Beiträge von Sonnenblume44

    Kann es sein das Ihr Euch hier zu sehr auf das Wachs konzentriert?



    Ich glaube nicht.


    Ergänzend zu meiner Beschreibung möchte ich noch hinzufügen:


    Von meinen Völkern haben nur die überlebt, die im letzten Jahr keinerlei neue MW bekommen haben.


    Somit kann nicht nur ein Eintrag von außen verantwortlich sein, denn dann hätte es die Völker ohne neue MW auch treffen müssen.


    Alle standen am selben Standort. In meiner Umgebung wird extrem viel Mais und immer mehr Obst angebaut.


    Wäre ein Eintrag von außen allein verantwortlich, hätte es auch die alten Völker ohne neue MW treffen müssen.

    Selbst wenn man berücksichtigt, daß nicht alle Völker dieselben Trachten anfliegen, so müßten zumindest einige der Altvölker Schäden zeigen, was aber nicht der Fall ist.

    Kann es sein das Ihr Euch hier zu sehr auf das Wachs konzentriert?


    Was ist, wenn es dieser Pilz Beauveria bassiana ist?

    Zu a) Das Wachs ist das Erscheinungsmedium.


    Zu b) Ja, war schon in Überlegung. (Und schlummert noch im Hinterkopf für Ursache von Völkerverluste)

    Frage: Wie erklärt sich dann das mit dem wolkigen Brutnest und warum sind nur Imkereien betroffen die ihr Wachs aus den Händen gegeben haben?

    http://bee-gann.de/Wachs/stearin.html


    Die Einträge in der Karte sind deutschlandweit begrenzt aus dem Grunde,

    weil diese Seite nicht international bekannt ist. (Übersetzung und Verlinkungen in Europäische Sprachen wäre schön. Allein ins niederländische, polnische und italienische würde zig andere Fälle zeigen)

    Nochmal deutlich: es ist bekannt dass > als 12 Fälle vorliegen.

    Es sind Schäden bis nach Bosnien und England gemeldet worden.

    Leider fehlen selbst auf der Deutschlandkarte noch viele Einträge. Selbst Bernhard fehlt dort noch.

    Gründe warum dort nicht mehr Fälle stehen mag in der Bekanntheit des Problems und in der Organisation der Imker liegen.

    Ich habe es zwar im Forum vor einiger Zeit schon einmal geschrieben, aber offensichtlich haben es nicht alle User mitbekommen oder es ist in der Zwischenzeit in Vergessenheit geraten?


    Auch ich bin betroffen.


    Ich habe im letzten Jahr die Völkerzahl mehr als verdoppelt und mußte MW zukaufen. Bzw. habe ich mein ausgeschmolzenes Wachs bei einem Händler/Umarbeiter abgegeben und im Austausch MW (NICHT aus meinem Wachs) erhalten.

    Ableger und Schwärme, denen ich diese MW gegeben habe, entwickelten sich schlecht, bzw. garnicht weiter.

    Es waren seltsame Brutbilder zu sehen, auf die ich mir im letzten Sommer zunächst keinen Reim machen konnte.

    Erst als ich entsprechende Fotos von anderen Fällen sah, dämmerte mir, daß ich womöglich ein Wachsproblem haben könnte.

    Die Ableger und Schwärme nahmen kaum Futter ab und wurden immer schwächer.

    Einige schafften es nichtmal bis zum Winter, andere überlebten den Winter nicht.


    Insgesamt habe ich dadurch 37 Völker verloren, beim Abräumen im Frühjahr fand ich in ALLEN toten Völkern Waben mit dem bereits mehrfach beschriebenen Schadbild.

    Die zugekauften MW ließ ich analysieren und bekam das Ergebnis, daß es sich nicht um MW aus reinem Bienenwachs handelte.

    In meinem Fall wurde vom Labor eine Beimischung von Paraffin vermutet.

    Allerdings in einer Menge, die allein nicht für das Völkersterben verantwortlich sein konnte. Besagter Händler arbeitet nach eigenen Aussagen mit einer Anlage, bei der Serdox als Trennmittel verwendet wird.


