Beiträge von honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Das totale Hexenwerk sind 9 KW Anschlusswert auch wieder nicht. Das hat ein normaler Elektroherd mit Backrohr auch und dieser steht in jedem Haushalt. Aufgeteilt auf die 3 Phasen ergibt sich eine Belastung von je 3 KW. Das hatte früher jede Waschmaschine.


    Wenn die 5 polige CEE Steckdose von einem Elektriker verbaut wurde und diese mit 16 Ampere abgesichert ist, dann sollte man sich schon darauf verlassen können, dass die Voraussetzungen passen.

    Je nachdem wie die Heizstäbe geführt werden, entweder von Phase zu Phase im 400 Voltbetrieb oder im 230 Voltbetrieb über den Nullleiter würden ca. 8 Ampere oder 13 Ampere fließen. Mit der 16 Ampere Absicherung müsste man jedenfalls das Auslangen finden.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Jonas!


    Ohne Trennmittel lassen sich leider in Aluformen (oder auch Betonformen) keine Mittelwände herstellen. Und ein paar Spritzer Geschirrspülmittel, in 10 Liter Wasser vermischt, sind sicher nicht der gefährliche Chemiecocktail schlecht hin.


    Ja, ich stelle selbst Mittelwände her:


    Rationell Mittelwände pressen und zuschneiden mit Selbstbaugeräten - Selbstgebautes - Imkerforum seit 1999


    Dass die Mittelwandfertigung nach Hocherhitzung von Wachs schwieriger wird, kann man dann und wann mitlesen, meistens in Zusammenhang mit der Entkeimung des Bienenwachses. Die Probleme sollten sich aber nach ein paar Monaten Lagerung von selbst lösen. Unterlagen habe ich dazu keine.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Dirk!


    Was heißt das genau, die Mittelwände reißen alle ein?

    Entsteht schon während der Abkühlphase ein Riss, oder lassen sich die Mittelwände nur nicht entformen, da sie an der Form zu fest anhaften?


    Grundsätzlich kann man sagen, die Form gut mit Trennmittel (z.B. Wasser mit Geschirrspülmittel) benetzen und das Wachs nur wo weit erwärmen, dass es gerade noch flüssig gehalten werden kann.


    Ein weiterer Gesichtspunkt wäre, Wachs aus Jungfernwaben ist sehr spröde. Da fehlen die Propolisanteile, die bei bebrüteten Waben automatisch dabei sind.


    Weiters könnte es noch sein, dass das Wachs einmal zu stark erhitzt worden ist und die Struktur des Wachses ungünstig ist. Das müsste sich nach einer mehrmonatigen Lagerung wieder geben.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Hornet


    Es kommt darauf an, welchen Motor die Pumpe hat.


    Ein 3-phasiger 380 Volt Antrieb würde sich durch Vorschalte eines Frequenzumformer perfekt regeln lassen.


    Ein Kondensatormotor (230 Volt) würde sich auch mit einem Frequenzumformer regeln lassen. Dieser Frequenzumformer müsste aber für eine 90° Phasenverschiebung geeignet sein.


    Ein 230 Volt Universalmotor (Motor mit Kohlebürsten) würde sich durch eine Vorschaltung einer Phasenanschnittsteuerung regeln lassen.


    MfG


    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Verbauten Zellen entstehen wenn zu viel Tracht während der Zeit der Verdeckelung herrscht. Es besteht erhöhte Gefahr eines schlechten Schlupfergebnisses. Angeblich werden die Larven durch die überhöhte Bautemperatur geschädigt. Da hilft das Ausschneiden meistens auch nichts.

    Ich setze am 5. Tag nach dem Umlarven immer eine Zarge mit halb gefüllten oder leeren Futterwaben auf. Das hat den Vorteil, dass die Bienen bei Tracht Platz zum Einlagern des Futters haben. Außerdem ergibt sich beim Aufteilen des Sammelbrutablegers noch der Vorteil, dass die Waben schon eingewöhnt sind und den gleichen Stockgeruch haben.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Wachsklärbehälter ist für solche Geräte etwas irreführend. Solche Geräte gehören vorwiegend zur Entkeimung (Abtötung von Faulbrutsporen).


    Eine Klärung des Wachses durch Ablassen an den verschiedenen Hähnen ist nur sehr bedingt möglich.


    Ich kenne 2 verschiedene Einsatzmöglichkeiten.

    1. Das Wachs wird auf 130°C aufgewärmt. Wenn das ganze Wachs flüssig ist, wird die Temperatur 20 min gehalten. Wenn das Wachs auf unter 100°C abgekühlt ist, dann kann das Wachs beim oberen Hahn in den Kläreimer abgelassen werden. Dazu gibt man noch etwas weiches, siedendes Wasser, sodass sich der Schmutz absetzen kann. Den Kläreimer gut isolieren, damit die Abkühlung nur sehr langsam erfolgt. Da beim Ablassen das Wachs noch fast 100°C hat, verstopft auch der Hahn nicht.


