Beiträge von Re-Mark

    Ab Montag kommt ja eine kühlere Woche. Was sagt Ihr? Tragen die Damen den frischen Nektar aus dem BR dann noch nach oben?

    Nein, tun sie nicht.

    ... denn sie werden ihn einfach auffressen!

    Das meine ich ernst. Man glaubt gar nicht, was für einen Verbrauch so ein Volk hat, das voll in Brut ist.

    doch da das Ganze, abgesehen von der Resistenzzucht, noch weitgehend auf Erfahrungsberichten und nicht auf Studien basiert, mag es dafür noch zu früh sein.

    Nö. Erfahrungsberichte sind genau das, was ich eigentlich erwartet habe.


    Doch was findet man im "Abschlussbericht"?

    Juhani Lunden: lies seine 150 Völker unbehandelt

    Kein Wort zu den Erfahrungen, die Juhani Lunden machte, als er seine 150 Völker unbehandelt lies. Kein Wort! Da fühle ich mich verar****...


    Für mich ist ein "an der Varroose" eingegeangenes Volk nicht eines, dass an einer Krankheit gestorben ist, sondern eines, wo eine Wirts-Parasit-Beziehung (wiedermal) nicht funktioniert hat. Bien und Milb sind gescheitert. Warum?

    Weil sie sich nicht über Jahrmillionen aneinander angepasst haben? Wie oft muss man noch darauf hinweisen?


    Was mir aber weiterhin bei dem Thema fehlt: der Blick richtet sich immer nur auf die Bienen, den Bien und die für die Bienen "richtigen" Umgebungsbedingungen. Da fehlt mir weiterhin allzusehr die Milbe

    Und wenn du so anfängst: warum ignorierst du die Viren, die verschiedenen Bakterien in Bien und Milben, evtl. andere vorkommende Mikroorganismen wie Pilze, andere Milben etc.?

    was ist ordentlich? Eine Begattung kann sehr wohl stattfinden, und das steht da auch.

    Wenn eine junge vor kurzem geschlüpft ist, vielleicht. Aber Tine hat keine geschlüpften Zellen gesehen, also von wann soll die unbegattete sein? Februar? Letzten Herbst?


    Man sollte nicht aus den Augen verlieren, dass dieses Volk jetzt schon viel Zeit verloren hat und nicht mit anderen vergleichbar ist, aber abkehren hat ja auch nicht funktioniert.


    Meine sind auch erst nach Ostern in Brut gegangen, bei vielen anderen ebenso. Also vielleicht drei Wochen verloren. Ein Imkerfreund hatte auch mal ein Problemvolk, bei dem die Beweiselung mehrfach nicht klappen wollte (nachgezogene Kö nicht vom Hochzeitsflug zurück, zugesetzte nicht angenommen...), die aber ansonsten motiviert waren. Mir ist in Erinnerung, dass er als es dann irgendwann im Sommer doch noch klappte meinte, ein guter Teil der Bienen müsse schon 9 Monate alt gewesen sein...


    Häng noch mal eine Wabe ein mit wenig offener Brut.

    Warum wenig? Ich würde ihnen ordentlich Brutfläche zuhängen. Wenn sie keine eigene legende Königin haben, dann legen halt die anderen so lange für sie mit.


    Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass die anderen Königinnen alle schon mit voller Kapazität legen, wahrscheinlich ist zumindest bei einigen Völkern noch die Pflegekapazität der Ammenbienen der limitierende Faktor. Unter diesen Umständen sollte es kein großer Verlust für die Spendervölker sein, wenn man bestiftete Waben entnimmt. Oder habe ich da einen Denkfehler?

    In anderen Threads wurde verschiedentlich geäußert, dass jetzt sowieso keine ordentliche Begattung stattfinden kann, aus Mangel an Drohnen. Und seit wann sollte diese unbegattete denn da schon rumlaufen? Einen Hoffnungsschimmer sehe ich in der Richtung nicht, eher eine zusätzliche Schwierigkeit.


    Andererseits: wie wahrscheinlich ist es, dass eine Prinzessin durch das Absperrgitter geht, nur weil sie noch nicht in Eilage ist? Der Thorax ändert doch seinen Umfang nicht, und normalerweise passt der bei Königinnen schon nicht durch das Gitter. Und selbst wenn, wäre sie genauso schnell durch wie die anderen?



