Beiträge von holsa

    sabi(e)ne


    Nihil novi sub sole


    Mich wundert Deine Verwunderung.
    Gerade wir Imker wissen doch, dass man mit
    Nahrung (Gelée royale) einen Organismus
    verändern kann.
    Man kann mit der Nahrung das epigenetische System
    beeinflussen.
    Und das die „Schalter“ vererbt werden ist doch auch
    klar, sonst würden wir Imker ziemlich doof aus der Wäsche
    gucken.

    :oops: Das tut mir leid, ich mach am WE ein Maus-posting draus, du bist ja nicht der einzige, dem ich nicht vermitteln konnte, was ich meine, und was mich umtreibt


    Schon, aber mir gefiel Dein Trend nicht.


    "Wenn wir jetzt zu "virulenteren Milben" und "Bienen, die keine 5000 Milben mehr vertragen" kommen, sollte es da nicht langsam:u_idea_bulb02: machen?"


    Mit diesem Satz hast Du die sachliche Ebene verlassen.
    Und jeder weiß, wohin die Diskussion führt.
    Das Thema an sich ist spannend.

    Dazu kann ich Euch auch eine Story erzählen.


    Vorweg:
    Meine Völker stehen im Block,
    d.h. 4 Völker pro Block, jedes mit einer
    anderen Flugrichtung.
    Zum Winter hin (also jetzt), sichere ich
    die Kisten mit Ratschen-Spanngurten
    (2 Beuten = 1 Gurt).


    Seit einigen Tagen habe ich 2 Völker
    am Hausstand, die unwahrscheinlich aggressiv sind.
    Kaum kommt man in die Nähe des
    Flugloches, schon kommen die Wächterinnen
    raus, und blasen zum Angriff.
    Gestern haben sie meinen Hund zerlegt,
    der arme Kerl ist für dieses Jahr erst einmal bedient.
    Da ich erst vor ein paar Tagen die Abschlusskontrolle
    gemacht habe, wo alles OK war, konnte ich mir das
    Verhalten der Bienen nicht erklären.
    Räuberei schloss ich aus, da wir hier kein Flugwetter
    hatten (Wind + Regen). Es war auch tote Hose am Stand,
    nicht eine Biene draußen, bis auf meine beiden Pappenheimer, die hatte am Flugloch 7-8 Bienen sitzen.


    Heute Nachmittag:
    Ich gehe an den Blöcken vorbei, da höre ich einen merkwürdigen Ton, so als ob jemand mit schnellen Schlägen auf eine Blechtafel schlägt. Nachdem ich die Tonquelle ausfindig gemacht hatte, war mir einiges klar.
    Der Übeltäter war der Spanngurt meiner beiden „Stecher“.
    Er lag glatt, sauber und gespannt über den beiden
    Blechhauben. Wenn jetzt der Wind zwischen den
    Gurt und den Blechhauben fegte, fing
    der Gurt an zu flattern und schlug dabei auf die Hauben.
    Der Innendeckel mit seinem Hohlraum wirkte dabei
    wie ein Resonanzkörper.
    Also, Gurt ein wenig beiseite geschoben.
    Ergebnis = 0
    Dann, Gurt noch mehr gespannt.
    Ergebnis: Der Ton wurde heller.
    Ich hab mir dann die anderen Spanngurten
    angesehen, und musste entdecken, dass ich beim
    Einwintern geschlampt habe. Die Gurte waren
    nicht glatt, sondern in sich verdreht.
    Und genau das war die Lösung.
    Also, den Gurt zweimal umgeschlagen,
    und weg war der Ton.
    Kleine Ursache, große Wirkung.

    Hi Holsa,


    so ein Teil findet immer interessierte Zuschauer und ist ein guter Anknüpfungspunkt für Gespräche.
    Denk mal an alte Pflüge oder sonstige bäuerliche Geräte.
    Werden immer wieder bestaunt!


