Beiträge von honigmaul

    Hallo Siassei!


    Ich hatte zuvor Versuche mit Jet-Pumpen, Seitenkanalpumpen und Impellerpumpen unternommen. Diese Versuche waren aber nicht erfolgreich. Wenn im Sommer der Sirup oder das Zuckerwasser schön warm ist lässt es sich relativ leicht pumpen, aber wehe, wenn es Herbst kälter wird, dann funktionieren die oben angeführten Pumpentypen nicht mehr. Bedenken muss man auch, dass die Pumpe nicht nur die Menge sondern auch den Druck herbringen muss. Es ist einfach nicht praktisch, wenn man einen sperrigen unhandlichen 1" Schlauch verwenden muss.


    Die selbst gebaute Kolbenpumpe ist relativ simpel gebaut. Das Rohr hatte innen sogar eine Schweißnaht. Diese habe ich so gut es ging herausgeschliffen. Der Kolben dichtet gar nicht richtig ab, aber aufgrund der hohen Viskosität spielt das keine große Rolle. Wenn man anstatt der Übersetzung mit Zahnriemen und Scheibe einen 12 Volt Getriebemotor (denke da z.B. an den Motor und das Getrieben eines Akku Mörtelrührer) nehmen würde, könnte man die ganze Sache viel kompakter zusammen bauen.


    Ich bin mit meiner Konstruktion nach wie vor zufrieden. Manchmal wurden auch schon Bedenken wegen der notwendigen Reinigung geäußert. Ich teile mir die Fütterung der Völker immer so ein, dass ich etwa jede Woche einmal irgendwo füttern muss. Durch die hohe Zuckerkonzentration verdirbt der in der Pumpe verbliebene Rest nicht so schnell und so braucht man die Pumpe während der Füttersaison gar nicht putzen. Am Ende der Saison spüle ich die Pumpe mehrmals mit reinem Wasser durch.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Siassei


    Ich habe vor ein paar Jahre eine Futtermittelpumpe gebaut, welche nach wie vor super funktioniert. Aber bis es soweit war, musste ich einiges an Lehrgeld zahlen. Das Pumpen von Futtersirup oder dickflüssigem Zuckerwasser hat seine Tücken. Es sollte alles handlich ( 1/2 " Schlauch, leicht zu verstauen) und kostengünstig sein und Energie steht bei den 12 Volt Varianten auch nicht unbegrenzt zur Verfügung.


    Ich habe meine Futtermittelpumpe vorgestellt. Vielleicht hilft es dir weiter.


    Futteraufbereitung und Fütterung mit der Futtermittelpumpe - Imkereizubehör - Imkerforum seit 1999


    Bei einem Beitrag weiter oben wurde geschrieben, dass eine Lichtmaschine beim Standlauf zu wenig Leistung hätte. Das stimmt bei den heute in Verwendung befindlichen Drehstromlichtmaschinen natürlich nicht. Die liefern locker 60 oder 70 Ampere. Aber man kann auch nicht einfach beim Zigarettenanzünder anstecken. Da benötigt man schon eine ordentliche +Leitung mit dementsprechender Absicherung.



    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!

    Ich bin erstaunt, welche abenteuerlichen Vorschläge da zu einem sehr einfachen Thema kommen. Offensichtlich kann man alles etwas verkomplizieren.

    Bedenken sollte man, dass bei einem Kreislaufsystem die gesamte Wärme, die beim Erwärmen des Wachses zugeführt wird (einige KW pro Stunde) auch wieder weg bringen muss. Da reicht es bei einer normalen Arbeitsgeschwindigkeit nicht, dass man 10 Liter Wasser im Kreis herum pumpt. Bedenken sollte man auch, dass Wasser aus der Wasserleitung, beim Eintritt ins Gebäude ca 8°C hat. Wenn man Wasser in einem Raum im Kreis herum pumpt, wird es nie kühler als 20°C werden. Da ist schon ein Unterschied. Wer wirklich Energie und Wasser sparen will, muss die Mittelwände im Winter pressen und zur Kühlung den Wasserschlauch vom Wasserkreislauf im Freien zur Abkühlung verlegen. Aber zuerst Eiswürfel mit elektrischer Energie zu erzeugen und dann das Kühlwasser abkühlen, da wird die Energiebilanz nicht nachhaltig sein.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Das totale Hexenwerk sind 9 KW Anschlusswert auch wieder nicht. Das hat ein normaler Elektroherd mit Backrohr auch und dieser steht in jedem Haushalt. Aufgeteilt auf die 3 Phasen ergibt sich eine Belastung von je 3 KW. Das hatte früher jede Waschmaschine.


