Beiträge von bienudo

    Hallo Udo,
    warum "habe"...?
    Solange Du behandelst, spielst Du immer noch mit.....:wink:


    Viele Grüße
    Regina


    P.S. Würdest Du der Varroa keine Beachtung schenken , wärest Du Nichtbehandler...:u_idea_bulb02:


    Regina, ich mag dich sehr, aber du wirfst mir große Brocken hin.
    Ein Satz fällt mir dazu ein:
    >Es ist doch eigentlich egal, ob man Völker durch Behandlung verliert oder durch Nichtbehandlung<


    Hauptsache, man verliert sie und hat viele Ableger in Reserve. (Ironisch)
    Diese Bienen haben aber nichts Neues gelernt. Sie hatten keine Chance dazu.


    Darum setze ich doch auf großen Brutraum und langlebige Königinnen.
    Ich will keine Völker mehr verlieren, dauernd bin ich im Anfang.


    Ich lerne MIT den Bienen Neues.


    Beste Grüße, Udo



    Hallo, Helge,
    wie du richtig schreibst, bevorzugen die Milben wegen der längeren Brutzeit die Drohnenbrut.
    Wer aber Milben vermehrt auf Arbeiterinnen hat, hat keine Drohnenbrut.
    Die Drohnen gehören zum Bienenvolk, sie wurden immer vertrieben und weggeschnitten.
    Darum geht es den Bienen doch so schlecht.
    Weil die Homogenität fehlt. Ist alles aus dem Ruder gelaufen, aus Selbstsucht für den Menschen.


    Liebe Grüße, Udo

    Hallo, Lothar, danke Rudi.
    Wie werde ich meine Widersprüche los, wie kann ich mich auflösen. ;-))
    Ich habe immer gedacht, es werden dauernd die Königinnen erneuert, da sie in der Legeleistung nachhinken.
    So wird es wahrscheinlich auch sein. Da überzüchtet.


    Ich dachte mehr an eine beständige Königin, die vielleicht 4 oder 5 Jahre lebt und ihr Umfeld kennenlernt.
    Die also eine Beständigkeit bietet, etwas lernen und weitergeben kann.
    Also einfach das Tempo herausnehmen, dieses hohe Tempo muten wir den Bienen seit Jahrzehnten zu.
    WARUM kann eine Königin bis 7 Jahre alt werden?
    Das Schwärmen wurde ja jahrzehntelang erfolgreich unterdrückt, ist auch heute noch unbeliebt.
    Ich habe eine ganz andere Theorie. Und habe es auch ganz anders erfahren.


    Man sollte der Varroa nicht so eine hohe Beachtung schenken,
    sie ist nur ein Zeiger für imkerliches Versagen, für Habgier und Ausnutzung.
    Ich habe selber mitgespielt, in diesem Reigen.


    Der Erhalt widerstandsfähiger Bienen ist wichtiger, als die Vernichtung der Varroa.
    Da setze ich an.


    Beste Grüße, Udo

    Hallo, zusammen,
    was soll ich dazu schreiben,
    jeder denkt an sich und seine Geringhaltung oder Vernichtung der Milben.
    Egal wie, ob OS im Winter oder sonstwas.
    Für mich geht es aber nicht um Milbenfreiheit um jeden Preis,
    wer denkt denn an >die Bienen< beim Drohnenschneiden und OS-Träufeln?


    Davon ist gar nicht die Rede, wie der BIEN sich fühlt.
    Es ist doch keine Olympiade, wieviele Drohnen schaffe ich? Wieviele Milben habe ich auf der Unterlage?
    Wichtiger ist es, den Bienenkörper zu stärken, damit er nicht unter den Nachfolgekrankheiten leiden
    muß.
    Durch alle Behandlungen leiden die Bienen, natürlich sind es nur Insekten, die man töten darf, auch ich behandele
    mit Ameisensäure, nur kurz, und leide mit.
    Das hat gewiß nichts mit Mittelalter zu tun, die Bienen schaffen ihre Drohnen ran nach Milbenbefall. Werden die
    Drohnen geschnitten, gehen die auf die Arbeiterinnen.
    Man muß das abwägen und manchmal versuchen, die Bienen als großen Organismus zu verstehen.
    Ich arbeite noch immer daran.
    Liebe Grüße, Bienudo

    Hallo Udo,
    ich verstehe was Du schreibst, obwohl ich Dich oft nicht verstehe.
    Verstehst Du?
    Viele Grüße
    Lothar


    Ja Lothar, ich bin meinen eigenen "Leitlinien" unterlegen.
    Der Spruch lautet so: >Folge nicht denen, die gefunden haben, folge denen die suchen.<
    Mein Irrtum ist und war, daß ich glaubte, den richtigen Weg gefunden zu haben, weil ich ja gesucht habe.
    Und dann versuchte ich alle Leute von diesem Weg zu überzeugen. Großer Fehler.
    Ich habe aufgehört zu suchen, war von mir überzeugt.
    Wohin das führt, kann man in diesem Forum nachlesen.
    Lothar, verstehst du mich nun?


