Beiträge von Bienenfuchs

    Nur noch mal kurz zur Erklärung: Die zwei HR kamen von einem einzigen Volk, die anderen stehen an anderen Standorten und haben keine Robinie gesammelt.

    Für mich sind drei HR auf den Völkern im Sommer normal, mehr habe ich nie drauf. Haben alle anderen Dadantimker so starke Völker (ohne Schwarmtrieb, versteht sich), dass sie mehr brauchen? Habe ich von Imkerkollegen hier vor Ort noch nie so gehört.

    Naja... liegt dann wohl an der Qualität der Königinnen.


    Ich habe i.d.R. 3-4 Zargen... heuer sogar 5 auf den Völkern. Alle, die weniger zu Stande bringen, werden ausselektiert...


    Gruß,

    Falk

    Ich hatte vor ein paar Jahren auch ein Volk mit dem chronischen Paralysevirus. Hatte damals auch beim JKI angerufen.


    Empfehlung lautete: Volk isolieren und Königin austauschen. Habe ich alles so gemacht. Das Volk hat sich schnell erholt und auch gut überwintert.


    Abschwefeln muss also nicht unbedingt sein. Wenn es noch stark genug ist, besorg dir ne neue Königin und alles wird gut.

    Hallo Tobias,


    (eigentlich) ganz einfach.


    Du bildest am Bienenstand einen Ableger (3-Waben). 1 Futterwaben und 2 Brutwaben (junge und verdeckelte Brut) mit ansitzenden Bienen - ohne Königin. Ich bilde die immer so 9 Tage bevor ich ne junge Königin zusetzen will. Nach paar Tagen werden alle evtl. gezogenen Weiselzellen gebrochen und nach 9 Tagen hat der Ableger nur noch verdeckelte Brut. Dann können die sich aus eigener Kraft keine neue Königin ziehen. Und dann wird die junge Königin zugesetzt. Funktioniert gut, auch im MiniPlus.


    Gruß,

    Falk

    Meine Güte... wenn du wesengemäß imkern willst, dann schau zu den Bioimkern und deren Richtlinien... (außer Demeter).

    Wieso außer Demeter? Das sind die einzigen, die "wesensgemäß" imkern.

    Wir anderen Bioimker imkern nur "artgerecht".

    Und wie imkern wir Nicht-Bioimker dann? :/

    Was bedeutet eigentlich wesensgemäß? Es bedeutet (für mich) die Ausrichtung von Beute + Betriebsweise am Wesen der Bienen. Im Einklang mit den Bienen werden Arbeiten etc. durchgeführt. Unterstützende Maßnahmen, richtungslenkend... nicht in die elementaren Gegegebenheiten eingreifend.


    Kann man sich sicher drüber streiten.


    schulle ich weiß nicht, warum du kein Schied einsetzen willst, aber ich kann mir gut denken, dass du nicht weißt, welche Funktion es überhaupt hat... imkern ohne Absperrgitter ist auch so eine Sache... wenn du eine gute Königin hast, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese in den Honigraum geht und Eier legt. Wie willst du denn dann den Honig ernten? Es gibt schon sehr gute Gründe, warum es das Absperrgitter gibt. ;)

    Warum muss hier eigentlich jeder (auch Anfänger) rumprobieren wollen?

    Meine Güte... wenn du wesengemäß imkern willst, dann schau zu den Bioimkern und deren Richtlinien... (außer Demeter).

    Lass ruhig den Honig komplett drin... wenn du im Herbst ne Melezitosetracht hast, wirst du im Frühling keine Bienen mehr haben... Imkerei ist mehr als ein Anfängerkurs und paar Bücher von Liebig und Co.


    Leute... nutzt doch bitte Beute und Betriebsweise, die zusammen funktionieren und tausendfach erprobt sind... :rolleyes:

    Schwarmkontrolle? Was ist das?


    Schwarmkontrolle mache ich bei den Wirtschaftsvölkern gar nicht mehr... brauche ich mit einer anständigen Biene + Betriebsweise auch nicht.


