Beiträge von Re-Mark

    Hi,


    ich habe ein paar Kunststofffuttertaschen von Mannlake, mit Holzabdeckung und einer Aufstiegshilfe aus Netzschlauch. Hat jemand hier schon herausgefunden, wo man diesen Schlauch einzeln 'von der Rolle' oder in Stangen kaufen kann? Das Material könnte PE oder PP sein, denke ich. Es federt, ist aber formstabil, ähnlich wie ein überdimensionaler Lockenwickler. Die Netzschläuche, die ich bei oberflächlicher Suche im Netz gefunden habe, sind wohl weicher und dehnbar, werden z.B. als Stoßschutz über harte Gegenstände wie Flaschen gezogen, wobei sie sich der Form anpassen. Für die Aufstiegshilfen braucht es aber etwas formstabiles mit rundem Querschnitt.

    Vielleicht ist 'Netzschlauch' ja auch nicht die richtige Bezeichnung. Irgendwelche Ideen?


    Grüße,

    Robert

    Hallo,


    an den blühenden Minzen waren heute kleine Bienen tätig, die von der Zeichnung und Färbung her fast aussahen wie Carnicas, aber nur halb so groß. Ich habe leider noch kein Foto machen können. Trotzdem irgendwelche Ideen, was das sein könnte?


    Grüße,

    Robert

    Es kommt immer wieder mal vor, dass ich dann inmitten von Bienen stehe, die auf Krawall gebürstet sind. Mit Folie sehe ich durch die Folie auf das Volk und kann eine erste Einschätzung machen, dann hebe ich langsam die Folie an und gebe Rauch.

    Ich hatte in den ersten Jahren Folie, habe sie aber irgendwann weggelassen und stattdessen Innendeckel drauf. Die bestehen bei mir normalerweise aus verschiedenen Plattenwerkstoffen (manche aus Kiefernsperrholz, manche aus Siebdruckplatte), haben meist zwei oder drei runde Ausschnitte, in die die runden Bienenfluchten eingesetzt sind. Diese Bienenfluchten lasse ich auch im Winter im Innendeckel, so kann dort immer etwas Luftaustausch stattfinden. Ein Nachteil ist möglicherweise, dass ich bisher keinerlei Wärmeisolation da drauf habe. Vielleicht trug das zum schwachen Start im Frühjahr bei...


    Das bisher geschriebene passt natürlich nicht zu deinem Wunsch, die Bienen schonmal sehen zu können, ohne dass sie auffliegen. Aber ich habe seit diesem Jahr auch zwei Innendeckel mit Acrylglas statt Sperrholz. Und ich kann sagen, dass ich mich jedesmal freue, wenn ich diese Beuten öffne und einen absolut klaren Blick auf die Oberträger und die Wabengassen habe.

    Leider bildet sich im Winter durchaus Kondenswasser an der Scheibe, aber das ist ja bei Folie auch der Fall.

    Noch lieber wäre mir natürlich Echtglas, weil es kratzfester ist. Und ganz toll wäre feuerfestes Glas, das würde die Reinigung erleichtern...


    Grüße,

    Robert

    Ich stand gestern in der Gartenabteilung von Bauhaus kurze Zeit vor dem Regal mit Teichpflanzen. Und ich war überrascht, dort etliche Blütenpflanzen zu sehen, aus Gattungen von denen ich es nicht erwartet hätte. Darunter waren auch Primula und Geranium.


    Von vielen Wiesenpflanzen gibt es Sumpfvarianten. Vielleicht findet sich irgendwo eine umfangreiche alphabetische Liste mit einheimischen Wildpflanzen, in der man dann unter 'Sumpf-' nachsehen kann? Meine schon etwas ältere Ausgabe von "Was blüht denn da" hat diese Pflanzen im Schlagwortverzeichnis leider unter dem Stammnamen gelistet, also als "Vergissmeinnicht, Sumpf-" statt unter "Sumpfvergissmeinnicht".


    Es gibt u.a. Sumpfschafgarbe, Sumpfkratzdistel, Sumpfvergissmeinnicht...


    Guck dir auch mal solche Seiten an:

    "Feuchte Hochstaudenfluren an Gewässerufern und Waldrändern"

    https://www.deutschlands-natur…ntanen-bis-alpinen-stufe/


    Grüße,

    Robert

    Nur mal der Vollständigkeit halber: es gibt außer "technisch" und "ad.us.vet." auch noch weitere Qualitäten. Bei einem Imkereibedarfshändler gibt es z.B. 75%ige Ameisensäure, die der "Futtermittelzusatzstoffverordnung entspricht". (Es gibt wohl Nutzvieh, bei dem das Futter manchmal mit Ameisensäure angesäuert wird.)

    Natürlich steht sie in der Rubrik "Reinigungsmittel"...


