Beiträge von janpan

    Imkerfreunde,


    bin mit halben Honigräumen und Wachslinien in die Saison gestartet und nach wochenlangem Rumkrabbeln und nervösen Imkerblicken wachsen die Völker in die Honigräume und bauen wunderschöne Speicherzellen. Demnächst mal ein paar Fotos vom Bienen- und Selbstbau der halben HR.


    Grüße Jan

    Hallo Jule,


    ich imkere auf DNM aus dem einzigen Grund, dass es hierzulande nix anderes gibt und man keine Chance auf Verkauf oder Kauf von Bienen hat(außer Kunstschwarm), wenn das Maß nicht stimmt. Zander ist auf jeden Fall das bessere Maß (siehe Liebigs Einfach imkern): weniger Rähmchen, weniger Handgriffe, größere Brutfläche als DNM u.dgl. mehr.
    Sollte es so sein, dass in Deiner Region konkurrierende Rähmchenmaße vorherrschen, würde ich mich schonungslos auf die Zander-Seite werfen und allen Postkartenimkern eine Nase drehen.


    Grüße Jan

    Kollegen,

    ich hatte bereits vor einer Woche halbe Honigräume mit Rähmchen ohne MW aufgesetzt und da Nektar in Massen eingetragen wird auch einen ganze Honigraum mit MW und ausgebauten Waben oben drauf gestellt. Bereits am Abend krabelten die Damen auf den oberen Rähmchenträgern, der Blick durch die Folie zeigt frisch aufgezogene MW. Flug ist seit ein paar Tagen wie im Raps und selbiger lässt nicht mehr lange auf die Blüte warten. In zwei Wochen geht hier die Post ab, wenn Feuchtigkeit und Temperaturen mitspielen.
    Die Völker scheinen stark wie noch nie, die Ableger vom letzten Jahr sind allerdings etwas den Altvölkern hinterher.
    Heute abend habe ich mit Holzkeilen die Beuten in die Waage gesetzt damit es keine Sauerei beim Naturbau gibt.
    Die Freude ist also groß und ständig pilger mehrfach zum Bienenstand und freu mich am Flug.

    Grüße Jan

    Kollegen,

    heute war mal wieder Slapstick am Bienenstand. Meinen Mickerling kontrollierend, lief mir die Mama über den Weg, ich also das Abfangglas gezückt und Muttern eingesackt (war noch nicht gezeichnet). Da kam mein Jüngster mit Hunger - ein Momemt der Unaufmerksamkeit und ich sah die Königin aus dem Röhrchen kriechen und ins Gras plumpsen. Weg war sie, trotz genauer Suche keine Mama mehr, dafür grüne Knie.
    Das hat mir nun die Entscheidung abgenommen, ob ich das Völkchen auflöse oder nicht. Lass jetzt noch die Brut schlüpfen und dann ab zu den Nachbarn.
    Zum Trost geh ich morgen Heringe angeln. Die schwärmen gerade in die Trave. Alle Imkerforumskolleginnen des Nordens: an die Angeln!

    Grüße Jan

    Hallo Imkers,


    in meiner Eigenheit als Tischlermeister lese ich mit Entsetzen, was Ihr für einen Aufwand erwägt, um Eure Holzbeuten zu schützen.


    Aus jahrelanger Erfahrung mit biologischen Oberflächen, sprich Wachs und Öl, kann ich nur von Tauchen und dgl. abraten, da die Schichtdicke viel zu dick wird. Da nur die oberste Schicht Chance hat auszuhärten und die Aushärtung des übrigen Wachses/Öles verhindert, gibt es eine heillose Schmiererei.


    Ich selbst streiche mit Leinöl als Grundierung und Auro-Lasur als UV- und Nässeschutz (diffusinosoffen). Und das auch nur, weil ich den Übergang von frischer Oberfläche zur Vergrauung nicht ertrage (optisch).


    Auch die viel diskutierte Beschichtung der Beuteninnenseiten ist Unfug - das fällt unter übertriebene Produkthaftungsgeschichten (rammen Sie sich den Bleistift nicht ins Auge, er könnte Ihre Sehkraft beeinträchtigen).
    Das ominöse "Schrumpfen" des Holzes hält man auch nicht durch Tauchen ins Gießharz auf, das fällt bei Beutenmaßen eh nur dann ins Gewicht, wenn man das Quellen (durch Aufnahme der Luftfeuchte der Umgebungsluft, abhängig von Jahreszeit,Temperatur und Luftfeuchte) oder Schwinden (Abgeben von Feuchtigkeit an die Umgebungsluft) verhindert durch falsche Konstruktion.


    keep it simple -tut gar nix oder streicht einfach mit Öl.