    Mir erschien der Eingriff für das Spendervolk als sehr groß wenn ich denen eine komplette Dadantwabe voll Brut weg nehme. Aber ich habe vorgestern ein paar Völker erweitert - da könnte ich dann am WE ev. so eine Wabe raus nehmen mit offener Brut.

    Genau solche Erweiterungswaben meinte ich: Leerwabe zuhängen, vier-fünf Tage später (hoffentlich einigermaßen großflächig bestiftet) entnehmen. Wirklich bis an den Rand bestiftet muss und soll es für diesen Fall ja gar nicht sein. Das Spendervolk hat noch nicht viel Energie reingesteckt, es 'verliert' höchstens drei Tage Legeleistung seiner Königin.

    Also ich kann mir nicht vorstellen dass es daran liegt dass das Volk zu schwach ist.

    ??


    Wo hat denn jemand geschrieben, dass das Volk zu schwach sei?


    Eine andere Handlungsempfehlung, ausser abwarten, hätte ich nicht gegeben.

    ??


    Bin ich noch zu müde oder seid ihr das?


    Tine hat das ganze Volk vorher durch ein Absperrgitter gesiebt und keine Königin gefunden. Stifte oder eigene Brut auch nicht. Und es ist bereits Ende April und seit zwei (?) Wochen gutes Brutwetter.

    Und deine Handlungsempfehlung wäre 'abwarten'? Sorry, muss ich wohl nicht verstehen...



    In meinen Augen hat Tine bisher nichts falsch gemacht.

    Um das Volk wieder in die Spur zu bringen würde ich Waben mit Stiften und jüngster Brut umhängen.

    Je nachdem, welchen Aufwand sie leisten kann, könnte sie vielleicht auch die Waben austauschen. Ein Bienenvolk besteht ja aus Bienen _und_ aus Wabenwerk. Wenn die Bienen eindeutig weisellos sind, das aber selber nicht merken, vielleicht bewirkt dann die Entziehung des Heimatduftes etwas...? (das ist nur eine vage Idee.)


    Vielleicht gibt es ja doch bereits Afterweiseln und das Volk fühlt sich deshalb noch nicht weisellos. Zugehängte, offene Brut sollte helfen, zumindest nicht schaden.


    Grüße,

    Robert

    eine Wabe mit Stiften und Maden an den Baum zu lehnen halte ich jetzt nicht für zielführend

    ??


    Tine hat sie doch längst wieder in ihrer Kiste an ihrem alten Platz stehen. Aber sie haben nach wie vor keine Königin und keine Brut.

    Also: Stifte und Maden zuhängen. Das verhindert die drohende Drohnenbrütigkeit. Und wenn man mehrfach Stifte und offene Brut zuhängt sorgt man auch dafür, dass das Volk nicht überaltert. Vielleicht kriegen sie auch noch die Kurve und fangen doch noch an nachzuschaffen.

    Das Rätsel kann ich auch nicht lösen.


    Meine Idee wäre: spende ihnen Brut von anderen Völkern. Mehrfach. Meine Völker z.B. sind noch eher klein, und die Brutfläche wird durch die Kapazität der Pflegebienen begrenzt, nicht durch die Legefähigkeit der Königin. Um eine Wabe zu bestiften braucht eine Königin nur kurze Zeit, und wenn man die ziemlich bald entfernt und dem Problemvolk gibt, dann hat das Spendervolk da ja noch nicht viel Energie reingesteckt.


    Deshalb glaube ich, dass man alle paar Tage eine bestiftete bzw. mit jüngster Brut versehe Wabe umhängen können müsste, ohne die Spendervölker nennenswert zu schwächen.


    Das sind aber nur theoretische Überlegungen von mir, vielleicht sehen die erfahrenen Praktiker das anders.



    Grüße,

    Robert

    Hallo bin ich hier der einzige der enttäuscht ist?

    Nein, bist du nicht.


