Beiträge von Remstalimker

    Hallo Dobimar,
    Zwölfer-Dadant reicht vollkommen aus, ich kenne Leute die drücken das Brutnest sogar auf 7 Waben zusammen, weil sie den übermäßigen Polleneintrag verhindern wollen. Allerdings muß dann immer ein voller Honigraum bleiben. Verschiedene Imker, ich auch, haben schon mit größeren Waben Versuche gemacht. Viele Jahre habe ich mit 1 1/2 Zander, zwölf Waben im Brutraum, gearbeitet. Ein Versuch mit 12er Doppelzander war nicht das Gelbe vom Ei. So etwas ist gut für einen der Bienen fliegen lassen will. Er braucht auch nicht füttern und muss keinen Honig schleudern. In Frankreich hatte ich drei Jahre Bienen in Dadant- Blatt 10er, das hat ausgereicht für die dortige Landrasse. Meinen Buckis war die Kiste zu eng. Jetzt habe ich wegen aktiver Hilfe meiner Freunde nach einem Varroacrash das Amidadant. Glaube dem Bruder Adam, diese Kiste reicht. Wenn du Rähmchen kaufst, dann sind die Modifizierten robuster. Auch ist dieses Maß durch die Buckfastimker verbreiteter.
    Nach Hohenheim ist es übrigens den Bienen egal auf welchem Maß sie wohnen.


    Gruß
    Remstalimker

    Hallo Sabi(e)ne,
    so ein Regentag hat auch so seine Vorteile, man bekommt sofort Antwort.
    Vorweg, es geht mir nicht um das Griffelspitzen. Ich weiß im Moment gerade nicht ob Gauß oder Mendel zuerst auf diese Erkenntnis kam. Auf jeden Fall hat der Praktiker Mendel in seiner 2. Regel dies entdeckt oder ausgezählt. Mir steht als Biologe halt der Mendel näher.


    Zu meinem Vortrag. Bei der Aufstellung des Jahresprogramms unseres Vereines werde ich einfach für einen Vortrag eingeteilt. Ein Freund hat zu mir gesagt, mach doch mal was über Bienengenetik, dass wir darüber Reden können. Weil auch JungimkerInnen bei uns Vorträge halten, kann ich nicht "nein" sagen. Mit einem fremden Referenten kann man auch nicht so gut rumdiskutieren. Mir macht die Vorbereitung auch Spaß, bin doch aus dem Arbeitsleben draußen. Etwas Praxisbezug sollte die Sache durchaus haben, denn es kommt mit Sicherheit die Frage: "Wie machst du es?" Dabei ist das Thema schwierig, denn nix (nichts) genaues weiß man nicht. Es wird sogar behauptet, dass Drohnenbrüder genetisch identisch wären. Bienengenetik ist natürlich sehr schwierig. Ich glaube das machen alle gleich meinem Schüler. Denn in allen Büchern taucht immer das Linienzuchtschema von Ruttner auf. Ein Schüler von mir war deutscher Meister im „Hasenzüchten“. So sagt man bei uns dazu, weil Kaninchen als Art nicht allgemein bekannt sind. Was macht man da? Ich hakte sofort im Unterricht nach und wollte ein Referat in der nächsten Stunde. Er sagte: "Das kann ich sofort - totschlagen!" Das war's. So züchtet man. Ich hätte halt gerne Ratschläge von Praktikern. Ich mag die Gurus, welche Bienenreligion verkaufen, nicht. Ein gutes Buch ist das von Eigil Holm. Doch auch da gruselt es mir so langsam, wenn ich an die Afrikanisierung mit der Elgonbiene denke.


    Das mit der Aufstellung geht bei uns so nicht und ist auch nicht immer aussagekräftig. Wir wohnen in einem Weinbaugebiet und da gibt es nach dem 15. Mai keine Tracht mehr. Beim Wandern bleibt nur die Reihenaufstellung, denn besonders im Wald muss auf die Holzrücker Rücksicht genommen werden. Unsere Völker standen dieses Jahr, trotz Buckfast, in einer Reihe. Das Waagvolk (Buckis)meines Freundes stand in der Mitte und hatte nach den täglichen Meldungen die höchsten Zunahmen von allen Waagen. Ich habe die Bienenfluchten für ihn eingelegt und spüre das im Kreuz (Rückgrat) immer noch. Seine Randvölker waren dagegen bescheiden. Das dürfte eigentlich sein. Bienen lesen keine Imkerbücher, sagte ein alter Experte aus unserem Verein.


    Mein persönliches Problem: Ich betreibe die Imkerei auch sportlich und kann sie nicht ausufern lassen. 16 Völker, "basta" würde der alte Kanzler sagen. Umgeweiselt wird mit Miniplusvölkern nach dem Auffüttern und der Varroabehandlung. Da ergibt sich halt die Frage der Auslese.


