Beiträge von empilolo

    @ Drohn. zuviel Raeucherstaebchen. Aus wissenschaftlicher Sicht sieht's leider so aus, dass die Wiege von Apis mellifera in Afrika stand. Also nix Atlantis und aus dem Osten auch nicht.


    Apis mellifera, oder Western honey bee lebt in Europa, Vorder Asien (hoffe das ist die richtige Bezeichnung auf Deutsch) und Afrika. Ueber die Verbreitung


    > http://en.wikipedia.org/wiki/Western_Honey_Bee


    tut mit leid, habe nichts vergleichbares in Deutsch gefunden, wo alle Apis m. Rassen und deren Verbreitungsgebiet aufgefuehrt sind.


    Apis mellifera ist nicht in Asien heimisch ! Apis cerana (eastern honey bee) und Apis dorsata sind und werden gehalten. Jedoch sind die Bienen im Verhalten nicht identisch mit Apis mellifera und die Techniken der asischen Imker sind nicht mit europaeischen Methoden vergleichbar.


    Neuerdings wurde in verschiedenen Laendern Asiens Apis mellifera Bienen eingefuehrt (in den letzten hundert Jahren) und z.B. Vietnam und China haben eine starke "Industrie" aufgebaut; Billig Honig Exporte weltweit.


    Eine Imkerei Tradition entsprechend Europa's gibt's ganz einfach aus Ermangelung geeigneter Bienen in Asien nicht.

    Die Koenigin erwischt man am ehesten bei einem cut-out, bei dem man die Waben - zumindest Brut - entnehmen kann. Selbst dann erwischt man die Koenigin nicht immer.


    Ich wuerde eine Kombination von Trichter und Mottenkugeln in diesem Fall anwenden. Trichter fuer mindestens zwei Wochen anbringen, dann versuchen die restlichen Bienen mit Chemikalien aus dem Baum zu treiben.


    Man kann wohl davon ausgehen, dass eine Genehmigung den hohlen Baum mit einem Brecheisen zu attackieren nicht zu erhalten sein duerfte. Dennoch kurz ein Tip fuer Cut-outs. Leere Beute mit Raehmchen bereit haben. Die Raehmchen an unteren Ende mit jeweils drei bis vier Gummibaendern bestuecken, die dann ueber die Wabenbruchstuecke schieben und damit die Waben im Raehmchen fixieren bis die Bienen diese Wabenstuecke mit dem Raehmchen integrieren.


    Oder fuer die "Pro" Bienen Kolonie Entferner


    > http://www.beesource.com/plans/swarmframe.htm


    a) Auf jeden Fall immer Schutzkleidung tragen.


    b) nach Entfernen der Kolonie die Hoehlung im Baum am besten ausschaeumen. Andernfalls zieht der naechste Schwarm gleich wieder hier ein.


    Viel Vergnuegen

    Problem ist immer, die Koenigin aus dem Baum zu bekommen. Nach der Schilderung, kann man nicht einfach die Waben entfernen. Staubsauger ist ebenfalls nicht nutzbar, wenn man nicht direkt am Nest absaugen kann.


    Wenn du nur die Mehrzahl der Bienen retten willst (ohne Koenigin):


    1) auf jeden Fall eine leere Beute in der Naehe des Fluglochs einrichten. Entfernung 30 bis 50 cm Flugloch zu Flugloch.



    Methode A - Raustrommeln


    Den Baum rhytmisch betrommeln, etwa herzschlagtempo. Nicht wild auf den Baum losdreschen, relativ sanft auf den Baum trommeln. Das soll die Bienen zum Verlassen der Hoehle veranlassen, doch kehren sie auch in den Baum zurueck, wenn das trommeln stoppt. Ich hab das nicht selbst ausprobiert.



    Methode B - Cone (Trichter)


    Aus Fliegengitter einen Trichter formen. Diesen Trichter ueber dem Flugloch anbringen, so dass die Bienen den Baum zwar verlassen, aber in der Regel nicht wieder zurueckfinden. Gegebenenfalls einen zweiten Trichter ueber den ersten, dann finden die Bienen nicht den Weg zurueck. Wichtig ist, dass alle Oeffnnungen die nebst Hauptflugloch vorhanden sind verschlossen werden. Siehe


    > http://i2.photobucket.com/albums/y32/empilolo/BEES011.jpg
    > http://i2.photobucket.com/albums/y32/empilolo/DSCN4106-1.jpg


    Der Trichter sollte aber besser nach oben gerichtet sein. Bei dieser Methode kann man auch eine Brut- und eine Honigwabe in die Beute geben, sozusagen zum anlocken.



    inklusive Keonigin, wenn's klappt


    Methode C - Oma's Mottenkugeln


    Mottenkugeln schroten. Eine gute Handvoll in die Baumhoehle geben. Dies veranlasst in der Regel das ganze Volk zum Umziehen, inklusive Koenigin. Ist die Hoehlung ueber dem Flugloch, muss gegebenenfalls Kottenkugeln Schrot oberhalb des Gluglochs eingebracht werden. Dazu muss allerdings ein Loch gebohrt werden. Damit der Schrot nicht einfach nutzlos nach unten faellt, erst eine alte Socke in's Loch stecken, dann die Socke fuellen. So bleibt das Mottenkugeln Schrot oben.