    Auch dieser Abschlussbericht enthält keine nennenswerten Informationen über "Behandlungsfreie Imkerei". Im wesentlichen geht es nur um "das breite Teilnehmerfeld" und wie wichtig es gewesen sei, unterschiedliche "Leute zusammen zu bringen". Es werden "Mosaiksteinchen zum Puzzle, wodurch das Bild vollständiger wurde" erwähnt, aber dieses vollständiger werdende Bild selbst wird nicht beschrieben.


    Die Abschnitte zu den einzelnen Referenten:


    Heidi Herrmann: nichts über die Praxis der Behandlungsfreien Imkerei, nur etwas über die "Breite der Anschauungen" und Politik.


    Jürgen Küppers: Überblick Imkerei, Zukunftsaussichten, sein Buch...


    John Kefuss: "Als Wissenschaftler hat er seine Versuche umfangreich dokumentiert und der

    Audienz darin Einblick gewährt."

    Super. Nur wir erfahren leider nichts näheres von diesen Einblicken...


    Juhani Lunden: lies seine 150 Völker unbehandelt. Sehr schön. Und wie lief es? Davon steht nichts im Bericht.

    Er macht Ableger um Verluste auszugleich. Ok, und wie hoch waren/sind diese Verluste?

    Er "beachtet imkerliche Interessen wie Honigertrag u.a.". Wunderbar. Und das bedeutet was?


    Eric Österlund: "...setzte kleinere Zellen ein [...] und dadurch eine Biene, die schneller verdeckelt (die Elgonbiene)".

    Und ich dachte immer, die Elgonbiene beruht vor allem auf der Einkreuzung von Monticola-Bienen aus Afrika...

    Wieviel schneller verdeckelt sie denn, was sind die messbaren Auswirkungen auf die Varroaentwicklung, wo kann man das nachlesen?


    Torben Schiffer: "Sein Interessensschwerpunkt liegt auf der Symbiose zwischen Biene und Bücherskorpion, wie sie wohl seit Millionen von Jahren existiert und das Volk im Gleichgewicht mit Milben und Schädlingen hält."

    Nur dass in diesen Millionen Jahren eben keine Varroamilben bei Westlichen Honigbienen vorkamen...

    Aber immerhin werden hier mal konkretere Inhalte genannt: Beutenklima.

    Interessant wäre es, ob Torben mit seinem Wissen in der Lage ist, geeignete Beuten gezielt mit einer genügend großen Anzahl Bücherskorpionen zu besiedeln und darin dann Bienenvölker ansonsten behandlungsfrei zu halten. Ob also die Bücherskorpione tatsächlich die Varroatose verhindern.


    Andre Wermelinger: ausgeräumte Landschaft führt zu Mangelernährung und Krankheiten. Die intensive Honigproduktion ebenso. "Da bedarf es dann gar keiner Varroa mehr". Ah ja. Das hilft ganz sicher weiter...


    Heidi Herrmann: ein "emotional tief bewegender Vortrag". Sie hat bei ihrer ersten Ameisensäurebehandlung "das Aufheulen des durch Säure verätzten Bienenvolkes vernommen". Und sie klärt Imker über ihre Traditionen auf...

    Aber wie läuft denn nun ihre behandlungsfreie Imkerei ab? Dazu steht da wieder nichts.


    Ralf Rössner: eine Erdbeute aus Lehm ermöglicht eine "massive Unterstützung des Biens im Kampf gegen die Varroa".

    Heißt das, dass Ralf Rössner nun tatsächlich Bienenvölker in Lehmbeuten hält, die keiner Varroabehandlung durch den Imker bedürfen? Wieviele? Wie lange? Welche "bauphysikalischen Eigenschaften des Lehms" unterstützen denn den Bien in seinem Kampf gegen die Varroa?


    Benjamin Rutschmann: Bienen als Wildtier. Nichts zu behandlungsfreier Imkerei.


    Piotr Pilasiewicz: im Prinzip dito.


    Bartek Marleta: im Prinzip eine Art Genossenschaft für behandlungsfreie Imker um Verluste zu ersetzen. Gute Idee. Wie lange läuft das schon, was sind die Ergebnisse? Oder ist es bisher nur eine Idee bzw. steht noch am Anfang?



    Der letzte Absatz "Zusammenfassend" fasst den Abschlussbericht tatsächlich gut zusammen: da ist von einer "Vielzahl neuer Ideen und Konzepte" die Rede, ohne diese näher auszuführen.



