Beiträge von honigmaul

    Hallo d2dum!

    Bei meiner Königinnenzucht war heuer auch ein "Sonderjahr".

    Seit mindestens 15 Jahren züchte ich immer anfangs Mai mit einem Sammelbrutableger neue Königinnen. Es gab überhaupt noch nie Probleme.


    Heuer: Der Sammelbrutableger anfangs Mai erreichte wider Erwarten nicht die gewohnte Volksstärke. Normalerweise hängen nach 9 Tagen, beim Ausbrechen und Belarven die Bienen unten stark durch. Nach dem Belarven wurden nur 9 oder 10 Zellen angenommen, zum Zeitpunkt des Verschulens war überhaupt keine Zelle mehr in Pflege.


    2. Versuch: Während des gesamten Mai's herrschte Schlechtwetter. Ende Mai stellte ich wieder einen Sammelbrutableger (ganz normal, wie immer, aus weiselrichtigen Völkern) zusammen. Annahme und Pflege der Zellen war sehr durchschnittlich. Als weiteres Sondermerkmal wurde festgestellt, dass bei den aufgeteilten Ableger etwa um den 35. Tag nach der Erstellung des Sammelbrutablegers herum verdeckelte Drohnenbrut vorhanden war. Es mussten also eierlegende Drohnenmütterchen vorhanden gewesen sein.


    3. Versuch: Neuerliche Erstellung eines Sammelbrutablegers Anfang Juli: Alles funktionierte perfekt, die gezogenen Königinnen waren auffallend groß und von der Statur her sehr ausgeprägt.


    Bei meinem 3. Versuch dachte ich schon, dass es zu spät in der Jahreszeit sein könnte, was aber nicht der Fall war. Bei deiner späten Zucht könnte die geteilte Pflege zum Problem werden. Ich möchte bezweifeln, dass ein weiselrichtiges Volk um diese Jahreszeit Zellen weiter pflegt. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo WBienen!


    Wenn in einer Wabe nur Pollen ist, dann steht einer Entsorgung überhaupt nichts im Wege. Ein überschüssiger Pollen hat für ein Volk keinen Wert.


    Wenn man es aber nicht über's Herz bring Futterwaben zu entsorgen, so würde ich diese anschließend an die Honigernte einfach ausschleudern und das Futter wieder verfüttern.


    Vom Zwischenparken in Völkern usw. halte ich nichts, denn dadurch verschiebt sich das Problem nur um ein Jahr. Eine Zwischenlagerung im Wabenlager ist auch nicht ratsam, da muss man dauernd die Wachsmotten im Auge behalten.


    MfG

    Honigmaul

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    Bei den Dimensionen die ich hier so lese, was kostet der Zucker in der Großabnahme?

    Dann noch die Arbeit den Zucker zu lösen. Die Sättigung der angerührten Masse ist mit der des fertigen Futtersirup ja nicht zu verhleichen, oder irre ich da?

    Der Bioimker der seine Zuckellösung mit solarheißem Wasser aufsetzt handelt wirklich Bio? Was ist mit HMF Bildung bei zu hoher Wärme von Zucker, wird diese nicht dann gefördert und ist diese nicht problematisch, wenn das Futter dann auch noch abgefüllt in Kanister länger gelagert wird?

    Hallo Bergische Biene!


    Bei konventionellem Zucker muss man mit etwa dem gleichen Kilopreis wie bei Sirup rechnen. Daraus würde sich noch kein Preisunterschied ergeben. Aber aus einem Kilogramm Zucker entstehen ca. 1,3 Liter Zuckersirup (3:2) und nach dem Eindicken ca 1 kg Bienenfutter. Aus einem Kg Fertigsirup werden nach dem Eindicken aber nur ca 0,75 kg Winterfutter. Daraus ergibt sich dann doch ein Preisunterschied.


    HMF-Wert: Ich bin zwar kein Chemiker, aber von den Fachleuten wird behauptet, dass HMF nur entstehen kann, wenn eine Säure im Spiel ist. Bei einer reinen Zuckerlösung ist keine Säure enthalten.


    Zuckerlösung kann man nur sehr begrenzt lagern, das ist ein wirklicher Nachteil, aber wenn man zumindest jede Woche einmal füttert, dann gibt es auch keine Probleme mit verdorbenem Futter.


    MfG

    Honigmaul

    Sirup frei Haus: 52 Cent/Kg - gequetschte Finger unter frei laufenden Riemen: unbezahlbar! ;)

    Ich sehe da keinen Unterschied:

    Sirup eingefüllt, Finger dort hin gehalten wo er nicht hin gehört - gequetscht;

    Zuckerlösung eingefüllt, Finger dort hin gehalten wo er nicht hin gehört - auch gequetscht;


    ;);)

    Hallo Olle Flachzarge!

    Wenn es nicht unbedingt eine Tauchpumpe sein muss, dann könnte ich dir meine Lösung empfehlen. Wie du bereits geschrieben hast, Tauchpumpen zum Zuckeranrühren leben meistens nicht lange, einerseits wirkt ein erheblich höherer Widerstand als bei Wasser entgegen und die Pumpe wird schnell heiß, 2. ist ein Wasser/Zuckergemisch stark abrasiv und die Dichtungen und Schaufelräder lösen sich bald in Nichts auf.


    Futteraufbereitung und Fütterung mit der Futtermittelpumpe



    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bus-T!


    Solange beim Spalt die Bienen nicht aus und ein kriechen dürfte sich das Problem in Grenzen halten. Falls der Spalt die Bienen stört, wird er mit Propolis und Wachs zugekittet.


