Beiträge von Immenheger

    Zur Oxalsäureverdampfung im Dezember waren ca. 40% der Völker bereits tot. Aber das hatte sich im September bereits angekündigt.
    Die, die noch leben, haben inzwischen wieder Brut (trotz der niedrigen Temperaturen der letzten 20 Tage).
    Wenn man sich bei den Imkerkollegen umhört, dann hat die Milbe mächtig gewütet.
    Da ich diesem Winter auf Honig überwintere, bin ich gespannt, wie sich das auf die Gesundheit (Ruhr/Nosema) auswirkt.
    Alfred

    Ist wirklich die Braugerste der Träger vom Glyphosat oder doch nicht eher der Hopfen? Kann überhaupt die Braugerste noch ankeimen, wenn sie so stark mit einem Gift behandelt ist?
    Wie sieht es denn mit Brot u.a. Backwaren aus? Auch so stark belastet?
    Und wie sieht es im Honig von Kulturpflanzen aus? z.B. Raps?


    Eine große Mitschuld trägt die EU, die die pfluglose Bodenbearbeitung fördert (mit Subventionen!) und auch damit das "Totspritzen" von "Unkräutern" im Acker als "Gute landwirtschaftliche Praxis" fordert.
    "Wenn die Weisen gehen, erobern die Narren die Festung"

    die Ausgangsfrage hier war, dass die Winterbehandlung nicht gemacht wurde.


    Mein Vorgehensweise:
    1. Ganz ruhig bleiben,
    2. Im Frühjahr nicht die Milben auswaschen oder die Windeln beobachten, weil man sowieso fast keine Milben findet.
    3. Baurahmen geben,
    4. Wenn im Baurahmen Drohnenbrut verdeckelt, dann diese Drohnenbrut mit Entdecklungsgabel entdeckeln und Milben zählen,
    5a. Wenn sehr viele Milben in der Drohnenbrut, dann einen vorweggenommen Schwarm machen und den mit Oxalsäure oder Milchsäure besprühen. Die Brut aus den Brutwaben schlüpfen lassen und danach diesen Volksteil auch mit Oxalsäure oder Milchsäure besprühen.
    5b. Wenn wenig Milben in der Drohnenbrut, dann erst reguläre Sommerbehandlung ohne irgendwelchen Behandlungen davor.


    Manchmal habe ich den Eindruck, wir behandeln zu viel gegen die Milben und schwächen so unsere Völker. "Viel hilft nicht viel"


    Alfred

    sicherheitshalber bei schönem Flugwetter überprüft, Sonne pur 12-13 Grad im Schatten.


    Unter 14°C sollte man nicht in die Völker schauen.
    Und wenn man es trotzdem macht, dann nur die Leerwaben entfernen aber nicht die Futterwaben! Wir wissen doch noch gar nicht, wie das Ende des Winters und der Frühling wettertechnisch werden. Futterwaben bleiben jetzt alle noch drin. Die meisten Völker verhungern während der Durchlenzung und nicht jetzt im Winter.



    "Wer im zeitigen Frühjahr die Königin sieht, wird sie nie wieder sehen" so sagen die erfahrenen Imker.

    Leider wurde hier vermutlich Schneckengift (so aus dem Gespräch mit einem Fachmann) ausgebracht.


    Schneckenkorn? Habe noch nie gehört, daß man damit Bienen vergiften kann. Schneckenkorn wende ich häufig im Bienengarten an. Von Vergiftungen der Bienen habe ich noch nie etwas gemerkt.

    Naja, wer im Spätsommer genügend eingefüttert hat und bei der letzten Herbstdurchsicht den Futtervorrat in den Völker inspiziert hat, der braucht sich keine Gedanken machen. Jedenfalls schaue ich nicht im Winter in die Völker, sondern nur zum Flugloch und bei manchen auf die Windel. Erst nach dem Reinigungsflug wird wieder in die Völker geschaut. Verhungerte Völker kommen sehr sehr selten in meiner Imkerei vor. Und das waren bisher nur solche die im Winter vom Futter zu weit entfernt waren.