Beiträge von Re-Mark

    Der Veterinär bestimmt das Verfahren bei AFB-Ausbruch

    Und das geschriebene Gesetz, die Bienenseuchen-Verordnung, spielt keine Rolle? Die kann er einfach ignorieren?


    Progressiv wäre es, auch die erkrankten Völker zu sanieren. Aber ansteckungsverdächtige Völker töten zu lassen, das hat nichts zu tun mit "noch nicht so weit", das ist Rechtsbeugung.


    Wenn ein Veterinär demnächst erklärt, dass er die Jacke, die Schuhe und die Armbanduhr, die ihr am Bienenstand getragen habt, einziehen muss, wegen Ansteckungsgefahr - wer sollte das noch verwehren? Steht ja nirgends explizit, dass er das nicht darf.

    Beim Hausbesuch eine einäugige Katze gesehen - gleich einschläfern lassen, denn wenn der amtliche Veterinär der Meinung ist, dass das Tier leidet, dann ist das so. Egal was andere Sachverständige sagen. (so war das bei dem Hund.)


    Wollen wir in einem Land leben, in dem das so gehandhabt wird?

    Die Bienenseuchen-Verordnung unterscheidet in §9 klar zwischen erkrankten Völkern und verdächtigen Völkern.

    Selbst erkrankte Völker müssen nicht getötet werden, der Amtsveterinär kann es aber anordnen.


    Mit verdächtigen Völkern muss gar nichts passieren (außer natürlich Beobachtung, neue Beprobung). Die Behörde kann allerdings auch bei verdächtigen Völkern das Kunstschwarmverfahren anordnen. Von einer Tötung von verdächtigen Völkern steht nichts in der Bienenseuchen-Verordnung.


    Wer es nicht glaubt kann ja in die Durchführungsbestimmungen der Bienenseuchenverordnung gucken. Gibt es offenbar leider nicht für jedes Bundesland, aber hier ist z.B. die aus Brandenburg:

    https://mdjev.brandenburg.de/v/lbsvet/TEILA/A1_11_1_1.PDF


    In der Brandenburger "Durchführung zur Bienenseuchen-Verordnung findet sich:

    Zitat

    "9.4. Im Ergebnis der Bestandsuntersuchungen sind zu unterscheiden:

    - AFB-kranke Bienenvölker (klinisch und bakteriologisch positiv)

    - AFB-verdächtige Bienenvölker (Nachweis von Erregersporen ohne Klinik)

    - AFB-ansteckungsverdächtige Bienenvölker (Kontaktvölker)."


    In dem Fall hier handelt es sich also bestenfalls um "AFB-ansteckungsverdächtige" Bienenvölker, falls man nach der negativen Einzelbeprobung noch davon sprechen kann. Nichtmal "verdächtige"!

    Im Gesetz ist Abtötung dafür keine Option.



    Im §11 der Bienenseuchen-Verordnung steht:

    Zitat

    "1.Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sind unverzüglich auf Amerikanische Faulbrut amtstierärztlich zu untersuchen;"


    Der Sperrbezirk wurde Mitte November ausgerufen. Letzte Woche war es warm genug für Beprobungen. Ist das im vorliegenden Fall passiert?


    Das Veterinäramt handelt nach eigenem Gutdünken, ignoriert die speziell für den Fall der Faulbrut bei Honigbienen erlassene Verordnung (vielleicht weil der Veterinär alles so behandeln möchte wie er es für Krankheiten in Geflügelfarmen oder bei Massenaufzuchten von Schweinen gelernt hat.)


    Und wenn ein Amtsveterinär der Meinung ist, dass Ihr irgendeines Eurer Haustiere zu töten habt, z.B. weil es alt ist, dann habt ihr zu gehorchen.

    Siehe den von Melanie verlinkten Fall mit dem Hund.


    Grüße,

    Robert

    Diese Absicht wird leider immer wieder zuverlässig von wortstarken Schreibern unterbunden.

    Nein, diese Absicht wird genau mit solchen Behauptungen wie deiner hier unterbunden. Die "wortstarken Schreiber" prangern nur immer wieder genau dieses Verhalten an.


