Beiträge von Wabenhansel

    Ihr hattet recht mit dem Risiko! Nach 2 Tagen Zuchtrahmen nachgeschaut und leider "tote Hose"! - Die Näpfchen wurden zwar nominell angenommen (kurz angeblasen) und es turnten Mengen von Bienen drumrum, aber es ist kein Inhalt mehr drin. Entweder haben ihnen meine Näpfchen nicht gefallen, oder sie wollten eben nicht. An einen Umlarvfehler bei allen Zellen glaube ich nicht.


    Statt dessen haben sie 7-8 WZ auf Wabe angesetzt. Interessanterweise keine typischen NZ sondern Zellen am unteren Rand der Waben. Es handelt sich um Naturwaben und die haben einen runden Rand mit Zellen, die schräg nach außen gucken. In diesen Zellen (oder bereits vorhandenen Spielnäpfchen) haben sie plötzlich Larven drin. Nachdem Eilage in diesem Bereich unwahrscheinlich ist (auch keine Nachbarbrut vorhanden!), ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß die Bienen Larven umgebettet haben (mag sein sogar die aus meinen Näpfchen :)).


    Jetzt warte ich nochmal 2 Tage, breche dann alle bis auf 3 Zellen aus und versuche es nochmal mit Zuchtnäpfchen.

    Drollhos


    Zitat

    Eine Zelle war komplett verdeckelt. Allerdings nicht in der üblichen Zapfenform sondern direkt nach dem gegebenen Weiselwachsbecher ziemlich flach zugemacht, mit kleinem Zipfel dran.


    Hatte ich auch eine! Ist allerdings ein Grab, kommt nix raus dabei. Ob's vielleicht ein Drohnenei war? Vermutlich aber eher ein "Bienenunfall", denn schlechte Brut könnten sie auch entfernen. Vielleicht gut zu sehen, daß die Bienen auch nicht alles perfekt machen. :wink:


    Wegen deinem Schwarm; da habe ich vor kurzem gelesen, daß bei Zucht über ASG (im weiselrichtigen Volk) bei Verdeckelung Schwarmgefahr besteht. Die vielen schönen verdeckelten Zellen wirken vielleicht anregend auf das Volk.


    Mal sehen, was die meinen machen werden!


    Zitat von Sabine

    Aristeus: nein, ganz frisches Wachs ist IMMER blütenweiß, egal welche Rasse oder Ernährung.
    Gelb wird es durch Propolis und Pollenöle, die die Bienen so an den Körpern kleben haben, und durch Mitverwendung alten Wachses.


    Jedenfalls kann man nicht sagen, daß frisches Wachs immer weiß ist, so wie man es zu sehen bekommt! - Ich hatte Waben-Neubauten, farblich von Grau über Löwenzahn-Gelb bis zu Bräunlich-gesprenkelt.

    Zitat

    lese ich in diesem Thread richtig, dass ihr jetzt noch neue Königinnen zieht ? Trotz abklingender Volksstärken ... ( Sommersonnenwende ...) ?


    Ich versuche mal eben noch ein paar Ableger hinzubekommen (bei unsern wechselwarmen Wintern könnte das schon gehen). außerdem möchte ich ein Volk umweiseln.


    Die Überraschung verwundert mich. In einem anderen Fred wurde mitgeteilt, die Kö.s würden immer besser, je später im Jahr sie gezogen werden. ;) Na prima! - Außerdem soll ja September die Hauptzeit für's Umweiseln sein. Woher kommen dann die Königinnen? Kann man doch jetzt noch gut ziehen. Die Belegstellen haben auch noch bis Ende Juli auf.

    Danke allerseits!


    Zitat

    willst du "jetzt" noch züchten oder ist das allgemein gemeint?
    Wieviele Königinnen benötigst du?


    Ja, ich will jetzt züchten und ja, es ist auch allgemein gemeint. So ist das bei mir eben. :)


    Es sollen min. 7 Weiseln herauskommen, also lege ich 12 auf. Weil es schnell gehen soll, nehme ich die Methode "vorrübergehend weisellos" mit 2 tägigem Wegstellen der Brutzarge mit Kö. (Schon passiert!) Danach Wiedervereinigung mit ASG und ggf. Umplatzieren des Zuchtrahmens in Honigraum oder anderes Volk.


