Beiträge von Facharbeiter Imker

    Ich versuche mal eine Zusammenfassung:


    Spätsommerbehandlung - Schwammtuch mit 60% Ameisensäure im DN von oben



    - 2ml gekühlte 60%ige Ameisensäure pro Wabe (Wabenanzahl ist entscheidend, nicht die
    Bienenmenge)
    - Behandlung abends bei Ende Flugbetrieb
    - Anwendung zwischen Aussentemperaturen von 15°C bis 30°C
    - Drei Wochen lang je eine Behandlung pro Woche, jedoch Behandlung nicht stereotyp
    fortsetzen sondern jede Woche neu entscheiden
    - Schwammtuch sollte nicht fabrikneu, sondern schon benutzt sein (einfache
    Küchenschwammtücher)
    - mit Rauch die Bienen in die Wabengassen treiben
    - Schwammtuch einfach oben auf die Rähmchen
    - je ein Schwammtuch pro Zarge (und dennoch alle Schwammtücher obendrauf)
    - Schwammtücher nach 24h wieder entfernen.


    Die Schwammtuchmethode ist eine Schockbehandlung zur schnellen Varroareduzierung.
    Sie entfernt bei befallenen Völkern (Anwendung i.d.R. nach dem Abschleudern) einen guten Anteil der Milben und ermöglicht dem Volk die Aufzucht gesunder Winterbienen.


    Arbeitsschutz:
    - Schutzbrille
    - Handschuhe



    Taktik der Schwammtuchmethode:


    AS-Schwammtuch ist nicht Scharfschütze, AS-Schwammtuch ist Handgranate. Optimal wär alle tot, keine Kollateralschäden und aufgeräumt ist auch wieder, nur Handgranaten sind halt irgendwie anders.

    Nach dem letzten Abschleudern vor drei Wochen habe ich, als Henry-Jünger, zum Einfüttern mit Futterteig auch das Entdeckelungswachs mit dem anhaftenden Honig auf den Futterteig gelegt, um diesen Honig sinnvoll zu nutzen und die Bienen zum Teig zu locken. Die Wachsbrocken auf dem Teig haben die Bienen zu einer "Mondlandschaft" ausgezogen, in den Zellen jedoch nichts eingelagert. KEINE dieser Zellen ist sechseckig, alle sind rund. Ist die Bienenzelle also doch "eigentlich" rund und nur durch die sonstige Enge sechsechig?








    Das Buch >> So sind die Bienen << richtet sich in erster Linie an Bienenfreunde und deren (zukünftige) Nachbarn. Es erläutert amüsant die Bedeutung der Bienen für uns und die Umwelt sowie ihre Lebensweise. Es enthält viele Gedichte und eine schöne Illustration von A. Paul Weber. Interessant ist, daß Gercke schon damals den Versuch, den Schwarmtrieb, der ja eigentlich der Erhaltungstrieb der Bienen ist, wegzuzüchten, beklagt.


    Ein Beispiel:
    Vom Sinn des Lebens


    Wer Bienen züchtet, ahnt es gut,
    welch‘ tiefer Sinn im Leben ruht,
    denn Tier und Pflanze leben nur
    im „Füreinander“ der Natur.
    Das ist – in was sie eingespannt –
    als Nahrungskette wohlbekannt.


    Die Blüte gibt die Nahrung her,
    die Biene dankt ihr dafür sehr.
    Sie sorgt, daß Früchte reifen können,
    die Baum und Strauch den Tieren gönnen.


    Allein der Mensch reiht sich nicht ein,
    er glaubt kein dienend‘ Glied zu sein,
    braucht nicht der Schöpfung das zu geben,
    was sie ihm gibt in seinem Leben.
    Er meint, das geht ihn gar nichts an,
    die Erde ist ihm untertan.
    Er irrt und irret her und hin
    und fragt, was seines Lebens Sinn.


    Anstatt zu helfen überall,
    macht er die Erd‘ zum Jammertal.
    Anstatt zu pflegen und zu schätzen,
    soll alles ihm alleine nützen.
    So wird der Mensch ganz ohne Frage,
    auf uns‘rer Welt zu einer Plage.


    Füg‘ Dich in diese Schöpfung ein,
    die nicht Dein Werk, das sieh‘ nur ein.
    Sei nützlich andern! Dien‘ dem Leben!
    Das wird Dir Sinnerfüllung geben.


    Werd‘ Imker, liebe die Natur
    und was da lebt, die Kreatur!
    Werd‘ Imker, Mensch! Dann merkst Du bald,
    wie Dir vertraut wird Flur und Wald,
    was still sich lebensfroh bewegt
    vom Schöpferwillen angeregt.


    Das Grübeln kannst Du gern vermissen,
    Du wirst dann fröhlich endlich wissen,
    was Deine Schuldigkeit allein:
    der Mit- und Umwelt Hüter sein!


    Seite 106 f.



    Aufgefallen ist mir Gercke durch seinen wikipedia-Artikel:


    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Achim_Gercke&stable=0&shownotice=1#Weblinks


    Weitere Kapitel der Literaturtips:


    Maurice Maeterlinck Das Leben der Bienen:


    http://imkerforum.de/showthread.php?t=14453


    Rudolf Steiner Über das Wesen der Bienen:


    http://imkerforum.de/showthread.php?t=13481

    Von hinten, zwei Honigräume drauf, diese mit Brettchen abgedeckt, darunter Folie. So kann man immer schnell mal lugen, ob schon Deckelchen zu sehen sind.




    Der Brutraum, hinten mit einem Fensterchen, wie früher in den Hinterbehandlern. Wer schaut da nicht mal gern nach.



    Hallo,
    über PM erreichte mich die Bitte, die dänische Trogbeute einmal darzustellen. Leider besitze ich keine technischen Zeichnungen und genaue Abmessungen. Die vorzustellende Kiste hat mein Schwiegervater für Deutsch-Normalmass (DN oder DNM) gebaut. Von diesem Mass leitetet sich der Bau insgesamt ab. Ich hoffe, die Bilder erklären den Rest. Das System besticht durch seine Variationsmöglichkeiten. Der untere Teil fasst 20 Waben. Darüber kann man vier Honigräume (zwei vorn, zwei hinten) mit je 8 Waben aufsetzen. Überwintert wird im unteren Raum, aber auch das kann man ja variieren. Und schön, gerade für Besuch und kleine Kinder, hinten gibts ein Fenster.


    Von vorn, Deckel geschlossen




    Deckel offen




    Flugloch, mit kleinen Blechschieber zu verändern



    Hallo,
    nachdem ich im letzten "Winter" mit der recht teuren Apiguard-Behandlung zwei von vier Völkern verloren habe, möchte ich es in diesem Jahr mit Ameisensäure probieren. Nachdem ich hier die verschiedenen Anweisungen gelesen habe, versuche ich mal eine Zusammenfassung der Arbeitsanweisung und bitte um Korrektur:


    Spätsommerbehandlung - Schwammtuch mit 85% Ameisensäure im DN


    - Beginn eine Woche nach Einfütterungsbeginn
    - 2ml gekühlte 85%ige Ameisensäure pro Wabe
    - Behandlung bei Einbruch der Dunkelheit
    - Drei Wochen lang je eine Behandlung pro Woche
    - Schwammtuch sollte nicht fabrikneu, sondern schon benutzt sein