    Es gibt auch andere, bei Chemikalien übliche Klassen wie 'rein', 'reinst', 'pro analysis' etc.

    Ich kenne einen alten Imker, der 100%ige Ameisensäure aus dem Laborbedarf hat (also quasi ohne Wasser, die Konzentration stellt er sich dann nach Bedarf ein).


    Ich habe noch genug ad.us.vet aus einer Sammelbestellung des Vereins, aber es ist schon bitter, wenn ich bedenke, was ich dafür ausgegeben habe, während die Imker in vielen anderen Bundesländern es für einen Bruchteil bekommen, dank Zuschüssen.

    Andererseits will ich in Zukunft auch versuchen, den Ameisensäureeinsatz stark zu reduzieren und mehr mit Brutentnahme zu arbeiten. Mal schauen, wie es klappt.

    Und wenn ja, was passiert mit den Resten? Flächig Brut und ggf. belasteter Honig?

    Sorry, bei nochmaligem Lesen wird mir klar: du meinst vermutlich ggf belastet mit Sporen. Tja, wenn man wirklich gründlich sein wollte, dann müsste man ein Volk mitbringen, welches die Vorräte des abgetöteten Volkes zeitnah ausräumt. Bzw, falls das Volk in der Wand gerade geschwärmt ist (manchmal werden Menschen ja erst durch den Schwarmakt auf Völker in der Wand aufmerksam), wird das mitgebrachte Volk für ein Trap-out vor das Flugloch gesetzt. Die Jungköniginnen werden nach dem Hochzeitsflug wohl kaum durch Waben mit Brut hindurch wieder zurück in die Wand laufen. (Oder?)


    Dieses mitgebrachte Volk könnte man beproben und entsprechend handeln. Wäre natürlich ein Riesenaufwand, und welcher Imker möchte schon ein Volk (möglicherweise) opfern, um die Behausung eines Wildvolkes zu säubern. Aber wenn die Alternative ist, möglicherweise zwanzig Kilo Vorräte mit unbekanntem Infektionsstatus für unbestimmte Zeit in der Wand zu lassen...?


    In jedem Fall eine blöde Sache.


    Also neben besserer Schwarmverhinderung vielleicht auch mehr Schwarmlockbeuten aufstellen, um umherziehende Schwärme einzufangen.

    Und wie immer: ungeeignete Gesetze der Realität anpassen!


    Grüße,

    Robert

    Das ist außerdem mit VErlaub kein Trockeneis, denn das hätte man bröckchenweise reingeschaufelt und nicht gesprüht.

    An CO2-Löscher habe ich auch gedacht. Darin ist Kohlendioxid unter hohem Druck gespeichert, beim Expandieren kühlt es ab, so stark, dass ein Teil davon für kurze Zeit als Kohlendioxid-Schnee ausfällt.


    Und wenn ja, was passiert mit den Resten? Flächig Brut und ggf. belasteter Honig?

    Welche Reste? Vom Trockeneis bzw. Kohlendioxid-Schnee? Das verdampft rückstandslos als CO2.


    Die Frage ist, was tritt zuerst ein:

    Tod durch Ersticken, Erfrieren oder beides zugleich?

    In Übersee werden seit neuestem Ratten mit Trockeneis bekämpft.

    https://www.deutschlandfunk.de…e.html?drn:news_id=896651


    Dort dürfte die Wirkung auf Erstickung beruhen, weil das bei der Verdampfung entstehende schwere Gas die Gänge flutet. Daran sollte auch der menschliche Anwender denken: in engen Räumen, aus denen das Gas nicht so schnell abfließt, kann es kurzzeitig auch für Menschen gefährlich werden.


    Aber wie wir von der Betäubung von Bienen mittels CO2 her wissen: das mit dem Ersticken geht bei Insekten nicht so schnell. Meine Vermutung wäre, dass man da eher auf den Kälteschock setzt.



    Ich habe dieses Jahr zuwenig Honigraum gegeben, aber der Wassergehalt ist trotzdem historisch niedrig, z.T. zwischen 15 und 16%. Selbst das rauslaufen aus dem Abfüllkübel dauert ewig...

    Hast du ihn mal gefragt, wer seine Checkliste erstellt hat? Würde mich sehr interessieren.


    Natürlich würde mich auch interessieren, wie man schaumfrei abfüllt. Normalerweise ginge ich davon aus: Honig eine Woche im Abfüllkübel stehen lassen, dann abfüllen. Dann sollten die Luftblasen aufgestiegen sein.


    Dummerweise hat man nicht immer die Zeit, so lange zu warten. Bzw. nicht genug Abfüllkübel, wenn die so lange belegt sind. Und dieses Jahr hat ein guter Teil meines Honigs deutlich unter 16% Wassergehalt, da dauert das Aufsteigen der feinen Luftbläschen ewig.


