Beiträge von honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!

    Ich kann meinen früheren Beitrag nur immer wieder wiederholen.

    Offensichtlich ist der Irrglaube stark verbreitet, dass die tatsächliche Milbenzahl über die Windeleinlage festgestellt werden kann. Sobald Ameisen und andere Raubinsekten vorhanden sind, wird in der warmen Jahreszeit der gezählte Abfall uninteressant.
    Ich habe an einem kalten Tag auf der geschützten Windeleinlage (nach einer Behandlung) einige hundert Milben gesehen. Auf der gleichen Einlage war am nächsten Tag (sonniger Tag) keine einzige Milbe mehr zu sehen.


    Man kann die tatsächliche Milbenbelastung mit der Feststellung des natürlichen Abfalles nicht ermitteln. Fallen viele Milben ab, so sind auch sicherlich viele Milben im Volk. Fallen wenige Milben ab, so ist es aber nicht sicher, dass tatsächlich wenige Milben im Volk sind.

    Bitte im Sommer nicht auf den natürlichen Milbenabfall verlassen.

    MfG

    Honigmaul

    Hallo Gerd !

    Meine Frage ist nur, wie wurde die Höhe des Milbenbefalles festgestellt? Denn nach einer OS-Behandlung dauert der Milbenabfall laut Dr. Liebig sehr lange an, wodurch man nicht mehr feststellen kann, ob es sich um einen natürlichen Abfall oder um eine behandlungsbedingten Abfall handelt. Ist die Anzahl der gesamten abgefallenen Milben bekannt, würde mich interessieren.

    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreund!

    Ich würde das Volk dem Schicksal überlassen. Es lässt sich da um diese Zeit nicht viel retten. Sollte das Schwache Volk das Frühjahr überleben, ca im März über Absperrgitter einem überstarken Volk aufsetzen(laut Anweisung von Dr. Liebig). Bienen vom starken Volk wandern zum schwachen Volk und bringen das Brutgeschehen in Gang. Nach ca drei Wochen wieder trennen und auf dem Platz des überstarken Volkes aufstellen. Dadurch erhält das schwache Volk nochmals eine erhebliche Anzahl von Flugbienen.

    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreund!


    Wie schaut es bei den Völkern die oben sitzen mit dem Futter aus? Laut meinen Erfahrungen haben die Völker ober ihrem Sitz schon noch einen Futterkranz. Haben sich die Bienen bereits bis obenhin durchgefressen? Reicht das Futter schon noch bis April? Der Futterverbrauch geht erst so richtig los.


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreund!

    Bitte verlass die in der warmen Jahreszeit nicht auf den natürlichen Milbenfall, da können Ameisen und andere Raubinsekten schneller sein als du mit dem Zählen. Ich lese im Forum immer wieder, dass bei einem "geringen Milbenfall" die Völker an der Varroa eingegangen sind. Der natürliche Milbenfall während der kalten Jahreszeit ist aber sicher aussagekräftig, wenn der offene Gitterboden nicht durch tote Bienen verdeckt ist.

    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreund!

    Der gezählte Abfall ist eher als niedrig anzusehen, vorausgesetzt die Behandlung hat ordnungsgemäß gewirkt und die Völker sind brutfrei. Die große Streuung ist typisch für die Varroa. Der Grund der Streuung ist mir nicht bekannt.

    Wenn die Völker auch eine ausreichende Volksstärke aufweisen, dürfte der nächsten Bienensaison nichts mehr im Wege stehen.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!

    Eines der interessantesten Themen überhaupt, aber meiner Meinung nach wird beim Punkt Reinvasion von völlig falschen Tatsachen aus gegangen. Es dürfte überhaupt keine Rolle spielen, ob die örtlich organisierten Imker zur gleichen Zeit behandeln oder nicht. Eine zwangsweise "Gleichbehandlung" trifft nur die organisierten Imker. Was ist mit den "heimlichen" Bienenhaltern? Aber auch die spielen sicher keine maßgebende Rolle.

    Was ist mit den unzähligen Schwärmen die jedes Jahr davonfliegen und keiner weiß wo sie hinkommen. Ein erheblicher Teil wird im Laufe des Jahres eingehen und seine Milben abgeben. Ein weiterer Teil wird den Winter überleben und im nächsten Jahr erst recht seine Milben abgeben, sozusagen eine kleine Atombombe. Jetzt werden mache sagen wo sollten die Schwärme denn sein, ich sehe keinen frei lebenden Schwarm. Ein Schwarm findet immer einen Platz. Es verhält sich genau so wie in einem Wespenjahr. Tausende Wespen sind flächendeckend unterwegs und wer weiß wirklich wo die Nester sind. Von den paar Wespennestern im Dachboden oder dem ein- oder anderen Erdwespennest können wohl die tausenden Wespen nicht sein. Die Nester sind sicher da, aber nur wenige werden entdeckt.

