Beiträge von Bienenfuchs

    Das Thema hatte ich (in Sachsen) mit dem Lebensmittelüberwachungsamt auch... da gings um Propolis und die Verarbeitung etc.


    Wenn du Cremes etc. selbst herstellen willst, muss das Umfeld (Arbeisplatz etc.) auch dafür passen...

    Ich gebe dir den Rat, dich vorher mit dem für dich zuständigen Lebensmittelüberwachsunsamt in Verbindung zu setzen und dort nachzufragen. Das erspart dir später ggf. viel Ärger und möglicherweise auch Bußgelder!


    Schau mal hier! https://www.lua.sachsen.de/dow…g_kosmetischer_Mittel.pdf

    Alternatives Modell: Halbtags angestellt arbeiten, was die KV und RV grundlegend absichert, und dann eine Nebenerwerbsimkerei.

    Wäre ich a.) jünger und b.) ein erfahrener Imker, dann würde ich so ein Modell durchrechnen (Bienen verschaffen mir derzeit ein weit größeres Gefühl von Sinn und Freude als der eigentliche Job, das kann ich auch nicht mit Geld quatifizieren).

    Meiner amateurhaften unvorbereiteten Meinung nach kann man so vielleicht das Gute aus beiden Welten vereinen, und mit einer Backup-Lösung langsam wachsen.

    Ich denke, nein.. ich bin mir sicher, dass das eine sehr gute Alternative ist. In der heutigen Zeit findet man immer einen Job - auch halbtags. Ist in den grundlegenenden existenziellen Belangen abgesichert und kann nach der Arbeit sein Geschäft aufbauen - Völker - Kunden. Wenn man es nach Jahren geschafft hat, einen großen Kundenstamm aufzubauen, wächst die Imkerei eben bis an eine Grenze, an der einem irgendwann klar wird... entweder weiter so (wird bei zunehmender Belastung halbtags in der Imkerei schwer) oder Sprung in die Selbstständigkeit mit dem Tragen diverser Risiken.

    Gut, wenn man einen Partner hat, der einen "sicheren" Job hat und zuverlässig Geld nach Hause bringt. Da kann sich der andere Partner bei den Bienen auslassen...

    Ich persönlich fände den Schritt zur Vollerwerbsimkerei auch gewagt, auch vor dem Hintergrund zunehmender Risiken für unsere Bienen... wir sind halt keine Handwerker und sehr auf äußere, unbeeinflussbaren Dingen ausgesetzt (Beutenkäfer, GVO, Pestizide, Asiatische Hornisse etc.)

    Klar ist das Urproduktion. Die Leistung wird ja unmittelbar von den Bienen erbracht, ist bei Bestäubung nicht anders. Klar ist es eine Dienstleistung, aber die wird durch die Bienen erbracht :)


    Ich kümmere mich um die Bienen, so wie immer. Ob hier oder da ist doch latte.

    Wie schon geschrieben... du bringst deine Bienen in dem Falle nicht in eine Obstplantage und erhälst dafür eine Bestäubungsprämie... hier geht's um Marketing.... Die Firma wird es als Spende o.ä. deklarieren...


    Aber ich bin kein Steuerberater und eigentlich ist mir das auch Wurscht :) betrifft mich ja nicht ;)

    Eine gute Idee ist die Vermietung von Bienen dennoch... und der Preis von 100 EUR/Monat sehe ich als gerechtfertigt an... Arbeitszeit und sonstige Kosten werden so halbwegs gedeckt... nicht jeder möchte für 1 EUR/h arbeiten.

    ABER!!!!


    Ich könnte mir vorstellen, dass der Prüfer hinterher mal beim Imker anklopft! Wenn ich solch eine Geschichte machen würde. Ich also quasi meine Bienen prostituieren würde :D:saint:, würde ich persönlich dies beim FA als zusätzliche einkunft anmelden. so kann keiner einem ans Bein pinkeln und die Sache ist sauber!


    lg


    Und das kann durchaus problematisch werden!