    Sorry, aber ich habe bisher noch immer nichts wesentliches über die Praxis der Behandlungsfreien Imkerei erfahren.

    Ich warte noch immer auf einen Bericht, er etwas von den Inhalten wiedergibt, nicht nur von Gefühlen und Motivation.


    Grüße,

    Robert

    Styrodur/XPS-Platten: Genau dieses Zeug habe ich auch mal in Rähmchen eingesetzt, und ähnlich wie bei Ralf haben die Bienen sich da Mulden reingenagt.


    Styrodur enthielt vor 2015 das Flammschutzmittel HBCD, seit 2016 ist das verboten. Der Übergang war mal wieder schlecht geplant, vor zwei Jahren konnten Handwerksbetriebe auf einmal das Zeug, das bei Sanierungen anfiel, nicht mehr beim regulären Abfall abgeben, aber ein neuer Weg für den Sondermüll existierte auch nicht so richtig.

    https://www.baulinks.de/webplugin/2016/1444.php4

    Also eher nicht harmlos.


    Von Holzweichfaser halte ich auch nicht viel. Hatte das in meinem ersten Jahr unter dem Deckel. Weichfaser zerbröselt viel zu leicht, schimmelt zu leicht, wird zu leicht von Insekten zerfressen und ich weiß auch nicht so recht, was das bringen soll.


    Wärmeverluste entstehen über drei Mechanismen: Wärmeleitung, Konvektion, Wärmeabstrahlung.


    So wie ich das verstanden habe geht es beim Thermoschied vor allem darum, die Wärmestrahlung auf die daneben hängende Brutwabe zurückzuwerfen. Eine Holzplatte, auch wenn dahinter noch Weichfaser wäre, ist darin nicht so gut.

    Entweder eine Hartschaumplatte (nicht zernagbare Ausführung und ohne Flammschutzmittel) oder etwas mit Thermofolie bespanntes.


    Grüße,

    Robert



    Stockmeißel: mit Messer oder zweitem Stockmeißel sauberkratzen. Noch sauberer: mit Gasflamme (oder im Backofen) erwärmen, dann das flüssige Wachs/Propolis mit Papiertuch abwischen. Stockmeißel ohne Lack sind von Vorteil.

    Hi,


    heute bei der Durchsicht eines meiner Flachzargenvölker (2/3 Langstroth): es sitzt auf zwei Zargen. Ich wollte nachsehen, wie dringend es einen Honigraum bräuchte. Deckel auf: von oben sahen so ca. 6-7 Wabengassen gut besetzt aus. Nicht besonders stark, aber soweit in Ordnung. Die Bienen verhielten sich ganz normal, Pollen wurde eingetragen. Ich wollte einen Eindruck von den Brutflächen bekommen und zog eine Wabe aus dem mittleren Bereich. Pollenbrett. Ok, dann würde wohl daneben das Brutnest beginnen... nein, noch ein Pollenbrett. Dritte Wabe: dicker Pollenkranz und darunter freie Zellen, aber keine Brut und keine Stifte. In der ganzen oberen Zarge keine Brut und keine Stifte. Mist, offenbar keine legende Königin. Dabei sah das Volk doch ganz ok aus...?

    Obere Zarge abgenommen, Wabe aus unterer Zarge gezogen: ordentliche verdeckelte Brutfläche. Auf der nächsten Wabe auch viel offene Brut und die Königin. Hm. Warum geht die nicht nach oben?


    Genauer hingeschaut: wenn die Hoffmannseiten ganz sauber sind, dann passen 11 Rähmchen in eine Zarge. In der einen Zarge war das der Fall, damit wollte ich Dickwaben am Rand oder Wildbau verhindern, bis ich endlich mal dazu käme, Schiede für die 2/3 Zargen zu machen. In der anderen Zarge waren die Hoffmannseiten nicht ganz so sauber, und sie enthielt nur 10 Rähmchen. Deshalb befanden sich die Wabengassen nicht übereinander.

    Der Beespace zwischen den Zargen war sehr eng. So eng, dass offenbar nur Arbeiterinnen zwischen den Oberträgern der unteren und den Unterleisten der oberen Zarge durchpassten. Irgendwo müsste eigentlich schon ein Durchstieg für die Königin gewesen sein, aber offenbar hat das ganze wie ein waagerechter Schied auf die Königin gewirkt.