    Das verschafft mir Zeit und den Bienen mehr Ruhe :)

    Ich plane, kurz vor Ende der Frühtracht, alle Völker - jedes für sich - abzufegen und jedes Volk (jetzt Kunstschwarm) in eine neue Beute zu schütten, wobei die Flugbienen zu den abgefegten Waben samt Honigwaben zurückfliegen sollen. Somit habe ich auf der einen Seite weiselrichtige Kunstschwärme, die ich z. b. mit Milchsäure gegen Varroatose behandeln könnte. Auf der anderen Seite habe ich weisellose Fluglinge, die sich Weiselzellen nachziehen, die ich für die Ableger verwenden will. Spätestens nach 9 Tagen, bevor die neuen Königinnen schlüpfen, kann ich die Fluglinge in beliebig viele Ableger aufteilen, oder verdoppele einfach nur den Bestand (pro Volk 1 Ableger). Die neuen Ableger können dann 3 Wochen nach Erstellung ebenfalls mit Milchsäure behandelt werden. Wie ich die Lindentracht noch optimal nutzen könnte, muss ich mir dann überlegen, wenn es so weit ist (Anfang/Mitte Juni).

    Willst du auch Honig ernten oder warum machst du sowas?? Und was machst du mit der Brut? Ich verstehe den Plan, der dahinter steckt, nicht wirklich... In der Saison schröpft man doch nicht absichtlich die Wirtschaftsvölker... Wenn du Pech hast, reichen die Flugbienen nicht, um die Brutwaben zu wärmen... vom Honig ganz zu schweigen...

    Es reicht ein ordentliches Pflegevolk, um genügend Weiselzellen zu ziehen... Und Ableger erstellt man besser nach der Lindentracht mittels Kunstschwärme der mit Bienen besetzten Honigräume und einer jungen Königin - kommt aber auf die Biene und Betriebsweise an.


    Ableger, sofern sie in der Tracht gebildet werden müssen, sollten 2 Brutwaben, 2 Futterwaben und eine Mittelwand haben ( inkl. alte Weisel oder schlupfreife Weiselzelle) ... Da entwickelt sich bis zum Herbst ein schönes Jungvolk!

    Möglicherweise kannst du Versandkosten sparen, wenn du den Anbieter wechselst? Ich nehme mal an, dass du aktuell per DHL versendest?


    HERMES bietet u.U. eine günstigere Versendung bzw. ist in den Modalitäten (Paketgröße + Gewicht) günstiger als DHL (noch).


    Ich finde die Versandgebühr je versendetes kg Honig schwierig. Denn hieraus lässt sich meiner Meinung nach nicht unbedingt ein Zusammenhang konstruieren.

    Bei einer durchschnittl. Lieferung von 1,5 kg Honig (= 3 Gläser) würdest du bei HERMES deutlich weniger bezahlen.


    Die Kosten für den Webshop kannst du dir eigentlich sparen. Ich weiß ja nicht, wo und wie du den führst und pflegst, aber bei Wordpress gibt es mittels Woocommerce die Möglichkeit, einen eigenen Webshop kostenlos zu gestalten. Die höherwertigen Templates kosten dann zwar auch eine Gebühr, aber das hält sich in Grenzen.


    Grüße,
    Falk

    Das Thema hatte ich (in Sachsen) mit dem Lebensmittelüberwachungsamt auch... da gings um Propolis und die Verarbeitung etc.


    Wenn du Cremes etc. selbst herstellen willst, muss das Umfeld (Arbeisplatz etc.) auch dafür passen...

    Ich gebe dir den Rat, dich vorher mit dem für dich zuständigen Lebensmittelüberwachsunsamt in Verbindung zu setzen und dort nachzufragen. Das erspart dir später ggf. viel Ärger und möglicherweise auch Bußgelder!


    Schau mal hier! https://www.lua.sachsen.de/dow…g_kosmetischer_Mittel.pdf

    Alternatives Modell: Halbtags angestellt arbeiten, was die KV und RV grundlegend absichert, und dann eine Nebenerwerbsimkerei.

