Beiträge von Ysgawen

    Also, ich bezieh mich auf Dreschflegel, die verkaufen alte Sorten als Saatgut, bei einigen steht dabei, dass Du sie zwar privat anbauen kannst, aber nicht auf dem Markt verkaufen...


    Natürlich soll jeder Geld verdienen können, doch bei diesen Gschichten, der Saatgutveränderung, geht es eben oft um Profitmaximierung, koste es, was es wolle (für die Umwelt)


    Pferdefüße werden oft erst sehr spät, oft zu spät, entdeckt. Drum bin ich vorsichtig und misstrauisch


    Grüße von Lisa

    Ich habs versucht, wie ich es von Sabine mal gesehen hab und mir die Finger platt gehockt...


    Möglicherweise ist dieser Kram ein wenig besser als die "altmodische" Gentechnik. Aber ich glaub nix, denn allem voran steht der Profit. Warum sind alte Gemüsesorten, die unkompliziert wachsen, "verboten" (für Verkäufer, ich als Hausgärtnerin darf sie ansäen). Weil diese "bösen" alten Sorten sich noch selber vermehren können. Anpassungsfähig sind. Wo kämen wir hin, wenn ich mit Euch diverse Bohnensorten, Salatsaatgut etc. p.p. einfach tausch. Wer soll dann an uns verdienen?


    Hauptsach möglichst ungestört weiter Monokulturen anbauen und Kohle scheffeln, den Boden auslaugen und Kohle scheffeln. Manche Ultrareiche haben bestimmt schon ein ausgedehntes Grundstück auf dem Mars gekauft, wenns hier mal gar nimmer geht


    Entgleiste Grüße von Lisa (die ihre Finger nimmer einklemmen konnte)

    Die "Alten" hatten auch Mägde und Knechte, Tagelöhner, die sich für einen Hungerlohn totgearbeitet haben. Und sogar die Bauern waren nicht viel besser dran, wenn man in einem Bauernmuseum mal die Zeit hat, sich das alles anzusehen. Wenig Schlaf, wenig Essen, Arbeit, Arbeit, Arbeit...


    Wollt ich nur mal anmerken. Heut kann ein Biobauer, dems die Ernte total verhagelt, sicher trotzdem überleben. Damals nicht. Die sind verhungert. Der Weg zurück ist - SO - verschlossen.


    Wir müssen neue Wege finden, gehen - und, lieber Simmerl, alter Romantikus, die Sehnsucht nach flimmernden Wäldern wird nicht der schlechteste Ratgeber sein


    Liebe Grüße von Lisa

    Ich mag Wespen nicht, auch Bremsen nicht, doch denke ich, sie haben eine wichtige Aufgabe und insofern werd ich sie respektieren. Ich weiß nicht, ob sie weniger geworden sind, bei uns auf dem Hügel wars ihnen schon immer etwas zu zugig. Wespenplagen, andere Plagen, sind eine Regulierung, durch die das Gleichgewicht wieder hergestellt werden soll. Zuviel von irgendwas, irgendwem zeigt auf, das was net stimmt. Dazu kommen alljährliche Schwankungen (Nahrungsüberangebot, extreme Vermehrung, blabla... reguliert sich jedenfalls normal von selbst, wenn Mensch nicht eingreift)


    Wespensterben fände ich bedenklich (auch wenn es mir nicht gleich auffallen würde). Was mir beim Lesen, u.a. auch dieses Beitrags aufgefallen ist: Gegen bestimmte Insekten wird Gift a oder b oder c verspritzt. DIESE "Schad"insekten sind meist innerhalb kurzer Zeit resistent. Warum nicht auch die Insekten, die wir, aus welchen Gründen auch immer, bevorzugen? Die Bienen, Hummeln, hübschen Schmetterlinge und "netten" Käfer?


    Warum werden grad die resistent, die wir absolut vermeiden wollen? Auch in der Medizin. Die "guten" Darmbakterien vertschüssen sich, die Krankheitserreger werden resistent gegen Antibiotika z.B.


