Beiträge von Re-Mark

    Bei der heutigen Durchsicht waren gerade mal noch 2 Bruträhmchen, von denen max. 1/4 mit einem löchrigen, verdeckelten Brutfeld belegt war. Ansonsten sehr viel Futter vorhanden.

    Leider war es schon immer schwer die Königin auszumachen, da sie nicht gezeichnet war. Bei der letzten Durchsicht (vor einer Woche) hatte ich sie schon nicht gefunden und heute wieder nicht.

    Solche Bruträhmchen vielleicht lieber einschmelzen, statt sie dem anderen Volk zuzuhängen.


    Zur Königin: ich habe in solchen Fällen schon ein Absperrgitter und Leerzarge auf das 'gute' Volk gelegt und die Bienen des anderen Volkes draufgefegt/-gestoßen, um sicherzugehen, dass keine Königin unbeabsichtigt mitkommt.


    Die meisten Vereinigungen habe ich einfach so, durch zuhängen oder zufegen durchgeführt. Meistens hat das gut geklappt. Aber es gab auch Fälle, wo am nächsten Tag die komplette Menge des einen Volkes tot vor dem Flugloch lag. Die scheinen sich gegenseitig gnadenlos niedergemetzelt zu haben, obwohl es spät im Jahr war, zu einer Zeit wo es eigentlich hätte klappen sollen.

    Da möchte ich mich aber bei der Auswahl des Zuchtstoffes nicht so sehr auf Reinzucht verlassen, sondern auf so Attribute wie

    * wie stark entwickeln die sich im Frühjahr,

    * wie war der Honigertrag im letzten Jahr,

    * wie haben die den Winter überstanden etc. pp.


    Anders ausgedrückt: Ich kann die Zucht-Kö's noch überhaupt nicht einschätzen.

    Ein Grund mehr, beide Königinnen zu überwintern und die Überwinterung und die Frühjahrsentwicklung als Entscheidungskriterien mit zur Verfügung zu haben.


    Falls du unbedingt vereinigen willst: es dürfte durchaus anderswo noch Bedarf an Königinnen geben. Ich habe z.B. letzte Woche einige drohnenbrütige Völker finden müssen, und ein Imkervereinskollege von mir hat mich gestern angerufen, sein Volk ist weisellos.

    Das eine habe ich geschätzt (etwa 6500 - 7000 Bienen, lt. Liebefelder), das andere sieht etwa ähnlich aus.

    Mit über 5000 Bienen hat ein Volk sehr gute Chancen zu überwintern. Du schätzt mehr als 6000 Bienen - ich würde beide überwintern.

    Kannst sie ja mit einem Trennschied zusammen als Doppelvolk in eine Kiste setzen, falls es die Rähmchen zulassen.

    Wie sonnst könnten den zb. Resistenzen gegen Bayvarol entstehen?

    Dazu hatte ich bereits häufiger auf die mögliche These "Symbiont-mediated insecticide resistance" hingewiesen:

    AW: Wo bleiben die Varroen?


    Es gibt Insekten, bei denen symbiotische Bakterien im Verdauungstrakt den Abbau von Pestiziden übernehmen. Diese Insekten haben also nicht ihr Genom angepasst, um resistent gegen ein Insektizid zu werden, sondern ihr Mikrobiom.

    Keine Ahnung, ob soetwas auch bei Varroa möglich wäre. Ich habe bisher keine Untersuchungen dazu gefunden.


    Es würde mir aber allemal plausibler erscheinen als die wilden Thesen zur genetischen Auslese bei einer Spezies, die hier in Europa nur auf einem ganz engen genetischen Flaschenhals basiert und sich noch dazu hauptsächlich durch Inzucht vermehrt..

    Bei der ersten Verdampfung dauert es ca. 3 Minuten bis der Löffel warm ist.

    Vielleicht deshalb, weil die Blechwindel Wärme ableitet?

    Ich habe festgestellt, dass es ausreicht, wenn der Varrox knapp unter zwei MInuten an der Autobatterie hängt, um die Tablette zu verdampfen. Zumindest jetzt im Sommer. Ich habe eine Glimmerplatte unter dem Varrox montiert, so dass ein Millimeter Luft zwischen Pfännchen und Glimmerplatte ist. Dadurch verkohlt das, was unter dem Varrox zu liegen kommt nicht so schnell (Holz, Kunststoffböden, Gemüll, Bienen...

