Beiträge von bienudo

    Also nimmst Du kein Winterfutter raus?!


    André


    Hallo, André,


    erstmal nein, da ich nicht viel füttere.
    Ich schaue mir im August die Waben an und prüfe die Volksstärke, also: gedeckelte Brut, Pollenvorrat usw.
    Hauptaugenmerk ist der Honigvorrat.
    Danach entscheide ich über die Futtermenge, ich will die Völker nicht künstlich hochpuschen, sondern sie sollen
    weitgehendst homogen in ihrer Selbstverständlichkeit leben dürfen.
    Klingt jetzt hochgestochen, soll heißen, Bienen dürfen Bienen sein, wild und ungezügelt.
    Wenn du schöne Honigkränze hast, mußt du nicht viel füttern, das ist doch die Idee von Dadant.
    Was ich sagen will, du solltest nicht schematisch füttern, sondern jedes Volk einzeln beurteilen.
    Meine Faustregel ist, ist der Futterkranz unter einem Drittel, gebe ich 2 kg pro Wabe. Das reicht.
    Das meiste verzehren die Bienen erst im Februar und März, daran sollte man denken.


    Beste Grüße, ein Dadant-Fan, Bienudo


    Hallo Summsi,
    meine Imkernachbarn müssen keine Experimente ausbaden, da ich ja behandele.
    Ich habe auch keine milbenverseuchten Völker, ich verstehe nicht, wie du darauf kommst.
    Die Bienen können eher Milben aushalten, als eine unnötige Winterbehandlung.
    Man muß die Jahreszeiten bei den Bienen lesen können.
    Drohnenbrut schneide ich schon gar nicht, meine Bienen leben im Naturbau, da lasse
    ich alle Natur ran. Das muß jeder selbst entscheiden, für sich.
    Ich denke eben anders.
    Im Februar/ März erreichen die Tagestemperaturen durchaus 10-15 Grad. Das entspricht ähnlichen Temperaturen im
    Herbst, bei der letzten AS-Behandlung.
    Ich mach dann noch einen Beitrag auf, da können wir uns gerne friedlich auseinandersetzen.


    Beste Grüße, Udo

    Ääämmm- neee,


    Ich meine, ob es sinnvoll ist BR Rähmchen rumstehen zu haben, weil im Frühjahr Waben mit Winterfutter raus müssen und neue rein, oder geht das im Zuge der Betriebsweise mit Einengen und Füttern nach Trachtende dann wieder auf?


    MfG André


    Nabend, André,
    ich gehe erstmal davon aus, daß dein Honigraum kleiner ist. Das ist auch gut so, weil es der Betriebsweise
    von Dadant entspricht.
    Deine Frage finde ich sehr klug, wenn du an Waben mit Winterfutter denkst und damit rechnest.
    Nach meiner Erfahrung mit großem Brutraum verzehren die Bienen erst den Honig im Brutraum, wenn du im April
    den Honigraum gibst, werden sie kaum Winterfutter nach oben lagern. Das ist verbraucht.
    Das Einengen habe ich anfangs auch gemacht, inzwischen dienen mir die älteren dunklen Waben, die ich nach und nach
    außen hinhänge, als natürliche Einengung.
    Das hat eine Laufzeit von 3 Jahren, erst dann gebe ich neue Rahmen mit Anfangsstreifen hinzu.
    Das ist eher eine fließende Arbeit, die Bienen merken es kaum.
    Also konkret, wenn du gerade angefangen hast, hast du 2 Jahre Zeit, dann solltest du langsam die dunklen Waben ersetzen.
    Bei mir ist es einfacher, da ich bei 4/3 Zander ohne Draht arbeite, schneide ich das Braune einfach ab und hänge die Wabe
    wieder zu, zum Neuausbau.


    Beste Grüße, Bien Udo


    Nabend Lothar,
    du hast es mit dem Begriff "ewige Völker" ganz gut getroffen.
    Ich will weg von den austauschbaren Leistungsköniginnen, hin zu einer Königin, die Wissen verbreitet und länger leben
    darf. Aber da tun sich schon wieder Zweifel auf.
    Es waren die Arbeiterinnen, die ihr Wissen über Naturbau an die nächsten Nachkommen gegeben haben.
    Und das bestätigt deine Theorie, auf Umweiseln und neue Völker bilden.
    Inzwischen komme ich dazu, daß die eierlegende Königin keine Macht hat, keinen Einfluß auf Naturbau oder irgendwelche
    Abläufe. Das machen die wohlerzogenen Bienen, in welcher Richtung auch immer. Nur sie geben das weiter, nicht
    die Königin.


