Beiträge von honigmaul

    Hallo Beemax und Kruppi!


    Solche Terminprobleme könntet ihr in Zukunft ganz leicht lösen. Einfach am 8. oder 9. Tag alle Weiselzellen brechen und eine frische Brutwabe einhängen. Dann hättet ihr theoretisch wieder 9 Tage Zeit zum Einhängen des Zuchtrahmens. Als weiteren Vorteil könnte man anführen, dass man weit mehr wetterunabhängig wird, denn es braucht nur eine einzige Wabe gezogen, abgeschüttelt und gegen den Zuchtrahmen ausgetauscht werden.


    Die Empfehlung den SBA über Absperrgitter auf einem Volk zu parken finde ich nicht so gut. Einerseits schließt es nicht aus, dass Weiselzellen angesetzt werden und diese vorzeitig schlüpfen, andererseits wandern die geschlüpften Bienen durch das Absperrgitter ab. Ungeklärt ist auch, ob die Bienen in diesem Fall überhaupt so langlebig werden wie in einem weisellosen Volk.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    In einer deutschen Bienenzeitung (DBJ oder ADIZ) habe ich vor längerer Zeit einmal gelesen, dass bereits gebrauchte Weiselnäpfchen nicht mehr verwendet werden sollten. Da geht es gar nicht um's Geld, sondern darum, dass die Näpfchen mit Pheromone behaftet sein könnten, die auf ältere Larven hinweisen und die Pflege der neuen Larven gestört werden könnte.


    Es ist auch nicht bekannt, warum die vorhergehende Larve ausgeräumt wurde.


    Ich bin der Meinung, dass sich eine Wiederverwendung nicht lohnt.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Ich kann das Konzept von Dr. Liebig, "Völkervermehrung in 4 Schritten" nur wärmstens empfehlen.


    http://www.immelieb.de/imker-praxis/volkervermehrung/


    Auf diese Weise kann man seinen Völkerbestand ohne ein Volk zu opfern und ohne besondere Einschnitte locker verdoppeln. Wichtig ist nur, dass frühzeitig im Frühjahr damit begonnen wird und dass die Ableger den Sommer über gut mit Futter versorgt werden. Weiter ist es wichtig, dass die Ableger nach dem Auslaufen der Brut und noch bevor die neue Brut verdeckelt ist, gegen die Varroa behandelt werden. Das hat den Zweck, dass nicht im Juli/August, wenn die anderen Völker zur Behandlung heran stehen, die Ableger behandelt werden müssen. Denn das würde die Entwicklung in der wichtigsten Zeit stören.


    " Völkervermehrung in 4 Schritten" kann man auch eine Nummer kleiner machen, das funktioniert mit 2 oder 3 Völkern genau so gut, da nimmt man eben eine 5 oder 6 Waben Ablegerkiste zur Zucht.


    Beim Erstellen des Sammelbrutablegers gehe ich etwas anders vor. Ich will mir das Suchen der Königinnen ersparen, mache die Brutwaben bienenfrei und setze sie einen Tag über Absperrgitter einem starken Volk auf. Auf diese Weise werden Bienen angesaugt und es kommt mit Sicherheit keine Königin dazu.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo AndreasH!


    Das ist ja genau, was ich sagen will, dass man jeden Überblick verliert sobald man Wachs oder Mittelwände zu kauft. Wachs lässt sich eben nicht so leicht qualitätsmäßig einordnen. Einerseits ist da die Zusammensetzung, die Art wie das Wachs behandelt worden ist, die gelösten Schadstoffe usw. die zu Problemen führen können. Daher sollte natürlich jeder Imker bestrebt sein, nur sein eigenes Wachs zu verwenden. Sobald der Imker das Heft einmal aus der Hand gegeben hat, könnten die Probleme anfangen. Da muss kein absichtlicher Betrug dahinter stehen.


    Ich kann jedem Imker nur raten, dass er danach trachtet, dass er so schnell wie möglich zum eigenen Wachskreislauf oder zur eigenen Wachsstrecke (wie von den Fachleuten empfohlen) kommt. Ein totaler Jungimker wird da seine Problem haben. Der muss seinem Imkerpaten noch ein paar Mittelwände abfechten. Aber nach kurzer Zeit sollte es funktionieren.



