Beiträge von bienudo

    Wenn du mit nach Fulda willst, kannst du bis zu mir fahren, wir fahren dann gemeinsam dahin. Wenn du Interesse hast. Udo


    Wenn es die Varroa nicht gäbe, dann wäre der Honigpreis noch mehr im Keller, die Bienenhaltung noch mehr industrialisiert, womöglich schon, wie in der Tier-und Pflanzenzucht, längst zum Spekulationsobjekt von Grossindustriellen geworden, ja wir dürften möglicherweise nur mehr Bienen halten für den Eigenbedarf, da Vermarktung deren Monopol geworden wäre. (Schlachte mal zuhause ein Schwein und verkaufe es....., dann siehst du, was ich meine)

    Ist mir auch aufgefallen,
    frohe Weihnachten erstmal an alle, den Rutsch haben wir sowieso.
    Es wird kaum noch über Warreé geschrieben.
    Die große Freude scheint nicht lange angehalten zu sein.
    Mein Gott, was haben sich die Leute überschlagen für dieses System. Kommt nix mehr.
    Und was hatte ich einen Kampf für meinen großen Brutraum.
    Dadant oder 4/3 oder 1,5 Zander machen jetzt viele. Ein einziger Brutraum. Der hat Zukunft.
    Meine persönliche Meinung: Die Idee ist gut, aber ich mag nicht das Manipulieren an Bienen durch
    Zargenumsetzen. Das ist mechanisch und übt Gewalt an Bienen aus.
    Du mußt selber wissen, was du tust.
    LGBienudo

    Ich schicke dir einen nützlichen Kontakt.
    Nur, du solltest nicht in amerikanische Verhältnisse verfallen.
    Es gibt Möglichkeiten, die Bienen artgerecht bis demetergerecht zu halten. Alles hat seinen Rücklauf.
    Intelligente Milben töten, heißt auch Intelligenz töten.
    Frohe Weihnachten und viel Glück und gute Gedanken.
    Bienudo,

    Liebe Streiter und auch genußvolle Streiter,


    bei mir hängt es ab von Raum und Zeit - und Angebot. Ich bin Imker aus Liebe, kein Hobby, sondern aus Liebe
    zur Natur. Ich kann mir vieles erlauben, ausprobieren, da ich nicht konsumorientiert bin.
    Das sollte als Leitfaden dienen. Was und wieviel will ich und auf welchen RÜCKEN.
    Für mich Kleinimker mit 3 Ständen, einer exklusiver und wertvoller als der andere, kann ich meine Erfahrungen zur Vermehrung
    und zur Ernte ziehen. Meine Fehler mich bekannt machen lassen, bei den Bienen. Sie zahlen mir heim.
    Meine Zahlen mache ich öffentlich: 6 Wirtschaftsvölker am Haus auf 4/3 Zander, zwei hinzukommende 1,5 Zander, noch nicht soweit.
    Sind eher für den Verkauf an Anfänger im Naturbau gedacht.
    Bei mir mitten im Garten.
    Eine Mini-Plus zwecks Kö-Auslese auf 3 Zargen (nicht artgerecht), sollen wieder 3 BeutenZargen werden.
    Zwei normal Zander im Nationalpark, eine dritte Zarge mit 2 Fluglöchern. Hier soll die Vermehrungsstation entstehen. Keine Landwirtschaft
    weit und breit. Hier könnte entweder Honig geerntet werden. Vorrang ist die Vermehrung über Schwarmzellen.
    Ach ja, dann habe ich noch 2 alte Fritzl->Hinterbehandler< oben 19 HWaben unten 16 Brutwaben auf Schlitten. Mit Glasfenster.
    Mein Gartenkunde will sie gerne beobachten. Auch hier ist Honig möglich.
    Alle Bienenstände in Streuobstwiesen und im Naturbau.
    Mir reicht das, selbst wenn ich bei 8 Völkern à 30 kg ernte, gelange ich an alle Grenzen von Arbeit, Marketing und Logistik.
    Mit 8 Völkern kriege ich alle Kosten rein, die Reservervölker verkraften Ausfälle und ich kann im Rüchstandsfreien Wachs meine
    Regionalbiene heranziehen, bei schonender <varroabehandlung ohne Eingriffe im Winter. Ein große Brutnest gleicht vieles aus.


    PUUUUH, das war ja jetzt ein echtes Statemant, wohl aus Angst vor Fulda.


    Frohe Weihnachen und der Friede sei mit euch. (An die Hand nehmen!!)


