Beiträge von Patrick Johannes

    Moin Blütenbiene!


    Aaaalso, gelüstet wird bei mir in der (zugigen und autolosen) Garage. Die zu lüstenden Zargen werden zur Lüstung (so das zu "lüsten" gehörige Nomen) seitlich ca. 45° angekippt in Reihe aneinandergelehnt aufgestellt und lüsten dann ca. 4, 5 Tage so vor sich hin, ehe sie, fertig ausgelüstet, den Völkern aufgesetzt werden.

    Wichtig ist bei diesem außerhäusigen Lüsten selbstredend, dass die Zargen bienendicht gelüstet werden, sonst haste bei Flugwetter und noch-nicht-Tracht sofort die tollste Sucherei und mit ein bisschen Pech on top direkt Räuberei - auch im Frühjahr.


    Lüsterne (oder so :wink:) Grüße

    vom

    Patrick

    Guten Morgen zusammen!


    Mangels Durchzugsmöglichkeit kommen meine bepollten und / oder unbepollten HR-Waben so wie die Zargen ausgeputzt von den Völkern kommen gestapelt, oben und unten komplett geschlossen, ins Lager. Obenauf kommen in jeden Stapel 4 alte umgedrehte Honigglasdeckel mit AS 85% gefüllt. Da reicht 1x nachfüllen im Winter und die Waben bleiben bis auf minimalste Anfangsfraßgänge mottenlarvenfrei. Im Frühjahr müssen sie dann ein paar Tage zugig aufgestellt gelüstet werden, dann geht`s raus auf die Völker.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Moin Dennis!

    Kann mir keiner sagen um welche Wespenart es sich handelt?

    Anhand diesen einen Fotos: Nö. Falls du tatsächlich ernsthaftes Interesse an einer Bestimmung der ganz konkreten Wespenart, wozu auch immer, haben solltest dann bräuchte man m. E. mindestens mal ein Foto eines Tiere von vorne, sodass die Kopfzeichnung erkennbar ist. Ab davon lege ich mich ob der Situation und der Jahreszeit jetzt schonmal relativ fest:

    Diese oder Jene isses ziemlich sicher.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Guten Morgen zusammen!


    Ich holte letzten Montag 5 standbegattete Königinnen vom Züchter ab um einen Teil meiner Ableger / Altvölker umzuweiseln. Das geschah mittels: Alte Königin raus, neue im Zusetzkäfig unter Futterteigverschluß an gleicher Stelle rein, Deckel zu. Gestern habe ich auf Annahme kontrolliert: Alle 5 da, in 2 Fällen scheinen die Bienen noch nicht überzeugt (gewesen *toi, toi, toi*) zu sein und hatten Umweiselungszellen aus den letzten offenen Zellen der alten Mutti angesetzt, in einem Fall schien / scheint die neue zu warten bis fast alle "alte" Brut ausgelaufen ist. Stiftet, wenn auch zaghaft, trotzdem schon.

    In einer Woche wird dann "final" kontrolliert ob`s auch tatsächlich Arbeiterinnenbrut ist, ob in den genannten beiden Fällen weiterhin Missmut herrscht und dann sollte *toi, toi, toi* gut sein und die neuen Regentinnen sich ordentlich starke Völker bis Ende September / Anfang Oktober zusammenlegen.


    Es herrschte übrigens in keinem der Völker irgendeine Unruhe, spürbare Abneigung noch waren Verletzungen an den Jungköniginnen zu erkennen - TROTZ (oder gerade wegen?) der genannten Zusetzmethode.


    Sonnige Grüße

    Patrick

    Guten Abend zusammen!

    Ich will ja nicht anecken, aber Bruder Adam sagt: Es gibt keinen individuellen Stockduft

    Was stimmt jetzt ?

    Bei mir eckste nich` an. Aber ob`s den Duft gibt oder nicht, ich weiß es nicht. Ich beobachte in der Praxis und versuche zu verstehen.

    Völker sammeln verschiedene Kittharze und riechen individuell. Manchmal habe ich das Gefühl beim Öffnen des Deckels den Smokerbedarf zu erriechen.

    Klingt völlig logisch. Ob die Bienen selber aber auch nach dieser Propolisnote riechen? Keinen Schimmer.

    Den Smokerbedarf rieche ich tatsächlich manches Mal, allerdings kommen dann die Hinterleiber hoch und m. E. wird die Giftblase bzw. eine Drüse in diesem Bereich geöffnet, denn es riecht dann tatsächlich mit viiiiiel Phantasie nach Banane.

