Beiträge von MoBerli

    Hallo Rainer, unter Sublimation verstehst du vermutlich den Übergang von Saulus zu Paulus (Bibelwissen).

    Ich verstehe das auch so, habe auch viele Frustrationen über kaputte Völker und monatelange kranke Völker hinter mir.

    Was ist besser? Eventuell muß man dann nicht mehr die Drohnen schneiden. Und das sind ja die Männer!

    Die effektive Winterbehandlung ist deswegen wichtig. Sprühen ist halt einfach besser als Tröpfeln. Man bekommt Einsicht in die Völker, warum sie noch brüten. Fütterunsfehler werden z.B. sichtbarer, als wenn man die Völker nur von oben sieht.

    Oder da die Völker z. B. Im Laufe des Winters nach Osten auf den Waben wandern, habe ich z.B. beim falschen Bienensitz, östlich einige Futterwaben plaziert, und eventuellen Futterabruch verhindert. u.s. w. Eckard (Vater) und Moritz


    P.S. Schutzmaske und Brille habe ich ja schon verlinkt.


    P.P.S: Verdampfen hab ich auch schon gemacht einige Zeit lang. Aber es hat den Nachteil, dass die Kristalle sich überall in der Beute niederschlagen, vorallem an den Außenwänden wo es kalt ist. Da bleiben sie auch noch bis zum Frühjahr und man atmet sie ein.

    Wie man auf den Bildern sieht, wurde heute bei ungefähr 4-5°C die Behandlung mit Oxalsäure vorgenommen. Es waren nur 3 Völker von 21 noch nicht brutfrei. 2 waren schon tod. Vorteile des Sprühen, statt des Betreufelns, man sprüht immer je nach Bienenmasse Oxalsäure auf die Bienen, benetzt sie damit und nimmt nicht immer nur 50ml, das für schwache Völker zu viel ist und für sehr starke wie dieses Vorführvolk eher zu wenig. Nicht vergessen ist bei dieser Methode eine gute Atemmaske von dieser Bauart: https://www.boesner.com/divers…002c-plus-ersatzfilterset

    Bei den Völkern die noch Brut hatten, werden diese nochmal gesondert auf den Varroabefall geprüft, da dort ja die Oxalsäure trotz Brutentnahme nicht so gut wirkt, da sie (die Bienen) im Volk eine zu hohe Temperatur haben und die Säure zu schnell wegputzen.

    Endlich die Ergebnisse, die ich Ende August bekam, es handelt sich um den B1 Wirkstoff Dimethoat der in den Bienen mit 4,576mg/kg gefunden wurde. In der Spargelprobe wurden aber nur <0,001mg/kg gefunden. Verursacher sind also unfindbar. Allerdings hat das Landratsamt allen Landwirten einen Brief geschrieben aus dieser Stadt/Ort, dass es im Frühjahr einen Spritzschaden bei einem Imker gegeben habe.


    Grüße
    Moritz

    Guten Tag,
    heute waren endlich zwei vom Landratsamt und haben Pflanzenproben vom Spargel genommen. Allerdings hat es dieses Jahr sehr viele Blattläuse und deren Honigtau ist attraktiv für die Bienen. Wenn nun jemand spritzt gegen Blattläuse, kanns ebenso zu Schäden kommen. Also wieder etwas unklarer die ganze Sache.


    Die Bienen werden nun auf ca 200 Mittel untersucht.



    Wichtig zu sagen wäre noch, dass die Bienenprobe im Beisein von LRA (Landratsamt) und deren Bienenkoffer zur Probenentnahme und zusätzlich dem Bienensachverständiger gezogen werden muss.

    hier ein Film den ich bei meinen Völkern gemacht habe da ich massiv Bienenverluste durch vergiftete Bienen vor dem Flugloch gestern hatte. Ich vermute zu 99% Insektizidspritzung in die Spargelblüte. Seid also gewarnt, wenn bei euch Spargel angebaut wird. Er honigt sehr gut und bringt sehr viel Pollen.


    Hier der Film
    https://www.youtube.com/watch?v=Ated5G502NA&feature=youtu.be



    Gegen die Spargelfliege sind lt Beratungsdienst Dimethoat-Produkte empfohlen und zugelassen, (zB Perfekthion)
    Gegen Thripse sind auch Dimethoat- Produkte empfohlen und zugelassen
    Gegen Spargelhähnchen sind Calypso + Kleber empfohlen und zugelassen.


    Bei meinen Bienen vermute ich noch ein weiteres, unzuläßiges Mittel.

    Zitat Gerhard Meusel: "Bitte Beachten: Ich weise ausdrücklich auf die Zulassung in Österreich (Austria) hin. Eine Anwendung in Deutschland ist nach meinem Wissen nicht zulässig!"


    am besten du ziehst nach Baden-Württemberg, da ist Oxalsäure Teil des Behandlungskonzeptes Baden-Württembergs:
    https://www.uni-hohenheim.de/f…dlungskonzept_BW_2013.pdf



    Marion ,
    sei froh, dass du nur große Milben hast, du bist zu beneiden.

    hier ein Bericht von uns, den wir soeben ca hundert Imkern per email geschickt haben:


    Merkwürdiges Völkersterben trotz Varrroabehandlung!