    Da lege ich den Varrox drauf, Ox-Pulver drauf und direkt einschieben.

    Hm, nach den zwei Minuten an der Batterie lasse ich den Varrox nochmal zwei Minuten in der Beute liegen. Trotzdem ist er nach diesen zwei Minuten Abkühlzeit noch so heiß, dass eine neu hineingeworfene Tablette sofort zu dampfen anfangen würde. Deshalb kühle ich vorher mit Wasser.

    Wenn du es ohne Abkühlzeit und ohne Wasser machst, dann verdampft dir doch ein guter Teil schon vor und beim Einschieben, oder?

    Mir ist anfangs sogar mal eine Tablette wieder aus der heißen Pfanne gehüpft - Leidenfrost lässt grüßen.

    Nur mal so: ich gestehe, dass ich in den letzten Tagen bei einigen Völkern noch eine Brutentnahme durchgeführt habe. Zur rechten Zeit habe ich es mal wieder nicht geschafft, und nun stand ich vor der Wahl, mit den schwarzen Waben und nicht wirklich bekanntem Varroastatus (wie gesagt gebe ich auf den natürlichen Totenfall auf der Windel nicht viel) bis zum Frühjahr weiterzuwursteln, evtl. eine Ameisensäurebehandlung reinzupacken mit allen Nachteilen.


    Viele Brut war eh nicht drin. Also einigen Völkern die wenigen Brutwaben entnommen. Jetzt haben die Varroa-MIstviecher zumindest in diesen Völkern keine Deckung mehr, man kann ihnen mit Oxalsäure ins Kontor hauen. Und es zeigt sich wieder das seltsame Phänomen, welches ich dieses Jahr schon mehrfach gesehen bzw. auch von anderen Imkern gehört habe: die meisten Völker haben kaum Varroen. Aber eines ist immer mal wieder dazwischen, welches total vermilbt ist.

    Ich habe hier eines, da rieselt es...

    Wirklich - jetzt Mitte September die Winterbienen killen mit AS, ist das Dein ernst?

    Eine Behandlung im September, 'nach der Auffütterung' ist nichts ungewöhnliches, im Gegenteil, es ist die Empfehlung in diversen Lehrgängen und Monatsbetrachtungen.


    Also, mir wäre das so spät im Jahr zu aggressiv und bei 2 Milben pro Tag scheint mir das völlig überzogen, da sollte doch eine Winterbehandlung im Dezember genügen.

    Wenn man es wirklich wissen will, dann sollte man eine Auswaschprobe machen. Wenn nicht, dann ist (für Behandler) eine Behandlung 'zu den üblichen Terminen', und dazu zählt Mitte September, kein Fehler.


    Wir wissen nicht, wie das Wetter der nächsten Wochen und Monate bis Weihnachten wird. Ich weiß nur: 'früher' kamen bei uns die ersten Nachtfröste Mitte Oktober. Das fand in den letzten Jahren aber öfter nicht statt, da gab es erst im Dezember Fröste.


    Ich habe keine Ahnung, wann jetzt wirklich 'die Winterbienen' erbrütet werden. Ich weiß nur: es gibt eine gewisse, gar nicht so kleine Chance, dass die Bienen mittlerweile zwei Monate länger als früher Pollen sammeln können.


    Das Wetter dürfte in den nächsten Tag sehr gut für eine Ameisensäurebehandlung geeignet sein, mit hoher Wirksamkeit. Wenn man überhaupt auf Ameisensäure setzt.

    Im Oktober würde ich keine so gute Wirksamkeit mehr erwarten.

    Wenn eh mit Ameisensäure behandelt wird, dann würde ich das gute Wetter nutzen und bei mehr als zwei Milben pro Tag wenigstens eine Kurzzeitbehandlung mit Ameisensäure zwischenschieben.


    Wenn dagegen versucht wurde ohne Ameisensäure auszukommen (z.B. im Juli oder August durch Brutentnahme mit anschl. Oxalsäure), dann evtl. eine Blockbehandlung mit Oxalsäure (sprühen oder dampfen, je nach Heimatland...).


