Beiträge von honigmaul

    Hallo Fussel3!


    Ich habe zwar keine solche Vorrichtung, aber so weit ich weiß sind da als Antriebsriemen runde Gummiringe eingesetzt. Besorge dir ein paar passende O-Ringe und die Bohrvorrichtung müsste wieder funktionieren.


    MfG
    Honigmaul

    Zitat

    Woher kommen auf einmal die vielen Milben?



    Hallo Keilerdackel!



    Man könnte sagen die kommen von der Blockbehandlung.


    Man darf die Dauer des Milbenfalles nicht mit der Dauer der Wirkung verwechseln. Bei der Blockbehandlung gelingt es so manchen Milben immer wieder zwischen den Behandlungen erfolgreich in die Brut einzudringen. Erwachsene Milbenweibchen brauchen auch keinen Reifungsfraß, die schlüpfen mit der Jungbiene und dringen umgehend in die nächste Zelle ein.


    Das Thema Blockbehandlung hatten wir schon ein paar Mal:


    https://www.imkerforum.de/showthread.php?t=53101&p=521310#post521310



    MfG


    Honigmaul

    Zitat

    Bei mir wandert nix - sitzen dort, wo sie im August ihr Brutnest hatten. Da gibts ausreichend Leerzellen. Meine bisherige Beobachtung ist, dass sie exakt dort noch im Februar / März sitzen und das neue BN exakt dort wieder anlegen.


    beemax


    Du wirst wohl nicht ernstlich behaupten wollen, dass die Bienen freiwillig vom Futter abreißen und den ganzen Winter über auf dem gleichen Fleck sitzen bleiben. Ganze Betriebsweisen basieren darauf, dass im Frühjahr die unterste Zarge bienenleer ist und somit ausgetauscht werden kann.



    Zitat

    Und wie untermauerst Du diese Behauptung ?


    X-fach selbst über Jahre beobachtet.



    Zitat

    Brauchbar sind aber nur Fakten.
    Und die sind: Die Bienen heizen ihre Traube tatsächlich nur vorübergehend auf und kühlen dann für längere Zeit wieder ab. Sie halten also keineswegs die hohen Temperaturen durchgehend und in der gesamten Wintertraube aufrecht



    hornet
    Brauchbar sind nur Fakten, genau wie du sagt. Aber wie kommst du selbst zu den Fakten? Indem du ungeprüft die Prof. Tautz zitierst. Die oben zitierten "Fakten" stehen außerdem in keinem Widerspruch zu meiner Behauptung. Warum sollten die Bienen trotz Abkühlung nicht allmählich dem Futter nachwandern?.


    Ist dir eigentlich schon einmal aufgefallen, dass so manche Behauptungen nur von Prof. Tautz und von keinem anderen Wissenschaftler festgestellt worden sind. Ich denke da nur an die Feststellung, dass die Zelle anfangs in runder Form gebaut wird und dann von selbst die 6-eckige Form einnimmt. Hast du dir jüngsten Wildbau mit angefangenen Zellen schon einmal selbst genau angesehen. Meines Erachtens muss man mit den Behauptungen von Prof. Tautz etwas vorsichtig sein. Die von Prof. Tautz festgestellten Begleitbienen beim Hochzeitsflug der Königin hat außer ihm auch noch niemand festgestellt.


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Newbees!


    Es ist genau so wie es um diese Jahreszeit sein sollte. Ob die Bienen tatsächlich alle 2 oder 3 Tage aufheizen und dann Futter umtragen bezweifle ich. Ich behaupte mal, dass sie dem Futter nachwandern und so dadurch allmählich in die obere Zarge gelangen.


    Im Frühjahr, wenn die Bienen wieder ein Brutnest angelegt haben, dann kommt die kritische Zeit, denn um diese Zeit können sie nicht einfach dem Futter nachwandern, da müssen sie tatsächlich Futter umtragen, vorausgesetzt die Temperaturen lassen das zu. Dazu kann der Imker aber auch nichts beitragen.


    MfG


    Honigmaul

    Zitat

    Was mich ein wenig irritiert - das Rähmchen bauen und Mittelwände einlöten wird oft als Winterarbeit bezeichnet. Aber wenn man das bei 30 Grad machen soll bedeutet das ja Hochsommer.


    Hallo NBKR!


    Wenn die Mittelwände im warmen Zustand eingelötet wurden, dann passt das schon. Der Sinn davon ist, dass sich die Mittelwände im Volk nicht durch die Stockwärme übermäßig ausdehnen und verwellen.


    Die Lagerung in leeren Beuten ist in Ordnung. Man denke nur an Berufsimker, die können auch nicht ihre tausenden Mittelwände im Sommer während der Arbeitsspitzen einlöten.


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Derjan!


    Werfe die Dinger einfach in den Hausmüll, die sind durch moderne Verdunster längstens überholt worden.


    Der große Nachteil ist, dass man nie sagen kann, ob zu wenig oder zu viel Säure verdunstet. Bei einem Nassenheider-Verdunster oder bei einem Liebig-Verdunster genügt ein Blick und man sieht, wie viel Säure zwischenzeitlich verdunstet ist.


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Widder!


    Solche oder so ähnliche Verfahren gibt es wie Sand am Meer. Da gibt es sogar spezielle Vorrichtungen, wo mit einem Schied ein weiselloser Volksteil erzeugt wird, usw. Diese Verfahren nennen sich meistens so ähnlich wie "Zucht im schnell entweiselten Volk".


    Ein solches Verfahren hat den Nachteil, dass es nach dem Anbrüten der Zellen nicht abgetan ist. Einen Tag später wird ein Pflegevolk benötigt, dann nach weiteren 9 oder 10 Tagen werden Bienen und Waben für die Ableger benötigt. Das stellt laufend einen Arbeitsaufwand dar und ist für einen Kleinimker, der ein paar Königinnen braucht nicht recht praktikabel.