    Ich frag mich nur, eine Antwort weiß ich leider nicht


    Lisa

    Simmerl! Ich kann mich Sabine nur anschließen und bewunder Dich, wenn Du nicht auf Palmen steigst und... also... ich wär da auch zu reizbar, glaub ich


    Und alles kann ich auch nicht auf die Verbraucher abwälzen. Wenns im Naturkostladen auch nur noch Buchweizen aus China gibt, verdammt nochmal, wo soll ich kaufen. Buchweizen braucht man nicht, stimmt, aber für Leut, die normale Getreidesorten net vertragen, sind Reis und Buchweizen und Mais ...und überhaupt. Sollte es doch aus diese Produkte aus etwas näherliegender Landwirtschaft geben. Sogar Reis.


    Wo kann ich als Verbraucher agieren, wenn mir die Wahlmöglichkeit fehlt? Hat ein Bauer nur den Maßstab und seinen Geldbeutel oder auch ein Gewissen?


    :evil::evil::evil: ich muss aufhörn sonst werd ich brauereikutschermäßig und damit nicht mehr jugendfrei in der Wortwahl


    Lisa

    Das war nur ein Bruchteil meiner Gedanken, die mir ziemlich wirr durch den Kopf schießen. Insgesamt gute Gedanken, danke Guenther und Drohn für Eure Anregungen und Visionen. Die Erdung ist bei sochen Gedankenflügen z. B durch Daniels Beiträge schon gesichert, aber auch durch Simon, Lisa (aber noch viel mehr, die mir jetzt nicht alle einfallen) mit den Verweisen auf die Bedrohungen aus Richtung Industrie, Politik.


    Hallo Holger, kannst Du mich mit der Lisa meinen? Eigentlich bin ich eher eine, die gefühlsmäßig handelt, schreibt, denkt. Aber es stimmt schon, ist so geworden durch die Bienen.


    Zwar ist für mich die Hauptsache bei den Bienen meine Freude an ihnen, meine Liebe zu ihnen (wie auch zu allen anderen Lebewesen), mein Vertrauen in sie, dass sie viel selber schaffen...


    aber kaum hab ich sie bei mir im Garten gehabt, ist mir klargeworden, so gut ich es meinen mag, so sehr ich sie bauen lass, wie sie es gern haben, soviel ich ihnen auch zutrau, hilfts nix, wenn ringsum nix wächst und das, was wächst, gespritzt und vergiftet ist. Unfreiwillig politisch denkend sozusagen.


    Ein lieber Freund von mir hat mal geschrieben, er ist gespannt, was die Bienen mit mir machen werden - und so ist es. Viel hat sich verändert


    Liebe Grüße von Lisa


    (zugleich mein Beitrag zum "artgerechten Imkern", das erst dann meine Ansprüche erfüllen kann, wenn Bienen auch wieder ohne Menschen leben können, nicht müssen. Ein weiter Weg.

    Servus sherry,


    das tut mir echt leid für Dich. Ich wollte ja gar keine Bienen, nur nem Imker helfen. Dabei hab ich mich infiziert (und wie!) und auf einer Veranstaltung vom Simmerl jemanden kennengelernt, der auch "einfach anders imkern" wollte. Zusammen haben wir übern Winter zwar mit Schweiß aber auch Spaß und wenig Geld die Beuten gebaut.


    Simmerl hat uns gut betreut und wie die Bienen den Winter dann packen - wird sich zeigen. Es ist schön, dass Du trotz der Widrigkeiten die Freude nicht verloren hast. Aber - geht das, wenn sie erst mal da sind, die Bienen? Wie sie nutze ich jetzt im Herbst auch jede warme Stunde, nicht so sehr zum Garteln sondern zum Sitzen und Lauschen und Schauen.


    Meine Güte, ich hatte heuer schon ein paar Mal das Gefühl, dass was nicht stimmt, dass sie zu leicht sind oder zu schwer, dass sie schwärmen wollen oder oder oder... weil ich auch nicht dauernd aufmachen und meine Nase reinstecken wollte, war ich wirklich sehr froh um den Simmerl. Der eine Engelsgeduld hatte mit mir.


    Ich kann nicht nachvollziehen, warum es so schräg laufen muss, müssten nicht grad Imker froh um Nachwuchs sein und sich mal bissi - zurücknehmen. Was Gemauschel und Intrigen angeht? Aber: mit Vereinen hab ich es eh net. Scheint überall ähnlich zu laufen


    Wünsch Dir und mir und allen anderen einen guten Bienenwinter und Paten, die nicht nur reden, sondern handeln und helfen


    Lisa

    Hallo Helmut,

    mit Raupenüberschuss meine ich die, die jedes Jahr meinen gesamten Jostabeerensträucherbestand skelettieren. Welche Art das ist, weiß ich nicht. Um Salat und anderes Gemüse haben sich in diesem Jahr die Schnecken gekümmert, um die Jostabeeren und Johannisbeeren die Amseln, um die Kirschen wie immer die Stare.
    Ich hatte nicht viel Arbeit mit ernten...