    Liebe Grüße Udo

    Hallo, Rudi,


    >Varroafestigkeit wird und muß in Regionen entstehen<


    Das ist auch mein Anliegen, ich denke, das ist mit einigem Mut zu realisieren.
    Vielleicht ist fehlender Honigertrag das größte Hemmnis, neue Schritte zu gehen. Aber warum?
    Die Völkerverluste sollten uns eigentlich warnen, sie sind doch gravierender, da sie den Fortbestand
    einer widerstandsfähigen Biene gefährden. Kosten-Nutzen-Rechnung sollte auf lange Sicht gehen.
    Nicht für dieses Jahr oder nächstes Jahr. Auch für unsere Kinder, die nächsten Bienenbewahrer.


    Dazu gehört auch eine harte Auslese,
    nicht jedes Volk mit allen Mitteln, die uns ja nun reichlich zur Verfügung stehen, mit rüber nehmen.
    Das kann nicht gut sein. Schwächlinge werden transportiert, wo wir doch eine regionale Auswahl
    treffen wollen, an Widerstandsfähigkeit gegen Folgekrankheiten durch Schwächung der Milbe.


    In dem Sinne, erstmal, winterliche Grüße aus dem Nationalpark Eifel.
    Udo.

    Ja, dann will ich mich mal wieder melden.
    Du bist sehr konsequent und auch sehr ehrlich und sogar öffentlich in deiner Betriebsweise.
    Deine Beobachtungen sind nützlich für mich.
    Vielleicht können sich meine Beobachtungen im Naturbau, wo ja auch eine ungewohnte Bienenhaltung entsteht,
    mit deinen Beobachtungen ergänzen?
    Kalkbrut ist in jedem Fall vorübergehend und unbedenklich.
    Du schreibst, daß du gedeckelte Brut zugehängt hast- und die nicht ausreichend versorgt wurden konnten.
    Nicht gewärmt wurden.
    Du beantwortest dich selber: Je näher am natürlichen Vorbild, desto gesünder


    Interressant, was du schreibst, liebe Grüße, Udo

    Hallo, Günter,
    auch einen Gruß an nassauer.
    Ja, Günter, ein bißchen Härte muß sein.
    Es gibt keine Ausleseromantik, wie du schreibst, rosarote Brillen wirst du nicht bei Imkern finden, die ernsthaft
    darauf bedacht sind, die Bienen möglichst artgerecht zu begleiten.
    Da müssen schon mal Völker drunter leiden, die nicht die nötige Widerstandskraft haben.
    Die alle mit "durchzuziehen", finde ich eher unangepaßt.
    Klar, man kann füttern und behandeln, bis zum Ende. Damit schadet man dem Bien nur. Es ist nicht gut,
    kränkelnde Völker mit durchzuschleppen, nur weil wir die Möglichkeiten dazu haben. Das ist gar nicht gut.


    >Varroafeste Bienen<
    Die Fluktuation ist schneller, als du denkst.
    Bei meiner Umstellung auf Naturbau haben die Bienen 18 Monate gebraucht, um es zu verinnerlichen.
    Warum nicht eine Chance geben, mit Milben umzugehen?
    Behandeln kann man trotzdem, aber auch etwas zulassen, wovor wir Angst haben, die Auseinandersetzung mit
    einer Bedrohung. Für unsere Bienen. Das ist bestimmt nicht leicht.


    >Drohnenschneiden< ist herb.
    Du schneidest den Bienen ins Fleisch, entnimmst das Filetstück.
    Auch wenn du scheinbar Erfolge siehst, beim Milbenzählen, das ist am Organismus Bien vorbei.
    Die Bienen und ihre Gesundheit sollten im Vordergrund stehen, die Milben sollte man erstmal vernachlässigen.


    Das ist meine Meinung, Gedanken sind frei.
    Liebe Grüße, Udo

    Hallo, liebe Mitimker,
    vieles wird ins Lächerliche gezogen oder übertrieben empfohlen.
    Das meiste hat mit Töten von Insekten zu tun, die sich unserem "Besserwissen" beugen müssen.


    Ich mache da nicht mit.
    Ich beuge mich dem "Besserwissen" der Bienen und halte es mit IHNEN.


    Varroa ist da, aber statt übertrieben dagegen zu kämpfen, sollten wir übertrieben für die
    Stärkung der Bienen kämpfen. Das wird letztlich effektiver sein.
    Die Geduld muß sein.