    Auffällig war auch, daß es Schwärme gab, die die MW weitgehend ignoriert und bei der Auffütterung in einer aufgesetzten Leerzarge wild gebaut haben. Auch dieser Wildbau zeigte das typische "Wolkenmuster" und die Schwärme überlebten den Winter nicht.


    Ob nun dieser Wildbau von den MW "angesteckt" wurde oder ob es doch noch einen bisher unbekannten Faktor (Eintrag von außen?) gibt, der vielleicht in Kombination mit gepanschtem Wachs und/oder Serdox für das Sterben der Völker verantwortlich ist, ist bekanntlich immer noch nicht abschließend geklärt.


    Auch ich würde es sehr begrüßen, wenn sich mehr Betroffene zu Wort melden würden, weiß allerdings auch aus eigener Erfahrung, wie mit diesen Betroffenen umgegangen wird.


    Das geht tatsächlich von "die Varroa war´s" über "zu blöd zum imkern" und "auf die Tränendrüse drücken/Mitleid heischen wollen" bis hin zu massiven Anfeindungen und Androhung rechtlicher Schritte, weil ich den Namen des Händlers in FB öffentlich genannt habe, was übrigens immer noch nachzulesen ist.

    Die Androhung rechtlicher Schritte gegen mich blieb bisher eine Androhung und wurde nie in die Tat umgesetzt.

    Und selbst wenn diese Androhung in die Tat umgesetzt würde, bliebe ich bei meiner Aussage, denn im Ernstfall kann ich beweisen, welche MW ich wo gekauft habe.


    Der Händler zeigte im Gespräch keine Kooperationsbereitschaft, daraufhin habe ich Anzeige gegen ihn erstattet.

    Die Ermittlungen wurden nach einigen Wochen eingestellt, weil keine Betrugsabsicht nachgewiesen werden konnte.


    Vor diesem Hintergrund wundert es mich nicht, daß Betroffene, die erkannt haben ein Wachsproblem zu haben, sich nicht trauen an die Öffentlichkeit zu gehen.


    Anderen wiederum mag überhaupt nicht bewußt sein, warum ihre Völker sterben und wieder andere fürchten um den Ruf des Honigs oder um ihre Bio-Zertifizierung.


    All diese Befürchtungen spielen jedoch jenen Umarbeitern und Händlern in die Hände, die einfach weitermachen wie eh und je und dies sogar dürfen ohne Schadenersatzforderungen befürchten zu müssen, weil es keine gesetzliche Definition gibt, was "Bienenwachs" eigentlich ist.


    Wir brauchen also gleich mehrere Dinge:

    Eine gesetzliche Definition von Bienenwachs.

    Weitere Ursachenforschung.

    ImkerInnen, die sich nicht einschüchtern lassen.


    Und das Bewußtsein, daß die eingeschmolzenen Waben toter Völker durch Eintausch gegen neue MW das Problem flächendeckend verteilen werden.

    Gib mal bitte Anleitung:

    Welches Papier?

    Hätte alles da und könnte bis Ende Woche Ergebnisse liefern.

    Bitte genaue Anleitung.

    Danke

    Wenn es die OX wäre, dann wäre das bei dem Großen Feldversuch mit über 1100 Völker von der Fischermühle aufgefallen. Da wurden Wabenbilder aufgenommen um eventuell Schäden bei offener Brut zu erkennen,

    Es trat aber nicht dieses Brutbild auf.

    Bernhards Beobachtung mit dem Ausfressen der Brut kann voll und ganz bestätigt werden.

    Es sind keine toten Bienen auf dem Beutenboden.

    Eier, Larven und Puppen werden ausgefressen.

    Nymphen werden morgens in der Frühe aus dem Flugloch getragen.


    Nun, meine Frage: Was fressen nun latent geschädigte Arbeiterinen, wenn sie die Brut fressen, noch mit? Tragen sie dann durch ihren Kropf (Futterdrüsen) ein hochwirksames Gift weiter?


    Danke Michi! Ich finde auch dass hier Raum für Überlegungen, Spekulationen und Hypothesen sein dürfte. Wenn alle sich bemühen dass Hypothesen deutlich gekennzeichnet sind, dann sollte es auch mit der Diskussionskultur klappen ;-)