    Gruß, Heike


    Hallo Heike, bei mir was das der Stachelbeerspanner, der Johannisbeeren und Stachelbeeren skelettiert hat (find leider rauf die Schnelle kein Bild dieser eigentlich recht hübschen Raupe, kannst ja selbst guugln).


    Geholfen hat mir Rainfarn. Hab den erstens zwischengepflanzt und im Frühjahr, sobald die ersten Blätter da waren, Blätter in die Büsche gehängt. Und vorher, an einem warmen Tag, Rainfarntee über die Büsche gesprüht. Eher drastisch... sie blieben so komplett weg, und ich hab sie auch nimmer gesehen. Hat fast zu gut gewirkt, will ja keine Tiere ausmerzen


    Vielleicht hält sie aber jetzt einfach der grauslige Rainfarngeruch ab (glücklicherweise stört der Bienen und Hummeln gar nicht und auch nicht die Schmetterlinge, nur mich...)


    Grüße von Lisa

    Klar Simmerl, sollst ja nicht allein arbeiten. Wenn ich wüsste, wieviel Geld woher käme, könnte ich zumindest schon mal eine Pflanzliste andenken. Und vielleicht auch betteln gehn. Z.B. beim Forstamt oder in Gärtnereien (und versuchen, Pflanzenspenden schmackhaft zu machen)


    Liebe Grüße vo da Lisa

    Hi Simmerl,


    mir persönlich gefällt ja Deine Titelzeile sehr gut... allerdings weiß ich nicht, ob es da nicht gleich wieder rechtliche Probleme gäbe. Kenn einen Tierschutzverein, der was für die "Haustierszene" tun wollte und hübsche T-Shirts bedruckt hat mit einem Hamster, der einen Umhang trug und wehrhaft aussah - und Patman hieß. Mussten sie mehr oder weniger einstampfen :evil::evil::evil:


    Weil Du wenig Zeit hast, könnten wir vielleicht auch telefonisch gehirnstürmen?


    Hab gestern noch geguggt, leider nehmen Druckerein meist nur Adobes - und da hab ich keins, grumppf


    Drauf stehen sollte (meiner Meinung nach), was los ist UND was Verbraucher TUN können. Heimischen Honig kaufen, GVO-Produkte boykottieren, auf jedes freie Fleckerl was für Bienen anpflanzen...


    Liebe Grüße von Lisa

    lisa , a bisserl was geht oawei!
    Der Gartenvereinsvors. und ich waren schon beim Meister der Bürger und so wies aussieht kriegen wir 1800qm bei der Hirtenkapelle zum Bepflanzen von Wildfrüchten: Kornellk., Schlehdorn, Weißdorn, Eberesche, Sanddorn,
    Brombeere, Felsenbirne usw., da kannst Dich austoben, wenns soweit ist.
    Ein Wildbienenhotel ein uriges, hab ich auch schon im Auftrag


    Es wär Pflanzzeit :Biene:


    Unsere Nachbarn sind auch schon bissi infiziert. Die beiden Buben kommen gern rauf und schaun den Bienen zu, haben wohl auch in der Schule gut aufgepasst und wissen wirklich viel, nicht übers Imkern, aber über Bienen.


    Nachdem sie mitbekommen haben, dass Du ein so super Imkerpate bist (dickes Lob und großen Dank hier gleich nochmal von mir), kanns schon sein, dass sie irgendwann mal genügend infiziert sind. Grad baun sie ein Insektenhotel


    Grüße von Lisa

    Ja, Simmerl, ich find die Idee gut! Für kurze, prägnante Texte eigne ich mich zwar net so gut, aber ich kann gut "nacharbeiten" und in Layout könnt ich mich auch versuchen


    Vielleicht kann man auch Saatgutspenden auftreiben? Also sowas wie meine Steinkleemengen, in kleine Tüterl abfüllen und dazu geben? Der Vorschlag kam hier schon mal und ich find ihn super


    Grüße von Lisa