    MfG

    Honigmaul

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    Spricht etwas gegen Phenolharzplatten (Siebdruckplatten) für den Bau von Beuten?

    Wie schon erwähnt hätten die 12 mm Platten das selbe Gewicht wie 18 mm Fichtenholz. Allerdings wären sie Wetterfest.


    Ich würde gerne morgen das Material kaufen um meine Beuten zu bauen für die Ableger. Allerdings schwanke ich zischen Siebdruck und Leimholz fichte.

    Hallo Bee2019!


    Wenn du schon teure Platten für den Beutenbau verwenden willst, dann sollte damit doch ein Vorteil verbunden sein. Bei Siebdruckpatten sehe ich eher nur Nachteile, insbesondere das erhöhte Gewicht, der erhöhte Preis, keine Diffusionsmöglickeit und die Schadstofffrage.

    Auch die Wetterfestigkeit ist kein wirklicher Vorteil, denn irgend ein Dach wird auch diese Beute brauchen. Wegen der Langlebigkeit von Fichtenholzbeuten würde ich mir auch keinen Sorgen, denn wenn diese keiner Staunässe ausgesetzt sind, dann überleben sie den Imker auf alle Fälle. Man denke nur an die hunderte Jahre alten Berghütten.


    Wenn du die tischlerischen Möglichkeit hast, dann besorge dir ganz normale trockene Bretter vom Sägewerk, leime diese mit D3 oder D4 Leim (kein PU-Leim) auf die nötige Breite zusammen, hoble die Oberfläche und dann kann der eigentliche Beutenbau auch schon los gehen. Ansonsten würden sich noch fertige Schaltafeln anbieten (da muss man aber auf die Qualität achten).


    Als Abschluss stellt sich dann noch die Frage, ob die Beute gestrichen wird oder nicht. Das hat mit der Haltbarkeit überhaupt nichts zu tun, nur mit der "Schönheit".


    MfG


    Honigmaul

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    Genau! In ein paar Jahren wirst du dann aber nicht mehr froh. Er breitet sich unterirdisch aus, kommt aus dem Rasen, aus befestigten Flächen und man wird ihn, wenn überhaupt, nur mit großem Aufwand wieder los.

    Außer es kommt der Feuerbrand. Vor ein paar Jahren wütete der Feuerbrand in unserer Gegend. Da ist leider Cotoneaster der ideale Überträger und wurde natürlich auch selbst stark befallen.


    MfG

    Honigmaul

    Gerade finde ich (in einem Beitrag von G. Eich) mal wieder die Auffassung, für die Trocknung des Honigs im Bienenstock wäre es von Vorteil, wenn große Wabenflächen (also ausreichend Honigräume) vorhanden sind. Dem entgegen gibt es auch die Meinung, dass der Honig besser trocknet, wenn die Völker eng gehalten werden.

    Hallo WFLP!


    Beide Argumente haben ihre Berechtigung. Während einer Massentracht fördert ausreichend Honigraum die Honigtrocknung. Die Bienen müssen die Möglichkeit haben den Nektar auf viele offene Zellen zu verzetteln. Bei einer Massentracht kann das genetisch beste Volk keinen trockenen Honig produzieren, wenn nicht ausreichend Wabenfläche zur Verfügung steht. Ist die Zelle einmal über die gesamte Tiefe mit feuchten Nektar zugepflastert, kann höchstens noch die Oberfläche durch die Bienen bearbeitet werden. Eine ordentliche Trocknung ist nicht möglich.

    Nach der Vortrocknung wird der Honig allmählich in die Nähe des Brutnestes verbracht. Ab diesem Zeitpunkt kommt das 2. Argument ins Spiel. Jetzt ist es wichtig, dass die Waben gut mit Bienen belagert sind und der Honig zum Reifen noch die Abwärme des Brutnestes zu spüren bekommt.


    Wo im Volk ist denn der Honig am trockensten?

    Der "alte" brutnestnahe Honig ist am trockensten. Sobald Nektar eingetragen wird, ist es auch in Brutnestnähe mit der Trockenheit vorbei. Die Randwaben enthalten immer am meisten Feuchtigkeit.


    MfG

    Honigmaul

    Hallo Bienenfreunde!


    Für mich ist interessant, wie schnell das Schieden bei manchen Imkern zur Religion wird. Die anderen wundern sich, dass sie, obwohl sie bereits im Februar geschiedet haben, im März noch nicht den großen unterschied merken. Bei genauerem Nachdenken müsste das wohl logisch sein.


    Ich persönlich habe letztes Jahr das erste Mal geschiedet (Zander 1,0) und war mit dem Ergebnis voll zufrieden. Dabei konnte ich bisher folgende positive Erkenntnisse beobachten:


    1. ungeschiedete Völker haben direkt neben dem Brutnest wesentlich weniger offenes Futter und kommen bei längeren Kälteperioden sicherlich leichter in Schwierigkeiten. Durch das Schieden wird das außerhalb gelegene Futter viel besser in direkte Brutnestnähe verbracht.


    2. für mich ergibt sich noch der Vorteil, dass halb leere Futterwaben im hohen Boden abgelegt werden können und das Futter im Nu umgetragen ist. Die Wabenhygiene wird wesentlich erleichtert.


    3. durch das Schieden und das dadurch kompakt angelegte Brutnest geraten die Bienen bei Kälteeinbrüchen weniger leicht in Not. In Frühjahren mit gemäßigten Temperaturen wird zwischen geschiedet und nicht geschiedet daher kein Unterschied feststellbar sein.


    4. Während der Frühjahrsentwicklung wird die Beurteilung des Brutnestes wesentlich erleichtert.



    MfG

    Honigmaul