Beiträge von Gerd

    Hallo Imkers,


    dass die Wirksamkeit bei der Sprühbehandlung in der Schwarmkiste nicht optimal ist, leuchtet mir schon ein und ist mir auch klar.


    Aber: Die Züchter raten, das neue Volk erst zu öffnen, nachdem verdeckelte Brut in der Beute vorhanden ist. Auch das leuchtet mir ein, denn mir wurde schon mal nach 5 Tagen (sicher etwas zu kurze Zeit) bei der (neugierigen) Durchsicht eine KÖ abgestochen. Das war leider sehr gut zu beobachten. Die KÖ fing an nach hinten zu laufen und dann war's vorbei. Da bei der MS/OS-Sprühung jede einzelne Wabe gezogen werden muss und zudem immer unbekannt ist, wann genau die KÖ zu legen beginnt, ist mir das Risiko eine Belegstellenkönigin zu verlieren doch zu groß.


    Die Beute also erst nach verdeckelter Brut zu öffnen, reduziert die Wirksamkeit aber ebenfalls. Ausserdem würde ICH in diesem Fall mit OS begasen und kein Sprühverfahren anwenden, um nicht die gesamte Beute durchwühlen zu müssen.


    Naja, Pest oder Cholera. Nach der Winterbehandlung hat sich diese Frage ohnehin erübrigt. Trotzdem vielen Dank für Eure Ratschläge.


    viele Grüße
    Gerhard

    Hallo,

    ich nehme für einen KS die Bienen von etwa 20 Waben, dass sind dann gut 2kg Bienen. Bei 5ml je Wabenseite wären das 20x2x5= 200 ml. in die Kiste? Auf die Waben kann ich ja nicht sprühen, da ich diese noch abschleudern will.

    Gefühlsmäßig finde ich das etwas viel.


    viele Grüße

    Gerhard

    Hallo,


    danke für Eure bisherigen Antworten. Wenn ich Oxalsäure, oder Bienenwohl sprühe, bleibt aber die gleiche Frage für mich offen: wieviel Sprühstösse, oder ml. soll ich in die Kiste mit Bienen geben? Leider steht auf der MS-Flasche dazu nix.


    Den KS möchte ich die ersten 2 Wochen erstmal nicht öffnen, oder gar behandeln. Da ist mir das Risiko, dass die die KÖ abgestochen wird zu groß. Und die Behandlung in der brutfreien Kiste erscheint mir am wirkungsvollsten.


    Gerade mit OS denke ich, sollte die Dosierung (welche?) passen, denn ich glaube auch, dass OS schon etwas knackiger und bei Überdosierung durchaus kritisch ist.


    viele Grüße

    Gerhard

    Hallo Imkers,


    jedes Jahr bin ich mir bei der Behandlung meiner KS etwas unsicher, weil ich nicht wirklich abschätzen kann, ob die versprühte Menge an MS zur Entmilbung reicht.
    Deshalb meine Frage: Wieviel Sprühstöße aus der Milchsäureflasche gebt ihr nach dem harten Aufstoßen in die Kiste, die mit etwa 2 kg Bienenmasse gefüllt ist?


    wäre sehr dankbar für Eure Antworten,

    viele Grüße

    Gerhard

    oh ihr habst aber gut.

    wir hatten letztes Jahr in unserer Gegend keinen Tropfen. Also ich bräuchte dringend Waldtracht 2019.

    Hallo,

    sind eigentlich unsere Lausbeobachter schon irgendwo fündig geworden? Ich habe zumindest Hoffnung, dass es heuer Waldhonig gibt.

    viele Grüße

    Gerhard

    Hallo,


    letzte Woche habe ich mit OXgas behandelt und Ende dieser Woche werde ich das nochmal durchziehen.


    Der Milbenfall bei mir war eher mäßig, bei Imkerkollegen auch eher gering. Also, wenn ich mit AS/OSflüssig behandeln würde (was ich nicht mache), dann erst bei erträglicheren Temperaturen. Die so oft zitierte Wirkung in die Brut sollte doch die etwas spätere Behandlung wieder ausgleichen.


    viele Grüße

    Gerhard

    P s i r a m: Die in vielen populärwissenschaftlichen Werken aufgeführten Wunderwirkungen des relativ teuren Propolis basieren meist auf Einzelerfahrungen und retrospektiven Betrachtungen. In wissenschaftlichen Veröffentlichungen lassen sich diese Wunderwirkungen nicht wiederfinden.