    Werner, ich hinterfrage durchaus immer wieder meine eigene Position. Ich versuche, das ganze hin und wieder so zu betrachten, wie es jemandem erscheinen könnte der neu in der Diskussion ist. Oder ich vergleiche einen Konflikt mit anderen Konflikten.

    Aber soetwas wie diesen Konflikt mit zwar selbsterklärten aber nicht erklärenden Nichtbehandlern habe ich sonst noch nicht erlebt.


    Immer das gleiche Muster, in etwa: "das wurde doch schon so oft erklärt", und "wegen der vielen Anfeindungen wollen wir nicht mehr erklären".

    Bei anderen Themen wäre das trotzdem kein Hindernis für fruchtbare Diskussionen. Nur hier.


    Irgendwann dieses Jahr habe ich mal wieder versucht, der Sache auf den Grund zu gehen. Habe mich bemüht, ältere Beiträge zu finden, in denen die Sache genauer erklärt wird. Oder wenigstens, woher dieses Schmollen von eigentlich erwachsenen Personen kommen könnte.

    Dabei habe ich einen Beitrag gefunden, der vor ungefähr zehn Jahren geschrieben worden ist. (nagelt mich nicht fest, falls es doch neun Jahre gewesen sein sollten oder elf. Es war jedenfalls sehr dicht dran an zehn Jahre.)

    Und in diesem zehn Jahre alten Beitrag hier im Forum stand zu dem Thema genau das gleiche wie in aktuelleren Beiträgen, sinngemäß:

    "das wurde doch schon ausführlich erklärt"

    "wegen der vielen Anfeindungen will ich es nicht mehr erklären"


    Seit mindestens zehn Jahren hat sich auf dem Gebiet nichts mehr getan. Die Diskussionen laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Einige 'Behandler' fragen immer mal wieder nach, aber die Antwort der 'Nichtbehandler' geht jedesmal in die Richtung "ist schon so oft erklärt worden" (aber es gibt nie einen Link auf diese ältere Erklärung!) oder "wegen der vielen Anfeinungen..." (als ob es die in anderen Themen nicht gegeben hätte, z.B. bei Sublimation).

    Dass es dann wieder sarkastische Kommentare hagelt ist eine natürliche Reaktion, wird aber als Begründung für eine weitere Bestärkung der Wagenburgmentalität verwendet.



    Aktuell macht mir Wasi etwas Hoffnung, nach zehn Jahren vielleicht mal ein paar sinnvolle Antworten zu bekommen. Habe noch Fragen an ihn, weiß noch nicht, ob ich es heute noch formuliert bekomme.


    Grüße,

    Robert

    ICH sehe:


    3 Wochen den Schieber drinne, sehr oft keine Milbe drauf, oft unter 10 gefallen, nur einer mit 32 abgefallenen in 3 Wochen ( 1 Ausreißer!) alle unbehandelt! Völkerzahl 3 Stellig.

    Ok, also nochmal zur Kontrolle, ob ich es richtig verstanden habe:

    3-stellige Völkerzahl, alle unbehandelt, trotzdem scheinbar sehr wenig Milben.

    Zur Kontrolle vergangene Woche 20 Völker mit 'Rachenputzer' behandelt (ich verstehe darunter: entweder Oxalsäure oder Perizin), und es sind kaum Milben gefallen, also offenbar kaum welche drin.


    Das wäre ja in der Tat prima. Aber habe ich es wirklich richtig verstanden?


    Was heißt "alle unbehandelt" - keine Varroabehandlungsmittel wie Ameisensäure, Oxalsäure, Milchsäure, Thymol, Perizin, Bayvarol, Amitraz, Lithium, Hopguard..., richtig?


    Auch keine Thermobehandlung oder Varroasound?


    Und sonst, wie war es mit Totaler Brutentnahme, Königinnen käfigen, Ablegerbildung, Drohnenbrutschnitt oder was sonst so denkbar wäre?


    Seit wann, nur dieses Jahr oder auch schon letztes, oder noch länger?


    Sind die Königinnen von einem Überlebensstand, einem Resistenzzuchtprogramm, einfach das Ergebnis von einem eigenen Bond-Projekt (live and let die), oder nichts davon?


    Änderungen in der Völkerführung, Small Cells, enger halten, Strohschiede als Unterschlupf für Pseudoskorpione...?


    ch hab mir und meinen Bienen helfen lassen!!!!!