    Ein paar Tricks gibt es dazu:


    Unbedingt ein Nassschmelzverfahren anwenden bei der Wachsgewinnung.


    Bei Ablegern kann man auf die ersten 5 oder 6 Mittelwände verzichten und Naturbau ausführen lassen.


    Mittelwände können diagonal halbiert und die Waben verschränkt eingesetzt werden. Auf diese Weise kann die Hälfte Mittelwände gespart werden und es gibt doch noch halbwegs vernünftige Waben.


    Beim Entdeckeln kann man mit der Gabel oder mit einem Messer absichtlich etwas tiefer fahren. Auf diese Weise wird das Wachs auch mehr. Entdeckeln mit dem Heißluftfön geht nicht, das wäre kontraproduktiv.


    MfG
    Honigmaul

    Man sollte das Wachs aus eigener Imkerei (Baurahmen, Entdecklungs...) sammeln, dann braucht man i.d.R. kein Wachs zukaufen.
    Wir haben einfach vergessen, dass das Wachs das "Gold des Imkers" ist. Man glaubte lange in diesem Land, dass alles käuflich wäre, das wiederum ist ein netter Selbstbetrug.


    Genau so ist es!



    Ich verstehe überhaupt nicht, warum man überhaupt Wachs zukaufen muss. Ich habe mein ganzes Leben lang noch kein Wachs zugekauft, ausgenommen ein paar Mittelwände für den Bau der eigenen Betonmittelwandgießformen.
    Voraussetzung ist aber, dass man bei der Wachsschmelze ein geeignetes Verfahren verwendet, bei dem man eine gute Ausbeute erzielt. Da ist der Sonnenwachsschmelzer, bzw. kein anderes Trockenschmelzverfahren dabei. Wer seine Waben vor dem Schmelzen noch einweicht, der kann die Ausbeute nochmals erhöhen. Auf diese Weise wird ein Wachskauf überflüssig.


    Ich persönlich habe so viel Wachs, dass ich mir keine Sorgen machen muss. Es wäre aber trotzdem interessant, was passieren würde, wenn man ein Volk absichtlich den Sommer über mit Zucker füttert und immer wieder die ausgebauten Waben erntet. Also Waben ernten, das gewonnene Futter wieder einfüttern, Waben wieder ernten, Futter wieder einfüttern usw. Wie würde sich die Zucker/Wachszahl verhalten.


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Fussel3!


    Ich habe zwar keine solche Vorrichtung, aber so weit ich weiß sind da als Antriebsriemen runde Gummiringe eingesetzt. Besorge dir ein paar passende O-Ringe und die Bohrvorrichtung müsste wieder funktionieren.


    MfG
    Honigmaul

    Zitat

    Woher kommen auf einmal die vielen Milben?



    Hallo Keilerdackel!



    Man könnte sagen die kommen von der Blockbehandlung.


    Man darf die Dauer des Milbenfalles nicht mit der Dauer der Wirkung verwechseln. Bei der Blockbehandlung gelingt es so manchen Milben immer wieder zwischen den Behandlungen erfolgreich in die Brut einzudringen. Erwachsene Milbenweibchen brauchen auch keinen Reifungsfraß, die schlüpfen mit der Jungbiene und dringen umgehend in die nächste Zelle ein.


    Das Thema Blockbehandlung hatten wir schon ein paar Mal:


    https://www.imkerforum.de/showthread.php?t=53101&p=521310#post521310



    MfG


    Honigmaul

    Zitat

    Bei mir wandert nix - sitzen dort, wo sie im August ihr Brutnest hatten. Da gibts ausreichend Leerzellen. Meine bisherige Beobachtung ist, dass sie exakt dort noch im Februar / März sitzen und das neue BN exakt dort wieder anlegen.


    beemax


    Du wirst wohl nicht ernstlich behaupten wollen, dass die Bienen freiwillig vom Futter abreißen und den ganzen Winter über auf dem gleichen Fleck sitzen bleiben. Ganze Betriebsweisen basieren darauf, dass im Frühjahr die unterste Zarge bienenleer ist und somit ausgetauscht werden kann.



    Zitat

    Und wie untermauerst Du diese Behauptung ?


    X-fach selbst über Jahre beobachtet.



