Beiträge von Bienenfuchs

    Hallo Bienentotal,


    hier sieht man wieder... ein Belegstellenschutzgesetz ist ein Landesgesetz und hört an der sächsisch-thüringischen Grenze auf... wenn dann also kurz hinter der thüringischen Grenze ein Buckfaststand steht, hast du keine Handhabe dagegen etwas zu unternehmen. Da kann man nur vernünftig miteinander reden und Kompromisse eingehen.


    Gruß,
    Falk

    Ich habe gerade ein bisschen im Tätigkeitsbericht des DIB 2012/2013 gestöbert und habe doch tatsächlich eine Tabelle gefunden, die Aufschluss über die Belegstellenaktivität + künstl. Besamung liefert. http://www.deutscherimkerbund.…tigkeitsbericht_12-13.pdf -> Seite 135


    So wurden in Sachsen insgesamt auf 5 Belegstellen; 1.766 Königinnen angeliefert. Das entspricht im Durchschnitt etwa 353 Königinnen/Belegstelle ... nicht grad dolle, oder?


    Schrieb Immenreiner gestern nicht, dass man in Bayern Belegstellen, die mit weniger als 500 Königinnen pro Jahr beschickt werden, den staatl. geschützten Radius aberkennen will? Wenn dies auch auf Sachsen anwendbar wäre, müssten wohl bis auf 2 Belegstellen alle schließen...


    Zur Künstlichen Besamung wurden auf 4 Besamungsstellen insgesamt 326 Königinnen angeliefert. Das entspricht pro Besamungsstelle ca. 81 Königinnen. Mit verlaub... das macht sicher sehr viel Arbeit, aber die 326 Königinnen besamt Jürgen Brauße aus Blankensee wohl an 2 oder 3 Tagen allein ...


    Über den Sinn oder Unsinn eines Belegstellenschutzgesetzes kann sich nunmehr jeder selbst sein Urteil bilden.

    Hallo Stefan und Henry,


    ich wollte unbedingt einmal wissen, wie denn die Belegstelle aussieht und habe via Google einen schönen Zeitungsartikel gefunden, in dem auch Henry zu sehen ist.


    Die Schutzhäuschen aus längst vergangenen Zeiten mit den nostalgischen Zahlen finde ich wirklich sehr schön. Das erinnert mich an die Schilder an den Dadantmagazinen in Buckfast Abbey.


    Was die Namensgebung deines Zuchtplatzes angeht, bin ich aber nun gänzlich verwirrt. Hast du nun einen Belegstand oder eine Belegstelle??


    Hier der Artikel zum Nachlesen: http://www.lvz-online.de/regio…-es/r-grimma-a-32725.html


    Hallo Henry,


    das wusste ich nicht, dass du schon in Buckfast Abbey warst. Dann hast du ja einen Eindruck gewinnen können, wie Bienenvölker auch aussehen können und was man unter Zucht versteht. War Bruder Adam damals noch in seinem Klostergarten tätig als du da warst?


    Warum sollte ich rechtliche Schritte ergreifen? Ich hab das Foto doch nicht gemacht. Nur hatte ich eben ein Foto von deinem Belegstand erwartet. Ich war wirklich gespannt, und dachte, dass du so ein Bild irgendwo auf deiner Homepage hast... vielleicht kommt das ja noch.


    Es ist schon erstaunlich, wie du Menschen versuchst einzuschätzen, die du nicht mal kennst. Aber bei all deinen Qualifikationen, die ich hier lesen kann, beherrschst du das sicher, genau wie die Zucht in Trebsen an deinem Belegstand mit "noch offener" Linie gem. Belegstellenplan auf der Homepage des LVSI.


    Ich habe nächste Woche wiedermal ein tiefsinniges Gespräch mit meinem Psychologen. Ihm werde ich von deinem Rat bzgl. des Verfolgungswahns erzählen. Vielleicht hat er nen ja nen Tipp, wie das weggeht :)


    Um aber eins klar zu stellen. Ich habe nichts gegen andere Bienenrassen und Imker, die für sie einstehen. Aber ich habe etwas gegen Vorurteile, Intoleranz und Machtgehabe! Und wenn man sich die Entwicklung so anschaut, ist es doch verwunderlich (um jetzt beim Thema zu bleiben), dass dieses ganze Belegstellenschutzgesetz-gehabe erst aktuell wird, seitdem es unseren Buckfast-Landesverband gibt... schon komisch, oder?

