Beiträge von Anderl

    Hallo beehead,


    ja, bei mir auch. Das hat sicherlich mit der enormen Hitze zu tun, die Bäume harzen jetzt einfach mehr. Ausserdem können die Bienen das Harz bei warmen Temperaturen besser verarbeiten, da es weicher ist.


    Gruß,
    Anderl

    Hallo Thorsten,


    das ist bei mir dieses Jahr auch so - der Frühtrachthonig ist vergleichsweise dunkel geraten. Vielleicht liegt's daran, dass durch die fast sommerlichen Temperaturen seit April die Natur irgendwie früher dran war und im Honig wirklich schon Sommerblüher dabei sind. "Normale" Blattläuse hatte ich bei mir im Garten schon recht früh und massenweise, vielleicht waren ja auch die Rindenläuse dieses Jahr schon früher verbreitet?

    Mensch Drohn! Komm mal wieder auf den Teppich und sammle Deine männlichen Hormone wieder ein ;-) Sonst verschreckst Du noch den einen oder anderen Mitleser hier!


    @ EichholzFan: Weiselzellen aus Eiern auf der Wabe, natürlich gibt's sowas. Das sind dann die so genannten Nachschaffungszellen (ohne be-, wie der Gartenimker richtig schreibt), die die Bienen meist als "Notbehelf" für eine richtige Weiselzelle aus bestehenden Arbeiterinnenzellen umformen. Aber auch Umweiselungszellen befinden sich manchmal mitten auf der Wabe. Schwarmzellen findet man dagegen meistens am Rand der Waben, und zwar in höherer Anzahl.


    Es wäre noch interessant zu wissen, ob sich noch ganz frische Stifte oder jüngste Brut im Volk befunden hat, als Du es geteilt hast. Kannst Du Dich daran noch erinnern? Oder waren es nur die wenigen Eier im Drohnenrahmen? Afterweiseln erkennt man nämlich u.a. daran, dass ihre Eier nur kleinste Brutflächen belegen, im Gegensatz zu einer normalen Königin die ja in der Regel große Brutflächen erzeugt.

    Ich habe dazu mal eine grundsätzliche Frage. Irgendwo meine ich gelesen zu haben dass eine Arbeiterin sich um bis zu drei Larven kümmert - ich habe das so verstanden dass sie allein auch die Fütterung dieser Larven übernimmt. Bei Königinnenlarven mag dieses Verhältnis sicherlich anders sein, nehmen wir an das Verhältnis wäre 1:1 aufgrund der besonderen Zusammensetzung des Königinnenfuttersaftes, dann wären zur Herstellung des benötigten Futtersaftes für 30 Königinnenlarven auf einem Zuchtrahmen nicht mehr als 30 Arbeiterinnen mit funktionierenden Futtersaftdrüsen nötig. Die sollten sich in einem Flugling auf jeden Fall finden lassen, oder?


    Man liest so oft "schlecht versorgte Königinnenlarve" z. B. bei Nachschaffungsköniginnen, aber die Larven schwimmen doch im Übermaß im Futtersaft - da kann man wohl kaum von Unterversorgung sprechen. Hat das schonmal jemand wirklich untersucht? Kann die angeblich bessere Fitness/Legetätigkeit z. B. von Umweiselungskönigin nicht eher daran liegen, dass die Larven wirklich von Anfang an wie eine Königin versorgt werden und nicht erst nach ein paar Tagen als Königin "umgepolt" werden?

    Bekommt Ihr eigentlich keine Probleme mit Wasser oder sogar Schimmel im Honigraum, wenn Ihr ihn so früh aufsetzt? Wahrnehmung des zusätzlichen Raumes durch die Bienen hin oder her - allein das Belaufen der dritten (oder noch mehr) Zarge durch die Bienen reicht ja noch nicht aus um innerhalb der Zarge das übliche Stockklima zu schaffen.


