Beiträge von honigmaul

    Weiteres zum Thema "Futterabriss"!

    In der Literatur wird angepriesen, dass starke Rähmchenoberträger verwendet werden sollten.

    Folgende Rechnung:
    19 mm Oberträger,
    8 mm Bienenabstand
    10 mm Unterträger

    Daraus ergibt sich zwischen den Futterwaben ein Gesamtabstand von 37 mm. Mich wundert es nicht, dass es da zu einem Futterabriss kommt.

    Ich verwende Zanderrähmchen mit 10 mm starken Ober- und Unterträgern. Die Ober- und Unterträger sind noch etwas abgeschrägt, und werden dadurch von den Bienen besser überbaut. Die Waben sind in Kaltbaustellung. Ich habe noch nie ein Volk durch Futterabriss verloren.

    MfG
    Honigmaul!

    Hallo Bienenfreund!

    Du hast alles richtig gemacht. Meiner Meinung nach ist das Einengen zu keiner Jahreszeit sinnvoll, auch nicht im Frühjahr. Es ist in der Natur des Bienenvolkes, dass es sich bei Kälte zusammen zieht und bei Wärme lockerer sitzt. Es werden auch keine Waben verschimmeln, wenn die Völker über einem offenen Gitterboden sitzen. Die obenliegenden Futterwaben werden im Frühling dringend gebraucht. Dies ist die Vorausstetzung für eine zügige Entwicklung. Eine Zweiraumüberwinterung ist auch bei kleineren Völkern sinnvoll. Durch die Einfütterung wird die Brut nicht eingeengt. Der "Zerrweg" ist länger.


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreund!

    Was heißt 10 - 15 Milben gezählt? War das der tägliche Abfall, oder war das der Gesamtabfall nach der Behandlung. Beim täglichem Abfall wäre das um die Zeit sehr viel, bei solchem Gesamtabfall besteht der Verdacht, dass die Behandlung nicht gewirkt hat. Oder waren die Bienen vor der letzten Behandlung schon so geschädigt, dass die letzte Behandlung nichts mehr retten konnte.

    Ich bin mir aber auch sicher, dass es sich um das typische Schadbild der Varroose handelt.

    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreund!

    Ich praktiziere diese Art der Vermehrung schon seit Jahren mit bestem Erfolg.

    Bei der Erstellung der Sammelbrutableger gehe ich insofern abweichend vor, da ich abgekehrte Brutwaben über Absperrgitter einem Volk aufsetze und mir daher das Suchen nach Königinnen erspare. Am nächsten Tag wird der Sammelbrutableger auf meinen 2. Bienenstand (außerhalb des Flugkreises) verstellt.

    Weiters wird angeführt, dass das ganze Verfahren sehr bald im Frühjahr durchgeführt werden muss. Um eine überwinterungsfähiges Volk zu erlangen, muss der Volkstärke angepasst gefüttert werden. Dies wird meinerseits auch als Nachteil empfunden. Laut meinen Schätzungen wird auf diese Weise mindestens 15 kg Zucker verbrütet. Wenn man bei der Fütterung nicht übertreibt, kann man nicht viel falsch machen, da das nicht verbrütete Zuckerwasser als Winterfutter eingelagert wird.

    Man kann sich also entscheiden:

    Teilt man den Sammelbrutableger in viele kleine Völkchen auf, hat man eine starke Vermehrung, muss aber auch erheblich zufüttern.

    Teilt man einen solchen Sammelbrutableger nur in etwa 3 Völkchen auf, hat man dadurch nur eine geringer Vermehrung, muss aber erheblich weniger zufüttern. Die Völkchen sind sozusagen Selbstversorger und müssen nur unbedeutend gefüttert werden.

    Den Jungvölkern tut es überhaupt gut, wenn man mit der Einfütterung sehr früh beginnt.

    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!

    Ich habe dieses Jahr einen Versuch durchgeführt, sozusagen „Checkerboarding light“. Da nicht ausreichend Futterwaben vorhanden waren, habe ich meine, auf 2 x mit 9 Rähmchen überwinterten Zandervölkern, nur soweit gecheckert, bis ich auf Bruträhmchen gestoßen bin. Das heißt, war in der 2. Zarge Brut vorhanden, so wurde neben die äußersten Brutwaben eine Leerwabe gestellt und abschließend abwechselnd mit Futter- und Leerwaben aufgefüllt. Sollten für das 3. Magazin noch ausreichend Futterwaben vorhanden gewesen sein, so wurde normal gecheckert. Als Randwabe wurde im 3. Magazin immer eine Leerwabe gegeben.