    Nichts ist auf meinem Mist gewachsen!

    Ok, bitte erzähle mehr. In welcher Form wurde dir und deinen Bienen geholfen?

    Was ist nicht auf deinem Mist gewachsen?


    Bitte, wir wären sehr viel weiter, wenn all diese Dinge mal diskutiert und erklärt werden würden. Die richtige Anwendung von Ameisensäure oder die Konzentrationsberechnung von Oxalsäure diskutieren wir ja auch mehrmals im Jahr.

    Also sollte auch die Vorgehensweise und die dabei auftretenden Fallstricke von Nichtbehandlung diskutiert werden können, selbst wenn tatsächlich dabei mal etwas wiederholt werden sollte.


    Danke,

    Robert

    Genau das war ja das Problem: Der Veterinär verglich seine mündliche Anweisung mit der der Polizei - da könne man ja auch nicht erst den Anwalt fragen bevor man der Weisung "Fahren Sie mal rechts ran!" Folge leisten müsse.

    Der Amtsveterinär wurde ja informiert, und es fand eine Begutachtung und Beprobung des Standes statt. In der Analogie: es wurde also nicht nur rechts rangefahren, sondern es wurde auch eine umfassende Untersuchung des Fahrzeugs ermöglicht.


    Nun verlangt dieser "Polizist" aber nicht nur den Austausch einer defekten Bremse, sondern gibt gleich mündlich die Anweisung das Fahrzeug unverzüglich zu verschrotten...

    Bei einer Wanderung musst du dich beim Veterinär melden und der sagt


    dir auch direkt falls du da nicht anwandern darfst. Alle anderen Bezirke


    sollten dir doch nicht wichtig sein. Oder habe ich da was übersehen?

    Die klassische Wanderung spielt innerhalb Berlins kaum eine Rolle. Aber falls man innerhalb eines Bezirks (dürfte einem Landkreis entsprechen) einen neuen Bienenstand startet und dazu Völker aus dem gleichen Bezirk verwendet, dann braucht man meines Wissens nach keine Seuchenfreiheitsbescheinigung. Man muss diesen Stand dann dem Veterinäramt unverzüglich mitteilen, aber soweit ich weiß muss man es nicht vorher tun. Dann stehen die Bienen aber schon da.


    Man könnte jetzt argumentieren, dass es gute fachliche Praxis sei, sich vorher über Sperrbezirke zu informieren. Das mag richtig sein, die meisten von uns werden das auch tun. Aber warum wird es uns dabei so schwer gemacht?

    Ich kann mir nach wie vor keinen Grund vorstellen, warum nicht bei jedem Sperrbezirk automatisch eine email an eine oder besser mehrere den Imkern bekannte zentrale Stellen geht. Das kostet keine fünf Minuten.


    Es handelt sich um amtliche Bekanntmachungen, Datenschutz greift da ganz sicher nicht.


    Innerhalb eines Landkreises kann es mehrere Vereins"reviere" geben, für die jeweils ein Wanderwart benannt und vom KVA bestellt ist.

    Bei uns in Berlin ist das Thema Wanderung und Regulation derselben immer wieder ein Thema, weil zur Lindenblüte jedes Jahr Berufsimker mit vielen Völkern einwandern. Ohne sich irgendwo bei der lokalen Imkerschaft bekannt zu machen, ohne auch nur Vorkehrungen zu treffen, wenn hundert Völker nach der Reise alle gleichzeitig Wasser holen wollen.


    Und uns wird jedesmal gesagt, dass es keine gesetzlichen Grundlagen für eine Regulation gäbe.


    Und Vereins"reviere" gibt es hier sowieso nicht. Die einzigen Reviere, die es hier gibt sind die der Veterinärämter. Die müssen benachrichtigt werden, dürfen aber (angeblich) selber keine Informationen rausgeben. Die geben nichtmal Informationen weiter, wenn z.B. positive Futterkranzproben gefunden, aber in der Zweitbeprobung nicht bestätigt wurden. Für eigene Nachforschungen (z.B. was unangemeldete Stände angeht, aber auch die vielen verwilderten Völker in Bäumen und Hauswänden) haben die keine Zeit. Und weil wir keine Informationen bekommen können auch wir Imker nicht nachforschen.