    Liebe Imkerinnen und Imker,
    Wir haben dieses Jahr ein Varroaproblem größeren Ausmaßes. Nach außen ist es noch nicht richtig sichtbar, weil die einzelnen Imker meinen, das Problem liegt an ihrer Varroabehandlung. Aber so wie ich es sehe, wird der Varroabefall trotz mehrmaliger Behandlung kaum weniger.
    Was aber bei genauer Betrachtung der abgefallenen Milben sichtbar wird, ist, dass diese etwa ein DRITTEL KLEINER und dunkelbraun sind. Es gibt offensichtlich eine KLEINERERE VARROASCHWESTER!
    Weil aber die kleine Varroaschwester offensichtlich eine höhere Vermehrungsrate hat, töten wir bei der Varroabehandlung beide Schwestern, die große und die kleine.
    Ist die Vermehrungsrate der Kleinen Schwester aber größer, bleibt sie allein übrig, weil die große Varroaschwester schon füher gegen null geht.
    Das macht sich in diesem Jahr bei dem frühen Frühjahr und dem warmen Oktober natürlich verstärkt bemerkbar.
    Viele Völker sind schon gestorben, viele sind schwach und füllen kaum die Beute. Eigentlich sind nur noch die Jungvölker vital,
    und Völker die X-Mal behandelt sind.
    Ich glaube nicht, dass es an unserer Varroabehandlung mit Thymol liegt, sondern auch Völker mit Ameisensäurebehandlung haben dasselbe Problem.
    Völker, die eine höhere Varroarate beherbergen sind stechiger und haben einen höheren Futterverbrauch. Der hohe Futterverbrauch liegt wahrscheinlich daran, dass die von den Varroen angestochenen Bienen die Bruttemperatur kaum erzeugen können und mehr Futter aufnehmen um die Temperatur von 36°C halten zu können.
    Um das eine oder andere Volk mit noch gutem Bienenbesatz zu retten, würde ich folgendermaßen reagieren:
    Bei diesem geschwächten Volk und guter Königin, sollte die Brut genau betrachtet werden. Sind Krüppelbienen sichtbar, sollte die Brut samt Varroa entfernt werden. Um die Milben auf den dortigen Bienen zu reduzieren, sollte Oxalsäure oder Bienenwohl getröpfelt werden. Je nach Volksstärke zwischen 3 und 10ml.
    Zusätzlich das Flugloch auf etwa 2 Bienen einengen. Nach 2-3Tagen, wenn die Oxalsäurewirkung vorbei ist, kann das Volk mit einer Brutwabe aus einem befallsarmen Volk,
    ohne anhängende Bienen, in der Volksmitte eingehängt und verstärkt werden.
    Flüssiges Füttern nicht vergessen, am besten mit einer Futtertasche auf der sonnenseite der Beute!
    Grundsätzlich sollten bei allen Völkern noch die Bodenbretter eingeschoben sein. Diese werden erst entfernt nach den ersten Nachtfrösten.
    Grundsätzlich sollte der Milbenfall kontrolliert werden. Bei ständigem Milbenfall kann bei allen Völkern Oxalsäure oder Bienenwohl getröpfelt werden in obiger Dosis.
    Bis zu 3 mal hintereinander im Abstand von acht Tagen.
    Bei der darauf folgenden Winterbehandlung mit Oxalsäure unbedingt auf noch im Winter brütende Völker achten, diese markieren und im Frühjahr noch einmal behandeln.
    Besser ist im Frühjahr umweiseln und behandeln.
    Um die offenbar verstärkte Milbenproduktion nächstes Jahr zu verhindern, will ich nach der Ernte Ende Juli versuchen, durch Einsperren der Königin, längere Zeit eine Brutpause zu erzwingen.
    Aber dazu nächstes Jahr mehr!



    Herzliche Imkergrüße


    Eckard Berlin, Berufsimker
    Vordere Straße 16
    71404 Korb
    E-Mail: egberlin@arcor.de.
    Tel.: 07151/606216
    Fax: 07151/207143

    ja füttern ist noch möglich mit Futtertasche:
    - am besten an die Südseite des Kasten hängen, damit das Futter warm durch die Sonneneinstrahlung wird.
    - ab ca 10- 12°C nehmen die Bienen das Futter ab.
    - dicker Weizen-Sirup ist im Herbst am idealsten, muss von den Bienen nicht mehr viel umgearbeitet werden.
    - als Schwimmhilfe nehme ich ca 5cm lang zugeschnittene Ästchen von Bäumen etc.
    -Bodenschieber einlegen, dass es in der Beute wärmer ist und das Futter schneller abgenommen werden kann, dann hat man gleich die Varroa im Blick und kann bei zu starkem Milbenfall nochmal mit 5-10ml Oxalsäure (3%ig) träufeln.

