Beiträge von Re-Mark

    Wie will man im Winter ordnungsgemäß sanieren?


    Was sollte man denn in diesem Fall im Winter überhaupt sanieren? Die gesunden Völker? Sanieren kann man nur etwas, das krank ist.


    Auch hier gilt jetzt, besser jetzt eine trauriges Ende und ein sauberer Neuanfang kommenden Frühjahr oder Frühsommer.


    Ein verantwortungsbewusster Imker hätte genau so gehandelt und nicht noch ein Gericht bemüht.

    Ein verantwortungsbewusster Imker informiert sich, bevor er handelt. Umfassend. Immer wieder.

    Hast du mal aktuelle Vorträge von Guido Eich zu dem Thema gehört?

    Oder von Prof. Dr. Werner von der Ohe?


    Grüße,

    Robert

    Ich habe heute mal die Milben gezählt. Es sind 44.

    Aber es steht auf der Packung das 6 Tage lang Milben fallen.

    Wenn du irgendwelche Zahlen oder Messwerte nennst, dann bitte mit Einheit, Bezugszeitraum und ggf anderen Randbedingungen. Die wenigsten haben Lust, erst nochmal den ganzen Thread zu lesen und dann zu raten was gemeint sein könnte.


    Also: 44 Milben gezählt, ok. Und du hast "heute" gezählt, prima. Aber was heißt das? Pro Tag oder seit Behandlung oder in den letzten 24 Stunden, oder seit Mitternacht oder was...?

    Ist das die Zahl an gefallenen Milben in einem Volk oder der Durchschnitt von mehreren?


    Auf der Packung kann viel stehen. Ich halte eine magische 6-Tage-Grenze in der Realität eher für unwahrscheinlich. Das ist einfach ein Wert, den der Hersteller angibt, ein Zeitraum in dem seiner Erfahrung oder seiner Meinung nach z.B. 90% der überhaupt an dem Medikament sterbenden Milben heruntergefallen sind. Ob die dann auch bei dir auf der Windel gelandet sind ist nochmal eine andere Frage, die sicher auch vom Wetter und von anderen Dingen abhängt.


    Und nur weil in dem Präparat Ameisensäure enthalten ist heißt das nicht, dass es genauso wie die übliche Ameisensäure im Langzeitapplikator auch in die Brut wirkt. Honig enthält von Natur aus auch Ameisensäure, trotzdem sterben die Milben nicht daran.

    Es kommt auf die Menge an, auf die maximale Konzentration in der Stockluft, auf den Zeitverlauf der Konzentration, auf die Temperatur und wahrscheinlich noch anderes mehr.


    Grüße,

    Robert

    Die alten Imker hätten dir so auf die Finger gehauen, wenn du im späten Oktober oder November noch an der Bienen gearbeitet hättest.

    D.h. für mich so wie es die Natur vorgibt.

    Bei den "alten Imkern" war es aber nicht von Anfang April bis in die zweite Novemberhälfte frostfrei... bei uns jedenfalls stehen noch die Kübelpflanzen draußen, die vor dem Frost rein müssen.

    'Die Natur' (z.T. durch den Menschen global verändert) gibt jetzt halt andere Dinge vor als früher.


    Die Bienen sind da durchaus flexibel. Solange die Temperaturen hoch genug sind und es etwas zu sammeln gibt fliegen sie. Und solange genug reinkommt brüten viele Völker auch. Nicht alle, diese Vielfalt im Verhalten schützt die Gesamtpopulation vor Wetterkapriolen.



    Grüße,

    Robert

    Wenn man nur die Preise für Mittelwände, die Preise für gekauftes Wachs, die Ausrüstung für das Mittelwandgießen, die Arbeitszeit etc. berücksichtigt, dann würde sich Mittelwände selber gießen sowieso nicht lohnen.


    Es wird nur dadurch interessant, dass man sich über die Qualität der selbst gegossenen Mittelwände absolut sicher sein kann, wenn man sein eigenes Wachs verwendet oder welches aus absolut sicheren Quellen (persönliche Bekannte).


    Wachspastillen aus dem Handel sind sicher kein vertrauenswürdiges Material für die Mittelwandherstellung. Da dürfte es nicht nur möglich, sondern eher wahrscheinlich bis sicher sein, das sie gestreckt sind.


    Für Kerzen nimmt man das Wachs, welches einem nicht sicher genug ist für die Bienen. Und Wachspastillen sind normalerweise für Kerzen gedacht.