    2. Das Wachs wird auf 130°C wie vorher beschrieben aufgeheizt. Wenn es auf unter 100°C abgekühlt ist (nicht vorher, da es ansonsten zu Siedeverzug kommt und sich der Wasserdampf ruckartig ausdehnen kann) gibt man kochendes Wasser dazu und lässt den ganzen Wachsbehälter 2 Tage lang auskühlen. Nu kann man den Wachsblock heraus heben. Vorteilhaft ist, wenn man in den Wachsblock einen Edelstahl Griff eingießt, damit man den Block fassen kann.


    Für einen normalen Imkerbetrieb dürfte ein 35 kg Klärbehälter ausreichend sein. Man kann ja den Topf öfters hintereinander befüllen. Sollte man den Block im Klärbehälter aushärten lassen, dann wäre 35 kg Block sicherlich schon schwer genug. Mann muss ja die fertigen Blöcke auch noch transportieren können.


    Beim Mittelwandgießen ist der kleiner Klärbehälter sicherlich auch praktischer.



    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bee2019!


    Da wird bei den Postings doch etwas übertrieben. 3% Ätznatronlauge würde ich doch als annähernd ungefährlich einstufen. Da kannst mal kurz den Finger hinein halten und da passiert gar nichts, außer du hast dich wegen der Hitze verbrannt. Die Gefährlichkeit bei Säuren hängt schon sehr stark von der Konzentration ab. Man denke an Essig. Konzentrierte Essigsäure ist sehr gefährlich. 5%er Haushaltsessig ist schon bedeutend ungefährlicher und wenn er noch weiter verdünnt wird, dann kann man die "Essigsäure" sogar trinken. Bei der Ätznatonlauge würde ich trotzdem nicht kosten wollen.


    Der gefährlichste Moment ist beim Anmischen der Lauge. Pures Ätznatron ist gefährlich, da braucht man ordentliche Handschuhe und Schutzbrillen. Immer das Ätznatron in kaltes Wasser geben. Beim Reinigen der Rähmchen wird man aber alleine aufgrund der Hitze schon Handschuhe anziehen. Eine Schutzbrille ist auch wegen der Hitze zu empfehlen. Ein heißer Spritzer ins Auge ist nie gut, auch bei reinem Wasser nicht.


    MfG

    Honigmaul

    Zitat

    Kennt jemand einen Mittelwand-Hersteller, der c.a. 50 kg verarbeitet, mich aber bei der Verarbeitung meines Wachses anwesend sein lässt? Ich möchte wirklich sicher sein, dass es nur mein Wachs ist, dass es keinen "Ver-Schwund" gibt und dass vorher gereinigt wurde.


    Hallo Gerd!

    Dein Vorhaben wird nicht so einfach umzusetzen sein. Das Wachs muss in einem Autoklaven geschmolzen, entkeimt und dann langsam abgekühlt werden, damit sich der Schmutz absetzen kann. Das dauert sicherlich schon 2 oder 3 Tage. Dann muss das gereinigte Wachs wieder erwärmt und in Mittelwände gepresst werden. Das dauert sicherlich auch wieder einen Tag.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Pinky69!


    Ich persönlich hatte mir als Entscheidungsdatum früher immer den 15. August gesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt schaffen die Bienen es noch ausreichend die aufgesetzten Mittelwände auszubauen und ordentlich in den Winter zu gehen. Vorausgesetzt ist natürlich, dass die gegebene Futtermenge dazu passt.


    Seit ein paar Jahren überwintere ich nur mehr auf einer Zarge und somit hat sich das Thema erledigt.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Clemshome!


    Ich habe zwar keine Erfahrung mit der gezeigten Entdeckelungsmaschine, aber so ein ähnliches Gerät habe ich mir vor Jahren selbst einmal gebaut. Da rotierte zwar keine Bürste, aber eine Welle mit kleinen Schlagmessern. Das Entdeckeln hat grundsätzlich ganz gut funktioniert. Aber bei der maschinellen Entdeckelung muss man sich im gleichen Atemzug sofort auch darüber Gedanken machen, welche Form das entstehende Honig/Wachsgemisch hat und wie man damit weiter umgeht. Bei einer Entdeckelung mit rotierenden Ketten/Schlagmesser/Bürsten entsteht eine sehr feine Honig/Wachsmischung die sich ohne weitere Maschinen schwer verarbeiten lässt. Das ist auch der Grund warum ich davon wieder abgekommen bin.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Ich habe heute beim Honigverflüssigen die diversen Temperaturen mit einem Infrarotthermometer gemessen.