    Die Einkünfte aus der Imkerei (landwirtschaftliche Urproduktion) stellen per se erstmal kein Gewerbe dar, wenn man den Honig selbst erntet und vermarktet.


    Für diese Art der Imkerei (Vermietung von Bienen) kann die landw. Urproduktion wohl nicht mehr in Betracht genzogen werden... Pro Volk ca. 1.200 EUR im Jahr Einnahmen... Bei einem Honigpreis von 10 EUR/kg müsste das Volk 120 kg bringen - utopisch.


    Es könnte also sein, dass aus den "Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft" schnell "Einkünfte aus Gewerbebetrieb" werden... denn die Honigerzeugung steht hier nicht mehr im Vordergrund... Und da gibt es andere "Spielregeln"...


    Ich selbst bin kein Steuerberater, aber bevor ich Bienen in diesem Stil vermieten würde, würde ich mich erstmal mit einem Steuerberater, der sich mit der Imkerei auch steuerlich auskennt, befragen...

    Es ist halt leider keine win-win Situation für alle - eher eine Lose-Win-Win - eben weil IMHO das Wohl der Bienen eine untergeordnete Rolle zu spielen scheint - es sei denn jemand aus der Firma kümmert sich auch noch nebenbei. :(


    Bienenfuchs : Ich weiß - ist eine ketzerische Frage - aber was ist Deiner Meinung nach die "richtige Biene + Betriebsweise"?

    Mit meiner Antwort werden wir sicher vom Thema abschweifen... deswegen ganz kurz und bündig:

    - Buckfastbiene (belegstellenbegattet) in der Dadant-Beute (mod. nach ADAM). 2018 hatte ich 0 Schwärme und mehrere volle Honigaufsätze :D

    Hallo Stefan,


    ich besuche meine Völker auch nur etwa 8-9 mal pro Jahr. Wenn du die richtige Biene + Betriebsweise hast, sind viele Besuche und Eingriffe nicht notwendig... eher schädlich!

    Die Völker sollten so wenig wie möglich und so oft wie nötig kontrolliert werden!

    Ich weiß nicht, in welchem System du imkerst, aber du könntest die Brutraumzarge abnehmen, darunter (also über dem Boden) ein Absperrgitter legen, darüber eine leere Brutraumzarge und die Waben einzeln vorm Flugloch abstoßen. Die bienenleeren Waben hängst du wieder an Ort und Stelle. Die Bienen laufen dann durch das Absperrgitter zu den Waben. Die Königin wird unter dem Absperrgitter sitzen und von dort kannst du sie bequem wegnehmen. Geht relativ schnell und unkompliziert, wenn du im Magazin imkerst.


    Gruß,

    Falk

    Bei meinen Belegstellen-Buckis auch! Die waren komplett aus der Brut. Jetzt ist wieder offene Brut und z.T. auch verdeckelte Brut vorhanden. War ganz gut.. da hat die Milbenbehandlung gut gegriffen :)


    Nur diesjährige, frisch eingeweiselte Muttis haben aktuell richtig schön viel Brut :)

    Klingt nach chronischem Paralysevirus. Hatte ich auch in einem Volk. Die hatten auffallend hohen Totenfall. Die Bienen zitterten regelrecht auf den Waben und waren schwarz. Hatte daraufhin beim JKI - Institut angerufen und den Sachverhalt geschildert (glaubte auch an eine Vergiftung- es war jedoch nur eins von 10 Völkern betroffen). Die meinten, dass das eher nach dem Paralysevirus klingt. Ich habe das Volk umgeweiselt und an einen anderen isolierten Standort verbracht. Nach dem Umweiseln ging die neue Mutti nochmal ordentlich in Brut. Die Symptome tauchten nicht wieder auf.