    Ich brauchte dringend frischen Honig in Gläsern und habe eine Charge direkt nach dem Sieben abgefüllt. Er ist ziemlich hell, ich würde ihn als Robinie bezeichnen. Vor vier Tagen abgefüllt, und selbst in den Gläsern sind die fein verteilten Luftbläschen noch fast auf der ganzen Höhe zu sehen, nur der unterste Zentimeter sieht vielleicht etwas klarer aus.


    Wahrscheinlich müsste ich ihn auf 35°C erwärmen, um die Viskosität zu senken.

    Oder unter Vakuum setzen, wie beim Gießen von Epoxidharz, falls es blasenfrei sein soll...

    Das mit der Kirschessigfliege kann ich noch nicht so recht glauben. Diese verdammten Ausgeburten des Teufels lassen die Früchte verderben, weil ihre Maden auch Mikroorganismen im Fruchtfleisch verteilen. Ich habe Kirschessigfliegen und ihre Teufelsbrut im Garten an verschiedenen Früchten entdeckt. Geplatzte Früchte habe ich nicht gesehen, weiche, verdorbene, gärig riechende schon. Deshalb doch "Essig", oder?


    Aber Kirschen sind auch früher schon am Baum geplatzt. Dazu reicht meines Wissens nach Regenwetter zur rechten Zeit, Osmose und so...


    Ja, Anwandern von Hagelgebieten (oder Plantagen, in denen eben viele Früchte durch Regen geplatzt sind) wäre in Ordnung. Das sind natürliche Vorgänge. Wenn die Bienen das tatsächlich attraktiv finden und sogar Überschuss sammeln, dann ist das normal. Dass man Tracht durch Anwandern nutzt ist auch ok.

    Was die Überlegung mit dem absichtlichen Befallenlassen durch Kirschessigfliegen angeht: das hat keinen Einfluss darauf, ob es Honig wird oder nicht. Wenn es dir gelänge, ein Waldstück zur Honigtauproduktion zu bringen, indem du zur richtigen Zeit die richtige Sorte Rindenläuse verteilst, dann ist der daraus entstehende Honig trotzdem vollkommen in Ordnung und rechtmäßig. Was das für die Bäume bedeutet ist eine andere Frage.


    Wer Kirschessigfliegen im großen Maßstab verbreitet würde allerdings riskieren, von mir gelyncht zu werden. Ich hasse die Viecher abgrundtief.


    Hm, theoretisch könnte man mit einer Art Schneekanone künstlichen Hagel erzeugen und die Kirschen im Baum beschießen (die Schäden am Baum würden das aber unwirtschaftlich machen) oder einfach die Kirschen durch Beregnung platzen lassen, und es sollte immernoch legitim sein, das Produkt der Bienen als Honig zu verkaufen. Wenn sie den Saft tatsächlich selber am Baum sammeln.


    Man darf nur keine eigenen Verarbeitungsschritte zwischenschalten, also keine Früchte auspressen und den Saft verfüttern. Darauf bezieht sich meiner Meinung nach die Passage mit den "lebenden Pflanzenteilen"...


    Alles IMHO... werde bei Gelegenheit mal Fachleute dazu befragen, das kann aber noch ein paar Monate dauern.

    Auf alle Fälle wäre es bestimmt nicht in Ordnung solchen Honig als "Honigtauhonig" zu verkaufen, auch wenn es da ein Lücke im Gesetz gibt.

    Als Lücke im Gesetz würde ich es nicht betrachten. Falls Bienen z.B. wirklich mal von sich aus Saft aus aufgeplatzten Kirschen am Baum sammeln, dann ist das auch tatsächlich Honig. Die Bienen haben ihn von sich aus aus Pflanzensäften gemacht, die sie gefunden und für gut befunden haben.


    Wenn der Imker Kirschen presst und das verfüttert, dann wäre das etwas anderes. Und wie man im Endeffekt von außen betrachtet beide Fälle unterscheiden soll weiß ich auch nicht.


    Es wären ja theoretisch auch andere Fälle denkbar, z.B. Schäden an einem Zuckerahornbaum, wo die Bienen auslaufenden Saft aufnehmen.

    Hm, bei der Gelegenheit: welcher minimale Zuckergehalt ist eigentlich notwendig, damit Bienen sich dafür interessieren? Bei Blütennektar liegt der Zuckergehalt je nach Pflanzenart und natürlich Umgebungsbedingungen meines Wissens nach meist zwischen 20 und 70%.

    Für Süßkirschen habe ich zum Zuckergehalt eine Angabe von 14% gefunden. Ich schätze mal, hier in meiner Region wird der Zuckergehalt deutlich niedriger sein, vermutlich werden wir deshalb hier nie von Natur aus 'Kirschsafthonig' in den Waben finden.