Beiträge von honigmaul

    Hallo WFLP!


    Das ist allgemein bekannt, dass bei größeren Einheiten der Begattungserfolg höher ist. Das sollte angeblich mit den Begleitbienen beim Hochzeitsflug zusammenhängen. Im Buch von Jürgen Tautz ist das nachzulesen. Auch bei den Videos von Liebig und Aumeier wird davon gesprochen. Aber es macht doch mehr Sinn mehrere kleine Einheiten als wenige große Einheiten aufzustellen.


    Ich bilde mir ein, dass bodennahe Begattungseinheiten einen höheren Begattungserfolg erzielen, aber ob das wirklich so ist?


    Verflug muss natürlich so gut es geht verhindert werden. Keine Reihenaufstellung wie schon erwähnt wurde, möglichst verschiedene Ausflugrichtungen. Die Position der Ablegerkästen auch nicht nur geringfügig verändern.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Christof!


    Ich bin beim Fangen von Königinnen auch nicht sehr geschickt und habe mir daher heuer einen "Königinnenfänger" zugelegt und bin begeistert.



    Funktion:

    Den Kolben mit dem Schaumstoff kann man arretieren. Wird die Königin auf einer Wabe entdeckt, so wird der Zylinder auf die Königin und die umliegenden Bienen gestülpt und das biegsame Absperrgitter wird vorsichtig zugeschoben. Die Königin ist gefangen. Die Bienen können durch das Absperrgitter entweichen. Der Kolben wird soweit verschoben bis die Königin beim Absperrgitter fixiert ist und markiert werden kann.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Waldi!


    Du hast alles richtig gemacht. Um diese Jahreszeit braucht man wegen dem Verkühlen der Brut keine Angst haben.


    Von allen anderen angepriesenen Varianten bin ich nicht begeistert. Fremde Bienen zu jungen Königinnen zu bringen birgt immer eine gewisse Gefahr.


    Bienenfreie Waben zugeben ist die sicherste Variante. Etwas aufpassen muss man, dass man nicht mit varroaverseuchten Waben einen Ableger versaut. Daher immer zuerst behandeln und dann erst die Brutwaben einem Ableger zugeben.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Chrischn!


    So einfach lässt sich die Frage nicht beantworten. Bei den jungen Milben wird das schon stimmen, dass sie ein paar Tage auf einer adulten Biene sitzen, aber bei den Muttermilbnen dürfte das nicht stimmen. Ich vermute, dass die Altmilben sofort wieder in die Brutzelle absteigen.


    Wenn alle Milben ein paar Tage auf der adulten Biene sitzen würden, dann wäre eine Oxalsäureverdampfung trotz Vorhandensein von Brut sicherlich wirkungsvoller.


    Z.B: Wenn die Milben tatsächlich 3 Tage auf der adulten Biene sitzen würden, dann müssten bei einer 4 fachen Wiederholung (3 x 4 = 12 - entspricht der Verdeckelungsdauer) der Verdampfung alle Milben getötet worden sein. Leider ist das nicht so.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo keinimker!

    Man müsste umgekehrt sagen, meistens gibt es auch mit einer direkt aufliegenden Folie oder einem direkt aufliegenden Deckel keine Probleme. Aber wenn ungünstige Voraussetzungen zusammen treffen, dann kann es zu einem Futterabriss kommen.


    Zum Beispiel:

    - lang anhaltende Kälte erschwert den Wabenwechsel,

    - durch das Brutnest wird die Bienenmasse stationär gebunden,

    -großflächige Wabenformate ohne Durchstiegsmöglichkeit (irgendwo im Forum kann man lesen, dass ein Imker absichtlich Löcher in die Waben gestochen hat um die Durchstiegsmöglichkeit zu schaffen),

    - unbebrütete Wabe mitten im Volk, die Bienen übersteigen eine unbebrütete Wabe ungern, da den Bienen das äußere Ende des Wabenlagers signalisiert wird,

    - geringe Volkstärke, usw.


    MfG Honigmaul

    Hallo Christian Br!


    Ich weiß zwar nicht wie deine Beuten beschaffen sind und ob du mit Kalt- oder Warmbau imkerst, aber es muss auf alle Fälle gewährleistet sein, dass die Bienen über die Rähmchenoberträger auf die nächsten Futterwaben wechseln können. Die Folie oder der Deckel dürfen nicht so dicht aufliegen, dass die Bienen nicht überwechseln können. Ich vermute, dass die Bienentraube den Futtervorräten nachgewandert und so in eine Sackgasse gelangt ist.