    Patrick Johannes meint sicher den Geruch, wenn bei den Bienen Alarmstimmung herrscht.

    Just über diesem Zitat meinte Patrick Johannes erstmals ebendiesen Alarmduft, vorher nicht. :wink:Vorher schrieb er über den für ihn nicht zu beschreibenden Geruch / Duft, den bspw. weisellose und daher sterzelnde / lockende Völker abgeben.


    Da ich ja ein Freund konkreter und somit auch für mich ohne Knoten im Kopfe verständlicher Fragestellungen bin und wir auf dem besten Weg in`s OT sind:

    Soapp : Was möchteste ganz konkret nu` wissen? Bzgl. des möglichen Stockduftes schrieb ich in diesem Beitrag was ich drüber weiß / nicht weiß.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Guten Morgen zusammen!


    Ich zeichne seit Jahren mit Opalithplättchen und Schellack (?!) - dem Zeuch halt, was den Plättchen beiliegt.

    Begatteten Königinnen allerdings nur, da unbegattete bei den Leuchtplättchen dann doch vielleicht etwas zu leicht zu Vogelfutter werden könnten.

    Und auch bei frisch legenden Jungköniginnen gehe ich vor wie immer und nun folgt, ganz ohne Schnulli und Schnörkel:

    - Königin möglichst ohne jeden Einsatz von Rauch suchen und: finden (idealerweise, ansonsten entfallen die folgenden Schritte :wink:)!

    - Königin mit Ruhe abfangen, in die Zeichenröhe packen, Kleber und Plättchen drauf

    - 2-4 Minuten warten, sich in Geduld üben, in-mich-Gehen

    - Königin mittels Zeichenröhre wieder auf den OT der zuletzt von ihr belaufenen Wabe setzen

    - Königin beim allermeist sehr (!) gemächlichen Einlaufen in die Wabengasse beobachten

    - freuen

    - Beute schließen

    - Farbe & Nummer notieren


    Ich bin mit diesem Procederè sehr zufrieden und habe seitdem quasi keine Verluste mehr beim Zeichnen und Wieder-Zusetzen. *toi, toi, toi*


    In dem Zusammenhang habe ich den Satz von vermutlich Bruder Adam im Hinterkopf, dass der Zusetzerfolg (egal ob frisch gezeichnet oder nicht?!) bei Königinnen weniger bis gar nicht von Duft oder sonstigem Pheromon-Gedöns abhängt, sondern in erster Linie von ihrem Verhalten in diesem sensiblen Moment. Sprich ruhige, "komisch" duftende und verzierte :wink: Königinnen werden gleich wieder entspannt und freundlich aufgenommen, panisch umherlaufende und hibbelige tendenziell eher weniger. Klingt logisch find` ich.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Guten Morgen zusammen!


    Soapp :

    riechst du das ?

    Ja. :wink:

    bzw. riechst du den Unterschied ?

    Ja. :wink:


    Im Ernst:

    Die Nassanov`sche Drüse sondert meiner Wahrnehmung zufolge einen tatsächlich unbeschreiblichen oder auch unvergleichlichen Duft ab. Dieser wird von den Bienen bekanntermaßen zum "Locken" ihrer Stockgenossinnen genutzt, bspw. wenn imker eine größere Menge Bienen vor`s Flugloch stößt oder wenn generell viele Bienen um`s Volk in der Luft sind (Schwarm, Honigernte (bei Tracht!), usw.).

    Insbesondere aber sehe ich bei den Bienen ob die Nassanov`sche Drüse geöffnet ist. Dann zeigt der Hinterleib zudem in einem anderen Winkel, sprich steiler, in die Luft als bei Ventilieren.


    Sonnige Grüße

    Patrick

    Hallo zusammen!


    Während meiner Umweiselungen und Völkerkontrollen am Montag (Spätnachmittag / Abend) habe ich ein Phänomen beobachtet, welches ich so noch nie gesehen hatte:

    Kurz nach dem Öffnen der Beute, ganz ohne Rauch, mit trotz Schweiß in Augen und auch sonst überall :wink: wirklicher Ruhe sah ich erste, scheinbar sterzelnde Bienen auf den OT sitzen.

    Da am Sonntag zuvor die letzte AS-Schwammtuchbehandlung durchgeführt worden war (im Übrigen einer der Gründe, weshalb es der Montag sein sollte, da ansonsten die ST zerlegt worden wären) tippte ich beim ersten Volk spontan noch auf einen möglichen Königinnenverlust. Bei genauerem Hinsehen aber standen diese Bienen "falsch" zum Sterzeln. Keine Nassanov`sche Drüse geöffnet, kein entsprechender Geruch. Was war`s also?! Sie fächelten.