    Liebe Grüße, Udo


    Hallo, Lothar,


    jetzt schreibst du absolut kontrovers,
    Zitat: Das Problem ist doch, das wir die Völker in den dritten oder vierten Winter bringen. Zitat Ende.
    Lieber Lothar, woher hast du diese Information. Ich fände es super, wenn wir wegkommen von der schnelllebigen Königin,
    hin zu Völkern, die Wissen wahren können. Also 4 Jahre oder länger leben können.
    (Sperma reicht theoretisch 7 Jahre)


    Na klar, was man im Herbst versäumt, kann man im Frühjahr nicht nachholen.
    Dabei schließe ich Winterbehandlung aus, ich bin strikt dagegen. Es ist nicht bienengemäß.
    Dann lasse ich lieber paar Milben zu, damit die Bienen lernen, damit umzugehen.


    Liebe Grüße, Udo

    Es scheint nicht illegal zu sein, es ist illegal wenn man Honig verkaufen will.
    Was verstehst du unter sanft??????
    Milben sterben erst ab einer bestimmten Konzentration von AS in der Luft, die erreicht man nicht mit sanft. Da müsste man schon ganz normal nach Anweisung behandeln, daß man zum "Erfolg" kommt. Und angesichts der niedrigen Temperaturen im Vorfrühling, müsste man 80%ige nehmen mit größter Dochteinstellung. Dann hat man vielleicht den selben Effekt wie bei der Sommer-AS-Behandlung, nähmlich: Milben zwar tot aber viele Brut wird geschädigt, ergo, das wars mit den Winterbienen-Sommerbienen-wechsel. Entweder das Volk gibt 4 Wochen nach der Behandlung mangels Nachwuchs den Löffel ab, oder wenn es überlebt, ist es nur noch so mickrig, daß die Honigernte in diesen Jahr höchstwahrscheinlichn ausfällt. Sollte ein Volk diese Frühjahrstortur gut überstehen, hat man unverkäuflichen Honig. Das heißt... einmal kannst du ihn noch verkaufen, dann sucht sich der Honigesser einen anderen Imker.


    Viele Grüsse
    Summsi


    Hallo, Summsi,
    die Temperaturen im Vorfrühling sind denen im Herbst gleich. Der Unterschied ist, daß im Herbst die völker zur Ruhe
    gehen wollen, auch im Winter.
    Daher die Idee zu einer Vorfrühlingsbehandlung.
    Was du geschrieben hast, ist absolut richtig, das Risiko, die Königin zu verlieren und wichtige Glieder der
    Bienengemeinschaft, ist einfach zu groß.
    Mir war wichtig, diese Diskussion in Gang zu bringen, um neue Erkenntnisse zu kriegen.
    Und auch, um zu sehen, ob es Alternativen gibt und welche Streitpunkte.


    Liebe Grüße, Udo

    Hallo, Hardy,


    über das Zuviel-Mähen kann ich ein Lied singen. Das sind gerade im September die herrlichsten Wildblumen
    am Straßenrand, da wird alles weggemäht.
    Das ist eher Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.
    >Bauern blicken über den Gartenzaun<
    Oder auch nicht. Das ist regional unterschiedlich, oft haben die Bauern Angst vor dem Imker, weil die als umweltbewußt
    und kritisch gelten.
    Ich habe das Glück, daß im nächsten Dorf der Altbauer sich der Imkerei verschrieben hat. Daher gibt es auch plötzlich
    Gelbsenf im Herbst, da muß der Sohn wohl mitziehen.
    Natürlich sollst du eingreifen, das verstehe ich, aber es gibt auch Gedanken und Wege, die ich mir mache und suche,
    die Bienen zu Ihrer Stabilität zurückzuführen.


    Liebe Grüße, Udo


    Nabend Lothar,


    ich entdecke dich ganz neu, immer ruhig und sachlich, nun merke ich, welches Potenzial hinter
    deinem Wissen steckt.
    Hut ab, du warst immer mein ruhiger Pol in diesem Forum.


    Danke dafür, Udo


    Ja, Ronny, du bringst es auf den Punkt,
    ich schreibe "blumig", weil ich von einer heilen Welt in der Bienenhaltung träume. Nur, ich treffe
    in der Realität auf ganz andere Zustände, die ich nicht will.
    Ich provoziere auch ein bißchen, aber das ist nicht böse gemeint, es soll mehr zum Nachdenken oder
    Überdenken anregen.
    Auf der anderen Seite arbeite ich sehr ernst daran, den Bienen im Naturbau ein wertvolles Zuhause zu geben,
    in dem Drohnen und Milben zugelassen sind.
    Wieder sehr blumig und provokant.
    Ja, Ronny, ich kann es nicht besser und nicht jedem rechtmachen.