    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!

    Ich verstehe nicht, warum Ablegerkästen hier so verteufelt werden. Wenn jemand genug Beuten hat und die Ableger nicht transportieren muss, dann mag das stimmen.


    Ich mache etwa 20 Ableger im Jahr. Allein beim Transport ergeben sich da Vorteile. Man nimmt den Ablegerkasten und stellt ihn in den Kofferraum. Man hat nur geringen Platzbedarf und braucht nichts verzurren usw.

    Weiters würde ich 20 zusätzliche Beuten (Boden, Zargen, Deckel, Dach) benötigen. Noch vor der Honigernte werden die nicht zufrieden stellenden Wirtschaftsvölker aufgelöst und es stehen für die Ableger wieder genügen Beuten zur Verfügung. In der Zwischenzeit können sich die Ableger im Ablegerkasten gut entwickeln.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Grasihuepfer, hallo Bienenfreunde!


    Ich habe ca. 25 Jahre nach dem System Liebig geimkert. Vor zwei, bzw. 3 Jahren habe ich auf einzargigen Brutraum Zander umgestellt. Ich könnte mir ein Imkern nach Liebig nicht mehr vorstellen. In Kombination mit einem selbst gebauten Zargenheber könnte man auch 50 Völker ohne Probleme kontrollieren. Ein großformatiges Rähmchenmaß wäre abgesehen von der Bauerneuerung noch komfortabler.


    Zargenheber - Eine wesentliche Erleichterung bei der Arbeit an den Völkern


    Die Kombination Zargenheber und einzariger Brutraum ist meines Erachtens der Idealfall. Allein die Tatsache, dass die Honigräume nicht mehr auseinander gerissen werden müssen und das Lösen der Zargen ruckfrei geht, löst weit weniger Wirbel auf dem Bienenstand aus.


    Je nach Wetter und Arbeitslage kontrolliere ich alle 7 Tage die Völker. Das hört sich nach viel Arbeit an, ist aber total entspannt, auch bei 30 °C im Schatten.

    Mit dem Zargenheber fahre ich die Honigräume weg, entnehme oder rücke das Schied weg, und beurteile die ersten paar Brutwaben. Auf diese Weise hat man, wie Bruder Adam es formuliert den Finger am Puls der Zeit. Nach den ersten paar Waben kann man zumindest feststellen, ob es notwendig ist, dass man die ganze Kiste durchsieht, oder ob Schwarmstimmung noch weit weg ist.

    Bei der Betriebsweise mit einzargigem Brutnest Zander ist es wichtig, dass man eine Bausperre verwendet ansonsten knallen die Bienen den hohen Boden mit Drohnenbau voll und das klaglose Ziehen der Bruträhmchen wird unmöglich.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Beim Sieben habe ich auch so manche Versuche hinter mir. Sehr entscheidend ist, welcher Honig durch das Sieb gehen sollte. In unserer Gegend kann es sein, dass Melezitosekristalle beim Honig dabei sind. Ab diesem Zeitpunkt scheitert jedes Sieb.

    Nach meiner Erfahrung ist ein stehendes Sieb im Honig zwar besser wie ein Doppelsieb, aber so richtig Wunder wirkt das auch nicht. Eigentlich sollten die Wachsteilchen und Kristalle am Sieb abfallen, aber durch den Durchsatzdruck werden diese doch gegen das Sieb gedrückt und es verstopft allmählich. Der wirkliche Vorteil bei stehenden Sieben ist, dass sie sehr leicht gereinigt werden können. Man nimmt ein neues Sieb, schiebt es hinter dem verstopften ein und entfernt dieses.


    Bei Spitzsieben fängt die richtige Sauerei an, wenn dieses verstopft ist. Der Honig fließt nicht mehr durch, das Sieb ist prall voll und dieses sollte man dann herausheben und reinigen, viel Spaß.


    Meine Zukunftsversion wäre, eine Vorrichtung wo man das Sieb, wenn es verstopft ist einfach weiter drehen könnte, sozusagen ein Endlossieb. Aber bis jetzt bin ich zu dieser Bastelei noch nicht gekommen.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo d2dum!