    Über Frühbehandlung mache ich einen Thread, wenn die Schneemassen mir wieder Zeit lassen.
    Das wird spannend und ich hoffe auf viel Mut aller Imker/innen, sich darüber mal herzlich auszulassen.
    Auch die, die sonst nicht hier schreiben.


    Liebe Grüße, Udo

    Hallo Bienenudo,
    du sprichst große Worte gelassen aus. Jetzt haben wir sogar heilige Winterkugeln. In der Zeit, als wir noch keine Winterbehandlung durchführten, kam es oft zu Zusammenbrüchen ganzer Stände. Durch diese Behandlung, welche ich eigentlich auch nicht will, kommt einen gewisse Sicherheit rein. Völker, bei welchen diese Behandlung nicht funktioniert hat, bekommen oft Ende Juli in größte Schwierigkeiten. Du verbreitest Moral und streckst eine Rettunghand im Nebel aus, welche nicht greifbar ist. Eine Lösung wird gesucht und keine Erbauung.


    Gruß
    Remstalimker


    Hallo, nabend,
    danke, Remstalimker, für deine Worte.
    Ich bin ja selber als Imker in diesem Dilemma. Trotzdem möchte ich auf alternative Möglichkeiten der Völkerführung hinweisen.
    Wie zuvor geschrieben.
    Woran sich keiner recht rantraut, ist die frühe Behandlung im Februar/März. Ist ja auch verboten ?;-(
    Man muß sich die behandlungsfreie Spanne vor Augen führen: Oktober bis Juli nächsten Jahres.
    Wobei ich hier jede Winterbehandlung ausschliesse, die lehne ich nun mal ab.
    Wir kommen auf fast 9 Monate, in denen alle Milben und ihre Folgekrankheiten sich etablieren können.
    Selbst wenn ich eine "Oxalsäurebehandlung" im Dezember berücksichtige, was ich niemals gutheißen kann, da absolut
    bienenuntypisch, bleiben immer noch 7 Monate, bis zur nächsten AS-Behandlung nach der Abschleuderung.
    Warum keine Behandlung im Frühjahr, mit Ameisensäure, 8 Wochen vor dem Aufsetzen des Honigraums?
    Damit wäre viel gewonnen.
    Ich habe das Gefühl, das ich ein Tabu-Thema anspreche, aber neue Entwicklungen fordern neue Erkenntnisse,
    man muß sie nur umsetzen. Und wenn ich der erste bin (Unter Tausenden, die das hier nicht posten).


    Das zur Erbauung der Bienen und hoffentlich zur Lösung beitragend.
    LG Udo

    Hallo, Imker und Imkerinnen,
    nach meinem Wissen sollte die Bienenkugel im Winter absolut TABU sein.
    Und habt doch nicht alle sone Angst vor den Milben.
    Schafft widerstandsfähige Völker, die gesund sind, aber dient nicht den mickrigen Völkern. Das bringt nichts.
    Man kann im Winter nicht das nachholen, was man an Aufmerksamkeit im Spätherbst versäumt hat.
    Es bringt nichts, kontaproduktiv gegen den Wesen des Biens zu arbeiten.
    Es wird sich rächen.
    Die Bienen sind sehr geduldig und lassen alles über sich ergehen.
    Egal, ob Perizin oder Thymoval, ob Drohnenschneiden oder Wabenumhängen in den Honigraum.
    Die Ergebnisse erleben wir tatsächlich heute.
    Jahrzehntelange Mißwirtschaft an den Bienen rächt sich nun.
    Nun sind alle verzweifelt, die Milbe kommt als Zeiger hinzu, das Behandeln der Varroa, selbst im Winter überdeckt
    nur ein Symptom.
    Der Bien wimmelt um Rettung, aber er kriegt nur Aspirin, die Ursachen seines Zustandes werden kaum hinterfragt.
    Es ist wirklich eine Umkehr nötig, ein Hinterfragen nach der Entstehung der Probleme.


    Beste Grüße, Udo

    Hallo, Helmut,
    du sprichst das aus, was ich meine, die Milbe ist eher ein Zeiger, beherrschbar vielleicht.
    Was ich nicht verstehe, und das ist freundlich gemeint, die Einsätze in Ackerkulturen waren im den 70 iger Jahren
    viel aggressiver. Heute ist es nicht mehr so.
    Genkulturen gibt es glücklicherweise nicht in meiner Nähe.
    Kann es nicht sein, daß wir die Biene überzüchtet haben? Wechsel innerhalb 2 Jahren? Auf Legeleistung getrimmt.
    Wie kann solch ein Bien-Organismus etwas NEUES lernen? In der kurzen Zeit.
    Es geht auch anders, mir sind die Schwärme einer 5jährigen Königin willkommen. Nur das bringt mich weiter,
    ob wissenschaftlich oder eher nicht.
    Das ist auch Selektion.
    Nein, es sind nicht die Milben, der Mensch läßt nach in der Bewahrung und im Bewußtsein um die Bienen.