    Königinnen waren alle da, stifteten auch bereits wieder.

    Folglich war es schlicht so heiß, dass die Bienen die Möglichkeit, "obenrum" ebenfalls zu kühlen offenkundig sofort dankend annahmen.

    Kritisch war`s thermisch wohl dennoch nicht, denn nach den zügigen Durchsichten / Kontrollen war sehr schnell wieder völlige Ruhe an den Völkern und auch die vereinzelten Spürbienen wurden weiterhin sehr souverän der Fluglöcher verwiesen.


    Schöne sommerliche Grüße

    Patrick

    Hallo zusammen!


    Ich habe in den letzten Jahren bereits Wespennnester / Wespen an folgenden Stellen / in folgenden "Zuständen" vorgefunden:

    - An der Innenseite der A-Säule eines stillgelegten und just verkauften Autos, da auch noch beidseitig (Feldwespen)

    - Durch die Schlafzimmerdeckenspots krabbelnd, da sie sich von ihrem Nest offenbar in`s Kabelkanalsystem der Decke verliefen

    - Ein Nest wuchs tatsächlich durch die Zimmerdecke (Rigips) einer nicht genutzten Dachgeschosswohnung)

    - An der Innenseite eines Garagentores seitlich frei "hängend"

    - An einer Straßenlaterne

    - Durch eine minimale Mauerspalte wachsend

    - ... usw., usf.


    Ich habe gerade mal im Archiv gewühlt und ein paar m. E. sehr eindrucksvolle o. g. Beispiele im Bilde angehängt:


    http://up.picr.de/33410934jz.jpg


    http://up.picr.de/33410936mo.jpg


    http://up.picr.de/33410938cs.jpg


    http://up.picr.de/33410939kc.jpg


    http://up.picr.de/33410941sg.jpg


    http://up.picr.de/33410943cj.jpg

    http://up.picr.de/33410945hz.jpg


    Das letzte Bild zeigt vermutlich junge Geschlechtstiere, die vor dem zuvor gezeigten Nest wirklich massenhaft auf dem Gehweg saßen.

    Schöne Grüße

    Patrick

    Guten Morgen zusammen!


    Ich habe nach den Verlusten in den letzten beiden Jahren heuer (ich wollte das immer schon mal schreiben!:wink:) auf mein bis 2015 bewährtes AS-Schwammtuch-Verfahren zurückgegriffen. Und das auch mit reichlich Hin und Her ob der immensen Tages- und auch noch Abendtemperaturen.

    ST gegen 21:00 Uhr bei ~ 25-26°C kurz vor finaler Dämmerung aufgelegt und es lief. Keine übermäßigen Bienenschäden / -verluste, Wirkung, allet jut.

    Die Behandlung ob der Temperaturen immer weiter nach hinten zu schieben - ich hätte da gewaltige Bauchschmerzen. Gut, bin die letzten beiden Jahre auch arg gebeutelt, aber auch vom grundsätzlichen Gefühl ist früher hier besser.


    Heiße Grüße

    vom

    Patrick, der die Hitze für sich persönlich am problematischsten empfindet weil`s ihm einfach viel zu heiß ist :wink:


    P.S.:

    Ein scheinbarer Nebeneffekt der Hitze: Der Futterverbrauch der Völker scheint aktuell ziemlich niedrig zu sein. Stehen alle saftig da und ich muss beim Füttern eher drauf achten sie nicht zu voll zu machen.:eek:

    Guten Morgen zusammen!


    Auch hier isses laut Unterer Naturschutzbehörde ein Wespenjahr mit dementsprechend sehr vielen Anrufen - mittlerweile dort.

    Denn nach 4 Jahren der telefonischen Bereitschaft / Beratung für die Bürger von 4 Städten / Gemeinden hier im Kreis hat der Herr Johannes diese mit Ende letzten Jahres abgegeben. Trotz immensem Spaß an der Sache an sich - zugunsten von ... freier Zeit in seiner freien Zeit.

    Es ist unfassbar wieviele Anrufe mit bei korrekt und fair ausgeführter Beratung erstaunlicher Dauer von bis zu 15 / 20 Minuten da alleine binnen einer Woche zusammenkommen. Gerade in Jahren wie diesem.