    Grüße,

    Robert

    Seite 13: Lagerung im Kühlschrank

    Finde ich problematisch. Bei manchen flüssigen Honigen kann das die Kristallisation ganz gewaltig beschleunigen oder in manchen Fällen überhaupt erst starten. Ich denke da speziell an unsere Berliner Sommerhonige.

    Und wenn ein Kunde bei hoher relativer Luftfeuchtigkeit ein Glas kalten Honig öffnet, dann zieht der an der Oberfläche viel Wasser.

    Anderswo steht sogar explizit, dass Honig nicht in den Kühlschrank gehört.

    https://www.laves.niedersachse…ichtig-lagern-117338.html


    "Durch den niedrigen Wassergehalt dehnt sich der Honig nicht nämlich nicht nennenswert aus."

    Ein 'nicht' zuviel. Hat aber der User CCR schon genannt.


    Die Sache mit der fast unbegrenzten Haltbarkeit von Honig sehe ich mittlerweile kritisch. Besonders bei Frühjahrshonigen passiert es manchmal, in seltenen Fällen, dass sie irgendwann in Gärung übergehen, zumindest wenn sie längere Zeit über 15°C gelagert werden, was leider der Normalfall ist. Und das kann sogar bei 18% Wassergehalt passieren!


    "Ein Verderb ist immer an der o.g. Phasentrennung zu erkennen."

    Das stimmt nicht, Gärung durch Hefen kann auch ohne Phasentrennung eintreten.


    Seite 14: "Bienen sind „blütenstet“. D. h. sie befliegen -– solange sie ergiebig genug ist – die gleiche Nektarquelle. Blühen die entsprechenden Pflanzen in großen Mengen und hinreichend lang, können Sortenhonige geerntet werden."

    Bei mir sieht es so aus, als ob der Bindestrich vor 'solange' geteilt ist. Und wenn ein Punkt an einem Zeilenende steht, ist er kaum zu sehen (sehr dünn). Auch Trennstriche am Zeilenende sehen mindestens auf dieser Seite alle wie zwei kleine Punkte aus. Weiß nicht, ob das nur auf meinem Computer so dargestellt wird.



    Seite 15: Korrekt wäre "Glukosegehalt", nicht "Glukose-Gehalt". (ich schreibe zusammengesetzte Wörter auch oft mit Bindestrich, aber es ist eigentlich nicht richtig.)


    Ich glaube, das Bild mit den Robinienblüten ist das einzige, über das eine dieser gepunkteten Kreislinien im Vordergrund läuft. Ich würde vermuten, dass das so nicht beabsichtigt ist.


    Seite 16: "Da sie aber nur recht kurz blüht, wird von Ihr kaum sortenreiner Honig geerntet."

    "ihr" muss klein geschrieben werden.

    Das Problem von sortenreinem Rosskastanienhonig habe ich bei uns bisher nicht in der kurzen Blütezeit gesehen, sondern dass so viel anderes zur gleichen Zeit blüht.


    Seite 17 hat Ccr schon benannt.


    Seite 20: Sonnenblumen hatten wohl schon immer gewisse Ansprüche an Bodenqualität und Wasserversorgung, damit sie Nektar produzieren. Gerade neulich erzählte mir aber wieder jemand, dass es in Mitteleuropa aktuell überhaupt keine landwirtschaftlich angebauten Sonnenblumensorten mehr gäbe, die noch Nektar produzierten.

    An den Flächen dagegen sollte es nicht liegen, ich sehe hier und da mal ein paar Hektar. Wenn die honigen würden, dann könnte man auch von wenigen Hektar ein paar Honigräume voll bekommen. Aber angeblich honigen sie nicht mehr. Züchtung schief gelaufen...


    Enthält ein Waldhonig viel Melezitose, dann kann er nicht nur kristallisieren, sondern er wird kristallisieren. Und zwar viel zu schnell.

    Seite 4: "Um einen gleichbleibenden Geschmack der Honigmarke zu erhalten, werden zudem verschiedene Sortenhonige gemischt."

    Kann man das so schreiben? Ich dachte bisher, dass zwar Honige verschiedener Herkünfte gemischt werden, aber sind das "Sortenhonige"?


    Seite 5: "mit Gewürzen nicht mehr unter der Verkehrsbezeichnung „Honig“ verkauft werden"

    Da fehlt ein Punkt am Satzende.