    Vorgeschichte:

    Der Honig (Waldhonig) wurde beim letzten Honigverflüssigen im Wärmeschrank geringfügig angewärmt wodurch er zähflüssig wurde. Seit ca 14 Tagen stand er so im Lager.


    1. Versuch:

    Heizschlange auf 50°C eingestellt:

    Der Versuch musste abgebrochen werden, da nach einer halben Stunde höchstens 2 cm Honig im Eimer waren.


    2. Versuch:

    Heizschlange auf 55 °C eingestellt:

    Der Honig lief nur sehr zögerlich durch das Sieb. Ich vermute, dass sich die Zeit des Durchlaufes auf das etwa 3-fache der gewohnten Durchlaufzeit erhöhte. Die Außenwand des Eimers hatte 37°C. Ich vermute, dass diese etwas niedrigere Temperatur nur auf die lange Durchlaufzeit zurückzuführen ist. Der Eimer hatte bei der gleichen Honigmenge etwa 3 mal so viel Zeit zum Abkühlen.


    3. Versuch: (Einstellung die seit Jahren verwendet wird):

    Heizschlange auf 65° C eingestellt:

    Der Honig lief zügig durch das geheizte Sieb und hatte dann im Eimer 41°C.


    Ich vermute, dass die Honigtemperatur im Eimer nur geringfügig von der eingestellten Temperatur der Heizschlange abhängig ist. Vielmehr kommt es auf die Art des Honigs an. Sind temperaturresistente Kristalle dabei, dann braucht man eine höhere Temperatur. Ist die Honigsorte leicht verflüssigbar, dann wird der Honig auch bei höher eingestellter Heizspirale nicht wärmer als unbedingt sein muss, denn er entfleucht durch das Sieb sobald er flüssig genug ist und wird so nicht weiter erwärmt.


    MfG


    Honigmaul

    Hallo Sascha79!


    Betreffend der immer wieder durchbrennenden Glühlampen vermute ich, dass die Fassung entweder zur Glühlampe oder zum Kabel einen schlechten Kontakt hat und sich somit unverhältnismäßig erwärmt.


    Bis vor ein paar Jahren hatte ich auch eine Wärmeschrankheizung mit Glühlampen. Jetzt habe ich einen Föhn eingebaut. Aber nicht jeder Föhn verträgt die relativ hohe Umgebungswärme und schaltet immer wieder ab. Ich habe den Fön so verändert, dass er nur noch die Hälfte Leistung der ursprünglich kleinsten Heizstufe hat, ca. 300 Watt.


    Man muss aber bei der gesamten Konstruktion extrem auf den Brandschutz achten. Vor Jahren hatte in einem unbemerkten Augenblick die Temperatursteuerung den Geist aufgegeben und das ganze Innenleben des Wärmeschrankes war verschmort und verbrannt. Seither bin ich dahingehen sehr bedacht. Einerseits ist der Föhn durch den eigenen Bi-Metallschalter geschützt, weiters wird die Temperatur durch die normale Steuerung begrenzt. Das ganze System ist dann nochmals durch einen Thermostat abgesichert.


    Die meisten kostengünstigen Heizelemente von Toastern, Heizstrahlern usw. sind viel zu leistungsstark für den Gebrauch in Wärmeschränken, aber wenn man zwei solcher Heizelemente in Serie schaltet, dann würde sich die Leistung halbieren und der Gebrauch wäre möglich. Das kommt aber sehr auf das handwerkliche Geschick an, das ist nicht jedermanns Sache.


    MfG

    Honigmaul

    Zitat

    Während in der Anleitung mitunter von 60-70 Grad Thermostattemperatur die Rede ist, konnte ich dann den Honig mit einer Einstellung von knapp über 50 Grad durchlaufen lassen.

    Die notwendige Temperatur hängt sehr von der Honigsorte ab.


    Zum Beispiel, wenn bei meinem Waldhonig etwas Melezitose dabei ist, dann geht mit 50 ° C gar nichts, da verstopfen ein paar Kristalle das Seihtuch und nichts geht mehr durch. Ist jedoch eine höhere Temperatur eingestellt, dann schmelzen auch die Melezitosekristalle und der Honig wird nicht wärmer als es unbedingt sein muss. Das heiß also nicht automatisch, dass bei einer höher eingestellten Temperatur der Heizschlange auch der Honig wärmer wird. Der Honig wird nur so warm bis sich die Kristalle auflösen, dann entfleucht er durch das Sieb und kühlt ab. Lieber eine kurze, aber stärkere Anwärmung, als endlos dahinsiechend.


    50° oder 70° C ist nicht so entscheiden beim Melitherm, wichtig ist nur, dass der Honig sofort nach dem Auflösen der Kristalle abfließen kann.


    MfG

    Honigmaul