    Wenn ich die dritte Zarge über zwei Bruträumen jetzt schon aufsetze, würde die aufsteigende Wärme durch das bereits ansehnliche Brutgeschäft eine Menge Feuchtigkeit im späteren Honigraum niederschlagen, und bis die Zarge wirklich gut mit Bienen besetzt ist sind die Rähmchen und der obere Rand der Zarge richtig nass. In zwei, vielleicht drei Wochen sieht das schon anders aus, durch sowohl die größere Bienenmasse als auch die noch höheren Temperaturen im Stock nehmen die Völker den zusätzlichen Raum wesentlich schneller an.

    Die Umgangsformen hier im Forum können für Aussenstehende recht ruppig wirken, da kann ich so eine Reaktion schon ein bißchen verstehen. Gib ihm (oder ihr?) einfach ein paar Wochen Zeit, die lustigen Kandidaten hier kennen zu lernen, dann wird das schon :wink:

    Hallo Chrissi,


    an ein Einsperren, und auch noch im Juni zu einem Zeitpunkt wo die Volksstärke ihren Höhepunkt erreicht, ist nicht zu denken. Du könntest lediglich in einem Abstand von mindestens 2 m vor den Beuten einen "Flugschutz" anbringen - also ein Hindernis, dass die Bienen nach oben umfliegen müssen und den Bauer dann nicht mehr stören.


    Eignen würden sich z. B. Hecken, die wachsen aber nicht schnell genug für Dein Problem, oder ein dichtes Zaunelement. Damit die Bienen wirklich nicht stören müsste es aber wohl so 2 m hoch sein. Wichtig: Nicht erst einen Tag vor der Maht aufstellen, sonst fliegen ganz viele heimkehrende Bienen auf die falsche Seite und sind erst recht stechlustig ... am besten schon beim Aufstellen der Beuten mit anbringen.


    Gruß,
    Anderl

    Hi Sam,


    ich kann Dir "Die Geschichte eines Biens" von Marie Steinbecker empfehlen (ISBN-13: 9783923474035). Es ist wirklich schön geschrieben und hat viele handgemalte Bilder.


    Gruß,
    Anderl

    Sabi(e)ne, über die Schäden die durch PSM und Gifte hervorgerufen werden, brauchen wir doch nicht mehr zu diskutieren - die sind hier jedem klar und kaum jemand bestreitet das noch.


    Aber dass die maßgeblich daran beteiligt sind, dass die Bienen nicht auf eine wohlmöglich existente Weitergabe von "genetisch erlenten" Informationen zurückgreifen können, daran glaube ich nicht. Klar: Fördern tun sie das ganze bestimmt nicht.


    Warum Bienen in einer halbwegs heilen Natur eventuell eher varroaresistent werden? Na ist doch logisch: Es gibt (fast) keine wilden Bienenvölker mehr, wenn der nächste Imker (nämlich der, der in zivilisierten Gebieten wohnt) Kilometer weit weg ist, vermischen sich die Genpoole nicht, und es können sich eigene, neue Gene entwickeln.

    Hey Sabi(e)ne,
    gerade heute kam im WDR Fernsehen Quarks und Co. zum Thema Genetik. Da wurde bestätigt, dass Wissenschaftler davon ausgehen dass Gene auch durch Erlebtes und Erfahrungen verändert werden.


    Als Beispiel wurden Schwangere aus Holland genannt, die aufgrund von Nahrungsmangel in Kriegszeiten stark unterernährte Kinder zur Welt brachten. Diese Kinder zeigten als Erwachsene eine Vielzahl von Krankheiten - interessant wird jetzt, dass die nächste Generation (also die Enkel der hungernden Generation) gleiche Krankheiten zeigten wie die Generation, die unterernährt zur Welt kam, also wie ihre Eltern. Selbst dann, wenn sie als Kind und während der Schwangerschaft gut ernährt wurden.


    Es wird vermutet, dass sich nicht die Gen-Ketten durch äussere Umstände verändern, sondern der Körper in bestimmten Situationen so genannte Blocker (Methyle, wenn ich mich richtig erinnere) auf den Ketten wie Schalter umlegt: Diese Blocker verhindern dann das Ablesen der Gen-Ketten und bestimmte Eiweiße werden nicht gebildet.


    Spannend, oder?