    Ist es sinnvoll, das Wort Honigverordung in dem kleinen Textabschnitt mehrfach mit HonigV abzukürzen? Es wäre mehr als genug Platz da, um es auszuschreiben.


    "Die HonigV gibt für eine Reihe von Inhaltsstoffen (z. B. Fruchtzucker) Mengen oder Aktivitäten (Enzyme) vor, die mindestens erreicht werden müssen."

    Das ergibt in meinen Augen so wenig Sinn. Der Fruchtzucker in der Klammer steht an der falschen Position, und das Wort 'Menge' finde ich hier nicht passend. Eventuell ein wenig besser:

    "Die Honigverordnung gibt für eine Reihe von Inhaltsstoffen Mindest- oder Höchstanteile (z. B. von Fruchtzucker) oder Aktivitäten (Enzyme) vor, die mindestens erreicht werden müssen."


    Seite 6: "Temperaturen über 38 Grad zerstören die Honigenzyme Invertase und Diastase und mindern so die Honigqualität. Außerdem bildet sich bei der dann eintretenden thermischen Zersetzung des Honigzuckers Hydroxymethylfurfural (HMF)."

    Warum schreibt ihr hier auf einmal von 38 Grad, obwohl vorher (und auch in anderen Schriften) von 40 Grad die Rede war? Das bringt doch nur Verwirrung. Aus naturwissenschaftlicher Sicht liegt bei 38 Grad Celsius keine besondere Temperaturgrenze für Honig. Die Invertase überlebt auch 50 Grad, wenn man diversen Berichten von Melithermnutzern glauben darf. Es ist auch eine Frage der Einwirkungszeit. Auch bei 30 Grad fällt die Invertaseaktivität deutlich schneller ab als bei 20 Grad Lagertemperatur. Ich würde es einfach bei den immer wieder genannten 40 Grad belassen.

    Es tritt bei dieser Temperatur auch nicht plötzlich eine "thermische Zersetzung des Honigzuckers" auf. Für die HMF-Bildung ist meines Wissens nach sowieso nur Fruchtzucker relevant.

    Dieser ganze Absatz ist in meinen Augen problematisch, angreifbar und für den Kunden nur verunsichernd. Zumindest aber würde ich nur eine Temperaturgrenze von 40 Grad erwähnen.


    "Das ist der Fall, wenn er bewusst verfälscht wurde oder wenn der Imker während der Trachtzeit Zucker zugefüttert hat."

    Das ist problematisch. Im Gedächnis bleiben sehr oft nur verkürzte, manchmal sinnentstellende Stichpunkte. Im Kundenkopf könnte hängenbleiben bzw. Erinnerungsfetzen verstärkt werden in der Art: "Imker füttern manchmal während der Trachtzeit Zucker zu.".

    Vielleicht hast du in deiner Region diese Erfahrungen weniger, aber bei uns hier habe ich sehr oft Honigkunden mit Migrationshintergrund, die geradezu paranoid in jedem Honig, der nicht klarflüssig ist, Zuckerzusatz vermuten. Ich würde daher schon solche Assoziationen in dieser Broschüre vermeiden. Stattdessen könnte man ja aufnehmen: "...oder wenn die Bienen nicht für sie bestimmte Futterquellen (Bäckerei, Süßwarenfabrik) gefunden und ausgebeutet haben."


    "Empfohlen wird aber maximal 18 %."

    Ich bin unsicher, aber vom Gefühl her hätte ich wahrscheinlich geschrieben: "Empfohlen werden aber maximal 18 %."

    Und hier findet sich wieder an Stakkato von kurzen Hauptsätzen, das für mich etwas unbeholfen klingt. Vielleicht irgendwo einen Punkt durch ein Komma ersetzen?


    Seite 7, zur Phasentrennung. Meines Wissens nach stimmt das so, wie es dort steht, nicht. Phasentrennung ist nicht zwangsläufig an zu hohen Wassergehalt oder zu warme Lagerung gebunden. Es kann auch durch Überrühren entstehen. Und manche Honigsorten sollen besonders anfällig sein (z.B. Sonnenblume, habe ich mal gelesen, weiß nicht ob es stimmt).


    Der 'ausblühende Zucker': Ich würde das nicht als "Schicht" bezeichnen, und es ist auch nicht nur außen am Glas, sondern geht wie auf dem Bild zu sehen auch ins Innere, und ist manchmal auch an der Oberfläche zur Luft hin zu sehen. Ist das weiße überhaupt 'ausblühender Zucker', sind das nicht viel mehr Lufteinschlüsse?