    Moin Radix,


    ich glaube da verwechselst Du etwas.
    Es ist ein Unterschied, ob ich einen
    Oldtimer in die Ecke stelle, um zu zeigen,
    wie früher der Honig gewonnen wurde,
    oder ob ich einen Haufen Schrott in die Ecke stelle,
    an dem einzig und allein der Quetschhahn etwas
    mit der Imkerei zu tun hat.
    Dieser Müllhaufen zeigt mir nur:
    1.Der Besitzer war ein Bastler.
    2.Der Besitzer war geizig.
    3.Der Besitzer legte keinen Wert auf Hygiene.


    Wer heute Honig produzieren und verkaufen
    will, der muss einen Betrieb haben, der aussieht
    wie geleckt. Von der Beute bis zum Glas.
    Da hat so ein "Meisterwerk" nichts verloren.

    Super Link holsa, aber man braucht eben viel Zeit zum lesen. Danke.


    Hallo Drobi, hallo Freunde
    der Bienenliteratur.


    Der Krünitz ist „nur“ eine Zusammenfassung von vielen
    Büchern. Die wahren Schätze dieser Enzyklopädie sind
    die Quellenangaben. Mit diesen Angaben und mit der
    Technik von heute, haben wir die Möglichkeit einen
    Einblick in die Zeit von damals zu bekommen.
    Einer Zeit, in der es in der Imkerei noch keine
    Probleme mit der Varroa und den Spinnern gab.
    Viele Bücher, die Krünitz als Grundlage für sein
    Werk hatte, wurden in den letzten Jahren digitalisiert.
    Viel Spaß beim Lesen.


    http://books.google.de/books?id=rKNbAAAAMAAJ&dq=Entwurf+der+vollkommensten+Bienenpflege&printsec=frontcover&source=bl&ots=6aIc8G_XHf&sig=G6N_5uAOlXOmL-ythV7YVmWnctM&hl=de&ei=7ELSSq2RINTG_gar843ZAg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CAcQ6AEwAA#v=onepage&q=&f=true


    http://books.google.de/books?id=xsc6AAAAcAAJ&dq=Natürlich%3Dwirthschaftliche+Betrachtung+der+Bienen&printsec=frontcover&source=bl&ots=KymSWtxmh5&sig=HWInn6EjoCIqaPitIZIBVnlN6fo&hl=de&ei=X0HSSqTfL8mB_QaRzdHZAg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CAkQ6AEwAA#v=onepage&q=&f=true

    Liebe sabi(e)ne,
    ich weiß ja, dass Du ein Fan der Landwirtschaft aus dem Mittelalter bist,
    deshalb möchte ich Dir die Schwammtuchbehandlung nicht absprechen.
    Für mich ist aber der „Nassenheider von oben“ hier und jetzt, das nec plus ultra.
    Und NEIN, Nassenheider und Schwammtuch haben nichts gemein.
    Und damit ich nicht in den Verdacht des Forum-Produktplacement gerate, der Nassenheider (normal) im Rähmchen ist Schrott, totale Fehlkonstruktion.

    Henry
    Aber Du kannst doch nicht Lysistrata ihre
    Lebenserfahrung absprechen, und Lysistrata
    hat doch einen Grund warum sie die Homöopathie
    bei ihren Bienen anwendet.
    Nur leider werden wir diesen Grund nie erfahren,
    weil es in diesem Forum Schlaumeier gibt,
    die zwar nicht wissen was PSM bedeutet,
    aber ein fundiertes Wissen haben, über alles
    was sie nicht verstehen.


    Ich bin kein Freund der Homöopathie
    und mein Tierarzt würde sofort einen
    „Schlach an den Hals“ bekommen, wenn er das
    Wort nur in den Mund nimmt, aber das gleiche Schicksal
    würdest Du auch erleiden, wenn Du mir mit der
    Schwammtuchbehandlung kommst ( natürlich nur
    verbal gemeint).