    Was macht ihr, wenn ihr momentan Völker habt, die auf dem Bodenbrett mehr Varroen haben, als der Durchschnitt?
    Warten bis in zwei Monaten die Winterbehandlung kommt und dann sich die Milben nochmal vermehrt haben?


    Ich habe Gott sei dank von toyotafan erfahren, dass der Geflügeldeformationsvirus nicht direkt von der Varroa und den Viren kommt, sondern von einer zu niedriegen Bruttemperatur. Die Völker, die den Geflügelvirus haben, behandle ich jetzt auch vorsichtiger und verstärke sie mit einer verdeckelten Brutwabe.


    Ich glaube, viele Imker wollen jetzt die Völker nicht mehr stören, aber in Zeiten der Varroa fängt für mich der Winter am 21.12 pünktlich zu Winterbeginn an und dann nach der Winterbehandlung in der Adventszeit lasse ich meine Völker in Ruhe bis März.


    Zurück zum Anfagsthema:


    33kg Zucker zu 2,2kg Honig
    32g Thymol zu 2,13g reine Oxalsäure



    Da ich hier so eine exakte umgekehrte Proportionalität habe, könnte es ja durchaus sein, dass ich die beigemischte Honigmenge im Sirup erhöhe und dann ensprechend weniger Oxalsäure bräuchte, da ja die Bienen dann vitaler durch den höheren Honiganteil im Sirup sein müssten.

    Zitat beetic: "Damit verkürzt Du die Lebenszeit der bis dahin entstandenen Winterbienen und schädigst sie!!"



    Ich mach die 3 mal 7ml Beträufelung mit 3%iger Oxalsäure ja nur, wenn noch zu viele Milben fallen. Meistens brüten die Völker noch bei uns im Weinbauklima auf 1-3 Waben und können sich dann gesund erneuern ohne Milben. Deshalb füttere ich ja auch noch, dass die Brut gut gefüttert wird. Selbst wenn die Kästen schon schwer genug sind (Kippkontrolle), gebe ich nochmal 2 kg. Aber oft sind sie leicht, dass ich die Futtertasche mit 4-7kg nochmal fülle. Thymol leg ich natürlich zusätzlich noch 1-2 Platten momentan drauf, hilft gegen Reinvasion und schädigt nicht so die Bienen.

    ich habe eine erstaunliche Feststellung bei der Einfütterung und Milbenbehandlung gemacht:


    Ich habe je Bienenvolk insgesamt 33kg Weizensirup gefürttert und dazu 2,2kg Honig mit Regennwasser zugemischt(5-8% dem Sirup eingerührt macht 6,5% Honiganteil)


    Bei der Sommerbehandlung gegen Milben, habe ich von Juli bis jetzt, im noch warmen Oktober, 8 Plättchen Thymovar eingelegt a 4g Reinthymol, macht 32g Reinthymol.
    Von September bis Ende Oktober träufle ich noch 3 mal 7 ml 3% ige Oxalsäure bei jeder Nachfütterung(falls trotz Thymolbehandlung noch Milben fallen im Sept bis Okt). Das macht dann 21 ml Oxalsäure plus den ca 50 ml Oxalsäure bei der Restentmilbung in der Adventszeit. Macht dann 21ml+ 50ml = 71ml x 0.03 = 2,13 g reine Oxalsärekristalle.


    Nun das verwunderliche Verhältnis:


    33kg Zucker zu 2,2kg Honig
    32g Thymol zu 2,13g reine Oxalsäure


    also recht exakte proportionale Relationen.
    Nur, dass die Oxalsäure am schädlichsten für Bienen und der Honig am gesündesten für Bienen ist, es also umgekehrt proportional ist.


    Gruß
    Moritz


    P.S. Thymol wirkt nur, wenn man früh genug behandelt und wenn der Kasten so dicht wie nur irgendmöglich ist. Es geht auch nur bei einzargiger Überwinterung, also optimal bei Dadant.

    Zitat Zitat von Havelmärker:
    "Hallo Sven,
    mit der Größe der Bäume hat deren Fruchtbarkeit gar nichts zu tun!!! Gerade der Apfel hat seine aktivsten Wurzeln im 30cm-Bereich, da ist es egal, ob groß oder klein."


    Gerade dann ist es ja so, dass ein großer Baum, dessen Äste bis zum Boden reichen, die Baumscheibe schön abschattet und feucht hält, was ein kleiner Baum nicht kann. Der Boden ist schnell ausgetrocknet und der junge Baum geht auf Notversorgung ohne Nektarabgabe über...

    Mich würde interessieren ob deine Völker noch Ok sind. Oft ist es auch so, dass im ersten Jahr das Volk die Varroen noch wegsteckt, dann aber trotz Winterbehandlung mit Oxalsäure zu viele Milben in die neue Saison mitkommen und du dann nächstes Jahr zu bald Milbenprobleme im Sommer hast.