    Zum Beitrag von Michael2 (Nr.52) 10000 Milben im Drohnenvolk. Da muss wohl bereits im Vorjahr etwas schief gegangen sein.

    Offensichtlich ist der Irrglaube stark verbreitet, dass die tatsächliche Milbenzahl über die Windeleinlage festgestellt werden kann. Sobald Ameisen und andere Raubinsekten vorhanden sind, wird in der warmen Jahreszeit der gezählte Abfall uninteressant. Ich habe an einem kalten Tag auf der Windeleinlage (nach einer Behandlung) einige hundert Milben gesehen. Auf der gleichen Einlage war am nächsten Tag (sonniger Tag) keine einzige Milbe mehr gesehen.

    Wenn man zu den "Behandlern" gehört, dann gibt es bei Verwendung von AS nur ein funktionierendes System: früh und wiederholt behandeln und als Abschluss eine Winterbehandlung. Da kann ich dem Beitrag von Henry (Nr. 5) nichts mehr hinzufügen und allen nur empfehlen diesen durchzulesen und auch durchzudenken.


    Mit freundlichen Grüßen

    Honigmaul

    Hallo Honigmaul,

    wir das 'Nassenheider Rähmchen' ausgebaut oder eingebaut (eingemauert)? Ich habe solche Rähmchen noch nicht gesehen, kann dazu nix sagen. - Du meinst also, die Säuren seien nicht so tragisch. Hab ich abgespeichert. Vielleicht hast du ja recht. Mach noch'n bisschen Überzeugungsarbeit bitte!

    joachim



    Hallo Bienenfreund!

    Ich behandelte ca 10 Jahre mit dem Nassenheider-Verdunster gegen die Varroa und habe eigentlich sehr gute Erfahrungen gemacht, ausser dass man im Volk herumwühlen muss. Zur Zeit verwende ich die MOT-Variante und bin sehr zufrieden.

    Zu der Annahme, dass die Bienen die AS (bei richtiger Dosierung) gut vertragen und auch nicht sonderlich beeinträchtigt werden, bin ich gekommen, da ich immer wieder im Nassenheider-Rähmchen Wabenzungen gefunden habe. Ich habe leider keine eigenen Bilder. Aber beim folgenden Link ist ein solches Bild zu sehen.

    http://images.google.at/imgres?imgurl=http://www.biohonigbonn.de/Gesundheit/Nassheider.jpg&imgrefurl=http://www.biohonigbonn.de/Gesundheit/gesundheit.html&h=149&w=160&sz=29&hl=de&start=15&tbnid=8qYh7g_1zVgQ5M:&tbnh=91&tbnw=98&prev=/images%3Fq%3Dnassenheider%26gbv%3D2%26ndsp%3D20%26svnum%3D10%26hl%3Dde%26safe%3Doff%26sa%3DN

    In diesem Zusammenhang habe ich auch den Film "Behandlung mit Puderzucker"

    http://home.arcor.de/simon.hummel/

    sehr interessant gefunden (m.E. eine der besten Bienenseiten). Offensichtlich stellt Puderzucker für die Bienen kein so harmloses Mittel dar.

    MfG
    Honigmaul


    Das Doppelschwarmverfahren zeichnet sich gegenüber dem Fangwabenverfahren dadurch aus, dass es nicht auf Fangwaben angewiesen ist. Dies ist ein erheblicher Vorteil, denn viele Imker berichten vom häufigen Scheitern des Fangwabenverfahrens aufgrund der Tatsache, dass die Drohnenwaben allzuhäufig nicht bestiftet werden. ...



    Hallo Bienenfreunde!

    Ich hätte da eine Frage, ist Fangwabenverfahren und Bannwabenverfahren das gleiche?

    Ich habe mir eine Imkerei in Salzburg angeschaut. Dort wurde das Bannwabenverfahren angewandt. Soweit ich mich noch erinnern kann, wurde die Königin im 7-Tage Rhythmus auf eine Wabe (keine Drohnenwabe) gesperrt. Nach 3-maliger Wiederholung wurden die verdeckelten Waben samt Varroen entnommen und vernichtet. Dieses Verfahren hat angeblich gut funktioniert.

    Welchen Vorteil sollte das neu vorgestellte Fangwabenverfahren gegenüber dem beschriebenen und angeblich bewährten Bannwabenverfahren haben?

    Der Arbeitsaufwand dürfte nach dem Suchen der Königin eher gering sein. Sie muss nur noch 2-mal auf eine andere Wabe verfrachte werden und die verdeckelten Brutwaben müssen zum richtigen Zeitpunkt entnommen werden. Als weiteren Vorteil sehe ich, dass das Bannwabenverfahren nach der Sommertracht angewandt werden kann (bei Waldtracht ist es angeblich nicht durchführbar).