    Sobald aber dann das Thema Kosten auch nur angerissen wird weil die besorgten Bürger die Tiere tw. trotz überschaubarem Sinngehalt schlichtweg weg haben wollen, dann, ja dann...werden sie tw. auch noch unverschämt bzw. wollen selber gegen die Tiere vorgehen (Bsp.: Schutzlos mit der Paraldose aus dem Supermarkt im 1. OG auf der Leiter stehenden in den Rolladenkasten sprühend -> siehe unten...:roll:). Die zuletzt meinerseits gehörten 2-6 Wochen Wartezeit für den Schädlingsbekämpfer sind dann auch inakzeptabel, ganz ab davon, dass der ja auch (zu) teuer ist. Und wir sprechen hier von Preisen vom wiederholten Hörensagen von 120-130,-€ je Nest. Was m. E. bei den auf sich zu nehmenden Risiken nicht übertrieben ist.


    Bevor ich mich hier Off Topic weiter ergehe, abschließend noch eine grundsätzlich schöne Story zum Thema, letzte Woche erlebt:

    Es hat jemand "sein" Hornissennest im Vogelnistkasten offenbar nächtens einfach mal abgenommen und an einer kleinen Straße am Rand auf einem Schnittholzhaufen abgelegt.:eek: Da ich für derlei Ausnahmefälle weiterhin zur Verfügung stehe rief mich also die zuständige Dame vom Kreis an und ich nahm die Angelegenheit in Augenschein. Was soll man sagen?! Stimmte. Allerdings steht das Häuschen bestimmt 2 Meter drin im Grünstreifen und hinter einem Baum, sodass es kaum bis gar nicht auffällt und die Hornissen, die`s tatsächlich sind, fliegen entspannt in die dahinter liegende Wiese / Weide.

    Der besorgte Bürger zeigte sich dann im Gespräch auch recht entspannt und nach einigen Erläuterungen warum aktuell eine Umsiedlung nicht sinnig ist und das das Nest in der Form nur für böse Wichte, die dranklopfen und / oder sonstiges Schindluder damit treiben, überhaupt eine potenzielle Gefahr darstellt, dürfen sie nun bis auf Weiteres erstmal dort weiterleben. Zumal die Dame der UNB (siehe oben) ebenfalls der Meinung ist, dass in diesem Fall keinerlei Handlungsbedarf herrscht, da sie sich a) auf meine Einschätzung der Situation verlässt und b) sie ein gewisses Mindestmaß an gesundem Menschenverstand und Eigenverantwortung für durchaus erwartbar hält. Find ich gut!


    In diesem Sinne heiße Grüße

    vom

    Patrick

    N`Abend zusammen!


    Waldfrau :

    Joa, es landregnete so vor sich hin - mit Gutwill kann man es so nennen. Die oberen 5 cm des Bodens sind feucht, ob`s für die Linde zu relevanter Wasseraufnahme reicht: Nein.


    Dennoch könnt`s, insbesondere bei den älteren Bäumen, vielleicht doch was geben, ggfs. auch mit Blatthonig vermischt, denn Läuse hammer aktuell satt und genug hier.


    Gruß

    Patrick

    Guten Vormittag zusammen!


    Auch hier am westlichsten Zipfel Deutschlands blühen seit einigen Tagen die ersten Linden.

    Sollte heute der angekündigte Starkregen tatsächlich kommen könnt`s eine richtig ordentliche Tracht und Ernte geben.

    Ich drücke den Kollegen die Däumchen!


    Schöne Grüße

    Patrick

    Guten Morgen zusammen!


    Ich danke euch Beiden für die Einschätzung.


    Weiter Fotos liegen mir und der Dame, deren Mutter das Nest im Schuppen hat, derzeit nicht vor.


    Ich habe ihr allerdings meine erste Vermutung hinsichtlich entweder Mittlerer oder Sächsischer Wespe bereits zurückgeschickt gehabt, inkl. einiger Links zu den beiden Arten und dem Hinweis auf ihre relative Gelassenheit, meinen Erfahrungen entsprechend.


    Es wird jetzt versucht, den Schuppenbereich zu räumen und das Nest zu belassen. Insbesondere bei Sächsischer / Mittlerer Wespe ist das zum Glück ja auch kein Bauwerk für die Ewigkeit - bei Deutscher oder Gemeiner Wespe sähe das anders aus.


    Sonnige Grüße

    Patrick


    P.S.:

    Bienenknecht : Die Sächsische Wespe ist mir hier bisher nur äußerst selten begegnet soweit ich es bestimmen konnte. Daher auch meine Vermutung in Richtung der Mittleren. Schön, wenn`s die bei euch häufig gibt. :daumen: