Beiträge von Wolkenflug

    Meine Grüße


    Ich finde, dass man nicht pauschal sagen kann, dass Hobby-Imker den Bienen schaden können.

    Es gibt aber eine recht große Unterschiede zwischen den Neuanfängern.

    Bei uns im Verein machen mir seit einigen Jahren auch Anfängerkurse.

    Wenn es irgendwie passt, nehme ich auch immer gern "eine Azubi(e)ne", "einen Lehrling".

    Sage denen aber vorher ganz klar, wie die Zusammenarbeit aussieht und das es dann auch definitiv Arbeit sein wird (dem "rase" hatte ich letztes Jahr in Donaueschingen leichte Einblicke gegeben, dass sie z.B. bei mir ihren Honig schleudern können, wenn sie vorher helfen meinen zu schleudern etc.).

    Sage vorher auch klipp und klar, dass es eher was für diejenigen ist, die sich vorstellen, dass sie eine 2stellige Zahl an Völkern haben wollen.

    Aber selbst bei denen gibt es eine recht große Schwankungsbreite.

    Bei vielen klappt es wunderbar, manche sind noch etwas zu zaghaft.

    Anstrengend sind häufig die von mir gern als "YouTube-imker" bezeichneten. Dort gibt es sicherlich viel gutes zu sehen, aber leider auch viel Bullshit. Denen dann freundlich klar zu machen, dass da noch etwas Erfahrung bei ihnen fehlt um die Perlen von den Haufen zu unterscheiden, ist manchmal etwas schwierig ;)

    Sorge machen mir dann immer die, die keinen haben, der ihnen unter die Arme greift und sie drauf aufmerksam macht, dass Video xy völliger Bullshit ist...


    Wolkenflug

    Alternatives Modell: Halbtags angestellt arbeiten, was die KV und RV grundlegend absichert, und dann eine Nebenerwerbsimkerei.

    Wäre ich a.) jünger und b.) ein erfahrener Imker, dann würde ich so ein Modell durchrechnen (Bienen verschaffen mir derzeit ein weit größeres Gefühl von Sinn und Freude als der eigentliche Job, das kann ich auch nicht mit Geld quatifizieren).

    Meiner amateurhaften unvorbereiteten Meinung nach kann man so vielleicht das Gute aus beiden Welten vereinen, und mit einer Backup-Lösung langsam wachsen.


    Meine Grüße


    So habe ich das gemacht, bzw. mache das noch so ;)

    Vor 11Jahren mit Imkerei angefangen und Vollzeitjob. Dann nach ca. 5 Jahren auf 4Tage die Woche reduziert.

    Irgendwann gemerkt, dass ich trotz 4Tage Woche ca. 50-60std. in der Firma war und meine Imkerei/Bekanntschaften/Familie langsam den Bach runter geht und Job gewechselt.

    Jetzt wieder 5 Tage/Woche von morgens 7.00Uhr/7.30Uhr-12/12.30Uhr mit Möglichkeit Überstunden zu machen und diese abzufeiern. Die letzten 2 jahre hat die Imkerei wieder Spass gebracht ! :)

    Mittlerweile so eine geringe 3stellige Zahl an Völkern, ab diesen Jahr geht es langsam in die Gewinnzone (bzw. kommt drauf an wie man rechnet ;) ).

    Vorteil ist halt das schon erwähnte organische wachsen. Vorteil ist auch, dass man sich selbst in seinen Fähigkeiten mit der Zeit bessert, effektiver ist/wird.

    Nachteil ist halt, dass Geld immer knapp ist, bzw. sich pro Jahr immer Inselprojekte aussucht die zu finanzieren sind. Letztes Jahr z.B. neues Auto und man schon im Kopf hat, was man die nächsten 5 Jahre noch alles finanzieren muss ;)

    Vermarktung läuft bei mir über Supermärkte.

    Schätze das ich mit dieser Methode der Imkerei wohl 250Völker betreuen könnte (wenn alle benötigten Gerätschaften dafür vorhanden sein sollten und ich weiterhin so einen flexiblen Arbeitsplatz habe, wo ich auch mal 10std. arbeiten kann (bei regen/winter *gg*) und dafür dann mal einen Tag komplett in der Imkerei).



    Wolkenflug

    Meine Grüße


    Ist das mit dem "der Docht ist verkehrt herum" nicht eher eine Urban Legend?

    Bzw. bei den neuen Dochten, ich weiß nicht genau wie ich es erklären soll, sind die doch die Einzelschnüre gegeneinander laufend/verdreht. Dachte da gibt es dann kein verkehrt herum.

    So zumindest wurde ich mal beraten beim kauf von Dochten. Vielleicht waren das aber dann auch spezielle, Verkäufer meinte zumindest sowas, dass ich mir deswegen keinerlei Gedanken machen bräuchte.

    Kerzen brannten recht zufriedenstellend ;)


    Wolkenflug

    Meine Grüße


    Persönliche Meinung, muss nicht definitiv das Optimum sein:


    Gerade Inselköniginnen einweiseln finde ich recht heikel (liegt vielleicht auch an meiner Feld/Wald und Wiesen- Rasse).

    Wenn Genug Beutenmaterial vorhanden, würde ich an deiner Stelle Kunstschwärme machen und die Königinnen aus der Insel einweiseln (damit bisher selbst am besten gefahren).

    Dann kannst du die anderen Völker problemlos füttern, behandeln etc.

