Beiträge von molle

    hallo peter,


    das der dwvirus von der v-milbe übertragen wird kenn ich.
    allerdings ist er wohl so gut wie immer präsent in der milbenpopulation. also um jottes willen nich gleich die völker alle abschwefeln wejen infektionsjefahr !!!


    bis denne


    so, jetzt noch ´n schnittchen...

    @mellibaer
    kleine ergänzung noch: in´ner tbh kann ein anfänger bestimmt mehr unheil anrichten als bei warre !


    @allgemeinheit
    in einer der diesjährigen ADIZetten war ein artikel (schöne bilder sind dabei)über japanische imker. dort wird die extensiv- oder hobbyimkerei mit der heimischen a. cerana japonica teilweise in warre/christ/palteau-verwandter stabilbauweise betrieben. bienen bekommt über einziehende schwärme.
    die intensivimkerei arbeitet dort mit a. mellifera ligustica in der uns bekannten magazin-rähmchen-betriebsweise.


    tschüss

    also wahrscheinlich habe ich mit "billig" das falsche wort gewählt. wird ja heute meistens negativ gesehen - im sinne von: ohne wert.
    vielleicht wäre "ohne hohe Investitionskosten" besser gewesen...egal.


    diskutiert wird hier ja: EINFACHE bienenhaltung für ALLE.
    (und nicht "imkernnurmitdoktortitelundab500völkererlauben")


    @mellibaer
    ich verstehe deine bedenken wegen des tierschutzes. doch bei 2 eingriffen im jahr jenseits des brutnestes können zittrige hände kaum unheil anrichten. und vielleicht ist die von bernhard beschriebene betriebsweise sogar "vollzogener tierschutz" an bienen.....


    übrigens wer weiss ob nicht die "niedrigen investitionskosten" bienenhaltung aus liebhaberei anregen. immerhin stellen sich auch leute hummelkästen hin ohne den honig zu ernten.


    bis denne

    juten morjen,


    also mit den technischen zeichnungen würde richtig klarheit reinkommen.


    Bernhard
    deine warre-einführung ist echt klasse. jetzt weiss ich was ich den klammen eleven in die hand drücken kann.
    erinnert mich an die broschüre "a small scale beekeeping" für entwicklungsländer. in der wird anhand von tbh-betriebsweise dargestellt wie mensch billig und einfach zur bienenhaltung kommt. und in diesen punkten scheint deutschland auch ein entwicklungsland zu sein;)
    http://www.beekeeping.com/arti…l_beekeeping/homepage.htm


    mit ´nem schicken deckblatt, inhaltsverzeichnis vor dem Text, ´n bisschen überarbeitung und det janze frei im netz haste dann meiner meinung nach entwicklungshilfe für die imkerei in deutschland geleistet.


    bis denne

    @ reiner
    das du da mehr erfahrung hast, hatte ich schon vermutet.


    ich denke die mm ist dort am fittesten wo sie noch in grossen gebieten, teilweise unbeeinflusst durch züchtung gehalten wird. das dürfte bei der unterartentauscherei in europa allerdings selten, wenn überhaupt noch möglich sein (ländliche gebiete nordost -polens oder -russlands und schutzgebiete vielleicht).


    interessant sind die berichte eines alten imkers in meiner gegend über den wechsel von der zweietagigen hinterbehandlung zum magazin in der ddr.
    das war hier alles c-reinzuchtgebiet zu der zeit!!! die letzte mm-zuchtlinie bei magdeburg endete in den 50ern.
    von 40 völkern schaffte nur 1 volk den wechsel zu mehr raum im magazin problemlos. (übrigens hatte ihm genau das volk in den hb-beuten mit der schwärmerei immer arbeit gemacht!)
    seiner meinung nach ist die biene in die kleinen kisten "reingezüchtet" worden. siehe auch die bauernkästen im c-herkunftsgebiet.


    ich schlussfolgere daraus, dass es nicht an der unterart, sondern an der auswahl durch die halter einer gegend liegt welchen raum bienenvölker füllen können.


    bis nachher denn

    juten morjen,


    habe noch nie von innen angemalt - daher kann ich keine genauen schlussfolgerungen ziehen.


    vom rein logischen her würde für mich höchstens eine art propolisextrakt als innenbehandlung sinn machen.


    ach, da fällt mir noch was ein. den link kann ich nicht liefern - war irgendwas von übersee - egal... wundert euch nicht über meine ungenauen angaben - ist alles aus dem gedächtnis geholt:
    jedenfalls hat der kollege sein ganzes "equipment" in heisses bienenwachs ( ich glaub 150 grad celsius, vielleicht auch weniger) gestellt und dort drin eine viertel oder halbe stunde frittiert.
    damit war es innen und aussen mit einer bienenfreundlichen schicht versehen und haltbar gemacht.
    die temperatur und dauer der frittierung garantieren sicher auch eine abtötung der meisten pathogene bei wiederholung der behandlung oder bevor schwärme in alte beuten eingeschlagen werden.


