Beiträge von honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Ich denke auch seit einiger Zeit über das ideale Schied nach. Aber so einfach ist das gar nicht. Alufolie hat zwar den Vorteil, dass sie Wärme zurück stahlt, hat aber den erheblichen Nachteil, dass sie Wärme sehr gut leitetet. Wärmeleitwert über 200, zum Vergleich Holz ca 0,15 und gutes Isoliermaterial etwa 0,035. Das heißt, dass Aluminium etwa 1300 mal besser leitet wie Holz und etwa 5000 mal besser als eine Isolierplatte.


    Der Versuchsaufbau beim Wärmebild war falsch, da wurde ganzflächig von der gleichen Wärmebestrahlung ausgegangen. Da wurde natürlich keine Wärme abgeleitet. An den Randwaben des Brutnestes ist es aber nur an einer Stelle warm und ein paar Zentimeter daneben eben kalt. Da kann aus der Thermofolie schnell eine Kühlrippe werden.


    Bei einem neuerlichen Wärmebildversuch müsste man die einzelnen Materialien punktförmig mit Wärme bestrahlen und dann feststellen welches Material oder welche Konstruktion die Wärme besser hält.


    Weiters müsste noch geprüft werden, ob die Rückstrahlung überhaupt eintritt, wenn die Wärmequelle direkt an der Folie an liegt. So ein Schied hängt ja nicht dauernd frei in der Beute, über kurz oder lang wird die Bienentraube direkten Kontakt haben.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Ganz so einfach dürfte das nicht funktionieren.


    Wie bereits geschrieben wurde, bei dünnflüssiger Fütterung wird die Futtermenge stark eingedickt und es entstehen somit wieder freie Brutzellen. Da dürfte der Futterstrom niemals nachlassen.


    Weiters darf kein Platz zum Bauen vorhanden sein, wie z.B. im hohen Boden, ansonsten erweitern die Bienen eigenständig die Fläche.

    Wenn die Maßnahme zu früh gestartet wird, fehlen die Winterbienen. Wird die Maßnahme zu spät gestartet, dann fehlt die Wirkung.


    Ich vermute auch, dass es der Königin immer wieder gelingen wird, Zellen zu bestiften, auch wenn es nicht all zu viele sein sollten und sich damit die Varroa doch wieder vermehren kann.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Rolfy!


    Grau oder nicht grau hat eher was mit den verwendeten Schmelzgefäßen zu tun. Wenn das Wachs auffallend gelb ist, dann kann auch daran manipuliert worden sein. Z.B. Aufhellung mit Säuren, was aber nicht heißen sollte, dass das von vorn herein schlecht ist, denn verseiftes Wachs kann man auf diese Weise wieder vom Kalk befreien.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Rase!


    Wenn du von einem Deckelwachsschmelzer sprichst der baugleich ist, wie ich ihn kenne, dann passiert dem Honig gar nichts Schädliches. Der Honig wird erwärmt, verflüssigt sich und rinnt auf eine tiefere, kühlere Ebene ab. Obenauf schwimmt das Entdeckelungswachs. Wichtig ist nur, dass nicht unnötig lange geheizt wird und sich auf diese Weise im Laufe der Zeit auch der Honig übermäßig erwärmen kann.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo StefanF!


    Ob das Umlarven nach 7 Tagen die Misere alleine verursacht hat, möchte ich bezweifeln.



    Ein paar wichtige Punkte:


    Grundsätzlich wird nach 9 Tagen umgelarvt. Das hat einerseits den Vorteil, dass keine offene Brut mehr gepflegt werden muss und die ganze Kraft den Königinnenlarven gewidmet werden kann und andererseits hat es den Vorteil, dass aus der verdeckelten Brut bereits mehr Brut geschlüpft ist. Aber auch nicht länger warten, denn am 10. Tag könnte bereits eine wilde Königin schlüpfen.