    Übrigens hatte ich solche Blütenbildung durchaus auch schon bei Honig, den ich erst im größeren Gebinde gelagert und dann aufgetaut hatte.

    ...und die oben von mir bereits erwähnten Zucker-paranoiden Kunden würden bei dem Text "ausblühender Zucker" gleich wieder an zugesetzten Zucker denken. No-Go!

    Laut der Webseite die-honigmacher.de sind das Glucosekristalle mit Lufteinlagerungen. Ohne Lufteinschlüsse würde die Blütenbildung nicht so aussehen.

    https://www.die-honigmacher.de/kurs3/seite_34301.html


    Seite 8: "Dem Honig dürfen keine Stoffe zugesetzt werden, die nicht ausgewiesen werden."

    Ich dachte, dem Honig dürfen überhaupt keine Stoffe zugesetzt werden, egal ob ausgewiesen oder nicht?

    Und der Absatz stiftet meiner Meinung nach wieder Verunsicherung, es werden schlechte Assoziationen ausgelöst.

    ...und wenn man schon eine Untersuchung der Stiftung Warentest erwähnt, dann sollte man auch die Ausgabe nennen!


    Da ist noch so viel Platz auf der Seite, könnte man das nicht irgendwie sinnvoller nutzen? Vielleicht auch auf irgendeine Art spannende, interessante oder sonstwie positive Textpassagen reinbringen? Letztendlich ist das doch eine Werbebroschüre. Sie soll zwar einerseits aufklären, aber andererseits auch Lust erzeugen.


    Seite 9: Importhonig: Na ja, einerseits muss ja das Herkunftsland angegeben werden. Kleinimker bekommen es da öfter mal mit dem Amt zu tun, wenn nur die Stadt oder nur "DE" angegeben war. Andererseits gibt es da diese absurde Möglichkeit, "Mischung von Honigen aus EU- und Nicht-EU-Ländern" draufzudrucken. Wahrscheinlich hätte ich es mir nicht verkneifen können, auf diese Absurdität explizit hinzuweisen.


    Flüssig oder Cremig: in meinen Augen klingt das alles schon wieder allgemein zu negativ. Wird den Kunden denn überhaupt klar, dass Druckfiltration nur bei 'Industriehonigen' eine Rolle spielt, nicht bei Kleinimkern?

    Und hier bei uns haben manche Imker flüssigen Sommerhonig im Angebot, und hin und wieder steht da "Lindenhonig" drauf. Einerseits wahrscheinlich nicht ganz korrekt, andererseits hat es aber weder etwas mit Druckfiltration noch mit unzulässiger Erwärmung zu tun. Stattdessen ist da vermutlich einfach ein erhöhter Anteil Robinie mit drin. Der Lindengeschmack dominiert deutlich, insofern mag zwar die Kennzeichnung evtl. nicht korrekt sein, aber die Kunden bekommen trotzdem ein hervorragendes, naturbelassenes Produkt mit dem Geschmack den sie wollen und erwarten.



    Seite 10: "Etwas Anderes wäre auch hierzulande nur schwer möglich."

    Meiner Meinung nach müsste es heißen: "Etwas Anderes wäre hierzulande auch nur schwer möglich."

    Die Bedeutung ist sonst ein wenig anders, wenn man es genau nimmt.


    Meiner Meinung nach könnte die ganze Spalte zur Bioimkerei wieder zuviel negative Assoziationen wecken, z.B. könnten manche Kunden den Eindruck bekommen, dass es bei Nicht-Bioimkern allgemein üblich wäre, synthetische Wirkstoffe gegen die Varroa einzusetzen, oder dass die meisten die Flügel schneiden würden.

    Haltungsbedingungen spielen übrigens auch in anderen Bereichen der Landwirtschaft eine Rolle, bei Bio geht es auch dort nicht nur um Pestizideinsatz.


    Seite 11: "Presshonig hat eine dunklerer Farbe und einen deutlich intensiveren und herberen Geschmack, oft mit einer wachsigen Note."

    Da ist ein 'r' zuviel, "dunklere Farbe" muss es heißen.