    Ja, den Verdacht habe ich auch. Zumal nach wie vor kein weiteres Volk betroffen ist. Und so gut wie keine Varroa fällt, und die Brut völlig unauffällig aussieht, somit ABPV eigentlich wegfällt. Allerdings sind die Bienen nicht schwarz, aber es gibt ja auch nicht immer" ganz oder gar nicht."

    Möchte das Volk jetzt nicht unnötig stören, aber nachsehen, ob sie selber umweiseln möchten, muss ich ja wohl doch.

    Sie jetzt aktiv selber umweiseln halte ich für etwas gewagt, zumal die Königin eigentlich sehr gut war (F1 von Zuchtkö)

    Oder was denkt ihr?

    Die Empfehlung damals vom JKI war umweiseln und isoliert aufstellen. Das hat zusammen sehr gut geklappt. Auch wenn das bei dir eine Zuchtkönigin ist, würde ich der Empfehlung folgen!


    Im schlimmsten Fall hast du das Volk nächstes Jahr verloren. Andernfalls verlierst du nur eine Königin...

    Klingt nach chronischem Paralysevirus. Hatte ich auch in einem Volk. Die hatten auffallend hohen Totenfall. Die Bienen zitterten regelrecht auf den Waben und waren schwarz. Hatte daraufhin beim JKI - Institut angerufen und den Sachverhalt geschildert (glaubte auch an eine Vergiftung- es war jedoch nur eins von 10 Völkern betroffen). Die meinten, dass das eher nach dem Paralysevirus klingt. Ich habe das Volk umgeweiselt und an einen anderen isolierten Standort verbracht. Nach dem Umweiseln ging die neue Mutti nochmal ordentlich in Brut. Die Symptome tauchten nicht wieder auf.

    Dass die nach ner AS Behandlung erstmal aus der Brut gehen ist normal.


    Der viele Honig klingt nach Melizitose. Schimmert der Nektar so stumpf weisslich oder bräunlich? Versuche mal auszuschleudern. Ansonsten Mittelwände einlöten und mindestens 50% der Waben entnehmen und durch Mittelwände ersetzen. Sollte die Melizitosetracht anhalten, bauen die Völker die Mittelwände gut aus und machen auch nochmal Brut. Wir hatten 2016 Mitte August auch so furchtbar viel davon! Bekam den Völkern, die auf diesem Mist überwinterten nicht gut.


    Viel Glück!


    EDIT: Falls möglich pack die Völker ein und bringe sie an einen etwa 5 km entfernten Standort mit möglichst wenig Wald.

    Hallo Chris,


    bitte bemühe die Suchfunktion... über Ablegerbildung wird und wurde hier im Forum schon viel geschrieben! Die Fragen zur Erstellung wiederholen sich stets.

    Man sollte, wenn man schon Ableger mit offener Brut erstellt, die Nachschaffungszellen brechen und eine "ordentliche" Weiselzelle geben. In der Not des ohne Weisel gebildeten Ablegers ziehen die Bienen auch von eigentlich "zu alten" Maden nach, was die Qualität der Königin beeinträchtigt. Zudem kann das, wenn mehrere Königinnen schlüpfen und der Ableger sehr stark ist, zum schwärmen führen.


    Ich bilde die Ableger auch mit offener Brut, entferne nach 9 Tagen sämtlichen Weiselzellen und hänge eine Edelzelle ein oder setze eine Königin zu. Da darf nix dem Zufall überlassen bleiben.

    Das funktioniert zu 95%. In seltenen Fällen kommt eine Königin nicht vom Begattungsflug zurück. Das merkt man aber am Verhalten der Bienen ziemlich schnell. Dann wird geholfen.


    Ich hatte dieses Jahr ein Ableger, an dem ich zwei Königinnen "gelassen" habe... die wollten diese einfach nicht akzeptieren. Beim dritten Versuch hat es dann geklappt. Bei der gestrigen Kontrolle fand ich ein ausgedehntes Brutnest in allen Stadien vor.