    Liebe Grüße, Udo

    Hallo,
    ich habe die vorangegangenen Beiträge interessiert verfolgt.
    Es ist schon die Nähe des Imkers/der Imkerin zu seinen Bienen, die immer notwendiger wird. Das Mechanisieren der
    Bienenhaltung birgt eine Gefahr. Egal ob als konventioneller oder intellektueller Bienenbewahrer.
    Die Gedanken entstehen im Kopf, danach wird gehandelt. Man bleibt auf seiner Spur.
    Ich habe für mich gelernt, daß ich mich den Bienen und den Umständen anpassen muß, will ich weiter Bienen halten.


    In den Giften der Bauern sehe ich keine große Gefahr (es gibt bekannte Ausnahmen), dadurch wird eher vom
    wahren Problem der Bienenhaltung abgelenkt.
    Die Varroa ist ein "Zeiger" und sie ist da. Als solches sollte man das Problem Varroa verstehen.
    Wir haben Mittel, die Bienen zu behandeln, -gegen Varroa-.
    Das geschieht auch wieder mechanisch.
    Meiner Meinung nach liegen die Probleme ganz woanders, nur werden die SIGNALE des Biens falsch interpretiert,
    oder nicht verstanden.
    Klar, habe ich auch Varroa, trotz kleiner Zellen im Naturbau und vielen Drohnen im Sommer.
    Das habe ich im Griff, denk ich mal, aber fehlende Wehrhaftigkeit (Räuberei) geben mir zu denken.
    Daher achte ich bei der Selektion auch auf verteidigungsbereite Völker. Sie dürfen ruhig mal zustechen.
    Und die Entwicklung, der Austausch der Königinnen geht mir zu rasch, ich greife da nicht
    mehr ein, die Kö`s dürfen 4 oder 5 Jahre alt werden.
    Also gebe ich viele Entscheidungen an den Bien ab, der weiß es besser.


    Rudi , ja, die Bienen wollen wir bewahren und schützen, dazu sind Eingriffe nötig.


    Liebe Grüße, Udo


    Hallo, zusammen,
    das ist doch im Moment etwas am Thema vorbei und passt einfach nicht in ein Imkerforum.
    Wer versteht das noch, hier geht der Bezug auf die Bienen vollkommen verloren.


    Eigentlich geht es doch mehr um körpereigene Abwehr, wobei man den Bien als Körper verstehen darf.
    Das war mein Gedankenansatz zu Inhibitoren....


    Beste Grüße, Udo

    Hallo miteinander,
    nach dem Augen-zu-und-durch-Prinzip habe ich im letzten Herbst 4 zweijährige Bienenbäume gepflanzt. Es ist soweit gutgegangen, sie haben den letzten Winter mit für diese Region erstaunlichen minus 11GradC überstanden. Der leider sehr lehmige Boden hatte vielleicht den Vorteil, sie gut einzuschlämmen und sie konnten auch eben spät im Herbst noch Fuß fassen. JEDOCH: Nun, ein gutes Jahr später, sind sie immer noch so groß wie vorher, an die 20 cm Höhe, Stamm etwa kleiner-Finger-dick bzw. dünn und entsprechende Ästlein. Tapfer haben sie inzwischen ihre zählbaren Blätter abgeworfen und stehen nun kahl, aber verheißungsvoll da. Meint ihr, der Wachstums"schub" kommt von allein oder soll ich schub-sen und etwas tun, weil Boden eben lehmig? Im Frühling/Sommer hatte ich Kapuzinerkresse, niedrige, drumrumgesät und Abfallendes liegengelassen, musste man die Bienenbäume dazwischen dann suchen fast. Aber der Kick war das wohl auch nicht.
    Trachtwert habe ich mit Nektar 4, Pollen, 4, gelesen
    Grüße von Imkerlinde


    Hallo, Imkerlinde,
    dieses Problem habe ich schonmal gesehen, bei deinen Erdverhältnissen solltest du "Luft an die Bäume bringen".
    Gerade jetzt. Der Lehmboden wird hart und umschließt die Wurzeln, die können nicht wachsen.
    Ich würde sorgfältig um die Bäumchen auskratzen und "billige" Erde vom Supermarkt reingeben.
    (Wobei ich jetzt nicht nachfrage, wieviel Moorkulturen dadurch zugrunde gehen ;-)
    Gut angießen.
    Bei mir hat der rechte von den beiden Bienen -Bäumen plötzlich ausgeschlagen und ist über ein Meter dieses Jahr
    gewachsen.
    Die Bodenbeschaffenheit ist schon wichtig, speziell bei deinem Garten.
    Dabei ist auch zu bedenken, daß das Wurzelwachstum im Winter weitergeht, die machen erst Pause, wenn es
    wirklich tiefen Frost in den Boden gibt.
    Die Eudonia ist schon speziell, hat ja mediterrane Herkünfte, Staunässe mögen sie gar nicht.