    Königinnenzucht in einem Sammelbrutableger hat meines Erachtens für den Kleinimker mehrere Vorteile. Die Arbeitsabläufe sind recht überschaubar. Vergleiche bei deinen Überlegungen die "Völkervermehrung in 4 Schritten" nach Dr. Liebig.


    http://www.immelieb.de/?page_id=299


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Sonnenblume!


    Meine sind ganzjährig offen. Nur für die Diagnose und während der AS-Behandlung werden sie eingeschoben.


    Vor etwa 15 Jahren wie ich von geschlossen auf offenen Boden umgestellt habe, habe ich die Hälfte der Völker anders geführt. Ich konnte bezüglich Entwicklung und Futterverbrauch überhaupt keinen Unterschied feststellen. Bei den Völkern mit offenem Boden waren jedoch die Randwaben wesentlich schöner und weitestgehend schimmelfrei.


    Wenn man sich die neueren Forschungsergebnisse ansieht, z.B. von Tautz, dann ist diese Erkenntnis auch vollkommen klar. Die Bienen dichten die Wabengassen so gut es geht ab und heizen nur den Wintersitz und nicht die Beute.


    Varroatechnisch ist ein frühes Brutende und ein später Brutanfang von Vorteil. Das würde wieder für einen offenen Boden sprechen, aber ob da wirklich ein Unterschied eintritt ist nicht sicher.


    Den Wärmehaushalt des Bienenvolkes darf man sich nicht all zu menschlich vorstellen. Menschliche Vorstellungskraft führt da schnell in die Irre, man denke nur daran, dass es im Bienenvolk total dunkel ist, keine Organisation erkennbar und massenweise Bienen auf engsten Raum vorhanden sind und trotzdem funktioniert das System.



    MfG


    Honigmaul

    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=13637&p=147210#post147210


    Hallo Silicium!


    Dieses Thema hatte wir schon ein paar mal.


    Ich bin seit 1991 Imker und habe bisher keine einzige Zarge wegen Fäulnis wegwerfen müssen. Meine Zargen sind aus Fichtenholz, mit D3 Leim geleimt und geschraubt. Die äußere Oberfläche ist mit pestizidfreiem Holzschutzmittel gestrichen, aber wie im Link angeführt hat das überhaupt nichts mit der Haltbarkeit zu tun.


    Irgendwo im Netz habe ich einmal ein Foto gesehen, da ist durch eine weggeworfene Zarge ein riesen Baum durchgewachsen, soviel zur Lebensdauer und diese Zarge war sicher nicht vor Nässe und gegen Bodenbakterien geschützt.


    Eine konstruktiv geschützte Zarge überlebt den Imker um Jahre.


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Hat einen klassischen "Varroaschwarm" schon jemals jemand gesehen. Ich halte das für ein Märchen.


    Nach meiner Vorstellung fliegen die geschädigten und kurzlebigen Bienen noch bevor sie im Stock sterben, aus und verenden unter freiem Himmel. Das Rad dreht sich dann immer schneller. Die varroageschädigten Bienen werden immer mehr, die gesunden immer weniger. Wenn dann die Virusschäden noch dazu kommen, ist das Ende des Volkes besiegelt.



    MfG


    Honigmaul

    Zitat

    Sind bei AS in den ersten 24h z.B. 400 Milben gefallen, sind in den Folgetagen deutlich weniger gefallen, z.B. 300 --> 200 usw.
    Bei der Ox-Verdampfung waren es eher 300 --> 300 --> 250



    Hallo Hamburger-Jung!


    Deine Beobachtung, dass bei der AS- Behandlung am Anfang wesentlich mehr Milben fallen als an den folgenden Tagen, lässt sich leicht erklären. Sobald die notwendige AS-Konzentration erreicht ist, werden die auf den Bienen aufsitzenden Milben abgetötet. In den Folgetagen fallen nur noch die Milben, die bis zum Schlupf überlebt haben und dann getötet werden, bzw. nur noch tot in den Brutzellen liegen.


    Bei erfolgreicher AS-Langzeitbehandlung werden die Milben in den Brutzellen abgetötet wodurch die Vermehrung unterbrochen wird und gegen Ende der Verdeckelungsdauer nur noch die toten Elternmilben zum Vorschein kommen.


    Bei der OS-Bedampfung werden nur die aufsitzenden Milben erreicht und da braucht man schon Glück, dass die nicht vor einer wirksamen Behandlung wieder in die Brutzellen eindringen und dort vor der OS geschützt sind.



    MfG


    Honigmaul

    Hallo Honigmaul.


    Da geht es aber hauptsächlich um beträufeln.
    Hier geht es um blockbehandlung bedampfen.


    Gruß Udo


    Die Grundproblematik bleibt gleich, da ist es egal ob die OS durch Beträufeln oder Bedampfen eingebracht wird. OS wirkt nur sehr kurz und auf die Brutmilben gar nicht. Leider wird immer wieder der anhaltende Milbenfall mit der anhaltenden Wirkung verwechselt.


    Es wäre zu schön um wahr zu sein. Wenn die Wirkung wirklich 4 Tage oder länger anhalten würde, dann müsste man nur 3 mal bedampfen und das Volk wäre milbenfrei. Allein aus der Tatsache, dass es nicht so ist, ist schon zu erkennen, dass die Wirkung eben nicht 4 Tage anhält.


    Jeder sollte mit seiner Behandlungsmethode glücklich werden, aber empfehlen würde ich eine Blockbehandlung niemals.



    MfG
    Honigmaul