    M.

    Hallo zusammen,
    anbei 2 Bilder, die mir etwas Rätsel aufgeben.
    Beim ersten quillt irgendetwas aus den Zellen (Brut?).
    Beim zweiten denke ich, es ist Nektar, der in den Zellen kandiert. Erst war es nur feucht und jetzt im Winter wurde es immer milchiger und zum Schluss fest. Muss aber noch selbstgesammeltes Futter sein, denn ich habe Sirup eingefüttert, der kandiert nicht.
    Was denkt ihr?


    Hallo,


    das zweite Bild ist - meiner Erfahrung nach - das Ergebnis eines späten Eintrags von Springkraut-Tauhonig.
    Solche Waben sollte man vor dem Winter aus dem zentralen Bereich des Volkes entfernen.


    Gruß
    M.


    Soweit mir bekannt ist, wird die Zeit, die die Milben außerhalb der Brut verbringen, mit 4 bis 14 Tagen angegeben. Damit schwankt die Vermehrungsrate über 2 Monate von 10 bis 38, also rund um den Faktor 4. Ich halte es für möglich, dass sich die Milbe durch Selektionsdruck im Laufe der Jahre kürzere Verweilzeiten außerhalb der Brut zugelegt hat. Bei einer Verkürzung der Verweilzeit auf 2 Tage würde sich die Vervielfältigung auf 61 vergrößern, bei einer Verkürzung auf 1 Tag auf 82! In einem solchen Fall würden aus 100 Milben in 2 Monaten 8200 Milben! Gleichzeitig würde es immer schwerer, die Milbe mit einer Oxalsäure-Blockbehandlung zu erwischen. Eine erzwungene Brutfreiheit kombiniert mit einer Oxalsäurebehandlung sollte aber recht wirkungsvoll sein.Ralph


    Hallo,
    ich habe meine Völker nach der Schleuderung im Juli einer Blockbehandlung mit OX-Verdampfung alle 4 Tage über 3 Wochen unterzogen.
    Notwendig wäre logischerweise nur eine Blockbehandlung über eine Verdeckelungsperiode.
    Theoretisch hätte ich damit nach und nach alle Milben sobald sie aus der Brut geschlüpft wären und ein paar Tage ausserhalb auf den Bienen zugebracht hätten erwischen müssen.
    Dies war aber bei manchen Völkern nicht so. Bei diesen Völkern fielen pro Behandlung in den folgenden 3 Tagen rd. 250 Milben - dies wiederholte sich bei den folgenden Behandlungen in gleichem Umfang.
    Man sollte nun annehmen das durch diese Maßnahmen die allermeiste Bienenbrut milbenfrei zur Verdeckelung kommt - trotzdem hatte ich bei einigen Völkern bei Abschluß der Blockbehandlung weiterhin eine hohe Milbenschädigung bei den Jungbienen und viele schlüpfende FDV-Bienen.
    Also entweder tötete die verdampfte OX nicht die jeweils aufsitzenden Milben im großen Umfang (allerdings sprechen die abgefallenen Milben dagegen) oder die vielbesagte "Reifeverweildauer" der Milben auf den Bienen stimmt nicht bzw. stimmt zu dieser Jahreszeit nicht.
    Gruß
    M.


    ......ohne ASG inspizieren sie nicht gar so selten ihre gesamte Kiste....:wink:


    Kann ich vollauf bestätigen.......in der TBH konnte ich beobachten das die Königin alle Ecken der Kiste mit oder ohne Begleitung inspiziert hat......


    Ich würde den Sitz des Volkes korrigieren......wichtig wäre aber auch ob es sich bei dem unteren Futter um offenes Futter handelt oder um gedeckeltes....im Moment tragen die Bienen noch viel offenes Futter in großen Mengen um.
    Gruß
    M


    Hier noch was zur Oberträger-Form: Bei meiner TBH benutze ich Oberträger mit Mittelsteg. Hier habe ich festgestellt, dass sich die Bienen (bisher) ziemlich gut an die vorgegebene Richtung halten. Sind die Oberträger jedoch zu schmal, macht die Wabe häufig eine "Ausweichbewegung", d.h. der Abstand wird nach unten hin noch breiter. Im angehängten Bild unten sieht man einen 32mm breiten Oberträger außerhalb des Brutnests. Sieht für mich so aus, als hätten die Bienen zwar beinahe mittig auf dem Steg begonnen, aber nach Baubeginn noch den Abstand zur Nachbarwabe korrigiert.
    Grüße,
    Markus


    Hallo Markus,


    das Phänomen kenn ich auch und meine Bienen machen diese Ausweichbewegung auch.
    Habe festgestellt das die Völker die zentralen 6-7 Waben sehr ordentlich und gerade und fast ausschliesslich mit Arbeiterzellen ausbauen, dannach aber bei den äußeren Waben schludrig werden.

    Gute Erfahrungen habe ich gemacht wenn ich zwischen der letzten und der vorletzten gut ausgebauten Wabe einen OT zwischengebe. Die Bienen haben dann keine andere Wahl als ebenfalls "gerade und ordentlich" zu bauen. Allerdings darf der Futterdruck nicht zu groß sein, sonst sind die beiden äußeren schneller Dickwaben als sie die Mittlere Wabe bauen können.


    Gruß
    M.