    Hallo Immer/innen,

    das stimmt nur teilweise und beinhaltet mit dem Begriff "Wunderwirkungen" auch eine unangebrachte Wertung zum Produkt, was in einer objektiven Plattform nun auch nicht sein sollte.


    Ich muss aber leider auch feststellen, dass es wirklich sehr viele populärwissenschaftliche Werke zu diesem Thema gibt und wissenschaftliche Veröffentlichungen zu Propolis eher rar sind. Vermutlich wird sich das auch nicht so schnell ändern, weil sich durch die starke Varianz der Proben die Prozesse kaum reproduzieren/verifizieren lassen. Belastbaren Ergebnissen aus Feldversuchen müsste neben genauen Stoff-Analysen erst eine Standardisierung der komplexen Bestandteile vorausgehen. Und davon ausgehend, müssten dann die einzelnen Bestandteile in ihrer Varianz untersucht werden, mit dem Ziel ein "Referenzpropolis" für die Feldversuche definieren zu können. Erst bei nachgewiesener Wirkung/Nebenwirkung dieser Referenz können die einzelnen Bestandteile variiert werden, um die Wirkungen des Komplexes mit den einzelnen Inhaltsstoffen in Verbindung zu bringen, oder ggf. die Allergene zu substituieren.

    Auch wenn bereits die Wirkung einzelner Inhaltsstoffe gesichert ist, ist das eine jahrelange Grundlagenforschung, die niemand bezahlen wird.


    Trotz der mangelnden wissenschaftlichen Methoden: Wenn ich, oder ein Familienmitglied mit Infekten kämpfen, greifen wir häufig zu unserer Tinktur und stellen eine Besserung fest. Eine gewisse Menge halte ich für uns bereit, wenn sonst nix mehr helfen würde (z.B. MRE).


    viele Grüße

    Gerhard

    Hallo,

    und vielen Dank für Euer Interesse an diesem Thema.

    Soweit ich das jetzt überblicken kann, gibt es zwar viele Aussagen, auch Forschungsansätze, aber es fehlt bisher wirklich eine belastbare Validierung.


    Das ist für mich umso erstaunlicher, weil die Weiterverarbeitung von Propolis (z.B. Tinkturen) in D dem Arzneimittelgesetz unterliegt. Irgendwie passt das nicht zusammen: Propolis-Tinktur ist also ein Arzneimittel, das hinsichtlich Herstellung und Vertrieb gesetzlichen Vorgaben unterliegt. Ist also deutlich restriktiver zu betrachten wie z.B. Kamillentee, für den die Wirksamkeit ebenfalls (nur) durch die Volksmedizin nachgewiesen ist. Logisch wäre es, dass einer Vertriebs- und Herstellungseinschränkung erst entsprechende Nachweise zur Wirksamkeit vorausgehen. Die habe ich bis jetzt noch nicht finden können, aber ich suche weiter.


    viele Grüße

    Gerhard

    Hallo,

    und vielen Dank für die Antworten. Leider lieferte mir die Suchmaschine eben nicht den gewünschten Erfolg und darum habe ich mir erlaubt, dieses Forum hier mit meiner Frage zu belästigen.

    Liebe Imkerkollegen, ihr könnt davon ausgehen, dass die Allermeisten hier - und ich auch - wissen, wie eine Suchmaschine zu bedienen ist. Aber vielleicht habe ich mich auch nur zu ungenau ausgedrückt. Mich interessiert nicht allgemein Bekanntes, sondern Informationen über die Grundlagen-Forschung zu diesem Thema. Also medizinische Studien an einer Uni, die Verantwortlichen, deren Methoden/Versuchsbedingungen und natürlich die Ergebnisse, vor allem die Publikationen/Quellen dazu. Das findet sich nun nicht so ohne weiteres in Suchmaschinen, oder vielleicht erst nachdem man sich durch die vielen Produkt-Angebote durchgequält hat. Die Hoffnung, dass ein Imkerkollege bereits ein Paper zu diesem Thema vorliegen hat, hat mich hier zu meiner Frage in die Runde motiviert. Bienenknecht Vielen Dank dafür!


    Liebe Imkerkollegen, es ist keiner verpflichtet hier zu antworten, aber bitte unterlasst künftig arrogante Google-Verweise auf meine Fragen!


    viele Grüße

    Gerhard