    In Celle z.B. nimmt man positive Futterkranzproben mit geringer Sporenzahl als Hinweis auf unentdeckte Seuchenherde in der Nachbarschaft. Die gilt es zu finden. Bei uns scheint die einzige Aktion in der Richtung die Beprobung eines Sperrbezirkes zu sein, wenn einer eingerichtet wird. Wenn keiner eingerichtet wird (z.B. weil die B-Probe negativ war), dann gibt es meines Wissens nach auch keine Nachforschungen. Und die wilden Völker in Hauswänden und Bäumen werden eh soweit wie möglich ignoriert.


    Grüße,

    Robert

    Ein verantwortungsbewusster Imker sollte, auch wenn er nicht "wandert", meiner Meinung nach mindestens jährlich seine Völker auf Sporen untersuchen lassen.

    Es gab im Landesverband bereits die Forderung, alle Imker zu vorsorglichen Futterkranzuntersuchungen zu verpflichten. Das dumme ist: es gibt gar nicht die Untersuchungskapazität dafür!

    Dafür müssten erstmal neue Labore eingerichtet und einige neue Mitarbeiter eingestellt werden.


    Wahrscheinlich könnte man so eine Screening-Diagnostik auch so aufbauen, dass die Untersuchungen weitgehend automatisiert ablaufen und keine neuen Mitarbeiter nötig sind. Vielleicht weiß jemand der hier Mitlesenden mehr dazu und kann ein paar Hinweise geben?


    Grüße,

    Robert

    Ok, aber was ist die Konsequenz der 'seuchenhygienischen Einheit'? In dem Text der Tierseuchenkasse scheint es mir mehr darauf abzuzielen, dass die Bienenvölker eben nicht nach Besitzern getrennt betrachtet werden oder auch nach Standorten.

    Ergibt in meinen Augen auch durchaus Sinn: wenn Bienenvölker durch irgendetwas miteinander verbunden sind, was eine Infektion erleichtert, also z.B. durch die gleiche Person bearbeitet, mit dem gleichen Werkzeug, oder den gleichen Bestand an Honigräumen, dann müssen die z.B. auch alle gleich untersucht werden. Egal ob sie in verschiedenen Landkreisen stehen oder zwar am gleichen Stand, aber unterschiedlichen Besitzern gehören.


    Soweit kann ich folgen. Aber es scheint bei manchen Leuten der Glaube zu herrschen, dass die "seuchenhygienische Einheit" so eine Art Schicksalsgemeinschaft ist. Dass die alle gleich behandelt werden müssen, egal was die Untersuchungen sagen.


    Dazu würde ich gerne einen Beleg sehen. Also: wo kann man etwas über den Begriff der "seuchenhygienischen Einheit" bei Bienenvölkern nachlesen, außer auf der schon genannten Seite der Tierseuchenkasse.


    In der Bienenseuchenverordnung steht davon nämlich nichts, im Gegenteil. Bekämpfungsaktionen betreffend wird da klar unterschieden zwischen erkrankten Völkern und verdächtigen Völkern. Nix Einheit.


    Grüße,

    Robert

    Wenn Ausbruch-. warum kein Sperrgebiet?! In dem dann weiter untersucht wird.

    Der Sperrbezirk wurde bereits am 15. November ausgerufen, wie man hier nachlesen kann:

    https://www.berlin.de/ba-panko…und-lebensmittelaufsicht/


    Mir stellt sich die Frage: warum werden solche Sperrbezirke nicht zentral veröffentlicht? Warum ist es noch immer so, dass Sperrbezirke in der Imkerschaft (zumindest in Berlin) nur zufällig bekannt werden?


    Ein Beispiel aus 2016:

    Ein Imker hört in einem Geschäft für Imkereibedarf, dass es mal wieder einen Sperrbezirk aufgrund Amerikanischer Faulbrut geben solle. Er erzählt es mir, weiß aber nichts genaueres. Ich rufe im Laden an und frage, ob die weitergehende Informationen haben. Die haben inzwischen auch nachgeforscht und eine email, in der ein PDF mit der amtlichen Bekanntmachung enthalten ist. Dieses PDF schicken sie an mich weiter, ich leite es an meine Vereinsvorsitzende, und die wiederum schickt die Information sofort mit einem Rundbrief an alle Vereinsmitglieder.