    Zur Landrasse. Als ich zu imkern begann, gab es in unserer Gemeinde echte Landrässler. Es wurde nach der Schwarmlust ausgelesen. Da gab es Königinnen, welche nicht einmal ein Zandermagazin füllen konnten. Das wäre es. Ich hoffe immer noch, dass einer sagen kann: "Ich habe die Erfahrung: Wenn ich zwölf Miniplusbeuten öffne und drei davon fühlen sich gestört, die werden immer unruhig bleiben oder wenn ein leidlich besetztes Minipluskästchen im Brutnestchen lange Futter speichert, das wird es auch im Vollvolk tun. So meine Erfahrung"


    Mit freundlichen Grüßen
    Remstalimker

    Hallo Sabi(e)ne,
    recht ist die Sache klar. Der Schwarm gehört dir. Der Gesetzgeber hat die unverzügliche Verfolgung per Imkerforum nicht vorgesehen. Außerdem hat er nicht selber verfolgt sondern ein Vertreter.


    Du könntest frei nach Wilhelm Busch handeln: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich gänzlich ungeniert." Das Volk samt Königin behalten. Rechtsweg bis zum Bundesgerichtshof durchstehen, dann lebt die Dame sowieso nicht mehr.


    Du könntest listig handeln und nur dir sagen, dass du eine "gute" Tochter dieser Königin wolltest. Das Überwinterungsrisiko ist eh viel zu hoch und der Schwarze Peter wäre auf der Seite des verhinderten Schwarmverhüters.


    Ups, jetzt hat der Informant mitgelesen. He Informant mach doch deinem Imkerkollegen einen guten Vorschlag. Seine Absicht Königin zurück ist doch etwas dürftig.


    Mit gespanntem Gruß
    Remstalimker

    Hallo,
    ich hoffe dein Problem hat sich positiv erledigt. Beachte in Zukunft, dass es Königinnen gibt, diese legen sofort los und solche, welche warten bis die letzte Zelle geschlüpft ist. Letztere sind die absolute Mehrheit.


    Gruß
    Remstalimker

    Hallo Experten,
    ich möchte das Mendeln in meine Trachtvölkern mindern. Kurz gesagt, obwohl ich meist jährlich umweisle kommen bei mir frei nach Mendel auf ein gutes Volk zwei mittlere und eines, vom Ertrag her, dass ich es nicht zugeben will so etwas zu haben. Ich halte meine Umweislungsköniginnen in Mini-Plus Beuten und beobachte sie. Ich kaufe, nicht jedes Jahr, in Luxemburg Königinnen und züchte von den besten nach.


    Frage, welche Kriterien zeichnen ein gute Jungkönigin aus. Inzuchtschäden lassen sich nach Beobachtung des Legebildes: Vergleich Bestiftung:Verdeckelte Zellen nach 13 Tagen leicht feststellen. Man könnte auch nach Liebig die Populationdynamik messen. Habe ich aber noch nie Konsequent gemacht. Ob das bei so kleinen Völkchen Sinn macht ist auch so eine Frage. Es ist kein Fehler, wenn eine Königin groß ist, man hat aber auch schon kleine Mädchen mit großer Leistung gesehen. Welche Kriterien sind anwendbar?
    Nicht unerwähnt sei, dass ich auf Wunsch meiner Kollegen im Verein einen Vortrag über Genetik der Bienen halten soll und da sind solche Erkenntnisse auch wichtig.


    Mit freundlichen Grüßen
    Remstalimker

    Hallo Timo,
    spreche im Verein mit mehreren Imkern. Lasse dich auf den Stand einladen. Wer eine gute Imkerei hat macht das bei Anfängern gerne. Du kannst dann vergleichen. Ein guter Imker hat starke Völker. Frage auch immer mehrere über das Problem des Rähmchenmaßes, der Beuten. In Württemberg würde ich sagen, baue oder kaufe die Hoheneimer Einfachbeute, da machst du keine Fehler. Wenn du nicht mehr imkern willst, dann ist sie leicht zu verkaufen. Ich persönlich ziehe einen Brutraum mit größerer Wabe vor. Die Bienenrasse ist für einen Anfänger nicht das große Problem. Greif aber nicht zur Superdupperexote garantiert resistent gegen Varroa und garantiertem Ertrag von 3 Zentnern. Ja, beachte die Ratschläge im Forum und wie einer hier geschrieben hat, mit einem Volk kann man nicht anfangen. Jetzt sind die Bienen billiger, fängst du jetzt an, lass dich in der Varroabehandlung unbedingt beraten vom Verkäufer oder einem Profi. Es gibt auch Bienenverschenker. Vertraue am Anfang keinem der gerade etwas erfunden hat mit Erdstrahlen oder Elektronikchips oder ähnlichem "Unsinn". Die Mehrheit arbeitet bei uns mit Ameisensäureverdampfung. Im Frühjahr hast du das Problem nicht, dafür sind die Bienen teurer. Zum Schluss, werde Imker, das echte Züchten ist jedoch bei Bienen nicht so einfach wie das Hundezüchten.
    Lese und schreibe hier im Forum. Es sind recht vernünftige Leute. Ja, habe noch keinen Spinner gefunden.


