Beiträge von Immenheger

    Guten Abend Zusammen,


    wie schaut bei euch den die Varroa Belastung im Februar aus?


    Es gibt im Februar keine sichtbare Varroabelastung. Völker die stark vermilbt waren haben den Februar gar nicht mehr erlebt.
    Erst ab Ende April/Anfang Mai könnte es wieder sichtbare Varroabelastung geben.

    ...die Dinge etwas umfassender zu betrachten ist ja auch sehr anstrengend...


    Es gibt nicht nur eine Wahrheit! Und dass wir bezüglich PSM seit Jahrzehnten belogen werden (von allen Seiten!) ist auch klar.
    Was mir in dieser Diskussion fehlt, sind Fakten! Wie lang ist denn die Halbwertszeit im Boden? Welche Konzentrationen haben denn sichtbaren Einfluß auf Versuchstiere/Zellkulturen?

    Zur Oxalsäureverdampfung im Dezember waren ca. 40% der Völker bereits tot. Aber das hatte sich im September bereits angekündigt.
    Die, die noch leben, haben inzwischen wieder Brut (trotz der niedrigen Temperaturen der letzten 20 Tage).
    Wenn man sich bei den Imkerkollegen umhört, dann hat die Milbe mächtig gewütet.
    Da ich diesem Winter auf Honig überwintere, bin ich gespannt, wie sich das auf die Gesundheit (Ruhr/Nosema) auswirkt.
    Alfred

    Ist wirklich die Braugerste der Träger vom Glyphosat oder doch nicht eher der Hopfen? Kann überhaupt die Braugerste noch ankeimen, wenn sie so stark mit einem Gift behandelt ist?
    Wie sieht es denn mit Brot u.a. Backwaren aus? Auch so stark belastet?
    Und wie sieht es im Honig von Kulturpflanzen aus? z.B. Raps?


    Eine große Mitschuld trägt die EU, die die pfluglose Bodenbearbeitung fördert (mit Subventionen!) und auch damit das "Totspritzen" von "Unkräutern" im Acker als "Gute landwirtschaftliche Praxis" fordert.
    "Wenn die Weisen gehen, erobern die Narren die Festung"

    die Ausgangsfrage hier war, dass die Winterbehandlung nicht gemacht wurde.


    Mein Vorgehensweise:
    1. Ganz ruhig bleiben,
    2. Im Frühjahr nicht die Milben auswaschen oder die Windeln beobachten, weil man sowieso fast keine Milben findet.
    3. Baurahmen geben,
    4. Wenn im Baurahmen Drohnenbrut verdeckelt, dann diese Drohnenbrut mit Entdecklungsgabel entdeckeln und Milben zählen,
    5a. Wenn sehr viele Milben in der Drohnenbrut, dann einen vorweggenommen Schwarm machen und den mit Oxalsäure oder Milchsäure besprühen. Die Brut aus den Brutwaben schlüpfen lassen und danach diesen Volksteil auch mit Oxalsäure oder Milchsäure besprühen.
    5b. Wenn wenig Milben in der Drohnenbrut, dann erst reguläre Sommerbehandlung ohne irgendwelchen Behandlungen davor.


    Manchmal habe ich den Eindruck, wir behandeln zu viel gegen die Milben und schwächen so unsere Völker. "Viel hilft nicht viel"


    Alfred

    sicherheitshalber bei schönem Flugwetter überprüft, Sonne pur 12-13 Grad im Schatten.


    Unter 14°C sollte man nicht in die Völker schauen.
    Und wenn man es trotzdem macht, dann nur die Leerwaben entfernen aber nicht die Futterwaben! Wir wissen doch noch gar nicht, wie das Ende des Winters und der Frühling wettertechnisch werden. Futterwaben bleiben jetzt alle noch drin. Die meisten Völker verhungern während der Durchlenzung und nicht jetzt im Winter.



    "Wer im zeitigen Frühjahr die Königin sieht, wird sie nie wieder sehen" so sagen die erfahrenen Imker.