    Ich möchte mal sagen: von unserer Seite, den Berliner Imkern allgemein, und auch in unserem Verein, war das eine vorbildliche Vorgehensweise.


    Aber von Behördenseite? Soll die Seuchenbekämpfung und -verhinderung darauf beruhen, dass Imker die Gerüchteküche anzapfen?

    Oder wird von den Imkern erwartet, dass sie wöchentlich die Webseiten sämtlicher Ordnungsämter abklappern?


    Was genau hindert die Ämter daran, so eine amtliche Bekanntmachung einfach an den Landesverband zu schicken?



    Grüße,

    Robert

    Wie will man im Winter ordnungsgemäß sanieren?


    Was sollte man denn in diesem Fall im Winter überhaupt sanieren? Die gesunden Völker? Sanieren kann man nur etwas, das krank ist.


    Auch hier gilt jetzt, besser jetzt eine trauriges Ende und ein sauberer Neuanfang kommenden Frühjahr oder Frühsommer.


    Ein verantwortungsbewusster Imker hätte genau so gehandelt und nicht noch ein Gericht bemüht.

    Ein verantwortungsbewusster Imker informiert sich, bevor er handelt. Umfassend. Immer wieder.

    Hast du mal aktuelle Vorträge von Guido Eich zu dem Thema gehört?

    Oder von Prof. Dr. Werner von der Ohe?


    Grüße,

    Robert

    Ich habe heute mal die Milben gezählt. Es sind 44.

    Aber es steht auf der Packung das 6 Tage lang Milben fallen.

    Wenn du irgendwelche Zahlen oder Messwerte nennst, dann bitte mit Einheit, Bezugszeitraum und ggf anderen Randbedingungen. Die wenigsten haben Lust, erst nochmal den ganzen Thread zu lesen und dann zu raten was gemeint sein könnte.


    Also: 44 Milben gezählt, ok. Und du hast "heute" gezählt, prima. Aber was heißt das? Pro Tag oder seit Behandlung oder in den letzten 24 Stunden, oder seit Mitternacht oder was...?

    Ist das die Zahl an gefallenen Milben in einem Volk oder der Durchschnitt von mehreren?


    Auf der Packung kann viel stehen. Ich halte eine magische 6-Tage-Grenze in der Realität eher für unwahrscheinlich. Das ist einfach ein Wert, den der Hersteller angibt, ein Zeitraum in dem seiner Erfahrung oder seiner Meinung nach z.B. 90% der überhaupt an dem Medikament sterbenden Milben heruntergefallen sind. Ob die dann auch bei dir auf der Windel gelandet sind ist nochmal eine andere Frage, die sicher auch vom Wetter und von anderen Dingen abhängt.


    Und nur weil in dem Präparat Ameisensäure enthalten ist heißt das nicht, dass es genauso wie die übliche Ameisensäure im Langzeitapplikator auch in die Brut wirkt. Honig enthält von Natur aus auch Ameisensäure, trotzdem sterben die Milben nicht daran.

    Es kommt auf die Menge an, auf die maximale Konzentration in der Stockluft, auf den Zeitverlauf der Konzentration, auf die Temperatur und wahrscheinlich noch anderes mehr.


    Grüße,

    Robert

    Die alten Imker hätten dir so auf die Finger gehauen, wenn du im späten Oktober oder November noch an der Bienen gearbeitet hättest.

    D.h. für mich so wie es die Natur vorgibt.

    Bei den "alten Imkern" war es aber nicht von Anfang April bis in die zweite Novemberhälfte frostfrei... bei uns jedenfalls stehen noch die Kübelpflanzen draußen, die vor dem Frost rein müssen.

    'Die Natur' (z.T. durch den Menschen global verändert) gibt jetzt halt andere Dinge vor als früher.


    Die Bienen sind da durchaus flexibel. Solange die Temperaturen hoch genug sind und es etwas zu sammeln gibt fliegen sie. Und solange genug reinkommt brüten viele Völker auch. Nicht alle, diese Vielfalt im Verhalten schützt die Gesamtpopulation vor Wetterkapriolen.



    Grüße,

    Robert