    bevor jetzt fragen kommen -> nein, habe ich noch nicht probiert, halte ich aber für ´ne gute anregung.


    bis denne

    hallo,


    reiner
    also ich denke bei der genetischen vielfalt der bienen können von einem einzelnen volk keine allgemeinen schlussfolgerungen gezogen werden.



    wer für wirstchaftsvölker an leistungsfähigkeit interessiert ist, sollte mal die f1 - mischpoke zwischen mm und landmix-c (mittlerweile auch b) ausprobieren (achso, äh standbegattung natürlich).
    aus, wenn auch wenig, eigener beobachtung an 3 völkern kann ich von sehr guter brutentwicklung berichten. 2 dnm zargen mit absperrgitter drüber als brutraum und 2 zargen honigraum wurden ihnen im vergleich zu den reinen c-kollegen schnell zu eng während der rapserei, so dass sie ihr potential nicht ausreizen konnten.


    werde nächstes jahr mehr brutraum geben - vielleicht mal ohne absperrgitter probieren.


    tschüsssssssssss

    hallo, irgendwie fehlt was...
    einige ergänzungen sind noch nötig:


    1. klar ist, dass sich die honigbiene nach der eiszeit vom mittelmeergebiet der ausbreitung der bäume folgend auch in mitteleuropa in ihrer unterart a. mellifera mellifera breitgemacht hat.
    für alle die lesen lieben: f. ruttner "naturgeschichte der honigbienen"


    2. die dichte von honigbienenvölkern in der gemässigten klimazone lag ohne einfluss des menschen höchstwahrscheinlich bei ca. 0,5 völkern/km2 !
    -Galton 1971 "Survey of a Thousand Years of Beekeeping in Russia" (käuflich www.ibra.co.uk "shop")
    -Visscher & Seeley 1982 "Foraging Strategy of Honeybee Colonies in a temperate decidious Forest" (googeln nach genauem titel und fernleihe in bibliothek)


    3. konkurrenz ist direkt abhängig von der landschaftsstruktur.
    d.h. in einfach strukturierten landschaften (monokulturen) wird nach der blüte der hauptkultur auf den wenigen blühenden flächen ein konkurrenzdruck von honigbienen auf solitärbienen und hummeln entstehen.
    in vielfältig strukturierten landschaften (natürlich, naturnah, kleinbäuerlich oder grenzgebiete zwischen siedlung-wald-landwirtschaft oder grüne siedlungsgebiete) kann konkurrenz kaum auftreten. (in der nähe einer grossimkerei sieht es schon anders aus.)
    http://wwwuser.gwdg.de/~uaoe/m…effan.htm#Anker5i_steffan :
    - Steffan-Dewenter, I. & Kuhn, A. (2003) honeybee foraging in differentially structured landscapes – Proceedings of the Royal Society of London B 270, S. 569-575
    - Steffan-Dewenter, I., Münzenberg, U., Bürger, C., Thies, C. & Tscharntke, T. (2002) Scale-dependent effects of landscape structure on three pollinator guilds – Ecology 83, S. 1421-1432



    also a.m.m. völker in einzel- oder kleingruppenaufstellung (3 völker vielleicht) auf oder an grossen, naturnahen schutzflächen (mehrere hektar), bei niedriger völkerdichte in der umgebung, sollten o.k. sein.
    wenn ihr dann noch ohne behandlung auskommt und die völker schwärmen lasst, sollte euch der applaus der biologen & bienen sicher sein.


    achso, und lecker vielfältiger honig von gesunden völkern ist für euch auch noch drin!!!


    tschüssikowski

    hallo,


    bin leider erst jetzt auf diesen thread gestossen.
    ich verfolge die diskussion um die konkurrenz auch schon eine weile und möchte nur einen punkt ergänzen der bisher meiner meinung nach fehlt.


    solitärbienen können pollen verschiedener pflanzen sammeln (polylektisch - wie honigbienen) oder spezialisiert sein auf nur eine art oder gattung pflanzen(oligolektisch).
    die ersteren dürften erst bei hohen honigbienendichten leiden.
    das problem haben die letzteren, wenn der pollen "ihrer" pflanze von honigbienen "abgegrast" wird und sie somit nicht genügend nachwuchsköniginnen für das nächste jahr ansetzen können. wiederholt sich das ganze in den nächsten jahren kann es zum aussterben der solitärbienenart in dieser gegend kommen.
    da sie je nach art nur einige hundert meter bis wenige kilometer weit fliegen, können sie auch nicht ausweichen.


    bis denne

    hallo,


    wer nach deutscher bienen/imkerliteratur ab dem 18. jahrhundert sucht ist hier richtig.
    originaltexte als .pdf - dateien von grüwel, ramdohr, eyrich, schirach, palteau, rothe, ruffiny, schmidt u.a. frei verfügbar.


    unter dem folgenden link "suche" starten und unter der einstellung (da wo auch autor, freitext, schlagwort usw.) "sammlung" dann suchbegriff "biene" eingeben.


    http://edocs.ub.uni-frankfurt.de


    viel spass beim lesen !