    Mit freundlichen Grüßen


    Remstalimker

    Hallo Toyotafan,


    es geht hier nicht um sehr trüben Honig sondern um das Problem sauber-rein oder weißer als weiß, also nur um ein bissle. Wie schon gesagt, wenn ich meinen Honig überhitze, dann ist er auch so klar wie der des Kollegen. Ich möchte aber den Honig wegen der Schönheit nicht zerstören und auch von Thomas keine Filterpatronen einsetzen. Als Kleinstimker mit 16 Völkern habe ich wohl eigenen Schleuderraum der ist aber nicht heizbar, in den Wohnung stellen darf ich den Honig nicht und dank Isolierung bringt der Heizraum auch nichts. Einen kandierten Honig kann man im Meli mit 40° C nicht verflüssigen, es müssen also schon 55° sein. Ich schleudere aus unbebrüteten Halbwaben, bis auf die 12 1/2 Kg-Eimer alles aus Edelstahl. Ich nehme an, du hast noch nie Tannenhonig geschleudert, der wird nach zwei Tagen so zäh, dass er ohne Heizspirale nicht mehr durch das Sieb geht. Ach so, das habe ich vergessen. Ich arbeite mit einem konischen Sieb, nach der Kärung laufen ohne irgendwelche mechanischen Reinigungen die Schleuderung eines Tages durch. Wenn man nicht klärt, dann ist dieses Feinsieb schon nach kurzer Zeit verstopft. Wie du siehst ist es bei mir kein Problem der technischen Ausrüstung. Es tut mir Leid, ich muss meiner Frau recht geben, der Kerl macht das mit Hitze.


    Zum hier erwähnten "Schweizer Melitherm" möchte ich schon lange folgendes sagen. Ob der konische Behälter einen Vorteil bringt, das kann ich nicht sagen, eine Windung mehr ist sicher von Vorteil. Der Honig wird schneller erwärmt. Sein Kühler, der Honig tropft über mehrere runde Lochplatten, soll dem Honig 2% Wasser entziehen. Dieses müsste man nachprüfen. Die Äußerungen des Herstellers in Donaueschingen waren für mich nicht ganz durchsichtig. Er bläst mit einem Lüfter über die Platten, meine Argumente bezüglich des Staubes will er nicht anerkennen. Wer hat einen Reinraum unter den Imkern? Trotzdem die Idee, mit dem Kühlernebeneffekt wäre bei günstiger Luftfeuchtigkeit zu überlegen. Doch 300 € zur Erweiterung meines Imkermuseums sollten überlegt sein.


    Gruß
    Remstalimker

    Hallo,
    ich habe das Melithermgerät seit der ersten Stunde. Lasse meinen Honig zwei Tage klären, so ganz klar bekomme ich ihn nicht. Habe auch schon bei der Prämierung eine Medaille in Gold bekommen, trotz der leichten Trübung. Doch das Schicksal will es, beim Kreisziegenfest gewinne ich in der Tombola immer ein Glas glasklaren Honig. Wie macht man das ohne den Honig bis zur Zuckerbrühe zu erhitzen?


    Der Feinauer und ich, er schon seit Jahren, warten auf die Antwort.


    Gruß
    Remstalimker

    Hallo,
    ich habe noch nie bei der Verdampfung von Ameisensäure mit dem Liebigdispenser den Boden ganz verschlossen. Ich habe unter dem Gitterboden eine Kunststoffplatte zur Befallskontrolle. Links und rechts befindet sich ein Spalt von ca. 40cm X 1cm. Liebig ist der Meinung, dass der Boden zu sein muss. Allerdings habe ich bei einzelnen Völkern die Platte vergessen und es hat auch funktioniert. Ich meine, es ist wichtig, dass man sich an die zweimalige Behandlung, mit dritter Winterbehandlung hält.


    Gruß
    Remstalimker

    Hallo,
    diese Reaktion ist normal. Das Problem liegt wohl bei der Innenfütterung. Die Bienen reagieren auf eine Tracht, welche so in der Natur nicht vorkommt. Sie bekommen von ihrem Informationsystem gesagt: "Tracht in der Nähe" und suchen dann die Quelle. Das hört nach der Auffütterung aus.


    Gruß
    Remstalimker