    Vereinigen kann man ja später wieder.

    Braucht halt nur Material (Zargen müssten jetzt ja welche über sein, weiß nicht wie das bei dir mit Deckeln und Böden aussieht).


    Wolkenflug

    Leider bin ich immer noch nicht im Besitz von Bienenfluchten (einfach zu schnell gewachsen die letzten Jahre). Vielleicht bastel ich mir diesen Winter endlich welche.

    Es soll ja Leute geben die haben so viele davon das Sie sie verkaufen müssen :-) - ich habe früher auch alles selber gebastelt, da ich Zeit hatte. Heute ist es umgekehrt, da ich immer weniger Zeit habe denke ich häufiger ans Kaufen...


    Ich stimme dir da vollkommen zu.

    Ich selbst bin nun eigentlich auch überhaupt kein Bastler. Da ich da keine Lust zu habe, bin ich auch nicht unbedingt gut darin ;)

    Meine Imkerei ist seit Gründung vor 11Jahren immer noch im Aufbau.

    Mittlerweile völkertechnisch im unterem 3stelligen Bereich (also nach der Auswinterung ;) )

    Glaub mir, ich verschenke meinen Honig sicherlich nicht, trotzdem ist es bisher ein Minusgeschäft (rechne aber auch sehr konservativ. Dieses Jahr musste z.B. ein neues Auto her (Crafter), der wird auch privat genutzt, z.B. für Fahrten zur Arbeit, zählt aber halt für mich als Kostenstelle für Imkerei).

    Ab nächsten Jahr gibt es dann endlich mal eine positive Gewinnerwartung.

    Trotzdem muss man sich dann halt überlegen: "wofür gebe ich dieses Jahr Geld aus?

    Bienenfluchten? Die brauch ich doch nur ein paar mal im Jahr für 24std."

    Somit sind die Dinger halt bisher immer als "nice to have" hinten rübergefallen.

    Selbst basteln (bzw. mir die nach meinen Wünschen vom Tischler zuschneiden lassen) daher, weil mir eine Kombi vorschwebt, Bienenfluchten, die durch kleine bauliche Änderung auch als Wanderdeckel gegen verbrausen genutzt werden können.

    Mal sehen, ob es was wird :)


    Wolkenflug

    Meine Grüße


    Seit 3 oder 4 Jahren werden meine Bienen auch nur noch ausgeblasen (dieser Rucksack von Stihl, müsste ich nachschauen welches Modell, wird immer nur ausgeliehen v on einem Imker, mit dem ich zusammenarbeite). Aus einem Rohr wurde noch eine Flachdüse gebastelt, sodass der Luftstrom konzentrierter ist.

    Vorteile der Methode erstens: Es geht viel, viel schneller. Wenn man es richtig macht (sprich nicht bei Regen, oder nassem Boden und man nicht so blöd ist die Bienen gegen eine Mauer/Baum etc. bläst, ist es meiner Beobachtung nach auch viel schonender für die Bienen.

    Leider bin ich immer noch nicht im Besitz von Bienenfluchten (einfach zu schnell gewachsen die letzten Jahre). Vielleicht bastel ich mir diesen Winter endlich welche.

    Verfahren ist so bei mir: Es wird am Stand abgeblasen. Dank fehlender Bienenfluchten und Bienen die mit allen Füssen fest auf den Waben stehen, bleiben noch welche in den Zargen (selten bei DN- Halbzargen, häufiger bei DN-normal)

    Somit wird nochmal abgeblasen bei Ankunft zuhaus, bevor sie in den Honigraum kommen.

    Dieses Jahr zum ersten mal am "Hausabblasbereich" eine Zarge mit 2-3 Brutwaben hingestellt. Die Abgeblasenen Bienen wandern fix in diese Kiste ein, Ruhe am Haus, nach Ende der Saison ein neues, nettes Volk (welches während der Saison schon des Öfteren geschröpft wurde).

    Würde nie mehr ohne Gebläse arbeiten.


    Wolkenflug

    Meine Grüße


    Zitat:

    Hier ist ein großes Phacelia Feld um die Ecke, sowie noch viele Sommerblumen, jede Menge Borretsch, Sonnenblumen etc.


    Da ich so ziemlich aus deiner Nähe komme, bin ich über diesen Satz gestolpert.

    Erwarte da momentan nicht zu viel von diesen Feldern.

    Ich habe auch diverse Blühäcker an diversen Ständen. Aber leider ist es in unserer Gegend viel zu trocken, als das dort nennenswert was rüberkommt.



    Wolkenflug

    Meine Grüße


    Eigene Erfahrungen habe ich keine.

    Ich habe aber einen Kunden für Drohnenrähmchen (also Rähmchen mit Drohnenmaden und Puppen ;)). Der züchtet Vögel die zur Gruppe der Fruchtfresser gehören, dessen Jungtiere halt tierisches Protein zum Wachstum brauchen.

    Der portioniert jedes Rähmchen in Summe X teile und friert die einfach ein.

    Bei Bedarf werden die Stücke einfach aufgetaut und den Altvögeln hingelegt.

    Beim ersten mal hat es wohl ein wenig gedauert bis die Vögel was damit anfangen konnten. Mittlerweile wissen sie ganz genau, was diese Stücke bedeuten ;)

    Da wird nichts geschlitzt, ausgekocht gesiebt oder ähnliches.

    Läuft mittlerweile schon zwei Jahre so.


    Wolkenflug