    Ok, Arbeit und Risiko muß ich eingehen. Meine erste Sorge galt und gilt der Qualität der Zuchtköniginnen. Deshalb die Frage, ob die Methode mit Einschluß jüngster Brut dahingehend Nachteile bringt.


    Zitat von Henry

    bei mir entstehen die Königinnen in weisellosen Start und Pflegevölkern die regelmäßig mit garantiert verdeckelten Brutwaben verstärkt werden.


    Em, was bringt das mit dem "mit Brutwaben verstärken"? Welcher Effekt wird dabei erzielt?

    Die Durchführung einer Zuchtserie kann unter sehr unterschiedlichen Bedingungen erfolgen (auch wenn man davon ausgeht, daß tradtionell umgelarvt wird, etc.). Es geht mir jetzt um die Vorbereitung des Pflegevolks.


    Wie wichtig ist euch (bzw. den Auguren) die Abwesenheit von jüngster Brut im Pflegevolk? Die 9-Tage-weisellos Methode ist glaube ich obsolet. Aber einige legen großen Wert darauf, daß keine offene Brut da ist, von der nachgezogen werden könnte. Andere, auch z.B. der berühmte Friedrich Ruttner, legen nahe, es ginge (vor allen Dingen einfacher) auch mit jüngster Brut. Im Gegenteil soll es von Vorteil sein, offene Brut neben den Zuchtrahmen zu hängen, um gleich Ammenbienen parat zu haben.


    Habt ihr Erfahrungen mit Zuchtreihen bei offener Brut und welche Probleme kann man ggf. nicht in den Griff bekommen?

    Bin mir zwar keiner Schuld bewußt ("Unverständnis"), aber trotzdem:


    Hier werden offensichtlich mehrere Dinge durcheinander geworfen.


    Zitat

    Die im Juni großgezogenen Weiseln waren trotz ausreichender Futterversorgung der Völker von minderer Qualität als die im August gezogenen Weiseln, sie wiesen geringere Lebendmasse und weniger Eischläuche auf.

    Selbst wenn diese Aussage stimmt (das wäre natürlich schon eine kleine Sensation), hat sie doch nichts Zwingendes mit folgender zu tun:


    Zitat

    Hingegen auf eine Wabe abgeperrte Weiseln legten nach wenigen Tagen Eier ab, die bis zu 35 Prozent schwerer waren als die der nicht abgesperrten Weiseln.

    Man muß sich davor hüten, intuitiv plausible Zusammenhänge wie "mehr Masse == bessere Leistung" als selbstverständlich anzusehen. Sie sind es nicht! Als These meinetwegen, aber der spezielle Zusammenhang muß nachgewiesen werden (was schwerfällt). Es gibt namhafte Autoren, die diesbezüglich anderer Meinung sind.

    Mir ist auch ein hoher Prozentsatz neuer Weiseln verlorengegangen (nämlich 100% :roll:). Die Vögel scheinen gute Saison zu haben in unserm feuchten Klima!


    Ich kann dir eine gute Adresse geben wegen Königinnenkauf; gutes Carnica-Material, belegstellenbegattet, vom erfahrenen Züchter (aber ohne "Reinzucht"-Stempel), günstig und per Postversand. Bei Interesse melden!

    Hallo Bruennis!


    Was du brauchst ist eine gute Bauanleitung. Deckel sind nicht normiert, aber ich kann die "Teleskopdeckel" mit verlängerter Außenwand und Hinterlüftung nur wärmstens empfehlen. Als oberen Abschluß (unter dem A-Deckel) nehme ich Holzfaser-Dämmplatte. Die wirkt Feuchtigkeitsausgleichend und hält doch die Wärme. (Im Winter/Frühjahr nehme ich 2 Stück à 19 mm Stärke.) Wichtig ist die Hinterlüftung sonst schimmeln dir im Nu die Deckel und was sonst noch!


    Ich habe meine Baupläne vorwiegend aus dem Buch Karl Kieß: Bauanleitung für das Zander-Magazin (kompatibles System). Dazu gibt es ein Ergänzungs-PDF für Langstroth-Imker unter http://www.magazinimker.de/buecher/buecher.html. Kannst du auch für andere Maße ummodeln.

    Entwarnung! Habe heute die gezeichnete Kö. wieder entdeckt und sie legt fleißig. (Manchmal scheint es wirklich, die Damen machen Ausflüge!) Es war bei der Nachschau auch keine Totensammlung zu sehen (von Kämpfen z.B.), die beiden Völker haben sich anscheinend klanglos vereinigt. Ob das Glück war oder der Regelfall, bleibt erst mal offen.