    Liebe winterliche Grüße, Udo, der mit Petra morgen kämpfen muß. (Schneeräumen und so)

    Hallo, Rudi,


    sehr anschaulich und nachvollziehbar, dein Beitrag. Er zeigt doch die Vielfalt der Möglichkeiten
    unserer Bienen auf.
    Ich bin deiner Meinung, man sollte sich nicht an dem extrem Möglichen orientieren, aber es ist da, das
    alte Wissen und Können über 6 Millionen Jahre.
    Dieses Wissen sollten wir den Bienen zunutze kommen lassen, nicht den Imkern ;-)))


    In dem Sinne, danke nochmal, Udo

    [quote='Drohne Daniel','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=257031#post257031']Sie ist das entscheidende Bindeglied. Sie schafft das Potential. Je stärker das Potential um so stärker wird Volkswissen und starke Gene über Schwärme und Drohnen in die Umwelt getragen.
    Schwache Völker behalten Ihr Wissen für sich und sind kein Multiplikator.Sie wachsen und schrupfen bis sie vergehen. Nur die Starken werden sich multiplizieren und somit überleben. Wissensübermittlung braucht leben.Nicht übermitteltes Wissen stirbt und muß mühsam unter großen Opfern neu erworben werden.


    Daniel, hallo,


    ich bin baff. Ich könnte das nicht annähernd so rüberbringen wie du,
    aber es entspringt meinem Denken.
    Danke dafür. Liebe Grüße, Udo


    Nabend, liebe Regina,


    aus deinen Sätzen lese ich immer mehr die Zuwendung zur Nichtbehandlung. Das aktzeptiere ich auch, ich finde
    das ein erstrebenswertes Ziel.
    Es erfordert auf der anderen Seite auch Härte gegen die Bienen, zumal man der natürlichen vorgegebenen Auslese
    folgen muß.
    Na ja, inzwischen habe ich viel gelernt, ich verliere keine Völker mehr durch übereifrige Dummheiten,
    die Natur trifft nun die Auswahl.
    Ich habe alles dran gesetzt, den Bienen einen Habitus zu geben, den sie aktzeptieren können.


    >Varroabehandlung<
    Ich gebe den Nassenheider Verdunster mit 80 %, 40 ml, höchstens 5 Tage und schaue auf die Windel.
    Danach im Zeitabstand noch eine zweite Behandlung, dann ist genug.
    Das mache ich im Spätsommer/Herbst. Ich lehne jede Winterbehandlung ab, weil der Winter der Ruhe dient.
    Ich kann kein Volk im Winter dermaßen aus dem harmonischen Gleichgewicht bringen. Das ist mir die MILBE einfach
    nicht wert.
    Daher auch meine Frage nach einer Frühbehandlung. Weil ja doch ein langer Zeitraum bis zur nächsten Behandlung liegt.


    Eine "Seniorinenkönigin" im übergroßem Brutraum, ob das reicht?
    Das ist ziemlich das Allerletzte, was ich von dir erwartet habe.


    Wir sind ja auch erfolgreich in der Diskussion, ob das erlernte Wissen nicht doch eher über die Arbeiterinnen abläuft,
    die gerade im Sommer ihren 6-Wochen-Zyklus haben und so viel Wissen weitergeben.
    Die Königin scheint eher die Speicherkarte zu sein, mit jedem Jahr steigen die Infos und sammeln sich an.
    Ist natürlich nur meine Theorie, aber wird was dran sein.


    Was heißt >erfolgreich< zu behandeln? Alles totgespritzt? Im Ackerbau.
    Nein, du meinst die Bienen.
    Für mich ist erfolgreich behandeln, wenn die Bienen keinen Varroadruck mehr haben.
    Wenn sie wehrhaft und widerstandsfähig sind, aufgrund ihres großen Brutraums sich wohlfühlen.
    Dadurch weniger Folgekrankheiten haben, weil sie sich mit der Varroa auseinandersetzen.
    Und doch behütet und geführt werden.
    Auch wenn du das wieder ins Lächerliche ziehen wirst,
    wir ziehen doch an einem Strang und wollen den Bienen helfen, so gut jeder kann.


    Liebe grüße, Udo


    Hallo, Daniel,


    du hast einen "Knopf" bei mir gedrückt.
    Alte Theorien wachgerüttelt.


    Es werden wohl die Bienen sein, die Arbeiterinnen, die Frauen, die ihr Wissen im 3 Wochen-Rhytmus weitergeben.
    Sie haben (bei mir) plötzlich den Naturbau wiedererlernt, sie geben das weiter, sie lernen die jungen Bienen an,
    so wie sie es immer taten.
    Man kann den Nutzen der Königin wirklich in Frage stellen.
    Abgesehen von der Legeleistung und des insichtragendendem Erbmaterials.


    Letztendlich erleben die Arbeiterinnen die Erneuerungen pur und geben das weiter.
    Auch, wenns manchmal dauert.
    Aber es funktioniert, in Abwesenheit der Königin.


    Liebe Grüße, Udo