    Hallo Henry,


    ich weiß gar nicht, warum du immer so gegen die Buckfast wetterst... du hast ja selbst ein schönes Foto vom Klostergarten in Buckfast Abbey auf deiner Homepage. Wie es scheint, warst du selbst dort oder hast du das Foto ohne entsprechende Genehmigung einfach irgendwo kopiert... vielleicht hast du das ja auch in deinem Garten gemacht. Dann würde ich dich gern einmal besuchen.


    Leider kann bzw. darf ich hier keine Dateianhänge hochladen... das Foto dürfte sicherlich auch andere Imker interessieren... im Moment findet ihr das hübsche Foto auf
    http://www.feinsterhonig.de/index.php ... ich habs mal mit Internetseite gespeichert.


    Viele Grüße,


    Falk

    Nein.
    Bruder Adam hat gezielt verpaart. Er war Berufsimker, sozusagen, und hat für Berufsimker gezüchtet. Wenn mein Nachbar Berufsimker ist, und ich nicht, dann verpaaren sich unsere Bienen wahllos. Das hat Horst gemeint.


    Bruder Adam hat doch nicht für Berufsimker gezüchtet... Es sind heute auch die Berufsimker, die die Buckfastbiene schätzen, weil sie mit ihr effizient arbeiten können.


    Was as Verpaaren betrifft: Das geschieht aber auch, wenn dein Nachbar kein Berufsimker ist. Das kann man nicht beeinflussen. Will man es beeinflussen bleibt dir die künstliche Besamung oder !sichere! Belegstellen.


    Logisch... die einen Halten Bienen aus Freude und unter ökol. Gesichtspunkten und die anderen Halten Bienen aus Freude, unter ökol. Gesichtspunkten und weil sie davon ganz oder teilweise leben müssen.

    Zitat

    Seit ca. 150 Jahren werden immer wieder fremdländische Bienenrassen (Neozoen) vor allem durch die Buckfastzüchter eingeführt und miteinander unkontrolliert verkreuzt (hybridisiert).


    Ich glaube, der Autor dieses Beitrages hat noch nie etwas von Bruder Adam gehört... hätte er, wüsste er, dass bei der Buckfast nie eine unkontrollierte Verpaarung stattfand! Schaut euch die Stammbäume (Pedigrees) an. Dort könnt ihr viele viele Generationen zurückverfolgen. Etwas vergleichbares gibt es bei der Carnicazucht nicht.


    Wir sind ein freies Land. Jeder kann doch die Rasse halten, von der er meint, es ist die Beste.

    Bist Du es der festlegt, welche Belegstelle es wert ist, abstandsmäßig respektiert zu werden? Warum würdest Du Kirschberg Trebsen mit fast 200 Begattungen und nur zwei Händen Beschicker für wertlos erachten? Weil Du selbst die Mühen der Ebene scheust?


    Hallo Henry,
    nein, ich lege gar nichts fest. Ich stelle nur fest!
    Aktuell, zumindest gem. Zuchtrichtlinien des LVSI, wird den Belegstellen ein Schutzradius von 3-5 km zugedacht. Lächerlich, das weißt du auch!


    Wieviel der 200 Begattungen sind denn da von dir selbst? Wie groß ist der Radius um deine Belegstelle, bei dem du dir sicher bist, dass jeder Imker die Linie der Belegstelle hält?


    Ich weiß, wieviel Zeit und Arbeit es macht, eine Belegstelle zu betreiben. Aus diesem Grund muss einem Vorher klar sein, auf was man sich einlässt und wie hoch die Erfolgsaussichten sind! Ich selbst würde sicher keine Landbelegstelle betreiben.


    Gruß,
    Falk


    Hallo Sven,


    ich kenne die Homepage des Imkervereines und weiß, dass sie viel Arbeit und Zeit in die Belegstelle stecken. Diese Arbeit kann man wirklich nicht genug schätzen.


    Ich kenne aber auch einen Imker , etwa 1km Luftlinie entfernt, der in Thüringen über 100 Buckfastvölker hält. Ein entsprechendes Gesetz (als Landesgesetz), reicht genau bis zur sächsischen Grenze. Bisher hat dieser Imkerkollege natürlich die Linie der Belegstelle an seinem Hausstand gehalten. Hier muss es eine gegenseitige Toleranz geben. Ich bin mir jedoch nicht sicher, was er tut, wenn Sachsen ein entsprechendes Gesetz einführen würde...




    Hallo Henry,


    ich will dir gar nix vorschreiben. Wenn du weißt, wie du Zucht zu betreiben hast, um Erfolge vorweisen zu können, dann wirst du wissen, wie sicher die aktuellen Belegstellen sind.