    Grundsätzlich bin ich vom Checkerboarding voll begeistert. Ich hatte dieses Jahr erstmals keinen Schwarm und ohne Wanderung einen Stockdurchschnitt von ca 58 kg Honig, hauptsächlich Waldhonig. Das ist für unsere Gegend eine äußerst gute Honigleistung. Angemerkt muss werden, dass bei uns überhaupt ein sehr gutes und schwarmarmes Bienenjahr war. Als Nachteil muss angeführt werden, dass man sehr viel Zargen und Rähmchen benötigt.

    Checkerboarding erscheint mir zu meiner bisherigen Betriebsweise (ohne Absperrgitter, Standbegattung, Schleuderung am Ende der Saison) eine sinnvolle und arbeitssparende Ergänzung zu sein. Ich erwarte mir vom Checkerboarding keine Riesenerträge, bin schon zufrieden, wenn die lästigen Schwarmkontrollen entfallen. Die viel gepriesenen 7-tägigen Schwarmkontrollen sind mit viel Aufwand durchzuführen. Mit der Kontrolle selbst ist es auch wieder nicht getan. Muss ein Zwischenableger gemacht werden, leidet die Sammelmotivation erheblich. Zellenbrechen hat auch seine Tücken. Weiters kann es passieren, dass das Wetter nicht passt, oder es herrscht Schönwetter und man hat keine Zeit.

    Die im Script beschriebene Aufbauphase war tatsächlich zu beobachten. Ende April !! konnte ein starker Besatz bei der Fichte und Tanne festgestellt werden, eine Zunahme bei der Stockwaage blieb aber aus.


    Mfg
    Bienenmaul

    Hallo Bienenfreunde!

    Von der OS-Begasung um diese Jahreszeit muss ich abraten. Auch wenn zur Zeit wenig Brut sein sollte, so kann jederzeit noch Brut angelegt werden. Sollten nur wenige Brutzellen während der Begasung verdeckelt sein, so werden dort relativ viele Milben verschont bleiben. Weiters ist damit zu rechnen, dass nach der Begasung Milben eingetragen werden und die Milben im Frühjahr mit einer erhöhten Population starten.

    Meiner Meinung nach sollte die Begasung Ende November oder im Dezember durchgeführt werden. Im Jänner könnte es schon wieder sein, dass Zellen verdeckelt sind.

    Laut meiner Erfahrung spielt das Wetter bei der Begasung nur eine untergeordnete Rolle. Ab +5° aufwärts ist eine Begasung gut durchführbar. Mit einer durchgehenden Kälte Ende Nov. und im Dez. ist nicht zu rechnen.

    MfG
    Honigmaul

    Hallo Martin S!

    Es ist nicht so entscheiden, wie am behandelt, vorausgesetzt die Behandlung wirkt, es ist aber schon entscheidend wann und wie oft man behandelt. Eine Behandlung hat keinen Sinn, wenn man zu spät ist und schon lauter geschädigte Bienen vorhanden sind. Geschädigte Bienen können keine ordentliche Brutpflege betreiben.
    Es macht auch keinen Sinn, wenn man nur einmal behandelt und nachher Milbeneintrag im großen Stiel herrscht. Es entstehen wieder keine ordentlichen Winterbienen.


    MfG
    Honigmaul

    Liebe Bienenfreunde!

    Man sollte sich auf den natürlichen Abfall nicht verlassen. Es werden einfach zu viele abgefallene Milben geräubert. Bei einem starken Abfall, vermutlich auch während einer Behandlung wird dies nicht so stark ins Gewicht fallen. Der festgestellte Milbenabfall ist nur aussagekräftig, wenn sicher keine Milben geräubert werden, und das ist nur während des Winters.

    Zur Wirksamkeit der AS:

    Sollte nach einer Behandlung überhaupt keine ausgeräumte Brut gefunden werden, so ist betreffend Wirksamkeit Vorsicht angebracht.

    Meiner Meinung nach sollten unabhängig vom Varroaabfall mehrere AS-Kurzzeitbehandlungen über den Zeitraum verteilt durchgeführt werden. So ist man auf der sicheren Seite. Eine Restentmilbung sollte jedenfalls auch durchgeführt werden, unabhängig vom natürlichen Abfall.

    MfG
    Honigmaul

    Liebe Bienenfreunde!

    AS-Behandlung alles schön und gut, aber wann waren die Behandlungen und wie haben sie gewirkt.

    Es nützt nichts wenn ordnungsgemäß behandelt wird, aber viel zu spät. Da lässt sich nichts mehr retten.