    Viel Glück dabei,
    Liebe Grüße, Udo

    Hallo,
    ein Anfänger, der hier in diesem Forum liest, wird kaum seine wenigen Völker aufs Spiel setzen.
    Ich bin der Meinung, daß angehende Imker besonders "sehen können".
    Und auch anders fühlen, bewußter für die Natur, eben.
    Der Honig ist nach meinen Kontakten zweitrangig.
    Es geht erstmal um die Erhaltung der Biene. Und das haben auch Laien schon begriffen.
    Da liegt was im Argen.
    Darum die Zuwendung zu einer einfachen Bienenhaltung.
    Da kann man schon große Effekte erzielen, indem man Drohnenbau zuläßt, oder zulassen muß,
    WEIL ES SO IST.
    Vom Brutausräumen habe ich noch nie erfahren oder gelesen, das muß ja aus reiner Notsituation geschehen sein,
    das müßte man hinterfragen.
    Man kann die Milbe schon vernachlässigen, mit etwas Mut zum Leben.


    Liebe Grüße, Udo


    Liebe Henrike,


    deine Gedanken sind gar nicht so abwegig. Es ist ja auch der Geruch, der so manchen Bienenschwarm in ein Baumloch
    ziehen lässt, wo die Wachsmotte gründlich den alten Wabenbau zerfressen hat.
    Auch das sich zersetzende Holz in einem alten Baum, also das Verrottende, sondert Botenstoffe für die Bienen aus.


    So gesehen hast du recht, die moderne Beute muß abschreckend auf die Bienen wirken, also zählt
    der Bienenkasten, wie auch immer, als hemmend, oder Inhibitor. Rein sachlich.
    So habe ich da noch nie drüber nachgedacht. Danke.


    Mein Holzschutz ist sehr gering, trotzdem kann Holz lange aushalten, weil die Bienen sich selber gegen Verrotung
    durch Verkitten helfen können. Es liegt schon in den Beinchen der Bienen und ihrem Willen.


    >Klimawandel< ist reiner Blödsinn, auf kapitalistischem Ansinnen gewachsen.
    Ich würde eher sagen, wir haben es mit >Menschenwandel< zu tun, was viel schlimmer ist.
    Klimaschwankungen gab es schon immer, das bezeichnen alte Flurnamen, im Wingert, oder so.


    Ob es noch freilebende Bienenvölker gibt, ich bezweifele das.
    Ich glaube eher, daß die Bienen, wenn sie in der Obhut eines liebevollen Imkers sind, der sie bewahrt und behütet,
    nicht knechtet und ausbeutet, sich sehr wohlfühlen können.
    Und uns auch etwas abgeben >wollen<, sei es Honig, oder das emotionale Zusammenspiel mit der Natur, in dem Spiegel
    wir uns wiederfinden können, so man es zuläßt. Oder ich. Oder Du.


    Darüber denke ich schon lange nach.
    Liebe Grüße, Udo

    Warum hältst Du daran so fest? Die Anwort war doch auch, dass z.B. Kai von nordbiene.de im T-Shirt imkert und du Dir auch die Videos dazu anschauen kannst. Und Kai hat viele dunkle Völker.
    Stecher gibt es überall mal, aber viele Halter der Dunklen schwärmen von ihrer Sanftmut.


    Beorn,
    ich habe das nicht in die Welt gesetzt und halte daran auch nicht fest,
    ich mag die dunkle Biene, ihr Erhalt ist wichtig, wie der Erhalt aller alten hiesigen Haustierrassen.
    Mir ist eine wehrhafte Biene übrigens lieber als eine "sanftmütige". Aber das ist eine andere Diskussion.
    Lies meine Beiträge davor, dann wirst du den Zusammenhang sehen.
    Liebe Grüße, Udo

    Ohne Worte .....


    Wichtig sind Worte und Gefühle, die jeder hier versteht.
    Trotzdem verstehe ich vieles nicht mehr...HIER, also, laßt euch nicht verunsichern oder gar vom Bienenhalten ablassen,
    es scheint ein Phänomän zu sein, Ankömmlinge hier zu verunsichern.
    Ich bin immer da. Hier oder woanders. Aber niemals weg.
    Beste Grüße, Udo