    Beim Nachmessen habe ich festgestellt, dass die obere Zarge 4mm niedriger war als sie sein sollte. Eigentlich habe ich alle meine Zargen selber gebaut und ich musste natürlich gleich an Henry denken. Doch dann stellte ich fest, dass die Zarge von Kreuzschlitzschrauben zusammengehalten wird, ich verwende aber normalerweise Torxschrauben. Und die Griffleisten von innen getackert... also eindeutig eine Zarge aus dem Handel. Wahrscheinlich meine einzige, kann sein, dass ich die mal irgendwann als Muster gekauft habe.


    Ich habe die Rähmchen in eine andere Zarge gehängt, mal sehen ob sie nächste Woche bebrütet sind.


    Der Teufel steckt im Detail...

    Auch ich führe neben den Dadantvölkern einige Völker auf 2/3 LS Flachzarge (den Honigräumen des 10er Dadant). Hauptgrund ist, dass ich bei Dadant immer Probleme habe, wenn ich Ableger bilden will, insbesondere auch Begattungsableger. Wenn ich bloß fünf echte Brutwaben im Brutraum habe (dazu noch Baurahmen und Randwabe), und der Honigraum sowieso schon nur auf der Hälfte über den Brutwaben richtig befüllt wird, dann fällt es schwer auch noch eine Brutwabe für Ableger rauszunehmen. Dazu auch das Platzproblem im Auto, wenn ich mal eben einen Satz Begattungsableger an einen anderen Stand fahren will.

    Ja, andere haben aus diesen Gründen noch eine Imkerei auf Miniplus nebenher laufen. Ich bisher nicht, noch versuche ich diesen Bedarf mit den Flachzargen zu befriedigen.


    Und bisher haben sich die Flachzargenvölker auch recht ordentlich entwickelt. Sogar die Suche nach Schwarmzellen mittels Kippkontrolle hat in den letzten zwei, drei Jahren recht gut funktioniert.

    Wenn ich alle Waben durchsehen muss (z.B. wegen Königinnensuche oder weil ich eben doch ausnahmsweise auch in den Seiten nach Schwarmzellen suche), dann fluche ich über die vielen Rähmchen.

    Aber bei der zargenweisen Wabenerneuerung bin ich wieder froh.


    Grüße,

    Robert

    Ich hatte eine Kornelkirsche (angeblich 'Jolico') jahrelang im elterlichen Garten an der Nordostseite des Hauses stehen. Äste einer Eiche ragten darüber. Boden halt berliner Gartenboden, Grundlage lehmiger Sand, an dem Standort war es wohl oft nicht feucht genug. Die Pflanze wuchs kaum, trug auch nach fünf Jahren keine Blüten.


    Seit ich sie umgepflanzt habe, in unseren 'Ferngarten' im nördlichen Brandenburg, sandig-humoser Gartenboden in Gewässernähe (deshalb nie wirklich trocken), hat sie im Wachstum stark zugelegt. Blühen tut sie auch, ich erinnere mich jetzt aber nicht an die Früchte.

    Ich habe noch ein paar andere Kornelkirschen, die ich als Sämlinge in diesen Garten gepflanzt habe. Die blühen und fruchten jedes Jahr üppig.

    Bisher habe ich nur einzelne Äste eingekürzt und ein klein wenig aufgeastet. Wenn man genug Platz hätte müsste man sie nicht schneiden.

    Mein Dschungel wird mittlerweile zu dicht. Ich würde gerne einen oder zwei der Kornelkirschsträucher verpflanzen, aber ich weiß nicht, wie gut die das vertragen, nach ca. 15 (?) Jahren und an die 3m Höhe...



    Weiden: die meisten Laubgehölze treiben am stärksten wieder aus, wenn man sie in der Saftruhe schneidet, also im Winter bevor die Knospen schwellen. Bei Blütengehölzen schneidet man aber meist nach der Blüte, ich schätze das trifft auch auf die Kätzchenweide zu.


    Schwacher Zuwachs liegt allermeistens an den Basics: Boden, Wasser, Licht. Von irgendwas ist zu wenig da.