    Unbedingt die Bienen beim Zellen ausbrechen abschütteln, damit nicht eine versteckte Zelle übersehen wird. Dann ein bis zwei Stunden warten und den Zuchtrahmen einhängen. Bis dort hin haben sie sich von der Prozedur beruhigt und ihre Ausweglosigkeit erkannt. Sie haben nur noch die Chance den Zuchtrahmen anzunehmen.


    Weiters ist bei der Königinnenannahme wichtig, dass das Volk so richtig zusammen gestaucht wird. Die Bienen müssen in die Gasse mit dem Zuchtrahmen förmlich hineingedrängt werden.



    Bei mir war es heuer umgekehrt, ich hatte die beste Annahme seit ich zurück denken kann. Es wurden 25 von 26 angenommen.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Beeg!


    Wie bereits geschrieben wurde, könnten noch Nachschwärme abgehen wenn man alle 3 Zellen stehen lässt. Das Ausbrechen der Weiselzellen bis auf ein birgt das Risiko, dass diese aus welchem Grunde immer, nicht schlüpfen könnte und dann wäre das Volk weisellos. In diesem Fall gibt es eine elegante Lösung, vorausgesetzt du hast den Schwarm gefangen und in eine Beute eingeschlagen. Stelle den Schwarm auf den Platz des abgeschwärmten Volkes. Das hat zur Folge, dass verstärkt Bienen vom Volk abfliegen und dem Schwarm zufliegen. Auf diese Weise erlischt der Schwarmwille und die drei verbliebenen Königinnen lösen es untereinander. Der Schwarm wird durch die Verstärkung noch besser sammeln.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Beemax und Kruppi!


    Solche Terminprobleme könntet ihr in Zukunft ganz leicht lösen. Einfach am 8. oder 9. Tag alle Weiselzellen brechen und eine frische Brutwabe einhängen. Dann hättet ihr theoretisch wieder 9 Tage Zeit zum Einhängen des Zuchtrahmens. Als weiteren Vorteil könnte man anführen, dass man weit mehr wetterunabhängig wird, denn es braucht nur eine einzige Wabe gezogen, abgeschüttelt und gegen den Zuchtrahmen ausgetauscht werden.


    Die Empfehlung den SBA über Absperrgitter auf einem Volk zu parken finde ich nicht so gut. Einerseits schließt es nicht aus, dass Weiselzellen angesetzt werden und diese vorzeitig schlüpfen, andererseits wandern die geschlüpften Bienen durch das Absperrgitter ab. Ungeklärt ist auch, ob die Bienen in diesem Fall überhaupt so langlebig werden wie in einem weisellosen Volk.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    In einer deutschen Bienenzeitung (DBJ oder ADIZ) habe ich vor längerer Zeit einmal gelesen, dass bereits gebrauchte Weiselnäpfchen nicht mehr verwendet werden sollten. Da geht es gar nicht um's Geld, sondern darum, dass die Näpfchen mit Pheromone behaftet sein könnten, die auf ältere Larven hinweisen und die Pflege der neuen Larven gestört werden könnte.


    Es ist auch nicht bekannt, warum die vorhergehende Larve ausgeräumt wurde.


    Ich bin der Meinung, dass sich eine Wiederverwendung nicht lohnt.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Ich kann das Konzept von Dr. Liebig, "Völkervermehrung in 4 Schritten" nur wärmstens empfehlen.


    http://www.immelieb.de/imker-praxis/volkervermehrung/


    Auf diese Weise kann man seinen Völkerbestand ohne ein Volk zu opfern und ohne besondere Einschnitte locker verdoppeln. Wichtig ist nur, dass frühzeitig im Frühjahr damit begonnen wird und dass die Ableger den Sommer über gut mit Futter versorgt werden. Weiter ist es wichtig, dass die Ableger nach dem Auslaufen der Brut und noch bevor die neue Brut verdeckelt ist, gegen die Varroa behandelt werden. Das hat den Zweck, dass nicht im Juli/August, wenn die anderen Völker zur Behandlung heran stehen, die Ableger behandelt werden müssen. Denn das würde die Entwicklung in der wichtigsten Zeit stören.