    Liebe Grüße, Udo

    Hallo Summsi, Fritz Wieland, Bruno und Regina, Rumpelstilz und Alfred,


    danke für die Briefe.
    Ihr habt mir schon geholfen. Am wichtigsten ist für mich die Erkenntnis, daß im Vorfrühling die neue Brut durch AS
    geschädigt wird und natürlich die Königin.
    Summsi, bisher habe ich noch nie im Frühjahr behandelt, keine Angst um meinen Honig, bei mir kannst du sogar
    die Waben auslutschen, da ich alles ökologisch halte (Mit Zertifikaten).
    Trotzdem irritiert mich, daß es keine klare Linie der Behandlung gibt.
    Drohnenschneiden gehört nun wirklich ins Mittelalter.
    Ich hatte 20 Jahre lang Hinterbehandler, die kriegten eine Anfangswabe ins Hinterfenster, logisch, die nutzten die für
    Drohnenbau. Und sofort hieß es: Schwarmgefahr. Entsprechend wurden die Völker zur Schwarmverhinderung geschröpft.
    Alles unnötiger Stress.
    Heute, im Naturbau mit großen Waben, habe ich weniger Stress und die Bienen auch.
    Die Drohnen sind notwendig, sie ziehen die Milben auf sich, damit die Arbeiterinnen schaffen können. Sie wärmen die Brut,
    regulieren das Stockklima und halten Bösewichte durch ihr Brummen fern.
    So, da gibts ja den neuen Thread von mir über dieses Thema. Da gehts weiter.


    Danke an alle für Eure Kritik.
    Liebe Grüße, Bienudo

    Klingt wunderschön und paßt so richtig in eine reichhaltige, naturbelassene Landschaft.


    Wenn ich die gefunden habe, mache ich es auch so... :cool:


    Hallo, Hardy,
    es liegt doch an uns, etwas zu verändern.
    Man kann die geschützten Ackerraine nutzen, gegen Eigeninitiative sagt keiner was.
    Siehe: Blühende Landschaften. Utto Baumgärtner. Kannst du googeln.
    Man kann mit den Bauern reden, trotz 300 Metern Höhe, haben einige im Spätsommer auf die leeren Flächen Gelbsenf
    gesät, der durchwurzelt und heilt den Boden, das Ganze wird dann als Mulchschicht eingeharkt.
    Leider kam der Winter zu früh, es reichte nicht mehr zur Blüte für die Bienen.


    Obwohl, du hast dich nicht auf das hochpuschen eingelassen, sondern nur allgemein geklagt.
    Ich hatte ein ganz anderes Anliegen, nämlich das, was wir Imker unterlassen sollten, damit der Bien in
    seiner Art, wenig gelenkt, nur bewahrt, zu seiner alten Kraft zurückfindet.


    Und das liegt an uns interessierte Imker, jeder in seinem Dorf ;-)


    Beste Grüße, Bienudo

    Hallo Udo,
    was ist mit Rückständen von der AS-Behandlung?
    Ich setze teilweise die HR Mitte April auf, spätestens Ende April, sollte nach Deiner Meinung also Mitte Feb. eine Behandlung mit AS machen? Was verdunstet da? Welche Temperaturen haben wir Mitte Februar? Meist keine anderen, als im Dez.


    Hallo, Holmi,


    es gibt keine meßbaren Rückstände durch Ameisensäure, da es ein körpereigenes Gift der Bienen ist.
    Es liegt im Ermessen jedes Imkers, nach Temperatur, Jahreszeit und Honigraumgabe, entsprechend zu handeln.
    Ich kann dir keinen Freibrief geben, ich kurbele diese Sache gerade erst an.
    Es gibt paar wichtige Punkte: Säure fällt, von oben nach unten, Säure verdampft, sie verdunstet nicht.
    Also geht sie niemals nach oben, nur nach unten.
    Damit besteht keine Gefahr für den Honigraum.
    Noch 1000 ungeklörte Fragen, bis die Augen endlich wach werden.
    Für die Bienen.
    Liebe Grüße, Bienudo

    Hallo, Imkerfreunde,
    ich möchte gerne einen Widerspruch aufarbeiten, der mich beschäftigt.

    Es scheint legal zu sein, die Bienen im Winter, da endlich brutlos, zur Varrobehandlung,
    wie auch immer, zu stören. Es ist Ruhezeit.
    Es scheint illegal zu sein, den Bienen in Ihrer Aufstrebungszeit, dem Vorfrühling,
    bei genehmen Temperaturen, eine sanfte AS-Behandlung mit dem Nassenheider
    zukommen zu lassen.
    Gibt es Untersuchungen über Honig, die im Vorfrühling mit AS behandelt wurden?

    Gibt es Untersuchungen über Bienen, die im Winter mit Bienenwohl oder Thymovar behandelt wurden.
    Oder was richtet Oxal an, im Winter?
    Im Winter ist der Bien im "Abgang", er richtet sich ein und will überleben.
    Was bis dahin nicht getan wurde, ist Nachlässigkeit.

    Aber die Chance, den Milben nochmal den Finger zu zeigen, die nutzt kaum jemand.
    Eben im VORFRÜHLING.
    Liebe Grüße, Bienudo