Beiträge von holmi

    Hallo Melanie, werden die kommerziellen Hummelvölker grundsätzlich ohne Königinnen eingesetzt? Da wäre doch für das Volk ganz schnell Schluss, ähnlich wie bei unseren Honigbienen. Ich weiß nur, dass diese Völker nach getaner Arbeit in die Natur entlassen werden, egal ob krank oder dadurch die heimische Hummelwelt aus dem Gleichgewicht gerät.

    Ich finde es auch mittlerweile abartig, aus welchen Gründen sich manche Leute Hummeln oder Mauerbienen kaufen wollen. Denn auch deren Kokons kann man kaufen und zur Bestäubung einsetzen. Ich habe an einer Grundschule ein Wildbienenprojekt, dort haben wir auch eine Nisthilfe gebaut. Die Lehrerin kam tatsächlich auf die Idee, Mauerbienen-Kokons und ein Hummelvolk zu kaufen, damit die Kinder auch an der Nisthilfe was sehen würden! So ein Unfug! Wenn sie etwas in der Natur lernen müssen, dann ist das Geduld. Und: Kaum stand die Nisthilfe draußen, wurde sie auch schon von den ersten Wildbienen bezogen. Da brauchte keiner "nachzuhelfen".

    Problem ist, dass man Wildbienen teils nur schwer nach Fotos bestimmen kann. Deshalb mache ich immer sehr viele Fotos von ihnen, um sie möglichst von allen Seiten zu erwischen. Dann gelingt das besser. Und dann mit der entsprechenden Literatur.

    Die mittleren Beinpaare sehen mir doch etwas fransig aus und der Pelz am Thorax ist doch etwas flauschiger als bei der scotica. Die Frühlings-Pelzbiene nistet ebenfalls in Kolonien.

    Die Fotos sehen doch sehr nach der Frühlings-Pelzbiene aus. Nicht alles, was im Boden nistet ist automatisch eine Sandbiene oder "Erdbiene" wie manche Laien sagen. Die rote Biene ist der Parasit, eine Blutbiene.

    Mögliche vorhandene Bodennester erstmal beobachten, erkennen und dann schützen! Die Bauwut bei uns im Speckgürtel von Stuttgart kostet derzeit viele Kolonien das Leben!! Ich darf sie ohne Genehmigung nicht fangen, aber die Nester zuasphaltieren. Das ist gerade meine Front , an der ich kämpfe.

    Die Landesbauverordnungen fast aller Bundesländer machen die Schottergärten schon seit jeher illegal, diese hätten gar nicht erst angelegt werden dürfen. Und Bauverordnugen gab es auch schon immer, die jedem Häuslebauer vorschreiben, welche Dachneigung er haben darf, wie hoch das Gebäude wird und auch wie die Fläche auszusehen hat. Ich möchte mir kein Baugebiet in einer Gemeinde vorstellen, die diese Vorgaben nicht hätte.

    Aber auch das Grundgesetz sagt, dass Eigentum verpflichtet! Sein Gebrauch sollte der Allgemeinheit dienen. Bestäuberfeindliche Flächen sind da bestimmt nicht dienlich! Aber im Einzelnen kann man sich ja über alles streiten, auch um Kaisers Bart!

    Bis Leimen bei Heidelberg waren sie ja schon vor 2 Jahren. Also, warum nicht Hessen? Aber flächendeckend? Da habe ich meine Zweifel, denn selbst Ba.-Wü. ist ja nicht flächendeckend besiedelt, obwohl sie hier im Südwesten von Frankreich herkommen.