    Wenn die 5 polige CEE Steckdose von einem Elektriker verbaut wurde und diese mit 16 Ampere abgesichert ist, dann sollte man sich schon darauf verlassen können, dass die Voraussetzungen passen.

    Je nachdem wie die Heizstäbe geführt werden, entweder von Phase zu Phase im 400 Voltbetrieb oder im 230 Voltbetrieb über den Nullleiter würden ca. 8 Ampere oder 13 Ampere fließen. Mit der 16 Ampere Absicherung müsste man jedenfalls das Auslangen finden.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Jonas!


    Ohne Trennmittel lassen sich leider in Aluformen (oder auch Betonformen) keine Mittelwände herstellen. Und ein paar Spritzer Geschirrspülmittel, in 10 Liter Wasser vermischt, sind sicher nicht der gefährliche Chemiecocktail schlecht hin.


    Ja, ich stelle selbst Mittelwände her:


    Rationell Mittelwände pressen und zuschneiden mit Selbstbaugeräten - Selbstgebautes - Imkerforum seit 1999


    Dass die Mittelwandfertigung nach Hocherhitzung von Wachs schwieriger wird, kann man dann und wann mitlesen, meistens in Zusammenhang mit der Entkeimung des Bienenwachses. Die Probleme sollten sich aber nach ein paar Monaten Lagerung von selbst lösen. Unterlagen habe ich dazu keine.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Dirk!


    Was heißt das genau, die Mittelwände reißen alle ein?

    Entsteht schon während der Abkühlphase ein Riss, oder lassen sich die Mittelwände nur nicht entformen, da sie an der Form zu fest anhaften?


    Grundsätzlich kann man sagen, die Form gut mit Trennmittel (z.B. Wasser mit Geschirrspülmittel) benetzen und das Wachs nur wo weit erwärmen, dass es gerade noch flüssig gehalten werden kann.


    Ein weiterer Gesichtspunkt wäre, Wachs aus Jungfernwaben ist sehr spröde. Da fehlen die Propolisanteile, die bei bebrüteten Waben automatisch dabei sind.


    Weiters könnte es noch sein, dass das Wachs einmal zu stark erhitzt worden ist und die Struktur des Wachses ungünstig ist. Das müsste sich nach einer mehrmonatigen Lagerung wieder geben.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Hornet


    Es kommt darauf an, welchen Motor die Pumpe hat.


    Ein 3-phasiger 380 Volt Antrieb würde sich durch Vorschalte eines Frequenzumformer perfekt regeln lassen.


    Ein Kondensatormotor (230 Volt) würde sich auch mit einem Frequenzumformer regeln lassen. Dieser Frequenzumformer müsste aber für eine 90° Phasenverschiebung geeignet sein.


    Ein 230 Volt Universalmotor (Motor mit Kohlebürsten) würde sich durch eine Vorschaltung einer Phasenanschnittsteuerung regeln lassen.


    MfG


    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Verbauten Zellen entstehen wenn zu viel Tracht während der Zeit der Verdeckelung herrscht. Es besteht erhöhte Gefahr eines schlechten Schlupfergebnisses. Angeblich werden die Larven durch die überhöhte Bautemperatur geschädigt. Da hilft das Ausschneiden meistens auch nichts.

    Ich setze am 5. Tag nach dem Umlarven immer eine Zarge mit halb gefüllten oder leeren Futterwaben auf. Das hat den Vorteil, dass die Bienen bei Tracht Platz zum Einlagern des Futters haben. Außerdem ergibt sich beim Aufteilen des Sammelbrutablegers noch der Vorteil, dass die Waben schon eingewöhnt sind und den gleichen Stockgeruch haben.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Wachsklärbehälter ist für solche Geräte etwas irreführend. Solche Geräte gehören vorwiegend zur Entkeimung (Abtötung von Faulbrutsporen).


    Eine Klärung des Wachses durch Ablassen an den verschiedenen Hähnen ist nur sehr bedingt möglich.


    Ich kenne 2 verschiedene Einsatzmöglichkeiten.

    1. Das Wachs wird auf 130°C aufgewärmt. Wenn das ganze Wachs flüssig ist, wird die Temperatur 20 min gehalten. Wenn das Wachs auf unter 100°C abgekühlt ist, dann kann das Wachs beim oberen Hahn in den Kläreimer abgelassen werden. Dazu gibt man noch etwas weiches, siedendes Wasser, sodass sich der Schmutz absetzen kann. Den Kläreimer gut isolieren, damit die Abkühlung nur sehr langsam erfolgt. Da beim Ablassen das Wachs noch fast 100°C hat, verstopft auch der Hahn nicht.