    Am Wahrheitsgehalt der Aussagen über Presshonig habe ich Zweifel. Ich glaube nicht, dass mein Frühlings- oder mein Robinienhonig eine dunklere Farbe hätte, wenn ich ihn pressen würde, oder dass er einen 'deutlich herberen Geschmack' hätte. Auch das mit den Wachsteilchen oder mit den Mineralstoffen kann ich nicht so recht glauben. Wenn ich bedenke, was ich mit dem Feinsieb so an feinen Wachsteilchen aus meinem Schleuderhonig raussiebe, und dass bei Presshonig ja das Wachs eher weniger fein zerrissen wird...



    [Es geht noch weiter, auf der übernächsten Seite sehe ich bereits ein doppeltes Wort...]

    "es gibt Blüten, bei denen die Bienen mit ihren recht kurzen Rüssel nicht an den Nektar herankommen."

    Meiner Meinung nach entweder "mit ihrem recht kurzen Rüssel" oder "mit ihren recht kurzen Rüsseln".


    "Damit die Bienen Honig in Mengen erzeugen können, die der Mensch nutzen kann, müssen sie Pflanzen befliegen, die reichlich Nektar produzieren und in großer Menge blühen."

    Stilistisch finde ich zweimal "Menge" in diesem Satz etwas rauh. Vielleicht "in großer Zahl blühen"?


    Seite 2: "Einen Gutteil davon verbrauchen die Bienen sofort; den Rest langern sie als Honig in den Waben ein."

    Ein n zuviel, sollte heißen "lagern sie".

    Der Absatz danach tut mir weh: ein Stakkato von kurzen Hauptsätzen bzw. sogar Nicht-Sätzen (ohne Verb) wie z.B. "Honig nur noch weniger als 20%."

    Sowas kann in einzelnen Fällen passen, aber dieser ganze Absatz klingt wie aus einem Schulaufsatz in der Grundschule. Sorry.


    Seite 3: "Um Wachspartikel zu entfernen, wird der Honig anschließend gesiebt."

    Möglicherweise fangen etwas zu viele Sätze mit dem Nebensatz an. Wirkt der Text nicht etwas natürlicher, wenn einige dieser Sätze umgestellt werden? "Der Honig wird anschließend gesiebt, um Wachspartikel zu entfernen."


    "...fester, aber nicht mehr hart oder grobkristallig."
    Wenn "kristallig" nicht zu eurem lokalen Dialekt gehört würde ich eher "grobkristallin" schreiben.

    Direkt danach fehlt ein "e": "nicht alle Honige werden cremig."


    "Mehr Bearbeitung braucht Honig nicht und jeder weitere Verarbeitungsschritt mindert..."

    Da fehlt ein Komma vor dem 'und'.


    "Der Unterschied ist aber zu schmecken."

    Ist das wirklich immer der Fall? Und an die Melithermanwendungen vieler Imker darf ich gar nicht denken, wo es auch über 40°C geht. Könnte man nicht auch etwas schreiben wie "Manchmal führt es aber doch zu leichten Einbußen im Geschmack."?



    Ich lese noch weiter, aber es dauert ziemlich lange, deshalb schicke ich meine Anmerkungen hier schonmal ab.


    Grüße,

    Robert

    Im gleichen Shop gibt es auch ein "Bienenbox-Set (Zanderbeute)" für 85 Euro. Da sind Smoker, Stockmeisel, Imkerjacke, Handschuhe und Fluglochverengung bei. Die Beutenbilder sind aber die gleichen wie bei dem anderen Artikel, und das auf den Bildern ist definitiv keine Zanderbeute...

    Und der Metalldeckel ist auch nicht konisch, wie im Text angegeben.

    Vielleicht sind die Bilder einfach nur 'Symbolbilder'...?

    Ich habe meine Beuten auch selbst gebaut. Aber nicht direkt Baupläne nachgebaut, sondern die Maße z.T. aus den Rähmchenmaßen plus Beespace abgeleitet.


    Hatte irgendwann trotzdem einige Zargen, die zu flach waren. Grund: Sogar Leimholz aus dem Baumarkt, eigentlich gut getrocknet, schrumpfte nach ein, zwei Jahren im Keller noch...

    Du könntest ja mal deine Zargen und deine Rähmchen genau nachmessen und die Werte hier posten. Vielleicht stimmen ja auch die Rähmchen nicht genau. Zarge zwei Millimeter geschrumpft, Rähmchen zwei Millimeter zu hoch, schon sind es nur noch vier Millimeter zwischen zwei Etagen...