    Bei meiner Königinnenzucht war heuer auch ein "Sonderjahr".

    Seit mindestens 15 Jahren züchte ich immer anfangs Mai mit einem Sammelbrutableger neue Königinnen. Es gab überhaupt noch nie Probleme.


    Heuer: Der Sammelbrutableger anfangs Mai erreichte wider Erwarten nicht die gewohnte Volksstärke. Normalerweise hängen nach 9 Tagen, beim Ausbrechen und Belarven die Bienen unten stark durch. Nach dem Belarven wurden nur 9 oder 10 Zellen angenommen, zum Zeitpunkt des Verschulens war überhaupt keine Zelle mehr in Pflege.


    2. Versuch: Während des gesamten Mai's herrschte Schlechtwetter. Ende Mai stellte ich wieder einen Sammelbrutableger (ganz normal, wie immer, aus weiselrichtigen Völkern) zusammen. Annahme und Pflege der Zellen war sehr durchschnittlich. Als weiteres Sondermerkmal wurde festgestellt, dass bei den aufgeteilten Ableger etwa um den 35. Tag nach der Erstellung des Sammelbrutablegers herum verdeckelte Drohnenbrut vorhanden war. Es mussten also eierlegende Drohnenmütterchen vorhanden gewesen sein.


    3. Versuch: Neuerliche Erstellung eines Sammelbrutablegers Anfang Juli: Alles funktionierte perfekt, die gezogenen Königinnen waren auffallend groß und von der Statur her sehr ausgeprägt.


    Bei meinem 3. Versuch dachte ich schon, dass es zu spät in der Jahreszeit sein könnte, was aber nicht der Fall war. Bei deiner späten Zucht könnte die geteilte Pflege zum Problem werden. Ich möchte bezweifeln, dass ein weiselrichtiges Volk um diese Jahreszeit Zellen weiter pflegt. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo WBienen!


    Wenn in einer Wabe nur Pollen ist, dann steht einer Entsorgung überhaupt nichts im Wege. Ein überschüssiger Pollen hat für ein Volk keinen Wert.


    Wenn man es aber nicht über's Herz bring Futterwaben zu entsorgen, so würde ich diese anschließend an die Honigernte einfach ausschleudern und das Futter wieder verfüttern.


    Vom Zwischenparken in Völkern usw. halte ich nichts, denn dadurch verschiebt sich das Problem nur um ein Jahr. Eine Zwischenlagerung im Wabenlager ist auch nicht ratsam, da muss man dauernd die Wachsmotten im Auge behalten.


    MfG

    Honigmaul

    Zitat

    Bei den Dimensionen die ich hier so lese, was kostet der Zucker in der Großabnahme?

    Dann noch die Arbeit den Zucker zu lösen. Die Sättigung der angerührten Masse ist mit der des fertigen Futtersirup ja nicht zu verhleichen, oder irre ich da?

    Der Bioimker der seine Zuckellösung mit solarheißem Wasser aufsetzt handelt wirklich Bio? Was ist mit HMF Bildung bei zu hoher Wärme von Zucker, wird diese nicht dann gefördert und ist diese nicht problematisch, wenn das Futter dann auch noch abgefüllt in Kanister länger gelagert wird?

    Hallo Bergische Biene!


    Bei konventionellem Zucker muss man mit etwa dem gleichen Kilopreis wie bei Sirup rechnen. Daraus würde sich noch kein Preisunterschied ergeben. Aber aus einem Kilogramm Zucker entstehen ca. 1,3 Liter Zuckersirup (3:2) und nach dem Eindicken ca 1 kg Bienenfutter. Aus einem Kg Fertigsirup werden nach dem Eindicken aber nur ca 0,75 kg Winterfutter. Daraus ergibt sich dann doch ein Preisunterschied.


    HMF-Wert: Ich bin zwar kein Chemiker, aber von den Fachleuten wird behauptet, dass HMF nur entstehen kann, wenn eine Säure im Spiel ist. Bei einer reinen Zuckerlösung ist keine Säure enthalten.


    Zuckerlösung kann man nur sehr begrenzt lagern, das ist ein wirklicher Nachteil, aber wenn man zumindest jede Woche einmal füttert, dann gibt es auch keine Probleme mit verdorbenem Futter.


    MfG

    Honigmaul