    Henry schrieb:

    Bienen sehen beim Start nämlich nicht zurück. Die fliegen einfach los und merken erst später, dassawas nich schdümmd. Dann isses aber zu spät.


    Genau. Daher ein "Hinderniss" vor's Flugloch - bei mir ist's halt immergruen, daher der belaubte Ast - damit die Bienen zum Orientierungsflug veranlasst werden.

    > Und was mach ich gegen´s Zurückfliegen zum alten Platz?


    Flugloch schliessen. Beute zum neuen Platz bringen. Einen gut beblaetterten Ast vors Flugloch stecken/haengen. Flugloch am naechsten Morgen oeffnen.


    So dass wenn die Bienen rauskommen sie sofot mitbekommen dass was anders ist. Sozusagen "Hey, was ist denn hier los" Effekt erzeugen. Dies fuehrt dazu, dass die Bienen erst einmal einen Orientierungsflug am neuen Standort durchfuehren und sich den neuen Standort merken.

    1. zu wenig Raum, beengte Verhaeltnisse - Schwarm. Auch ausserhalb normaler Schwarmsaison.


    2. massenhaft Raum. Schwarm zur Saison, vorausgesetzt das Volk ist dazu disponiert und stark genug.


    Ich gehe mit Bergschrat einig dass es rassenunterschiedlicher Hang zum Schwaermen gibt. Auf Schwarmtraegheit kann selektioniert werden, es ist nicht etwa nur eine Frage der Inzucht.


    Hang zum Schwarm erhoeht sich auch mit dem Alter der Koenigin. Ein Aspekt von CB ist doch auch das jeweilige umweiseln, also eine Koenigin, die zur Schwarmsaison jeweils weniger als ein Jahr alt ist.

    Es gibt verschiedene Wege, seinen Honig an den Mann/Frau zu bringen.


    Dabei kann ein und derselbe Honig mit doch recht unterschiedlichen Profitmargen verkauft werden. Beispiele.


    Fall 1 - West Afrika
    Ich und ein paar andere Bekannte kaufen unseren Honig natuerlich "auf dem Lande". Unsere Honigfrau hat authentischen Honig, den man daran erkennt, dass die gute Frau einem nicht einfach eine bereits abgefuellte Flsche ueberreicht beim Kauf, oh nein. Die kommt immer mit Ihrem Honigtopf von etwa 5 Liter Inhalt, der ist immer 2/3 voll, nicht mehr, nicht weniger.


    Obenauf schwimmt immer eine dicke Schicht toter Bienen, Laub, Wachs, Gras, etc. Diese Schicht wird dann beim Kauf beiseite geschoben und der Honig darunter wird per Tasse in eine leere Schnapsflasche gefuellt. Selbstverstaendlich bekommt man auch immer eine kleine Menge von toten Bienen und anderem Debris mit. Sieb? Aber auf gar keinen Fall, wuerde doch wirklich der Authentitaet schaden.


    Fall 2 - UK
    Ein einfallsreicher Imker wirft immer zuerst eine tote Biene in's Glas beim Abfuellen seines Honigs. Echter Bienen-Honig, eben.


    Fall 3 - ein Rezept Jim Fischer's


    a. besorgen Sie sich ein paar moeglichst altmodisch aussehende Glaeser.


    b. lassen Sie sich einen Gummistempel machen mit Ihren Honigangaben. z.B. Echter Blumen Honig aus XYZ. Ein Font wie er beim Hand Druck ueblich ist. Ortsangabe nicht vergessen. Sie Leute moegen lokale Produkte, mit denen sie sich identifizieren koennen.


    c. kaufen Sie eine Rolle Packpapier und reissen Sie dieses von Hand in rechteckige Etiketten. Stempeln Sie nun Ihre Etiketten individuell.


    d) ruehren Sie Kleister an und bepinseln Sie die Glaeser. Nicht geizig mit dem Kleister sein. Pappen Sie Ihre einmaligen Etiketten auf die Glaeser.


    e) Fuellen Sie einen Teil Ihres Honigs in diese Glaeser ab, einen anderen Teil in Ihre Standard Glaeser mit vierfarbigem Hochglanzetikett.


    f) addieren Sie nun die Kosten fuer die Glaeser, Etiketten, Honig und Mehrarbeit. Schlagen Sie mindestens das Doppelte drauf von dem, was Sie normalerweise als Gewinn berechnen.


    Sie haben nun ein Produkt mit "hinterwaeldnerischem" spezial Image und lokalem Appeal.