    Ich orientiere mich inzwischen lieber am oberen Ende vom Beespace. Also eher Richtung 9-10mm zwischen zwei Zargen statt unteres Limit 6-7mm oder mittel 7-8mm.


    Du könntest die Oberkante der Zargen mit einer Eichenleiste versehen. Ist deutlich härter als das Fichtenholz, hinterlässt der Stockmeisel nicht so viele Spuren.


    Grüße,

    Robert

    Weiß ja nicht, ob ich das gleiche Angebot gefunden habe, über Google. Bin bei cult***.de, bzw. bei froehlichund********.de gelandet.


    Auf dem Bild sehe ich mehrere Äste im Holz, was an sich ja nicht schlimm wäre. Frage mich nur, warum dann im Titel explizit von 'astfreiem Holz' die Rede ist.


    Weiterhin kann man errechnen: Länge 58cm - 2*Holzstärke 20mm = Innenlänge 54cm. Minus 2*Beespace, würde eine Rähmchenbreite ohne Ohren von 52cm ergeben. Dadant US hat 44,8cm, Dadant Blatt 43,5cm.

    Hm, ok, offenbar beziehen sich die angegebenen Maße nicht auf die Brutraumzarge. Auch in der Breite kann das nicht hinkommen. Wieviel Zentimeter kann der Deckel bringen? Auf dem Bild würde ich sagen, vielleicht eineinhalb Zentimeter Überstand in jede Richtung? Aber selbst wenn man zwei Zentimeter annehmen würde, wäre das errechnete Innenmaß noch zu groß...


    Auch die Holzdicke ist fraglich, 20mm wären sehr wenig, sieht auf dem Bild auch dicker aus. Ok, ignorieren wir erstmal die angegebenen Maße.

    Die Eckverbindungen der Zarge sehen stumpf zusammengeschraubt aus. Ebenso die Verbindungen der Rähmchenteile. Dazu die mehr oder weniger senkrechte, sehr lockere Drahtung. Und die unten leicht angespitzten Seitenteile...

    ...ich glaube, ich hatte genau so eine Beute letzten Monat in der Hand. Und zwar in einem Gartencenter, "Jardiland", in der Nähe von Brest, Frankreich. Natürlich war das eine Dadant Blatt Beute. Die Seitenteile der Rähmchen sind unten deshalb angespitzt, weil die Zargen auch unten eine Art Kamm haben. Ich versuche mal, ein Bild anzuhängen.


    Eigentlich wollte ich wenigstens ein Rähmchen und evtl. eine Zarge kaufen, als Muster. Aber die Qualität war so unterirdisch schlecht, dass ich mich nicht dazu durchringen konnte.

    Weil die Rähmchen nur stumpf zusammengetackert sind, besitzen sie keinerlei Scherstabilität, sie lassen sich also leicht zu einem Parallelogramm verformen.


    Immerhin: 40 Euro sind wirklich günstig. Bei Jardiland wollten sie mehr dafür haben. Falls man Zugriff auf die entsprechenden Maschinen hat, um die Ober- und Unterkante der Zargen zu begradigen (der Beespace zwischen den Zargen war eh zu groß), und sowieso mit Dadant Blatt imkern möchte, dann könnte es einen Versuch wert sein.

    Die Bruträhmchen würde ich aber als Feuerholz betrachten.


    Grüße,

    Robert

    Jetzt ist nicht gerade die ideale Zeit für größere Mengen Wachsmottenlarven. Die entwickeln sich bei höheren Temperaturen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass du auch jetzt welche 'erzeugen' könntest:

    Mehrere Zargen voll mit dunklen, bebrüteten Waben übereinanderstellen. Vorteilhaft, wenn auch ein paar Pollenzellen dazwischen sind. Deckel drauf, das mögen die. Den kleinen Zargenturm (zwei, drei Zargen) in einen Schrank oder eine Kiste stellen. Eventuell würde es auch reichen, Folie drüberzustülpen. Wenn die Sonne da draufscheint und es eine Zeitlang kuschelig warm ist, dann entwickeln sich Wachsmottenlarven. Und wenn es erstmal eine gewisse Mindestmenge in den Waben hat, dann erzeugen die ihre eigene Wärme. Wie die Bienen...