    Wenn um den 20. Juli herum die 1. Behandlung, die 2. und 3. Behandlung im richtigen Abstand auch durchgeführt worden wäre und diese Behandlungen (bei Schwammtuch oder Mot) einigermaßen gewirkt hätte, könnten um diese Zeit keine Völkerzusammenbrüche stattfinden.

    Die notwendige Restentmilbung mit OS ist schon angesprochen worden, aber nicht in Panik verfallen und zu früh, auch nicht zu spät behandeln. Es muss unbedingt Brutfreiheit herrschen. Bei uns ist dies mit relativer Sicherheit Ende November bis Ende Dezember. Im Jänner wird schon wieder gebrütet, wenn es sein will.

    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreund!

    Das Problem dürfte sich nächstes Jahr von selbst lösen, wenn sich die Rassen bei stiller Umweiselung oder sonstiger Standbegattung vermischen. Es ist nur zu hoffen, dass die Verteidigungsbereitschaft nicht ins andere Extrem umschlägt.

    Mfg
    Honigmaul

    hallo,
    funktioniert das auch mit den kleineren Heizspiralen für Honigsiebe?
    Der Melitherm lohnt sich vom Anschaffungspreis her nicht für mich, und die 150 Euro für die Heizspirale, auch zum Auftauen von Honig würde ja grad so gehen...

    hunsrücker biene




    Ich habe es noch nie ausprobiert. Müsste aber auch einen gewisse Wirkung haben.

    Vor einiger Zeit habe ich im Internet einmal einen Beitrag gesehen, glaublich in Verbindung mit einem Gerät der Fa. Alfranseder, da wurde der Honig langsam durch ein rotierendes Sieb gelassen und zugleich warme Luft eingeblasen. Dadurch sollte auch dem Honig Wasser entzogen werden. In der Ausgabe 6 der ADIZ müsste auch ein Beitrag abgedruckt sein.

    Weiters ist mir noch der folgende Link bekannt:

    http://www.bienen.de/index.php?filedownload=news.beitraege.beitraege5.upload.pdf&name=Flyer_Honigtrockner_deutsch_2007_04_13.pdf&ctype=application/pdf


    MfG
    Honigmaul



    Ein- oder zweimal durch den Melitherm und jedesmal 1 %-Punkt weniger Wassergehalt?
    Ich habe da noch so einen Satz im Hinterkopf, man darf dem Honig nichts hinzufügen oder wegnehmen...

    Lothar




    Hallo Bienenfreunde!

    Es ist wirklich Pech, wenn sich bei der Melithermbehandlung etwas Wasser verflüchtigt. Es ist ja auch gar nicht beabsichtigt, aber in der Honigverordnung steht ja nichts, dass man den Honig nicht sieben (vermeide das Wort filtern) darf. Vielleicht wird er beim doppelten Sieben noch makelloser?

    Bin der Meinung, dass man die Honigverordnung diesbezüglich nicht so streng auslegen sollte. Außerdem ist ja nur beabsichtigt, dass man das Wasser entzieht, das nach der Ernte vom hygroskopischen Honig angezogen worden ist. Wie schon angedeutet, nichts hinzufügen...

    MfG
    Honigmaul



    Hallo Bienenfreund!

    Dein vorgeschlagenes Konzept (kleine Zellen, enger Wabenabstand, Elgonbiene) erscheint mir kurzfristig nicht zukunftsorientiert. Es gibt vermutlich in ganz Deutschland nur eine Handvoll Imker die diese Betriebsweise ohne Varroaverluste beherrschen.

    Laut deinem öffentlichen Profil bist du erst seit Mai 2007 Imker.

    Bei einem Neueinstieg erscheinen mir folgende Punkte sehr wichtig.

    1. Die Völkervermehrung muss in Fleisch und Blut übergehen. Es kann nicht sein, dass man nach diversen Fehlversuchen immer wieder Völker zukaufen muss. Ohne weiteres kann man aus einem Volk mindestens 10 überwinterungsfähige Völker erstellen.

    2. Für einen Anfänger erscheint es mir auch wichtig, dass er die Varroabehandlung so schnell wie möglich beherrscht. Aber nur rückstandsfreie Bekämpfungsmittel verwenden.

    Ist das Fachwissen und die Praxisreife so weit fortgeschritten, dass Völkervermehrung gepaart mit Varroabekämpfung einen sicheren Bienenbestand ergeben, so kann meiner Meinung nach mit Experimenten begonnen werden.

    Langfristig gesehen ist der oben beschriebene Weg sicherlich anstrebenswert. Er dürfte aber steinig und schwer werden. Vorerst würde ich von diesem Weg aber abraten.

    MfG

    Honigmaul