    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreund!

    Das Doppelschwarmverfahren greift stark in die Volksharmonie ein. Eine Säurebehandlung ist sicher auch ein starker Eingriff. Wir können leider nicht feststellen, für welchen Eingriff sich die Bienen selbst entscheiden würden. Säurebehandlung hört sich sehr wild an. Aber wenn ich mir anschaue, dass das Nassenheider-Rähmchen während der Behandlung teilweise ausgebaut werden kann, so kann ich mir vorstellen, dass zumindest die Baubienen von der Säurebehandlung nicht sehr beeindruckt sind. Auffallend ist, dass in der Natur die "Gifte" nicht auf alle Tiere gleich wirken. Der Wurm stirbt ja auch nicht, wenn er an einem giftigen Pilz frisst. So dermaßen schrecklich dürfte eine Säurebehandlung offensichtlich nicht sein, wenn während der Behandlung gebaut und gebrütet wird.

    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreund!

    Nur nichts überstürzen. Eine Behandlung beim Vorhandensein von verdeckelter Brut ist sinnlos. Da ist es gleich besser nicht zu behandeln. Einfach ruhig bleiben und auf Ende November oder Dezember warten. Ein Zuwarten auf den Jänner ist aber auch nicht sinnvoll, da könnte schon wieder verdeckelte Brut vorhanden sein.


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!

    Ich beschäftige mich schon länger mit dem Selbstbau von Bienenstockwaagen. Beim Umbau einer Personenwaage auf eine Stockwaage konnte ich das Problem der "Nullstellung" lösen. Anfangs waren Messungen tadellos möglich. Nach längerer Dauerbelastung stellte sich die Schwierigkeit, dass die Messfüße erlahmten und eine Messung unmöglich wurde.

    Meine Frage, ist jemanden bekannt, welche Messfühler bei Profiwaagen verwendet werden? Bei Conrad und Reichelt sind Messfühler - Messstreifen erhältlich. Könnten diese geeignet sein, welche?

    Vermutlich muss ein Messverstärker verwendet werden.

    Hat jemand ein fertiges Konzept in der Schublade und ist auch bereit dies weiter zu geben.


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreund!

    Sicherer in bezug auf Brutfreiheit ist sicher der Monat Dezember. Beim OS träufeln ist man vom Wetter auch nicht so abhängig, da die OS laut Dr. Liebig um so besser funktioniert um so dichter die Bienen beisammen sitzen, da es sich um ein "Kontaktgift" handelt. Darum ist sicher der Dezember besser.

    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreund

    Mir ist zwar nicht klar, was "Dampfwachsschmelzer im Dadantmaß" bedeuten soll.

    Ich habe mir aus einem 200 Liter Milchtank einen Dampfwachsschmelzer gebaut, indem ich die untere Isolierung entfernt habe und einen Gitterrost angefertigt habe. Dieser Wachsschmelzer wird am besten im Freien beheizt. Mit ein paar Ziegeln errichte ich eine Feuerstelle, stelle den Dampfwachsschmelzer drauf und los gehts.

    Zum Betrieb wird Wasser eingefüllt, der Rost eingelegt und die Waben hineingestellt. Das Wasser wird zum Kochen gebracht. Nach kurzer Zeit sind die Waben ausgeschmolzen und können getauscht werden. Nach mehreren solchen Durchgängen muss das obenauf schwimmende Wachs abgeschöpft werden da es, wenn die schwimmende Schicht zu dick wird, zu "blubbern" anfängt und durch die Gegend spritzt. Wenn alles ausgeschmolzen ist, wird das abgeschöpfte Wachs zurückgegeben und man wartet einen Tag bis alles ausgekühlt ist. Der Wachskuchen kann entnommen und mit einem scharfen Wasserstrahl gereinigt werden.

    Noch ein Tipp:
    Als besonder gut hat sich bewährt, die Waben einige Tage vorher mit Wasser einzuweichen.

    1. Die Pollenablagerungen und Honigreste werden aufgeweicht größtenteils ausgewaschen.

    2. Die Puppenhäutchen saugen sich mit Wasser voll und können beim Schmelzvorgang kein Wachs aufnehmen, wodurch die Ausbeute erhöht wird.

    Das Einweichen der Waben ist aber gar nicht so einfach, da die Waben schwimmen und daher vorher beschwert werden müssen. Der Bottich darf nicht bis obenhin mit Wasser befüllt werden, da nach einigen Tagen ein Gärprozess entsteht und sich die "Luftblasen" in den Zellen ausdehnen, wodurch das Wasser überlaufen kann.

    MfG
    Honigmaul