    Außerdem wäre es interessant, wieviel verdeckelte Brut in den Völkern ist. Wenn es so wie bei mir ist (kleine Fläche auf einer oder zwei Waben), dann sollte sich da eigentlich nicht viel in der Brut verstecken können. Ein Grund mehr, mal mit Oxalsäure dazwischenzugehen...


    Evtl. mal ein paar Zellen öffnen (zwanzig? vierzig?) und nachgucken.


    Grüße,

    Robert

    Ist Apples Betriebssystem toxisch für Milben?


    Ich zähle meist nicht mehr detailliert. Wenn nach einer Bedampfung kaum Milben auf dem Einschub liegen, also vielleicht zehn bis zwanzig, dann gehe ich davon aus, dass sich Ameisensäure nicht lohnt. Trotzdem mal wieder prüfen, vielleicht zwei, drei Wochen später.

    Wenn so zwanzig, dreißig Milben da sind, dann ein weiterer Test ein paar Tage später.



    Klassischerweise kamen die ersten Nachtfröste in unserer Region immer so gegen Mitte Oktober. In den letzten Jahren fiel das aber öfter weg.


    Andererseits meine ich mich zu erinnern, dass trotzdem viele Völker Ende Oktober eine brutfreie Phase haben, dann aber manchmal wieder anfangen.

    Es ging ja nicht darum, alle seine Miniplus in Zukunft selbst zu bauen. Ich habe halt oft die Erfahrung gemacht, dass im Imkereibedarfshandel die Bestellungen selten am nächsten Tag verschickt werden und noch seltener am übernächsten Tag da sind.


    Für eine MIniplus müsste im Prinzip eine Japansäge und ein Akkuschrauber/bohrer reichen, sowas hat man eh im Haus zu haben (zumindest als Imker)...

    Der Laden in MItte hat halt nicht so viel Platz, deshalb gibt es nicht alle Rähmchenformate.


    Aber eine einzelne Zarge Miniplus - das kann man sich auch im Baumarkt holen. In Teilen. Zum zusägen und schrauben...


    Ich habe auch bei vielen Völkern dieses Jahr keine Ameisensäure angewendet, weil da bei Testbedampfungen einfach kaum etwas fiel. Hoffentlich bereue ich das nicht wieder...

    ...Aktuell könnten die doch wahrscheinlich problemlos noch Futter einlagern, wenn man ihnen etwas Platz dafür gibt.

    Bauen die das noch aus? Dann also dritte Zarge drauf plus Futterzarge und 10 kg Zuckersirup als Futterstrom?


    Der Berliner

    Kommt immer auf das jeweilige Volk an, aber wenn genug Bienen drin sind und auch noch Brut, so dass Jungbienen nachkommen, dann bauen die auch noch Mittelwände aus.

    Normalerweise gibt man dazu dünneres Futter, also 1:1 Zuckerwasser. Es soll auch Leute geben, die 30% Wasser in den Fertigsirup mischen, das habe ich aber noch nicht probiert.


    Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass in eine Miniplus-Futterzarge 10kg Sirup passen...


    Grüße,

    Robert

    Wenn das Miniplus voll ist, warum gibst du ihnen dann nicht einfach die dritte Zarge? Warum im Spätwinter/Frühjahr wegen Futter zittern oder rumgeigeln? Aktuell könnten die doch wahrscheinlich problemlos noch Futter einlagern, wenn man ihnen etwas Platz dafür gibt.


    Grüße,

    Robert

    Meine Brutnester sehen aktuell alle erbärmlich aus, Brut oft nur auf ein, zwei, maximal drei Waben. Ich habe keine zwei Brutzentren erkennen können.


    Ja, beide Königinnen sind von diesem Sommer. Vielleicht bin ich irgendwie mit schuld: Ich hatte an dem Stand dieses Jahr mit Doppelvölkern experimentiert. Und ich hatte im Sommer so ein Doppelvolk entweiselt. Aktuell waren zwar keine Doppelvölker mehr da, aber es könnte gut sein, dass beide Volksteile getrennt nachgeschafft haben, eine Königin sich aber verflogen hat.


    Eine von beiden Königinnen ist merklich kleiner als die andere. Weiß nicht, ob das bedeuten könnte, dass nur eine von beiden voll in Eilage gegangen ist, oder ob sie von anfang an weniger gut entwickelt war.