    Sollte jemand fragen, erklaeren Sie, dass dieser Honig nach "alter Art und Weise" produziert wurde, der Honig bei Raumtemperatur gewonnen wurde, ohne besondere Hochdruck-Fein-Filter Technik, etc. (fuer die Meisten von Ihnen sollte dies ja auch durchwegs der Fall sein).


    Verraten Sie sich nicht wenn Kunden die zwei verschiedenen Verpackungen eingehend studieren. Behalten Sie ein Poker Face wenn Sie das Geld fuer den "Hinterwaeldner Honig" in die Tasche ihrer ausgewaschenen Jeans oder Trachten Jope stecken.


    Seien Sie sich immer bewusst, dass Ihr eigenes Auftreten und Kleidung absolut Teil des "Product Packaging" sind - lassen Sie also Designer Kutte aus re-ge-cycling Sacktuch und handgeschnitzte Sandalen im Kasten haengen bleiben; laendlich kleiden.


    Fall 4 Rabatt fuer Selbstabfueller - US


    besonders fuer diejenigen, die viel Honig zu verkaufen haben. Fass mit Honig aufstellen, Gebinde zum Abfuellen bereitstellen, per kg Preis abrechnen. Hat man mehr als eine Honigsorte, Kunden probieren lassen, dann Honig Ihrer Wahl kaufen.

    Grundsaetzlich unterscheide ich zwischen vertikalen und horizontalen Beuten. Der Rest ist variabel. Ob nur eine einfache Leiste oben als Wabentraeger, oder ob ein voller Rahmen haengt unter Anderem ab von


    - erwuenschte Eigenschaften
    - Schreiners Fachkunde und Geschick


    Wenn ich jeweils ausgehoehlte Baumstaemme als traditionell afrikanische Beuten erwaehne, geht die Mehrzahl der Leser davon aus, dass ich von vertikalen Beuten spreche. Nicht so



    Die werden horizontal in die Baeume gehaengt. Dem nachempfunden ist der JHH





    meine eigenen Beuten sind aehnlich. Freunde von mir hier verwenden "Magazinbeuten" mit Topbars ohne Rahmen. Der Phantasie, wuerde ich sagen, sind da nur wenig Grenzen gesetzt. Und wenn man lange genug sucht, findet man in der Regel, dass das alles schon einmal da war.


    Horizontal oder Vertikal ? Beides funktioniert.

    Nachtrag. Das Team, das diese Vorfaelle untersucht, hat einen ersten Bericht veroeffentlicht. Der Bericht kann man als PDF downloaden:


    folgendes Google - en


    "Fall-Dwindle Disease" "Investigation into the causes of sudden and alarming colony losses"

    Hallo Simon,


    nix wie Sumpf hier, extrem hohe Luftfeuchtigkeit, viel Regen - daher schien mir eine gute Durchlueftung der Beute wichtig. Also Einflugloch oben.


    Meine naechste Beuten - noch auf dem Zeichenbrett - kriegen Gitterboden, Rost (http://i2.photobucket.com/albums/y32/empilolo/dsc01020.jpg - http://i2.photobucket.com/albums/y32/empilolo/dsc01024.jpg - http://i2.photobucket.com/albums/y32/empilolo/dsc01025.jpg), zwei Zargen Brutraum, naechste Zarge HR mit kleinem Einflugloch unten am Zargenrand. Den Deckel an einer Seite ohne Leiste, so dass er einfach etwas angehoben werden kann als Flugloch oben.


    Wer gibt den Ton an im Bienenvolk? Mehrheitlich die Arbeiterinnen, die wie Rudi schreibt, auch schon mal Ihre "Herscherin" ganz schoen rabiat in die gewuenschte Richtung lenken.

    Ob es sich denn wirklich um eine "neue geheimnisvolle Bienenkrankheit" handelt ist derzeit noch sehr offen. Aehnliches wurde auch schon in der Vergangenheit festgestellt.


    Fest steht, dass im Verlaufe letzten Jahres (2006) eine grosse Anzahl Voelker starben. Man spricht von einigen Tausend. Betroffen sind vorab die Oststaaten, jedoch mehren sich Berichte aus den suedlichen Staaten und auch neuerdings Californien.


    Insbesondere sind Wanderimker betroffen. Die Wanderimkerei (zwecks Befruchtung) in der USA ist eine Industrie, wie man sich dies wohl schwer in Europa vorstellen kann. Schwerpunktmaessig sammeln sich jeweils tausende von Bienenvoelkern in relativ kleinen Gebieten, wo in eintoeniger Monokultur ein und dieselbe Art auf riesigen Flaechen angebaut wird.


    Naechster Pollination Termin, und auch der groesste, sind die Mandeln in Kalifornien. Es wird allgemein geschaetzt, dass sich ca 30 Prozent saemtlicher Bienenvoelker der USA aus allen Landesteilen sich in Kalifornien zur Mandelbestaeubung einfinden. Diese Voelker leben dann fuer einige Wochen auf engstem Raum - danach verzetteln sie sich wieder uebers ganze Land. Ein fuer die Ausbreitung von Epidemien vorzueglicher Ausgangspunkt.