    Wäre ich a.) jünger und b.) ein erfahrener Imker, dann würde ich so ein Modell durchrechnen (Bienen verschaffen mir derzeit ein weit größeres Gefühl von Sinn und Freude als der eigentliche Job, das kann ich auch nicht mit Geld quatifizieren).

    Meiner amateurhaften unvorbereiteten Meinung nach kann man so vielleicht das Gute aus beiden Welten vereinen, und mit einer Backup-Lösung langsam wachsen.

    Ich denke, nein.. ich bin mir sicher, dass das eine sehr gute Alternative ist. In der heutigen Zeit findet man immer einen Job - auch halbtags. Ist in den grundlegenenden existenziellen Belangen abgesichert und kann nach der Arbeit sein Geschäft aufbauen - Völker - Kunden. Wenn man es nach Jahren geschafft hat, einen großen Kundenstamm aufzubauen, wächst die Imkerei eben bis an eine Grenze, an der einem irgendwann klar wird... entweder weiter so (wird bei zunehmender Belastung halbtags in der Imkerei schwer) oder Sprung in die Selbstständigkeit mit dem Tragen diverser Risiken.

    Gut, wenn man einen Partner hat, der einen "sicheren" Job hat und zuverlässig Geld nach Hause bringt. Da kann sich der andere Partner bei den Bienen auslassen...

    Ich persönlich fände den Schritt zur Vollerwerbsimkerei auch gewagt, auch vor dem Hintergrund zunehmender Risiken für unsere Bienen... wir sind halt keine Handwerker und sehr auf äußere, unbeeinflussbaren Dingen ausgesetzt (Beutenkäfer, GVO, Pestizide, Asiatische Hornisse etc.)

    Klar ist das Urproduktion. Die Leistung wird ja unmittelbar von den Bienen erbracht, ist bei Bestäubung nicht anders. Klar ist es eine Dienstleistung, aber die wird durch die Bienen erbracht :)


    Ich kümmere mich um die Bienen, so wie immer. Ob hier oder da ist doch latte.

    Wie schon geschrieben... du bringst deine Bienen in dem Falle nicht in eine Obstplantage und erhälst dafür eine Bestäubungsprämie... hier geht's um Marketing.... Die Firma wird es als Spende o.ä. deklarieren...


    Aber ich bin kein Steuerberater und eigentlich ist mir das auch Wurscht :) betrifft mich ja nicht ;)

    Eine gute Idee ist die Vermietung von Bienen dennoch... und der Preis von 100 EUR/Monat sehe ich als gerechtfertigt an... Arbeitszeit und sonstige Kosten werden so halbwegs gedeckt... nicht jeder möchte für 1 EUR/h arbeiten.

    ABER!!!!


    Ich könnte mir vorstellen, dass der Prüfer hinterher mal beim Imker anklopft! Wenn ich solch eine Geschichte machen würde. Ich also quasi meine Bienen prostituieren würde :D:saint:, würde ich persönlich dies beim FA als zusätzliche einkunft anmelden. so kann keiner einem ans Bein pinkeln und die Sache ist sauber!


    lg


    Und das kann durchaus problematisch werden!

    Die Einkünfte aus der Imkerei (landwirtschaftliche Urproduktion) stellen per se erstmal kein Gewerbe dar, wenn man den Honig selbst erntet und vermarktet.


    Für diese Art der Imkerei (Vermietung von Bienen) kann die landw. Urproduktion wohl nicht mehr in Betracht genzogen werden... Pro Volk ca. 1.200 EUR im Jahr Einnahmen... Bei einem Honigpreis von 10 EUR/kg müsste das Volk 120 kg bringen - utopisch.


    Es könnte also sein, dass aus den "Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft" schnell "Einkünfte aus Gewerbebetrieb" werden... denn die Honigerzeugung steht hier nicht mehr im Vordergrund... Und da gibt es andere "Spielregeln"...


    Ich selbst bin kein Steuerberater, aber bevor ich Bienen in diesem Stil vermieten würde, würde ich mich erstmal mit einem Steuerberater, der sich mit der Imkerei auch steuerlich auskennt, befragen...