    Grüße Jan

    Hallo Imkersleut,

    gestern früh sah ich eine gelb gezeichnete schöne dicke Königin vorm Flugloch, umlagert von Töchtern. Zuerst dachte ich, ich wäre Zeuge des großen Finales einer stillen Umweiselung aus dem letzten Herbst (und zweier Königinnen im Volk über´n Winter). Aber die Bienen schienen die Mama gar nicht vertreiben zu wollen, und Mutti mühte sich redlich, wieder in die Beute zu kommen, fand aber keinen Halt und rutschte die 4 cm-Barriere Anflugbrett-Flugloch immer wieder runter. Ich konnte der Versuchung nicht wiederstehen und gab der Guten einen Schubs ins Flugloch. Zügig war sie drin und abgestochen hab ich sie auch seitdem nirgends liegen sehen.
    Ist Mama aus dem Nest gefallen? Oder von sich reinigenden Bienen mit rausgedrückt worden?

    Fragt sich /Grüße Jan

    Hallo Wabenklau,


    vorgestern habe ich auch die erste Durchsicht gemacht bei elf Völkern und hatte ein ähnliches Bild. Nur bei einem Volk nenneswerte Brutflächen, bei ein paar Stifte und bei vielen noch nix.
    Da ich das leidige Rähmchen-knacken-im-Frühjahr so schlimm wie noch nie hatte, waren die Damen ziemlich zickig, ohne Vollschutz ging da gar nichts, vollgeschissen war ich von oben bis unten.
    Ich glaube, ich war einfach zu ungeduldig und hätte die Ladies besser noch in Ruhe gelassen, aber ich musste dringend Futter checken. Hunger war sicherlich Grund für aggressives Verhalten und die Rumpelei mit den Rähmchen sowieso - außerdem hatten wir uns ja schon so lange nicht gesehen...
    Noch mach ich mir aber keine Sorgen - ich glaube, die brauchen einfach noch ein oder zwei Wochen.


    Gruß Jan

    Hallo Jungs,


    das Problem mit den Hoffmannseiten nervt mich auch jedes Jahr und in diesem Frühjahr wird es auch wieder ganz schlimm werden. Deshalb habe ich vorsorglich bei allen Honigräumen und sonstigen Rähmchen mit einem Einhandhobel alle Hoffmannseiten gehobelt. Hat jemand vielleicht Erfahrungen mit Wollfett? Verhindert das dauerhaft starke Verkittung?


    Grüße Jan

    Hallo Wabenklau,


    wenn Du früh genug aufsetzt, hast Du mit dem Ausbauen der Mittelwände kein Problem. Letztes Jahr war ich genauso weit, alle Waben waren für Erneuerung und erweiterung draufgegangen, dann kam der Raps und siehe da: zwei Zargen MW ausbauen war kein Problem.


    Gute Ernte
    Jan

    Moin Tommy,


    ich versteh das auch nicht. Ich arbeite mit DNM-Holzbeuten und kann keinen Unterschied zu Überwinterung oder Ertrag feststellen. Schwerer sind sie, aber ich stelle gerade auf halbe Honigräume um.
    Übrigens sind die DNM-Holzbeuten bei Holtermann glaube ich bei Bergwinkel eingekauft. Ich bin ganz zufrieden damit, manchmal allerdings sind die Zargen nicht ganz maßhaltig, die Böden und Deckel mach ich ohnehin selbst.
    Ich glaube, die geringe Nachfrage im Norden nach Hlzbeuten rührt daher, dass man hierzulande große Sorgen wegen Haltbarkeit bei Bewitterung hat, da sind die Süddeutschen cooler. Das hat mit Salzwasser natürlich nix zu tun und regen tut´s hier in S-H auch nicht mehr als im Chiemgau oder Berchtesgadener Land (Servus an alle Süd-Ost-Bayern). Und die Fachwerkhäuser sind ja auch schon etwas älter als eine Styrobeute je werden wird (dito natürlich die Holzbeute).


    Grüße Jan

    Hallo Kollegen,


    nachdem ich aufgrund hohen Totenfalls dachte, ein Volk habe sich in die ewigen Jagdgründe verabschiedet, konnte ich erleichtert feststellen, dass es alle 11 geschafft haben. Jaja, gezählt wird frühestens im März, aber immerhin sitzen alle auf 5-7 Waben und das finde ich ganz anständig.
    Falls Futterknappheit herrschen sollte, füttere ich Honig.
    Ansonsten futtere ich Honig, nagel Rähmchen und bin schon ganz hibbelig. Von mir aus könnte das Aufsetzen losgehen, aber hier fällt gerade Schnee. Ein letztes Aufbäumen des Winters, der diesmal sogar ein recht strenger Mann war, was den Bienen sicher zuträglich war.


    Grüße aus S-H


    Jan