    2. Das Wachs wird auf 130°C wie vorher beschrieben aufgeheizt. Wenn es auf unter 100°C abgekühlt ist (nicht vorher, da es ansonsten zu Siedeverzug kommt und sich der Wasserdampf ruckartig ausdehnen kann) gibt man kochendes Wasser dazu und lässt den ganzen Wachsbehälter 2 Tage lang auskühlen. Nu kann man den Wachsblock heraus heben. Vorteilhaft ist, wenn man in den Wachsblock einen Edelstahl Griff eingießt, damit man den Block fassen kann.


    Für einen normalen Imkerbetrieb dürfte ein 35 kg Klärbehälter ausreichend sein. Man kann ja den Topf öfters hintereinander befüllen. Sollte man den Block im Klärbehälter aushärten lassen, dann wäre 35 kg Block sicherlich schon schwer genug. Mann muss ja die fertigen Blöcke auch noch transportieren können.


    Beim Mittelwandgießen ist der kleiner Klärbehälter sicherlich auch praktischer.



    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bee2019!


    Da wird bei den Postings doch etwas übertrieben. 3% Ätznatronlauge würde ich doch als annähernd ungefährlich einstufen. Da kannst mal kurz den Finger hinein halten und da passiert gar nichts, außer du hast dich wegen der Hitze verbrannt. Die Gefährlichkeit bei Säuren hängt schon sehr stark von der Konzentration ab. Man denke an Essig. Konzentrierte Essigsäure ist sehr gefährlich. 5%er Haushaltsessig ist schon bedeutend ungefährlicher und wenn er noch weiter verdünnt wird, dann kann man die "Essigsäure" sogar trinken. Bei der Ätznatonlauge würde ich trotzdem nicht kosten wollen.


    Der gefährlichste Moment ist beim Anmischen der Lauge. Pures Ätznatron ist gefährlich, da braucht man ordentliche Handschuhe und Schutzbrillen. Immer das Ätznatron in kaltes Wasser geben. Beim Reinigen der Rähmchen wird man aber alleine aufgrund der Hitze schon Handschuhe anziehen. Eine Schutzbrille ist auch wegen der Hitze zu empfehlen. Ein heißer Spritzer ins Auge ist nie gut, auch bei reinem Wasser nicht.


    MfG

    Honigmaul

    Zitat

    Kennt jemand einen Mittelwand-Hersteller, der c.a. 50 kg verarbeitet, mich aber bei der Verarbeitung meines Wachses anwesend sein lässt? Ich möchte wirklich sicher sein, dass es nur mein Wachs ist, dass es keinen "Ver-Schwund" gibt und dass vorher gereinigt wurde.


    Hallo Gerd!

    Dein Vorhaben wird nicht so einfach umzusetzen sein. Das Wachs muss in einem Autoklaven geschmolzen, entkeimt und dann langsam abgekühlt werden, damit sich der Schmutz absetzen kann. Das dauert sicherlich schon 2 oder 3 Tage. Dann muss das gereinigte Wachs wieder erwärmt und in Mittelwände gepresst werden. Das dauert sicherlich auch wieder einen Tag.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Pinky69!


    Ich persönlich hatte mir als Entscheidungsdatum früher immer den 15. August gesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt schaffen die Bienen es noch ausreichend die aufgesetzten Mittelwände auszubauen und ordentlich in den Winter zu gehen. Vorausgesetzt ist natürlich, dass die gegebene Futtermenge dazu passt.


    Seit ein paar Jahren überwintere ich nur mehr auf einer Zarge und somit hat sich das Thema erledigt.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Clemshome!


    Ich habe zwar keine Erfahrung mit der gezeigten Entdeckelungsmaschine, aber so ein ähnliches Gerät habe ich mir vor Jahren selbst einmal gebaut. Da rotierte zwar keine Bürste, aber eine Welle mit kleinen Schlagmessern. Das Entdeckeln hat grundsätzlich ganz gut funktioniert. Aber bei der maschinellen Entdeckelung muss man sich im gleichen Atemzug sofort auch darüber Gedanken machen, welche Form das entstehende Honig/Wachsgemisch hat und wie man damit weiter umgeht. Bei einer Entdeckelung mit rotierenden Ketten/Schlagmesser/Bürsten entsteht eine sehr feine Honig/Wachsmischung die sich ohne weitere Maschinen schwer verarbeiten lässt. Das ist auch der Grund warum ich davon wieder abgekommen bin.


    MfG

    Honigmaul