    Zitat

    Brauchbar sind aber nur Fakten.
    Und die sind: Die Bienen heizen ihre Traube tatsächlich nur vorübergehend auf und kühlen dann für längere Zeit wieder ab. Sie halten also keineswegs die hohen Temperaturen durchgehend und in der gesamten Wintertraube aufrecht



    hornet
    Brauchbar sind nur Fakten, genau wie du sagt. Aber wie kommst du selbst zu den Fakten? Indem du ungeprüft die Prof. Tautz zitierst. Die oben zitierten "Fakten" stehen außerdem in keinem Widerspruch zu meiner Behauptung. Warum sollten die Bienen trotz Abkühlung nicht allmählich dem Futter nachwandern?.


    Ist dir eigentlich schon einmal aufgefallen, dass so manche Behauptungen nur von Prof. Tautz und von keinem anderen Wissenschaftler festgestellt worden sind. Ich denke da nur an die Feststellung, dass die Zelle anfangs in runder Form gebaut wird und dann von selbst die 6-eckige Form einnimmt. Hast du dir jüngsten Wildbau mit angefangenen Zellen schon einmal selbst genau angesehen. Meines Erachtens muss man mit den Behauptungen von Prof. Tautz etwas vorsichtig sein. Die von Prof. Tautz festgestellten Begleitbienen beim Hochzeitsflug der Königin hat außer ihm auch noch niemand festgestellt.


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Newbees!


    Es ist genau so wie es um diese Jahreszeit sein sollte. Ob die Bienen tatsächlich alle 2 oder 3 Tage aufheizen und dann Futter umtragen bezweifle ich. Ich behaupte mal, dass sie dem Futter nachwandern und so dadurch allmählich in die obere Zarge gelangen.


    Im Frühjahr, wenn die Bienen wieder ein Brutnest angelegt haben, dann kommt die kritische Zeit, denn um diese Zeit können sie nicht einfach dem Futter nachwandern, da müssen sie tatsächlich Futter umtragen, vorausgesetzt die Temperaturen lassen das zu. Dazu kann der Imker aber auch nichts beitragen.


    MfG


    Honigmaul

    Zitat

    Was mich ein wenig irritiert - das Rähmchen bauen und Mittelwände einlöten wird oft als Winterarbeit bezeichnet. Aber wenn man das bei 30 Grad machen soll bedeutet das ja Hochsommer.


    Hallo NBKR!


    Wenn die Mittelwände im warmen Zustand eingelötet wurden, dann passt das schon. Der Sinn davon ist, dass sich die Mittelwände im Volk nicht durch die Stockwärme übermäßig ausdehnen und verwellen.


    Die Lagerung in leeren Beuten ist in Ordnung. Man denke nur an Berufsimker, die können auch nicht ihre tausenden Mittelwände im Sommer während der Arbeitsspitzen einlöten.


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Derjan!


    Werfe die Dinger einfach in den Hausmüll, die sind durch moderne Verdunster längstens überholt worden.


    Der große Nachteil ist, dass man nie sagen kann, ob zu wenig oder zu viel Säure verdunstet. Bei einem Nassenheider-Verdunster oder bei einem Liebig-Verdunster genügt ein Blick und man sieht, wie viel Säure zwischenzeitlich verdunstet ist.


    MfG
    Honigmaul

    Hallo Widder!


    Solche oder so ähnliche Verfahren gibt es wie Sand am Meer. Da gibt es sogar spezielle Vorrichtungen, wo mit einem Schied ein weiselloser Volksteil erzeugt wird, usw. Diese Verfahren nennen sich meistens so ähnlich wie "Zucht im schnell entweiselten Volk".


    Ein solches Verfahren hat den Nachteil, dass es nach dem Anbrüten der Zellen nicht abgetan ist. Einen Tag später wird ein Pflegevolk benötigt, dann nach weiteren 9 oder 10 Tagen werden Bienen und Waben für die Ableger benötigt. Das stellt laufend einen Arbeitsaufwand dar und ist für einen Kleinimker, der ein paar Königinnen braucht nicht recht praktikabel.


    Königinnenzucht in einem Sammelbrutableger hat meines Erachtens für den Kleinimker mehrere Vorteile. Die Arbeitsabläufe sind recht überschaubar. Vergleiche bei deinen Überlegungen die "Völkervermehrung in 4 Schritten" nach Dr. Liebig.


    http://www.immelieb.de/?page_id=299


    MfG
    Honigmaul