    Schau doch mal, wie stark die sächs. Belegstellen frequentiert werden. Wie wird denn dann mit dem Material weitergearbeitet? Wenn ich von Zucht spreche, und dafür sind Belegstellen dar, dann spreche ich von ernsthaften Zuchtbemühungen und nicht davon, wahllos seine Königinnen zu vermehren.


    Es gibt aktuell auch immer wieder Fälle, in denen Imker, egal welche Biene sie halten, beim Wandern behindert werden, auch in Sachsen! Mit einem entsprechenden Gesetz verschärft sich diese Situation nur noch.


    Ich weiß, dass Dr. Hardt Initiator des Gesetzes ist. Er als Veterinär und Buckfastimker, der selbst verschiedene Belegstellen besucht, müsste es eigentlich besser wissen.


    Wir haben einige Mitglieder, die sowohl bei uns als auch beim LVSI organisiert sind. Ich kann es mir echt nicht erklären, warum hier immer wieder unterschwellig auf die Rassendiskussion eingegangen wird.


    Das Thema Belegstellenschutzgesetz betrifft doch alle Imker, egal welche Rasse sie halten ...

    Eben.
    Bei Carnica, Ligustica etc. kann man das.
    Also sind Belegstellen und Schutzgebiete für diese zulässig und erforderlich. Und genetisch überprüfbar.
    Was für Buckfast unmöglich ist.


    Dass Belegstellen sinnvoll sind, habe ich nie bestritten. Es ist nur die Frage, um was für eine Belegstelle es sich handelt und wo diese etabliert werden soll.


    Der Dackelzüchter schickt seine läufige Hündin auch nicht einfach die Straße raus um sich auf gut Glück mit nem Zuchtdackelrüden zu paaren.


    Königinnenzucht muss kontrolliert passieren, sonst kann man es auch lassen. Die aktuell in Sachsen befindlichen Belegstellen sind nix anderes als bessere Belegstände und das wird sich durch evtl. Gesetze auch nicht ändern. Wer macht denn von den Imkern hier noch richtig Zucht? Die meisten sind über 60 Jahre alt und die Jungimker, die mit der Imkerei anfangen oder schon paar Jahre dabei sind, halten 5 oder 6 Völker. Die haben von einer Belegstelle noch nie was gehört!


    Wenn ich Imker reden höre, die darüber sprechen, was sie unter Zucht verstehen, wird sich an den Umständen auch nichts ändern. Die meisten sind doch froh, wenn sie im Herbst eine legende Königin in ihren Völkern haben. Da ist die Herkunft egal.


    Gruß,
    Falk

    Ernstgemeinte Frage: Kann man Buckfast genetisch festmachen?


    In meinem Statement ging es eher um die Carnica, da kein mir bekannter Züchter einer anderen Rasse eine Belegstelle einrichten wird.


    Königinnenzucht basiert auf den Erkenntnissen der Genetik. Die Buckfastzüchter selbst selektieren nicht nach Haarlänge oder Flügelindex sondern nach rein praktischen Kriterien. Hierbei versucht man die genetische Breite bzw. Vielfalt so hoch wie möglich zu halten.


    Ein genetisches Kriterium, an dem man sagen kann, "das ist eine Buckfast und das nicht" wird es so konkret nicht geben.


    Gruß,
    Falk

    Liebe Imkerkollegen,


    jetzt möchte ich als 2. Vorsitzender des Landesverbandes Sächsischer Buckfastimker e.V. auf die Vorwürfe bzw. Beweggründe eingehen.


    Das geplante Belegstellenschutzgesetz im vorliegenden Entwurf ist mittlerweile der 3. Anlauf des LVSI die vorhandenen Belegstellen zu schützen. Bisher waren die Versuche zwecklos und verliefen erfolglos, das hatte seine Gründe.
    Wir als Landesverband Sächsischer Buckfastimker wurden in all den drei bisherigen Versuchen vor vollendete Tatsachen gestellt, was einer vertrauensvolle Zusammenarbeit sicher nicht dienlich ist. Wir beachsichtigen selbst nicht, Belegstellen für die Buckfastbiene in Sachsen einzurichten, weil wir wissen, dass dies nicht die gewünschten züchterischen Erfolge bringt.


    Die aktuell vom LVSI in Sachsen betriebenen Belegstellen (5) werden nach unserer Kenntnis entweder kaum genutzt, liegen geografisch in ungünstigsten Gebieten oder werden kaum noch wirklich züchterisch und fachlich gut betreut. Die einzigen beiden Belegstellen, die züchterisch und fachlich gut betreut werden, sind die Belegstelle Blockhaus und Fürstenstuhl, die auch mit mehreren hundert Königinnen pro Jahr beschickt werden. Die Züchter werden auch im LVSI immer älter und hierunter leiden die Belegstellen und das Zuchtmaterial, was dort aufgestellt wird.