    Also Erleichterung, nicht nur wegen der Königin, sondern weil die Operation geklappt hat.


    Nochmal zur Theorie. Könnte folgendes klappen: Eine begattete Kö. im Zusetzkäfig mit Begleitbienen u. Futter zuhängen (und zwar so, daß sich die Kö. vor Verbiß schützen kann). Das Ganze 7 Tage so lassen und dann die Kö. befreien. - Die Pheromone sollten das Volk inzwischen überzeugt haben. Die Frage ist, was machen die Afterweiseln. Wie lange brauchen die, um sich wieder zu "normalisieren"?


    Aus der Tatsache, daß das niemand empfiehlt, vermute ich allerdings, daß das nicht funktionieren wird. Weiß jemand mehr dazu?


    drohne
    Danke für die Beschreibung! Das werde ich mir als Alternative notieren.

    Zitat

    verstellen geht
    abkehren geht
    weil die Afterweiseln können nicht fliegen

    Die Worte hör' ich gern, es mangelt noch am Glauben! :lol:
    Warum sollten sie nicht fliegen können? Äußerlich unverändert, und Bienen tragen wohl das Doppelte ihres Gewichts, wenn's drauf ankommt. Irgendwas muß aber dran sein, daß sie nicht in den Stock zurückfinden, sonst würde die Maßnahme nicht so oft empfohlen.


    Zitat

    Aber Weiselprobe geht auch
    denn eine schlechte Weisel wird vom Volk ersetzt
    wenn er stark genug wäre würde das als Maßnahmen sogar reichen.

    Die Diskussion gab's doch schon mal, siehe hier. Da waren Leute der Ansicht, Weiselprobe und Nachschaffung würden bei Afterweiseln nicht funktionieren.


    Konkret: Ich habe jetzt 100 m weiter abgekehrt und das neue Volk (via KS) steht am alten Platz. Es kam zur sofortigen Reinvasion der Drohnenbrütigen; da sie zahlenmäßig überlegen waren, sah das gar nicht gut aus! - Überdrüssigerweise habe ich bei einer Kontrolle davor auch die (gezeichnete) neue Kö. nicht mehr gefunden. Möglicherweise ist sie also schon wieder vor irgendwelchen Restpartisanen der Drohnenbrütigen abgestochen worden. - Wenn das zutrifft, bin ich soweit, in Zukunft solche Völker gleich abzuschwefeln - die machen nur Ärger.


    Allgemein: ich sehe zwei Probleme bei Drohnenbrütigkeit (Afterweiseln).
    1. Verhalten der Afterweiseln
    2. Animositäten zwischen den Völkern


    Zu 2: Manche Autoren gehen davon aus, daß schon die Zugabe weniger Fremdbienen die Kö. in Gefahr bringt. Wie soll diese also eine massive Reinvasion eines "Fremdvolks" überstehen? Blauäugig, Imkerlatein?


    Eine noch "sicherere" Behandlungsmethode ist (vielleicht deswegen) in der Wikipedia beschrieben (siehe hier).
    Und hier hat der Drohn noch eine interessante Methode genannt: Thread







    Drollhos, ich bin mir ziemlich sicher, daß da kein Kö. mehr drin ist, es spricht einfach alles dafür, z.B. daß weit und breit keine Weisel zu sehen ist :wink: und daß es Zellen mit haufenweise Eiern drin gibt. Letzte Sicherheit könnte das Abwarten des Drohnebrutbilds sein (Verdeckelung), aber dazu müßte das Völkchen eben noch eine Weile leben.


    Wie eine Weiselprobe bei einem Volk mit Afterweisel(n) aussieht, ist mir völlig unklar (anderen auch!). Wäre aber interessant, darüber mehr zu wissen. Wenn die Afterweisel die Kö-Funktion übernommen hat (und es sprechen ja einige Fakten dafür) dann sollte die Probe eigentlich negativ ausfallen! Also was nützt eine Weiselprobe im Hinblick auf Diagnose Drohnenbrütigkeit?


    Andererseits würde es durchaus ins Bild passen, daß Afterweiseln den Stock nicht verlassen (machen Kö.s ja auch nicht). Dann könnte man sie in Ruhe wegstellen.