    " Völkervermehrung in 4 Schritten" kann man auch eine Nummer kleiner machen, das funktioniert mit 2 oder 3 Völkern genau so gut, da nimmt man eben eine 5 oder 6 Waben Ablegerkiste zur Zucht.


    Beim Erstellen des Sammelbrutablegers gehe ich etwas anders vor. Ich will mir das Suchen der Königinnen ersparen, mache die Brutwaben bienenfrei und setze sie einen Tag über Absperrgitter einem starken Volk auf. Auf diese Weise werden Bienen angesaugt und es kommt mit Sicherheit keine Königin dazu.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo AndreasH!


    Das ist ja genau, was ich sagen will, dass man jeden Überblick verliert sobald man Wachs oder Mittelwände zu kauft. Wachs lässt sich eben nicht so leicht qualitätsmäßig einordnen. Einerseits ist da die Zusammensetzung, die Art wie das Wachs behandelt worden ist, die gelösten Schadstoffe usw. die zu Problemen führen können. Daher sollte natürlich jeder Imker bestrebt sein, nur sein eigenes Wachs zu verwenden. Sobald der Imker das Heft einmal aus der Hand gegeben hat, könnten die Probleme anfangen. Da muss kein absichtlicher Betrug dahinter stehen.


    Ich kann jedem Imker nur raten, dass er danach trachtet, dass er so schnell wie möglich zum eigenen Wachskreislauf oder zur eigenen Wachsstrecke (wie von den Fachleuten empfohlen) kommt. Ein totaler Jungimker wird da seine Problem haben. Der muss seinem Imkerpaten noch ein paar Mittelwände abfechten. Aber nach kurzer Zeit sollte es funktionieren.



    Ein paar Tricks gibt es dazu:


    Unbedingt ein Nassschmelzverfahren anwenden bei der Wachsgewinnung.


    Bei Ablegern kann man auf die ersten 5 oder 6 Mittelwände verzichten und Naturbau ausführen lassen.


    Mittelwände können diagonal halbiert und die Waben verschränkt eingesetzt werden. Auf diese Weise kann die Hälfte Mittelwände gespart werden und es gibt doch noch halbwegs vernünftige Waben.


    Beim Entdeckeln kann man mit der Gabel oder mit einem Messer absichtlich etwas tiefer fahren. Auf diese Weise wird das Wachs auch mehr. Entdeckeln mit dem Heißluftfön geht nicht, das wäre kontraproduktiv.


    MfG
    Honigmaul

    Man sollte das Wachs aus eigener Imkerei (Baurahmen, Entdecklungs...) sammeln, dann braucht man i.d.R. kein Wachs zukaufen.
    Wir haben einfach vergessen, dass das Wachs das "Gold des Imkers" ist. Man glaubte lange in diesem Land, dass alles käuflich wäre, das wiederum ist ein netter Selbstbetrug.


    Genau so ist es!



    Ich verstehe überhaupt nicht, warum man überhaupt Wachs zukaufen muss. Ich habe mein ganzes Leben lang noch kein Wachs zugekauft, ausgenommen ein paar Mittelwände für den Bau der eigenen Betonmittelwandgießformen.
    Voraussetzung ist aber, dass man bei der Wachsschmelze ein geeignetes Verfahren verwendet, bei dem man eine gute Ausbeute erzielt. Da ist der Sonnenwachsschmelzer, bzw. kein anderes Trockenschmelzverfahren dabei. Wer seine Waben vor dem Schmelzen noch einweicht, der kann die Ausbeute nochmals erhöhen. Auf diese Weise wird ein Wachskauf überflüssig.


    Ich persönlich habe so viel Wachs, dass ich mir keine Sorgen machen muss. Es wäre aber trotzdem interessant, was passieren würde, wenn man ein Volk absichtlich den Sommer über mit Zucker füttert und immer wieder die ausgebauten Waben erntet. Also Waben ernten, das gewonnene Futter wieder einfüttern, Waben wieder ernten, Futter wieder einfüttern usw. Wie würde sich die Zucker/Wachszahl verhalten.


    MfG
    Honigmaul