    Mir hat sich schonmal der Inhalt von etlichen Zargen in eine wuselnde Wachsmottenmasse verwandelt, und zwar im Oktober! Ich hatte die Zargen in einem dunkelbraunen Schrank im Garten stehen. Eigentlich dachte ich, dass sowas im Oktober nicht passieren würde und fühlte mich daher sicher. Aber die Mistviecher waren darin vor Zugluft geschützt, der Schrank wurde in der Sonne warm, es war genug Masse drin, um in der Nacht nicht zu sehr abzukühlen, und wie gesagt: Größere Mengen Wachsmottenlarven können ihr 'Nest' erwärmen.

    Dumm gelaufen für mich...

    Und seitdem weiß ich auch, dass Wachsmottenlarven, wenn sie erstmal dieses Stadium erreicht haben, extrem widerstandsfähig sind. Ich habe mehrere Schwefelschnitten in dem Schrank abgebrannt - hat nicht viel geholfen.

    Die fressen sich auch durch Plastikfolie (z.B. von Müllsäcken), als wären es Oblaten.


    Degenieriert sind die bei mir definitiv nicht. Leider...


    Grüße,

    Robert

    Die allgemeine Meinung hier im Forum ist, dass man Ablegerkästen nicht braucht. Das stimmt auch, wenn es tatsächlich nur darum geht, Ableger zu machen, womöglich auch noch am Heimstand.


    Ich habe trotzdem ein paar selbstgebaute Ablegerkästen und bin sehr froh darüber. Ich habe z.T. sehr beengte Bienenstände, auch auf Dächern. Da ist es manchmal angenehm, eine handlichere Kiste durch die Gegend zu schleppen, oder auch zu transportieren. Habe sowas auch schon zum Schwarmfang verwendet, oder auch nur um Waben zwischenzulagern.


    Meine Ablegerkästen sind so ausgelegt, dass Miniplusrähmchen quer (also im Warmbau) reinpassen würden. Das bedeutet 23,4cm Innenbreite, wenn ich mich richtig erinnere.


    Im Kaltbau, also im normalen Betrieb, passen sechs Rähmchen nebeneinander (bei mir Dadant), und es ist noch genug Platz zum schieben oder für einen schmalen Schied. Das ist mir sehr wichtig, denn bei einem Imker in unserem Verein habe ich am Anfang meiner Imkerkarriere Ablegerkästen kennengelernt, die er für fünf Rähmchen gebaut hatte. Gerade so. Also bei nicht mehr neuen Rähmchen nur mit quetschen.


    Das gute an diesem Maß ist: man bekommt Zubehör zu kaufen, weil es "Überwinterungsmagazine für Miniplus" gibt, bei denen wahlweise Miniplus im Warmbau oder 2/3 Langstroth im Kaltbau eingehangen werden können.

    Dafür gibt es Absperrgitter, aber auch Zargen und Futterzargen.


    Grüße,

    Robert

    Dass man immer so Gift verspritzen muss, wenn man festgestellt hat, dass man jemanden korrigieren könnte...

    Das war kein Gift spritzen, nicht mal annähernd.

    Und das mit dem "freien Assoziieren" bezog sich nichtmal in erste Linie auf dich, sondern auf die fast schon satireshow-reife Art und Weise wie andere gleich auf die Nennung von Apis florea angesprungen sind und ihrerseits nennen, was ihnen gerade dazu in den Sinn kommt.


    Aber das, was du im Video siehst ist, ist wohl auch kaum die vom Sprecher erwähnte und vom dortigen Landwirtschaftsamt geschätzte "omanische Dynastie der Bienenvölker".

    Und warum nicht?

    Was spricht dagegen, dass da Apis mellifera yemenitica gemeint und gezeigt wurde? Oder welche Unterart auch immer dort üblich ist...

    Da können wesentliche Infos beim Zusammenschnitt durcheinandergekommen sein.


    Ja, klar, obwohl Apis florea gemeint war wurde extra alles so geschnitten, dass es nach Apis mellifera aussieht: das Aussehen der Bienen, die Kisten, der Hinweis, dass sie früher in hohlen Dattelstämmen gehalten wurden, der Schleier...

    Ich selber kenne mich mit asiatischen Bienen gar nicht aus, aber in Wikipedia steht, dass Apis florea ihre Wabe (!) im Freien baut, dass der Stachel nicht lang genug ist um Menschen ernsthaft stechen zu können, und dass sie nur 7-10mm groß ist.


    Bisher kann ich keine Widersprüche im Filmbeitrag erkennen, nur das Räuchern sieht mir mehr nach einer symbolischen Handlung für die Kamera aus.


    Grüße,

    Robert