    Wir sind gegen dieses Belegstellenschutzgesetz, weil wir der Meinung sind, dass Sachsen aufgrund seiner geografischen Lage und der hohen Bienendichte keinen bienenfreien Raum für derartige Belegstellen hergibt. Das hat nichts mit irgendwelchen Rassen zu tun sondern ist den züchterischen Bedingungen geschuldet. Eine Belegstelle muss für die Anpaarung von Königinnen geeignet sein. Wer seine Königinnen kontrolliert anpaaren möchte, muss entweder auf die künstliche Besamung oder Inselbelegstellen zurückgreifen. Alles andere ist unsicher.


    Eine Drohne kann über 20 km weit fliegen, bettelt sich in andere Völker ein und vagabundiert danach weiter. Ein Schutzradius von 10km ist deshalb vollkommen sinnfrei. Hier müssten Schutzradien größer 20km festgesetzt werden. Das wiederum schafft gleich neue Probleme.
    Die Imker, die innerhalb der Belegstellen ihre Bienen halten, müssten vorher befragt werden, ob sie die Belegstelle akzeptieren. Sobald ein betroffener Imker ablehnt, ist die Belegstelle dort nicht zu errichten. Das betrifft im Übrigen auch die aktuell schon bestehenden, denn die sind nicht staatlich anerkannt. Um den staatlichen Schutz zu erlangen, müsste es erst einmal eine Richtlinie geben, welche Voraussetzungen eine Landbelegstelle vorweisen muss, um überhaupt anerkannt zu werden. Diese gibt es nicht, aus gutem Grund! Im Entwurf wird behauptet, dass dieses Gesetz keine Kosten verursachen würde - unserer Meinung nach ist das falsch. Wandergenehmigungen, die staatl. Anerkennung bedarf einer behördlichen Genehmigung. Dafür müssten im Vorfeld Richtlinien erlassen werden, das wiederum Geld kostet.


    Ein weiterer Grund ist die besondere rechtl. Situation. Wir sind der Meinung, dass einem Imker niemand vorschreiben darf, welche Bienenrasse er auf seinem Privatgrundstück (Eigentum) zu halten hat. Sofern ich im Schutzradius einer Belegstelle imker, müssten hier regelm. Kontrollen durchgeführt werden, ob ich auch wirklich die Rasse/Linie halte, die auf der Belegstelle geführt wird. Wer soll diese Kontrollen durchführen, wer bezahlt die Gentests?
    Zudem wird die freie Berufsausübung unserer Berufsimker eingeschränkt, denn Berufsimker dürften dann nicht mehr in den Schutzgürtel einer Belegstelle einwandern. Dieses Gesetz verstößt somit auch gegen das Grundrecht der freien Berufsausübung.
    Belegstellen dürfen zudem nicht in Trachtgebieten eingerichtet werden. Ein Problem in Sachsen, da wir immernoch in der glücklichen Lage sind, große, zusammenhängende Trachtgebiete, Obstplantagen etc. zu besitzen. Auch hier stößt dieses Gesetz an seine Grenzen.


    Nach diesem Entwurf sollen in Sachsen perspektivisch 10 Belegstellen eingerichtet werden. Unterstellt man einen Schutzradius von 10km entspricht dies 20% der Fläche von Sachsen!


    Die Zielsetzung des Belegstellschutzgesetzes lautet wie folgt: "Ziel des Gesetzes ist es, den Belegstellen für Bienen und damit der Zuchtarbeit einen besonderen Schutz zukommen zu lassen. D. h. die Einschleppung von Krankheiten und Schadorganismen über andere, nicht an der Zucht beteiligte Bienenvölker, soll verhindert werden."
    Hier werden also Regelungen aus dem Tierseuchengesetz als Vorwand "missbraucht". Entsprechende Regelungen bestehen seit Jahren (Gesundheitszeugnis, Wandergenehmigungen durch Veterinärämter etc.)!


    Zudem behält sich der LVSI vor, über Wanderanträge von Imkern mitzuentscheiden, die innerhalb der Schutzbezirke wandern wollen. Hier sollen unserer Meinung nach Wanderplätze vor "Fremdimkern" geschützt werden!


    Belegstellenschutzgesetze sind sicher in Bundesländern sinnvoll, die über einen entsprechend hohen bienenleeren Raum verfügen. Sachsen gehört nicht dazu. Bisher wurden entsprechende Gesetze nicht benötigt - die vorhandenen Belegstellen konnten ihre Arbeit trotzdem durchführen.


    Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.


    Imkerliche Grüße,
    Falk Meyer